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Darf Medizin alles, was sie kann, Alena Buyx?
21 oktober 2026 · 54 min
In einer Liveaufnahme beim »Big Bang KI Festival« spricht die Medizinethikerin über KI in der Medizin, Longevity und Sterbehilfe. Lees meer
Im ZEIT-Podcast »Nur eine Frage« stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, die viele von uns umtreiben, auf die eine klare Antwort jedoch oft schwer zu finden ist. Wir befragen die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können.
Alena Michaela Buyx ist Ärztin und Philosophin und eine der bekanntesten Stimmen der deutschen Medizinethik. Sie ist Direktorin des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin an der TU München. Von 2020 bis 2024 war Alena Buyx Vorsitzende des Deutschen Ethikrats – und damit eine der prominentesten wissenschaftlichen Stimmen während der Coronapandemie. Im März 2025 erschien ihr Buch Leben und Sterben, in dem sie sich den existenziellen medizinischen und ethischen Fragen widmet, die jeden Menschen im Laufe seines Lebens betreffen.
Für die neue Folge von »Nur eine Frage« wollten wir von ihr wissen: Darf Medizin alles, was sie kann?
Erstmals in der Geschichte des Videopodcasts fand die Aufnahme live vor Publikum statt: auf dem Big Bang KI Festival in Berlin 2026.
Im Gespräch mit Jochen Wegner erklärt Alena Buyx, warum uns der medizinische Fortschritt vor große ethische Fragen stellt, vor deren Beantwortung wir uns nicht scheuen sollten. Für sie ist klar: Nein, Medizin darf nicht alles, was sie kann. Aber dahinter stecke die essenzielle Frage: Was ist verantwortliches Handeln?
Am Beispiel von Hirnimplantaten zeigt sie, dass dieselbe Technologie, die gelähmten Menschen helfen könnte, eine Prothese mit ihren Gedanken zu steuern, theoretisch auch missbraucht werden könnte, um Menschen gegen ihren Willen zu beeinflussen. Gleichzeitig geht sie darauf ein, wie KI schon jetzt die Medizinforschung revolutioniert und dass ihre Arbeit als Medizinethikerin darin bestehe, »herauszufinden, welche von diesen tollen Möglichkeiten wir nutzen…
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Sind wir frei, Rahel Jaeggi?
7 oktober 2026 · 1 uur 35 min
Freiheit ist nicht nur eine individuelle, sondern eine soziale Frage, sagt Rahel Jaeggi. Die Philosophin über Machtlosigkeit und Entfremdung – und was gegen sie hilft. Lees meer
Im ZEIT-Podcast »Nur eine Frage« stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, die viele von uns umtreiben, auf die eine klare Antwort jedoch oft schwer zu finden ist. Wir befragen die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können.
Früher war Freiheit einfach: Wer tat, was er wollte, galt als frei. Heute können wir reisen, wählen, kaufen und posten wie nie zuvor. Waren Menschen jemals freier als heute? Was bedeutet Freiheit? Und gab es jemals einen Zustand, in dem Menschen wirklich frei waren?
Wir fragen in dieser Folge von »Nur eine Frage« die Philosophin Rahel Jaeggi: Sind wir frei?
Rahel Jaeggi ist eine der einflussreichsten Sozialphilosophinnen der Gegenwart. Sie lehrt praktische Philosophie, Rechts- und Sozialphilosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin und zählt zu den wichtigsten Vertreterinnen der zeitgenössischen Kritischen Theorie. Jaeggi hat unter anderem an der Yale University, der New School in New York und der Fudan University in Shanghai gelehrt. Sie forscht zu Freiheit, Entfremdung und der Frage, wie gesellschaftliche Verhältnisse unser Leben prägen. Für ihr Buch Fortschritt und Regression erhielt sie den Philosophischen Buchpreis.
Ihre Antwort auf die Frage lautet: Ja – vielleicht ein bisschen. Es komme darauf an, was man unter Freiheit verstehe. Im Podcast erklärt sie zunächst, warum die Frage komplexer ist, als sie klingt, und differenziert zwischen einem negativen und einem positiven Freiheitsbegriff.
Ein zentraler Begriff von Jaeggi ist jener der Entfremdung. Im Podcast zeichnet sie die Geschichte des Begriffs von Rousseau über Hegel bis Marx nach und grenzt sich dabei von der Vorstellung ab, es gebe ein »wahres Selbst«, zu dem man nur zurückkehren müsse. Nach Jaeggi entstehe Freiheit dort…
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Wird die Welt konservativer, Steffen Mau?
15 september 2026 · 1 uur 24 min
Im ZEIT-Podcast »Nur eine Frage« stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, die viele von uns umtreiben, auf die eine klare Antwort jedoch oft schwer zu finden ist. Wir befragen die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können. Lees meer
Steffen Mau ist Soziologe, Professor für Makrosoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und seit Oktober 2025 Direktor der Abteilung Ungleichheit, Transformation und Konflikt am Max-Planck-Institut für Politik- und Sozialwissenschaft. 2021 erhielt er den Leibniz-Preis, die höchstdotierte Forschungsauszeichnung Deutschlands. Kaum jemand hat die Frage, wie sich unsere Werte und Konflikte verändern, so gründlich vermessen wie er. Einer seiner Bestseller, »Triggerpunkte« (2023), wertet repräsentative Befragungen aus 30 Jahren aus, mit dem überraschenden Ergebnis: Das Bild der Polarisierung ist falsch und die vermeintlich gespaltene Gesellschaft nur ein Mythos. Er berät die Bundesregierung, und der von ihm mitgeprägte Begriff »Veränderungserschöpfung« ist in den Sprachgebrauch der Politik und in Regierungsklausuren übergegangen. In seinem Buch »Sortiermaschinen« (2021) beschreibt er, wie sich die Welt abschottet und sich eine Veränderung manifestiert hat. Aktuell forscht er erneut an dem Thema.
Im Gespräch mit Jochen Wegner in der neuen Folge von »Nur eine Frage« beantwortet Mau die Frage »Wird die Welt konservativer?« global betrachtet und angesichts der Stärke autoritärer Regime mit einem »Ja«. Auf der Ebene von Werten und politischen Einstellungen sehe es anders aus. Inwiefern dort weiterhin ein Liberalisierungstrend auszumachen sei, auch wenn er ins Stocken geraten ist, erklärt Mau im Podcast.
Mau betont, die Gesellschaften seien liberaler, als der öffentliche Diskurs es vermuten lässt. Er spricht darüber, warum das verbreitete Bild der Polarisierung »vom Kopf auf die Füße« gestellt werden müsse, weil Polarisierung politisch erzeugt und dadurch der …
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Ist die deutsche Einheit gelungen, Steffen Mau?
4 september 2026 · 1 uur 8 min
Der Soziologe Steffen Mau erklärt, was man bei der Wiedervereinigung hätte besser machen können und warum der Osten politisch so anders tickt. Lees meer
Im ZEIT-Podcast »Nur eine Frage« stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, die viele von uns umtreiben, auf die eine klare Antwort jedoch oft schwer zu finden ist. Wir befragen die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können.
Ist die deutsche Einheit gelungen? Wenn es um diese Frage geht, gibt es wohl kaum jemanden, der sie besser beantworten kann als unser Gast in der neuen Folge von »Nur eine Frage«.
Steffen Mau ist Soziologe, Professor für Makrosoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und seit Oktober 2025 Direktor der Abteilung »Ungleichheit, Transformation und Konflikt« am Max-Planck-Institut für Politik- und Sozialwissenschaft. 2021 erhielt er den Leibniz-Preis, die höchstdotierte Forschungsauszeichnung Deutschlands. Seine Bücher über die deutsche Einheit sind Bestseller: 2019 »Lütten Klein – Leben in der ostdeutschen Transformationsgesellschaft«, 2023 »Triggerpunkte« und 2024 »Ungleich vereint. Warum der Osten anders bleibt«. Er kennt die deutsche Einheit nicht nur als Forscher, sondern aus eigener Erfahrung. Geboren wurde er 1968 in Rostock, hat 21 Jahre in der DDR gelebt, war Facharbeiter für Schiffselektronik und Funker bei der Nationalen Volksarmee. Den Tag des Mauerfalls erlebte er beim Wachdienst in seiner Kaserne.
Für Steffen Mau ist die Antwort auf diese Frage nicht einfach zu finden. Die Einheit sei politisch-rechtlich gestaltet worden, in Ostdeutschland habe sich eine Demokratie entwickelt, »natürlich mit Rissen, Brüchen und politischen Unwuchten«. Trotzdem gebe es Dinge, die nicht gelungen seien. Er kommt daher zu der Antwort: Jein. Oder einem vorsichtigen Ja – mit großen Schmerzen.
Wenn man geglaubt habe, die Einheit sei dann vollendet, wenn es keine grundlegenden Unterschiede mehr gäbe – »weder sozialstrukt…
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Is the Age of Enlightenment Over, Francis Fukuyama?
26 augustus 2026 · 47 min
Der Politikwissenschaftler Francis Fukuyama erklärt, warum die liberale Demokratie unter Druck steht – und warum er trotzdem nicht die Hoffnung aufgibt. Lees meer
Im ZEIT-Podcast »Nur eine Frage« stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, die viele von uns umtreiben, auf die eine klare Antwort jedoch oft schwer zu finden ist. Wir befragen die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können.
Francis Fukuyama ist einer der bedeutendsten politischen Theoretiker unserer Zeit. Im Sommer 1989, wenige Monate vor dem Fall der Berliner Mauer, veröffentlichte er den Essay The End of History? und wurde schlagartig berühmt. Darin argumentierte er, dass der Niedergang des Kommunismus das Ende des großen ideologischen Kampfes der Menschheit markiere und sich die westliche liberale Demokratie als endgültige Regierungsform durchsetzen werde. Das darauffolgende Buch wurde in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Seitdem hat Fukuyama zahlreiche Bücher und Analysen geschrieben, über Geschichte und die Ursprünge politischer Ordnung, Vertrauen und Identität, Biotechnologie und die Krise des Liberalismus. Er hat amerikanische Regierungen beraten, den Johan-Skytte-Preis erhalten und lehrt an der Stanford University. Sein neues Buch Der letzte Mensch erschien im Juni 2026 in Deutschland.
Doch wie steht es um die liberale Demokratie – als ein Kind der Aufklärung – heute? Wie viel ist von den Ideen und Idealen der Aufklärung noch übrig? In der neuen Folge von Nur eine Frage wollen wir von Francis Fukuyama wissen: Ist das Zeitalter der Aufklärung vorbei?
Fukuyamas Antwort lautet: »Nein. Das Zeitalter der Aufklärung ist keineswegs vorbei. Es steht unter Druck, aber es ist definitiv nicht vorbei.«
Im Podcast beschreibt er zunächst die historischen Hintergründe des Zeitalters der Aufklärung, wie die wissenschaftliche Methode religiöses Dogma ablöste und die liberale Demokratie als eines der Ergebnisse der Aufklärung hervorgi…
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KI-Übersetzung: Ist das Zeitalter der Aufklärung vorbei, Francis Fukuyama?
26 augustus 2026 · 47 min
Der Politikwissenschaftler Francis Fukuyama erklärt, warum die liberale Demokratie unter Druck steht – und warum er trotzdem nicht die Hoffnung aufgibt. Lees meer
Im ZEIT-Podcast »Nur eine Frage« stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, die viele von uns umtreiben, auf die eine klare Antwort jedoch oft schwer zu finden ist. Wir befragen die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können. Dies ist die KI-Übersetzung des englischen Originalgesprächs.
Francis Fukuyama ist einer der bedeutendsten politischen Theoretiker unserer Zeit. Im Sommer 1989, wenige Monate vor dem Fall der Berliner Mauer, veröffentlichte er den Essay The End of History? und wurde schlagartig berühmt. Darin argumentierte er, dass der Niedergang des Kommunismus das Ende des großen ideologischen Kampfes der Menschheit markiere und sich die westliche liberale Demokratie als endgültige Regierungsform durchsetzen werde. Das darauffolgende Buch wurde in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Seitdem hat Fukuyama zahlreiche Bücher und Analysen geschrieben, über Geschichte und die Ursprünge politischer Ordnung, Vertrauen und Identität, Biotechnologie und die Krise des Liberalismus. Er hat amerikanische Regierungen beraten, den Johan-Skytte-Preis erhalten und lehrt an der Stanford University. Sein neues Buch Der letzte Mensch erschien im Juni 2026 in Deutschland.
Doch wie steht es um die liberale Demokratie – als ein Kind der Aufklärung – heute? Wie viel ist von den Ideen und Idealen der Aufklärung noch übrig? In der neuen Folge von Nur eine Frage wollen wir von Francis Fukuyama wissen: Ist das Zeitalter der Aufklärung vorbei?
Fukuyamas Antwort lautet: »Nein. Das Zeitalter der Aufklärung ist keineswegs vorbei. Es steht unter Druck, aber es ist definitiv nicht vorbei.«
Im Podcast beschreibt er zunächst die historischen Hintergründe des Zeitalters der Aufklärung, wie die wissenschaftliche Methode religiöses Dogma ablöste und die libera…
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Does the World Need Borders, Kwame Anthony Appiah?
12 augustus 2026 · 1 uur 11 min
Der Philosoph Kwame Anthony Appiah erklärt, was Grenzen genau schützen, warum sie ethische Regeln brauchen und wie ihre Zukunft aussehen könnte. Lees meer
Im ZEIT-Podcast »Nur eine Frage« stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, die viele von uns umtreiben, auf die eine klare Antwort jedoch schwer zu finden ist. Wir befragen die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können.
In dieser Folge von »Nur eine Frage« stellen wir Kwame Anthony Appiah die Frage: »Braucht die Welt Grenzen?« Aufgezeichnet wurde das Gespräch nur drei Tage, nachdem rund 60.000 Menschen an einem einzigen Tag von Marokko in die spanische Enklave Ceuta migriert waren. Ein Rekord, der Europa einmal mehr vor die Frage stellte, wofür seine Grenzen eigentlich da sind.
Kwame Anthony Appiah ist einer der einflussreichsten Philosophen der Gegenwart. Geboren in London, aufgewachsen im ghanaischen Kumasi, ausgebildet in Cambridge, lehrt er heute Philosophie und Recht an der New York University. Als Sohn eines ghanaischen Vaters und einer britischen Mutter hat er sein ganzes Leben lang genau jene Grenzen überschritten, über die er nachdenkt – zwischen Nationen, Kulturen und Identitäten. Sein Buch Cosmopolitanism, prägte eine Denktradition, The Lies That Bind vor allem die Debatte über Identität. Appiah wurde von Barack Obama mit der National Humanities Medal ausgezeichnet, der höchsten Auszeichnung der USA im Bereich der Geisteswissenschaften. Er ist Präsident der American Academy of Arts and Letters und beantwortet in seiner Kolumne The Ethicist im New York Times Magazine seit mehr als zehn Jahren moralische Fragen des alltäglichen Lebens.
Im Podcast beantwortet Appiah die Frage mit einem Ja. »Wenn wir davon ausgehen, dass wir Staaten brauchen, einzelne Nationen, dann brauchen diese auch Grenzen. Staaten müssen nun mal regeln können, wer dazugehört und wer nicht.«
Appiah erklärt, warum er kein Fan eines »Superstaates« ist: Di…
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KI-Übersetzung: Braucht die Welt Grenzen, Kwame Anthony Appiah?
12 augustus 2026 · 1 uur 6 min
Der Philosoph Kwame Anthony Appiah erklärt, was Grenzen genau schützen, warum sie ethische Regeln brauchen und wie ihre Zukunft aussehen könnte. Lees meer
Im ZEIT-Podcast »Nur eine Frage« stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, die viele von uns umtreiben, auf die eine klare Antwort jedoch schwer zu finden ist. Wir befragen die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können. Dies ist die KI-Übersetzung des englischen Originalgesprächs.
In dieser Folge von »Nur eine Frage« stellen wir Kwame Anthony Appiah die Frage: »Braucht die Welt Grenzen?« Aufgezeichnet wurde das Gespräch nur drei Tage, nachdem rund 60.000 Menschen an einem einzigen Tag von Marokko in die spanische Enklave Ceuta migriert waren. Ein Rekord, der Europa einmal mehr vor die Frage stellte, wofür seine Grenzen eigentlich da sind.
Kwame Anthony Appiah ist einer der einflussreichsten Philosophen der Gegenwart. Geboren in London, aufgewachsen im ghanaischen Kumasi, ausgebildet in Cambridge, lehrt er heute Philosophie und Recht an der New York University. Als Sohn eines ghanaischen Vaters und einer britischen Mutter hat er sein ganzes Leben lang genau jene Grenzen überschritten, über die er nachdenkt – zwischen Nationen, Kulturen und Identitäten. Sein Buch Cosmopolitanism, prägte eine Denktradition, The Lies That Bind vor allem die Debatte über Identität. Appiah wurde von Barack Obama mit der National Humanities Medal ausgezeichnet, der höchsten Auszeichnung der USA im Bereich der Geisteswissenschaften. Er ist Präsident der American Academy of Arts and Letters und beantwortet in seiner Kolumne The Ethicist im New York Times Magazine seit mehr als zehn Jahren moralische Fragen des alltäglichen Lebens.
Im Podcast beantwortet Appiah die Frage mit einem Ja. »Wenn wir davon ausgehen, dass wir Staaten brauchen, einzelne Nationen, dann brauchen diese auch Grenzen. Staaten müssen nun mal regeln können, wer dazugehört und wer nicht.«
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Braucht Deutschland neue Atomkraftwerke, Anke Weidlich?
5 augustus 2026 · 1 uur 13 min
Das Land diskutiert über einen Wiedereinstieg in die Kernkraft. Anke Weidlich erklärt, was gegen neue Atomkraftwerke spricht – und was die Alternativen sein könnten. Lees meer
Im Podcast »Nur eine Frage« stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, auf die eine klare Antwort schwer zu finden ist. Er befragt die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können – und versucht, eine klare Antwort zu bekommen.
Seit April 2023 produziert Deutschland keinen Atomstrom mehr. Doch die Debatte über einen Wiedereintritt ist zurück. Ursula von der Leyen nannte die Abkehr in Europa einen strategischen Fehler. Und mit den Small Modular Reactors (SMR) rückt eine neue Generation von Miniatomkraftwerken in den Fokus.
In dieser Folge von »Nur eine Frage« stellen wir Anke Weidlich die Frage: Braucht Deutschland neue Atomkraftwerke?
Anke Weidlich ist Professorin für Technologien der Energieverteilung an der Universität Freiburg. Sie forscht zu nachhaltigen Energiesystemen, Strommarktgestaltung, Smart Grids und Flexibilitätsnutzung. In der Lehre behandelt sie Grundlagen zum Betrieb des Stromsystems, Optimierung und Prognosen. Sie gehört der 2011 von der Bundesregierung eingesetzten Expertenkommission zum Energiewende-Monitoring an. Neben ihrer wissenschaftlichen Arbeit engagiert sich Weidlich in nationalen Forschungs- und Beratungsgremien zur Energie- und Klimapolitik, darunter in der Akademieninitiative Energiesysteme der Zukunft (ESYS).
Weidlichs Antwort lautet: nein. Im Podcast erklärt sie zunächst die technischen Grundlagen des Stromsystems: Warum die Frequenzhaltung im Netz so wichtig ist, wie rotierende Generatoren den Takt vorgeben, und warum man dafür kein Atomkraftwerk benötigt.
Ökonomisch wiegt für Weidlich ein weiterer Punkt: Kernkraftwerksneubauten seien in Europa und den USA sehr teuer und langwierig geworden. Sie erklärt außerdem, dass ein Grundlastkraftwerk, etwa ein Kernkraftwerk, am rentabelsten…
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Machen Displays Kinder krank, Julia Brailovskaia?
22 juli 2026 · 57 min
Social Media erst ab 14? Sollte Deutschland dem Beispiel Australiens folgen? Eine Psychologin erklärt, wie Social-Media-Sucht entsteht und was Eltern tun können. Lees meer
Im ZEIT-Podcast »Nur eine Frage« stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, die viele von uns umtreiben, auf die eine klare Antwort jedoch oft schwer zu finden ist. Wir befragen die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können.
Jedes fünfte Kleinkind in Deutschland besitzt ein Tablet, 60 Prozent der Elfjährigen haben ein Smartphone, Jugendliche verbringen im Schnitt dreieinhalb Stunden täglich in den sozialen Medien. Die Weltgesundheitsorganisation vermutet bei jedem zehnten deutschen Jugendlichen ein suchtartiges Verhalten. Eine Frage, die fast jede Familie umtreibt.
In dieser Ausgabe von »Nur eine Frage« wollen wir wissen: Machen Displays Kinder krank? Unser Gast dieses Mal ist die Psychologin Julia Brailovskaia. Sie ist Professorin am Forschungs- und Behandlungszentrum für psychische Gesundheit der Ruhr-Universität Bochum und eine der führenden deutschen Stimmen zum Thema. Im letzten Jahr hat sie als Erstautorin die maßgebliche Stellungnahme der Leopoldina, der Nationalen Akademie der Wissenschaften, mitverfasst. Sie gehört zu den wenigen Forscherinnen, die kontrollierte Interventionsstudien durchführen – also versuchen, Ursache und Wirkung wirklich auseinanderzuhalten.
Für Brailovskaia ist die Antwort auf die Frage eher ein Ja als ein Nein. Denn absolute Gewissheit ist bei diesem Thema schwierig bis unmöglich zu erlangen, erklärt die Forscherin im N1F-Gespräch. Das Problem: Um wirklich eindeutig sagen zu können, dass Smartphones krank machen, müsste man zwei Versuchsgruppen über einen langen Zeitraum hinweg unter Laborbedingungen miteinander vergleichen. Die eine Gruppe würde Smartphones und soziale Medien nutzen, die andere nicht. Nur solch ein Experiment könnte die von vielen vermutete negative Wirkung der sozial…
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Haben wir einen freien Willen, John-Dylan Haynes?
8 juli 2026 · 1 uur 14 min
Der Neurowissenschaftler kann Entscheidungen Sekunden im Voraus vorhersagen. Warum John-Dylan Haynes trotzdem an den freien Willen glaubt. Lees meer
Im Podcast »Nur eine Frage« stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, auf die eine klare Antwort schwer zu finden ist. Er befragt die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können – und versucht, eine klare Antwort zu bekommen.
Kaffee oder Tee? Kündigen oder bleiben? Zug oder Flugzeug? Unser Alltag wäre kaum auszuhalten ohne die Vorstellung, dass wir der Urheber unseres Handelns sind. Dass man auch anders hätte entscheiden können. Aber ist das wirklich so? Sind wirklich wir die, die die Entscheidungen treffen? Oder zieht jemand oder etwas in unserem Hirn in Wahrheit die Strippen, ohne dass wir es bemerken?
Die Frage nach dem freien Willen hat schon antike Philosophen beschäftigt. Aber so richtig Fahrt aufgenommen hat sie erst nach den berühmten Experimenten des US-amerikanischen Neurowissenschaftlers Benjamin Libet Anfang der 1980er-Jahre. Libet zeigte: Bereits Sekunden vor einer bewussten Entscheidung treten Signale im Gehirn auf, die der bewussten Entscheidung vorausgehen. Diese Erkenntnis versetzte Hirnforscher in Aufruhr. Sie begannen sich zu fragen, ob der freie Wille womöglich nur eine Illusion sei.
In der aktuellen Ausgabe von »Nur eine Frage« wollen wir daher von John-Dylan Haynes wissen: Haben wir einen freien Willen?
John-Dylan Haynes ist Psychologe, Neurowissenschaftler und Professor an der Charité in Berlin. Mit seinen Experimenten im Kernspintomografen hat er weltweit für Aufsehen gesorgt: Er konnte zeigen, dass Entscheidungen im Gehirn vorbereitet werden, bevor wir sie bewusst treffen – mitunter bis zu zehn Sekunden vorher. Seine Studie »Unconscious Determinants of Free Decisions in the Human Brain«, veröffentlicht in Nature Neuroscience, hat die Debatte über den freien Willen weiter angeheizt und auf eine neue Stufe gehoben.
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War früher alles besser, Katja Hoyer?
24 juni 2026 · 1 uur 13 min
Menschen neigen dazu, die Vergangenheit besser zu bewerten, als sie objektiv war. War das schon immer so – und wie sollte die Politik darauf reagieren? Lees meer
Im ZEIT-Podcast »Nur eine Frage« stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, die viele von uns umtreiben, auf die eine klare Antwort jedoch oft schwer zu finden ist. Wir befragen die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können.
In dieser Ausgabe von Nur eine Frage wollen wir wissen: War früher alles besser? Unser Gast dieses Mal ist die Historikerin Katja Hoyer. Sie wurde 1985 in Guben geboren, in der damaligen »Wilhelm-Pieck-Stadt« der DDR. Ihr Vater war Offizier in der Nationalen Volksarmee, als die Mauer fiel, war sie vier Jahre alt. Studiert hat Hoyer Geschichte in Jena, sie lebt und arbeitet seit über fünfzehn Jahren in Großbritannien – am King’s College in London, als Fellow der Royal Historical Society. Katja Hoyer hat drei Bücher über entscheidende Abschnitte deutscher Geschichte geschrieben: das Kaiserreich, die Weimarer Republik und die DDR – drei Epochen, die von Nachgeborenen oft verklärt wurden. Die Sunday Times nennt sie »Britain’s favourite German historian«. In Deutschland jedoch ist sie nicht unumstritten: Ihr DDR-Buch Diesseits der Mauer löste 2023 eine der heftigsten Geschichtsdebatten der letzten Jahre aus – mit dem Vorwurf, sie würde die DDR rosarot weichzeichnen. Ihr neues BuchWeimar. Glanz und Grauen der deutschen Geschichte erschien im Mai und stößt ebenfalls auf große mediale Resonanz.
Hoyers klare Antwort auf die Frage lautet »Nein«. Nostalgie sei ein Phänomen, das die Menschheit vermutlich schon immer begleitet habe. »Jeder durchlebt seine Kindheit und Jugend und fragt sich später, wie er an den Punkt gekommen ist, an dem er heute steht. Dabei neigt man dazu, die eigene Vergangenheit positiver zu bewerten, als sie tatsächlich gewesen ist.« Insbesondere in Krisenzeiten griffen Menschen bevorzugt auf verm…
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Can the Middle East Conflict Be Resolved, Dennis Ross?
10 juni 2026 · 48 min
Kaum ein US-Diplomat war dem israelisch-palästinensischen Friedensprozess über so viele Jahre so nah wie Dennis Ross. Er sagt: Es gibt eine Lösung. Aber sie dauert. Lees meer
Im ZEIT-Podcast »Nur eine Frage« stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, die viele von uns umtreiben, auf die eine klare Antwort jedoch oft schwer zu finden ist. Wir befragen die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können.
In dieser Folge von Nur eine Frage stellen wir dem US-amerikanischen Diplomaten Dennis Ross die Frage: »Kann der Nahostkonflikt gelöst werden?«
Dennis Ross, geboren 1948, ist eine bedeutende Figur der amerikanischen Nahost-Diplomatie. In den Achtzigerjahren war er Mitbegründer des Washington Institute for Near East Policy, 1988 wurde er zum Chefunterhändler für die Nahost-Friedensgespräche ernannt. Er überzeugte arabische und israelische Politiker, an der historischen Madrider Konferenz teilzunehmen, die den Friedensprozess in Gang setzte. In den Jahren danach spielte Ross eine Schlüsselrolle bei den Verhandlungen über die Osloer Abkommen, das Interimsabkommen von 1995 und das Hebron-Abkommen. Mit dem Ende von Bill Clintons Amtszeit endete auch seine Zeit als Sondergesandter.
Seine Antwort auf die Frage »Kann der Nahostkonflikt gelöst werden?« lautet: »Ja, er kann gelöst werden. Aber nicht so bald.« Das Trauma des 7. Oktober habe beide Seiten so tief getroffen, dass sich Israelis und Palästinenser in der schlechtesten Lage befänden, die Ross in fast 40 Jahren erlebt habe. »Dieses gegenseitige Trauma macht es beiden Seiten unmöglich, sich den Schmerz des anderen vorzustellen, jeder sieht nur den eigenen.«
Im Kern, erklärt Ross, sei der Nahostkonflikt, wenn wir ihn als Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern definieren, einfach zu beschreiben: zwei nationale Bewegungen, die um denselben Raum konkurrieren. Beide hätten einen Anspruch auf das Land, beide eine tiefe, darin verwurzelte Ident…
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KI-Übersetzung: Kann der Nahostkonflikt gelöst werden, Dennis Ross?
10 juni 2026 · 45 min
Kaum ein US-Diplomat war dem israelisch-palästinensischen Friedensprozess über so viele Jahre so nah wie Dennis Ross. Er sagt: Es gibt eine Lösung. Aber sie dauert. Lees meer
Im ZEIT-Podcast »Nur eine Frage« stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, die viele von uns umtreiben, auf die eine klare Antwort jedoch oft schwer zu finden ist. Wir befragen die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können.
In dieser Folge von Nur eine Frage stellen wir dem US-amerikanischen Diplomaten Dennis Ross die Frage: »Kann der Nahostkonflikt gelöst werden?«
Dennis Ross, geboren 1948, ist eine bedeutende Figur der amerikanischen Nahost-Diplomatie. In den Achtzigerjahren war er Mitbegründer des Washington Institute for Near East Policy, 1988 wurde er zum Chefunterhändler für die Nahost-Friedensgespräche ernannt. Er überzeugte arabische und israelische Politiker, an der historischen Madrider Konferenz teilzunehmen, die den Friedensprozess in Gang setzte. In den Jahren danach spielte Ross eine Schlüsselrolle bei den Verhandlungen über die Osloer Abkommen, das Interimsabkommen von 1995 und das Hebron-Abkommen. Mit dem Ende von Bill Clintons Amtszeit endete auch seine Zeit als Sondergesandter.
Seine Antwort auf die Frage »Kann der Nahostkonflikt gelöst werden?« lautet: »Ja, er kann gelöst werden. Aber nicht so bald.« Das Trauma des 7. Oktober habe beide Seiten so tief getroffen, dass sich Israelis und Palästinenser in der schlechtesten Lage befänden, die Ross in fast 40 Jahren erlebt habe. »Dieses gegenseitige Trauma macht es beiden Seiten unmöglich, sich den Schmerz des anderen vorzustellen, jeder sieht nur den eigenen.«
Im Kern, erklärt Ross, sei der Nahostkonflikt, wenn wir ihn als Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern definieren, einfach zu beschreiben: zwei nationale Bewegungen, die um denselben Raum konkurrieren. Beide hätten einen Anspruch auf das Land, beide eine tiefe, darin verwurzelte Ident…
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Ist die Welt noch zu retten, Friederike Otto?
27 mei 2026 · 1 uur 4 min
Im ZEIT-Podcast »Nur eine Frage« stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, die viele von uns umtreiben, auf die eine klare Antwort jedoch schwer zu finden ist. Wir befragen die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können. Lees meer
In dieser Folge von Nur eine Frage stellen wir der Klimaforscherin Friederike Otto die Frage: »Ist die Welt noch zu retten?«
Friederike Otto ist eine der international einflussreichsten Klimaforscherinnen. Otto ist Physikerin und promovierte Philosophin, hat in Potsdam und Berlin studiert, in Oxford geforscht und ist heute Professorin für Klimawissenschaften am Imperial College in London. Sie ist Mitbegründerin der sogenannten Zuordnungsforschung (Attribution Science), die den Zusammenhang zwischen Extremwetterereignissen und Klimawandel untersucht. Otto hat auch die Forschungsinitiative World Weather Attribution (WWA) mit ins Leben gerufen und an mehreren Berichten des Weltklimarats (IPCC) mitgeschrieben. 2023 erhielt sie den Deutschen Umweltpreis.
Im Podcast erklärt Friederike Otto zunächst die physikalischen Grundlagen des Klimawandels und warum die Welt aus wissenschaftlicher Perspektive deswegen ein großes Problem hat: Derzeit liegt die globale Erwärmung bei etwa 1,4 Grad. Selbst wenn alle versprochenen Klimamaßnahmen umgesetzt würden, käme die Welt bis Ende des Jahrhunderts auf etwa 2,6 Grad – mit dramatischen Folgen: »Wir werden Temperaturen und Niederschläge erleben, die wir uns im Moment nicht vorstellen können«, sagt Otto.
Am Beispiel der Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 erläutert die Klimawissenschaftlerin ihre Methode der Zuordnungsforschung und zeigt, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Welt mit Klimawandel gegen eine hypothetische Welt ohne Klimawandel rechnen. Das Ergebnis: Der menschengemachte Klimawandel hat die Wahrscheinlichkeit eines solchen Extremereignisses verdoppelt.
Dennoch sieht Otto Grund zur Hoffnung: »Wenn wir aufhöre…
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Ist Made in Germany am Ende, Moritz Schularick?
18 mei 2026 · 54 min
Deutschland steckt in einer Wirtschaftskrise. Das jahrzehntelange Erfolgsmodell des Exportweltmeisters funktioniert nicht mehr. Was Ökonom Moritz Schularick rät. Lees meer
Im Podcast »Nur eine Frage« stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, auf die eine klare Antwort schwer zu finden ist. Er befragt die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können – und versucht, eine klare Antwort zu bekommen.
Made in Germany galt lange Zeit als Gütesiegel für Ingenieurskunst, Qualität und Exportstärke. Deutsche Autos waren gefragt in aller Welt und Garant für Wirtschaftsstärke und Wohlstand. Vorbei. Die deutsche Wirtschaft schwächelt: Auf die Kriege in der Ukraine und im Iran folgten Energiekrisen mit Preisschocks, anhaltende Inflation verunsichert seit Jahren Wirtschaft und Verbraucher und zuletzt reagierten wichtige deutsche Unternehmen wie Volkswagen mit massivem Stellenabbau auf teils hohe Gewinneinbrüche. Woran liegt's? Sind die Deutschen nicht innovativ, nicht mutig oder gar nicht fleißig genug?
Ist Made in Germany am Ende? Das fragen wir in der aktuellen Ausgabe des ZEIT-Podcasts Nur eine Frage den Ökonomen Moritz Schularick. Er ist Präsident des Kiel Instituts für Weltwirtschaft und eine der gefragtesten ökonomischen Stimmen Deutschlands. Schularick forscht und publiziert unter anderem zur Geschichte der Finanzmärkte, zu Populismus und den Ursachen sozialer Ungleichheit. In der Öffentlichkeit äußert er sich häufig zu Wirtschaftsfragen, übt Kritik und gibt politische Ratschläge. 2021 erschien sein Buch Der entzauberte Staat. Was Deutschland aus der Pandemie lernen muss, in dem er das Krisenmanagement der Bundesrepublik während der Coronapandemie kritisierte.
Schularick sagt: Das alte export- und industriezentrierte Wachstumsmodell der Bundesrepublik hat seine beste Zeit hinter sich. Deutschland sei über Jahre hinweg zu oft rückwärts in die Zukunft gelaufen – gebremst durch eine Mischung aus Tr…
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KI-Übersetzung: Sind unsere Kinder glücklicher ohne soziale Medien, Jonathan Haidt?
29 april 2026 · 55 min
Im ZEIT-Podcast Nur eine Frage stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, die viele von uns umtreiben, auf die eine klare Antwort jedoch schwer zu finden ist. Wir befragen die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können. Lees meer
In dieser Folge von Nur eine Frage stellen wir dem Sozialpsychologen Jonathan Haidt die Frage: »Sind unsere Kinder glücklicher ohne soziale Medien?«
Jonathan Haidt, 62, ist ein US-amerikanischer Sozialpsychologe und Professor an der renommierten NYU Stern School of Business. Sein 2024 erschienenes Buch Generation Angst über die Schäden, die Smartphones und soziale Medien bei Kindern anrichten, stand mehr als 100 Wochen auf der Bestsellerliste der New York Times. 2026 ist sein Kinderratgeber Generation Glücklich erschienen, den er gemeinsam mit der US-Autorin Catherine Price verfasst hat.
Mehrere Länder haben damit begonnen, Smartphones aus dem Unterricht zu verbannen und ein Social-Media-Verbot für Jugendliche zu erlassen. Maßgeblich dafür verantwortlich sein dürfte Haidt, der seit Jahren vor den Gefahren von Smartphones und sozialen Medien warnt und zu eben jenen Maßnahmen rät.
Im Podcast begründet er, warum er soziale Medien für so gefährlich für Jugendliche und Kinder hält: Auf Plattformen wie Snapchat oder Instagram sind Jugendliche Sextortion ausgesetzt, also sexueller Erpressung. Alleine Snapchat berichte von rund 10.000 Hinweisen auf Sextortion-Vorfälle – pro Monat, sagt Haidt. Auch Cyberbullying, also die Schikane durch Mitschüler, sei ein großes Problem für Jugendliche. Anders als früher, als sich Schikane vorwiegend im lokalen Umfeld bewegte, verstärken soziale Medien das Problem immens.
Das zweite Problem, das Haidt sieht: »Der durchschnittliche US-amerikanische Teenager verbringt fünf Stunden am Tag in sozialen Medien. In Deutschland ist die Zahl etwas geringer. Hinzu kommen drei bis fünf Stunden mit anderen Bildschirmaktivitäten.« Die Folgen: Jug…
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Englische Originalfolge: Are Our Children Happier Without Social Media, Jonathan Haidt?
29 april 2026 · 51 min
US-Psychologe Jonathan Haidt sieht die Kindheit bedroht: durch Smartphones, soziale Medien und KI-Teddybären. Auch Computer im Klassenzimmer seien falsch. Hat er recht? Lees meer
Im ZEIT-Podcast Nur eine Frage stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, die viele von uns umtreiben, auf die eine klare Antwort jedoch schwer zu finden ist. Wir befragen die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können.
In dieser Folge von Nur eine Frage stellen wir dem Sozialpsychologen Jonathan Haidt die Frage: »Sind unsere Kinder glücklicher ohne soziale Medien?«
Jonathan Haidt, 62, ist ein US-amerikanischer Sozialpsychologe und Professor an der renommierten NYU Stern School of Business. Sein 2024 erschienenes Buch Generation Angst über die Schäden, die Smartphones und soziale Medien bei Kindern anrichten, stand mehr als 100 Wochen auf der Bestsellerliste der New York Times. 2026 ist sein Kinderratgeber Generation Glücklich erschienen, den er gemeinsam mit der US-Autorin Catherine Price verfasst hat.
Mehrere Länder haben damit begonnen, Smartphones aus dem Unterricht zu verbannen und ein Social-Media-Verbot für Jugendliche zu erlassen. Maßgeblich dafür verantwortlich sein dürfte Haidt, der seit Jahren vor den Gefahren von Smartphones und sozialen Medien warnt und zu eben jenen Maßnahmen rät.
Im Podcast begründet er, warum er soziale Medien für so gefährlich für Jugendliche und Kinder hält: Auf Plattformen wie Snapchat oder Instagram sind Jugendliche Sextortion ausgesetzt, also sexueller Erpressung. Alleine Snapchat berichte von rund 10.000 Hinweisen auf Sextortion-Vorfälle – pro Monat, sagt Haidt. Auch Cyberbullying, also die Schikane durch Mitschüler, sei ein großes Problem für Jugendliche. Anders als früher, als sich Schikane vorwiegend im lokalen Umfeld bewegte, verstärken soziale Medien das Problem immens.
Das zweite Problem, das Haidt sieht: »Der durchschnittliche US-amerikanische Teenager verbringt …
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Gibt es Zeit, Martin Bojowald?
22 april 2026 · 40 min
Im ZEIT-Podcast »Nur eine Frage« stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, die viele von uns umtreiben, auf die eine klare Antwort jedoch oft schwer zu finden ist. Wir befragen die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können. Lees meer
In dieser Folge von Nur eine Frage stellen wir dem theoretischen Physiker Martin Bojowald eine der fundamentalsten Fragen überhaupt: »Gibt es Zeit?«
Martin Bojowald wurde 1973 in Nordrhein-Westfalen geboren. Er forscht und lehrt an der Penn State University in den USA und gilt als einer der führenden Köpfe der Schleifenquantengravitation – einer Theorie, die versucht, Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie mit der Quantenmechanik zu vereinen. Bereits kurz nach seiner Doktorarbeit formulierte Bojowald grundlegende Ideen, die ihm weltweit Aufmerksamkeit einbrachten: So glaubt der Physiker, dass vor unserem Universum ein anderes Universum existiert hat. Es könnte also eine Zeit vor der Zeit gegeben haben.
Im Podcast erläutert Martin Bojowald, was Zeit zu erklären so schwierig macht: Einerseits komme sie uns so alltäglich und natürlich vor. »Wir reden ständig über die Zeit, es klingt völlig selbstverständlich – aber wenn man genau hinsieht, ist es alles andere als leicht, Zeit wirklich zu definieren oder sie direkt zu messen.« Denn Uhren messen nicht die Zeit, sondern beobachten immer nur Veränderungen von Materie: die Bewegung von Uhrzeigern, den Zerfall von Atomen, die Rotation der Erde. Aber was ist Zeit dann überhaupt? Bojowald muss passen: »Tatsächlich haben wir keine wirklich gute Definition von Zeit.« Rätselhaft ist zudem eine besondere Eigenschaft, die Zeit besitzt: Als einzige der vier Dimensionen hat sie nur eine Richtung – von der Vergangenheit in die Zukunft, aber niemals umgekehrt. Warum? »Es gibt zurzeit keine wirkliche Erklärung dafür«, sagt Bojowald. Im Gespräch erläutert der Physiker die Konsequenzen aus der Schleifenquantengravitation: Die…
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Wiederholt sich Geschichte, Ute Frevert?
8 april 2026 · 1 uur 20 min
Früher hieß es: Roboter nehmen uns die Jobs weg, der Wald stirbt. Und heute? KI nimmt uns die Jobs weg, der Klimawandel bedroht uns. Drehen wir uns im Kreis? Lees meer
Im Podcast "Nur eine Frage" stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, auf die eine klare Antwort schwer zu finden ist. Er befragt die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können – und versucht, eine klare Antwort zu bekommen.
Roboter nehmen uns die Jobs weg, der Wald stirbt – das sagten die Menschen in den Achtzigerjahren. Heute heißt es: KI nimmt uns die Jobs weg, das Klima kippt. Dazu kommen Brexit, Maga, AfD – überall der Wunsch, zu alten Zeiten zurückzukehren. Und ein Krieg in Europa, den kaum jemand für möglich gehalten hätte. Wer die Nachrichten verfolgt, denkt unwillkürlich: Hatten wir das nicht alles schon einmal? Sorge vor neuer Technik, Angst vor Umweltzerstörung, Überdruss an der Demokratie – drehen wir uns im Kreis?
Wir wollen in der neuen Folge von Nur eine Frage von Historikerin Ute Frevert wissen: Wiederholt sich Geschichte? Ute Frevert ist eine der prägendsten Historikerinnen Deutschlands. Sie war Direktorin am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin und hat dort den Forschungsbereich "Geschichte der Gefühle" aufgebaut und geleitet. Frevert lehrte auch in Bielefeld sowie Yale und ist Trägerin des Leibniz-Preises.
Im Gespräch geht es um die großen Muster der Geschichte – und ihre Grenzen: So glaubte der erste Geschichtsschreiber Thukydides an die ewige Wiederkehr der Geschichte. Für Thukydides, sagt Frevert, war Geschichte im Grunde eine Anleitung: Wer die Muster der Vergangenheit kennt, kann klüger handeln. Diese Ansicht hielt sich jahrhundertelang. Doch sie täuscht, betont die Historikerin. Zwar gebe es wiedererkennbare Muster – in der Angst vor neuer Technologie, im Aufstieg und Fall von Imperien, in der Sehnsucht nach starken Führern. Doch mindestens genauso prägend seien die Überraschungen…
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Will our children still need a driver's license, Dmitri Dolgov?
25 maart 2026 · 48 min
In San Francisco kann man die Zukunft sehen: Hier rollen selbstfahrende Autos durch die Straßen. Waymo-Chef Dmitri Dolgov erklärt, wie es zu dieser Revolution kam. Lees meer
Im Podcast "Nur eine Frage" stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, auf die eine klare Antwort schwer zu finden ist. Er befragt die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können – und versucht, eine klare Antwort zu bekommen.
"Die ausgereifteste Verkörperung von künstlicher Intelligenz in der physischen Welt" nennt Dmitri Dolgov die selbstfahrenden Autos, die seine Firma betreibt. Der russisch-amerikanische Mathematiker und Physiker gehörte 2009 zu den Gründern von Googles geheimem Programm für selbstfahrende Autos. Heute ist Dolgov Co-Chef von Waymo, einem Schwesterunternehmen von Google.
In dieser Folge des ZEIT-Podcasts Nur eine Frage sprechen ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner und Silicon-Valley-Korrespondent Nicolas Killian mit Dolgov über die Frage, ob wir in Zukunft noch selbst Auto fahren müssen.
In San Francisco und in neun weiteren amerikanischen Städten gehören die selbstfahrenden Waymo-Autos mit ihren auffälligen Sensoren längst zum Stadtbild. Man bestellt sie per App, und sie bringen einen nahezu überallhin. Fast zwei Millionen Fahrten absolvieren die Roboterautos jeden Monat. Waymo hat damit weitgehend den lang gehegten Traum vom selbstfahrenden Auto verwirklicht. Im Podcast erklärt Dolgov, wie autonome Fahrzeuge in den vergangenen 15 Jahren von ersten Prototypen zu alltagstauglichen Transportmitteln geworden sind.
Das Unternehmen expandiert in immer mehr Städte. Auch in Deutschland bereitet Waymo den Markteintritt vor und hat bereits eine Lobbyistin eingestellt. "Wir werden definitiv nach Berlin kommen", sagt Dolgov. Einen genauen Zeitplan will er nicht nennen, aber zur Ausgangsfrage, ob man in 15 Jahren in Berlin noch einen Führerschein braucht, sagt er: "Selbstfahrende Fahrzeuge werden überall sein.…
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Is life just a coincidence, Jack Szostak?
11 maart 2026 · 46 min
Blausäure, sagt Jack Szostak, sei "ein großartiger Weg, um Leben in Gang zu bringen". Der Satz klingt wie ein Paradox, stammt aber von einem der klügsten Köpfe der Biochemie: Jack Szostak erhielt 2009 den Nobelpreis für Medizin für die Erforschung der Telomere, der Schutzkappen der Chromosomen. Seit vielen Jahren untersucht er, wie vor vier Milliarden Jahren auf der noch jungen, unbelebten Erde das Leben entstand. Lees meer
Eine schwierige Aufgabe, denn von den Anfängen des Lebens auf der Erde gibt es keine erhaltenen Fossilien. Und zudem ist es schon schwierig, zu definieren, was Leben eigentlich ist. Für Szostak beginnt es dort, wo Darwinsche Evolution einsetzt: sobald ein System sich selbst vervielfältigt, dabei Fehler macht und eine Selektion beginnt. Weiteres Kriterium: Alles irdische Leben auf Erden basiert auf Zellen. Der gemeinsame Vorfahre allen heutigen Lebens – unter Forschern auch Luca genannt (Last Universal Common Ancestor) – muss eine einfache Protozelle gewesen sein, bestehend aus einer primitiven Zellmembran und wahrscheinlich sehr kleinen Stückchen genetischer Information. Jack Szostak glaubt, dass dieser Informationsträger wahrscheinlich aus RNA bestand. Der Grund: RNA-Moleküle können sich selbst kopieren. Umhüllt von einer primitiven Membran, die sich schon aus einfachen Fettsäuren in Wasser selbst bildet, entsteht ein System, das sich selbst erhält. Das ist der Moment, in dem Chemie zu Biologie wird.
Im Gespräch erzählt Szostak, dass die Entstehung des Lebens unvermeidlich und unwahrscheinlich zugleich war: eine Kette physikalisch-chemischer Prozesse, die sich logisch erklären lässt und doch im Rückblick wie ein kosmischer Zufall wirkt. Ob es auch anderswo im Universum Leben gibt? "Vielleicht ist das Leben häufig. Vielleicht sind wir allein", sagt Szostak. "Ich weiß es nicht – und ich bin sehr zufrieden damit, das zuzugeben." Und wenn wir außerirdisches Leben fänden? "Das würde das Bild völlig verändern. Das würde uns sagen: Es ist kein unglaublich sel…
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KI-Übersetzung: Ist das Leben ein Zufall, Jack Szostak?
11 maart 2026 · 47 min
Blausäure, sagt Jack Szostak, sei "ein großartiger Weg, um Leben in Gang zu bringen". Der Satz klingt wie ein Paradox, stammt aber von einem der klügsten Köpfe der Biochemie: Jack Szostak erhielt 2009 den Nobelpreis für Medizin für die Erforschung der Telomere, der Schutzkappen der Chromosomen. Seit vielen Jahren untersucht er, wie vor vier Milliarden Jahren auf der noch jungen, unbelebten Erde das Leben entstand. Lees meer
Eine schwierige Aufgabe, denn von den Anfängen des Lebens auf der Erde gibt es keine erhaltenen Fossilien. Und zudem ist es schon schwierig, zu definieren, was Leben eigentlich ist. Für Szostak beginnt es dort, wo Darwinsche Evolution einsetzt: sobald ein System sich selbst vervielfältigt, dabei Fehler macht und eine Selektion beginnt. Weiteres Kriterium: Alles irdische Leben auf Erden basiert auf Zellen. Der gemeinsame Vorfahre allen heutigen Lebens – unter Forschern auch Luca genannt (Last Universal Common Ancestor) – muss eine einfache Protozelle gewesen sein, bestehend aus einer primitiven Zellmembran und wahrscheinlich sehr kleinen Stückchen genetischer Information. Jack Szostak glaubt, dass dieser Informationsträger wahrscheinlich aus RNA bestand. Der Grund: RNA-Moleküle können sich selbst kopieren. Umhüllt von einer primitiven Membran, die sich schon aus einfachen Fettsäuren in Wasser selbst bildet, entsteht ein System, das sich selbst erhält. Das ist der Moment, in dem Chemie zu Biologie wird.
Im Gespräch erzählt Szostak, dass die Entstehung des Lebens unvermeidlich und unwahrscheinlich zugleich war: eine Kette physikalisch-chemischer Prozesse, die sich logisch erklären lässt und doch im Rückblick wie ein kosmischer Zufall wirkt. Ob es auch anderswo im Universum Leben gibt? "Vielleicht ist das Leben häufig. Vielleicht sind wir allein", sagt Szostak. "Ich weiß es nicht – und ich bin sehr zufrieden damit, das zuzugeben." Und wenn wir außerirdisches Leben fänden? "Das würde das Bild völlig verändern. Das würde uns sagen: Es ist kein unglaublich sel…
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Ist die Welt verrückt, Peter Zoller?
25 februari 2026 · 1 uur 6 min
Im ZEIT-Podcast "Nur eine Frage" stellen wir einfache, aber grundlegende Fragen, die viele von uns umtreiben, auf die eine klare Antwort oft schwer zu finden ist. Wir befragen die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können – so lange, bis wir eine definitive Antwort bekommen. Lees meer
In dieser Folge fragen wir den theoretischen Physiker Peter Zoller: Ist die Welt verrückt? Teilchen, die mal Welle, mal Teilchen sind – je nachdem, ob man hinschaut. Verschränkte Objekte, die über Galaxien hinweg instantan verbunden scheinen. Zufall, der nicht auf Unwissen beruht, sondern fundamental in der Natur steckt. 100 Jahre nach ihrer Begründung erscheint die Quantenmechanik noch immer absurd. Werden wir sie jemals verstehen?
Peter Zoller ist Professor für Theoretische Physik an der Universität Innsbruck und Emeritus Research Director am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. 1995 lieferte er gemeinsam mit Ignacio Cirac einen Bauplan für einen Quantencomputer – das Ionenfallenmodell –, das heute zu den führenden Technologien auf diesem Gebiet gehört.
Im Podcast erklärt Zoller die Grundpfeiler der Quantenmechanik: warum das berühmte Doppelspaltexperiment unser Weltbild erschüttert, was Einsteins "spukhafte Fernwirkung" wirklich bedeutet und weshalb die Experimente von Alain Aspect, John Clauser und Anton Zeilinger – ausgezeichnet mit dem Nobelpreis 2022 – Einstein am Ende widerlegten. Er erläutert, warum Schrödingers Katze im Alltag nie gleichzeitig tot und lebendig sein kann und warum der Zufall in der Natur nicht auf Unwissenheit beruht, sondern echt und fundamental ist.
Zoller gibt aber auch Einblicke in die Praxis: Wie fängt man einzelne Atome in einer Falle? Warum sind Atome perfekte Qubits – ganz ohne Fabrikationsfehler? Und warum braucht es noch 10 bis 20 Jahre, bis Quantencomputer weltverändernde Anwendungen ermöglichen? Dabei zieht er Parallelen zur künstlichen I…
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Englische Originalfolge: Are young people losing trust in traditional media, Richard Edelman?
11 februari 2026 · 34 min
Der PR-Chef Richard Edelman erhebt jedes Jahr das "Trust Barometer". Seine Erkenntnisse sind beunruhigend. Für die klassischen Medien hat er ein paar Tipps. Lees meer
Im ZEIT-Podcast "Nur eine Frage" stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, die viele von uns umtreiben, auf die eine klare Antwort jedoch oft schwer zu finden ist. Wir befragen die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können.
Morgens die Zeitung aufschlagen, abends die tagesschau im Fernsehen gucken, und am Wochenende den Spiegel oder DIE ZEIT lesen? Über Generationen waren das die Hauptquellen der Deutschen, um sich zu informieren. Diese Zeiten sind vorbei. Es hat eine dramatische Verschiebung stattgefunden: Jüngere Menschen der Gen Z nutzen kaum noch traditionelle Medien und erhalten ihre Informationen vorwiegend oder fast ausschließlich über soziale Medien wie TikTok oder Instagram.
Warum ist das so? Verlieren junge Menschen das Vertrauen in traditionelle Medien? Diese Frage stellen wir in der neuen Ausgabe von Nur eine Frage dem PR-Experten Richard Edelman.
Edelman ist CEO der Kommunikationsberatung Edelman PR. Seit 25 Jahren veröffentlicht er jedes Jahr das Trust Barometer – eine jährliche weltweite Umfrage, in der er das Vertrauen der Menschen in zentrale Institutionen wie Regierung, Unternehmen, Medien und NGOs untersucht.
Im N1F-Gespräch erklärt Edelman, dass junge Menschen Institutionen und damit auch den Medien zunehmend misstrauen. Er beschreibt eine Generation, die Nachrichten eher über Peers und Social-Media-Communitys validiert, als auf etablierte Marken und Experten zu vertrauen – eine Entwicklung, die sich seit der Pandemie stark beschleunigt hat. Laut Edelman können fast zwei Drittel der jungen Menschen zudem nicht mehr sicher unterscheiden, ob eine Nachricht von einer seriösen Quelle stammt oder Desinformation ist. Ein Befund, der weitreichende Folgen für Journalismus, Politik und Wirtschaft hat.
Mit B…
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KI-Übersetzung: Verlieren junge Menschen das Vertrauen in traditionelle Medien, Richard Edelman?
11 februari 2026 · 31 min
Der PR-Chef Richard Edelman erhebt jedes Jahr das "Trust Barometer". Seine Erkenntnisse sind beunruhigend. Für die klassischen Medien hat er ein paar Tipps. Lees meer
Im ZEIT-Podcast "Nur eine Frage" stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, die viele von uns umtreiben, auf die eine klare Antwort jedoch oft schwer zu finden ist. Wir befragen die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können.
Morgens die Zeitung aufschlagen, abends die tagesschau im Fernsehen gucken, und am Wochenende den Spiegel oder DIE ZEIT lesen? Über Generationen waren das die Hauptquellen der Deutschen, um sich zu informieren. Vorbei. Es hat eine dramatische Verschiebung stattgefunden: Jüngere Menschen der Gen Z nutzen kaum noch traditionelle Medien und erhalten ihre Informationen vorwiegend oder fast ausschließlich über soziale Medien wie TikTok oder Instagram.
Warum ist das so? Verlieren junge Menschen das Vertrauen in traditionelle Medien? Diese Frage stellen wir in der neuen Ausgabe von Nur eine Frage dem PR-Experten Richard Edelman.
Edelman ist CEO der Kommunikationsberatung Edelman PR. Seit 25 Jahren veröffentlicht er jedes Jahr das Trust Barometer – eine jährliche weltweite Umfrage, in der er das Vertrauen der Menschen in zentrale Institutionen wie Regierung, Unternehmen, Medien und NGOs untersucht.
Im N1F-Gespräch erklärt Edelman, dass junge Menschen Institutionen und damit auch den Medien zunehmend misstrauen. Er beschreibt eine Generation, die Nachrichten eher über Peers und Social-Media-Communitys validiert, als auf etablierte Marken und Experten zu vertrauen – eine Entwicklung, die sich seit der Pandemie stark beschleunigt hat. Laut Edelman können fast zwei Drittel der jungen Menschen zudem nicht mehr sicher unterscheiden, ob eine Nachricht von einer seriösen Quelle stammt oder Desinformation ist. Ein Befund, der weitreichende Folgen für Journalismus, Politik und Wirtschaft hat.
Mit Blick auf Deutschla…
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Zerstört das Internet die Demokratie, Ralph Hertwig?
28 januari 2026 · 1 uur 17 min
Im neuen Podcast "Nur eine Frage" stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, auf die eine klare Antwort schwer zu finden ist. Er befragt die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können – und versucht, Antworten zu bekommen. Lees meer
In dieser Folge geht es um eine der womöglich größten menschlichen Errungenschaften: das Internet. Anfangs wurde es bejubelt als Raum grenzenloser Meinungsfreiheit, der weltweit Demokratiebestrebungen befördern würde. Die Realität heute ist eine andere: Social-Media-Plattformen wie X und Instagram dominieren den digitalen Raum, ihre Algorithmen belohnen Aufregung, während Fake-News, Hass und Hetze nur zögerlich oder gar nicht eingedämmt werden.
Hat sich die Demokratie-Maschine Internet ins Gegenteil verkehrt? Zerstört das Internet die Demokratie – das fragen wir dieses Mal bei "Nur eine Frage" den Psychologen und Entscheidungsforscher Ralph Hertwig, Direktor des Forschungsbereichs Adaptive Rationalität am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Er beschäftigt sich seit rund fünf Jahren mit den Auswirkungen der Digitalisierung und der sozialen Medien auf die Demokratie – eine Zeit, in der ein Großteil der Forschung hierzu erst entstanden ist.
Die Forschung zum Thema ist schwierig: Zum einen lassen sich in der Realität im Vergleich zu Laborbedingungen viel schlechter belastbare Experimente durchführen. Zum anderen ließen die Betreiber der Plattformen kaum unabhängige Forschung zu ihren Effekten zu – sie halten die Algorithmen unter Verschluss, um Geschäftsgeheimnisse zu schützen. Die Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen digitalen Medien und demokratischen Gesellschaften sind zudem komplex, betont Hertwig. Sich ihre Einflüsse auf demokratische Prozesse anzusehen, sei aber dennoch wichtig – gerade weil sie so verschiedenartig sind.
Laut einer Metaanalyse von Hertwig und seinem Forschungsteam können digitale Medien sowohl positive als auch ne…
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Muss es Kriege geben, Herfried Münkler?
14 januari 2026 · 1 uur 38 min
Im neuen Podcast "Nur eine Frage" stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, auf die eine klare Antwort schwer zu finden ist. Er befragt die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können – und versucht, eine klare Antwort zu bekommen. Lees meer
Seit Jahrhunderten träumt die Menschheit vom ewigen Frieden und führt doch stetig weiter Kriege. Warum kämpfen Menschen gegen Menschen und bringen einander um – obwohl fast alle Weltreligionen das Töten von Menschen verbieten, obwohl es die Menschenrechte gibt, obwohl die UN-Charta gebietet, den Weltfrieden zu wahren? Muss es Kriege geben? Das fragen wir bei "Nur eine Frage" dieses Mal den Politologen Herfried Münkler.
Münkler hält eine Welt ohne Kriege für Wunschdenken: "Angesichts der Welt, in der wir leben, ist es nicht vorstellbar, dass es in absehbarer Zeit keine Kriege gibt." Der Grund: Es gibt keinen Hüter einer friedlichen Ordnung. "Die Geschichte der Vereinten Nationen vor dieser Aufgabe ist eine des Versagens", sagt er.
Herfried Münkler ist der einflussreichste lebende deutsche Politologe und Autor von mehr als 30 Büchern. Er hat mehrere Bundeskanzler beraten, die ZEIT nannte ihn einen "Ein-Mann-Think-Tank". Seine Kritiker hingegen schimpften ihn schon einen "Extremisten der Mitte". Dennoch wurden Münklers 2002 und 2006 erschienene Werke "Die neuen Kriege" und "Wandel des Krieges" zu Bestsellern. Darin attestiert er eine Rückkehr zu "unordentlichen Kriegsformen", was sich maßgeblich in der Privatisierung und Asymmetrierung sowie Demilitarisierung der Kriege äußere.
In seinem neuesten Werk "Macht im Umbruch" analysiert Münkler die Verschiebungen einer multipolaren und nicht länger regelbasierten Weltordnung des 21. Jahrhunderts und die Herausforderungen, denen sich Deutschland und Europa stellen müssen.
Im Gespräch erklärt der Politologe Münkler, dass Kriege überhaupt erst mit der Sesshaftwerdung des Menschen aufkamen – erst jetzt habe es…
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Gibt es Gott, Heino Falcke?
17 december 2025 · 1 uur 12 min
Im neuen Podcast "Nur eine Frage" stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, auf die eine klare Antwort schwer zu finden ist. Er befragt die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können – und versucht, eine klare Antwort zu bekommen. Lees meer
In dieser Folge geht es um die Frage aller Fragen: Gibt es Gott? Wir haben sie Heino Falcke gestellt, Astrophysiker an der Radboud-Universität in Nimwegen. Falcke gilt als führender Radioastronom und erlangte weltweite Bekanntheit, als er 2019 die erste Aufnahme eines Schwarzen Lochs präsentierte. Für Falcke, der bekennender Christ ist, ist der Glaube kein Widerspruch zur Wissenschaft – sondern eine Ergänzung.
Der Astrophysiker verbindet seine wissenschaftliche Arbeit mit philosophischen Fragen nach dem Universum und dem Glauben. Er schreibt darüber auch in seinem neuen Buch "Zwischen Urknall und Apokalypse – die große Geschichte unseres Planeten". Falcke erklärt, dass der Urknall, die Naturgesetze und selbst die Quantenunsicherheiten für ihn nicht den Glauben verdrängen, sondern Staunen wecken: Das Universum sei nicht vollständig erklärbar, sondern in seinem Ursprung letztlich geheimnisvoll. Die Wissenschaft könne beschreiben, wie Dinge passieren, nicht aber warum. Was die Physik offenlässt, fülle für ihn der Glaube – nicht als Lückenfüller, sondern als Ausdruck von Ehrfurcht und Demut gegenüber dem Unverfügbaren.
Er spricht über die Rolle des katholischen Priesters Georges Lemaître, der die Urknalltheorie begründet hat, über die Möglichkeit von Multiversen, und über die faszinierende Tatsache, dass sich das Universum selbst so entwickelt habe, dass Bewusstsein und Persönlichkeit entstehen konnten. Dass die Welt überhaupt verständlich ist, sieht Falcke als "zweites Wunder".
Falcke erzählt, dass der Glaube für ihn auf Erfahrungen und Vertrauen gründet – nicht auf Beweisen. Das Beten sei für ihn eine Konversation mit Gott und dem Universum. Am Ende …
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Ist Demokratie die beste Staatsform, Jan-Werner Müller?
3 december 2025 · 1 uur 28 min
Im ZEIT-Podcast "Nur eine Frage" stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, die viele von uns umtreiben, auf die eine klare Antwort jedoch oft schwer zu finden ist. Wir befragen die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können. Lees meer
In dieser Ausgabe möchten wir vom Politikwissenschaftler Jan-Werner Müller wissen: Ist Demokratie die beste Staatsform?
Jan-Werner Müller ist Professor für Politische Theorie an der Princeton University und international bekannt für seine Arbeiten zu Demokratie, Populismus und politischer Ideengeschichte Europas. Bekannt wurde er mit seinem Buch Was ist Populismus? sowie weiteren Werken zu Demokratieverständnis und Demokratiepraxis. Gerade in diesen Zeiten, sagt Müller, zeige sich, was nur die Demokratie könne: den Bürgerinnen und Bürgern das Recht einzuräumen, die Mächtigen zur Rechenschaft zu zwingen.
Im Gespräch erklärt der Princeton-Professor, warum Demokratie immer Konflikt organisiert und nicht Konsens, weshalb Parteien unverzichtbar bleiben, wieso Föderalismus in Krisen ein Schutzwall sein kann – und wie Demokratien in kleinen Schritten ausgehöhlt werden können. Außerdem: Was soziale Medien wirklich verändern, ob "illiberale Demokratie" ein irreführender Begriff ist und warum es trotz aller Frustrationen keinen empirischen Beleg für eine breite demokratieablehnende Stimmung in der Bevölkerung gibt.
Müller argumentiert, Demokratie sei "institutionalisierte Ungewissheit": Man wisse nie, wer gewinnt – aber worauf man sich immer verlassen könne, seien faire Verfahren und Grundrechte. In Autokratien sei es umgekehrt. Müller warnt davor, Effektivität mit Autoritarismus zu verwechseln, und hält die Sehnsucht nach dem "wohlwollenden starken Entscheider" für gefährlich: Was, wenn der eines Tages nicht mehr wohlwollend ist? Demokratische Sicherungen – von unabhängiger Rechtspflege bis zur Dezentralisierung – sind dann lebenswichtig.
Produktion: Pool Artist…
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Werden wir jemals Aliens finden, Dirk Schulze-Makuch?
26 november 2025 · 58 min
Im ZEIT-Podcast Nur eine Frage stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, die viele von uns umtreiben, auf die eine klare Antwort jedoch oft schwer zu finden ist. Wir befragen die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können. In dieser Ausgabe wollen wir wissen: Werden wir jemals Aliens finden? Lees meer
Der Astrobiologe Dirk Schulze-Makuch sucht seit Jahrzehnten nach Leben im All – und glaubt, dass wir eines Tages außerirdisches Leben finden werden. Wie wahrscheinlich ist es denn, dass es außerirdisches Leben gibt? Schulze-Makuch tendiert zu "99 Prozent" – das letzte Prozent bleibt, bis wir Beweise haben. Entscheidend seien die universellen Bausteine des Lebens: ein Informationsträger (bei irdischem Leben sind das DNA und RNA), Energiespeicher (ATP) und eine Zellmembran. Habe das Leben den ersten Schritt einmal getan, werde es auch wahrscheinlicher, dass sich komplexes Leben entwickle.
Womöglich haben wir außerirdisches Leben schon vor Jahrzehnten gefunden – und es unbewusst zerstört, vermutet Schulze-Makuch. In den Siebzigerjahren könnten die Experimente der Viking-Sonden auf dem Mars zu unachtsam abgelaufen sein. Aus Feldforschung in der Atacama-Wüste weiß Schulze-Makuch: Extrem angepasste Mikroben, die in sehr trockener Umgebung leben, können durch zu viel Wasser sterben. Genau das könnte damals möglichen Marsmikroben passiert sein, über die Viking einfach Wasser geschüttet hat. Damals hieß es: Es gibt kein Leben auf dem Mars. Spätere Missionen wie Phoenix, Curiosity und Perseverance fanden organische Moleküle – ein Befund, der die damalige Deutung infrage stellt.
Wo sonst außer auf dem Mars sollten wir noch nach Leben suchen? Schulze-Makuch sieht Chancen, auf dem Jupitermond Europa und dem Saturnmond Enceladus mit ihren Ozeanen fündig zu werden. Auch der Saturnmond Titan mit seinen Flüssen und Seen aus Kohlenwasserstoffen wäre ein guter Kandidat. Der Fund eines zweiten, unabhängigen …
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Ist Armut erblich, Jutta Allmendinger?
12 november 2025 · 1 uur 53 min
Die Soziologin Jutta Allmendinger spricht bei “Nur eine Frage” über die vielen Formen von Armut und erklärt, warum Erben unproduktiv macht. Jutta Allmendinger ist Deutschlands bekannteste Soziologin und leitete viele Jahre lang das Wissenschaftszentrum Berlin. Lees meer
Seit Jahrzehnten erforscht sie das Thema soziale Ungleichheit. Sie ist die ehemalige Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin, war Direktorin am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung und hat viele deutsche Regierungen beraten. Heute ist sie Mitglied des Ethikrats und des Wissenschaftsrats.
Im ZEIT-Podcast Nur eine Frage stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, die viele von uns umtreiben, auf die eine klare Antwort aber oft schwer zu finden ist. Wir befragen die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können – in dieser Ausgabe haben wir Jutta Allmendinger gefragt: Ist Armut erblich?
Armut werde meist relativ gemessen und meist werde dabei nur auf das Einkommen geschaut, so Allmendinger: Wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens besitzt, gilt als armutsgefährdet. Bei den Einkommen gebe es in Deutschland große Ungleichheit, noch viel ausgeprägter aber sei sie beim Vermögen. Diese Ungleichheit hemme wirtschaftliche Dynamik, da Erben oft wenig investieren und ärmere Gruppen wenig Chancen zum Aufstieg sehen.
Früher hätten Katastrophen und Kriege Ungleichheit reduziert, heute aber fehle es an politischen Maßnahmen wie einer höheren Erbschaftssteuer. Die politischen Folgen wachsender Ungleichheit bereiten Allmendinger Sorge, da diese populistische und extreme politische Kräfte stärkt. Sie fordert eine bessere Integrationspolitik und einen positiven Umgang mit Migration, denn ihr verdanke Deutschland seinen Wohlstand.
Aber es geht nicht nur ums Geld. Jutta Allmendinger prägte erstmals den Begriff der Bildungsarmut und betont in dem Gespräch, wie wichtig eine frühkindliche Bildung ist, um Armut vorzubeugen…
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Braucht Deutschland die Atombombe, Claudia Major?
29 oktober 2025 · 1 uur 29 min
Im neuen Podcast Nur eine Frage stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, auf die eine klare Antwort schwer zu finden ist. Er befragt die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können – und versucht, eine klare Antwort zu bekommen. Lees meer
In dieser Folge fragt er die Sicherheitsexpertin Claudia Major, ob Deutschland eigene Atomwaffen anschaffen sollte. Major ist eine der profiliertesten deutschen Sicherheitsexpertinnen. Sie ist Vizepräsidentin für transatlantische Sicherheitsinitiativen beim German Marshall Fund und berät die Bundesregierung in Sicherheitsfragen. Ihr Spezialgebiet sind die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die transatlantischen Beziehungen, die nukleare Ordnung und wie man die EU und die Ukraine langfristig sichern kann.
Major erklärt, warum sie eine deutsche Atombombe nicht nur für unnötig, sondern sogar für einen schweren Fehler hält: Ein atomarer Alleingang Deutschlands würde die Welt unsicherer machen, weil es andere Länder ermutigte, ebenfalls nuklear aufzurüsten.
Major plädiert dafür, dass Deutschland und andere europäische Staaten erst einmal konventionell stark aufrüsten müssen. Der Aufbau eines eigenen europäischen Nukleararsenals wäre dann ein weiterer möglicher Schritt, den man gehen könne.
"Atomwaffen sind eigentlich keine Kriegsführungs-, sondern zutiefst politische Waffen", sagt Major und meint damit die abschreckende Wirkung, die ihr möglicher Einsatz entfaltet. Es gelte, potenziellen Angreifern zu vermitteln, dass die Kosten eines Angriffs viel höher wären als der Nutzen. Auf dieser Annahme beruhe die riskante Ordnung in einer Welt mit Atomwaffen.
Doch diese Ordnung wackelt: Laut Major funktioniert die atomare Abschreckung durch US-amerikanische Atombomben gegenüber Russland zwar noch. Aber die Verlässlichkeit der USA unter Präsident Donald Trump stehe infrage, und Europa müsse mittelfristig eine eigene Abwehrstrategie entwickeln.Für eine…
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Werden wir unsterblich, Nir Barzilai?
22 oktober 2025 · 1 uur 32 min
Nir Barzilai erforscht, wie Menschen möglichst lang gesund leben können. Ewiges Leben ist für ihn nicht erstrebenswert. Aber 115 Jahre alt sollen wir bald alle werden können. Lees meer
Im neuen Podcast "Nur eine Frage" stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, die viele von uns umtreiben, auf die eine klare Antwort aber schwer zu finden ist. Er befragt die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können – so lange, bis er die Antwort verstanden hat.
In dieser Folge geht es um ein sehr langes, eines Tages vielleicht sogar ewiges Leben. Wird dies für Menschen jemals möglich sein? Der Alternsforscher Nir Barzilai will nicht kategorisch ausschließen, dass ewiges Leben eines Tages technisch möglich werden könnte. Aber aktuell, sagt er, liege Unsterblichkeit außerhalb der wissenschaftlichen Reichweite. Anders verhält es sich mit der Verlängerung der bisherigen Lebensspanne. Barzilai möchte, dass Menschen länger leben. Vor allem geht es ihm darum, dass sie länger gesünder leben – ohne die typischen Altersleiden.
Produktion: Pool Artists
Redaktion: Jens Lubbadeh
Videoproduktion: Claudius Dobs
Animation: Axel Rudolph
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Können Maschinen denken, Richard Socher?
1 oktober 2025 · 1 uur 20 min
Was steckt in ChatGPT? Eigenständiges Denken oder doch nur ein Computerprogramm? Darüber haben wir mit dem KI-Pionier Richard Socher gesprochen. Lees meer
Im neuen Podcast Nur eine Frage stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, die viele von uns umtreiben – auf die eine klare Antwort aber schwer zu finden ist. Er befragt die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können – so lange, bis er die Antwort verstanden hat.
Nach den spektakulären Fortschritten, die Large Language Models (LLMs) wie ChatGPT in den vergangenen Jahren gemacht haben, könnte man schon ein denkendes Wesen in der Maschine vermuten. Ist da mehr als nur ein Computerprogramm? In der dritten Folge von Nur eine Frage wollen wir von KI-Forscher Richard Socher wissen: "Können Maschinen denken?"
Richard Socher ist ein Pionier der KI-Forschung. Seine Veröffentlichungen haben die Entwicklung der LLMs stark beeinflusst. Seine Dissertation aus dem Jahr 2016 führte rekursive neuronale Netzwerke für die Sprach- und Bildverarbeitung ein – zu einer Zeit, als neuronale Netzwerke als Sackgasse galten – heute sind sie die Grundlage dessen, was populär als künstliche Intelligenz gehandelt wird. Richard Socher hat das Prompt Engineering erfunden, also die Eingabe von frei formulierbaren Sätzen, die heute Standard ist bei der Bedienung von Large Language Models wie ChatGPT. Socher zählt zu den meistzitierten KI-Forschern.
Im Gespräch erklärt Socher, warum er "computo, ergo sum" – ich rechne, also bin ich – für eine brauchbare Definition von Denken hält und weshalb LLMs mehr sind als nur "stochastische Papageien". Socher: "Letztlich haben auch Menschen ein Sprachmodell irgendwo im Gehirn." Nach Ansicht des Forschers ist es problematisch, Intelligenz zu sehr aus menschlicher Sicht zu definieren und zum Maßstab für KI zu nehmen. Die KI sieht Socher überall dort im Vorteil, wo sich Ergebnisse simulieren und verifizieren lassen – ob das Spiele w…
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Ist die Rente sicher, Monika Schnitzer?
17 september 2025 · 1 uur 22 min
Im neuen ZEIT-Podcast Nur eine Frage stellen wir einfache, aber grundlegende Fragen, die viele von uns umtreiben, auf die eine klare Antwort oft schwer zu finden ist. Wir befragen die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können – so lange, bis wir eine definitive Antwort bekommen. Lees meer
In der zweiten Folge fragen wir Deutschlands Topökonomin Monika Schnitzer, ob die Rente sicher ist – so wie einst vom ehemaligen Arbeitsminister Norbert Blüm versprochen. Im Gespräch erklärt Schnitzer, die Chefin des Sachverständigenrates für Wirtschaft ist, auch "Rat der Wirtschaftsweisen" genannt, warum das deutsche Rentensystem auf tönernen Füßen steht. Die Gründe: Eine immer höhere Lebenserwartung, immer mehr Frührentner und zu niedrige Geburtenraten belasten das System, das nur funktioniert, wenn genügend jüngere Beschäftigte die Älteren finanzieren.
"Die Rente ist nicht sicher – wenn wir so weitermachen wie bisher", sagt Schnitzer. Sie warnt vor falschen Anreizen, etwa durch die abschlagsfreie Rente mit 63, und kritisiert Maßnahmen wie die Mütterrente als teuer und sozial ungerecht.
Stattdessen plädiert sie für ein Umdenken: mehr Eigenvorsorge, ein späterer Renteneintritt – und eine moderne Einwanderungspolitik. "Die Menschen, die zu uns kommen, müssen wir auch wirklich integrieren", sagt Schnitzer.
Im Podcast geht es um das Spannungsfeld zwischen Generationengerechtigkeit, Finanzierbarkeit und sozialer Sicherheit – und um die Frage: Wie viel Reformmut trauen wir uns noch zu? Der dringlichste Appell geht aber an die Politiker: Auch wenn man mit dem Thema vielleicht keinen Wahlkampf gewinnt, ist es höchste Zeit zu handeln. "Was ich mir wünsche, sind Politikerinnen und Politiker, die sich einfach trauen, das anzugehen", sagt Schnitzer. "Die Nachwelt wird es einem danken."
Schnitzers Antwort auf die Titelfrage: "Die Rente kann sicher sein. Aber nur, wenn wir jetzt handeln."
Produktion: Pool Artists
Redaktion: Jens LubbadehVid…
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KI-Übersetzung: Gibt es mich wirklich, Anil Seth?
17 september 2025 · 1 uur 10 min
Im neuen ZEIT-Podcast Nur eine Frage stellen wir einfache, aber grundlegende Fragen, die viele von uns umtreiben, auf die eine klare Antwort oft schwer zu finden ist. Wir befragen die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können – so lange, bis wir eine definitive Antwort bekommen. Lees meer
Diese Version des Podcasts ist nicht das englische Original – sondern eine mit einer KI-Software weitgehend automatisiert übersetzte Variante. Auch die Stimmen von Anil Seth und Jochen Wegner sind nicht echt. Anil Seth hat unserem kleinen Experiment zugestimmt.
In der ersten Folge von Nur eine Frage stellen wir dem britischen Neurowissenschaftler Anil Seth eine der grundlegendsten Fragen überhaupt: "Gibt es mich wirklich?"
Anil Seth wurde 1972 in Oxford geboren. Seit über 20 Jahren erforscht der Neurowissenschaftler das Phänomen des Bewusstseins. In seinem Buch Being You – A New Science of Consciousness hat er seine Theorie des Bewusstseins erläutert. Grundgedanke von Seths Bewusstseinstheorie ist: Das Gehirn beobachtet die Welt nicht passiv, sondern es ist genau umgekehrt: Es erschafft sich aktiv die Welt. Seth nennt das "kontrollierte Halluzinationen".
Aber was passiert, wenn das Gehirn in Narkose versetzt wird? Ist Bewusstsein ein Kontinuum, oder ist es entweder an oder aus? Außerdem hat Anil Seth sich viele Gedanken über die Seele gemacht und darüber, ob KI-Systeme wie ChatGPT schon über ein Selbstbewusstsein verfügen.
Seine abschließende Antwort auf die zentrale Frage des Podcasts, ob "Ich wirklich existiere" lautet: "Nein. Aber …"
Aber, weil: Das Ich ist nicht wie ein Stein oder ein Tisch. Aber es ist dennoch so real wie beispielsweise die Farben. Eigentlich gibt es auch sie nicht, sondern nur elektromagnetische Strahlung. Trotzdem sehen wir Farben. Genauso ist es mit dem Ich.
Produktion: Pool Artists
Redaktion: Jens LubbadehAlle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Schreiben Sie eine Mail …
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Englische Originalfolge: Do I really exist, Anil Seth?
17 september 2025 · 1 uur 15 min
Im neuen ZEIT-Podcast Nur eine Frage stellen wir einfache, aber grundlegende Fragen, die viele von uns umtreiben, auf die eine klare Antwort oft schwer zu finden ist. Wir befragen die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können – so lange, bis wir eine definitive Antwort bekommen. Lees meer
In der ersten Folge von Nur eine Frage stellen wir dem britischen Neurowissenschaftler Anil Seth eine der grundlegendsten Fragen überhaupt: "Gibt es mich wirklich?"
Anil Seth wurde 1972 in Oxford geboren. Seit über 20 Jahren erforscht der Neurowissenschaftler das Phänomen des Bewusstseins. In seinem Buch Being You – A New Science of Consciousness hat er seine Theorie des Bewusstseins erläutert. Grundgedanke von Seths Bewusstseinstheorie ist: Das Gehirn beobachtet die Welt nicht passiv, sondern es ist genau umgekehrt: Es erschafft sich aktiv die Welt. Seth nennt das "kontrollierte Halluzinationen".
Aber was passiert, wenn das Gehirn in Narkose versetzt wird? Ist Bewusstsein ein Kontinuum, oder ist es entweder an oder aus? Außerdem hat Anil Seth sich viele Gedanken über die Seele gemacht und darüber, ob KI-Systeme wie ChatGPT schon über ein Selbstbewusstsein verfügen.
Seine abschließende Antwort auf die zentrale Frage des Podcasts, ob "Ich wirklich existiere" lautet: "Nein. Aber …"
Aber, weil: Das Ich ist nicht wie ein Stein oder ein Tisch. Aber es ist dennoch so real wie beispielsweise die Farben. Eigentlich gibt es auch sie nicht, sondern nur elektromagnetische Strahlung. Trotzdem sehen wir Farben. Genauso ist es mit dem Ich.
Produktion: Pool Artists
Redaktion: Jens Lubbadeh
Videoproduktion: Claudius Dobs
Animation: Axel Rudolph
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Trailer – "Nur eine Frage"
15 september 2025 · 2 min
Die besten Antworten auf die großen Fragen der Zeit.