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Apophis – Der Asteroid, der 2029 an der Erde vorbeizieht
4 november 2026 · 25 min
Am Freitag, dem 13. April 2029, fliegt der 340 Meter große Asteroid Apophis näher an der Erde vorbei als viele Satelliten, mit bloßem Auge sichtbar über Europa, Afrika und Westasien. In dieser Folge erzählen wir seine Geschichte: vom Namen der altägyptischen Chaosschlange über die Entdeckung im Jahr 2004 und die Rekordstufe vier auf der Turiner Skala bis zur Entwarnung durch Radarmessungen. Wir erklären, was gravitative Schlüssellöcher sind, welche Kräfte die Erde bei der Begegnung auf den Asteroiden ausübt und warum Apophis für die Forschung ein Glücksfall ist. Die Raumsonden OSIRIS-APEX und Ramses werden ihn begleiten und zeigen, wie sich ein Asteroid beim Erdvorbeiflug verändert. Dazu kommt ein Blick auf die planetare Verteidigung nach der DART-Mission. Entspannt einschlafen, mit etwas Neuem im Kopf.QuellenBinzel, R. P., Rivkin, A. S., Thomas, C. A., Vernazza, P., Burbine, T. H., DeMeo, F. E., Bus, S. J., Tokunaga, A. T. & Birlan, M. (2009). Spectral properties and composition of potentially hazardous Asteroid (99942) Apophis. Icarus, 200(2), 480–485.Brozović, M., Benner, L. A. M., Magri, C., Scheeres, D. J., Giorgini, J. D., Nolan, M. C. et al. (2018). Goldstone and Arecibo radar observations of (99942) Apophis in 2012–2013. Icarus, 300, 115–128.NASA. (o. J.). Apophis exploration. https://science.nasa.gov/solar-system/asteroids/apophis-exploration/NASA/JPL. (2021, 25. März). Asteroid Apophis: No Earth impact for at least 100 years.Thomas, C. A., Naidu, S. P., Scheirich, P., Moskovitz, N. A., Pravec, P., Chesley, S. R. et al. (2023). Orbital period change of Dimorphos due to the DART kinetic impact. Nature, 616, 448–451.Vereinte Nationen, Generalversammlung. (2024). International Year of Asteroid Awareness and Planetary Defence, 2029 (A/RES/79/86). Lees meer
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Die habitable Zone – Wo Leben möglich wäre
1 november 2026 · 23 min
Die habitable Zone beschreibt den Bereich um einen Stern, in dem Wasser auf einem Planeten flüssig bleiben kann. Wir erkunden, wie Astronominnen sie berechnen, warum die Erde näher am warmen Rand liegt und weshalb Venus und Mars zeigen, dass der richtige Abstand allein nicht genügt. Dann reisen wir zu Proxima b und zum System Trappist-Eins mit seinen sieben erdgroßen Planeten, sehen uns verborgene Ozeane unter Eis an und fragen, was die Suche nach fremden Welten über den Wert unserer eigenen sagt.QuellenAnglada-Escudé, G., Amado, P. J., Barnes, J., Berdiñas, Z. M., Butler, R. P., Coleman, G. A. L., de la Cueva, I., Dreizler, S., Endl, M., Giesers, B., Jeffers, S. V., Jenkins, J. S., Jones, H. R. A., Kiraga, M., Kürster, M., López-González, M. J., Marvin, C. J., Morales, N., Morin, J., . . . Zechmeister, M. (2016). A terrestrial planet candidate in a temperate orbit around Proxima Centauri. Nature, 536(7617), 437–440. https://doi.org/10.1038/nature19106Gillon, M., Triaud, A. H. M. J., Demory, B.-O., Jehin, E., Agol, E., Deck, K. M., Lederer, S. M., de Wit, J., Burdanov, A., Ingalls, J. G., Bolmont, E., Leconte, J., Raymond, S. N., Selsis, F., Turbet, M., Barkaoui, K., Burgasser, A., Burleigh, M. R., Carey, S. J., . . . Queloz, D. (2017). Seven temperate terrestrial planets around the nearby ultracool dwarf star TRAPPIST-1. Nature, 542(7642), 456–460. https://doi.org/10.1038/nature21360Kasting, J. F., Whitmire, D. P., & Reynolds, R. T. (1993). Habitable zones around main sequence stars. Icarus, 101(1), 108–128. https://doi.org/10.1006/icar.1993.1010Kopparapu, R. K., Ramirez, R., Kasting, J. F., Eymet, V., Robinson, T. D., Mahadevan, S., Terrien, R. C., Domagal-Goldman, S., Meadows, V., & Deshpande, R. (2013). Habitable zones around main-sequence stars: New estimates. The Astrophysical Journal, 765(2), Article 131. https://doi.org/10.1088/0004-637X/765/2/131 Lees meer
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Massereichster Stern – R136a1 und die Grenzen der Sternmasse
28 oktober 2026 · 23 min
Im Herzen des Tarantelnebels, einhundertsechzigtausend Lichtjahre entfernt, steht der schwerste bekannte Stern des Universums. R136a1 hat nach heutigen Schätzungen mehr als einhundertfünfzig, womöglich über zweihundert Sonnenmassen. Wir folgen der Spur dieses Riesen von der ersten Entdeckung als vermeintlich einzelnes Monster bis zu den schärfsten Bildern der Gegenwart. Du erfährst, wie sich ferne Sterne wiegen lassen, warum die Masse des Rekordhalters nach unten korrigiert wurde und weshalb Winde und Strahlungsdruck jedem Stern eine Grenze setzen. Außerdem geht es um sein kurzes Leben, sein mögliches Ende als Supernova oder Schwarzes Loch und darum, wie solche Sterne die Bausteine unserer Erde schmieden.QuellenCrowther, P. A., Schnurr, O., Hirschi, R., Yusof, N., Parker, R. J., Goodwin, S. P., & Abu Kassim, H. (2010). The R136 star cluster hosts several stars whose individual masses greatly exceed the accepted 150 M☉ stellar mass limit. Monthly Notices of the Royal Astronomical Society, 408(2), 731–751. https://doi.org/10.1111/j.1365-2966.2010.17167.xKalari, V. M., Horch, E. P., Salinas, R., Vink, J. S., Andersen, M., Bestenlehner, J. M., & Rubio, M. (2022). Resolving the core of R136 in the optical. The Astrophysical Journal, 935(2), Article 162.Europäische Südsternwarte. (2010, 21. Juli). Stars just got bigger: 300 solar mass star uncovered (Pressemitteilung eso1030). https://www.eso.org/public/news/eso1030/Unterstütze den Podcast: Wenn dir diese Folge gefallen hat und du die Produktion unterstützen möchtest, freue ich mich über einen Kaffee auf Ko-fi. Jede Unterstützung hilft, neue Folgen zu produzieren. Lees meer
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Wunder der Natur
Schlafreise durch vergessene Welten
Schlafreise durch das Unive…
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Ganymed – Der größte Mond des Sonnensystems
25 oktober 2026 · 24 min
Ab jetzt keine Werbung mehr am Ende :) Nur am Anfang!Ganymed ist größer als der Planet Merkur, besitzt als einziger bekannter Mond ein eigenes Magnetfeld und trägt Polarlichter über seinen Polen. In dieser Folge reisen wir zum größten Mond des Sonnensystems: von Galileo Galileis Entdeckung im Jahr sechzehnhundertzehn über die uralten dunklen Ebenen und die hellen Furchenlandschaften bis zu dem verborgenen Salzwasserozean unter rund einhundertfünfzig Kilometern Eis. Du erfährst, wie die Sonde Galileo das Magnetfeld entdeckte, wie Hubble über das Pendeln der Polarlichter den Ozean nachwies und welche Salze die Sonde Juno an der Oberfläche fand. Zum Schluss begleiten wir die europäische Mission JUICE, die Ende zweitausendvierunddreißig als erste Raumsonde einen anderen Mond als unseren eigenen umkreisen soll.QuellenGrasset, O., Dougherty, M. K., Coustenis, A., Bunce, E. J., Erd, C., Titov, D., … Van Hoolst, T. (2013). JUpiter ICy moons Explorer (JUICE): An ESA mission to orbit Ganymede and to characterise the Jupiter system. Planetary and Space Science, 78, 1–21. https://doi.org/10.1016/j.pss.2012.12.002Kivelson, M. G., Khurana, K. K., & Volwerk, M. (2002). The permanent and inductive magnetic moments of Ganymede. Icarus, 157(2), 507–522. https://doi.org/10.1006/icar.2002.6834Roth, L., Ivchenko, N., Gladstone, G. R., Saur, J., Grodent, D., Bonfond, B., Molyneux, P. M., & Retherford, K. D. (2021). A sublimated water atmosphere on Ganymede detected from Hubble Space Telescope observations. Nature Astronomy, 5, 1043–1051.Saur, J., Duling, S., Roth, L., Jia, X., Strobel, D. F., Feldman, P. D., … Hartkorn, O. (2015). The search for a subsurface ocean in Ganymede with Hubble Space Telescope observations of its auroral ovals. Journal of Geophysical Research: Space Physics, 120(3), 1715–1737. https://doi.org/10.1002/2014JA020778Tosi, F., Mura, A., Cofano, A., Zambon, F., Glein, C. R., Ciarniello, M., … Bolton, S. J. (2024). Salts and organics on Ganymede’s surface observed by… Lees meer
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Wie viele Sterne gibt es? – Die Zählung des Kosmos
21 oktober 2026 · 22 min
Wie viele Sterne funkeln über uns, und lässt sich das überhaupt beantworten? Diese Folge folgt der langen Geschichte des Zählens: von den Sternlisten des Ptolemäus über Galileis Fernrohr und Herschels Sternzählungen bis zur Bonner Durchmusterung. Du erfährst, warum der Satellit Gaia mit fast zwei Milliarden vermessenen Lichtquellen nur einen kleinen Teil unserer Milchstraße erfasst hat und weshalb gerade die unscheinbaren Roten Zwerge die Zählung so schwer machen. Danach wagen wir die große Hochrechnung: von hundert bis vierhundert Milliarden Sternen in unserer Galaxie über die Deep Fields des Hubble Teleskops bis zu einer Schätzung für das gesamte beobachtbare Universum. Zum Schluss geht es um den Wert des Nachthimmels und darum, wie viel davon uns Lichtverschmutzung schon genommen hat. Eine ruhige, faktenreiche Reise für alle, die beim Einschlafen gern über die ganz großen Zahlen nachdenken. Lees meer
QuellenConselice, C. J., Wilkinson, A., Duncan, K., & Mortlock, A. (2016). The evolution of galaxy number density at z < 8 and its implications. The Astrophysical Journal, 830(2), Artikel 83. https://doi.org/10.3847/0004-637X/830/2/83Falchi, F., Cinzano, P., Duriscoe, D., Kyba, C. C. M., Elvidge, C. D., Baugh, K., Portnov, B. A., Rybnikova, N. A., & Furgoni, R. (2016). The new world atlas of artificial night sky brightness. Science Advances, 2(6), Artikel e1600377. https://doi.org/10.1126/sciadv.1600377Gaia Collaboration, Vallenari, A., Brown, A. G. A., Prusti, T., et al. (2023). Gaia Data Release 3: Summary of the content and survey properties. Astronomy & Astrophysics, 674, Artikel A1. https://doi.org/10.1051/0004-6361/202243940van Dokkum, P. G., & Conroy, C. (2010). A substantial population of low-mass stars in luminous elliptical galaxies. Nature, 468(7326), 940–942. https://doi.org/10.1038/nature09578Unterstütze den Podcast: Wenn dir diese Folge gefallen hat und du die Produktion unterstützen möchtest, freue ich mich über einen Kaffee auf Ko-fi. Jede Unterstützung hilft…
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Quasare – Die hellsten Leuchtfeuer des frühen Kosmos
18 oktober 2026 · 22 min
Ein Lichtpunkt im Sternbild Jungfrau, mehr als zwei Milliarden Lichtjahre entfernt, strahlt heller als hundert Milchstraßen und ist dabei kaum größer als unser Sonnensystem. In dieser Folge reist du zu den Quasaren, den leuchtstärksten Dauerbrennern des Universums. Du erfährst, wie Radioastronominnen ihnen auf die Spur kamen, warum gefräßige Schwarze Löcher ihre Energiequelle sind und wie sich aktive Galaxienkerne aus verschiedenen Blickwinkeln unterscheiden. Wir fragen, wie riesige Schwarze Löcher schon wenige hundert Millionen Jahre nach dem Urknall entstehen konnten, und wie Quasare als kosmische Taschenlampen das Gas zwischen den Galaxien sichtbar machen. Am Ende geht es um einen überraschend irdischen Nutzen: Als unverrückbare Fixpunkte helfen Quasare, unseren Planeten zu vermessen.QuellenFan, X., Carilli, C. L., & Keating, B. (2006). Observational constraints on cosmic reionization. Annual Review of Astronomy and Astrophysics, 44, 415–462. https://doi.org/10.1146/annurev.astro.44.051905.092514Lynden-Bell, D. (1969). Galactic nuclei as collapsed old quasars. Nature, 223(5207), 690–694. https://doi.org/10.1038/223690a0Schmidt, M. (1963). 3C 273: A star-like object with large red-shift. Nature, 197(4872), 1040. https://doi.org/10.1038/1971040a0Urry, C. M., & Padovani, P. (1995). Unified schemes for radio-loud active galactic nuclei. Publications of the Astronomical Society of the Pacific, 107, 803–845. https://doi.org/10.1086/133630Fester Anhang Lees meer
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Der Große Rote Fleck – Ein Sturm, der seit 350 Jahren tobt
14 oktober 2026 · 22 min
Über Jahrhunderte haben Menschen ihn durch Fernrohre gezeichnet, heute umkreisen ihn Raumsonden: den Großen Roten Fleck des Jupiter, einen Wirbel, der breiter ist als die Erde. In dieser Folge erfährst du, wie er funktioniert, warum er ohne Land, Meer und Reibung so lange bestehen kann und welche Rolle die innere Wärme des Planeten spielt. Wir folgen seiner Spur von Cassinis Beobachtungen im Jahr 1665 über die Voyager Sonden bis zur Juno Mission, prüfen, ob der Sturm wirklich dreihundertfünfzig Jahre alt ist, und fragen, woher sein Rot stammt und warum er schrumpft. Zum Schluss geht es um die dünne Atmosphäre unserer eigenen Erde.QuellenCarlson, R. W., Baines, K. H., Anderson, M. S., Filacchione, G., & Simon, A. A. (2016). Chromophores from photolyzed ammonia reacting with acetylene: Application to Jupiter's Great Red Spot. Icarus, 274, 106–115. https://doi.org/10.1016/j.icarus.2016.03.008Marcus, P. S. (1988). Numerical simulation of Jupiter's Great Red Spot. Nature, 331(6158), 693–696. https://doi.org/10.1038/331693a0O'Donoghue, J., Moore, L., Stallard, T. S., & Melin, H. (2016). Heating of Jupiter's upper atmosphere above the Great Red Spot. Nature, 536(7615), 190–192. https://doi.org/10.1038/nature18940Sánchez-Lavega, A., García-Melendo, E., Legarreta, J., Miró, A., Soria, M., & Ahrens-Velásquez, K. (2024). The origin of Jupiter's Great Red Spot. Geophysical Research Letters, 51(12), Article e2024GL108993. https://doi.org/10.1029/2024GL108993Unterstütze den Podcast: Wenn dir diese Folge gefallen hat und du die Produktion unterstützen möchtest, freue ich mich über einen Kaffee auf Ko-fi. Jede Unterstützung hilft, neue Folgen zu produzieren. Lees meer
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Die ferne Zukunft der Erde – Wenn die Sonne stirbt
11 oktober 2026 · 21 min
In fünf Milliarden Jahren verwandelt sich unsere Sonne in einen Roten Riesen, doch die Erde wird schon viel früher unbewohnbar: Diese Folge erklärt, warum die Sonne stetig heller wird, wie in etwa einer Milliarde Jahren ein außer Kontrolle geratener Treibhauseffekt die Ozeane verdampfen lässt und weshalb bis heute umstritten ist, ob die Erde beim Aufblähen der Sonne verschluckt wird oder ihr knapp entkommt. Von der Heliumfusion und dem Heliumblitz über den planetarischen Nebel bis zum Weißen Zwerg als letztem Sternenrest zeichnen wir den gesamten Lebensweg unseres Sterns nach, eingeordnet in aktuelle astrophysikalische Forschung, und werfen dabei einen Blick auf das enge Zeitfenster, in dem die Erde als bewohnbarer Planet überhaupt existiert.QuellenSchröder, K.-P., & Connon Smith, R. (2008). Distant future of the Sun and Earth revisited. Monthly Notices of the Royal Astronomical Society, 386(1), 155–163. (Peer-reviewte Fachzeitschrift, Standardquelle zur Frage der Erdvernichtung durch die Sonne.)O'Malley-James, J. T., Greaves, J. S., Raven, J. A., & Cockell, C. S. (2013). Swansong biospheres: Refuges for life and novel microbial biospheres on terrestrially dead planets. International Journal of Astrobiology, 12(2), 99–112. (Peer-reviewte Fachzeitschrift, zum gestuften Rückzug des Lebens.)Rybicki, K. R., & Denis, C. (2001). On the final destiny of the Earth and the Solar System. Icarus, 151(1), 130–137. (Peer-reviewte Fachzeitschrift, frühe Modellrechnung zum Erde-Sonne-Szenario.)Farihi, J. (2016). Circumstellar debris and pollution at white dwarf stars. New Astronomy Reviews, 71, 9–34. (Peer-reviewter Übersichtsartikel, zu Trümmerscheiben und verunreinigten Weißen Zwergen als Beleg für zerstörte Planetensysteme.)Werbefrei hören: Wir testen gerade ein kleines Abo für alle, die diesen Podcast ganz ohne Werbung hören möchten. Für 0,99 € im Monat unterstützt du uns direkt, und wir müssen keine Werbung mehr schalten: Jetzt werbefrei hören. Lees meer
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Wie stirbt das Universum? Fünf mögliche Enden
7 oktober 2026 · 22 min
Irgendwann endet alles, auch der Kosmos selbst. Aber wie? Diese Folge führt ruhig und wissenschaftlich fundiert durch die fünf Szenarien, die die moderne Kosmologie ernsthaft diskutiert: den Wärmetod mit seinen unvorstellbar langen Zeitaltern erlöschender Sterne und verdampfender schwarzer Löcher, das große Zerreißen durch eine außer Kontrolle geratende dunkle Energie, den großen Kollaps als Spiegelbild des Urknalls, zyklische Modelle mit immer neuen Anfängen und schließlich den Vakuumzerfall, der jederzeit eintreten könnte. Wir schauen dabei genau hin, woran diese Frage eigentlich hängt: an der Natur der dunklen Energie, die rund neunundsechzig Prozent des Universums ausmacht und die wir bis heute nicht verstehen. Am Ende steht ein überraschend tröstlicher Gedanke über die kurze, helle Epoche, in der wir gerade leben.QuellenAdams, F. C., & Laughlin, G. (1997). A dying universe: The long-term fate and evolution of astrophysical objects. Reviews of Modern Physics, 69(2), 337–372.Caldwell, R. R., Kamionkowski, M., & Weinberg, N. N. (2003). Phantom energy and cosmic doomsday. Physical Review Letters, 91(7), 071301.Dyson, F. J. (1979). Time without end: Physics and biology in an open universe. Reviews of Modern Physics, 51(3), 447–460.Planck Collaboration. (2020). Planck 2018 results. VI. Cosmological parameters. Astronomy & Astrophysics, 641, A6.Riess, A. G., et al. (1998). Observational evidence from supernovae for an accelerating universe. The Astronomical Journal, 116(3), 1009–1038.Degrassi, G., et al. (2012). Higgs mass and vacuum stability in the Standard Model at NNLO. Journal of High Energy Physics, 2012(8), 98.DESI Collaboration. (2024). DESI 2024 VI: Cosmological constraints from baryon acoustic oscillations. arXiv:2404.03002. Lees meer
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Gold aus sterbenden Sternen – Wenn Neutronensterne kollidieren
4 oktober 2026 · 21 min
Es ist älter als unser Sonnensystem, entstand einst im Zusammenprall zweier Neutronensterne und liegt heute doch in jedem Smartphone, in jeder Zahnfüllung, in jedem Goldbarren einer Zentralbank. Diese Folge erzählt die Geschichte des Elements Gold von seiner kosmischen Herkunft über seine chemischen Eigenschaften bis zu seiner Rolle in Hochkulturen von Ägypten bis zu den Inka. Wir schauen auf die ersten Goldmünzen im antiken Lydien, auf den amerikanischen Goldrausch des neunzehnten Jahrhunderts, auf das Ende des Goldstandards und auf die gescheiterte Suche der Alchemie nach künstlichem Gold. Dazu geht es um moderne Goldgewinnung, um Konfliktgold und Quecksilberbelastung im informellen Bergbau sowie um Golds heutige Bedeutung in Medizin, Elektronik und Raumfahrt. Eine Folge über ein Metall, das Geschichte, Wirtschaft und Kosmos auf eigentümliche Weise miteinander verbindet. Lees meer
Quellen
Bernstein, P. L. (2000). The power of gold: The history of an obsession. Wiley.Eichengreen, B. (2008). Globalizing capital: A history of the international monetary system (2. Aufl.). Princeton University Press.Kasen, D., Metzger, B., Barnes, J., Quataert, E., & Ramirez-Ruiz, E. (2017). Origin of the heavy elements in binary neutron-star mergers from a gravitational-wave event. Nature, 551(7678), 80–84.Renfrew, C. (1978). Varna and the social context of early metallurgy. Antiquity, 52(206), 199–203.U.S. Geological Survey. (2024). Mineral commodity summaries: Gold. U.S. Department of the Interior.World Gold Council. (2024). Gold demand trends. World Gold Council.
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Antimaterie – Warum es überhaupt etwas gibt
30 september 2026 · 21 min
Warum gibt es überhaupt etwas und nicht nichts? Diese Folge nimmt dich mit zu einem der größten ungelösten Rätsel der Physik, der Antimaterie. Wir klären, was Antimaterie eigentlich ist, wie Paul Dirac ihre Existenz 1928 vorhersagte und wie Carl Anderson das Positron nur vier Jahre später tatsächlich nachwies. Im Zentrum steht die Frage, warum der Urknall nicht zu gleichen Teilen Materie und Antimaterie hervorbrachte, die sich sofort gegenseitig ausgelöscht hätten, sondern ein winziger Materieüberschuss übrig blieb, aus dem alles besteht, was wir heute kennen. Wir sprechen über die CP-Verletzung, aktuelle Experimente am CERN zum Fallverhalten von Antimaterie, die Suche nach Antimaterie im Kosmos und ganz nebenbei über die Antimaterie, die in jedem menschlichen Körper und in jeder reifen Banane entsteht. Außerdem geht es um die Idee eines gespiegelten Antimaterie-Universums vor unserem eigenen Urknall und darum, warum ein Antrieb für Raumschiffe, der auf Antimaterie basiert, auch weiterhin reine Zukunftsmusik bleibt.QuellenDirac, P. A. M. (1928). The quantum theory of the electron. Proceedings of the Royal Society A, 117(778), 610–624.Canetti, L., Drewes, M., & Shaposhnikov, M. (2012). Matter and antimatter in the universe. New Journal of Physics, 14, 095012.Anderson, C. D. (1933). The positive electron. Physical Review, 43(6), 491–494.CERN. (2023). Antimatter falls down, not up. https://home.cernBoyle, L., Finn, K., & Turok, N. (2018). CPT-symmetric universe. Physical Review Letters, 121(25), 251301. Lees meer
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Wie man Astronautin wird – Lenas Weg zu den Sternen
27 september 2026 · 22 min
Was braucht es wirklich, um Astronautin zu werden? Diese Folge erzählt den Weg eines fiktiven Kindes von der ersten Beobachtung der Internationalen Raumstation über Schulzeit, Studium und Forschungsjahre bis zum Auswahlverfahren der ESA und dem eigentlichen Raketenstart. Anhand des realen Auswahlprozesses von 2021 und 2022, mit über 22.500 Bewerbungen und nur 17 ausgewählten Personen, zeigt die Folge, welche Qualifikationen, Eigenschaften und welche Geduld dieser seltene Beruf tatsächlich verlangt, von der ersten Neugier im Kindergarten bis zum Blick auf die Erde aus dem Orbit.QuellenEuropean Space Agency. (2021). Astronaut selection: Requirements and eligibility. ESA.European Space Agency. (2022, 23. November). ESA presents new generation of astronauts [Pressemitteilung Nr. 63–2022]. ESA.European Space Agency. (o. J.). Astronautische Raumfahrt – Fragen und Antworten. ESA Deutschland.National Aeronautics and Space Administration. (o. J.). International Space Station facts and figures. NASA. Lees meer
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Wissensreise durch die Länder der Erde
Medizin und Körper
Wissensreise durch die Urzeit
Wissensreise durch die Geschichte
Ein Tag im Jahr X - Alltagsgesc…
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Olympus Mons – Der höchste Berg des Sonnensystems
23 september 2026 · 22 min
Olympus Mons ist der höchste Berg des gesamten Sonnensystems, ein gigantischer Schildvulkan auf dem Mars, der mit rund 22 Kilometern Höhe den Mount Everest um mehr als das Doppelte überragt und eine Grundfläche einnimmt, die etwa der Größe Bayerns entspricht. In dieser Folge erfährst du, warum ausgerechnet auf dem Mars ein solcher Riese entstehen konnte, während auf der Erde kein Vulkan auch nur annähernd diese Dimensionen erreicht. Es geht um die fehlende Plattentektonik des Mars, die geringere Schwerkraft, die gewaltige Randböschung und die verschachtelte Gipfelcaldera des Berges. Außerdem tauchen wir in die Entdeckungsgeschichte ein, von den ersten Teleskopbeobachtungen über die Raumsonde Mariner 9 bis zu modernen Missionen wie Mars Global Surveyor und Mars Express, und werfen einen Blick auf die Frage, ob der Vulkan wirklich vollständig erloschen ist. Wir vergleichen den Giganten mit dem Mauna Kea auf Hawaii, sprechen über die geheimnisvollen Aureole-Ablagerungen rund um seine Basis und darüber, welche Herausforderungen sein gewaltiger Gipfel für künftige Marsmissionen bedeutet. Eine Reise zu einem Berg, der jede irdische Vorstellungskraft sprengt.QuellenCarr, M. H. (2006). The surface of Mars. Cambridge University Press.Plescia, J. B. (2004). Morphometric properties of Martian volcanoes. Journal of Geophysical Research, 109(E3).Werner, S. C. (2009). The global martian volcanic evolutionary history. Icarus, 201(1), 44–68.NASA Jet Propulsion Laboratory. (2023). Olympus Mons. Mars Exploration Program. https://mars.nasa.govEuropean Space Agency. (2004). Mars Express reveals Olympus Mons in unprecedented detail. https://www.esa.intFester Anhang Lees meer
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Die dunkle Seite des Mondes – Warum wir sie nie zu sehen bekommen
20 september 2026 · 22 min
Warum zeigt der Mond der Erde immer dieselbe Seite, und was verbirgt sich auf der Hälfte, die niemand von der Erde aus je gesehen hat? Diese Folge erklärt das physikalische Prinzip der gebundenen Rotation, das den Mond seit Jahrmilliarden an die Erde koppelt, und zeigt, warum die sogenannte dunkle Seite in Wahrheit genauso viel Sonnenlicht bekommt wie unsere vertraute Vorderseite. Wir blicken auf das gewaltige Südpol-Aitken-Becken, auf die überraschend unterschiedliche Kruste beider Mondhälften und auf die Missionen, die sie erstmals sichtbar machten: von der sowjetischen Sonde Lunik 3 über die Apollo-8-Astronauten bis zu Chinas Landungen mit Chang'e 4 und Chang'e 6. Außerdem geht es um Libration, jenes leichte Wackeln, durch das wir tatsächlich etwas mehr als die Hälfte des Mondes sehen, und um die Zukunft der Rückseite als möglicher Standort für Radioteleskope fernab jeder irdischen Störung. Eine Folge über Nähe, Distanz und darüber, wie viel sich hinter dem Vertrauten verbergen kann. Lees meer
QuellenWieczorek, M. A., & Le Feuvre, M. (2009). Did a large impact reorient the Moon? Icarus, 200(2), 358–366.Zhao, B., Wen, Z., Di, K., et al. (2021). Chang'E-4 lander localization based on multi-source data. Journal of Remote Sensing, 25(1), 293–304.Zuber, M. T., Smith, D. E., Watkins, M. M., et al. (2013). Gravity field of the Moon from the Gravity Recovery and Interior Laboratory (GRAIL) mission. Science, 339(6120), 668–671.Jolliff, B. L., Wieczorek, M. A., Shearer, C. K., & Neal, C. R. (Eds.). (2006). New views of the Moon. Mineralogical Society of America.
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Licht – Die Geschichte des schnellsten Boten im Universum
16 september 2026 · 22 min
Warum ist der Nachthimmel voller Vergangenheit, und warumkann nichts im Universum schneller sein als das Licht selbst? Diese Folge erzählt, wie Menschen über Jahrhunderte hinweg herausfanden, dass Licht überhaupt eine Geschwindigkeit besitzt, von Ole Rømers Beobachtungen des Jupitermondes Io bis zu Albert Michelsons hochpräzisen Messungen im 20.Jahrhundert. Sie geht dem alten Streit nach, ob Licht ein Teilchen oder eine Welle ist, und zeigt, warum am Ende beide Antworten richtig sind. Es geht um Einsteins Relativitätstheorie und ihre spürbaren Folgen für jedes Navigationsgerät, um das älteste Licht des Kosmos als Echo des Urknalls, um die Farblinien in Sternenspektren, die uns verraten, woraus ferne Welten bestehen, und um Schwarze Löcher, aus deren Innerem kein Lichtstrahl je entkommt. Am Ende steht die Frage, was es bedeutet, dass fast alles Leben auf der Erde von acht Minuten alten Sonnenstrahlen abhängt, und was verloren geht, wenn künstliches Licht den echten Sternenhimmel überstrahlt. Lees meer
Quellen
Bradley, J. (1729). A letter from the Reverend Mr. JamesBradley to Dr. Edmond Halley, giving an account of a new discovered motion of the fix'd stars. Philosophical Transactions of the Royal Society, 35, 637–661.
Einstein, A. (1905). Über einen die Erzeugung undVerwandlung des Lichtes betreffenden heuristischen Gesichtspunkt. Annalen der Physik, 322(6), 132–148.
Einstein, A. (1905). Zur Elektrodynamik bewegter Körper. Annalen der Physik, 322(10), 891–921.
Hubble, E. (1929). A relation between distance and radialvelocity among extra-galactic nebulae. Proceedings of the National Academy of Sciences, 15(3), 168–173.
Penzias, A. A., & Wilson, R. W. (1965). A measurementof excess antenna temperature at 4080 Mc/s. The Astrophysical Journal, 142, 419–421.
Planck Collaboration. (2020). Planck 2018 results. VI.Cosmological parameters. Astronomy & Astrophysics, 641, A6.
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Raumstation ISS - Leben uns Schlafen im Orbit
13 september 2026 · 22 min
Ein Tag im Jahr X Lees meer
Vierhundertacht Kilometer über uns lebt eine kleine Besatzung in einem Bauwerk von der Größe eines Fußballfeldes. Diese Folge begleitet einen einzigen gewöhnlichen Tag dort oben, vom Wecken um sechs Uhr Weltzeit bis zum Einschlafen in einer Koje an der Wand. Wir schauen dem Astronauten Christopher Williams über die Schulter, einem Medizinphysiker, der Ende 2025 zur Station geflogen ist, und erfahren dabei, warum es dort kein Brot gibt, wieso der Kaffee von gestern der Kaffee von heute ist und weshalb Sport an Bord keine Freizeit, sondern Pflicht ist. Es geht um Knochen, die pro Monat ein Prozent ihrer Dichte verlieren, um sechzehn Sonnenaufgänge am Tag, um Augen, die sich verändern, und um jenen dünnen blauen Streifen am Rand der Erde, der viele Menschen dort oben für immer verändert hat. Eine ruhige Reise durch einen Alltag, der von außen spektakulär aussieht und von innen erstaunlich menschlich ist.QuellenBarger, L. K., Flynn-Evans, E. E., Kubey, A., Walsh, L., Ronda, J. M., Wang, W., Wright, K. P., & Czeisler, C. A. (2014). Prevalence of sleep deficiency and use of hypnotic drugs in astronauts before, during, and after spaceflight. The Lancet Neurology, 13(9), 904–912.Lee, A. G., Mader, T. H., Gibson, C. R., Tarver, W., Rabiei, P., Riascos, R. F., Galdamez, L. A., & Brunstetter, T. (2020). Spaceflight associated neuro-ocular syndrome (SANS) and the neuro-ophthalmologic effects of microgravity. npj Microgravity, 6, 7.NASA. (2023). NASA achieves water recovery milestone on the International Space Station. National Aeronautics and Space Administration.NASA. (2025). Astronaut biography: Christopher L. Williams. National Aeronautics and Space Administration.Sibonga, J. D. (2013). Spaceflight-induced bone loss: Is there an osteoporosis risk? Current Osteoporosis Reports, 11(2), 92–98.White, F. (2014). The overview effect: Space exploration and human evolution (3rd ed.). American Institute of Aeronautics and Astronautics.Zwart, S. R., & Smith, S. M. …
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Was war vor dem Urknall? – Zyklische und konkurrierende Modelle
7 september 2026 · 21 min
Was war vor dem Urknall? Diese Frage steht am äußersten Rand der modernen Physik und berührt zugleich unser tiefstes Nachdenken über Anfang und Zeit. In dieser Folge reisen wir dreizehn Komma acht Milliarden Jahre zurück bis an jene Grenze, an der Raum und Zeit selbst ihre Bedeutung verlieren. Warum der Urknall keine Explosion war, weshalb die Relativitätstheorie und die Quantenmechanik ausgerechnet am Anfang des Universums nicht zusammenpassen, und was eine Singularität eigentlich verbirgt, klärt der Einstieg. Danach entfalten sich die großen konkurrierenden Modelle in Ruhe: das zyklische Universum, das ekpyrotische Modell kollidierender Branen, Roger Penroses konforme zyklische Kosmologie, die ewige Inflation mit ihrem Multiversum und der sanfte Anfang ohne Grenze von Hawking und Hartle. Am Ende geht es um die ehrliche Frage, wie sich solche Ideen je prüfen lassen und welche Hoffnung in Gravitationswellen und der kosmischen Hintergrundstrahlung liegt. Eine ruhige Reise an den Beginn der Zeit, zum Entspannen und Staunen.QuellenGuth, A. H. (1997). The inflationary universe: The quest for a new theory of cosmic origins. Addison-Wesley.Hawking, S. W., & Hartle, J. B. (1983). Wave function of the universe. Physical Review D, 28(12), 2960–2975.Penrose, R. (2010). Cycles of time: An extraordinary new view of the universe. Bodley Head.Steinhardt, P. J., & Turok, N. (2007). Endless universe: Beyond the Big Bang. Doubleday. Lees meer
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Wissensreise d…
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Schwarzkörperstrahlung – Wie Sterne ihre Farbe verraten
31 augustus 2026 · 22 min
Warum leuchten manche Sterne bläulich, andere golden und wieder andere in tiefem Rot? Diese Folge nimmt dich mit auf eine ruhige Reise zu jenem Gesetz, das die Farben der Sterne verrät: der Schwarzkörperstrahlung. Wir folgen dem Licht von der glühenden Kohle im Schmiedefeuer bis zu den fernsten Sonnen und lernen, wie die Farbe eines Sterns seine Temperatur offenbart, wie das Wiensche Verschiebungsgesetz und das Stefan-Boltzmann-Gesetz zusammenwirken und wie sich aus einem einzigen Lichtstrahl die Temperatur, die Größe und sogar die Lebensdauer eines Sterns ablesen lässt. Wir begegnen den blauen Riesen und den geduldigen roten Zwergen, verstehen, warum die Sonne nicht grün erscheint, obwohl ihr Strahlungsmaximum im Grünen liegt, und verfolgen, wie Max Plancks kühne Idee der Energiepakete die gesamte Quantenphysik einläutete. Am Ende reicht dieselbe stille Gesetzmäßigkeit bis zum ältesten Licht des Universums, der kosmischen Hintergrundstrahlung. Eine Einladung, den Sternenhimmel mit neuen Augen zu sehen und ihre leise Sprache der Farben zu verstehen.QuellenKarttunen, H., Kröger, P., Oja, H., Poutanen, M., & Donner, K. J. (Hrsg.). (2017). Fundamental astronomy (6. Aufl.). Springer.Unsöld, A., & Baschek, B. (2013). Der neue Kosmos: Einführung in die Astronomie und Astrophysik (7. Aufl.). Springer.Planck, M. (1901). Über das Gesetz der Energieverteilung im Normalspectrum. Annalen der Physik, 309(3), 553–563.Weigert, A., Wendker, H. J., & Wisotzki, L. (2009). Astronomie und Astrophysik: Ein Grundkurs (5. Aufl.). Wiley-VCH. Lees meer
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Weiße Löcher – die theoretische Kehrseite Schwarzer Löcher
24 augustus 2026 · 21 min
Was wäre, wenn ein Schwarzes Loch, statt alles zu verschlingen, eines Tages alles wieder freigibt? Diese Folge führt in die seltsame Welt der weißen Löcher, jener zeitlich gespiegelten Zwillinge Schwarzer Löcher, die direkt aus Einsteins Feldgleichungen hervorgehen. Wir folgen der Spur von Karl Schwarzschild über Einstein und Nathan Rosen bis zu den Kruskal-Szekeres-Diagrammen, die zeigen, wie ein weißes Loch als vierter, verborgener Bereich derselben Raumzeit existiert. Es geht um Roger Penroses kosmische Zensur, um die Instabilität klassischer weißer Löcher und um die moderne Antwort der Quantengravitation, Carlo Rovellis Idee des Planck-Sterns, bei dem ein Schwarzes Loch durch einen quantenmechanischen Rückprall zum weißen Loch wird. Wir werfen einen Blick auf mögliche Verbindungen zu Dunkler Materie und schnellen Radioblitzen, auf eine aktuelle Studie zur Singularitätsauflösung von Steffen Gielen und Lucía Menéndez-Pidal sowie auf Roger Penroses zyklische Kosmologie. Dabei wird klar, warum bis heute kein einziges weißes Loch am Himmel beobachtet wurde und woran diese Suche bislang scheitert. Eine Reise an die Grenze dessen, was Physik über Anfang und Ende aussagen kann, ruhig erzählt, wissenschaftlich fundiert und mit einem leisen Blick auf die Verletzlichkeit unseres eigenen Planeten.QuellenGielen, S., & Menéndez-Pidal, L. (2025). Black hole singularity resolution in unimodular gravity from unitarity. Physical Review Letters, 134(10), Artikel 101501. https://doi.org/10.1103/PhysRevLett.134.101501Haggard, H. M., & Rovelli, C. (2015). Black hole fireworks: Quantum-gravity effects outside the horizon spark black to white hole tunneling. Physical Review D, 92(10), Artikel 104020. https://doi.org/10.1103/PhysRevD.92.104020Spektrum Akademischer Verlag. (o. J.). Weiße Löcher. In Lexikon der Astronomie. Spektrum.de. https://www.spektrum.de/lexikon/astronomie/weisse-loecher/524science.ORF.at. (2025, 12. März). Zeitumkehr: Wie Weiße Löcher entstehen. https://science.orf… Lees meer
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Zukunft der Menschheit im Kosmos – Von der Erde zu den Sternen
17 augustus 2026 · 21 min
Was wird aus uns, wenn wir wirklich weiterdenken, von dieser einen blauen Kugel hinaus zu den Sternen? Diese Folge nimmt dich mit auf eine ruhige Reise durch die möglichen Zukünfte der Menschheit im Weltall. Von den Entfernungen zwischen Mond, Mars und den fernen Nachbarsternen über die eisigen Ozeanwelten von Europa und Enceladus bis zu den kühnen Ideen von Sonnensegeln und Generationenschiffen. Wir sprechen darüber, wie fremd das All unserem Körper ist, warum die Erde noch immer der freundlichste Ort im bekannten Universum bleibt und was es bedeuten würde, allein zu sein oder eben nicht. Am Ende führt uns der Blick in die Weiten des Kosmos wieder zurück nach Hause, zu der Verantwortung für unseren Planeten und zu dem stillen Gedanken, dass wir selbst aus Sternenstaub bestehen. Lehn dich zurück, atme ruhig und lass dich in einen tiefen, geborgenen Schlaf tragen.QuellenImpey, C. (2015). Beyond: Our future in space. W. W. Norton & Company.Kraus, S., & Kaltenegger, L. (2021). Habitability of planets and moons in the Solar System and beyond. Annual Review of Astronomy and Astrophysics, 59(1), 217–261. https://doi.org/10.1146/annurev-astro-112420-023100National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine. (2018). Space radiation and astronaut health: Managing and communicating cancer risks. The National Academies Press.Rummel, J. D., & Conley, C. A. (2017). Four fallacies and an oversight: Searching for biological contamination beyond Earth. Astrobiology, 17(10), 971–983. https://doi.org/10.1089/ast.2016.1617Zur Quellenqualität: Drei der vier Quellen sind begutachtete Fachartikel beziehungsweise ein Bericht der US-amerikanischen Wissenschaftsakademien; das Werk von Impey ist eine wissenschaftlich fundierte Monografie eines Astronomen und dient der erzählerischen Einordnung. Lees meer
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Gammablitze – die gewaltigsten Explosionen seit dem Urknall
13 augustus 2026 · 21 min
Was, wenn ein einziger Lichtblitz für wenige Sekunden heller strahlt als alle Sterne des sichtbaren Universums zusammen? Diese Folge nimmt dich mit zu den Gammablitzen, den energiereichsten Ereignissen des Kosmos. Wir folgen ihrer Entdeckung durch die wachenden Vela-Satelliten, dem jahrzehntelangen Streit über ihre wahre Entfernung und der Auflösung des Rätsels durch das Nachglühen ferner Galaxien. Du erfährst, wie lange Blitze beim Zusammenbruch massereicher Sterne zu Schwarzen Löchern entstehen, wie kurze Blitze aus der Verschmelzung von Neutronensternen hervorgehen und warum das große Ereignis von zweitausendsiebzehn eine neue Ära der Mehrbotenastronomie einläutete. Ruhig erzählt, wissenschaftlich fundiert und getragen von dem stillen Staunen darüber, dass das Gold in unseren Händen aus den größten Katastrophen des Weltalls stammt und wie kostbar unser kleiner, lebendiger Planet in einem Kosmos voller ferner Feuer ist.QuellenGehrels, N., Ramirez-Ruiz, E., & Fox, D. B. (2009). Gamma-ray bursts in the Swift era. Annual Review of Astronomy and Astrophysics, 47, 567–617. https://doi.org/10.1146/annurev.astro.46.060407.145147Abbott, B. P., et al. (2017). Multi-messenger observations of a binary neutron star merger. The Astrophysical Journal Letters, 848(2), L12. https://doi.org/10.3847/2041-8213/aa91c9Woosley, S. E., & Bloom, J. S. (2006). The supernova–gamma-ray burst connection. Annual Review of Astronomy and Astrophysics, 44, 507–556. https://doi.org/10.1146/annurev.astro.43.072103.150558Kouveliotou, C., Meegan, C. A., Fishman, G. J., Bhat, N. P., Briggs, M. S., Koshut, T. M., Paciesas, W. S., & Pendleton, G. N. (1993). Identification of two classes of gamma-ray bursts. The Astrophysical Journal, 413, L101–L104. https://doi.org/10.1086/186969 Lees meer
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Die schnellsten Sterne – Hypervelocity Stars auf der Flucht
9 augustus 2026 · 20 min
Manche Sterne verlassen unsere Milchstraße für immer. Mit Geschwindigkeiten von mehreren Hundert bis über tausend Kilometern pro Sekunde durchbrechen sie die Fluchtgeschwindigkeit der Galaxie und treten eine Reise an, von der es keine Rückkehr gibt. In dieser Folge nehmen wir dich mit zu den Hypergeschwindigkeitssternen, den schnellsten Sternen, die wir kennen. Wir erkunden, wie das supermassereiche Schwarze Loch im galaktischen Zentrum ganze Sonnen wie aus einer kosmischen Schleuder fortschleudert, wie zerbrechende Doppelsterne und Supernova-Explosionen weitere Ausreißer erzeugen und wie die Raumsonde Gaia diese fliehenden Sterne in einer Milliarde vermessener Objekte aufspürt. Du erfährst, warum diese Sterne uns helfen, die unsichtbare Dunkle Materie zu vermessen, und was sie uns über das Herz unserer Galaxie verraten. Eine ruhige Reise durch die Weiten des Alls, die dich sanft in den Schlaf begleitet und zugleich daran erinnert, wie kostbar unsere eigene, geborgene Heimat im All ist.QuellenBrown, W. R. (2015). Hypervelocity stars. Annual Review of Astronomy and Astrophysics, 53, 15–49. https://doi.org/10.1146/annurev-astro-082214-122230Hills, J. G. (1988). Hyper-velocity and tidal stars from binaries disrupted by a massive Galactic black hole. Nature, 331(6158), 687–689. https://doi.org/10.1038/331687a0Gaia Collaboration, Brown, A. G. A., Vallenari, A., Prusti, T., & de Bruijne, J. H. J. (2021). Gaia Early Data Release 3: Summary of the contents and survey properties. Astronomy & Astrophysics, 649, A1. https://doi.org/10.1051/0004-6361/202039657Boubert, D., Guillochon, J., Hawkins, K., Ginsburg, I., Evans, N. W., & Strader, J. (2018). Revisiting hypervelocity stars after Gaia DR2. Monthly Notices of the Royal Astronomical Society, 479(2), 2789–2795. https://doi.org/10.1093/mnras/sty1601Quellenqualität: Brown (2015) ist eine peer-reviewte Übersichtsarbeit in einem der angesehensten Fachjournale des Feldes. Hills (1988) ist die grundlegende theoretische Originalar… Lees meer
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Leben im All - Der menschliche Körper im Weltraum
3 augustus 2026 · 20 min
Schwerelos schweben, das klingt traumhaft. Doch für den Körper ist das Leben im All eine der größten Herausforderungen überhaupt. In dieser Folge, einer Gemeinschaftsproduktion von „Wissensreise durch Medizin und Körper" und „Schlafreise durch das Universum", verfolgen wir, was mit einem Menschen geschieht, der Monate auf der Raumstation verbringt. Wir sehen, wie die Flüssigkeiten nach oben strömen und das Gesicht anschwellen lassen, wie Knochen und Muskeln ohne die Last der Schwerkraft erstaunlich schnell schwinden, wie das Gleichgewichtsorgan durcheinandergerät und selbst die Augen sich verändern. Wir sprechen über die unsichtbare Gefahr der kosmischen Strahlung, über gestörten Schlaf bei sechzehn Sonnenaufgängen am Tag und über das mühsame Zurückfinden zur Schwerkraft nach der Landung. Am Ende steht eine leise Erkenntnis: Wie vollkommen unser Körper an genau diesen einen Planeten angepasst ist und wie kostbar eine Welt ist, die uns trägt, schützt und atmen lässt. Eine Reise hinaus ins All, die uns nach Hause führt.QuellenDemontis, G. C., Germani, M. M., Caiani, E. G., Barravecchia, I., Passino, C., & Angeloni, D. (2017). Human pathophysiological adaptations to the space environment. Frontiers in Physiology, 8, 547. https://doi.org/10.3389/fphys.2017.00547Garrett-Bakelman, F. E., Darshi, M., Green, S. J., Gur, R. C., Lin, L., Macias, B. R., … Turek, F. W. (2019). The NASA Twins Study: A multidimensional analysis of a year-long human spaceflight. Science, 364(6436), eaau8650. https://doi.org/10.1126/science.aau8650Vico, L., & Hargens, A. R. (2018). Skeletal changes during and after spaceflight. Nature Reviews Rheumatology, 14(4), 229–245. https://doi.org/10.1038/nrrheum.2018.37 Lees meer
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Titan – der Mond mit Methanseen
28 juli 2026 · 22 min
Eineinhalb Milliarden Kilometer von der Erde entfernt kreist ein Mond um den Saturn, der größer ist als der Planet Merkur und die dichteste Atmosphäre aller Monde im Sonnensystem trägt. Unter einem bernsteinfarbenen Dunstschleier verbirgt Titan eine Landschaft, die uns seltsam vertraut vorkommt: Flusstäler, Dünenfelder, Seen und Meere. Nur besteht die Flüssigkeit dort nicht aus Wasser, sondern aus Methan und Ethan, denn bei minus einhundertneunzig Grad ist Wassereis das Grundgestein.Diese Folge nimmt dich mit an das Ufer von Ligeia Mare. Wir folgen der Entdeckungsgeschichte von Christiaan Huygens bis zur Sonde Cassini, erleben die weiteste je gelungene Landung eines Menschenwerks, vermessen Seetiefen mit Radarechos und fragen, warum das Methan in Titans Atmosphäre eigentlich längst verschwunden sein müsste. Wir schauen auf den verborgenen Wasserozean unter der Eiskruste, auf die organische Chemie in der Hochatmosphäre und auf die Mission Dragonfly, die in den dreißiger Jahren dort fliegen soll. Am Ende führt der Blick zurück zur Erde, deren Gleichgewicht ebenso schmal ist wie das des fernen Mondes.QuellenHayes, A. G. (2016). The lakes and seas of Titan. Annual Review of Earth and Planetary Sciences, 44, 57–83. https://doi.org/10.1146/annurev-earth-060115-012247Nixon, C. A., Lorenz, R. D., Achterberg, R. K., Buch, A., Coll, P., Clark, R. N., … Vuitton, V. (2018). Titan's cold case files: Outstanding questions after Cassini-Huygens. Planetary and Space Science, 155, 50–72. https://doi.org/10.1016/j.pss.2018.02.009Tomasko, M. G., Archinal, B., Becker, T., Bézard, B., Bushroe, M., Combes, M., … West, R. (2005). Rain, winds and haze during the Huygens probe's descent to Titan's surface. Nature, 438, 765–778. https://doi.org/10.1038/nature04126Iess, L., Jacobson, R. A., Ducci, M., Stevenson, D. J., Lunine, J. I., Armstrong, J. W., … Tortora, P. (2012). The tides of Titan. Science, 337(6093), 457–459. https://doi.org/10.1126/science.1219631 Lees meer
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Neutrinos – Die flüchtigen Boten aus dem Herzen der Sterne
23 juli 2026 · 20 min
In jeder Sekunde durchqueren dich hundert Billionen Neutrinos, und du spürst nichts davon. Diese Folge nimmt dich mit auf eine ruhige Reise zu den scheuesten Teilchen des Universums. Wir folgen ihrer Spur von Wolfgang Paulis kühner Vermutung im Jahr neunzehnhundertdreißig über den ersten Nachweis an einem Kernreaktor bis zu den gewaltigen Beobachtungsstationen tief unter der Erde und im ewigen Eis der Antarktis. Du erfährst, warum Neutrinos fast ungehindert durch Materie gleiten, wie sie uns in Echtzeit ins brennende Herz der Sonne blicken lassen und weshalb ihre rätselhafte Verwandlung, die Neutrinooszillation, bewies, dass sie eine winzige Masse besitzen. Wir lauschen dem Neutrinoschwall einer fernen Supernova, spüren den Geoneutrinos aus dem Erdinneren nach und tauchen schließlich in das uralte kosmische Neutrinomeer ein, das seit fast vierzehn Milliarden Jahren durch den gesamten Raum strömt. Eine Einladung, loszulassen und über die stillen Boten zu staunen, die uns mit dem Anbeginn aller Dinge verbinden.QuellenClose, F. (2010). Neutrino. Oxford University Press.Kajita, T. (2016). Nobel Lecture: Discovery of atmospheric neutrino oscillations. Reviews of Modern Physics, 88(3), 030501. https://doi.org/10.1103/RevModPhys.88.030501Mertens, S. (2016). Direct neutrino mass experiments. Journal of Physics: Conference Series, 718(2), 022013. https://doi.org/10.1088/1742-6596/718/2/022013Spiering, C. (2012). Towards high-energy neutrino astronomy. The European Physical Journal H, 37(3), 515–565. https://doi.org/10.1140/epjh/e2012-30014-2 Lees meer
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Sternenwiege Carina-Nebel – Geburtsstätte der Riesen
19 juli 2026 · 21 min
7500 Lichtjahre entfernt, tief am südlichen Himmel, liegt eine der gewaltigsten Sternentstehungsregionen unserer Milchstraße: der Carina-Nebel. Dreihundert Lichtjahre misst diese Wolke aus kaltem Gas und Staub, und in ihrem Inneren werden Sterne geboren, die alles übertreffen, was wir in unserer kosmischen Nachbarschaft kennen. Mehr als siebzig Riesensterne der seltensten Spektralklasse leuchten hier, allen voran Eta Carinae, ein Doppelsternsystem, dessen Hauptstern etwa hundertzwanzig Sonnenmassen auf die Waage bringt und dessen Ausbruch im neunzehnten Jahrhundert ihn kurzzeitig zum zweithellsten Stern des Nachthimmels machte.Diese Folge erzählt von der Physik an der Grenze des Möglichen, von der Eddington-Grenze und der Frage, warum Sterne nicht beliebig groß werden können, von den Kosmischen Klippen, die das James-Webb-Weltraumteleskop sichtbar machte, und von jenem Paradox, dass junge Sterne die Wolke zerstören, aus der sie stammen, und dadurch neue Sterne entstehen lassen. Eine ruhige Reise zu dem Ort, an dem all das entsteht, woraus auch wir gemacht sind. Lees meer
QuellenSmith, N., & Brooks, K. J. (2008). The Carina Nebula: A laboratory for feedback and triggered star formation. In B. Reipurth (Hrsg.), Handbook of star forming regions, Volume II (S. 138–158). Astronomical Society of the Pacific. (Standardreferenz, peer-reviewed Fachbuchkapitel, sehr hohe Qualität)Damineli, A., Conti, P. S., & Lopes, D. F. (1997). Eta Carinae: A long period binary? New Astronomy, 2(2), 107–117. https://doi.org/10.1016/S1384-1076(97)00008-0 (peer-reviewed, grundlegende Arbeit zur Doppelsternnatur)Smith, N., Gehrz, R. D., Hinz, P. M., Hoffmann, W. F., Hora, J. L., Mamajek, E. E., & Meyer, M. R. (2003). Mass and kinetic energy of the Homunculus Nebula around Eta Carinae. The Astronomical Journal, 125(3), 1458–1466. https://doi.org/10.1086/346278 (peer-reviewed, Referenzarbeit zur Masse des Homunkulus)Pontoppidan, K. M., Barrientes, J., Blome, C., Braun, H., Brown, M., Carruthers, M., … V…
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Das holografische Prinzip – ist Realität auf einer Fläche kodiert?
13 juli 2026 · 19 min
Was, wenn die gesamte dreidimensionale Wirklichkeit, die uns umgibt, in Wahrheit auf einer zweidimensionalen Fläche geschrieben stünde? In dieser Folge folgen wir einer der verblüffendsten Ideen der modernen Physik von ihren Anfängen bis in die Gegenwart. Wir beginnen bei Jacob Bekenstein und Stephen Hawking, die entdeckten, dass die Information eines schwarzen Loches nicht in seinem Volumen, sondern auf seiner Oberfläche gespeichert liegt. Von dort führt der Weg zu Gerard 't Hooft und Leonard Susskind, die daraus ein allgemeines Prinzip formten, und schließlich zu Juan Maldacenas berühmter Entsprechung, die zeigt, wie eine Welt mit Schwerkraft und eine flache Welt ohne Schwerkraft ein und dasselbe sein können. Wir sprechen über das Informationsparadoxon, über die überraschenden Anwendungen holografischer Methoden und über die Idee, dass Raum selbst aus verwobener Information gewebt sein könnte. Eine ruhige Reise an den Rand des Denkbaren, die sanft in einen erholsamen Schlaf mündet. Lehne dich zurück, atme tief durch und lass dich von den großen Rätseln des Kosmos in eine tiefe, geborgene Ruhe tragen. Lees meer
QuellenBekenstein, J. D. (2003). Information in the holographic universe. Scientific American, 289(2), 58–65. https://doi.org/10.1038/scientificamerican0803-58Maldacena, J. (1998). The large N limit of superconformal field theories and supergravity. Advances in Theoretical and Mathematical Physics, 2(2), 231–252. https://doi.org/10.4310/ATMP.1998.v2.n2.a1Susskind, L. (1995). The world as a hologram. Journal of Mathematical Physics, 36(11), 6377–6396. https://doi.org/10.1063/1.531249't Hooft, G. (1993). Dimensional reduction in quantum gravity. In A. Ali, J. Ellis & S. Randjbar-Daemi (Hrsg.), Salamfestschrift: A collection of talks (S. 284–296). World Scientific.Hinweis zur Quellenqualität: Es handelt sich durchgehend um begutachtete Fachpublikationen beziehungsweise um einen fachlich fundierten Übersichtsartikel Bekensteins. Die Arbeiten von Maldacena, Susskind und …
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Vagabundierende Planeten – Welten ohne Sonne
8 juli 2026 · 20 min
Manche Welten gehören keiner Sonne. Fernab jedes Sterns treiben sie durch die eisige Dunkelheit zwischen den Sternen, ohne Tag, ohne Nacht, ohne Licht. In dieser Folge reisen wir zu den vagabundierenden Planeten, jenen heimatlosen Wanderern, von denen es in unserer Milchstraße womöglich mehr gibt als Sterne. Wir erfahren, wie ein Planet aus seinem System geschleudert wird oder von Anfang an allein entsteht, wo die geheimnisvolle Grenze zu den Braunen Zwergen verläuft und wie Astronominnen und Astronomen mithilfe von Einsteins Gravitationslinsen selbst unsichtbare, lichtlose Welten aufspüren. Wir fragen uns, ob unter dem Eis eines einsamen Planeten ein verborgener Ozean und vielleicht sogar Leben möglich wäre, ganz ohne Sonne. Und am Ende führt uns die Reise zurück zu unserer eigenen, warmen und kostbaren Erde. Lass dich von der Stille des Universums tragen und gleite sanft in den Schlaf. Lees meer
QuellenBihain, N. (2024). Free-floating planets: Formation and detection. Astronomy & Astrophysics Review, 32(1), 1–48. https://doi.org/10.1007/s00159-024-00152-1Miret-Roig, N., Bouy, H., Raymond, S. N., Tamura, M., Bertin, E., Barrado, D., Olivares, J., Galli, P. A. B., Cuillandre, J.-C., Sarro, L. M., Berihuete, A., & Huélamo, N. (2022). A rich population of free-floating planets in the Upper Scorpius young stellar association. Nature Astronomy, 6, 89–97. https://doi.org/10.1038/s41550-021-01513-xPearson, S. G., & McCaughrean, M. J. (2023). Jupiter Mass Binary Objects in the Trapezium Cluster. arXiv. https://doi.org/10.48550/arXiv.2310.01231Stevenson, D. J. (1999). Life-sustaining planets in interstellar space? Nature, 400(6739), 32. https://doi.org/10.1038/21811
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Einschlafen mit Natur
Schlafreise durch vergessene Welten
Schlafreise durch das Universum
Englische Reihen:
Sleep Journey through Lost Worlds
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Wissensreise durch das Periodensystem der Elemente
Wissensreise durch d…
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Vakuumzerfall – wie das Universum in einem Augenblick enden könnte
3 juli 2026 · 20 min
Was, wenn das Universum nicht in einem langsamen Verglühen endet, sondern in einem einzigen, unaufhaltsamen Augenblick? Diese Folge nimmt dich mit in die Physik des Vakuumzerfalls, jenes theoretischen Szenarios, in dem das Higgs-Feld von seinem heutigen Zustand in einen tieferen, energieärmeren Zustand kippt und sich eine Blase veränderter Physik mit nahezu Lichtgeschwindigkeit ausbreitet. Du erfährst, warum das Vakuum in Wirklichkeit nie leer ist, wie der Casimir-Effekt das im Labor beweist, und warum die gemessenen Massen von Higgs-Boson und Top-Quark unser Universum an den Rand der Stabilität rücken. Zugleich zeigt die Folge, warum diese kosmische Möglichkeit keinen Grund zur Sorge gibt: Die berechnete Lebensdauer des Vakuums übersteigt das Alter des Universums um unvorstellbare Größenordnungen, und die kosmische Strahlung liefert seit Milliarden Jahren einen natürlichen Sicherheitsbeweis gegen Ängste rund um Teilchenbeschleuniger. Eine ruhige, wissenschaftlich fundierte Reise an die Grenzen dessen, was Stabilität im Kosmos eigentlich bedeutet. Lees meer
QuellenBezrukov, F., & Shaposhnikov, M. (2012). Why should we care about the top quark Yukawa coupling? Journal of Experimental and Theoretical Physics, 120(3), 335–343. (Fachpublikation, hohe Qualität, Grundlage der Stabilitätsberechnungen)Coleman, S., & De Luccia, F. (1980). Gravitational effects on and of vacuum decay. Physical Review D, 21(12), 3305–3315. (Grundlegende theoretische Originalarbeit, hohe Qualität)Casimir, H. B. G. (1948). On the attraction between two perfectly conducting plates. Proceedings of the Koninklijke Nederlandse Akademie van Wetenschappen, 51, 793–795. (Historische Originalarbeit, hohe Qualität)CERN. (2008). Review of the safety of LHC collisions (LHC Safety Assessment Group Report). CERN. (Institutionelle Quelle, hohe Qualität und direkte Relevanz für die Sicherheitsfrage)
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Einschlafen mit Natur
Schlafreise durch vergessene Welten
Schlafreis…
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Planetenwanderung – wie Welten ihre Bahnen wechseln
29 juni 2026 · 20 min
Planeten sind keine ortsfesten Punkte am Himmel, sondern Wanderer im wörtlichen Sinn. In dieser Schlafreise begeben wir uns langsam und ruhig in die Frühzeit unseres Sonnensystems und der weiten Welt der fremden Sterne. Wir verfolgen Jupiter auf seiner langen Reise nach innen bis fast zur Marsbahn und wieder zurück, jenes große Wendemanöver, das unter dem Namen Grand Tack bekannt geworden ist und das erklärt, warum Mars so klein blieb. Wir lauschen, wie Uranus und Neptun nach dem Nizza-Modell weit nach außen drifteten, vielleicht sogar ihre Plätze tauschten, und wie dabei eine ganze Welle eisiger Kleinkörper auf die inneren Welten herabprasselte. Wir reisen weiter zu den heißen Jupitern fremder Sonnen, jenen rätselhaften Gasriesen, die ihre Sterne in wenigen Tagen umkreisen und nur durch dramatische Wanderung dorthin gelangt sein können. Und wir staunen über das System TRAPPIST eins, in dem sieben erdgroße Welten in feinen Resonanzen schwingen wie eingefrorenes Echo einer gemeinsamen Reise. Am Ende kehrt der Blick zurück zu unserer eigenen Erde, deren ruhige Bahn ein Geschenk dieser langen, längst beendeten Wanderschaft ist. Eine ruhige Reise durch die Schwerkraft, die Zeit und die langsame Bewegung der Welten, die dich sanft in den Schlaf gleiten lässt. Lees meer
QuellenWalsh, K. J., Morbidelli, A., Raymond, S. N., O'Brien, D. P., & Mandell, A. M. (2011). A low mass for Mars from Jupiter's early gas-driven migration. Nature, 475(7355), 206–209.Tsiganis, K., Gomes, R., Morbidelli, A., & Levison, H. F. (2005). Origin of the orbital architecture of the giant planets of the Solar System. Nature, 435(7041), 459–461.Mayor, M., & Queloz, D. (1995). A Jupiter-mass companion to a solar-type star. Nature, 378(6555), 355–359.Gillon, M., Triaud, A. H. M. J., Demory, B.-O., Jehin, E., Agol, E., Deck, K. M., … Queloz, D. (2017). Seven temperate terrestrial planets around the nearby ultracool dwarf star TRAPPIST-1. Nature, 542(7642), 456–460.
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Einschlafen…
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Der größte Stern – UY Scuti und die Grenzen des Volumens
25 juni 2026 · 20 min
Begib dich auf eine ruhige Reise zu UY Scuti, einem roten Hyperriesen im Sternbild des Schildes und über viele Jahre Anwärter auf den Titel des größten bekannten Sterns. Mit einem Radius von etwa eintausendsiebenhundert Sonnenradien würde dieser Stern, an die Stelle unserer Sonne gesetzt, die inneren Planeten bis hin zum Jupiter verschlucken. In dieser Folge erfährst du, warum ein so gewaltiger Stern zugleich von erstaunlich geringer Dichte ist, wie Astronominnen und Astronomen die Größe ferner Sterne überhaupt bestimmen und warum diese Messungen, gerade seit den Daten des Satelliten Gaia, mit Unsicherheiten behaftet bleiben. Du lernst die Eddington-Grenze kennen, jene physikalische Schranke, die dem Wachstum von Sternen Grenzen setzt, und begleitest UY Scuti bis an die Schwelle seines dramatischen Endes als Supernova. Eine Reise über kosmische Größenordnungen, die zugleich daran erinnert, wie kostbar und einzigartig unser eigener kleiner blauer Planet im Weltall ist. Lehn dich zurück, lass los und gleite sanft in den Schlaf. Lees meer
Quellende Beck, E., Decin, L., de Koter, A., Justtanont, K., Verhoelst, T., Kemper, F., & Menten, K. M. (2010). Probing the mass-loss history of AGB and red supergiant stars from CO rotational line profiles. Astronomy & Astrophysics, 523, A18. https://doi.org/10.1051/0004-6361/200913771 — Peer-reviewte Fachpublikation, hohe wissenschaftliche Qualität.Davies, B., & Beasor, E. R. (2020). The luminosities of cool supergiants in the Magellanic Clouds, and the Humphreys-Davidson limit revisited. Monthly Notices of the Royal Astronomical Society, 493(1), 468–476. https://doi.org/10.1093/mnras/staa174 — Peer-reviewte Fachpublikation zu Obergrenzen der Leuchtkraft.Wittkowski, M., Hauschildt, P. H., Arroyo-Torres, B., & Marcaide, J. M. (2012). Fundamental properties and atmospheric structure of the red supergiant VY CMa. Astronomy & Astrophysics, 540, L12. https://doi.org/10.1051/0004-6361/201219126 — Peer-reviewt, methodisch einschlägig zur Vermessun…
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Der große Attraktor - Wohin unsere Galaxie mit Millionen Stundenkilometern gezogen wird
19 juni 2026 · 20 min
Während du ruhig liegst, rast deine Galaxie mit etwa sechshunderttausend Kilometern in der Stunde durch das All, gezogen von einer unsichtbaren Region, die hinter dem dichten Schleier unserer eigenen Milchstraße verborgen liegt. Diese Schlafreise nimmt dich mit auf eine Spurensuche nach dem Großen Attraktor, jenem rätselhaften Schwerkraftzentrum, das Astronominnen und Astronomen seit den achtziger Jahren beschäftigt. Wir folgen der Bewegung unserer Lokalen Gruppe, lauschen dem Echo des Urknalls in der kosmischen Hintergrundstrahlung und entdecken Laniakea, jenes gewaltige Stromsystem aus hunderttausend Galaxienmassen, dem auch unsere Milchstraße angehört. Wir tauchen ein in die unsichtbare Welt der dunklen Materie, in das kosmische Netz aus Filamenten und Leeren und in die geduldige Kraft der Schwerkraft, die über dreizehn Milliarden Jahre die größten Strukturen des Kosmos geformt hat. Eine ruhige Reise zu einem Ziel, das wir niemals erreichen werden, und zugleich eine Erinnerung daran, wie selten und kostbar unser kleiner blauer Planet in dieser unermesslichen Weite ist. Lehn dich zurück, atme tief und lass dich sanft in den Schlaf tragen. Lees meer
QuellenDressler, A. (1987). Voyage to the Great Attractor: Exploring intergalactic space. Alfred A. Knopf.Lynden-Bell, D., Faber, S. M., Burstein, D., Davies, R. L., Dressler, A., Terlevich, R. J., & Wegner, G. (1988). Spectroscopy and photometry of elliptical galaxies. V. Galaxy streaming toward the new supergalactic center. The Astrophysical Journal, 326, 19–49. https://doi.org/10.1086/166066Tully, R. B., Courtois, H., Hoffman, Y., & Pomarède, D. (2014). The Laniakea supercluster of galaxies. Nature, 513(7516), 71–73. https://doi.org/10.1038/nature13674Kraan-Korteweg, R. C., & Lahav, O. (2000). The Universe behind the Milky Way. The Astronomy and Astrophysics Review, 10(3), 211–261. https://doi.org/10.1007/s001590000011
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Einschlafen mit Natur
Schlafreise durch vergessene Welten
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Enceladus - Geysire des Lebens am eisigen Saturnmond
16 juni 2026 · 25 min
Enceladus: Lees meer
🪐 Begib dich auf eine friedvolle Reise zum faszinierendsten Mond des Saturns - einem eisigen Himmelskörper, der unter seiner gefrorenen Oberfläche einen ganzen Ozean verbirgt.
Entspanne dich und schwebe sanft zu Enceladus, nur fünfhundertvierzehn Kilometer im Durchmesser, aber mit Geheimnissen größer als seine bescheidenen Dimensionen. Entdecke die spektakulären Wassereisgeysire, die hunderte Kilometer hoch ins All schießen und möglicherweise Hinweise auf außerirdisches Leben mit sich tragen.
🔬 Wissenschaftliche Highlights:
Der verborgene Salzwasserozean unter zwanzig Kilometern Eis
Die berühmten "Tigerstreifen" und ihre kryovulkanischen Fontänen
Organische Moleküle und Wasserstoff in den Geysiren
Gezeitenreibung als Energiequelle für geologische Aktivität
Hydrothermale Schlote am Ozeangrund - Oasen des Lebens?
Cassini-Entdeckungen, die unser Weltbild veränderten
❄️ Eine Welt voller Wunder: Erlebe die kristallweiße Oberfläche, die das Sonnenlicht wie ein kosmischer Spiegel reflektiert. Tauche gedanklich durch die Eiskruste in einen Ozean, der mehr Wasser enthält als alle irdischen Meere zusammen. Spüre die Wärme hydrothermaler Quellen in ewiger Finsternis - mögliche Brutstätten des Lebens.
🛌 Perfekt zum Einschlafen: Beruhigende Beschreibungen eisiger Landschaften, meditative Erkundung des verborgenen Ozeans und die friedvolle Stille einer fernen Welt, die dich sanft in kosmische Träume wiegt.
⭐ Warum diese Episode besonders ist: Enceladus gilt als einer der vielversprechendsten Kandidaten für außerirdisches Leben in unserem Sonnensystem. Seine Entdeckung revolutionierte unser Verständnis habitabler Welten - Leben braucht nicht Sonnenlicht, sondern nur Wasser, Energie und organische Moleküle.
🎧 Ideal für: Astronomie-Fans, Astrobiologie-Interessierte, Menschen mit Schlafproblemen, alle die von eisigen Ozeanwelten träumen möchten
#Enceladus #Saturn #Saturnmond #Geysire #Astrobiologie #außerirdischesLeben #Cassini #NASA #Ozeanmond #Kryovulkanis…
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Trappist-1 – Sieben Welten um einen kühlen Stern
13 juni 2026 · 19 min
Vierzig Lichtjahre von uns entfernt umkreisen sieben erdgroße Gesteinsplaneten einen winzigen, kühlen roten Stern: das System Trappist eins, eines der faszinierendsten Ziele bei der Suche nach möglicherweise bewohnbaren Welten. In dieser Folge reisen wir zu diesem außergewöhnlich kompakten Planetensystem, dessen Welten ihren Stern in nur wenigen Tagen umrunden und sich in einer fein abgestimmten Bahnresonanz wie in einer himmlischen Harmonie bewegen. Wir verstehen, warum der kühle Zwergstern so anders ist als unsere Sonne, wieso gleich drei Planeten in der habitablen Zone liegen und welche besonderen Herausforderungen das Leben um einen Roten Zwerg stellt, von gebundener Rotation bis zu heftigen Strahlungsausbrüchen. Wir verfolgen die Entdeckung durch das belgische Forschungsteam um Michaël Gillon und werfen einen Blick darauf, wie das James-Webb-Weltraumteleskop heute nach Atmosphären auf diesen fernen Welten sucht. Eine ruhige Reise zu sieben fernen Schwestern, die uns lehren, wie kostbar unsere eigene Erde ist. Lehne dich zurück, lass los und träume von den weiten Räumen zwischen den Sternen. Lees meer
Quellen
Gillon, M., Triaud, A. H. M. J., Demory, B.-O., Jehin, E., Agol, E., Deck, K. M., … Queloz, D. (2017). Seven temperate terrestrial planets around the nearby ultracool dwarf star TRAPPIST-1. Nature, 542(7642), 456–460. https://doi.org/10.1038/nature21360 (sehr hohe Qualität, begutachteter Fachartikel)
Agol, E., Dorn, C., Grimm, S. L., Turbet, M., Ducrot, E., Delrez, L., … Van Grootel, V. (2021). Refining the transit-timing and photometric analysis of TRAPPIST-1: Masses, radii, densities, dynamics, and ephemerides. The Planetary Science Journal, 2(1), 1. https://doi.org/10.3847/PSJ/abd022 (sehr hohe Qualität, begutachteter Fachartikel)
Greene, T. P., Bell, T. J., Ducrot, E., Dyrek, A., Lagage, P.-O., & Fortney, J. J. (2023). Thermal emission from the Earth-sized exoplanet TRAPPIST-1 b using JWST. Nature, 618(7963), 39–42. https://doi.org/10.1038/s41586-023-05951-7…
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Die Reise eines Photons – Vom Herzen der Sonne bis ins grüne Blatt
8 juni 2026 · 20 min
Was erlebt ein einzelnes Lichtteilchen auf seinem langen Weg durch das Universum? Diese Schlafreise folgt einem Photon von seiner Geburt tief im glühenden Kern der Sonne, wo aus Wasserstoff durch Kernfusion Helium und reine Energie entsteht. Wir begleiten es auf seinem zehntausende bis hunderttausende Jahre dauernden Zufallsweg durch das Sonneninnere, hinaus durch Strahlungs- und Konvektionszone, bis es nach gut acht Minuten Flug die Erde erreicht. Wir erfahren, warum für ein Photon keine Zeit vergeht, wie weit das Licht der Andromedagalaxie gereist ist, was die kosmische Hintergrundstrahlung über die Geburt des Universums verrät und wie ein Lichtteilchen im grünen Blatt zur Quelle allen Lebens wird. Eine ruhige, wissenschaftlich fundierte Erzählung über Licht, Zeit und unsere zarte Verbindung zum Kosmos. Zum Entspannen, Staunen und sanften Einschlafen. Lees meer
Quellen
Demtröder, W. (2018). Experimentalphysik 3: Atome, Moleküle und Festkörper (5. Aufl.). Springer Spektrum. (Hochwertiges Standardlehrwerk, sehr verlässlich)Mitalas, R., & Sills, K. R. (1992). On the photon diffusion time scale for the Sun. The Astrophysical Journal, 401, 759–760. https://doi.org/10.1086/172103 (Peer-reviewte Fachpublikation, sehr verlässlich)Planck Collaboration. (2020). Planck 2018 results. VI. Cosmological parameters. Astronomy & Astrophysics, 641, A6. https://doi.org/10.1051/0004-6361/201833910 (Peer-reviewt, höchste Verlässlichkeit)National Aeronautics and Space Administration. (2023). The Sun. NASA Science. https://science.nasa.gov/sun/ (Institutionelle Quelle, verlässlich, populärwissenschaftlich aufbereitet)
Weitere Schlafreise Reihen:
Einschlafen mit Natur
Schlafreise durch vergessene Welten
Schlafreise durch das Universum
Englische Reihen:
Sleep Journey through Lost Worlds
Weitere Wissenreise Reihen:
Wissensreise durch das Periodensystem der Elemente
Wissensreise durch die Psychologie
Wissensreise durch die Länder der Erd…
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Kugelsternhaufen - Die ältesten Bewohner der Galaxie
3 juni 2026 · 23 min
Hoch über der vertrauten Scheibe unserer Milchstraße ziehen sie ihre stillen Bahnen: die Kugelsternhaufen, dicht gedrängte Versammlungen von Hunderttausenden bis Millionen Sternen, die zu den ältesten Gebilden des Universums zählen. In dieser Folge tauchen wir ein in ihre Welt, verstehen, warum sie mit elf bis dreizehn Milliarden Jahren beinahe so alt sind wie der Kosmos selbst, und wie Forschende ihr Alter aus dem Licht ihrer Sterne ablesen. Wir begegnen Omega Centauri mit seinen fast zehn Millionen Sternen, lernen, wie Harlow Shapley mit ihrer Hilfe das Zentrum unserer Galaxie fand, und entdecken, wie die Daten des Gaia-Satelliten verschluckte Zwerggalaxien in den Bahnen dieser Haufen sichtbar machen. Eine ruhige Reise zu den chemischen Fossilien des Himmels, die uns lehren, in den großen Zeiträumen des Universums zu denken. Lehne dich zurück, lass los und lausche der tiefen Geschichte dieser leuchtenden Kugeln aus Licht. Lees meer
Quellen
Gratton, R., Bragaglia, A., Carretta, E., D'Orazi, V., Lucatello, S., & Sollima, A. (2019). What is a globular cluster? An observational perspective. The Astronomy and Astrophysics Review, 27(1), 8. https://doi.org/10.1007/s00159-019-0119-3
Helmi, A. (2020). Streams, substructures, and the early history of the Milky Way. Annual Review of Astronomy and Astrophysics, 58, 205–256. https://doi.org/10.1146/annurev-astro-032620-021917
Krauss, L. M., & Chaboyer, B. (2003). Age estimates of globular clusters in the Milky Way: Constraints on cosmology. Science, 299(5603), 65–69. https://doi.org/10.1126/science.1075631
NASA/ESA. (2024). Globular clusters. European Space Agency. https://esahubble.org
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Die Oortsche Wolke - Die eisige Grenze des Sonnensystems
29 mei 2026 · 21 min
Heute reisen wir an den äußersten Rand unseres Sonnensystems, hinaus zur Oortschen Wolke, jener kugelförmigen Hülle aus Eis und Gestein, die unser Planetensystem in unvorstellbarer Ferne umgibt. Wir erfahren, warum der niederländische Astronom Jan Hendrik Oort sie aus den Bahnen der Kometen erschloss, woraus diese fernen Körper bestehen und wie kalt und einsam es dort draußen wirklich ist. Wir verfolgen, wie eisige Brocken über Jahrmillionen zu leuchtenden Kometen werden, betrachten den geheimnisvollen Zwergplaneten Sedna und begreifen, dass selbst die Voyager Sonden noch Jahrtausende bräuchten, um diese ferne Schwelle zu erreichen. Eine ruhige Reise in die Stille des äußeren Sonnensystems, die uns am Ende daran erinnert, wie kostbar unser kleiner blauer Planet inmitten dieser Weite ist. Zum Entspannen, Loslassen und sanften Einschlafen. Lees meer
Quellen
Oort, J. H. (1950). The structure of the cloud of comets surrounding the Solar System and a hypothesis concerning its origin. Bulletin of the Astronomical Institutes of the Netherlands, 11, 91–110.
Hills, J. G. (1981). Comet showers and the steady-state infall of comets from the Oort cloud. The Astronomical Journal, 86, 1730–1740.
Brown, M. E., Trujillo, C., & Rabinowitz, D. (2004). Discovery of a candidate inner Oort cloud planetoid. The Astrophysical Journal, 617(1), 645–649.
Dones, L., Brasser, R., Kaib, N., & Rickman, H. (2015). Origin and evolution of the cometary reservoirs. Space Science Reviews, 197, 191–269.
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Saturn – Der unangefochtene Herr der Ringe im All
21 mei 2026 · 29 min
In dieser Folge unserer Schlafreise durch das Universum reisen wir zum sechsten Planeten unseres Sonnensystems, zu Saturn, dem Herrn der Ringe. Wir erkunden seine erstaunlich geringe Dichte, die ihn als einzigen Planeten leichter als Wasser macht, seine stürmischen Wolkenbänder und das geheimnisvolle Sechseck am Nordpol. Vor allem aber widmen wir uns seinem berühmten Ringsystem, jenem zarten Schmuck aus Milliarden Eisteilchen, der sich über 282.000 Kilometer erstreckt und doch nur wenige Meter dick ist. Wir erfahren, warum die Ringe vermutlich erst wenige hundert Millionen Jahre alt sind und in ferner Zukunft wieder verschwinden werden. Auch Saturns Monde nehmen einen wichtigen Platz ein, darunter Titan mit seinen Methanseen und Enceladus mit seinem unterirdischen Ozean, in dem möglicherweise einfaches Leben gedeihen könnte. Eine ruhige Reise in die kalten, stillen Weiten des äußeren Sonnensystems, die zugleich daran erinnert, wie kostbar unsere eigene Welt ist. Lees meer
Quellen
NASA Jet Propulsion Laboratory. (2024). Cassini mission overview and findings. https://science.nasa.gov/mission/cassini
Iess, L., Militzer, B., Kaspi, Y., Nicholson, P., Durante, D., Racioppa, P., Anabtawi, A., Galanti, E., Hubbard, W., Mariani, M. J., Tortora, P., Wahl, S., & Zannoni, M. (2019). Measurement and implications of Saturn's gravity field and ring mass. Science, 364(6445), eaat2965. https://doi.org/10.1126/science.aat2965
Postberg, F., Khawaja, N., Abel, B., Choblet, G., Glein, C. R., Gudipati, M. S., Henderson, B. L., Hsu, H., Kempf, S., Klenner, F., Moragas-Klostermeyer, G., Magee, B., Nölle, L., Perry, M., Reviol, R., Schmidt, J., Srama, R., Stolz, F., Tobie, G., … Waite, J. H. (2018). Macromolecular organic compounds from the depths of Enceladus. Nature, 558(7711), 564–568. https://doi.org/10.1038/s41586-018-0246-4
Sánchez-Lavega, A., del Río-Gaztelurrutia, T., Hueso, R., Pérez-Hoyos, S., García-Melendo, E., Antuñano, A., Mendikoa, I., Rojas, J. F., Lillo, J., Barrado-Navascués,…
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Schneeball Erde – Eine vereiste Welt unter ewigem Sternenhimmel
16 mei 2026 · 23 min
Wissensreise durch die UrzeitLass uns hinabsteigen in die Welt der Schneeball-Erde, jener großen Vereisungen im Neoproterozoikum vor 717 bis 635 Millionen Jahren. Wir betrachten die sturtische und die marinoanische Vereisung, gehen den geologischen Belegen in Namibia, Australien, Schottland und Kanada nach und beleuchten die Rolle der Albedo-Rückkopplung, des Zerfalls des Superkontinents Rodinia und der chemischen Verwitterung. Wir folgen den Spuren der Cap Carbonates, fragen, wie das Leben unter dem Eis überdauerte, und besuchen die ungewöhnliche Welt der Ediacara-Fauna, die nach den Vereisungen aufblühte. Eine ruhige Reise zu einem Planeten unter klarem Sternenhimmel, der zugleich kalt und voller Möglichkeiten war und der uns daran erinnert, wie empfindlich Klima und Leben miteinander verflochten sind. Lees meer
Quellen:
Halverson, G. P., Hoffman, P. F., Schrag, D. P., Maloof, A. C., & Rice, A. H. N. (2005). Toward a Neoproterozoic composite carbon-isotope record. GSA Bulletin, 117(9 bis 10), 1181 bis 1207.
Hoffman, P. F., Kaufman, A. J., Halverson, G. P., & Schrag, D. P. (1998). A Neoproterozoic snowball Earth. Science, 281(5381), 1342 bis 1346.
Hoffman, P. F., & Schrag, D. P. (2002). The snowball Earth hypothesis: Testing the limits of global change. Terra Nova, 14(3), 129 bis 155.
Kirschvink, J. L. (1992). Late Proterozoic low-latitude global glaciation: The snowball Earth. In J. W. Schopf & C. Klein (Hrsg.), The Proterozoic Biosphere (S. 51 bis 52). Cambridge University Press.
Macdonald, F. A., Schmitz, M. D., Crowley, J. L., et al. (2010). Calibrating the Cryogenian. Science, 327(5970), 1241 bis 1243.
Pierrehumbert, R. T., Abbot, D. S., Voigt, A., & Koll, D. (2011). Climate of the Neoproterozoic. Annual Review of Earth and Planetary Sciences, 39, 417 bis 460.
Rooney, A. D., Strauss, J. V., Brandon, A. D., & Macdonald, F. A. (2015). A Cryogenian chronology: Two long-lasting synchronous Neoproterozoic glaciations. Geology, 43(5), 459 bis 462.
Weitere Schlafreis…
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Pulsare - Leuchttürme der Raumzeit
12 mei 2026 · 29 min
In dieser Folge unserer Schlafreise durch das Universum begeben wir uns zu den geheimnisvollsten Uhren des Alls, den Pulsaren. Wir erfahren, wie diese rotierenden Neutronensterne aus den Überresten gewaltiger Supernova-Explosionen entstehen, warum sie auf engstem Raum unfassbare Massen vereinen und wie ihre starken Magnetfelder zusammen mit ihrer schnellen Rotation jene gebündelten Strahlen erzeugen, die wie kosmische Leuchttürme durch den Raum schwenken. Wir folgen der Geschichte ihrer Entdeckung durch Jocelyn Bell Burnell im Jahr 1967, lernen den berühmten Krebspulsar kennen und tauchen ein in die Welt der Millisekundenpulsare und Magnetare. Wir erfahren, wie Pulsare uns halfen, Gravitationswellen indirekt nachzuweisen, wie sie als kosmische Navigationssysteme dienen können und welche Rolle sie auf den Goldplatten der Voyager-Sonden spielen. Eine ruhige Reise zu den verlässlichsten Rhythmen des Universums, die uns zugleich daran erinnern, wie wertvoll der zerbrechliche Rhythmus unserer eigenen Welt ist. Lees meer
Quellen
Hewish, A., Bell, S. J., Pilkington, J. D. H., Scott, P. F., & Collins, R. A. (1968). Observation of a rapidly pulsating radio source. Nature, 217(5130), 709–713. https://doi.org/10.1038/217709a0
Lorimer, D. R., & Kramer, M. (2012). Handbook of pulsar astronomy. Cambridge University Press.
Agazie, G., Anumarlapudi, A., Archibald, A. M., Arzoumanian, Z., Baker, P. T., Bécsy, B., Blecha, L., Brazier, A., Brook, P. R., Burke-Spolaor, S., Burnette, R., Case, R., Charisi, M., Chatterjee, S., Chatziioannou, K., Cheeseboro, B. D., Chen, S., Cohen, T., Cordes, J. M., … NANOGrav Collaboration. (2023). The NANOGrav 15 yr data set: Evidence for a gravitational-wave background. The Astrophysical Journal Letters, 951(1), L8. https://doi.org/10.3847/2041-8213/acdac6
Weisberg, J. M., & Huang, Y. (2016). Relativistic measurements from timing the binary pulsar PSR B1913+16. The Astrophysical Journal, 829(1), 55. https://doi.org/10.3847/0004-637X/829/1/55
Miller, M. C…
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Kosmische Inflation – Der Moment, der alles vergrößerte
8 mei 2026 · 28 min
In dieser Folge der Schlafreise durch das Universum geht es um die kosmische Inflation, jene fast unfassbare Phase im allerersten Augenblick des Kosmos, in der sich der Raum in einem winzigen Bruchteil einer Sekunde um viele Größenordnungen ausdehnte. Ruhig und in fließenden Bildern wird erzählt, wie Alan Guth, Andrei Linde und weitere Forschende das Modell entwickelten, welche Rätsel des Urknalls die Inflation löst, was es mit dem Inflatonfeld auf sich hat und wie aus winzigen Quantenschwankungen die heutigen Galaxien hervorgegangen sind. Eingeordnet wird auch, was die Daten der Satelliten COBE, WMAP und Planck zeigen, warum primordiale Gravitationswellen so begehrt sind und wo die Theorie an ihre Grenzen stößt. Eine Folge zum Lauschen, Loslassen und Einschlafen, die ganz nebenbei daran erinnert, wie kostbar der eine Planet ist, von dem aus wir all das überhaupt denken können. Lees meer
QuellenGuth, A. H. (1981). Inflationary universe: A possible solution to the horizon and flatness problems. Physical Review D, 23(2), 347–356.Linde, A. D. (1982). A new inflationary universe scenario. Physics Letters B, 108(6), 389–393.Albrecht, A., & Steinhardt, P. J. (1982). Cosmology for grand unified theories with radiatively induced symmetry breaking. Physical Review Letters, 48(17), 1220–1223.Planck Collaboration. (2020). Planck 2018 results. VI. Cosmological parameters. Astronomy & Astrophysics, 641, A6.BICEP2 & Planck Collaborations. (2015). Joint analysis of BICEP2/Keck Array and Planck data. Physical Review Letters, 114, 101301.
Weitere Schlafreise Reihen:Schlafreise durch das Periodensystem der Elemente
Schlafreise durch die Natur
Schlafreise durch vergessene Welten
Schlafreise durch das Universum
Englische Reihen:Sleep Journey through Lost Worlds
Weitere Wissensreise Reihen:Wissensreise durch die Psychologie
Wissensreise durch die Länder der Erde
Wissensreise durch die Urzeit
Wissensreise durch die Geschichte
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Sternentod - Das letzte Leuchten großer Sonnen
7 mei 2026 · 24 min
Massereiche Sterne führen ein kurzes, aber intensives Leben. Während unsere Sonne rund zehn Milliarden Jahre stabil leuchtet, verbrennen Sterne mit zwanzig oder dreißig Sonnenmassen ihren Brennstoff in nur wenigen Millionen Jahren. In dieser Folge begleiten wir sie von ihrer Geburt in dichten Molekülwolken über die Phase als blaue Riesen und rote Überriesen wie Beteigeuze bis zu ihrem dramatischen Ende. Lees meer
Wir verfolgen, wie im Inneren dieser Giganten eine zwiebelartige Schalenstruktur entsteht, in der nacheinander Wasserstoff, Helium, Kohlenstoff, Neon, Sauerstoff und Silizium fusionieren, bis sich im Kern Eisen ansammelt. Mit Eisen endet die Energiegewinnung durch Kernfusion, der Kern kollabiert in Sekundenbruchteilen, und eine Supernova zerreißt den Stern. In wenigen Sekunden wird mehr Energie frei als unsere Sonne in ihrem gesamten Leben abstrahlt.
Wir sprechen über historische Beobachtungen wie die Supernova von 1054, die den heutigen Krebsnebel hinterließ, über Tycho Brahes Stern von 1572 und über SN 1987A, deren Neutrinosignal direkt vom Kernkollaps zeugte. Zurück bleiben Neutronensterne und Pulsare oder, bei den massereichsten Sternen, schwarze Löcher, wie sie das Event Horizon Telescope 2019 erstmals abbilden konnte. Schwere Elemente wie Gold und Platin entstehen unter anderem bei der Verschmelzung von Neutronensternen, was 2017 erstmals durch Gravitationswellen direkt nachgewiesen wurde.
Jedes Atom in deinem Körper, das schwerer als Wasserstoff ist, stammt aus einem Stern. Wir alle sind Sternenstaub und tragen Verantwortung für die einzige Welt, auf der dieser Staub zu Leben geworden ist.
Quellen und weiterführende Literatur
Burrows, A. & Vartanyan, D. (2021). Core-collapse supernova explosion theory. Nature, 589, 29–39.
Abbott, B. P. et al. (2017). Multi-messenger Observations of a Binary Neutron Star Merger. The Astrophysical Journal Letters, 848, L12.
Event Horizon Telescope Collaboration (2019). First M87 Event Horizon Telescope Results. The Astro…
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Entropie - Warum das Universum dem Chaos entgegentreibt
4 mei 2026 · 15 min
Warum zerbrechen Eier, aber setzen sich nie von selbst zusammen? Warum altert alles? Warum gibt es überhaupt Zeit? Die Antwort: Entropie – der unaufhaltsame Trend des Universums zu maximaler Unordnung. Lees meer
Highlights:
📊 S = k log W – Boltzmanns legendäre Formel (auf seinem Grabstein)
🎲 Zweiter Hauptsatz – Entropie nimmt immer zu, nie ab
⏰ Der Zeitpfeil – Entropie definiert die Richtung der Zeit
💾 Information = Entropie – Daten löschen erzeugt Wärme
🌌 Frühe Universum – Wahrscheinlichkeit 1:10^(10^123) für niedrige Startentropie
⚫ Schwarze Löcher – Entropiereichste Objekte (10^54 J/K)
🌡️ Wärmetod – Nach 10^100 Jahren: maximale Entropie, kein Leben
🌊 Leben surft die Entropiewelle – Ordnung schaffen, Chaos erzeugen
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Uranus – Der liegende Eisriese am Rand unseres Sonnensystems
1 mei 2026 · 17 min
Der Planet Uranus – Entdeckungsgeschichte, innere Struktur, Atmosphäre, Magnetfeld, Ringsystem, Monde und aktuelle Forschungspläne. Lees meer
Behandelte Inhalte
Entdeckung durch Wilhelm Herschel am 13. März 1781
Namensgebung durch Johann Elert Bode
Klassifikation als Eisriese im Unterschied zu den Gasriesen Jupiter und Saturn
Atmosphärische Zusammensetzung (Wasserstoff, Helium, Methan, Ammoniak, Wasserstoffsulfid)
Wolkenstruktur und Wetterphänomene (Winde, dunkle Stürme, polare Haube)
Achsneigung von etwa 98 Grad und extreme Jahreszeiten
Rotationsperiode von rund 17 Stunden und 14 Minuten
Innerer Aufbau mit Gesteinskern, supraionischem Eismantel und Diamantregen
Hochdruckexperimente am SLAC National Accelerator Laboratory
Asymmetrisches, versetztes und stark geneigtes Magnetfeld
Entdeckung der Ringe im Jahr 1977 und heutige Kenntnis von 13 Ringen
Monde nach Figuren von Shakespeare und Alexander Pope, Verona Rupes auf Miranda
Voyager-2-Vorbeiflug am 24. Januar 1986
Empfehlung einer Uranus-Mission durch den Planetary Science Decadal Survey 2022
Ausgewählte Literatur und weiterführende Quellen
Herschel, W. (1781). Account of a Comet. Philosophical Transactions of the Royal Society of London, 71, 492–501.
Stone, E. C., & Miner, E. D. (1986). The Voyager 2 Encounter with the Uranian System. Science, 233(4759), 39–43.
Elliot, J. L., Dunham, E., & Mink, D. (1977). The rings of Uranus. Nature, 267(5609), 328–330.
Ness, N. F., Acuña, M. H., Behannon, K. W., et al. (1986). Magnetic Fields at Uranus. Science, 233(4759), 85–89.
Kraus, D., Vorberger, J., Pak, A., et al. (2017). Formation of diamonds in laser-compressed hydrocarbons at planetary interior conditions. Nature Astronomy, 1, 606–611.
Millot, M., Coppari, F., Rygg, J. R., et al. (2019). Nanosecond X-ray diffraction of shock-compressed superionic water ice. Nature, 569(7755), 251–255.
Kegerreis, J. A., Teodoro, L. F. A., Eke, V. R., et al. (2018). Consequences of Giant Impacts on Early Uranus for Rotation,…
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Was kommt nach uns? Was die Urzeit über das nächste große Aussterben lehrt
27 april 2026 · 21 min
Wissensreise durch die Urzeit Lees meer
Heute stellen wir eine Frage, die unbequemer ist als die meisten, die wir in diesem Podcast gestellt haben. Keine Frage über längst vergangene Kreaturen, keine Reise in eine Welt, die so weit entfernt ist, dass sie uns nicht mehr betrifft. Heute fragen wir: Was kommt nach uns?
Es ist eine Frage, die die Urzeit mit der Gegenwart verbindet. Eine Frage, bei der die Fossilien nicht stumm sind, sondern laut sprechen – wenn wir bereit sind zu hören. Die Erde hat in ihrer Geschichte bereits fünf Massenaussterben erlebt. Fünf Momente, in denen die Vielfalt des Lebens innerhalb erdgeschichtlich kurzer Zeiträume dramatisch zusammenbrach. Und viele Forscher:innen sind heute überzeugt, dass wir mitten im sechsten stehen.
Was hat die Vergangenheit darüber zu sagen? Was können wir aus den großen Auslöschungen der Erdgeschichte lernen – über Ursachen, Abläufe, Überlebende und das, was danach kam? Und was bedeutet das für die Welt, die nach uns kommen wird?
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Die merkwürdigsten Exoplaneten – Diamantregen, Glasstürme und Lava-Ozeane
23 april 2026 · 18 min
Die seltsamsten, extremsten und faszinierendsten Exoplaneten, ihre atmosphärischen und geologischen Besonderheiten sowie die Einordnung ihrer Entdeckungsgeschichte. Lees meer
Behandelte Welten und Phänomene
Die ersten Exoplanetenfunde (PSR B1257+12, 1992; 51 Pegasi b, 1995)
Nobelpreis für Physik 2019 (Michel Mayor, Didier Queloz)
HD 189733 b – Glasregen und Überschallwinde in einem blauen Gasriesen
55 Cancri e – Super-Erde mit möglichem Lava-Ozean und umstrittener Diamantvermutung
Diamantregen im Inneren von Eisriesen (Neptun, Uranus, GJ 436 b), Laserexperimente am SLAC National Accelerator Laboratory
K2-141 b – Lava-Welt mit Gesteinsregen und mineralischem Kreislauf (Nguyen, Cowan et al., 2020)
WASP-76 b – Eisenregen auf der Nachtseite (Ehrenreich et al., Universität Genf, 2020)
HAT-P-7 b – Wolken aus Korund
WASP-12 b – Gasriese, der von seinem Stern verdampft wird
TRAPPIST-1-System – sieben Gesteinsplaneten in Resonanz
OGLE-2005-BLG-390L b – kalte Gesteinswelt, entdeckt durch Mikrogravitationslinsen
Freifliegende Planeten und Paare im Orionnebel (James-Webb- und Euclid-Beobachtungen)
Ausgewählte Literatur und weiterführende Quellen
Wolszczan, A., & Frail, D. A. (1992). A planetary system around the millisecond pulsar PSR1257+12. Nature, 355(6356), 145–147.
Mayor, M., & Queloz, D. (1995). A Jupiter-mass companion to a solar-type star. Nature, 378(6555), 355–359.
Evans, T. M., Pont, F., Sing, D. K., Aigrain, S., Barstow, J. K., Désert, J.-M., et al. (2013). The Deep Blue Color of HD189733b. The Astrophysical Journal Letters, 772(2), L16.
Madhusudhan, N., Lee, K. K. M., & Mousis, O. (2012). A Possible Carbon-rich Interior in Super-Earth 55 Cancri e. The Astrophysical Journal Letters, 759(2), L40.
Kraus, D., Vorberger, J., Pak, A., et al. (2017). Formation of diamonds in laser-compressed hydrocarbons at planetary interior conditions. Nature Astronomy, 1, 606–611.
Nguyen, T. G., Cowan, N. B., Banerjee, A., & Moores, J. E. (2020). Modelling the atmosphere of …
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Quantenverschränkung – Wenn zwei Teilchen dasselbe Schicksal teilen
19 april 2026 · 18 min
Quantenverschränkung, ihre Entdeckungsgeschichte, ihre experimentelle Bestätigung und ihre Bedeutung für moderne Quantentechnologien sowie die Kosmologie. Lees meer
Behandelte Konzepte
Superposition und Wellenfunktion
Spontane parametrische Abwärtskonversion in nichtlinearen Kristallen
Das EPR-Paradoxon (Einstein, Podolsky, Rosen, 1935)
Bellsche Ungleichung (John Stewart Bell, 1964)
Aspect-Experimente zur Verletzung der Bellschen Ungleichung (1981–1982)
Satellitenbasierte Verschränkungsverteilung (Micius-Mission, Jian-Wei Pan et al., 2017)
Nobelpreis für Physik 2022 (Aspect, Clauser, Zeilinger)
Quantencomputer und Qubits (Google Sycamore, 2019)
Quantenkryptografie und Quantenschlüsselaustausch
Quantenmetrologie und optische Atomuhren (Gruppe um Jun Ye)
ER=EPR-Vermutung (Maldacena, Susskind, 2013)
Quantenbiologie (Fotosynthese, Magnetorezeption im Vogelauge)
Ausgewählte Literatur und weiterführende Quellen
Einstein, A., Podolsky, B., & Rosen, N. (1935). Can Quantum-Mechanical Description of Physical Reality Be Considered Complete? Physical Review, 47(10), 777–780.
Bell, J. S. (1964). On the Einstein Podolsky Rosen Paradox. Physics Physique Физика, 1(3), 195–200.
Aspect, A., Dalibard, J., & Roger, G. (1982). Experimental Test of Bell's Inequalities Using Time-Varying Analyzers. Physical Review Letters, 49(25), 1804–1807.
Yin, J., Cao, Y., Li, Y.-H., Liao, S.-K., Zhang, L., Ren, J.-G., et al. (2017). Satellite-based entanglement distribution over 1200 kilometers. Science, 356(6343), 1140–1144.
Arute, F., Arya, K., Babbush, R., Bacon, D., Bardin, J. C., Barends, R., et al. (2019). Quantum supremacy using a programmable superconducting processor. Nature, 574(7779), 505–510.
Maldacena, J., & Susskind, L. (2013). Cool horizons for entangled black holes. Fortschritte der Physik, 61(9), 781–811.
The Nobel Prize in Physics 2022. NobelPrize.org. Nobel Prize Outreach.
Zeilinger, A. (2005). Einsteins Spuk. Teleportation und weitere Mysterien der Quantenphysik. Berte…
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Unsere Sonne – Das Herz des Sonnensystems und seine verborgene Gewalt
15 april 2026 · 19 min
Heute reisen wir nicht Milliarden von Lichtjahren fort, nicht zu fernen Quasaren oder rätselhaften Schwarzen Löchern am anderen Ende des beobachtbaren Kosmos. Heute bleiben wir nah. Wir reisen zu dem Stern, der unser Leben trägt, der unsere Tage erhellt und unsere Nächte wärmt, der seit 4,6 Milliarden Jahren brennt und noch einmal so lange brennen wird. Wir reisen zu unserer Sonne. Mach es dir bequem. Lass deine Gedanken zur Ruhe kommen. Spür, wie sich dein Körper in seine Unterlage sinkt, schwer und ruhig. Und lass dich mitnehmen – zu dem Feuerball, ohne den wir nicht wären. Lees meer
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Das massivste Schwarze Loch – TON 618 und seine Superlative
11 april 2026 · 17 min
In dieser Folge reisen wir 10,4 Milliarden Lichtjahre ins frühe Universum – zu TON 618, dem bekanntesten Kandidaten für das massivste bekannte Schwarze Loch. Mit einer Masse von 66 Milliarden Sonnenmassen und einer Leuchtkraft, die 140 Billionen Sonnen überstrahlt, ist TON 618 ein Objekt der absoluten kosmischen Extreme. Wir erklären, was ein Quasar ist, wie Wissenschaftler*innen die Masse eines so weit entfernten Schwarzen Lochs messen, was der Ereignishorizont bedeutet – und was diese unfassbaren Dimensionen über unseren eigenen Platz im Universum sagen. Lees meer
Themen dieser Folge
Was ist TON 618 und wo liegt es?
Quasare und Akkretionsscheiben
Reverberation Mapping – wie man die Masse misst
Der Ereignishorizont und die allgemeine Relativitätstheorie
Wachstum supermassereicher Schwarzer Löcher im frühen Universum
Wir und das Universum – Verantwortung für die Erde
Quellen
Shemmer, O. et al. (2004): Probing the Massive Black Hole in TON 618 with Reverberation Mapping. The Astrophysical Journal.
Peterson, B. M. (1993): Reverberation Mapping of Active Galactic Nuclei. Publications of the Astronomical Society of the Pacific, 105, 247.
Event Horizon Telescope Collaboration (2019): First M87 Event Horizon Telescope Results. The Astrophysical Journal Letters, 875, L1.
NASA/IPAC Extragalactic Database (NED): TON 618 – ned.ipac.caltech.edu
Einstein, A. (1915): Die Feldgleichungen der Gravitation. Sitzungsberichte der Preußischen Akademie der Wissenschaften.
Hawking, S. W. (1975): Particle Creation by Black Holes. Communications in Mathematical Physics, 43, 199–220.
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Die Grenzen der Physik - Was können wir nie wissen?
7 april 2026 · 14 min
Heute nehmen wir dich mit auf eine philosophische Reise zu den Grenzen unseres Wissens. Nicht die Grenzen, die wir mit besserer Technologie überwinden könnten, sondern die fundamentalen Grenzen, die in der Natur der Realität selbst verankert sind. Grenzen, die uns sagen: Bis hierher und nicht weiter. Wir erforschen die Fragen, die möglicherweise für immer unbeantwortet bleiben werden. Lees meer