Alle afleveringen
2.000 afleveringen, van nieuw naar oud
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Spezial: Unter Assad im Gefängnis, heute im Parlament
6 december 2025 · 23 min
Über 50 Jahre hatten Baschar al-Assad und sein Vater über Syrien
geherrscht, die Bevölkerung verfolgt, inhaftiert und gefoltert. Als 2011
Menschen dagegen auf die Straße gehen, lässt Assad die Proteste brutal
niederschlagen. Noor Arabou ist damals erst 18 Jahre alt. Sie versorgt
verletzte Demonstranten, wird inhaftiert und gefoltert. Nachdem sie
freikommt, baut sie ein Krankenhaus auf, dokumentiert die Verbrechen des
Regimes und flieht schließlich ins Exil. Lees meerUnd dann kommt der 8. Dezember 2024: Assad wird gestürzt. Oppositionelle
Gruppen, angeführt von Hajat Tahrir al-Scham (HTS), übernehmen die
Macht, der Anführer der HTS, Ahmed al-Scharaa, wird
Übergangspräsident.Und Noor Arabou? Sie kehrt nach Syrien zurück, um ihr Land
mitzugestalten. Arabou kandidiert für das neue Parlament und wird
gewählt. Unsere Reporterin Andrea Backhaus hat sie in den Wochen nach
der Wahl in Hama getroffen. Arabou erzählt, wie sich Syrien nach Assads
Sturz entwickelt hat. Sie berichtet, vor welchen Herausforderungen die
Gesellschaft steht. Und wie optimistisch sie ist, dass Syrien eine
Demokratie werden kann.Moderation: Helena Schmidt
Reporterin: Andrea Backhaus
Sprecherin und Übersetzung: Alicia Kleer
Redaktion: Bastian Berbner
Produktion: Helena Schmidt, Markus Gläser
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https://www.youtube.com/watch?v=JcXP2xMk5oA
https://www.youtube.com/watch?v=3h2LaiQQLnQ
https://www.youtube.com/watch?v=vtGswyr3OwQ
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https://www.nbcnews.com/video/the-protests-in-daraa-that-sparked-syria-s-10-year-civil-war-108742725698
https://www.youtube.com/watch?v=0dBacx_wz8g
https://www.youtube.com/watch?v=yx5Wi-ExHS0
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Wie viel Kritik kann er? Friedrich Merz' Antrittsbesuch in Israel
6 december 2025 · 12 min
Bundeskanzler Friedrich Merz reist am Wochenende nach Israel und wird
auch Ministerpräsident Benjamin Netanjahu treffen. Es ist sein erster
Staatsbesuch in dem Land und dürfte nicht der einfachste werden. Denn
Israels Regierung wird für die Kriegsführung im Gazastreifen, die Gewalt
der Siedler im Westjordanland und die Kritik an der ARD-Journalistin
Sophie von der Tann stark kritisiert. Wird Merz Netanjahu auch
persönlich kritisieren? Und was bezweckt er mit seiner Reise? Diese und
weitere Fragen beantwortet Jörg Lau, außenpolitischer Korrespondent der
ZEIT. Lees meerGegen Jahresende teilen tausende Menschen in Deutschland ihr Spotify
Wrapped. Das Unternehmen zeigt damit ganz offen, dass es die Daten
der User sammelt, über die Hörgewohnheiten hinaus. Trotzdem scheint das
niemanden zu stören, stattdessen teilen alle freudig die Spotify-Aktion
auf Social Media. Wie sich Spotifys Datenhunger entwickelte und wieso
das Unternehmen damit Datensammeln cool gemacht hat, weiß Eike Kühl,
Autor für Digitalthemen der ZEIT.Und sonst so? Besoffener Waschbär randaliert in Spirituosen-Laden
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Redaktion: Hannah Grünewald
Mitarbeit: Matthias Peer und Benjamin Probst
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.Weitere Links zur Folge:
Israels Botschafter: "Versteht ihr nicht, was wir tun?"
Siedlergewalt im Westjordanland: Früchte des Zorns
Spotify Wrapped: Du hast in diesem Jahr 846 Stunden Daten geteilt
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Update: Friedrich Merz hat viel gewagt – und vorerst viel gewonnen
5 december 2025 · 11 min
Der Bundestag hat heute das Rentenpaket der Großen Koalition mit 318
Ja-Stimmen beschlossen. Der Kern des Gesetzes: Das Rentenniveau bleibt
bis 2031 bei 48 Prozent. Das heißt: Wer 45 Jahre lang gearbeitet hat,
bekommt als Rente 48 Prozent des aktuellen Durchschnittslohns. Nach 2031
soll dieser Wert zwar langsam sinken, aber weiterhin etwa einen
Prozentpunkt höher liegen als nach bisherigem Recht. Genau das sorgte im
Vorfeld für Streit: Die junge Gruppe der Unionsfraktion kritisierte den
Entwurf wegen hoher Zusatzkosten ab 2031 – vor allem zulasten der
jüngeren Generation. Zwar war nach der Ankündigung der Linkspartei, sich
zu enthalten, klar, dass das Gesetz durchgehen würde. Doch es war
unsicher, wie viele Abgeordnete aus Friedrich Merz' eigener Partei
dagegen stimmen würden. Damit stand der Koalitionsfriede mit zur
Abstimmung, und Merz selbst erhöhte die Spannung, indem er eine
Kanzlermehrheit für das Vorhaben einforderte. Die bekam er. Warum das
Abstimmungsergebnis eindeutiger als erwartet war, ob das auch für
Unionsfraktionschef Jens Spahn ein Sieg war, und warum sich die Linken
mit den Grünen gezofft haben, das erklärt ZEIT-Politikredakteur
Ferdinand Otto. Lees meerIn zahlreichen Städten in Deutschland haben heute Tausende Schülerinnen
und Schüler gegen die geplante Wehrpflicht protestiert. Anlass war eine
weitere Bundestagsabstimmung: Am Vormittag wurde das Gesetz zur
Modernisierung des Wehrdienstes verabschiedet. Es sieht vor, dass ab
2026 alle 18-jährigen Männer verpflichtend gemustert werden und zuvor
einen Fragebogen zur Dienstbereitschaft ausfüllen müssen. Frauen können
freiwillig teilnehmen. Finden sich nicht genug Freiwillige für die
Bundeswehr, könnte der Bundestag künftig eine Bedarfswehrpflicht
beschließen. Die Schulstreiks, die während der Unterrichtszeit
stattgefunden haben, wurden unter anderem von Friedensinitiativen, der
Bildungsgewerkschaft GEW sowie der Linken und dem BSW
unterstützt. Alexander Holl aus dem ZEIT-Hochkant-Ressort war heute bei
einer d… -
Ein düsterer Tag für junge Menschen?
5 december 2025 · 12 min
Am Freitag stimmt der Bundestag in zwei Bereichen ab, die besonders
junge Menschen betreffen: Rentenpaket und Reform des Wehrdienstes. Beide
Themen sind sehr umstritten. Beim Rentenpaket ist weiterhin offen, ob
sich eine Mehrheit findet. Beim Wehrdienst gilt die Zustimmung dagegen
als sicher. Vorgesehen ist eine verpflichtende Musterung ganzer
Jahrgänge junger Männer ab 2026, ein Fragebogen auch für Frauen und ein
Modell, bei dem der Bundestag im Notfall eine Bedarfswehrpflicht
auslösen kann. Wegen der morgigen Abstimmung haben Jugendorganisationen
bundesweit zu Schulstreiks und Protesten aufgerufen. Im Podcast erklärt
Michael Schlieben, Politikkorrespondent der ZEIT, welche Sorgen junge
Menschen mit beiden Vorhaben verbinden und warum ihre Interessen
politisch oft weniger Gewicht haben. Lees meerNirgendwo in Europa kommt so viel Kokain an wie in Belgien. Besonders in
Antwerpen ist die Lage dramatisch: Eine Antwerpener
Untersuchungsrichterin warnte zuletzt in einem anonymen Schreiben, das
Land werde zunehmend von mafiösen Strukturen unterwandert; Ermittler
seien überlastet, Justizbeamte stünden unter Polizeischutz. Auch auf den
Straßen zeigt sich die Gewalt: Gab es 2023 noch etwa 300 Vorfälle von
Waffengewalt im Land, sind es 2025 schon jetzt mehr als 500, viele davon
im Umfeld des Drogenhandels. Alexander Kauschanski aus dem Auslandsteam
der ZEIT hat mit Dealern, ehemals Abhängigen und Polizisten gesprochen.
Bei Was jetzt? erzählt er, wieso Belgien zum Drogen-Hotspot geworden ist
und was die Behörden noch dagegen tun können.Und sonst so? Musikhören gegen das Vergessen.
Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger
Redaktion: Rita Lauter
Mitarbeit: Kai Schnier und Maximilian Renzikowski
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Junge Generation: Das Ende der Generationengerechtigkeit
Rentenstreit: Finale im Rentenstreit – Hoffen auf Mehrheit
Einsatzbereitschaft der Bundeswehr: Zu friedlich?
Belgischer Justizmi…
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Update: Was die neuen EU-Regeln für Gentechnik bedeuten
4 december 2025 · 11 min
Lebensmittel aus bestimmten gentechnisch veränderten Pflanzen sollen in
der EU künftig ohne Kennzeichnung verkauft werden dürfen. Darauf haben
sich Unterhändler der 27 Mitgliedsstaaten und des Europaparlaments
geeinigt. Die Reform muss noch offiziell vom Parlament und den
Regierungen bestätigt werden. Die Pläne betreffen Verfahren, bei denen
das Erbgut nur verändert, aber keine fremden Gene von außerhalb
hinzugefügt werden. Ziel ist laut den Befürwortern, dass neue,
widerstandsfähigere Pflanzensorten schneller auf den Markt kommen – etwa
solche, die besser mit Trockenheit umgehen können und weniger Dünger
benötigen. Kritiker bemängeln jedoch, dass Verbraucher künftig nicht
mehr erkennen können, ob ein Produkt gentechnisch verändert wurde.
Streit gibt es zudem über die Patentierbarkeit der neuen Verfahren: Sie
könnte große Agrarkonzerne bevorzugen, warnte unter anderem Deutschland.
Was die Reform für Vorteile und Risiken birgt, erklärt Andreas Sentker
aus dem ZEIT-Wissensressort. Lees meerDie frühere EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini ist als Rektorin des
College of Europe zurückgetreten. Die Elitehochschule im belgischen
Brügge gilt als Kaderschmiede für angehende Diplomaten und EU-Beamte.
Gegen sie und zwei weitere Personen laufen Verfahren wegen mutmaßlichen
Betrugs, Korruption, Interessenkonflikten und der Verletzung von
Berufsgeheimnissen. Die Uni soll EU-Fördergelder für ein
Diplomaten-Ausbildungsprogramm erhalten haben, Mogherini soll sich dabei
unzulässigerweise mit der zuständigen EU-Behörde abgestimmt haben.
Mogherini weist die Vorwürfe zurück.Außerdem im Update: Der Bundestag hat ein Paket
mit Steuererleichterungen für Gastronomen, Pendler und Menschen im
Ehrenamt beschlossen. In Kraft treten kann es jedoch erst, wenn der
Bundesrat am 19. Dezember zustimmt – bislang gibt es aus den Ländern
Widerstand.Und sonst so? Barbarazweige für Blütenpracht am Weihnachtsfest.
Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Rita Lauter
Mitarbeit: Maximilian Renzi…
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BSW kämpft um 0,019 Prozent
4 december 2025 · 13 min
Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) ist bei der Bundestagswahl im
Februar 2025 mit 4,981 Prozent knapp an der Fünfprozenthürde
gescheitert. Es fehlen 9.529 Stimmen, weshalb die Partei eine
Neuauszählung beantragt hat. Nun befasst sich der Wahlprüfungsausschuss
des Bundestages mit dem Einspruch des BSW. Für eine Neuauszählung wäre
ein mandatsrelevanter Wahlfehler erforderlich. Experten halten die
Erfolgschancen einer erneuten Überprüfung der Stimmen für sehr gering.
Was eine Änderung des Ergebnisses für Auswirkungen auf die
Mehrheitsverhältnisse im Bundestag hätte, erläutert Lisa Caspari,
Politikredakteurin der ZEIT. Lees meerZum ersten Mal seit mehr als 27 Jahren reist ein deutscher
Bundespräsident zu einem Staatsbesuch nach Großbritannien. Frank-Walter
Steinmeier trifft König Charles III. und Queen Camilla. Patrik Schwarz
ist geschäftsführender Redakteur der ZEIT. Im Podcast ordnet er ein, was
den Besuch in Großbritannien eigentlich so besonders macht und warum die
Faszination der Royals trotz des Skandals um die Epstein-Affäre
weiterbesteht.Und sonst so? Post mit Herz gegen Einsamkeit
Moderation und Produktion: Hannah Grünewald
Redaktion: Ole Pflüger
Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Celine Yasemin Rolle
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
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Bündnis Sahra Wagenknecht: "Wir sind eine ganz normale Partei geworden.
Und sogar noch schlimmer als die anderen"Bundestagswahl 2025: Alle Ergebnisse aus den Wahlkreisen
Bündnis Sahra Wagenknecht: Die 0,019-Prozent-Frage
Wahlprüfungsausschuss: Gutachten sieht keinen Anspruch auf Neuauszählung
der BundestagswahlAuszählpanne?: Verwechslung? Wahlleiter sollen bei BSW-Stimmen gut
hinsehenBündnis Sahra Wagenknecht: Wie sich das BSW in den Bundestag klagen will
Britische Royals: Stets zu Diensten
Britisches Königshaus: Das andere Märchen: Charles und Camilla 20 Jahre
verheiratet… -
Update: Muss die Linkspartei Friedrich Merz wieder retten?
3 december 2025 · 10 min
Noch immer ist unklar, wie viele Abgeordnete der Union am Freitag im
Bundestag gegen das Rentenpaket stimmen werden. Nun ist es aber
wahrscheinlicher geworden, dass eine einfache Mehrheit zustande kommt.
Denn die Linkspartei hat angekündigt, sich bei der Abstimmung enthalten
zu wollen. Damit reichen der Koalition weniger Stimmen, als wenn sie
dagegen gestimmt hätte. Die Enthaltung der Linken könnte also der
entscheidende Faktor werden – wie schon bei der Wahl von Friedrich Merz
zum Bundeskanzler. Heute hatte die Regierungskoalition aus Union und SPD
einen Entschließungsantrag zurückgezogen, der mit dem Paket zur
Abstimmung gebracht werden sollte. Worum es darin genau ging und warum
die Mehrheiten so wacklig sind erklärt ZEIT-Politikredakteurin Mariam
Lau. Lees meerDie unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen
Kindesmissbrauchs hat eine neue Studie veröffentlicht. Zwischen 1949 und
2010 wertete sie 133 Berichte von Betroffenen aus, die sexualisierte
Gewalt in der Schule erlebt hatten. Ziel der Untersuchung ist es,
Strukturen zu identifizieren, die Missbrauch ermöglichen und vertuschen.
Die Studie zeigt, dass den Betroffenen nur selten Hilfe zuteilwurde und
es oft Mitwissende gab, die die Übergriffe ignorierten. Die Kommission
empfiehlt daher, Kinderschutz fest in die Aus- und Weiterbildung von
Lehrkräften zu integrieren und unabhängige Beschwerdestellen
einzurichten, um Vorfälle besser aufzuarbeiten.Außerdem im Update: Deutschland rüstet seine Raketenabwehr mit
dem israelisch-amerikanischen System Arrow auf. Das System kann
ballistische Raketen aus bis zu 2.400 Kilometern Entfernung und bis zu
100 Kilometern Höhe abfangen. Damit sollen nicht nur Deutschland,
sondern auch benachbarte EU-Staaten geschützt werden. Die Kosten
belaufen sich auf rund vier Milliarden Euro, finanziert aus dem
Sondervermögen der Bundeswehr.Und sonst so? Mit Hühnchen gegen den Klimawandel
Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger
Redaktion: Ole Pflüger
Mitarbeit: Celine Yasemin Rol…
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Wieso will Belgien die russischen Milliarden nicht freigeben?
3 december 2025 · 14 min
Mehr als 200 Milliarden Euro der russischen Staatsbank liegen auf
europäischen Konten, wegen des Angriffskriegs gegen die Ukraine ist
dieses Geld bis auf Weiteres eingefroren. Russland kommt also nicht an
die Milliarden ran. Jetzt steht die Ukraine kurz vor der
Zahlungsunfähigkeit, und einige EU-Staatschefs, allen voran
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), fordern, 140 Milliarden Euro dieses
russischen Geldes an die Ukraine zu geben. Aber geht das überhaupt?
Belgien jedenfalls ist dagegen und will dem Vorhaben der EU-Kommission
nicht zustimmen. Wieso das Land die Pläne der EU blockiert, weiß Ulrich
Ladurner, Auslandskorrespondent der ZEIT in Brüssel. Lees meerDem Iran geht das Wasser aus. Vor allem in der Hauptstadt Teheran sind
die Reserven nahezu aufgebraucht. Wenn es nicht bald regnet, könnten 15
Millionen Menschen ohne gesicherte Wasserversorgung sein. Präsident
Massud Peseschkian hat bereits gesagt, die Stadt müsse eventuell
evakuiert werden – was bei einer Bevölkerung dieser Größe gar nicht
machbar wäre. Ein Grund für die Wasserkrise ist der ausgebliebene
Herbstregen, dazu kommt aber auch eine jahrelange Misswirtschaft und
strukturelle Probleme. Ein Teil des Trinkwassers versickert in undichten
Rohren, der Großteil fließt seit Jahrzehnten in die Landwirtschaft.
Natürliche Flussläufe wurden für die Landwirtschaft verändert, und im
ganzen Land wurden zahlreiche Staudämme gebaut. Wie sich die Situation
in Teheran entwickelt hat und was die iranische Regierung jetzt tun
kann, beantwortet Omid Rezaee. Er schreibt für die ZEIT über den Iran.Und sonst so? "Rage bait" ist das britische Wort des Jahres.
Moderation und Produktion: Simone Gaul
Redaktion: Hannah Grünewald und Ole Pflüger
Mitarbeit: Sophia Boddenberg und Benjamin Probst
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EU-Gip…
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Update: "Tötet sie alle" – Begehen die USA in der Karibik Kriegsverbrechen?
2 december 2025 · 11 min
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth gerät unter Druck, nachdem ihm ein
Bericht der Washington Post vorwirft, im September den Befehl zur Tötung
aller Besatzungsmitglieder eines mutmaßlichen Drogenbootes in der
Karibik gegeben zu haben. Bei dem Einsatz starben elf Menschen, wobei
zwei Überlebende gezielt bei einem zweiten Angriff getötet worden sein
sollen. Der Vorfall ist Teil einer Reihe von Angriffen des US-Militärs
im angeblichen Kampf gegen Drogen und vor allem im sich zuspitzenden
Konflikt mit Venezuela. Begehen die USA hier etwa Kriegsverbrechen? Anna
Sauerbrey, außenpolitische Koordinatorin der ZEIT, ordnet den Vorfall
ein und was er für die Zukunft von Hegseth bedeutet. Lees meerDie aktuelle EU-Richtlinie sieht vor, dass Neuwagen von 2035 an kein CO₂
mehr ausstoßen dürfen, damit die EU ihre Klimaziele einhalten kann. Nun
hat die EU-Kommission auf einen Brief von Friedrich Merz reagiert, in
dem er darum bat, das Verbrenner-Aus noch mal zu prüfen, sprich: zu
verschieben. Denn der Bundeskanzler fordert, besonders "hocheffiziente
Verbrenner" und Hybride weiterhin zuzulassen. EU-Verkehrskommissar
Apostolos Tzitzikostas fand den Brief gut und sagte, die Kommission
werde alle technologischen Entwicklungen berücksichtigen, einschließlich
emissionsarmer Kraftstoffe und fortgeschrittener Biokraftstoffe. Ob die
EU-Kommission also auf Deutschlands Wunsch reagiert und das geplante
Verbrenner-Aus damit teilweise aushebelt, und was eigentlich ein
hocheffizienter Verbrenner ist oder nicht ist, weiß Fabian Franke,
Redakteur im Wirtschaftsressort der ZEIT.Außerdem im "Was jetzt?"-Update: Das Ozonloch über der Antarktis hat
sich in diesem Jahr früher als sonst wieder geschlossen.Und sonst so? Einmal den Po schön locker lassen und dann damit tief Luft
holen.Moderation und Produktion: Fabian Scheler
Redaktion: Ole Pflüger
Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle
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Friedenspläne mit Russland: Zum Scheitern verurteilt?
2 december 2025 · 13 min
Russlands Präsident Wladimir Putin empfängt am Dienstag den
US-Sondergesandten Steve Witkoff in Moskau. Bei dem Treffen geht es um
einen möglichen Frieden zwischen Russland und der Ukraine. Schwierige
Themen dürften unter anderem mögliche Sicherheitsgarantien für die
Ukraine, die Abgabe von Land und die Frage nach einem möglichen
Nato-Beitritt des Landes werden. Sind die Hoffnungen auf einen
Waffenstillstand berechtigt? Und was wird die Ukraine für diesen Frieden
zahlen müssen? Diese und weitere Fragen beantwortet Simone Brunner,
Redakteurin für Osteuropa im Österreichbüro der ZEIT. Lees meerNach schätzungsweise 600.000 gestohlenen Kunstwerken in der NS-Zeit ist
bis heute ein bedeutender Teil nicht wieder an die eigentlichen Besitzer
zurückgegeben worden. Bisher war in solchen Streitfällen vor allem die
Beratende Kommission NS-Raubgut zuständig – allerdings wenig
erfolgreich. Nun hat die Bundesregierung ein neues Schiedsgericht
eingesetzt. Was an dem neuen Schiedsgericht anders ist und wieso es
immer noch kein Gesetz für die Rückgabe von geraubten Kunstwerken gibt,
weiß Tobias Timm. Er ist Redakteur im Feuilleton der ZEIT.Und sonst so? Wie man ganz einfach ein Weihnachtsgedicht lernt.
Moderation und Produktion: Constanze Kainz
Redaktion: Hannah Grünewald und Simone Gaul
Mitarbeit: Sophia Boddenberg und Benjamin Probst
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Minsker Abkommen: Wenn Putins Frieden eine Falle ist
NS-Raubkunst: Jäger der verlorenen Schätze
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Update: War der Polizeieinsatz in Gießen verhältnismäßig?
1 december 2025 · 12 min
Hat die Polizei bei den Protesten gegen die Gründung einer neuen
AfD-Jugendorganisation in Gießen unverhältnismäßige Gewalt angewendet?
Nein, sagt der hessische Innenminister Roman Poseck (CDU): Die Polizei
habe bürgerkriegsähnliche Zustände verhindert und das Recht der AfD auf
Versammlungsfreiheit geschützt. Das Bündnis Widersetzen, das die
Proteste am vergangenen Samstag organisiert hat, hatte sich zum Ziel
gesetzt, die AfD-Versammlung zu verhindern. Mitglieder des Bündnisses
berichteten von teils "massiver Polizeigewalt". Auch der Marburger
Rechtsanwalt Jannik Rienhoff kritisierte die Arbeit der Polizei. Er war
in Gießen und vertritt einige der in Gewahrsam genommenen
Demonstrierenden. Lees meerDer Verband der Familienunternehmer hat die Aufhebung des Kontaktverbots
zur AfD zurückgezogen. Das hat die Präsidentin des Verbandes,
Marie-Christine Ostermann, am Sonntagabend verkündet. Vor mehr als einer
Woche hatte sie das noch anders gesehen. Nach heftiger Kritik aus
Parteien, Zivilgesellschaft und Teilen der Wirtschaft traten unter
anderem die Unternehmen Rossmann, Vorwerk und Fritz-Kola aus dem Verband
aus. Das hat gewirkt. Künftig will der Verband "andere Wege der
Auseinandersetzung" mit der AfD finden. Warum dieser Sinneswandel und ob
das alles nur ein Test war, das weiß Jens Tönnesmann,
Wirtschaftsredakteur der ZEIT.Im Rentenstreit hält die junge Gruppe an Unions-Abgeordneten das
Gesetzespaket weiterhin für "nicht zustimmungsfähig". "Dabei bleibt es",
steht in einem Positionspapier, das der ZEIT vorliegt. Allerdings müsse
jeder Abgeordnete der staatspolitischen Verantwortung nachkommen und
zwischen dem Koalitionsfrieden und der finanziellen Stabilität abwägen.
Damit bekräftigt die Gruppe trotz Druck aus der Fraktionsführung
einerseits ihre Ablehnung des Gesetzespakets, öffnet ihren Mitgliedern
aber andererseits den Weg für eine abweichende Abstimmung. Fabian
Reinbold aus dem Politikressort ordnet ein.Und sonst so? Drei kompromisslose, hausbesetzende Nonnen
Moderat…
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Deutschland und Polen beraten über russische Aggressionen
1 december 2025 · 12 min
Nach dem Empfang des polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk findet
im Bundeskanzleramt die Plenarsitzung der 17. deutsch-polnischen
Regierungskonsultationen statt. Neben Wirtschaft und Energie stehen auch
der russische Krieg gegen die Ukraine und die damit verbundenen
Sicherheitsfragen im Mittelpunkt. Polen gilt als wichtiger Unterstützer
der Ukraine und ist ein entscheidendes Drehkreuz für Hilfs- und
Waffenlieferungen in das Kriegsgebiet. Gleichzeitig wurde der polnische
Luftraum in den vergangenen Monaten immer wieder durch russische
Militärflugzeuge verletzt. Was diese Entwicklungen für die
deutsch-polnische Zusammenarbeit bedeuten, analysiert Alice Bota,
Redakteurin im Politikressort der ZEIT. Lees meerDeutsche Kommunen stehen in diesem Jahr vor erheblichen
Haushaltsdefiziten. Laut Städtetagspräsident Burkhard Jung könnte das
Defizit insgesamt über 30 Milliarden Euro liegen. In Nordrhein-Westfalen
verfügen nur noch zehn von 396 Kommunen über einen ausgeglichenen
Haushalt. In Essen beträgt das erwartete Defizit bis Jahresende 123,3
Millionen Euro. Die Situation kann Auswirkungen auf kommunale Projekte
und Dienstleistungen haben. Die Bundesregierung hat bereits ein
Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität in Höhe von 100
Milliarden Euro beschlossen, das auch den Kommunen zugutekommen soll. Ob
diese Mittel ausreichen, ordnet ZEIT-Redakteurin Katja Gerland ein.Und sonst so: Deflation in der Weihnachtsbäckerei
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Mitarbeit: Mathias Peer, Celine Yasemin Rolle
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ZEIT auf WhatsApp.Weitere Links zur Folge
Polen: Ministerpräsident Tusk baut polnische Regierung um
Friedrich Merz in Polen: Die Polen wissen es besser
Umfrage: Reparationen für Polen wichtiges Thema im Verhältnis zu
DeutschlandPolnisch-russische Beziehung: Polen schließt letztes russisches Konsulat
im LandOstse…
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Was will die neue AfD-Jugend?
30 november 2025 · 12 min
Rund um das Gründungstreffen einer neuen AfD-Jugendorganisation ist es
am Samstag zu Protesten gekommen. Laut dem Deutschen Gewerkschaftsbund
protestierten rund 20.000 Menschen gegen die Veranstaltung im hessischen
Gießen. Die Demonstrierenden versuchten, die Zufahrtswege zum
Veranstaltungsort zu blockieren, die Polizei setzte Wasserwerfer und
Pfefferspray ein. Bundeskanzler Friedrich Merz und Innenminister
Alexander Dobrindt kritisierten die Proteste, Dobrindt sprach von
"Chaoten". Trotz der Aktionen konnte sich die neue AfD-Parteijugend mit
etwa zwei Stunden Verspätung gründen, sie heißt künftig Generation
Deutschland. Was ist an der neuen Parteijugend anders? Und was war die
Motivation der Protestierenden? Diese und weitere Fragen beantwortet
Tilman Steffen, Politikredakteur der ZEIT. Lees meerNach einem Jahr als europäische Kulturhauptstadt hat Chemnitz den Titel
nun abgegeben. Rund 2.000 Events fanden im Rahmen des Programms statt,
darunter Ausstellungen, Konzerte, Theateraufführungen und
Sportveranstaltungen. Es sei ein Jahr "voller Erlebnisse, Emotionen,
Begegnungen, Ideen und Stolz" gewesen, konstatierte Oberbürgermeister
Sven Schulze (SPD). Die Veranstalter zeigten sich zufrieden: Rund zwei
Millionen Besucher seien in die sächsische Stadt gekommen. Im kommenden
Jahr werden das finnische Oulu und das slowakische Trenčín den Titel der
Kulturhauptstadt Europas tragen. Ob Chemnitz auch langfristig von dem
Jahr profitieren wird und ob die Stadt es geschafft hat, ihr Image
aufzubessern, weiß Franz Paul Helms. Er hat für die ZEIT die
Abschlussveranstaltungen in Chemnitz begleitet.Und sonst so? Lebendige Frau im Sarg kurz vor Verbrennung gerettet.
Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger
Mitarbeit: Lisa Pausch und Benjamin Probst
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AfD-Jugendorganisation: Kein bisschen gemäßigter
Chemnitz: Chemnitz ist das neue New York
S…
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Spezial: Social-Media-Verbot – Rückkehr zur unbeschwerten Kindheit?
29 november 2025 · 31 min
"Wir geben Kindern ihre Kindheit zurück; Eltern ihren Seelenfrieden", so
hat es die australische Regierung vor einem Jahr versprochen. Als
weltweit erstes Land setzt Australien ein Social-Media-Verbot für Kinder
und Jugendliche unter 16 Jahren um – aufmerksam beobachtet vom Rest der
Welt. Am 10. Dezember tritt das Gesetz in Kraft; Kinder und Jugendliche
können dann nicht mehr auf ihre Accounts bei Instagram, Snapchat, TikTok
oder YouTube zugreifen. Lees meerAustralien schreibt damit einerseits Geschichte und legt sich
andererseits mit den großen Plattformen an – die sich heftig gegen das
Gesetz gewehrt haben. Snapchat und YouTube bestreiten zum Beispiel,
überhaupt ein soziales Netzwerk zu sein; TikTok-Vertretern wird von
Abgeordneten vorgeworfen, Mitarbeiter eingeschüchtert zu haben.Doch dass die Plattformen mit ihren Algorithmen süchtig machen können,
verstörendste Darstellungen von Gewalt und Pornografie schon in sehr
jungen Jahren zugänglich machen und zugleich nicht genug für den
Jugendschutz tun, darin sind sich Gesundheitsfachleute und viele
Politikerinnen einig. Uneins aber sind sie bei anderen mutmaßlichen
Zusammenhängen zwischen Social-Media-Konsum und mentaler Gesundheit. In
Australien hat etwa jeder dritte Jugendliche bereits psychische Probleme
erlebt. Massiver Konsum könne zu Depressionen, Angststörungen,
Einsamkeit, Selbstverletzungen und noch Schlimmerem führen. Hinzu komme
die Gefahr von Grooming, Erpressung und Übergriffen.Wie gut gelingt es der australischen Regierung, das Verbot umzusetzen –
und wie kommt es bei australischen Jugendlichen an? Für dieses "Was
jetzt?"-Spezial haben wir mit australischen Jugendlichen gesprochen, mit
Psychologinnen und mit der Hochkommissarin für digitale Sicherheit,
Julie Inman Grant.Links zur Folge
- Digitalpodcast "Neustart": Braucht es ein Social-Media-Verbot für
Kinder?
- Altersgrenze für Social Media: Sie sollen lieber spielen als
tiktoken
- Social-Media-Verbot in Australien: Ein Zaun um den Ozean
- Studie: Jede… -
Die Grünen auf der Suche nach dem Wir
29 november 2025 · 12 min
In Hannover tagt seit gestern der Bundesparteitag der Grünen. Die Partei
steckt in einer schwierigen Phase: In Umfragen stagniert sie bei zwölf
Prozent und kann nicht von der Schwäche der Großen Koalition
profitieren. Der Parteitag soll nun das Profil schärfen: Klimaschutz und
soziale Fragen sollen wieder mehr in den Mittelpunkt rücken. Warum die
Partei sich wieder auf ihre Kernthemen zurückbesinnen möchte und
wie viel Aufbruchsstimmung das neue Spitzenpersonal verbreiten
kann, darüber spricht Ferdinand Otto aus dem Politikressort im Podcast. Lees meerGreenpeace steht in den Vereinigten Staaten vor einer ungewissen
Zukunft. Hintergrund sind politische und juristische Maßnahmen gegen
Umweltorganisationen, die sich seit der Rückkehr von US-Präsident Donald
Trump ins Amt deutlich ausgeweitet haben. Im Februar wurde Greenpeace
von einem Geschworenengericht in North Dakota zu mehr als 660 Millionen
Dollar Schadensersatz an den Pipelinebetreiber Energy Transfer
verurteilt. Heike Buchter ist US-Korrespondentin und erklärt im Podcast,
welche Folgen das für die gesamte Umweltbewegung in den USA hat
und warum die Recherche zum Thema vor Ort besonders kompliziert war.Und sonst so? Meerschweinchen oder Roboter? – ZKM Karlsruhe eröffnet
ersten „Elektronischen Streichelzoo“Moderation und Produktion: Erica Zingher
Redaktion: Jannis Carmesin
Mitarbeit: Lisa Pausch und Maximilian Renzikowski
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Weitere Links zur Folge:
Moralismus in der Gesellschaft: Die Grünen moralisieren gar nicht!
Felix Banaszak: "Der Zustand der Bahn ist demokratiezersetzend"
Parteitag der Grünen: Sie suchen noch und finden nicht
Greenpeace USA: Jahr eins der Vergeltung
Klimapolitik der USA: Das ist Trumps Antiklimapolitik
USA: US-Umweltbehörde will mehr als 30 Klimavorschriften rückgängig
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Update: Rentenreform beschlossen – und alles wieder gut?
28 november 2025 · 12 min
Die Spitzen von Union und SPD haben im Streit um das Rentenpaket eine
Einigung gefunden. Der bisherige Gesetzentwurf zur gesetzlichen
Rentenversicherung soll dem Bundestag trotz der Kritik vonseiten junger
Unionsabgeordneter unverändert vorgelegt werden. In einem begleitenden
Entschließungsantrag, in dem eine grundlegende Reform des Rentensystems
anvisiert wird, sollen aber die Kritikpunkte der jungen Kritiker des
Pakets berücksichtigt werden. Reicht ihnen das als Kompromiss? Seine
Einschätzung dazu teilt der politische Korrespondent der ZEIT, Fabian
Reinbold, im Nachrichtenpodcast. Lees meerAußerdem im Update: Andrij Jermak, Stabschef und engster Vertrauter von
Präsident Wolodymyr Selenskyj, tritt zurück. Die ukrainischen
Antikorruptionsbehörden hatten am Freitag sein Büro durchsucht. Aus
Kyjiw berichtet dazu die Ukraine-Korrespondentin der ZEIT, Olivia
Kortas.Und sonst so? Eine Zeitreise ins Internet ohne KI.
Moderation und Produktion: Fabian Scheler
Redaktion: Jannis Carmesin
Mitarbeit: Mira Schrems
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Rentenreform: Dieser Kompromiss ist eine Chance
Koalitionsausschuss: Koalitionsspitzen einigen sich bei Rentenreform und
Verbrenner-AusReaktion auf Rentenkompromiss: Grüne wollen in Rentenkommission
mitarbeitenVerbrenner-Aus: Rückständig und auch noch teuer
Plug-in-Hybrid-Autos: Ist das der saubere Alleskönner?
Wolodymyr Selenskyj: So schwer war es nie
Ukraine: Antikorruptionsermittler durchsuchen Büro von Selenskyjs
StabschefSie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie
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Wie glaubwürdig ist der Neuanfang der AfD-Jugend?
28 november 2025 · 12 min
In Gießen will die AfD am Samstag ihre neue Jugendorganisation gründen.
Als möglicher neuer Name kursiert Generation Deutschland. Im Frühjahr
2025 hat die Partei die Vorgängerorganisation Junge Alternative
aufgelöst, nachdem sie vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem
eingestuft worden war. Die neue Jugendorganisation soll enger an die
Mutterpartei gebunden sein: Mitglied werden kann nur, wer auch in der
Partei ist. Rund 1.000 AfD-Mitglieder unter 36 sollen in der Gießener
Messehalle zusammenkommen. Zur gleichen Zeit rechnet die Stadt mit
heftigen Gegenprotesten – bis zu 50.000 Menschen werden erwartet.
Inwieweit es sich bei der Neugründung um einen tatsächlichen Neuanfang
handelt, was die neue von der alten Organisation unterscheidet, und wie
die Mutterpartei ihre Jugend künftig unter Kontrolle halten will,
erklärt Tilman Steffen aus dem Ressort Politik und Wirtschaft in dieser
Folge von "Was jetzt?". Lees meerVor einem Jahr trat die Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah im
Libanon in Kraft. Sie wird allerdings fast täglich gebrochen. Denn
Israel fliegt regelmäßig Drohnenangriffe, zuletzt starben in Sidon
mindestens 13 Menschen. Beide Seiten werfen sich Vertragsbruch vor:
Israel sagt, die Hisbollah nutze den Waffenstillstand zur Aufrüstung,
während die Miliz es zugleich ablehnt, wie vereinbart ihre Waffen
abzugeben. Die UN-Mission Unifil, die den Waffenstillstand überwachen
soll, hat seit vergangenem Jahr mehr als 10.000 Verstöße registriert und
wurde selbst mehrfach beschossen. Ihr Mandat läuft in einem Jahr
aus. Stella Männer berichtet als Korrespondentin für DIE ZEIT aus Beirut
und begleitet die Blauhelme derzeit als Reporterin durch das
Grenzgebiet. Im Podcast berichtet sie von ihren Erlebnissen und sagt,
was sie für die Zeit nach dem Ende von Unifil befürchtet.Und sonst so? Die Deutschen sind überall – und bald auch unterwegs zum
Mond.Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Helena Schmidt
Mitarbeit: Lisa Pausch und Maximilian Renzikow…
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Update: Was auf die Schüsse in D. C. folgt
27 november 2025 · 9 min
Am Mittwoch sind zwei Nationalgardisten in Washington, D. C. in der Nähe
des Weißen Hauses angeschossen worden. US-Präsident Donald Trump nannte
den Vorfall in einer Ansprache einen Akt des Terrors. Der mutmaßliche
Schütze war direkt nach der Tat überwältigt und dabei selbst
angeschossen worden, ehe er festgenommen wurde. Er ist nach den bisher
vorliegenden Informationen ein 2021 in die USA eingereister 29-jähriger
Afghane. Wie es in Washington, D. C. nach dem Vorfall nun weitergeht,
ordnet die US-Korrespondentin der ZEIT Juliane Schäuble vor Ort ein. Lees meer*In einer vorherigen Version wurde gesagt, die beiden Nationalgardisten
wurden erschossen. Sie schweben allerdings in Lebensgefahr. Wir haben
das in der aktuellen Version korrigiert.Papst Leo XIV. hat am heutigen Donnerstag seine erste Auslandsreise in
die Türkei angetreten. Der Reiseauftakt in Ankara begann mit einer
Kranzniederlegung im Mausoleum des laizistischen Republikgründers
Mustafa Kemal Atatürk und einem kurzen Treffen mit dem Präsidenten der
Türkei, Recep Tayyip Erdoğan. Christen sind in der Türkei eine
Minderheit, etwa 180.000 gibt es in dem größtenteils muslimischen Land.
Nach einigen Reisestationen in der Türkei geht es für Papst Leo am 30.
November weiter in den Libanon. Die Leiterin des Ressorts Glauben und
Zweifeln der ZEIT, Evelyn Finger, spricht über die Reisepläne des
Papstes.Außerdem im Update: Bei einem Großbrand in einer Wohnanlage in Hongkong
sind mindestens 75 Menschen gestorben. Nach Behördenangaben suchen die
Einsatzkräfte noch nach etwa 280 Vermissten. Das Feuer hatte sich
offenbar über ein für Renovierungsarbeiten genutztes Baugerüst aus
Bambus ausgebreitet.Und sonst so? Mann verkleidet sich als seine verstorbene Mutter, um ihre
Rente zu erschleichen.Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Redaktion: Helena Schmidt
Mitarbeit: Mira Schrems
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Washington, D. C.: Was über die Schüsse auf …
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Wie die Hamas Waffen nach Deutschland gebracht haben soll
27 november 2025 · 12 min
In Berlin haben Ermittler Anfang Oktober mehrere Männer festgenommen,
einige von ihnen mit Verbindungen zur Hamas. Eine Kalaschnikow, Pistolen
und Munition wurden beschlagnahmt, die offenbar über ein europaweites
Netzwerk nach Deutschland geschmuggelt wurden. Die Waffenübergaben
sollen in Berlin und Wien stattgefunden haben, unter anderem in einem
Park in Neukölln. Die Ermittler prüfen, ob die Gruppe einen Anschlag auf
Ziele in Deutschland plante, darunter möglicherweise israelische oder
jüdische Einrichtungen. Holger Stark, Leiter im Ressort Investigative
Recherche und Daten der ZEIT, erklärt, was bekannt ist und welche
Interessen die Hamas in Europa verfolgt. Lees meerDie Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete diese Woche, dass es ein
Telefonat zwischen dem US-Sondergesandter Steve Witkoff und
dem außenpolitischen Berater Juri Uschakow gegeben habe. Darin soll
Steve Witkoff sein russisches Gegenüber darüber informiert haben, wie
Russland am besten mit Donald Trump verhandeln könne. Rieke Havertz,
internationale Korrespondentin der ZEIT und Host des Podcasts "OK,
America?" spricht über Witkoffs Hintergrund und die nächsten Schritte
der Verhandlungen.Und sonst so? Ein Konzert mit Eisinstrumenten
Moderation und Produktion: Ole Pflüger
Redaktion: Moses Fendel, Constanze Kainz
Mitarbeit: Lisa Pausch, Celine Yasemin Rolle
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Kriminalität: Weiteres mutmaßliches Mitglied der Hamas festgenommen
Hamas in Gaza: "Die Hamas hat überlebt. Sie bleibt die dominierende
Kraft in Gaza"Anschlagspläne in Deutschland: Plante die Hamas einen Anschlag in
Berlin?Liveblog: Krieg gegen die Ukraine: US-Präsident Trump nimmt seine Frist
für Ukraine-Gespräche zurückUkraine-Verhandlungen: Fliegt dieser Frieden?
Friedensplan für die Ukraine: US-Plan sieht Abtretung von Donezk und
Luhansk an Russland vor
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Update: Merz steht zu seinen Reformplänen
26 november 2025 · 9 min
In der Generaldebatte im Bundestag stand die Bundesregierung unter
Kanzler Friedrich Merz im Mittelpunkt. Diskutiert wurde, ob genügend
Maßnahmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage ergriffen werden.
Die Grünen kritisierten die Haushaltspolitik und sprachen von möglichen
„Wahlgeschenken“, während die Linke den Haushalt als „Haushalt der
Hoffnungslosigkeit“ bezeichnete. Auch AfD-Fraktionschefin Alice Weidel
bezeichnete den Bundeshaushalt 2026 als „nicht verfassungskonform“ und
legte einen Zwölfpunkteplan als Lösung vor. Friedrich Merz verteidigte
die Politik seiner Regierung. Wie zutreffend die Kritik an der
Bundesregierung tatsächlich ist, ordnet Ferdinand Otto, Redakteur im
Politikressort der ZEIT, ein. Lees meerTaiwan will seine Verteidigungsausgaben deutlich erhöhen und plant
zusätzlich 40 Milliarden US-Dollar für neue Waffensysteme, darunter das
Luftabwehrsystem Taiwan Dome. Präsident Lai Ching-te begründet den
Schritt mit der wachsenden militärischen Bedrohung durch China und dem
Druck aus den USA, die Taiwan zu höheren Verteidigungsausgaben
aufgefordert hatten. Die Mittel müssen noch vom Parlament genehmigt
werden, das von der oppositionellen, chinafreundlichen Kuomintang
dominiert wird. China betrachtet Taiwan als Teil seines Staatsgebiets
und verurteilt die Aufrüstung als Provokation, während die USA den
Schritt unterstützen.Außerdem im Update: In Südthailand haben starke Regenfälle schwere
Überschwemmungen ausgelöst. Mehr als 690.000 Menschen sind betroffen.
Häuser stehen unter Wasser, Bewohner warten auf Dächern auf Hilfe,
während Hubschrauber und das Militär Vorräte liefern. Auch in Malaysia
und auf der indonesischen Insel Sumatra haben die Fluten zu
Überschwemmungen geführt.Und sonst so? Lockere Sprachregeln im Vatikan
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Redaktion: Constanze Kainz
Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle
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Merz sucht Rückhalt in der Haushaltswoche
26 november 2025 · 12 min
Der Bundestag berät mit einer Generaldebatte am Mittwoch über den
Bundeshaushalt 2026. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wird sich dabei
den Fragen der Abgeordneten stellen und die Politik der Bundesregierung
verteidigen müssen. Wie viel Rückenwind wird der Kanzler von seiner
Koalition bekommen? Und welche Rolle wird das Rentenpaket der
Bundesregierung spielen, bei dem es noch immer keine Einigung gibt?
Diese und weitere Fragen beantwortet Fabian Reinbold, politischer
Korrespondent der ZEIT. Lees meerNach dem Ende des Bürgerkriegs in Syrien ist die Frage nach einer
Rückkehr in das Land für viele syrische Familien noch immer nicht
geklärt. ZEIT-Reporter Christian Vooren hat in Syrien zwei Männer
besucht. Der eine will mit seiner Familie so schnell wie möglich weg aus
dem Land, der andere wiederum ist aus Deutschland nach Syrien
zurückgekehrt und will dortbleiben. Im Podcast berichtet Vooren von den
zwei Männern und den Begegnungen zwischen gestürzten Statuen und neuen
Ängsten.Und sonst so? Huglfing in Bayern ist das „schönste Dorf Europas“.
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Redaktion: Pia Rauschenberger
Mitarbeit: Benjamin Probst und Sophia Boddenberg
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.Weitere Links zur Folge:
Friedrich Merz: Der Kanzler kämpft um seine Koalition
Rückkehrer in Syrien: Sie kamen zurück nach Syrien. Für einen ein
AlbtraumSyrien: Nichts als Staub, Schrott und Ruinen
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Update: Wie Teile der Wirtschaft der AfD die Hand reichen
25 november 2025 · 11 min
Der Verband der Familienunternehmer hat seine strenge Abgrenzung zur AfD
beendet. Das "Kontaktverbot sei aufgehoben", sagte Verbandspräsidentin
Marie-Christine Ostermann dem Handelsblatt. Der Verband wolle die AfD
stattdessen ab sofort inhaltlich stellen, die Partei aber weiterhin
nicht als Koalitionspartner einer Regierung sehen. Vertreter von CDU,
SPD und Grünen kritisierten den Schritt. Die Deutsche Bank kündigte als
Reaktion einen Vertrag mit dem Verband. Wird die AfD damit auch in
Wirtschaftskreisen zunehmend normalisiert? Und warum sollte den
Unternehmerinnen das gelingen, was andere schon lange probieren? Diese
Fragen beantwortet Jens Tönnesmann, Wirtschaftsredakteur der ZEIT, der
den Verband gut kennt. Lees meerDer Rentenstreit innerhalb der Regierungskoalition geht auch auf dem
Deutschen Arbeitgebertag weiter. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil
(SPD) sagte in einer Rede: "Ich bin sehr klar darin, dass wir dieses
Gesetz jetzt beschließen sollten, wie wir es vorgelegt haben."
Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger stellte sich wiederum hinter die
Gruppe an jungen Unions-Abgeordneten, die das Gesetzespaket zur Rente
ablehnt. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz und Arbeitsministerin Bärbel
Bas äußerten sich. Ferdinand Otto berichtet im Podcast, ob sich die
Positionen nach dem heutigen Tag angenähert haben.Die Ukraine hat sich nach eigenen Angaben mit den USA auf einen Plan für
Frieden mit Russland geeinigt. Der Sekretär des nationalen
Sicherheitsrats der Ukraine, Rustem Umjerow, schrieb von einer
"Übereinkunft über die wichtigsten Bestimmungen des in Genf
ausgehandelten Abkommens." Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj
will noch in dieser Woche nach Washington, D. C. reisen, um mit
Präsident Donald Trump persönlich zu verhandeln.Und sonst so? Der Weg zu einer guten Beziehung mit der Schwiegermutter.
Außerdem zum Tag gegen Gewalt an Frauen:
- Tötungsdelikte an Frauen 2024: Und dann malt er ein Herz mit ihrem
Blut ans Fenster
- Femizide: Eine Fessel, die Frauen… -
Und wenn das Rentenpaket doch nicht so ungerecht ist?
25 november 2025 · 13 min
In Deutschland wird die Rentenpolitik erneut zum Streitpunkt innerhalb
der Regierung. Im Mittelpunkt steht die sogenannte Haltelinie, die ein
Absinken des Rentenniveaus verhindern soll. Kritik kommt nun vor allem
von jungen Abgeordneten der Union. Sie befürchten, dass das Paket die
junge Generation finanziell stärker belasten könnte. Auch mehrere
Ökonomen teilen diese Einschätzung. Parallel dazu soll eine
Rentenkommission in den kommenden Monaten eine umfassende Reform
erarbeiten. Ob bis dahin ein Kompromiss gefunden werden kann und wie
dieser aussehen könnte, ordnet Mark Schieritz, stellvertretender Leiter
im Politikressort der ZEIT, ein. Lees meerDie USA haben einen 28-Punkte-Plan für ein Ende des Ukraine-Kriegs
vorgelegt, der der Ukraine Zugeständnisse abverlangt. Dazu gehören der
Verzicht auf bestimmte Gebiete, die Begrenzung der Armee auf 600.000
Soldaten und das Streichen des Nato-Beitritts aus ihrer Verfassung. Nach
einem Gegenvorschlag europäischer Staaten wurde der Plan gemeinsam mit
der Ukraine überarbeitet. Nun sollen die Regierungschefs Donald Trump
und Wolodymyr Selenskyj die finale Entscheidung treffen, doch ohne
Zustimmung von Wladimir Putin ist ein Frieden nicht möglich. Maxim
Kireev ordnet ein, welche Bedingungen der russische Präsident als
unverhandelbar betrachtet und wo er Zugeständnisse machen könnte.Und sonst so? Kuscheln alle Lebewesen?
Moderation und Produktion: Henrik Oerding
Redaktion: Mounia Meiborg
Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Celine Yasemin Rolle, Alicia Kleer
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Krieg in der Ukraine: Das steht bislang im Ukraine-Plan der USA
US-Plan für die Ukraine: Der erste echte Vorschlag in diesem Krieg
Krieg gegen die Ukraine: Trump erteilt vor Gipfeltreffen Absage an
Nato-Beitritt der UkraineFriedensplan der USA: Angriffskrieg lohnt sich wieder
Lage in der Uk…
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Update: Der neue neue Friedensplan
24 november 2025 · 10 min
In den Verhandlungen über einen US-amerikanischen Friedensplan für die
Ukraine hat es Fortschritte gegeben. US-Außenminister Marco Rubio sprach
auf einer Pressekonferenz von einem sehr guten Arbeitsergebnis, "das auf
den Beiträgen aller Parteien" basiere. Auch der ukrainische Präsident
Wolodymyr Selenskyj zeigte sich verhalten optimistisch: "Das sind
wichtige Schritte, aber für einen echten Frieden braucht es mehr, viel
mehr." Ursprünglich hatte der von den USA vorgeschlagene Plan Entsetzen
bei den europäischen Verbündeten hervorgerufen – der Entwurf sei zu
stark an Russlands Forderungen orientiert gewesen. Nach Verhandlungen in
Genf soll der Plan nun etwa nicht mehr einen Verzicht der Ukraine auf
die Nato-Mitgliedschaft beinhalten. Auch andere Punkte wurden geändert.
Welche das genau sind, weiß Anna Sauerbrey, außenpolitische
Koordinatorin der ZEIT. Sie zweifelt aber trotz der Gespräche daran,
dass der Plan zügig zu Frieden führt. Lees meerIm Krieg im Gazastreifen könnten weit mehr Menschen gestorben sein als
bisher bekannt: Mindestens 100.000 Tote befürchten Forschende des
Max-Planck-Instituts in Rostock in einem neuen Forschungsbericht. Die
Zahlen übertreffen damit die viel kritisierten Angaben der von der Hamas
kontrollierten Gesundheitsbehörde um etwa 40 Prozent. Diese war bisher
von rund 67.000 Toten ausgegangen. Wird die genaue Zahl der Toten jemals
bekannt? Und wieso war die Öffentlichkeit gegenüber den bisherigen
Todeszahlen so skeptisch? Diese und weitere Fragen beantwortet Christian
Endt, stellvertretender Ressortleiter Daten.Außerdem im Update: 22 führende Ökonomen plädieren für einen Stopp des
aktuellen Rentenpakets der Bundesregierung. Das hat das Handelsblatt
berichtet.Und sonst so? Der Weihnachtsbaum am Brandenburger Tor kommt aus
Thüringen.Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Redaktion: Fabian Scheler und Mounia Meiborg
Mitarbeit: Benjamin Probst
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter w… -
"Für die Bundesregierung ist Afrika eher Mittel zum Zweck"
24 november 2025 · 13 min
Nach dem G20-Gipfel in Südafrika geht es für Bundeskanzler Friedrich
Merz direkt weiter nach Angola. In der Hauptstadt Luanda treffen sich in
den kommenden zwei Tagen die Staats- und Regierungschefs der
Europäischen Union mit ihren Amtskollegen der Afrikanischen Union. Die
Liste der Themen, über die die Länder sprechen wollen, ist ebenso lang
wie unspezifisch: Sie reicht von Frieden und Sicherheit über Migration,
wirtschaftliche Integration und Handel bis hin zu grüner Entwicklung und
Digitalisierung. Mehr als um die einzelnen Sachthemen geht es für die EU
allerdings um ein übergeordnetes geopolitisches Thema: Wie kann sich
Europa im Wettstreit mit China als verlässlicher Partner für die
afrikanischen Länder präsentieren? Issio Ehrich berichtet für die ZEIT
unter anderem über die Sahelzone und Themen rund um den afrikanischen
Kontinent. Im Podcast erklärt er, welche Ziele die Bundesregierung mit
Blick auf Afrika verfolgt. Lees meerIn Deutschland ist nicht einmal jede dritte Führungskraft eine Frau.
Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass sich daran
seit rund zehn Jahren nichts geändert hat. Das fällt umso deutlicher
auf, weil fast genauso viele Frauen wie Männer erwerbstätig sind. Auch
im europäischen Vergleich schneidet Deutschland schlecht ab und liegt
nur auf Platz 22 von 27. Die meisten Chefinnen hat dagegen Schweden mit
einem Frauenanteil von mehr als 44 Prozent. Warum schneidet Deutschland
so schlecht ab? Und was können wir von Schweden lernen, damit auch hier
mehr Frauen eine Führungsrolle übernehmen? Antworten hat Marie Rövekamp
aus dem Arbeitsressort der ZEIT.Und sonst so: England pflanzt Ersatz für den gefällten Robin-Hood-Baum.
Moderation und Produktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Miriam Mair
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Weitere Links zur Folge:
Zwei Gipfel in drei Tagen: Auf nach Afrika: Die bisher längste Reise des
KanzlersTrumps Plan für die Ukraine: "Wir sind der Anwalt der …
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Ende der Weltklimakonferenz: Der Minimalkompromiss von Belém
23 november 2025 · 12 min
Nach der Verlängerung der COP30 in Belém haben sich die rund 200
Teilnehmerstaaten am Samstagabend auf eine Abschlusserklärung
verständigt. Besonders umstritten war der Plan zum Ausstieg aus Kohle,
Öl und Gas. Die Europäische Union konnte sich mit ihrer Forderung nach
einem Fahrplan zur Abkehr von diesen fossilen Energieträgern nicht
durchsetzen. Die brasilianische Präsidentschaft strebt nun eine Roadmap
auf freiwilliger Basis an, die auch Maßnahmen gegen die Zerstörung von
Wäldern berücksichtigt. Im Podcast zieht Elena Erdmann, Redakteurin für
Forschungsdaten im Wissensressort der ZEIT, ein erstes Fazit der COP30. Lees meerRussland hat zuletzt zwei neue nuklear betriebene Waffensysteme
präsentiert: den Marschflugkörper Burewestnik und den Torpedo Poseidon.
Beide sollen laut russischer Führung besonders schwer abzuwehren sein.
Währenddessen ist in den USA von der Vorbereitung eigener Atomtests die
Rede. Und auch Russland hat angekündigt, wieder Tests durchzuführen,
falls die USA damit beginnen. Damit wächst die Sorge vor einer möglichen
Rückkehr zu einem nuklearen Wettrüsten. Gleichzeitig läuft im Februar
2026 der letzte große Rüstungskontrollvertrag New Start zwischen den USA
und Russland aus. Ob der Vertrag verlängert wird und was passiert, wenn
nicht, erklärt Michael Thumann, außenpolitischer Korrespondent der ZEIT.Und sonst so: Pippi Langstrumpf wird 80.
Moderation und Produktion: Constanze Kainz
Mitarbeit: Mathias Peer, Celine Yasemin Rolle
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ZEIT auf WhatsApp.Weitere Links zur Folge
COP30: Weltklimakonferenz geht in die Verlängerung
Sonderfolge "Was jetzt?": Klimawandel
Verhandlungen auf der Klimakonferenz: Jetzt geht es ums Ende von Kohle,
Gas und ÖlUN-Klimagipfel: Deutschland gibt eine Milliarde Euro zum Schutz der
RegenwälderWeltklimakonferenz: Neuer COP-Entwurf sieht keinen Ausstieg aus fossiler
Energie vorC…
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Spezial "Der Wahlkreis": Das ist mehr als nur eine Wirtschaftskrise
22 november 2025 · 58 min
Lange waren die Deutschen stolz auf ihren Erfindergeist, die Stärke
ihrer Industrie und darauf, dass “Made in Germany” auf der ganzen Welt
als Synonym für Wertarbeit und Verlässlichkeit galt. Doch das ändert
sich gerade: Die Zölle der US-Regierung und die rasante Entwicklung der
chinesischen Wirtschaft bedrohen den Kern der hiesigen Wirtschaft. Diese
Krise führt nicht nur in die roten Zahlen – sie stellt das deutsche
Selbstverständnis infrage. Lees meerIn der neuen Folge des Wahlkreis-Podcasts sprechen unsere Hosts Paul
Middelhoff und Robert Pausch über die Gründe für den ökonomischen
Abschwung, erklären, was es mit dem “China-Schock” auf sich hat und wie
der Stolz auf den Titel des "Exportweltmeisters“ einst dabei half, die
deutsche Demokratie zu stabilisieren.Weiterführende Links:
Financial Times: Can anything halt the decline of German economy?
Jan-Otmar Hesse: Exportweltmeister - Geschichte einer deutschen
ObsessionSander Tordoir und Brad Setser über den "China Schock"
Mark Schieritz über die "ökonomische Zeitenwende"
Jürgen Habermas über die Bedeutung der Wirtschaft für die deutsche
DemokratieAnalyse der Rhodium Group zur Krise der deutschen Auto-Industrie
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G20-Gipfel: Überwintern für bessere Zeiten
22 november 2025 · 12 min
Jedes Jahr treffen sich die Staatschefs der 20 größten Industrie- und
Schwellenländer, um über die aktuelle politische und wirtschaftliche
Lage in der Welt zu beraten. Dieses Jahr ist vieles anders: Zum ersten
Mal findet der G20-Gipfel in einem afrikanischen Land statt. Viele
einflussreiche Staaten nehmen aber gar nicht erst teil. US-Präsident
Donald Trump sagte seine Teilnahme wegen angeblicher
"Menschenrechtsverletzungen" an weißen Farmern im Gastgeberland ab. Auch
Russland schickt keinen Vertreter, und aus China reist nur
Ministerpräsident Li Qiang statt Staatschef Xi Jinping an. Welchen Sinn
solche Treffen überhaupt noch haben, wenn wichtige Länder nicht dabei
sind, und was sich Bundeskanzler Friedrich Merz von seiner Teilnahme
erhofft, analysiert Tina Hildebrandt aus dem Politikressort der ZEIT. Lees meerSteht uns in diesem Winter eine besonders schwere Grippewelle bevor? Das
befürchten zumindest Forschende in Großbritannien. Dort hat die
Grippesaison nämlich bereits Anfang November und damit mindestens fünf
Wochen früher als normalerweise begonnen. Auch in Japan, Teilen der USA
sowie Liechtenstein, Island und Norwegen breitet sich das Influenzavirus
schneller aus. Als Grund vermuten Forschende eine Mutation des Virus.
Wie gut die Impfstoffe gegen die neue Variante wirken, wie man sich vor
der Grippe schützen kann und für wen die Krankheit besonders gefährlich
ist, erklärt Ingo Arzt aus dem Gesundheitsressort der ZEIT.Und sonst so: Auch wenn es das Einzige ist, was Sie heute tun – kochen
Sie Borschtsch!Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Jannis Carmesin
Mitarbeit: Kai Schnier, Miriam Mair
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
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G20-Gipfel: Südafrika weist Trumps Vorwürfe zurück und bedauert Absage
der USAGipfeltreffen in Südafrika: Chinas Präsident Xi Jinping sagt Teilnahme
am G20-Treffen abInfluenza: Stehen wir vor einer besonders schweren …
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Update: Land gegen Sicherheit für die Ukraine
21 november 2025 · 10 min
Mehr Details zum neuen US-Friedensplan für ein Ende des russischen
Angriffskriegs gegen die Ukraine sind nun veröffentlicht.
Gebietsabtretungen an Russland stehen ebenso darin wie
Sicherheitsgarantien für die Ukraine. Dieser Vorschlag könnte eine gute
Grundlage für konkrete Verhandlungen sein, die zu einem Ende des Kriegs
führen, sagt Maxim Kireev, ZEIT-Redakteur für internationale Politik mit
Schwerpunkt auf Russland und Osteuropa. Lees meerErstmals seit Sommer 2023 fließt wieder mehr ausländisches Kapital nach
Deutschland, als inländisches abfließt. Wer investiert in Deutschland
und warum? Die Antwort darauf hat Mark Schieritz, stellvertretender
Leiter des Politikressorts der ZEIT.Außerdem im Update: Im neuesten Entwurf des Abschlussdokuments der
Weltklimakonferenz in Brasilien fehlt ein konkreter Fahrplan zum
Ausstieg aus fossilen Energieträgern. 30 Länder, darunter Deutschland,
drohen mit einem Boykott.Was noch? Buchempfehlungen der ZEIT-Redaktion für Weihnachten.
Moderation und Produktion: Roland Jodin
Redaktion: Jannis Carmesin
Mitarbeit: Miriam Mair
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Ukrainekrieg: USA unterbreiten Ukraine offenbar neuen Friedensplan
Friedensplan für die Ukraine: US-Plan sieht Abtretung von Donezk und
Luhansk an Russland vorUkraine: Im Moment der Schwäche
IW-Umfrage: Jeder dritte Betrieb will Stellen streichen
Kommunaler Finanzreport 2025: Kommunen verzeichnen Minus von 24,8
Milliarden EuroAusländische Investitionen in Deutschland: Ist das die Wende?
COP30: Gemeinsame Abschlusserklärung zur Klimakonferenz ist fraglich
Weltklimakonferenz: Neuer COP-Entwurf sieht keinen Ausstieg aus fossiler
Energie vorSie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie
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Ab wann die Weltklimakonferenz zum Erfolg wird
21 november 2025 · 13 min
Die Weltklimakonferenz COP30 in der brasilianischen Stadt Belém soll
offiziell heute enden. Im Fokus der Konferenz standen der Schutz der
tropischen Regenwälder, die Energiewende, Biodiversität, nachhaltige
Landwirtschaft und soziale Gerechtigkeit, einschließlich der
Einbeziehung indigener Gemeinschaften. Bundesumweltminister Carsten
Schneider (SPD) lobte Brasiliens Führungsrolle und bekräftigte, dass
Deutschland den vorgeschlagenen Fahrplan unterstütze. Es war nicht sein
einziger Job. Die deutsche Delegation musste in Brasilien auch die Wogen
glätten, nachdem Äußerungen des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz
das Gastgeberland erzürnt hatten. Wie sich Deutschland abseits der
Krisendiplomatie an der Klimakonferenz beteiligt hat und wann mit einem
Ergebnis zu rechnen ist, das ordnet Elena Erdmann, Redakteurin im
Wissensressort der ZEIT, ein. Lees meerDer CDU-Politiker und Virologe Hendrik Streeck hat mit einer Äußerung
zur möglichen Überversorgung im Gesundheitssystem eine Debatte in
Deutschland ausgelöst. Bei einem Auftritt bei WELT TV stellte er die
Frage, ob eine fiktive 100-jährige Krebspatientin noch die teuersten
Medikamente erhalten solle. Regierung und Gesundheitsministerium
distanzierten sich von dieser Aussage. Kritiker werfen Streeck vor,
ethische Grenzen zu überschreiten und eine Versorgung vom Alter oder von
ökonomischen Kriterien abhängig zu machen. Doch das überdeckt eine
notwendige Debatte, sagt Hanna Grabbe, Redakteurin im Wissensressort der
ZEIT. Wie soll eine medizinische Versorgung am Lebensende aussehen?
Darüber sollte gesprochen werden. Das tun wir bei "Was Jetzt?"Und sonst so? Alle Cookies akzeptieren oder nur die essenziellen? Die EU
hat eine geschickte Antwort gefunden.Moderation und Produktion: Fabian Scheler
Redaktion: Mounia Meiborg
Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Celine Yasemin Rolle
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Update: Die Ukraine steht unter Druck - von innen und außen
20 november 2025 · 12 min
Die USA haben der Ukraine einen neuen Vorschlag für ein Ende des
russischen Angriffskriegs vorgelegt. Das geht aus übereinstimmenden
Medienberichten hervor. Der Plan verlange von der Ukraine große
Zugeständnisse, berichtete die "Financial Times" und beruft sich dabei
auf am Gesprächsprozess beteiligte Personen. Demnach soll die Ukraine
unter anderem die Halbinsel Krim endgültig abtreten, die Zahl seiner
Soldatinnen und Soldaten auf 400.000 beschränken und die Reichweiten
seiner Waffen begrenzen. Wie aber reagiert man in der Ukraine auf den
Plan? Und kann ein innenpolitisch angeschlagener ukrainischer Präsident
den Vorschlag überhaupt ablehnen? Diese und weitere Fragen beantwortet
Denis Trubetskoy, Journalist für die ZEIT aus Kyjiw. Lees meerWer sind die Männer, die ihre Partnerinnen töten, und wie ließe sich das
verhindern? Dieser Frage ist ein Forscherteam der Universität Tübingen
zusammen mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsens
nachgegangen. Die Studie zeigt, was die Taten begünstigt. Außerdem haben
die Forschenden einige Ideen, die Lage von bedrohten Frauen zu
verbessern. Welche das sind, weiß Nina Monecke, Politikredakteurin der
ZEIT. Sie hat die Studie analysiert.Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass die Polizei auch im
Fall einer Abschiebung nicht ohne richterlichen Beschluss in Wohnungen
eindringen darf. Geklagt hatte ein Mann aus Guinea, der 2019 nach
Italien abgeschoben werden sollte und dessen Schlafzimmer die Polizei
damals mit einem Rammbock aufgebrochen hatte.Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) trennt sich von seinen
Anteilen an seinem Verlag Weimer Media Group. Zuvor hatte es Vorwürfe
gegen ihn gegeben, weil die Weimer Media Group auch Veranstaltungen
organisiert, an denen hochrangige Politiker teilnehmen.Und sonst so? Protest mit den Füßen gegen Merz' Stadtbild-Aussage.
Moderation und Produktion: Roland Jodin
Redaktion: Moses Fendel, Mounia Meiborg und Constanze Kainz
Mitarbeit: Benjamin Probst
Alle Folge…
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Hoch verarbeitet und hochgefährlich? Forscher warnen vor Lebensmitteln
20 november 2025 · 12 min
43 internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fordern, hoch
verarbeitete Lebensmittel stärker zu regulieren, um so ihren Konsum zu
beschränken. Denn dieser sei mit einem erhöhten Risiko für verschiedene
chronische Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und
Depressionen verbunden. Am Mittwoch hat die britische Fachzeitschrift
"The Lancet" drei Artikel der Forschenden zu dem Thema veröffentlicht.
Allerdings sind die Definition von "hoch verarbeiteten" Lebensmitteln
sowie die gesundheitlichen Folgen ihres Konsums in der Wissenschaft
umstritten. Menschen, die hoch verarbeitete Lebensmittel essen, bekommen
häufiger verschiedene chronische Krankheiten, das ist in vielen
Untersuchungen belegt. Das beweist allerdings noch nicht, dass der
Konsum dieser Lebensmittel auch wirklich verantwortlich ist für die
Erkrankungen, erklärt ZEIT-Wissensredakteur Jan Schweitzer. Lees meerKritik an Kulturstaatsminister Wolfram Weimer: Die von ihm und seiner
Frau gegründete Weimer Media Group richtet den jährlich am Tegernsee
stattfindenden Ludwig-Erhard-Gipfel aus, bei dem sich hochrangige
Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft vernetzen. Die
Weimer Media Group soll dabei in einem Fall mit "Einfluss auf die
politischen Entscheidungsträger" geworben haben. Zudem steht der Vorwurf
im Raum, Weimer verdiene Geld damit, Wirtschaftsleuten Kontakte zu
seinen Kabinettskollegen zu vermitteln. ZEIT-Reporter Götz
Hamann erklärt, was an den Vorwürfen dran ist, wie Weimer selbst sich
dazu äußert – und was rechte Medien wie "Apollo News" damit zu tun
haben.Und sonst so? Vor 80 Jahren haben die Nürnberger Prozesse begonnen.
Moderation und Produktion: Ole Pflüger
Redaktion: Pia Rauschenberger
Mitarbeit: Kai Schnier, Mira Schrems
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Hoch verarbeitete Lebensmittel: Wie schädlich sind hoch verarbeitete
Lebensmittel?Hoch verarbeitete Lebensmittel: Lebensmittelpolitik? Bitt…
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Update: Nur noch Trumps Unterschrift fehlt
19 november 2025 · 10 min
Die Veröffentlichung der FBI-Ermittlungsakten zum Fall Jeffrey Epstein
rückt näher. Nach dem US-Repräsentantenhaus stimmte nun auch der Senat
dem Gesetz zu. Nun muss nur noch US-Präsident Donald Trump
unterschreiben. Der hatte sich lange gegen eine Veröffentlichung
gesträubt, lenkte aber ein, als der Druck der eigenen Partei größer
wurde. Wie geht es jetzt weiter und wie gefährlich könnten Trump die
Inhalte der Akten werden? Das erklärt Rieke Havertz, internationale
Korrespondentin für die ZEIT. Lees meerDie Bundesregierung will mit einem neuen Gesetz die Drohnenabwehr
stärken. Hintergrund ist die wachsende Zahl an Drohnensichtungen über
deutschen Flughäfen. Die Drohnen seien laut Bundesinnenministerium
zumindest teilweise im Auftrag fremder Staaten im Einsatz, im Fokus
steht hier insbesondere Russland.Die Weltklimakonferenz COP30 in Belém geht in die entscheidende
Phase. Noch bis Freitag verhandeln dort Vertreter der Staaten der Welt
darüber, wie sich das Klima retten lässt. Gibt es dieses Jahr ein
Momentum? Und welche konkreten Themen liegen auf dem Tisch?
ZEIT-Redakteurin Elena Erdmann ist vor Ort in Brasilien und schätzt die
Lage ein.Außerdem im Update: Die Ungewissheit rund um das Milliarden-Bauprojekt
Stuttgart 21 geht weiter. Die für Ende 2026 geplante Teileröffnung des
Tiefbahnhofs soll laut dpa auf unbestimmte Zeit verschoben werden –
technische Probleme bei der Digitalisierung und beim Bau seien die
Gründe.Und sonst so? Blaues Wunder – Curacao im WM-Fieber.
Moderation und Produktion:Mounia Meiborg
Redaktion: Pia Rauschenberger
Mitarbeit: Maximilian Renzikowski
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
OK, America? / Epstein-Akten: Trumps Epstein-Debakel
Epstein-Akten: Die umständliche Art, das Richtige zu tun
Epstein-Affäre: Die Zweifel an Trumps Unschuld wachsen
Luftsicherheitsgesetz: Kabinett beschließt Gesetzentwurf zur
DrohnenabwehrPassagierpilot: "Wir Piloten sind zu Geiseln der geopolitis…
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Der Mythos vom billigen russischen Gas
19 november 2025 · 12 min
Die Gasspeicher sind kurz vor dem Winter in Deutschland noch immer nicht
vollständig gefüllt. Die Initiative Energien Speichern spricht von 75
Prozent des Speichervolumens, die erreicht seien. Und rechnet im Falle
eines sehr kalten Winters bereits im Januar mit
Versorgungsengpässen. Droht Deutschland – wie im Winter 2022/23 – eine
Gasmangellage? Nein, sagt Michael Thumann, außenpolitischer
Korrespondent der ZEIT. Der relativ niedrige Füllstand der Speicher
müsse uns keine Sorgen machen, denn Deutschland sei in einer ganz
anderen Lage als zu Beginn der russischen Vollinvasion in der Ukraine.
Thumann erklärt außerdem, warum die Annahme, russisches Gas sei für
Deutschland besonders günstig, schon immer falsch gewesen ist und warum
er die jüngste Forderung von Sachsens Ministerpräsident Michael
Kretschmer (CDU) nach einer Rückkehr zu russischem Öl und Gas falsch
findet. Lees meerIm Streit um das Rentenpaket ist noch immer keine Lösung in Sicht.
Während sich die jungen Abgeordneten der SPD demonstrativ hinter das
Paket gestellt haben, beharrt die Junge Gruppe des Koalitionspartners
CDU/CSU weiter auf ihrem Widerstand gegen das Vorhaben. In der
Auseinandersetzung geht es um die im Koalitionsvertrag vereinbarte und
vom Bundeskabinett bereits beschlossene Stabilisierung der Renten im
Verhältnis zu den Löhnen bis 2031. Ein Ausweg aus der festgefahrenen
Lage könnte ein gänzlich neuer Entwurf sein, eine größere, grundlegende
Reform, die über das Jahr 2031 hinausginge. Doch wie könnte eine solche
Reform aussehen, damit sie einerseits politisch umsetzbar wäre und
andererseits den zuletzt viel debattierten Aspekt der
Generationengerechtigkeit berücksichtigen würde? Ideen dazu gibt es
bereits. Carla Neuhaus, Wirtschaftsredakteurin der ZEIT, stellt bei "Was
jetzt?" ein paar davon vor.Und sonst so? Sechs Väter im Elsass teilen die Liebe zu einem
ungewöhnlichen Sport.Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Hannah Grünewald
Mitarbeit: Sophia Boddenberg und Benjamin Probst
A…
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Update: Gazaplan – Überraschung im UN-Sicherheitsrat
18 november 2025 · 12 min
Mit großer Mehrheit hat der UN-Sicherheitsrat in der Nacht eine
Resolution zum Friedensplan für den Gazastreifen verabschiedet. 13 der
15 Mitgliedsstaaten stimmten für den Plan der USA, Russland und China
enthielten sich. Der Friedensplan sieht unter anderem eine
internationale Friedenstruppe, die Entwaffnung der Hamas sowie eine
Übergangsregierung aus unpolitischen palästinensischen Fachleuten vor.
Wie realistisch das ist und wie es jetzt weitergehen könnte, erklärt
Außenpolitik-Korrespondent Jörg Lau im Gespräch. Lees meerDeutschland hat bei der Klimakonferenz COP30 in Belém erneut 60
Millionen Euro für den internationalen Anpassungsfonds zugesagt.
Umweltminister Carsten Schneider erklärte, die Mittel sollen besonders
stark vom Klimawandel betroffenen Ländern zugutekommen, etwa für den
Schutz von Küstenregionen vor Extremwetterereignissen wie Wirbelstürmen.
Die Zusage fällt in die zweite und entscheidende Verhandlungswoche der
COP30. Elena Erdmann ist vor Ort und ordnet ein, ob 60 Millionen
reichen, um die Klimaziele zu erreichen.Außerdem im Update: Die deutsche Fußballnationalmannschaft hat sich
souverän für die Weltmeisterschaft 2026 qualifiziert. Die große Frage
lautet nun: Was können sich die Fans nächstes Jahr bei der WM erhoffen?
Das beantwortet Oliver Fritsch aus dem Sportressort im Podcast.Und sonst so? Ha-Ha-Hype – Lachyoga ist im Trend.
Moderation und Produktion: Rita Lauter
Redaktion: Hannah Grünewald
Mitarbeit: Maximilian Renzikowski
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Vereinte Nationen: UN-Sicherheitsrat sichert Gazafriedensplan ab
Vereinte Nationen: Reaktionen auf UN-Resolution zu Gazaplänen
überwiegend positivWeltklimakonferenz: Deutschland gibt 60 Millionen Euro für
KlimawandelfondsKlimakrise: Wie steht’s denn nun wirklich ums Klima?
Nationalmannschaft: Es steckt so viel in Deutschlands Fußballern
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Was das neue Rentenpaket für Jung und Alt bedeutet
18 november 2025 · 13 min
CDU, CSU und SPD im Koalitionsvertrag hatten sich darauf verständigt,
das Rentenniveau bis 2031 bei 48 Prozent zu stabilisieren. In den
letzten Tagen sorgte nun die Frage, was nach 2031 kommt, für Streit. Im
Podcast erklärt Christian Endt aus dem Datenteam, wer von den Plänen
profitiert und was die Bundesregierung darüber hinaus plant, um junge
Menschen bei der Altersvorsorge zu entlasten. Lees meerBundeskanzler Friedrich Merz und der französische Präsident Emmanuel
Macron treffen sich heute in Berlin zum "Gipfel zur Europäischen
Digitalen Souveränität". Während die europäische Digitalwirtschaft in
den vergangenen Jahren Marktanteile verloren hat, dominieren
US-amerikanische und chinesische Unternehmen. Götz Hamann aus dem
Digitalressort erklärt, wie ein Mannheimer Mittelständler als Vorbild
für Europa dienen könnte und welche Leitplanken die Politik dafür setzen
müsste.Und sonst so? "Neue" Musik von Johann Sebastian Bach.
Moderation und Produktion: Jannis Carmesin
Redaktion: Hannah Grünewald
Mitarbeit: Sophia Boddenberg und Maximilian Renzikowski
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Rentenpaket: Friedrich Merz will Rentenpaket bis Jahresende
verabschiedenRentenstreit: Jugendministerin Prien will Abstimmung zum Rentenpaket
verschiebenStreit um Rentenpaket: Keine Kleinigkeit
Digitale Souveränität: Gipfel in Berlin – Europa strebt digitale
Souveränität anDigitalgipfel: Techbranche und BDI fordern vor Gipfel mehr Reformtempo
Amazon-Cloud: Alle abhängig von Amazon (und Google und Microsoft)
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Update: Warum will Trump auf einmal die Epstein-Akten freigeben?
17 november 2025 · 11 min
US-Präsident Donald Trump hat sich überraschend für eine Freigabe der
Ermittlungsakten über den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein
ausgesprochen. "Die Republikaner im Repräsentantenhaus sollten dafür
stimmen, die Epstein-Akten freizugeben, denn wir haben nichts zu
verbergen", schrieb er auf seiner Onlineplattform Truth Social. Bislang
hatte Trump eine Freigabe der Akten strikt abgelehnt und wiederholt
versucht, von seinen Verbindungen zu Epstein abzulenken. Über die
Kehrtwende von Trump und seine Verbindungen zu Epstein spricht die
internationale Korrespondentin der ZEIT, Rieke Havertz. Lees meerBundeskanzler Friedrich Merz (CDU) drängt in der Debatte um die Zukunft
der Rente auf eine zügige Entscheidung. "Ich wünsche mir, dass wir diese
Diskussion zum Jahresende abgeschlossen haben", sagte Merz am Montag auf
dem Wirtschaftsgipfel der Süddeutschen Zeitung in Berlin. Die Junge
Union, die Jugendorganisation seiner Partei, hatte zuletzt Widerstand
gegen das von der Bundesregierung vorgesehene Rentenpaket signalisiert.
Gefährdet der Rentenstreit die Koalition? Seine Einschätzung dazu teilt
der politische Korrespondent der ZEIT, Fabian Reinbold.Außerdem im Update: Vor dem Beginn der zweiten Woche der
UN-Klimakonferenz in Belém in Brasilien haben Tausende internationale
Klimaschützer für Klimagerechtigkeit und die Rechte indigener
Gemeinschaften protestiert. Über die Proteste vor Ort berichtet die
ZEIT-Wissensredakteurin Elena Erdmann.Die Bundesregierung hebt vom 24. November an die Beschränkungen für
Rüstungsexporte nach Israel auf. Regierungssprecher Stefan Kornelius
begründete die Entscheidung mit der offiziell seit dem 10. Oktober
geltenden Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas.Und sonst so? Fahrschüler fällt 128-mal durch die Theorieprüfung - und
probiert es weiter.Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Hannah Grünewald, Constanze Kainz
Mitarbeit: Mira Schrems
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere…
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Warum die Ukraine gerade an der Front verliert
17 november 2025 · 12 min
Ein Ende des Kriegs in der Ukraine ist derzeit kaum in Sicht. Die
russischen Truppen setzen ihren Vormarsch fort. Und das nicht nur im
Osten, sondern zunehmend auch im Süden des Landes. Gleichzeitig wird die
ukrainische Energieinfrastruktur gezielt angegriffen. Außerdem steckt
Präsident Wolodymyr Selenskyj erstmals seit Kriegsbeginn auch
innenpolitisch tief in der Krise. Ermittler haben einen groß angelegten
Korruptionsfall aufgedeckt. 100 Millionen Euro sollen beim Bau von
Schutzvorrichtungen für Energieanlagen als Schmiergeld gezahlt worden
sein. Olivia Kortas, unsere Korrespondentin in Kyjiw, berichtet, wie
angespannt die Lage an der Front ist und welchen Einfluss der
Korruptionsskandal auf den Krieg haben könnte. Lees meerAußenminister Johann Wadephul ist am Sonntag zu einer mehrtägigen Reise
auf den Westbalkan aufgebrochen. Erste Station war Bosnien und
Herzegowina. Heute will er Montenegro und Albanien besuchen, später
folgen Serbien, der Kosovo und Nordmazedonien. Alle sechs Länder hoffen
seit Jahren auf einen EU-Beitritt – bereits 2003 hatte die EU den
Staaten eine Beitrittsperspektive in Aussicht gestellt. Doch der
Erweiterungsprozess stockt. Mit dabei auf der Reise ist auch Alice Bota
aus dem Politikressort der ZEIT. Im Podcast berichtet sie, was sich
die Regierungen vor Ort von Wadephul erhoffen und warum der Besuch in
Serbien besonders heikel wird.Und sonst so? Einmal bitte Oktopus mit allem.
Moderation und Produktion: Mounia Meiborg
Mitarbeit: Lisa Pausch und Maximilian Renzikowski
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Stromversorgung in der Ukraine: Wir fürchten den Winter
Lage in der Ukraine: Eine neue Region in Gefahr
Korruption in der Ukraine: Ein Skandal, der selbst Selenskyj in
Bedrängnis bringtWestlicher Balkan: Johann Wadephul bereist sechs westliche Balkanländer
EU-Westbalkan-Gipfel: Olaf Scholz fordert Tempo im EU-Beitrittsprozess
der WestbalkanstaatenWestbalkan und die EU: Die Zu…
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Ist in Syrien ein würdevolles Leben möglich?
16 november 2025 · 12 min
Bereits kurz nach dem Sturz von Baschar al-Assad in Syrien, gab es
Diskussionen, ob und wann Geflüchtete wieder in ihr Heimatland
zurückkehren können oder sollen. Zurzeit wird das Land von Präsident
Ahmed al-Scharaa regiert. Die Union drängt auf schnelle Abschiebungen.
Bundeskanzler Friedrich Merz hält den Bürgerkrieg für beendet und sieht
somit "keinerlei Gründe mehr für Asyl in Deutschland".
Bundesaußenminister Johann Wadephul äußerte sich nach seinem Besuch in
Syrien jedoch kritisch: "Hier können wirklich kaum Menschen richtig
würdig leben." ZEIT-Reporter Christian Vooren ist nach Syrien gereist
und hat sich umgeschaut, wie es dort tatsächlich aussieht. Lees meerGerade erst setzte sich mit dem Christdemokraten Rodrigo Paz in Bolivien
ein Konservativer durch. In Lateinamerika ist generell ein Rechtsruck
und somit ein Ende der pink tide, dem Aufschwung der Linken in
Südamerika, zu beobachten. Heute wählt auch Chile einen neuen
Präsidenten oder eine neue Präsidentin. Als Favoriten für die Stichwahl
gelten die linke Jeanette Jara und der rechte Kandidat José Antonio
Kast. Jara kommt aus einfachen Verhältnissen und war Arbeitsministerin
in der aktuellen linken Regierung, Kast ist Vorsitzender der
rechtsextremen republikanischen Partei, er steht auch US-Präsident
Donald Trump nahe und dem argentinischen Präsidenten Javier Milei.
Bisher galt Chile als Vorzeigeland Lateinamerikas. Könnte sich das nun
ändern? Sophia Boddenberg berichtet für die ZEIT aus Chile. Im Podcast
spricht sie darüber, was die Menschen im Land vor der Wahl bewegt und
wie hoch die Chancen stehen, dass das Land nach rechts kippt.Und sonst so: Möwen wollen Ihr Brötchen klauen? Schreien Sie!
Moderation und Produktion: Simone Gaul
Mitarbeit: Susanne Hehr, Miriam Mair
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.Weitere Links zur Folge:
Sturz des Assad-Regimes: Der Mauerfall-Moment des Nahen Ostens
Rückkehr von Geflüchteten: Wadephul …
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Spezial: 2,8 Grad – eine Reise in die Klimazukunft
15 november 2025 · 33 min
Auf der Klimakonferenz in Belém wird derzeit verhandelt, wie sich die
Klimakrise einhegen lässt. Wenn die Welt mit der derzeitigen
Klimapolitik fortfährt, dürfte die Erde bis zum Jahr 2100 um 2,8 Grad
aufheizen. So lautet die jüngste Schätzung der Vereinten Nationen. Das
ist deutlich mehr, als sich die Weltgemeinschaft im Pariser Abkommen zum
Ziel gesetzt hatte. Lees meerAber was bedeutet das genau? Wie sähe eine Welt konkret aus, die sich in
den nächsten 75 Jahren auf 2,8 Grad über dem vorindustriellen Niveau
erwärmt? In diesem Was jetzt?–Spezial gehen wir mit Wissensredakteurin
Elena Erdmann auf eine Reise in die derzeit wahrscheinlichste
Klimazukunft.Natürlich lässt sich nicht genau vorhersagen, wann welcher Wald wo
brennen wird, oder welche Landstriche überflutet werden. Aber was sicher
ist: Wenn Dürren, Überschwemmungen oder Hitzewellen mehr werden, wird
das langfristig zu Lebensmittelengpässen, Artensterben und riesigen
Migrationsbewegungen führen.In dieser Folge besprechen wir außerdem: Warum werden Überschwemmungen
häufiger? Wie viel Hitze kann ein Mensch überleben? Und welche
Auswirkungen hat es, wenn Korallenriffe wie das Great Barrier Reef
sterben?Den in der Folge erwähnten Text über den Untergang von Tuvalu finden Sie
hier.Die komplette Recherche zu Klimaszenarien finden Sie hier.
Moderation: Ole Pflüger
Skript: Alicia Kleer
Sprecherin: Poliana Baumgarten
Redaktion: Jannis Carmesin
Produktion: Markus Gläser
Per Mail erreichen Sie uns unter wasjetzt@zeit.de. Alle Folgen können
Sie hier hören.Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie
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Friedrich Merz gegen die Jungen in seiner eigenen Partei
15 november 2025 · 13 min
In der Union herrschen Stress und Uneinigkeit. Eine Gruppe von 18 jungen
Bundestagsabgeordneten von CDU und CSU will gegen das geplante
Rentenpaket der Bundesregierung stimmen. Die Kosten seien gegenüber der
jungen Generation nicht zu rechtfertigen. Die Union hat in der
Schwarz-Roten-Regierungskoalition eine Mehrheit von zwölf Abgeordneten.
Mit 18 Gegenstimmen könnte der Gesetzesentwurf also blockiert werden.
Mitten in diesem Konflikt trifft sich die Junge Union zum
Parteikongress, dem Deutschlandtag, im Europapark in Rust. Dort wird
auch Kanzler Friedrich Merz heute eine Rede halten. Fabian Reinbold,
politischer Korrespondent der ZEIT, begleitet den Kongress. Er spricht
im Podcast darüber, was für die Union heute alles auf dem Spiel steht
und wieso die Partei so nervös ist. Lees meerUS-Präsident Donald Trump steht ebenfalls unter Druck. Die Demokraten
aus dem Kontrollausschuss des Repräsentantenhauses haben diese Woche
neue E-Mails im Fall Jeffrey Epstein veröffentlicht. Laut den Leaks soll
Trump von den Fällen sexualisierter Gewalt an Minderjährigen gewusst
haben. Trump bestreitet die Vorwürfe nach wie vor. Bisher konnten
Skandale Trump nicht wirklich etwas anhaben, doch ändert sich das
gerade? Aktuell wenden sich auch einige bisher treue MAGA-Anhängerinnen
von ihm ab. Zusammen mit den Demokraten wollen sie eine vollständige
Veröffentlichung der Epstein-Akten erreichen, die Trump bisher unter
Verschluss gehalten hat. Was gerade innerhalb der MAGA-Bewegung
passiert, analysiert Nils Markwardt aus dem Politischen Feuilleton der
ZEIT.Und sonst so: Wie Mehrsprachigkeit vorm Altern schützt
Moderation und Produktion: Simone Gaul
Redaktion: Constanze Kainz
Mitarbeit: Susanne Hehr, Miriam Mair
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.Weitere Links zur Folge:
Rente: Junge Abgeordnete von CDU und CSU wollen Rentenpaket blockieren
Rentenpaket: Hört auf die Jungen
Rente: Kabinett beschließt Rentenpak…
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Update: Was die Senkung der Flugsteuer über die deutsche Klimapolitik aussagt
14 november 2025 · 10 min
Im Koalitionsausschuss haben sich die Regierungsparteien CDU, CSU und
SPD u. a. darauf geeinigt, die Luftverkehrsteuer wieder zu senken sowie
einen Industriestrompreis für energieintensive Unternehmen einzuführen.
Kritik an der Steuerrücknahme kam unter anderem von den Grünen,
Greenpeace und Klimaaktivistin Luisa Neubauer. "Mal wieder beweist der
Kanzler sein feines Gespür für explosive Rückwärtspolitik", sagte sie –
und sprach von einem getarnten Steuergeschenk an die Flugindustrie nach
der erneuten Verteuerung des Deutschlandtickets. Über den Stellenwert
des Klimaschutzes für die Bundesregierung spricht im Podcast der
ZEIT-Wissensredakteur Stefan Schmitt. Lees meer15 Stunden saßen sie zusammen – dann hat der Haushaltsausschuss die
überarbeitete Fassung des Etatentwurfs für 2026 am Freitagmorgen
abgenickt. Für das kommende Jahr sind Ausgaben in Höhe von rund 524,5
Milliarden Euro geplant. Die Bundesregierung hatte ursprünglich vier
Milliarden Euro weniger vorgesehen. Der Haushaltsausschuss beschloss nun
eine Neuverschuldung von fast 98 Milliarden Euro. Insgesamt liegt die
Schuldenhöhe damit bei etwas über 180 Milliarden Euro. Die Regierung
gehe fahrlässig mit dem 500-Milliarden-Finanzpaket um, meint
ZEIT-Wirtschaftsredakteur Jurik Caspar Iser.Außerdem im Update: Der Bundestag hat in der Nacht zum Freitag für eine
Gesetzesänderung gestimmt, die es Minderjährigen quasi unmöglich machen
soll, Lachgas zu kaufen. Das bislang in Deutschland legal erhältliche
Distickstoffmonoxid wird immer häufiger als Partydroge genutzt.Und sonst so? Mordermittlungen wegen toter Katze
Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Constanze Kainz, Mounia Meiborg
Mitarbeit: Mira Schrems
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Koalitionsausschuss: Koalition beschließt Industriestrompreis und
niedrigere TicketsteuerKoalitionsausschuss: Klimaschützer kritisieren Koalitionsbeschluss zur
LuftverkehrssteuerBundeshaushalt: So droh…
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Die AfD und die Russlandfrage
14 november 2025 · 13 min
Beim Thema Russland geht ein Riss durch die AfD, und spätestens in
dieser Woche hat sich gezeigt: Der zieht sich auch durch die
Parteispitze. Der Streit war eskaliert, nachdem öffentlich wurde, dass
eine AfD-Delegation zum Unterstützertreffen der sogenannten
Brics-Staaten ins russische Sotschi reisen wollte. Während von
Parteichefin Alice Weidel deutliche Kritik daran kam, hat Co-Chef Tino
Chrupalla die Reisepläne verteidigt und gesagt, Putin habe ihm nichts
getan. Im Podcast spricht Christian Parth, Politik-Redakteur der ZEIT,
über die Haltung der AfD zu Russland und über die Frage, warum die
Russlandnähe mancher Parteimitglieder gerade jetzt zum Problem wird. Lees meerDie Mieten steigen, Wohnraum wird immer knapper. Deshalb fordert
Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) jetzt "gerechte Spielregeln".
Die Verlängerung der Mietpreisbremse bis Ende 2029 reiche nicht aus,
darüber hinaus plädierte sie zum Beispiel für eine strengere Regulierung
bei der Vermietung möblierter Wohnungen. In den Verträgen müsse klarer
definiert werden, welche Kosten die Kaltmiete und welche die Möblierung
betreffen. Auch gegen Indexmieten, die an die Inflationsrate gekoppelt
sind, will Hubertz vorgehen. Doch Markus Rohwetter aus dem
Wirtschaftsressort der ZEIT glaubt nicht, dass diese Maßnahmen
ausreichen und diskutiert im Podcast die vorhandenen Ideen.Und sonst so: Erdkunde – ein unterschätztes Fach im Schulunterricht
Moderation und Produktion: Fabian Scheler
Redaktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Susanne Hehr, Constanze Kainz, Miriam Mair
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.Weitere Links zur Folge:
Mieten: Mietkosten steigen vor allem nach einem Umzug deutlich
Wohnungsbau: Wer zur Miete wohnt, hat wohl einfach Pech gehabt
Wohnungsmarkt: Bundestag verlängert Mietpreisbremse bis 2029
Mieten: Bauministerin Verena Hubertz will den Mietmarkt stärker
regulierenIndexmieten: Was tun bei Indexmieten?
Wohnkosten: W…
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Update: So sieht der Wehrdienst-Kompromiss der Koalition aus
13 november 2025 · 11 min
Nach langen Diskussionen haben sich Union und SPD auf einen Kompromiss
beim Wehrdienst geeinigt. Das Modell sieht vor, dass ab dem kommenden
Jahr wieder alle 18-jährigen Männer zur Musterung müssen. "Sollte es am
Ende nicht reichen bei der Freiwilligkeit, braucht es auch eine
Verpflichtung", sagte Unionsfraktionschef Jens Spahn am heutigen
Donnerstag. Um den Wehrdienst attraktiver zu machen und ausreichend
Freiwillige zu erreichen, sollen Soldatinnen und Soldaten in Zukunft
monatlich 2.600 Euro, einen Führerscheinzuschuss oder zusätzliche
Ausbildungen wie IT-Lehrgänge bekommen. Die Verteidigungspolitiker
hoffen nun also auf Freiwilligkeit – wird das aufgehen oder hat man das
Personalmangel-Problem nur verschoben? Michael Schlieben, politischer
Korrespondent der ZEIT, spricht im Podcast über den Kompromiss und
inwiefern er nur eine Übergangslösung darstellt. Lees meerAußerdem im Update:
Millionen Dollar sollen im ukrainischen Energiesektor verschwunden sein.
Im Mittelpunkt der Affäre steht ein enger Vertrauter von Präsident
Wolodymyr Selenskyj: Der Geschäftsmann Tymur Minditsch. Er und
Justizminister Herman Haluschtschenko sollen an den Geschäften des
staatlichen Energieunternehmens Energoatom mitverdient haben. Nachdem
zwei Minister bereits am gestrigen Mittwoch ihren Rücktritt eingereicht
haben, spricht der Journalist Denis Trubetskoy im Podcast darüber, wie
sehr dieser Fall den ukrainischen Präsidenten selbst trifft.Die Europäische Volkspartei (EVP) hat zusammen mit den
Rechtsaußenfraktionen EKR, PfE und ESN im Europaparlament für eine
Lockerung des Lieferkettengesetzes gestimmt. Insgesamt stimmten 382
Abgeordnete in Brüssel für die Änderungen, bei 249 Gegenstimmen und 13
Enthaltungen.Im Skandal um US-Präsident Donald Trump und den verurteilten
Sexualstraftäter Jeffrey Epstein haben die Demokraten aus dem
Kontrollausschuss des Repräsentantenhauses neue E-Mails veröffentlicht.
Daraus geht hervor, dass Trump von Fällen sexualisierter Gewalt an
Minderjährigen gewusst h… -
China als Hoffnungsträger beim Klimaschutz?
13 november 2025 · 12 min
Auf der UN-Klimakonferenz zeigt sich ein gemischtes Bild: Strom aus Wind
und Sonne wird weltweit zunehmend günstiger, und die Investitionen in
Solar- und Windsysteme steigen. Für 2025 werden weltweit voraussichtlich
2,2 Billionen Dollar in erneuerbare Energien fließen. Gleichzeitig
bleibt die Nutzung fossiler Energien hoch: Neue Bohrlöcher,
Gasleitungen, LNG-Terminals und Kohlekraftwerke werden gebaut. China
spielt dabei eine zentrale Rolle. Das Land errichtet neue
Kohlekraftwerke, ist aber zugleich führend beim Ausbau und Export von
Solartechnologie. Wie und ob da die Transformation zu erneuerbaren
Energien gelingen kann, erläutert Petra Pinzler, Korrespondentin in der
Hauptstadtredaktion der ZEIT. Lees meerKurz vor dem Koalitionsausschuss stehen bei der Bundesregierung mehrere
zentrale Themen auf der Agenda. Eine Gruppe von Unionsabgeordneten
fordert eine teilweise Abschaffung des bestehenden Minijob-Systems.
Darüber hinaus sollen Fragen zur Rente und zum Rentenniveau besprochen
werden. Die Koalition will außerdem Reformvorhaben vorantreiben, die
bislang nicht umgesetzt wurden. Darunter fallen die Reform des
Bürgergelds, geplante Änderungen beim Wehrdienst, die Migrationspolitik
und mögliche Maßnahmen im Bereich Elektromobilität. Ob sich die Spitzen
von CDU, CSU und SPD einigen können, ordnet Ferdinand Otto, Redakteur im
Politikressort der ZEIT, ein.Und sonst so? Ein Schäfer, der homosexuellen Schafen hilft.
Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger
Redaktion: Ole Pflüger
Mitarbeit: Susanne Hehr, Celine Yasemin Rolle
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COP30: Ein Treffen gegen den Weltuntergangsblues
Erneuerbare Energien: Ausbau der Solarenergie gewinnt an Tempo
Energiemonitor: Die wichtigsten Daten zur Energieversorgung – täglich
aktualisiertGlobal Carbon Project: Menschheit verbrennt mehr Öl, Gas und Koh…
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Update: Planen die USA einen Angriff auf Venezuela?
12 november 2025 · 10 min
Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat weitere Streitkräfte
in die Karibik verlegt. Seit August sind zusätzliche Soldaten,
Kriegsschiffe und Kampfjets vor der venezolanischen Küste stationiert,
darunter der Flugzeugträger USS "Gerald R. Ford". Ziel der Operation ist
nach offiziellen Angaben die Bekämpfung des Drogenschmuggels. Beobachter
werten die zunehmende militärische Mobilisierung als mögliches Signal
für eine bevorstehende Intervention in Venezuela. Wie sich die Lage vor
Ort weiterentwickeln könnte, besprechen wir mit ZEIT-Redakteur Alexander
Kauschanski. Lees meerIn Brandenburg haben vier Landtagsabgeordnete des Bündnis Sahra
Wagenknecht (BSW) die Partei verlassen. Sie begründeten ihren Austritt
mit "autoritären Tendenzen" und "radikalisierten Positionen" innerhalb
des BSW. Sie wollen jedoch parteilos in der Landtagsfraktion bleiben.
Auslöser des Konflikts war ein Streit über zwei
Medienstaatsverträge. Sahra Wagenknecht kritisierte den Austritt als
"problematisch" und warf den Abgeordneten vor, sich von zentralen
Parteipositionen zu distanzieren. Martin Nejezchleba, Redakteur bei der
ZEIT im Osten, ordnet ein, worum es in dem Streit genau geht.Außerdem im Update: Bei einem Bootsunglück vor der Küste Libyens sind
nach Angaben der UN mehr als 40 Menschen ums Leben gekommen. Das
Schlauchboot war am 3. November in Zuwara gestartet und kenterte
vermutlich nach einem Motorschaden durch hohe Wellen. Insgesamt werden
42 Insassen vermisst.Und sonst so? Christian Lindner hat einen neuen Job.
Moderation und Produktion: Helena Schmidt
Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
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US-Militärschläge in Lateinamerika: Warum der Konflikt zwischen den USA
und Venezuela eskaliertVenezuela: Was, wenn die USA wirklich angreifen?
Spannungen mit Venezuela: USA verlegen Flugzeugträger nach Latei…
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Siedlerangriffe im Westjordanland erreichen neuen Höchststand
12 november 2025 · 12 min
Die Gewalt durch israelische Siedler gegen Palästinenser im
Westjordanland hat 2025 laut der israelischen Armee deutlich zugenommen.
Bis Oktober wurden 704 Angriffe laut den IDF registriert – mehr als im
gesamten Vorjahr. Auch Journalisten geraten dabei ins Visier: Der
Auslandspresseverband in Israel (FPA) zeigte sich entsetzt über Angriffe
radikaler Siedler auf Reporter, die die diesjährige Olivenernte
begleiteten. In einer Stellungnahme forderte der Verband die
israelischen Behörden auf, diese Gewalt sofort zu stoppen. Quynh Trần
ist freie Journalistin und war kürzlich vor Ort im Westjordanland. Sie
berichtet im Podcast, wie angespannt die Lage ist und ob Siedler
wirklich tun können, was sie wollen. Lees meerUS-Präsident Donald Trump hat der nigerianischen Regierung
Militärschläge angedroht. Als Grund nannte er, dass islamistische
Terroristen dort Christen töteten – sollte Nigeria nicht reagieren,
werde die US-Regierung sämtliche Hilfen einstellen und "mit feuernden
Gewehren" eingreifen. Amnesty International zufolge wurden seit 2023
rund 10.000 Menschen bei Überfällen getötet. Darunter auch viele
Christinnen und Christen. Die weitaus größere Zahl der Opfer
islamistischer Gewalt sind jedoch Muslime. Politikredakteurin Andrea
Böhm erklärt im Podcast, warum Trumps Drohung gerade jetzt kommt und wie
die Menschen in Nigeria darauf reagieren.Und sonst so? Trump macht italienische Pasta zur Luxusware.
Moderation und Produktion: Roland Jodin
Redaktion: Fabian Scheler, Jannis Carmesin
Mitarbeit: Kai Schnier und Maximilian Renzikowski
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Westjordanland: Deutsche Welle meldet Angriff israelischer Siedler auf
MitarbeiterWestjordanland: Gewalt im Schatten der Gewalt
Westjordanland: "So begräbt man einen palästinensischen Staat"
Nigeria: "Eine schnelle, böse, süße Intervention"
Nigeria: Warum die Gewalt in Nigeria nicht nur religiöse Ursachen hat
USA: Donald Trump droht Nigeria m…
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Update: Wohin steuert der Irak nach der Wahl?
11 november 2025 · 11 min
Im Irak wird ein neues Parlament gewählt. Trotz einer verbesserten
Sicherheitslage, wachsender Wirtschaft und dem beliebten Premierminister
Mohammed al-Sudani droht eine niedrige Wahlbeteiligung. Viele Menschen
misstrauen dem politischen System und sehen darin ein korruptes
Netzwerk, das Reformen blockiert. Gewählt werden 329 Sitze, ein Viertel
davon für Frauen. Insgesamt treten 38 Parteien in 31 Bündnissen sowie
über 70 unabhängige Listen an. Was von der Parlamentswahl zu erwarten
ist und wo das Land zukünftig hinsteuern könnte, analysiert
ZEIT-Korrespondentin Stella Männer. Lees meerDas Landgericht München hat der Gema im Rechtsstreit mit dem
US-Unternehmen OpenAI recht gegeben. Demnach darf OpenAI zum Training
seiner KI ChatGPT keine unlizenzierten Liedtexte verwenden. Das Gericht
wertete die Nutzung von Songs als unerlaubte Vervielfältigung und
Wiedergabe und verurteilte OpenAI zu Schadensersatz. Zudem muss das
Unternehmen künftig auf die Speicherung und Ausgabe der Texte verzichten
und Auskunft über Nutzung und Erträge geben. Der Fall gilt als erster
seiner Art in Europa und könnte die rechtliche Grundlage für den Umgang
mit urheberrechtlich geschützten Werken im KI-Training prägen. Das
Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Welche Folgen der Fall für die
KI-Branche haben könnte, ordnet Lisa Hegemann, Leiterin im
Digitalressort der ZEIT, ein.Außerdem im Update: In Dortmund wurde ein mutmaßlicher Betreiber einer
Darknet-Plattform festgenommen, auf der zur Ermordung von Politikern
aufgerufen wurde. Dieser soll Spenden in Kryptowährungen gesammelt und
eine "Todesliste" mit mehr als 20 Namen geführt haben, darunter
Ex-Kanzler Olaf Scholz und Angela Merkel.Istanbuls Bürgermeister Ekrem İmamoğlu sitzt seit März in
Untersuchungshaft. Die Anklage wirft ihm Bestechung, Geldwäsche und
Leitung einer kriminellen Vereinigung vor und fordert bis zu 2.352 Jahre
Haft. Ekrem İmamoğlu gilt als größter Erdoğan-Rivale, seine Festnahme
löste massive Proteste aus.Und sonst so? Kölle Al…
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Der erste syrische Staatschef im Weißen Haus
11 november 2025 · 13 min
Der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa ist am Montag als
erstes Staatsoberhaupt Syriens offiziell im Weißen Haus empfangen
worden. Er hatte bis vor wenigen Monaten noch als Anführer des
Milizenbündnisses Hajat Tahrir al-Scham (HTS) auf der US-Terrorliste
gestanden, die USA hatten auf ihn sogar ein Kopfgeld ausgesetzt. Seit
dem Fall des Assad-Regimes durch eine von der HTS-Miliz geführte
Offensive im Dezember 2024 bemüht sich US-Präsident Donald Trump nun um
ein gutes Verhältnis zu den neuen syrischen Machthabern. Wie wichtig
sind die USA und Trump für den Wiederaufbau Syriens? Dazu gibt
Anna-Theresa Bachmann, die aus Beirut berichtet, ihre Einschätzung ab. Lees meerDer Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) hat am Sonntag in der
ARD-Sendung "Bericht aus Berlin" auch die zukünftige staatliche
Förderung von Wärmepumpen zugesichert. Geplant sei weiterhin eine
Förderung von klimafreundlichen Heizungen, der Heizungstausch solle auch
in Zukunft mit bis zu 70 Prozent bezuschusst werden. Die Union hatte das
Heizungsgesetz der Ampelkoalition wiederholt scharf kritisiert und
versprochen, es abzuschaffen. Mit der Thematik hat sich die
Wirtschaftsredakteurin der ZEIT, Anne-Sophie Lang, auseinandergesetzt.Und sonst so? Alaaf, St. Martin und 70 Jahre Friedrich Merz
Moderation und Produktion: Roland Jodin
Redaktion: Simone Gaul
Mitarbeit: Kai Schnier, Mira Schrems
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Update: Der Kampf der BBC um Glaubwürdigkeit
10 november 2025 · 12 min
BBC-Generaldirektor Tim Davie und Nachrichtenchefin Deborah Turness sind
nach einem irreführenden Beitrag über US-Präsident Donald Trump
zurückgetreten. In einer Rede vor dem Kapitolsturm 6. Januar 2021 sagte
Trump zunächst, man werde „unsere tapferen Soldaten und Abgeordneten im
Kongress anfeuern“, später folgte der Satz: „Wir kämpfen wie der
Teufel.“ In der BBC-Doku wurden beide Passagen direkt aneinander
geschnitten. Kritiker warfen dem Sender vor, dadurch sei der Eindruck
entstanden, Trump habe direkt zum Sturm auf das Kapitol aufgerufen. Doch
es gibt noch weitere, schwerwiegende Vowürfe gegen die BCC, die wie nur
wenige anderen globale Medien für unabhängigen Journalismus steht.
Jochen Bittner ist ZEIT-Korrespondent in London und ordnet ein, wie groß
der Schaden für die BBC ist und wie es für den Sender weitergeht. Lees meerSeit Wochen standen Behörden still, Gehälter blieben aus, es gab Chaos
an Flughäfen und Hilfsprogramme wurden gestoppt. Doch nach 40 Tagen hat
der US-Senat einen ersten Schritt Richtung Ende des längsten Shutdowns
der US-Geschichte gemacht. Juliane Schäuble erklärt den Deal und warum
es sich für viele Demokraten wie eine Niederlage anfühlt.Außerdem im Update: Sahra Wagenknecht zieht sich aus der Parteispitze
des BSW zurück.Und sonst so? Drei Stunden kostenloser Strom für alle in Australien.
Moderation und Produktion: Fabian Scheler
Redaktion: Simone Gaul
Mitarbeit: Maximilian Renzikowski
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Weitere Links zur Folge:
Großbritannien: BBC-Chef erklärt Rücktritt nach Kritik an bearbeiteten
Trump-AussagenMedien in den USA: Sie liegen ihm zu Füßen
Sturm auf US-Kapitol: Die Rede, der Mob und die Erstürmung
Shutdown in den USA: "Die Republikaner wollen diesen Schmerz"
US-Shutdown: So nutzt Trump den Shutdown für seine Zwecke
Durchbruch im Shutdown-Streit: Für viele Demokraten fühlt sich das nach
Kapitulation anBündnis Sahra Wagenknecht: Sahra Wagenknecht gibt BSW-Vorsitz ab…