Alle afleveringen
2.000 afleveringen, van nieuw naar oud
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Update: 737 Tage in Gefangenschaft – die Rückkehr der israelischen Geiseln
13 oktober 2025 · 11 min
Nach 738 Tagen in Gefangenschaft hat die Hamas heute alle der 20 noch
lebenden Geiseln zurück an Israel übergeben. Nach Angaben des
israelischen Militärs wurden am Morgen zunächst sieben der Geiseln über
die Grenze nach Israel gebracht, am Vormittag folgten die restlichen 13.
Israels Militär geht nicht davon aus, dass die Hamas auch alle 28 toten
Geiseln heute übergeben kann. Israel hat unterdessen begonnen,
palästinensische Gefangene und Häftlinge freizulassen. Insgesamt soll
Israel nach der Vereinbarung über eine Waffenruhe mit der Hamas rund
1.700 im Gazastreifen festgenommene Palästinenser und rund 250 zu teils
lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilte Häftlinge freilassen. Aus Tel
Aviv berichtet die freie Nahostkorrespondentin Steffi Hentschke. Lees meerIn einer Rede vor der Knesset, dem israelischen Parlament, hat Israels
Präsident Benjamin Netanjahu US-Präsident Donald Trump gedankt und ihn
als "besten Freund Israels im Weißen Haus" bezeichnet. In seiner Rede
hat Donald Trump daraufhin prophezeit, dass mit dem Gazaabkommen eine
neue Ära des Friedens im Nahen Osten anbrechen werde. Welche Rolle
werden die USA bei der Zukunft Gazas übernehmen? Das ordnet die
US-Korrespondentin der ZEIT, Juliane Schäuble, ein.Außerdem im Update: Der diesjährige Nobelpreis für Wirtschaft geht für
die Theorie der kreativen Zerstörung an die Ökonomen Joel Mokyr,
Philippe Aghion und Peter Howitt. Was es mit dieser Theorie auf sich
hat, erklärt der Wirtschaftsredakteur der ZEIT, Thomas Fischermann.Und sonst so? Charlie Chaplins letztes Drehbuch
Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger
Redaktion: Mounia Meiborg
Mitarbeit: Mira Schrems
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Übergabe der Geiseln: Ein kleiner Moment der Heilung
Israel: Das sind die freigelassenen Geiseln
Nahost: Israel beginnt mit Freilassung von Palästinensern
Liveblog: Krieg in Gaza: “Israel ist stark und wird für immer bestehen
und gedeihen”Gazaabkom…
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Ein großer Tag für Israel
13 oktober 2025 · 11 min
Heute Morgen noch vor Sonnenaufgang sollen die verbliebenen 48
israelischen Geiseln übergeben werden. Schätzungen zufolge sind rund 20
von ihnen noch am Leben, wobei sich zwei in einem kritischen Zustand
befinden sollen. Von allen anderen will die Hamas die Leichenteile
aushändigen. Im Gegenzug muss Israel knapp 2.000 inhaftierte
Palästinenser freilassen. Zudem kündigte US-Präsident Donald Trump für
heute seinen Besuch an. Der Knesset-Vorsitzende Amir Ohana twitterte
dazu: "Israel erwartet den Friedenspräsidenten". Wie die restliche
israelische Gesellschaft auf Trump blickt, wer die verbliebenen Geiseln
sind und welche Folgen die Freilassung der Geiseln für die Menschen in
Israel haben könnte, weiß Lea Frehse, Nahostkorrespondentin der ZEIT,
die in Israel vor Ort ist. Lees meerIn ganz Deutschland gibt es nicht genügend Wohnungen. Nach Schätzungen
des Pestel Instituts fehlen allein in Westdeutschland mittlerweile 1,2
Millionen Wohnungen. Besonders problematisch ist die Lage in den
Großstädten. Die Bundesregierung möchte den Wohnungsmangel nun in den
Griff bekommen und hat dafür ein neues Gesetz verabschiedet – den
Bauturbo. Damit soll neuer bezahlbarer Wohnraum geschaffen und
bürokratische Hürden abgebaut werden. Die Änderung im Baugesetzbuch ist
bis 2030 befristet. Ob der Bauturbo wirklich die Lösung des Problems
ist, woran es liegt, dass so viele Wohnungen fehlen und warum die
Oppositionsparteien gegen das Gesetz gestimmt haben, analysiert
Anne-Sophie Lang aus dem Wirtschaftsressort der ZEIT. Sie hat mit
Experten über das Gesetz gesprochen.Und sonst so: Pilze spielen auf Synthesizern
Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger
Mitarbeit: Lisa Pausch, Miriam Mair
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Wie es in Gaza weitergeht
12 oktober 2025 · 12 min
In den nächsten Tagen sind im Gazastreifen eine Reihe geplanter Schritte
mit humanitärer und politischer Bedeutung vorgesehen. Nach Informationen
aus Verhandlungskreisen soll bereits am Montag die Übergabe der rund 20
lebenden Geiseln sowie der bisher geborgenen Leichname beginnen. Die
Übergaben erfolgen diskret an das Internationale Komitee vom Roten Kreuz
und möglicherweise ägyptische Stellen. Im Anschluss ist die Freilassung
von knapp 2000 palästinensischen Häftlingen geplant. Außerdem ist für
Dienstag die Wiedereröffnung des Grenzübergangs Rafah nach Ägypten
vorgesehen. Wie diese Abläufe organisiert sind, ordnet Bastian Berbner,
Redakteur im Dossier der ZEIT, ein. Lees meerTrotz neuer Rekordwerte bei den weltweiten CO₂-Emissionen im Jahr 2024
wenden sich viele Regierungen vom Klimaschutz ab. Auch die öffentliche
Unterstützung nimmt ab: Laut einer Studie des Umweltbundesamtes halten
nur noch 54 Prozent der Deutschen Klimaschutz für „sehr wichtig“, 2020
waren es noch 65 Prozent. Die ZEIT hat mit Klimaaktivistin Luisa
Neubauer, Grünen-Politikerin Ricarda Lang und Umweltökonomin Claudia
Kemfert darüber gesprochen, warum die Klimabewegung an Einfluss verloren
hat. Petra Pinzler, Korrespondentin der Hauptstadtredaktion der ZEIT,
erklärt, was die drei Frauen fordern und welche Wege notwendig sind, um
Menschen erneut zu mobilisieren.Und sonst so: Mit KI die Sprache der Wale verstehen
Moderation und Produktion: Helena Schmidt
Mitarbeit: Lisa Pausch, Celine Yasemin Rolle
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Überleben in Gaza: Ein Tag in Gaza
Gazastreifen: Das erste Mal seit Monaten: Durchatmen
Krieg in Gaza: Die beste schlechte Chance
Gaza-Friedensabkommen: Was wir über die verbleibenden israelischen
Geiseln wissenNahost: Israel setzt Freilassung palästinensischer Gefangener aus
Gaza-Abkommen: Grenzübergang Rafah offen…
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Spezial: Es fährt kein Zug nach Lobito
11 oktober 2025 · 34 min
In der Demokratischen Republik Kongo liegen einige der größten
Kobaltvorkommen der Welt. Sie sind wichtig für den Bau von Elektroautos,
Handys oder auch Waffen. Derzeit kontrolliert China einen Großteil der
Vorkommen. Doch mit einem milliardenschweren Bahnprojekt wollen die USA
und die EU China Konkurrenz machen: Der Lobito-Korridor soll die Minen
mit dem Hafen Lobito in Angola verbinden und westlichen Ländern besseren
Zugang zu den Rohstoffen ermöglichen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula
von der Leyen spricht von einer "Zusammenarbeit auf Augenhöhe", frei von
kolonialem Denken. Aber wie stehen die Menschen im Kongo zu den Plänen? Lees meerZEIT-Reporter Issio Ehrich hat vor Ort recherchiert und spricht in
dieser "Was jetzt?“-Spezial-Folge mit Menschen, die direkt betroffen
sind: Minenarbeiter Christian Ngoy hofft auf neue Märkte und bessere
Arbeitsbedingungen. Maniokbauer Ernest Kayembe Miji wurde für den Bau
einer Mine aus seinem Dorf vertrieben und sorgt sich um die Zukunft
seiner Familie, wenn noch mehr Bergbau betrieben wird.Moderation: Issio Ehrich
Redaktion: Elise Landschek
Produktion: Markus Gläser
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Macrons achter Versuch
11 oktober 2025 · 13 min
Der Ex-Regierungschef soll jetzt doch weiter machen: Frankreichs
Präsident Emmanuel Macron hat Sébastien Lecornu erneut zum
Premierminister ernannt. Dabei war Lecornu erst vor vier Tagen nach
internen Spannungen zurückgetreten. Da am kommenden Montag dringend der
Plan für den Haushalt 2026 feststehen soll und sich das hoch
verschuldete Frankreich aktuell in einer schweren Krise befindet,
drängte Macron auf eine schnelle Entscheidung. Die erneute Nominierung
Lecornus ist seit 2017 der insgesamt achte Versuch Macrons, eine
funktionierende Regierung zu bilden. Am Nachmittag kamen deshalb alle
Parteien, bis auf die Parteien am linken und rechten Rand, im
Élysée-Palast zusammen. Annika Joeres berichtet für DIE ZEIT
aus Frankreich und beantwortet im Podcast, warum der Job des
Premierministers gerade so unbeliebt ist und ob nicht eine vorgezogene
Präsidentschaftswahl der bessere Weg aus der politischen Krise wäre. Lees meerEigentlich hatten sich Union und SPD im Koalitionsvertrag auf eine
freiwillige Wehrpflicht geeinigt. Der Gesetzesentwurf sah vor, dass
Männer und Frauen mit 18 Jahren einen Fragebogen der Bundeswehr
zugeschickt bekommen. Männer müssen ihn ausfüllen und zur Musterung,
Frauen hingegen nicht. Wer jedoch nicht zur Bundeswehr möchte, müsse
auch keinen Wehrdienst leisten. Doch dieses freiwillige Konzept steht
nun auf der Kippe, weil die Union plötzlich doch eine sofortige
Wehrpflicht fordert, sollte die Anzahl der Freiwilligen nicht
ausreichen. Woher der plötzliche Sinneswandel der CDU/CSU kommt, ob sich
eine Wehrpflicht so einfach umsetzen lässt und ob es nicht doch noch
einen Kompromiss geben könnte, weiß der sicherheitspolitische
Korrespondent der ZEIT, Hauke Friederichs.Und sonst so: Die Diddl-Maus kommt zurück nach Deutschland.
Moderation und Produktion: Lisa Caspari
Redaktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Mathias Peer, Miriam Mair
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Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.Wenn Sie immer…
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Update: Der Friedensnobelpreis geht nach Venezuela
10 oktober 2025 · 11 min
Es ist doch nicht Donald Trump geworden, sondern María Corina Machado:
Den Friedensnobelpreis erhält in diesem Jahr die venezolanische
Oppositionsführerin und nicht der US-Präsident. Die Entscheidung für
Machado begründet das Komitee in Oslo damit, dass sie sich in Venezuela
gegen den autoritären Präsidenten Nicolás Maduro und für einen gerechten
und friedlichen Übergang von einer Diktatur zu einer Demokratie
einsetzt. Das Weiße Haus hat die Entscheidung kritisiert: Das
Nobelkomitee stelle Politik über Frieden, heißt es aus
Washington. Thomas Fischermann, ZEIT-Koordinator für internationale
Wirtschaftsberichterstattung und früher Leiter des Südamerika-Büros der
ZEIT, erklärt, warum Machado den Preis aus seiner Sicht verdient hat und
welches Risiko sie mit ihrem Engagement eingeht. Lees meerSeit elf Uhr mitteleuropäischer Zeit ist die Waffenruhe zwischen Israel
und der Hamas in Kraft. Im nächsten Schritt des 20-Punkte-Plans sollen
im Tausch gegen palästinensische Gefangene alle in der Gewalt der Hamas
verbliebenen israelischen Geiseln freigelassen werden. In der Nacht auf
Freitag hatte die Mehrheit der israelischen Regierung unter Benjamin
Netanjahu für diese Einigung gestimmt. Zwar sprachen die rechtsextremen
Regierungsmitglieder sich dagegen aus, wurden jedoch am Ende überstimmt.
Trotz der Waffenruhe hat Netanjahu angekündigt, dass die israelische
Armee zunächst weiter im Gazastreifen bleibt, um Druck auf die Hamas
auszuüben, sich zu entwaffnen. Ob der Krieg damit vorbei ist,
beantwortet Jan Roß, Israel-Korrespondent der ZEIT. Außerdem blickt er
voraus, welche innenpolitischen Konsequenzen die Entscheidung des
Kabinetts für Israel hat.Außerdem im Update:
Die hessische Polizei musste sich in den vergangenen Jahren mehrfach mit
rechtsextremistischen Vorfällen in den eigenen Reihen auseinandersetzen.
Nun gerät sie erneut in Verruf, auch wenn dieses Mal kein
extremistisches Motiv im Raum steht: Die Staatsanwaltschaft Frankfurt
und das Hessische Landeskriminalamt haben am M… -
Verdient Donald Trump den Friedensnobelpreis?
10 oktober 2025 · 13 min
Heute Mittag wird in Oslo bekannt gegeben, wer den diesjährigen
Friedensnobelpreis erhält. Ginge es nach Donald Trump, wäre er der
perfekte Preisträger – alles andere wäre “eine Beleidigung”. Nach
eigener Aussage habe er innerhalb von sieben Monaten Amtszeit sieben
Kriege beendet, vielleicht könnte sogar bald noch ein Achter dazukommen.
Denn Israel und die Hamas haben einer Waffenruhe zugestimmt, die auf
starkes Drängen der USA zu Stande gekommen ist. Ob der US-Präsident den
Preis wirklich verdient hätte, zu welchem Anteil das Abkommen zwischen
Israel und der Hamas auf sein Konto geht und ob Trump tatsächlich so
viele Kriege beendet hat, analysiert Jörg Lau, außenpolitischer
Korrespondent der ZEIT. Lees meer“Das Bürgergeld ist jetzt Geschichte”, sagte CSU-Chef Markus Söder.
Demnächst wird es Grundsicherung heißen. Doch nicht nur der Name ist
neu, sondern auch inhaltlich soll sich einiges ändern: Wenn berechtigte
Personen mehrmals ihren Termin beim Jobcenter nicht wahrnehmen, sollen
alle Leistungen gestrichen werden. Mit der Reform möchte die
Bundesregierung beim Haushalt sparen. Ob auf diese Weise tatsächlich
mehr Geld gespart werden kann, ob die Kürzungen von staatlicher Hilfe
zulässig sind und wie sich der Koalitionspartner SPD nach wochenlangen
Diskussionen positioniert, weiß der stellvertretende Leiter des
Politikressorts der ZEIT, Mark Schieritz.Und sonst so: Welches Bundesland hat die sympathischsten Bewohner?
Moderation und Produktion: Roland Jodin
Redaktion: Hannah Grünewald, Helena Schmidt
Mitarbeit: Lisa Pausch, Miriam Mair
Korrekturhinweis: In einer früheren Version des Audios haben wir gesagt,
Donald Trumps erste Amtszeit sei "vor gut zehn Jahren" gewesen. Sie
begann aber erst vor gut neun Jahren. Wir haben die entsprechende Stelle
geschnitten.Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die
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Update: Große Erleichterung in Nahost – und ein paar Fragezeichen
9 oktober 2025 · 11 min
Zwei Jahre nach Beginn des Gazakriegs haben sich Israel und die Hamas
auf den ersten Teil des US-Friedensplans geeinigt. Konkret soll ab
sofort eine Waffenruhe für Gaza gelten, die 20 noch lebenden
israelischen Geiseln sollen freigelassen werden. Zudem sollen täglich
mindestens 400 Lastwagen mit Hilfsgütern in den Gazastreifen gelassen
werden und Hunderte palästinensische Gefangene aus Israels Gefängnissen
freikommen. Ist diese Einigung ein Schritt in Richtung Frieden? Yassin
Musharbash aus dem Investigativressort der ZEIT ordnet die aktuellen
Entwicklungen ein und analysiert, wie es jetzt für beide Seiten
weitergehen könnte. Lees meerNach rund achtstündigen Beratungen und Diskussionen endete der
Koalitionsausschuss der SPD- und Unionsspitzen im Kanzleramt. Zu den
Unstimmigkeiten und Debatten zur Sozialpolitik der letzten Wochen gibt
es Einigungen: Das Bürgergeld heißt bald Grundsicherung, ab nächstem
Jahr soll die Aktivrente in Kraft treten und drei Milliarden Euro sollen
für die Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur locker gemacht werden.
Was sich die Bundesregierung von den Beschlüssen verspricht und welche
Kritik es gibt, erklärt Ferdinand Otto aus dem Politikressort der ZEIT.Was noch? Der Gewinner des Literaturnobelpreises kommt aus Ungarn
Moderation und Produktion: Jannis Carmesin
Redaktion: Hannah Grünewald, Helena Schmidt
Mitarbeit: Miriam Mair
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Gazakrieg: Israel und Hamas einigen sich auf erste Phase des
US-FriedensplansKrieg in Gaza: Die beste schlechte Chance
Reaktionen zum Gazaabkommen: "Ein erster Schritt, um das Leid zu
beenden"Israel nach Einigung: Netanjahu hat noch viel Sp…
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Friedrich Merz lädt zum Autogipfel ins Kanzleramt
9 oktober 2025 · 12 min
In der deutschen Automobilindustrie wurden im vergangenen Jahr
über 50.000 Stellen abgebaut: 13.000 bei Bosch, 35.000 bei VW, 5.000 bei
Daimler und weitere bei kleineren Zulieferern. Die Branche steckt in
einer tiefen Krise, die auch die gesamte deutsche Wirtschaft belastet.
Um Lösungen zu diskutieren, hat Bundeskanzler Friedrich Merz einen
Gipfel in Berlin einberufen, zu dem die Chefs großer Autokonzerne,
Gewerkschafts- und Verbandsvertreter sowie Kabinettsmitglieder geladen
sind. Wie die Probleme der Branche gelöst werden können und was die
Autokonzerne von der Politik fordern, analysiert Fabian Franke,
Redakteur für Wirtschaft und Mobilität bei der ZEIT. Lees meerUS-Präsident Donald Trump droht angesichts des Widerstands gegen den
Einsatz der Nationalgarde in Städten wie Portland und Chicago mit
der Anwendung des Insurrection Act, eines Aufstandsgesetzes von 1807. Es
erlaubt dem Präsidenten, das Militär im Inland gegen bewaffnete
Rebellion oder „innere Gewalt“ einzusetzen. Donald Trump begründet den
Schritt mit Protesten gegen die Einwanderungsbehörde ICE und angeblich
steigender Kriminalität. Die Nationalgarde darf nur im Kriegsfall oder
bei Notlagen unter die Kontrolle des Präsidenten gebracht werden. Wie
die Bevölkerung zu diesen Maßnahmen steht, ordnet Rieke Havertz,
Internationale Korrespondentin der ZEIT ein.Und sonst so? Zähneputzen vor oder nach dem Frühstück?
Moderation und Produktion: Roland Jodin
Redaktion: Hannah Grünewald
Mitarbeit: Susanne Hehr, Celine Yasemin Rolle
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IAA in München: Wie schlimm steht es wirklich um die deutsche
Autoindustrie?Stellenabbau bei Bosch: ABS und Zündkerze reichen nicht
Friedrich Merz: Außenkanzler zieht auch nicht mehr
Elektromobilität: Klingbeil will Kfz-Steuerbefreiung für E-Autos
verlängernIndustrie: Reiche will bei Klimaschutzv…
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Update: Gen-Z-Proteste auf Marokkos Straßen
8 oktober 2025 · 10 min
In Marokko protestieren seit über einer Woche junge Menschen unter dem
Namen "GenZ 212" gegen Korruption und milliardenschwere Ausgaben für die
Fußball-WM 2030. In mehreren Städten, darunter Rabat, Marrakesch und
Casablanca, kam es zu teils gewaltsamen Zusammenstößen mit der Polizei
und zahlreichen Festnahmen. Seit September wurden laut Berichten drei
Menschen getötet und viele verletzt. Die Demonstrierenden fordern
Investitionen in Schulen und Krankenhäuser. Es sind die größten
Demonstrationen seit Jahren. Wie es zu den Protesten kam und warum
gerade junge Menschen auf die Straße gehen, analysiert ZEIT-Autor
Mohamed Amjahid. Lees meerDer Bundestag berät über neue Verschärfungen in der Migrationspolitik.
Geplant ist die Abschaffung der "Turbo-Einbürgerung", die seit 2024 eine
Einbürgerung bereits nach drei Jahren bei besonderen
Integrationsleistungen ermöglicht. Innenminister Alexander Dobrindt
(CSU) hält das Modell für einen Fehler. In den meisten Bundesländern lag
die Zahl solcher Einbürgerungen im ein- oder zweistelligen Bereich,
bundesweit unter einem Prozent. Kritiker warnen, dass die Abschaffung
ein negatives Signal an hoch qualifizierte Fachkräfte sendet. Ferdinand
Otto, Redakteur im Politikressort der ZEIT, ordnet ein, wie
wahrscheinlich die Rücknahme des Gesetzes ist und welche Folgen dies
haben könnte.Außerdem im Update: Die designierte Bürgermeisterin von Herdecke, Iris
Stalzer (SPD), ist nach einem Messerangriff außer Lebensgefahr. Laut
Polizei und Staatsanwaltschaft wurde sie von ihrer 17-jährigen Tochter
niedergestochen. Iris Stalzer habe die Jugendliche bei einer ersten
Vernehmung selbst belastet.Der Chemienobelpreis 2025 geht an Susumu Kitagawa, Richard Robson und
Omar Yaghi. Ausgezeichnet werden sie für die
Entwicklung metallorganischer Gerüste (MOFs), die unter anderem CO₂ aus
der Luft filtern und Schadstoffe abbauen können. Was ihre Forschung so
besonders macht, erklärt Linda Fischer, Redakteurin im Wissensressort
der ZEIT.Und sonst so? Dürfen Vegg…
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"Niemand in Paris glaubt, dass das noch zu einer Regierung führt"
8 oktober 2025 · 11 min
Sébastien Lecornu sucht im Auftrag des französischen Präsidenten
Emmanuel Macron weiter nach einem Kompromiss für ein Regierungsprogramm
– obwohl er eigentlich am Montag seinen Rücktritt als Premierminister
erklärt hatte. Nach Angaben des französischen Präsidialamts soll er bis
Mittwochabend "letzte Verhandlungen [...] führen, um eine Grundlage für
das Handeln und die Stabilität des Landes festzulegen". Konkret
fokussiert Lecornu sich dabei auf den Staatshaushalt Frankreichs und die
Lage im Überseegebiet Neukaledonien. Auf X hat Lecornu geschrieben: "Ich
werde dem Staatschef am Mittwochabend sagen, ob es möglich ist oder
nicht, damit er dann alle nötigen Konsequenzen ziehen kann." Was genau
Lecornu schaffen muss und wie seine Chancen stehen, erklärt der
Frankreichkorrespondent der ZEIT, Matthias Krupa. Lees meerBis 2029 fehlen dem Bund zusammengerechnet 172 Milliarden Euro. Nach
Rechnungen der Linkspartei könnte der Staat mit einer Vermögensteuer
jährlich mehr als 100 Milliarden Euro einnehmen. 69 Prozent der
Befragten sprachen sich im "Deutschlandtrend" im April für eine
Vermögensteuer aus. Wäre sie eine ernsthafte Option, damit der Staat die
Löcher im Haushalt stopfen könnte, ohne bei den Sozialausgaben zu
sparen? Und welche Argumente führen die Kritiker einer solchen Steuer
ins Feld? Würde sie am Ende der deutschen Wirtschaft schaden? Diese und
weitere Fragen beantwortet der stellvertretende Leiter des Ressorts
Wirtschaft der ZEIT, Kolja Rudzio.Und sonst so? Zwei Frauen, die nach der Geburt verwechselt wurden,
finden sich nach fast 35 Jahren.Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Pia Rauschenberger
Mitarbeit: Mathias Peer, Mira Schrems
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Regierungskrise in Frankreich: Zurückgetretener Lecornu nimmt
Verhandlungen über Kompromiss aufRegierungskrise in Frankreich: Französischer Ex-Premier fordert
vorgezogene PräsidentschaftswahlRegierungskrise in Frankreich…
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Update: Wie Israel der Opfer des Hamas-Terrors gedenkt
7 oktober 2025 · 11 min
Zwei Jahre nach dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 haben in Israel
Tausende Menschen der Opfer gedacht. Um 6.29 Uhr, dem Zeitpunkt, an dem
der Angriff begann, legten sie an Tatorten wie dem Nova-Festivalgelände,
Kreuzungen und Kibbuzen eine Schweigeminute ein. Beim Angriff wurden
1.200 Menschen getötet und rund 250 verschleppt. Allein auf dem Festival
kamen fast 400 junge Menschen ums Leben. 47 Geiseln sind noch in der
Gewalt der Hamas, nach Militärangaben vermutlich 25 davon tot.
ZEIT-Nahostkorrespondentin Steffi Hentschke ordnet ein, wie Israel
diesen nationalen Tag der Trauer verbringt. Lees meerBundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat vor einer neuen Welle des
Antisemitismus in Deutschland gewarnt. In einer Videobotschaft warnte er
vor antisemitischer Hetze und Gewalt, die seit 2023 deutlich zugenommen
hätte. Er betonte: "Jüdinnen und Juden müssen in Deutschland ohne Angst
leben können." Auch Großbritanniens Premier Keir Starmer und
UN-Generalsekretär António Guterres verurteilten Antisemitismus und
riefen zu Frieden im Gazastreifen auf. Gleichzeitig erlaubte das
Verwaltungsgericht in Frankfurt am Main propalästinensische Proteste an
diesem Jahrestag, nachdem die Stadt aus Sorge vor "Verherrlichung von
Gewalt" die Demo verbieten wollte.Außerdem im Update: Die neu gewählte Bürgermeisterin von Herdecke, Iris
Stalzer (SPD), ist nach einem Messerangriff schwer verletzt worden. Laut
Sicherheitskreisen wurde die 57-Jährige mit mehreren Stichverletzungen
in ihrem Wohnhaus gefunden und befindet sich in Lebensgefahr. Die
Hintergründe der Tat sind noch unklar.Der Physik-Nobelpreis 2025 geht an den Briten John Clarke, den
Franzosen Michel Devoret und den US-Amerikaner John Martinis.
Ausgezeichnet werden sie für die Entdeckung des makroskopischen
quantenmechanischen Tunneleffekts und der Energiequantisierung in einem
elektrischen Stromkreis. Was ihre Experimente so besonders macht,
erklärt Robert Gast, Redakteur im Wissensressort der ZEIT.Und sonst so? Die Pause ist die kle…
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7. Oktober, zwei Jahre danach – was könnte Israel heilen?
7 oktober 2025 · 13 min
Zum zweiten Mal jährt sich der Angriff der islamistischen Terrorgruppe
Hamas auf Israel. Am 7. Oktober 2023 wurden 1.200 Menschen getötet und
251 entführt. Das Massaker war der Auslöser für Israels Krieg im
Gazastreifen, der bis heute andauert und in dem nach Angaben der
Vereinten Nationen und der von der Hamas kontrollierten
palästinensischen Gesundheitsbehörde mehr als 60.000 Bewohnerinnen und
Bewohner getötet worden sind. Von den Geiseln, die bis heute in der
Gewalt der Hamas sind, leben vermutlich noch 20. International und
deutschlandweit wird heute mit verschiedenen Aktionen an das Schicksal
der Geiseln erinnert, die sich noch immer in Gewalt der Hamas befinden,
und der Opfer des Massakers gedacht. Wie hat sich die Lage in Israel in
den letzten beiden Jahren entwickelt? Und wie geht es den Menschen dort
inzwischen? Das ordnet die Journalistin Natalie Amiri ein, die für die
ARD über den Nahen Osten berichtet und in den vergangenen zwei Jahren
immer wieder Israel besucht hat. Lees meerMit hybriden Mitteln, also meist verdeckten Attacken unterhalb der
Schwelle eines direkten Angriffs, attackiert Russland europäische
Länder, darunter Polen, die baltischen Staaten, Dänemark und auch
Deutschland. Auch abseits des russischen Angriffskriegs in der Ukraine
geht es auf dem europäischen Kontinent also nicht unbedingt friedlich
zu. Die russischen Geheimdienste schicken Saboteure und lassen Drohnen
über Infrastruktur wie Flughäfen, Atomkraftwerke und Kasernen fliegen.
Doch was genau bedeutet eigentlich hybride Kriegsführung? Und welche
Lehren sollten die europäischen Gesellschaften aus all diesen Vorfällen
ziehen? Dazu hat der sicherheitspolitische Korrespondent der ZEIT, Hauke
Friederichs, mit Kolleginnen und Kollegen recherchiert und stellt die
Erkenntnisse im Podcast vor.Und sonst so? Tatü-tata trifft Schuhuu-schuhuu.
Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Hannah Grünewald
Mitarbeit: Mathias Peer, Mira Schrems
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Update: Der französische Premier geht, die Krise bleibt
6 oktober 2025 · 11 min
Am Montagmorgen ist der französische Premierminister Sébastien Lecornu
zurückgetreten. Das Präsidialamt in Paris teilte mit, dass Präsident
Emmanuel Macron den Rücktritt angenommen habe. Vor nicht einmal einem
Monat, am 9. September, hatte Macron Lecornu zum Premierminister
ernannt. Hintergrund der Regierungskrise ist der Streit um den Haushalt
für das kommende Jahr, in dem Frankreich angesichts seiner
Staatsfinanzen wesentliche Einschnitte bei öffentlichen Ausgaben
bevorstehen. Wie kann es in Frankreich nun weitergehen? Und profitieren
die Rechtspopulisten von der Regierungskrise? Antworten darauf gibt die
freie Journalistin Annika Joeres, die für die ZEIT aus Frankreich
berichtet. Lees meerIn Ägypten verhandeln seit heute ranghohe Vertreter Israels, der Hamas
und der USA über den 20-Punkte-Plan von US-Präsident Donald Trump.
Deutschlands Außenminister Johann Wadephul (CDU) will ebenfalls zu den
Verhandlungen reisen. Über Trumps Friedensplan sagte er: "Es gibt keinen
besseren Plan als den von Präsident Trump." Der 20-Punkte-Plan sieht
unter anderem die Übergabe der Geiseln und die Entmachtung der Hamas vor
– und wird von mehreren arabischen Staaten unterstützt. "Das sind gute
Vorzeichen, aber es muss jetzt Handwerksarbeit geleistet werden. Dazu
möchte ich meine Beiträge leisten", sagte Wadephul.Außerdem im Update: Israel hat nach eigenen Angaben weitere 171
Aktivisten der abgefangenen Gaza-Hilfsflotte ausgewiesen. Unter ihnen
befindet sich auch die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg. Sie
seien heute von Israel aus nach Griechenland und in die Slowakei
abgeschoben worden, teilte das israelische Außenministerium mit.Der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin geht in diesem Jahr für die
Entdeckungen zur sogenannten peripheren Immuntoleranz an die US-Forscher
Mary E. Brunkow, Fred Ramsdell und den japanischen Wissenschaftler
Shimon Sakaguchi. Was die Forschenden genau entdeckt haben, erklärt der
ZEIT-Chefreporter Gesundheit, Jakob Simmank.Und sonst so? Wozu Kür…
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Shutdown und trotzdem Rekorde an der Börse
6 oktober 2025 · 13 min
Trotz Stillstand der Verwaltung, Jobverlusten und hohen Zölle erreichen
die US-Börsen neue Rekorde. Während in Washington wegen des Streits
zwischen Präsident Donald Trump und den Demokraten Behörden geschlossen
bleiben, steigen die Aktienindizes weiter. Der S&P 500 erreichte den 31.
Rekordstand des Jahres, der Dow Jones und der MSCI World verzeichnen
ebenfalls Höchststände. Ein zentraler Grund ist die Erwartung sinkender
Zinsen. Auch der KI-Boom, insbesondere durch den US-Chiphersteller
Nvidia, spielt eine Rolle. Gleichzeitig warnen Branchenführer vor einer
möglichen Überbewertung. Was ein Ende des KI-Hypes für die US-Wirtschaft
bedeuten würde, analysiert Heike Buchter, US-Korrespondentin der ZEIT. Lees meerIn Stockholm und Oslo beginnt die Nobelpreis-Saison 2025. Traditionell
wird zuerst der Preis für Physiologie oder Medizin verkündet, gefolgt
von Physik, Chemie, Literatur und dem Friedensnobelpreis in Oslo. Den
Abschluss bildet der Wirtschaftswissenschaftspreis der schwedischen
Zentralbank. Verliehen werden die Auszeichnungen an Personen oder
Gruppen, die „der Menschheit im vergangenen Jahr den größten Nutzen
gebracht haben“. Neben dem Preisgeld von rund einer Million Euro geht es
vor allem um Prestige, das in der Wissenschaft nach wie vor hoch
angesehen ist. Stefan Schmitt, Redakteur im Wissensressort der ZEIT,
ordnet ein, wer dieses Jahr für einen Nobelpreis infrage kommen könnte.Und sonst so: Feuerwehreinsatz wegen einer Frucht
Moderation und Produktion: Mounia Meiborg
Mitarbeit: Mathias Peer, Celine Yasemin Rolle
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
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US-Märkte: Chaos in Washington, schwindende Jobs – und trotzdem
Börsenrekorde?USA: Das Comeback der US-Wirtschaft hat zwei trügerische Treiber
US-Notenbank Fed: Zinsen runter. Kurse rauf?
OpenAI: Groß, größer, Nvidia bei OpenAI
Techkonzerne: Nvidia investiert f…
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Der Weg zum Frieden in Gaza ist noch weit
5 oktober 2025 · 12 min
Die Hamas hat offiziell zugestimmt, Teile des von US-Präsident Donald
Trump vorgeschlagenen Gazafriedensplans zu akzeptieren. Intern herrscht
jedoch Uneinigkeit. Während politische Führer der Terrororganisation im
Exil den Vorschlag befürworten, lehnen Kommandanten in Gaza die eigene
Entwaffnung und eine schnelle Freilassung israelischer Geiseln ab. Der
israelische Premier Benjamin Netanjahu begrüßt hingegen den Plan.
Beobachter vermuten hinter seinem Einlenken taktische Motive: Die
Freilassung der Geiseln könnte von seiner politischen Verantwortung und
wachsender internationaler Kritik ablenken. Auch in der Hamas-Erklärung
sehen Beobachter einen Versuch, Zeit zu gewinnen.
ZEIT-Nahostkorrespondentin Steffi Hentschke analysiert die Lage und
ordnet ein, wie es jetzt weitergeht. Lees meerIn Syrien finden erstmals seit dem Sturz von Baschar al-Assad im
Dezember 2024 Parlamentswahlen statt. Der neue Machthaber Ahmed
al-Scharaa, Anführer der Rebellengruppe Hajat Tahrir al-Scham (HTS),
regiert seitdem das Land, er möchte die internationale Isolation Syriens
beenden. Die Wahl gilt als Symbol für einen politischen Neuanfang,
verläuft jedoch unter eingeschränkten Bedingungen. Gewählt wird nur das
Parlament, und der Präsident selbst steht nicht zur Wahl. Auch die
Sicherheitslage im Land bleibt angespannt: Berichte über Gewalttaten
gegen Minderheiten und Machtkämpfe innerhalb des HTS werfen Fragen über
die Stabilität der neuen Regierung auf. Wie die Wahl ablaufen wird,
ordnet ZEIT-Redakteurin Lea Frehse ein.Und sonst so: Eine Ode auf die langsamsten Tiere
Moderation und Produktion: Lisa Caspari
Mitarbeit: Mathias Peer, Celine Yasemin Rolle
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
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ZEIT auf Whatsapp.Weitere Links zur Folge
Krieg in Nahost: Hamas erklärt sich zur Geisel-Freilassung bereit
Gazakrieg: Trumps Idee vom ewigen Frieden
20-Punkte-Plan für Gaza: Von diesem Plan hängt …
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Spezial "Der Wahlkreis": Sind die Boomer wirklich an allem schuld?
4 oktober 2025 · 1 uur
Kaum eine Generation ist so umstritten wie die Boomer – und kaum eine
politisch so einflussreich. Seit 20 Jahren werden wir von Boomern
regiert. Sie sind die verlässlichste Wählergruppe von SPD und CDU. Die
Regierung macht Politik von Boomern für Boomer – und trotzdem gelten die
Boomer als Problem: für das Renten- und Pflegesystem und für das Klima
sowieso. Lees meerIn der aktuellen Folge von "Der Wahlkreis" blicken unsere Hosts Lisa
Caspari, Paul Middelhof und Robert Pausch aus Millennialsicht auf diese
Generation. Was sind die Verdienste der Boomer und was die Probleme?
Werden wir die Boomer vermissen? Und: Gibt es einen spezifischen
Boomer-Blick auf die Welt? Einen "Boomer State of Mind?"Der nächste Wahlkreis erscheint am 18. Oktober.
Moderation: Lisa Caspari
Produktion: Pool Artists
Shownotes
Heinz Bude zu den Boomern
Reinhard Mohr: Zaungäste
Studie der Uni Wuppertal zum Arbeitsethos der Boomer
Volker Weiß zu rechter Geschichtspolitik
Friedrich Merz zu seiner Boomer-Sozialisation
Ein lesenswertes Buch von einem Boomer-Grünen über die frühen Jahre
seiner ParteiSie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie
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Drohnen abschießen - geht das so einfach?
4 oktober 2025 · 12 min
Nach Drohnensichtungen am Flughafen München und über einem
Militärgelände in Schleswig-Holstein will Bayerns Ministerpräsident
Markus Söder die Gesetze verändern, um solche Flugobjekte einfacher
abzuschießen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) fordert
mehr Geld für die Drohnenabwehr, Verteidigungsminister Boris Pistorius
will Informationen über unautorisierte Drohnenflüge in einem Lagezentrum
von Polizei und Bundeswehr sammeln. Bislang ist unklar, wer die
Flugobjekte steuerte. Die Regierung in Dänemark hatte nach Vorfällen
über ihren Flughäfen vermutet, dass es sich um einen hybriden Angriff
aus Russland handelt. Hauke Friederichs ist Sicherheitsexperte bei der
ZEIT. Er erklärt, warum es nicht so einfach ist, Drohnen auszuschalten
und warum die gesetzlichen Hürden dafür sehr hoch sind. Lees meerIn Tschechien wird am Freitag und Samstag ein neues Parlament gewählt.
In den Umfragen liegt die Partei Ano des früheren Regierungschefs
Andrej Babiš vorne, der das Land zwischen 2017 und 2021 schon einmal
regiert hatte. Er gilt als Trump-Bewunderer und Freund der russlandnahen
Regierungen in den Nachbarländern Slowakei und Ungarn. ZEIT-Autor
Kilian Kirchgessner spricht darüber, warum die jetzige Regierung so
unbeliebt ist und wie der populistische Wahlkampf von Babiš einzuordnen
ist.Und sonst so? Nostalgische Technik-Sounds
Moderation und Produktion: Lisa Caspari
Mitarbeit: Sophia Boddenberg
Shownotes: Das Quiz zu den nostalgischen Technik-Sounds
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die
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35 Jahre deutsche Einheit: Vereint und doch zerrissen?
3 oktober 2025 · 17 min
Kurz nach Mitternacht, am 3. Oktober 1990, sagte der damalige
Bundespräsident Richard von Weizsäcker: "Die Einheit Deutschlands ist
vollendet. Heute ist ein Tag der Freude." Am selben Tag wurde der Staat
DDR offiziell aufgelöst und in die Bundesrepublik aufgenommen. Aber sind
die Deutschen heute, 35 Jahre später, tatsächlich zusammengewachsen?
Eine Forsa-Umfrage hat ergeben: Über 65 Prozent der Deutschen finden, es
gibt noch Unterschiede zwischen den Menschen aus dem Osten und denen aus
dem Westen. Besonders viele Ostdeutsche haben bei der Umfrage so
geantwortet. Lees meerDer Soziologe Steffen Mau argumentiert in seinem Buch "Ungleich
vereint", dass die deutsche Wiedervereinigung zwar politisch und
rechtlich vollzogen wurde, die tatsächliche Angleichung aber bis heute
nicht abgeschlossen ist. Die Ursachen liegen in den unterschiedlichen
historischen Erfahrungen und den "asymmetrischen Vorbedingungen", zum
Beispiel in der Wirtschaft, die sich in der DDR und der BRD über
Jahrzehnte entwickelt hätten. Im Schnitt verdienen Ostdeutsche 17
Prozent weniger als ihre westdeutschen Kollegen. Die
Lebenshaltungskosten sind dagegen in den neuen Bundesländern nur 7
Prozent geringer. Im Osten sind 1,6 Prozent mehr Menschen arbeitslos als
im Westen, der Unterschied hat allerdings im Laufe der Zeit abgenommen.
Die Frauenerwerbsquote hingegen ist im Westen in den letzten 35 Jahren
von 58 auf 72 Prozent gestiegen und ist damit inzwischen fast so hoch
wie im Osten. Auf manchen Feldern haben sich Ost und West aber bereits
angeglichen: bei dem Zugang zu Breitbandinternet zum Beispiel und der
Gesundheitsversorgung auf dem Land. Und auch das Kulturangebot in den
größeren Städten in Ost und West ist in Menge und Qualität
vergleichbar.Doch was ist mit dem Lebensgefühl der Menschen aus Ost und West? Trotz
formaler Gleichheit bleibe das Gefühl, nicht wirklich in
Gesamtdeutschland "angekommen" zu sein, schreibt der Historiker
Ilko-Sascha Kowalczuk und spricht von einer "unsichtbaren Mauer in den
Köp… -
Update: Israel stoppt Gaza-Hilfsflotte
2 oktober 2025 · 10 min
Israels Marine hat bei einer Militäraktion die Global Sumud Flotilla auf
ihrem Weg in den Gazastreifen gestoppt. Die Organisatoren bezeichneten
das Vorgehen Israels als illegal, die Schiffe hätten sich in
internationalen Gewässern befunden. Kritik am Vorgehen Israels kam auch
mehreren Regierungen. In mehreren europäischen Städten kam es zu
spontanen Demonstrationen. Ulrich Ladurner, außenpolitischer
Korrespondent der ZEIT, ordnet die Vorkommnisse ein. Lees meerNach der Festnahme von drei mutmaßlichen Hamas-Mitgliedern in Berlin
sind alle Beschuldigten in Untersuchungshaft. Sie sollen Waffen
beschafft haben, mit denen Anschläge auf jüdische und israelische
Einrichtungen in Deutschland begangen werden sollten.Außerdem im Podcast: Am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur hat es in
Manchester einen Anschlag auf eine Synagoge gegeben. Dabei sind
mindestens zwei Menschen getötet und mehrere verletzt worden.Und sonst so? Jane Goodall ist tot – was von ihr bleibt
Moderation und Produktion: Helena Schmidt
Redaktion: Jannis Carmesin
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Global Sumud Flotilla: Israels Marine hat fast alle Boote der
Gaza-Hilfsflotte abgefangenGlobal Sumud Flotilla nach Gaza: Kompromisslos Richtung Gaza
Bundesgerichtshof in Karlsruhe: Richter erlässt Haftbefehl gegen
mutmaßliches Hamas-MitgliedManchester: Tote und Verletzte nach Angriff an Synagoge in Manchester
Jane Goodall: Sie sah den Menschen im Affen
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CDU: Rechtsruck auf Wählerwunsch?
2 oktober 2025 · 13 min
Die CDU hält offiziell seit 2018 an einem Unvereinbarkeitsbeschluss
gegenüber der AfD fest und betont, dass keine politische Zusammenarbeit
erfolgen soll. Gleichzeitig stimmt die CDU auf kommunaler Ebene
teilweise gemeinsam mit der AfD über Anträge ab, etwa in Dresden bei der
Einführung einer Bezahlkarte für Asylbewerber oder in Cottbus bei
Anträgen zur Aufnahme von Flüchtlingen. Einige Parteimitglieder,
darunter Fraktionschef Jens Spahn, äußern, dass der hohe Zuspruch von
Union und AfD bei Wählerinnen und Wählern berücksichtigt werden
müsse. Was dahintersteckt und ob die Brandmauer bestehen bleibt,
analysiert Robert Pausch, politischer Korrespondent im Politikressort
der ZEIT. Lees meerAb sofort müssen Arztpraxen und Apotheken in Deutschland die
elektronische Patientenakte (ePA) anbieten. Gesetzlich Versicherte
erhalten die digitale Akte automatisch, können aber aktiv widersprechen.
In der privaten Krankenversicherung bleibt die Nutzung freiwillig. Die
ePA soll medizinische Daten wie Befunde, Diagnosen und verschriebene
Medikamente zentral bündeln, Behandlungen effizienter machen und
unnötige Doppeluntersuchungen vermeiden. Befürworter loben den
schnelleren Zugriff auf Informationen und mehr Transparenz im
Gesundheitssystem. Kritiker warnen hingegen vor Sicherheitslücken.
ZEIT-Redakteur Jakob von Lindern ordnet im Podcast ein, was die ePA für
Versicherte bedeutet.Und sonst so? Ein Wettbewerb für das Nichts tun
Moderation und Produktion: Hannah Grünewald
Redaktion: Simone Gaul
Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Celine Yasemin Rolle
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
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ZEIT auf Whatsapp.Weitere Links zur Folge:
Union und AfD: Das Leben nach der Brandmauer
Kommunalpolitik: Wo es bereits eine Zusammenarbeit mit der AfD gab
Migration: Regierung einigt sich auf Bezahlkarte für Geflüchtete
CDU/CSU: Bundestagsfraktion der Union wählt Jens Spahn zum neuen
Vorsitzenden
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Update: Wem nützt der Stillstand in den USA?
1 oktober 2025 · 11 min
Erstmals seit mehr als sechs Jahren befinden sich die USA im "Shutdown":
Am Mittwoch um Mitternacht Ostküstenzeit ist eine Haushaltssperre in
Kraft getreten. Zuvor hatte sich der Senat am Dienstag nicht auf einen
Übergangshaushalt einigen können. Betroffene Bundesbehörden wurden
angewiesen, ihre Arbeit geordnet herunterzufahren, viele Mitarbeiter
gehen in Zwangsurlaub. Was das für das Land bedeutet, analysiert
ZEIT-Autor Klaus Brinkbäumer. Lees meerIn Afghanistan war das Internet und große Teile des Mobilfunknetzes
landesweit für rund 48 Stunden abgeschaltet. Die Störungen
beeinträchtigten Banken, Handel, Luftverkehr und den Alltag von
Millionen Menschen erheblich. Die Taliban-Regierung wies Berichte
zurück, sie habe den Zugang der Bevölkerung zu Informationen
einschränken wollen und verwies auf angebliche Wartungsarbeiten. Seit
Mittwochnachmittag scheint das Internet in Kabul und anderen Städten
wieder zu funktionieren. ZEIT-Reporter Wolfgang Bauer ordnet ein, welche
Folgen die Einschränkungen für das Land und die Menschen hatten und
haben.Außerdem im Update: Oktoberfest öffnet nach Sprengstoffdrohung erst um
17:30 Uhr.Und sonst so? Alternative Nobelpreise für Klima, KI und humanitäre Hilfe
Moderation und Produktion: Jannis Carmesin
Redaktion: Simone Gaul
Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
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ZEIT auf Whatsapp.Weitere Links zur Folge:
US-Haushalt: Shutdown legt amerikanische Behörden lahm
OK, America? / US-Regierung: Ein Showdown namens Shutdown
US-Haushaltsstreit: Trump droht den Demokraten mit "irreversiblen"
SchrittenDer US-Überblick am Morgen: Trump droht mit Entlassungen, Kritik an Pete
Hegseths MilitärtreffenShutdown in den USA: Washington im Stillstand
Shutdown: Stillstand und Chaos
Landesweite Internetsperre: Taliban schalten Internet in Afghanistan ab
Afghanistan: Taliban bestreiten Sperrung des Internetempf…
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EU-Gipfel mit erhöhten Sicherheitsmaßnahmen
1 oktober 2025 · 13 min
In der dänischen Hauptstadt Kopenhagen treffen sich die Staats- und
Regierungschefs der 27 EU-Länder am heutigen Mittwoch zu einem
informellen Gipfel. Dabei dürfte es auch um die verschiedenen Vorfälle
im europäischen Luftraum in den letzten zwei Wochen gehen. Nicht nur
sind russische Kampfjets in den Luftraum von Estland und Polen
eingedrungen. Auch über Dänemark, insbesondere im Bereich von Flughäfen,
sind mehrfach Drohnen gesichtet worden. Woher sie kamen und wer sie
gesteuert hat, ist unklar. Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen
spricht von einem "hybriden Krieg" gegen ihr Land. Deutschland schützt
deshalb gemeinsam mit Frankreich und Schweden den EU-Gipfel. Fabian
Reinbold, politischer Korrespondent der ZEIT, blickt voraus, was von dem
Treffen zu erwarten ist. Lees meerTag zwei beim Teambuilding der Bundesregierung. Auf ihrer Klausurtagung
in Berlin spricht die Regierung über Wettbewerbsfähigkeit und
Staatsmodernisierung. Themen, die Friedrich Merz mit seinem Amtsantritt
erstmals in einem eigenen Ministerium gebündelt hat. An die Spitze:
Karsten Wildberger, Deutschlands erster Minister für Digitales und
Staatsmodernisierung. Auf der Klausur stellt der Ex-CEO
von MediaMarkt-Saturn heute seine Agenda vor. Im Podcast ordnet Fritz
Zimmermann, Politikredakteur bei der ZEIT, seine Pläne ein und erklärt,
was den Bürokratieabbau erschwert.Und sonst so: Plötzlich Multimillionär
Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Simone Gaul und Hannah Grünewald
Mitarbeit: Sophia Boddenberg
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Update: Macht die Hamas mit bei Trumps Gaza-Plan?
30 september 2025 · 11 min
US-Präsident Donald Trump und Israels Premierminister Benjamin Netanjahu
haben im Weißen Haus einen 20-Punkte-Plan für den Gazastreifen
vorgestellt, den Donald Trump als Möglichkeit für "ewigen Frieden im
Nahen Osten" bezeichnete. Der Plan sieht eine sofortige und dauerhafte
Waffenruhe und die Freilassung aller noch lebenden Geiseln vor. Im
Gegenzug sollen fast 2.000 palästinensische Gefangene freikommen, und
die israelische Armee soll sich schrittweise aus Gaza zurückziehen.
Künftig soll eine Übergangsregierung aus palästinensischen Technokraten
eingesetzt werden, die unter Aufsicht einer internationalen Behörde
arbeitet. An der Spitze eines sogenannten "Friedensrats" will
der US-Präsident selbst stehen, gemeinsam mit dem früheren britischen
Premier Tony Blair. International erhält der Vorschlag viel
Unterstützung. Ob er umgesetzt werden kann und ob die Hamas ihre Waffen
ablegen würde, ordnet die US-Korrespondentin der ZEIT, Juliane Schäuble,
ein. Lees meerBundeskanzler Friedrich Merz hat im Kanzleramt Angehörige deutscher
Geiseln, die im Gazastreifen festgehalten werden, empfangen und ihnen
für ihre "unverzichtbare Arbeit" und "beeindruckende Stärke" gedankt.
Friedrich Merz forderte die Hamas auf, alle Geiseln freizulassen, und
begrüßte den von Trump vorgestellten 20-Punkte-Friedensplan für Gaza als
"beste Chance auf ein Ende des Krieges seit dem 7. Oktober 2022". Evelyn
Finger ist Redakteurin im Ressort Glauben und Zweifeln der ZEIT. Im
Podcast erzählt sie, wie es den Angehörigen der Geiseln geht.Außerdem im Update:
Auf ihrer Kabinettsklausur befasst sich die Bundesregierung mit
Wettbewerbsfähigkeit und Staatsmodernisierung. Bundesminister Karsten
Wildberger soll Verwaltung und Bürgerkontakt digitaler und
unbürokratischer machen.Der frühere Mitarbeiter des AfD-Politikers Maximilian Krah, Jian G., ist
wegen Spionage für China zu vier Jahren und neun Monaten Haft verurteilt
worden. Das Oberlandesgericht Dresden hält es für erwiesen, dass er von
2019 bis 2024 vertraul… -
Ukraine: Ein Land wird mürbe
30 september 2025 · 12 min
Seit mehr als dreieinhalb Jahren sind die Menschen in der Ukraine den
ständigen Angriffen Russlands ausgesetzt. Nun naht der
nächste Kriegswinter. Wie sich die Ukraine auf die kommenden Monate
vorbereitet und wie sich die fortwährenden Angriffe auf die Stimmung im
Land auswirken, analysiert Korrespondentin Olivia Kortas, die für ZEIT
gerade im Westen des Landes unterwegs ist. Lees meerSeit etwa eineinhalb Jahren ist Cannabis in Deutschland teilweise legal.
Mit der Teillegalisierung sollte der Schwarzmarkt eigentlich
zurückgedrängt werden, doch die Erwartungen haben sich nicht erfüllt.
Das geht aus einem ersten Zwischenbericht von Wissenschaftlern der
Universitäten in Hamburg, Düsseldorf und Tübingen hervor. Tilman
Steffen aus dem Politikressort der ZEIT hat den Bericht unter die Lupe
genommen.Und sonst so: Kuschelpatenschaften für Frühchen
Moderation und Produktion: Erica Zingher
Redaktion: Jannis Carmesin
Mitarbeit: Lisa Pausch, Miriam Mair
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Ukrainekarte aktuell: Russische Armee rückt weiter auf Lyman und
Nowopawliwka vorUkraine-Krieg: Brutal hoffnungslos
Infrastruktur in der Ukraine: Sie riskieren ihr Leben, damit andere
überlebenCannabisevaluation: Cannabislegalisierung enttäuscht die Erwartungen
Bundesgesundheitsminister: Lauterbach will mit Cannabis-Legalisierung
Schwarzmarkt "austrocknen"Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie
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Update: Schulterschluss in Warschau
29 september 2025 · 11 min
Bundesußenminister Johann Wadephul (CDU) ist am heutigen Montag nach
Warschau gereist, um sich mit seinen Amtskollegen Radosław Sikorski aus
Polen und Jean-Noël Barrot aus Frankreich zu treffen. Die drei Länder
bilden das sogenannte Weimarer Dreieck, ein loses außenpolitisches
Forum. Ergänzt hat das Trio der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha.
Das Treffen fand vor dem Hintergrund verstärkter russischer
Provokationen statt. In den letzten Wochen sind mehrfach russische
Drohnen und Kampfjets in den polnischen Luftraum, aber auch in den
weiterer europäischer NATO-Länder eingedrungen.
Auch Dänemark und Norwegen melden derzeit immer wieder mutmaßlich
russische Drohnen über Flughäfen und Militärstandorten. Wie Deutschland,
Polen und Frankreich in dieser Hinsicht besser zusammenarbeiten wollen,
ob Drohnen zukünftig abgeschossen werden dürfen und was ein möglicher
Drohnenwall der EU bewirken könnte, analysiert die
ZEIT-Politikredakteurin Alice Bota, die in Warschau vor Ort war. Lees meerIn Washington empfängt US-Präsident Donald Trump heute Israels
Regierungschef Benjamin Netanjahu. Trump zeigte sich im Vorfeld sehr
optimistisch: "Alle sind bereit für etwas Besonderes, das erste Mal
überhaupt. Wir werden es schaffen", schrieb er auf Truth Social. Nun
soll ein 21-seitiger Fahrplan, den unter anderem der frühere britische
Premier Tony Blair erarbeitet hat, dem Gazastreifen Frieden bringen. Was
steht konkret darin? Und wie will Trump Netanjahu überzeugen,
mitzumachen? Darüber spricht Moses Fendel mit Yassin Musharbash aus dem
Investigativ-Ressort der ZEIT.Was noch? Taschenlampen aus Bonbondosen für ukrainische Kinder, um die
Dunkelheit zu vertreibenModeration und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Jannis Carmesin
Mitarbeit: Miriam Mair
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Weitere Links zur Folge:
Konferenz in Polen: Wadephul verspricht Nato-Zusammenhalt gegen Russland
Weimarer Dreieck: Im Alleingang ist die EU nicht zu retten
Russisch…
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Was hat die Generalversammlung gebracht?
29 september 2025 · 13 min
In New York endet die 80. Vollversammlung der Vereinten Nationen. Im
Podcast zieht Jörg Lau, außenpolitischer Korrespondent der ZEIT, eine
Bilanz dieser 80. Generalversammlung und spricht über die wichtigsten
Momente: die Anerkennung Palästinas durch Frankreich, die harsche Rede
von US-Präsident Donald Trump zum Zustand der UN und Chinas Ankündigung,
seinen Ausstoß von Treibhausgasen senken zu wollen. Lees meerRund zehn Jahre nachdem das Atomabkommen mit dem Iran geschlossen wurde,
sind am gestrigen Sonntag wieder UN-Sanktionen gegen das Land in Kraft
getreten. Grund dafür waren die anhaltenden Verstöße des Regimes in
Teheran gegen das Abkommen. Die Sanktionen umfassen unter anderem ein
allgemeines Waffenembargo und ein Verbot weiterer Urananreicherungen.
Welche Folgen die Sanktionen für den Iran und die Menschen im Land
haben, bespricht Omid Rezaee, Volontär bei der ZEIT, im Podcast.Und sonst so? Malmö hat ein Nutella-Problem.
Moderation und Produktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Susanne Hehr, Constanze Kainz
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Europa oder Russland? Moldau vor der Richtungswahl
28 september 2025 · 12 min
Vor der Parlamentswahl in Moldau hat die proeuropäische Präsidentin Maia
Sandu Russland gezielte Einflussnahme vorgeworfen. Moskau investiere
Hunderte Millionen Euro, um Parteien zu finanzieren, Wähler zu bestechen
und junge Menschen für Destabilisierungsaktionen anzuwerben. Die Wahl
gilt als entscheidend für den künftigen Kurs des Landes. Wie stark
der russische Einfluss im Land tatsächlich ist und wo er im Wahlkampf
sichtbar wurde, berichtet Michael Thumann, außenpolitischer
Korrespondent der ZEIT, der Moldau vor der Wahl bereist hat. Lees meerSeit fast zweieinhalb Jahren kämpfen im Sudan die nationale Armee und
die paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) einen brutalen
Bürgerkrieg. Nach UN-Angaben hat sich im Land die größte Hunger- und die
größte Vertreibungskrise weltweit entwickelt. Eine gemeinsame
Stellungnahme der USA, Saudi-Arabiens und der beiden wichtigsten
internationalen Paten der Konfliktparteien – Ägypten und der Vereinigten
Arabischen Emirate – nährte Mitte September kurzzeitig Hoffnung auf den
Beginn eines Friedensprozesses. Doch seitdem stockt der Prozess,
berichtet Andrea Böhm, Redakteurin im Politikressort der ZEIT.Und sonst so: Entscheidung im Wurstkonflikt zwischen Thüringen und
BayernModeration und Produktion: Jannis Carmesin
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Friedrich Merz in Moldau: Große Gesten für ein bedrohtes Land
Parlamentswahl in Moldau: Moldaus Präsidentin wirft Russland
Einflussnahme auf Wahl vorMoldau: Geld oder Freiheit
Natalia Gavrilița: "Moldau ist eine Art Testlabor für Russland"
EU-Kurs: Prowestliche Präsidentin siegt in Moldau - EU erleichtert
Moldau und Russland: Erst kommen die Memes, dann die gekauften
WählerstimmenKrieg im Sudan: Warum berührt uns dieser Krieg nicht?
Bürgerkrieg im Sudan: Staaten und Organisation…
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Spezial: Wenn Maschinen uns anlügen
27 september 2025 · 34 min
Künstliche Intelligenz kann täuschen. Nicht, weil sie ein Bewusstsein
hat und nicht aus eigenem Willen. In Experimenten hat der KI-Forscher
Thilo Hagendorff von der Uni Stuttgart gezeigt, dass Sprachmodelle
verstehen, wie man andere in die Irre führt. Sie platzieren Hinweise
bewusst falsch, erkennen, ob jemand ihre Täuschung durchschaut, und
passen ihre Strategie entsprechend an. Diese Fähigkeit ist nicht
programmiert worden, sondern entsteht als Nebenprodukt der enormen
Sprach- und Mustermengen, auf denen KI trainiert ist. Täuschung ist also
ein ungewolltes "Talent" von Maschinen. Lees meerWas bedeutet das für uns als User und für unseren künftigen Umgang mit
KI? Eva Wolfangel ist Digital-Redakteurin der ZEIT, sie schreibt seit
vielen Jahren über künstliche Intelligenz und Technikethik. Im Podcast
spricht sie mit Pia Rauschenberger über die Frage, ob KI tatsächlich mit
List die Welt übernehmen könnte.Redaktion: Hannah Grünewald, Constanze Kainz
Produktion und Sounddesign: Joscha Grunewald
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Schutz für die Gaza-Hilfsflotte – aber kein Freifahrtschein
27 september 2025 · 12 min
Die Global Sumud Flotilla ist eine internationale Hilfsflotte, um
Hilfsgüter nach Gaza zu bringen. Vor einigen Tagen war die Flotilla nach
Angaben der Organisatoren mutmaßlichen Drohnenangriffen ausgesetzt. Als
Reaktion entsandte die italienische Regierung zwei Marineschiffe, um die
Sicherheit italienischer Staatsbürger an Bord zu gewährleisten, wie
Verteidigungsminister Guido Crosetto erklärte. Der Einsatz löst in
Italien politische Spannungen aus: Regierungschefin Giorgia Meloni
bezeichnete die Mission als "gefährlich und unverantwortlich". Wie
Italiens Regierung zu der Gaza-Flotilla steht, analysiert ZEIT-Autorin
Almut Siefert. Lees meerDer ehemalige französische Präsident Nicolas Sarkozy ist wegen Bildung
einer kriminellen Vereinigung zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Die
Strafe muss sofort vollstreckt werden. Drei Mitangeklagte, darunter
frühere Minister, wurden ebenfalls verurteilt. Frankreich verzeichnet in
den letzten Jahren eine Reihe prominenter Verurteilungen von Politikern.
Laut EU-Studien kostet Korruption Frankreich jährlich bis zu 130
Milliarden Dollar und untergräbt das Vertrauen der Bevölkerung in die
Demokratie. ZEIT-Autorin Annika Joeres ordnet ein, warum es gerade in
Frankreich so viele Korruptionsfälle in der Spitzenpolitik gibt.Und sonst so? Schlafende Jugendliche im Bundestag
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Redaktion: Lisa Caspari
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Nahost: Große Flotte kleiner Boote gegen Gaza-Blockade
Hunger in Gaza: Das steckt hinter dem umstrittenen Hilfskonzept für den
GazastreifenGlobal Sumud Flotilla: Aktivisten berichten von erneutem Drohnenangriff
auf Gaza-HilfsflotteVerteidigungspolitik: Italiens Verteidigungsminister spricht Nato
Existenzberechtigung abItalienische Regierung: Sie hat verstanden, was d…
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Update: Warum Trump den früheren FBI-Chef verfolgen lässt
26 september 2025 · 10 min
In den USA geht Präsident Donald Trump weiterhin scharf gegen seine
Kritiker vor. Eine Geschworenenjury hat den ehemaligen FBI-Chef James
Comey wegen "schwerer Straftaten" angeklagt. Angeblich habe er 2020 im
Rahmen der Untersuchung möglicher Verbindungen zwischen Russland und
Donald Trumps Präsidentschaftswahlkampf 2016 vor dem Kongress eine
Falschaussage gemacht und somit die Untersuchung behindert. Comey selbst
bestreitet die Vorwürfe und plädiert für seine Unschuld. In den sozialen
Medien ruft er dazu auf, sich von Trump nicht in die Knie zwingen zu
lassen. Was an den Vorwürfen dran ist, wie wahrscheinlich eine
Verurteilung ist und inwiefern der Vorfall zum Umbau der USA in ein
autoritäres System beiträgt, ordnet der US-Experte der ZEIT, Klaus
Brinkbäumer, ein. Lees meerDer israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat heute eine Rede
vor der UN-Generalversammlung in New York gehalten. Noch vor Beginn
verließen einige aus Protest den Saal, während andere klatschten. Wie
bereits vorher von der israelischen Zeitung Ha'aretz angekündigt, wandte
sich Netanjahu in seiner Rede trotz Kritik über Lautsprecher direkt an
die mutmaßlich noch lebenden israelischen Geiseln im Gazastreifen und
verlas ihre Namen. Über Lautsprechersysteme auf Lastwagen nahe dem
Grenzzaun zu Gaza sollte die Rede übertragen werden. Außerdem berief
sich Netanjahu auf die vermeintlichen Erfolge der israelischen Armee im
Kampf gegen die Feinde des Landes. Scharfe Kritik äußerte er an allen
Ländern, die Palästina als unabhängigen Staat anerkannt haben und lehnte
eine Zweistaatenlösung kategorisch ab.Außerdem im Update:
Der Bundesrat hat die Juristin Ann-Katrin Kaufhold einstimmig zur
Vizepräsidentin des Bundesverfassungsgerichts gewählt. Erst gestern
hatte der Bundestag sie zur neuen Verfassungsrichterin ernannt. Mit
dieser finalen Wahlentscheidung und der offiziellen Vereidigung Anfang
Oktober geht der Streit um die Verfassungsrichterwahl zu Ende.Doch nicht nur dazu hat der Bundesrat seine Zustimm…
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21 Schritte Richtung Frieden
26 september 2025 · 12 min
Per Video hat sich der Präsident der palästinensischen
Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, am gestrigen Donnerstag an die
UN-Generalversammlung gewandt. Im Mittelpunkt seiner Botschaft standen
der israelische Krieg im Gazastreifen und die jüngste Anerkennung
Palästinas durch mehrere westliche Staaten, darunter Großbritannien,
Frankreich und Kanada. Einen Tag später spricht Israels Premier Benjamin
Netanjahu vor der Versammlung; anders als Abbas, dem die USA die
Einreise verwehrt hatten, wird Netanjahu persönlich anwesend sein. Der
Krieg im Nahen Osten bleibt damit ein bestimmendes Thema bei den
Vereinten Nationen. Im Hintergrund werden weiterhin die Möglichkeiten
einer Waffenruhe zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas
ausgelotet. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff hat am Mittwoch einen
21-Punkte-Plan für den Gazastreifen vorgestellt und sich vorsichtig
optimistisch geäußert, dass es bald einen Durchbruch geben könne. Welche
Punkte dieser Plan umfasst, erläutert ZEIT-Auslandsredakteurin Xifan
Yang. Sie berichtet für uns von der UN-Generalversammlung. Außerdem sagt
sie, was von Netanjahus Rede zu erwarten ist. Lees meerBundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat seit ihrem Amtsantritt
vor rund vier Monaten bislang nur wenige Vorhaben im Kabinett
durchsetzen können. Die von ihr geplanten Reformen der Kranken- und
Pflegeversicherung, bei der Notfallversorgung und dem sogenannten
Primärarztsystem befinden sich noch in Vorbereitung. Eine zentrale
Herausforderung bleibt die Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen,
die 2026 ein Milliardendefizit erwarten. Anders als angekündigt konnte
sie dafür bisher noch keine zusätzlichen Mittel bei ihrem
Kabinettskollegen, Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD)
lockermachen. Nicht nur die Opposition kritisiert sie heftig; auch
innerhalb der Koalition gilt Warkens Verhältnis zur SPD als angespannt.
Außerdem sind zentrale Positionen in ihrem Ministerium noch unbesetzt.
Inwiefern die Kritik an Warken berechtigt ist, und was di… -
Update: Warum gerade in Dänemark Drohnen auftauchen
25 september 2025 · 11 min
Zwei Tage nach den Drohnensichtungen in Kopenhagen und Oslo meldet
Dänemark erneute Drohnensichtungen an mehreren Flughäfen im Land. Die
dänische Regierung und der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt
sprechen von einem "hybriden Angriff". Die Drohnen seien gleichzeitig an
verschiedenen Orten aufgetaucht und hätten den Flugverkehr in Aalborg
und zuvor in Kopenhagen beeinträchtigt. Dänemarks Ministerpräsidentin
Mette Frederiksen hatte die Angriffe zuvor bereits als "bislang
schwersten Anschlag auf dänische kritische Infrastruktur" bezeichnet.
Hans-Jakob Schindler, Sicherheitsexperte beim Counter Extremism Project,
ordnet ein, warum ausgerechnet Dänemark betroffen ist. Lees meerFührende Wirtschaftsinstitute sagen in ihrer Herbstprognose für 2025
lediglich ein Wachstum von 0,2 Prozent voraus. Für 2026 rechnen sie mit
einer Erholung auf 1,3 Prozent, 2027 soll das Bruttoinlandsprodukt um
weitere 1,4 Prozent zulegen. Hauptgrund sind dabei die umfangreichen
Investitionsprogramme in Infrastruktur, Digitalisierung und
Verteidigung, die die Bundesregierung im Rahmen ihres "Herbstes der
Reformen" angekündigt hat. Institute wie das DIW und das ifo warnen
jedoch, dass diese expansive Finanzpolitik nur die strukturellen
Schwächen der deutschen Wirtschaft überdecken könnte.Außerdem im Update: Der Bosch-Konzern plant in seiner Autozuliefersparte
bis 2030 den Abbau von bis zu 13.000 Stellen in Deutschland. Grund seien
das belastete wirtschaftliche Umfeld, hoher Wettbewerbsdruck und
steigende Investitionen in Zukunftstechnologien.Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy wurde im Prozess um angebliche
Wahlkampfgelder aus Libyen teilweise für schuldig befunden. Verurteilt
wurde er wegen "krimineller Vereinigung", während er von den Vorwürfen
der Bestechlichkeit, illegalen Wahlkampffinanzierung und der
Veruntreuung öffentlicher Gelder freigesprochen wurde.Trotz verweigerter Einreise in die USA ist Palästinenserpräsident Mahmud
Abbas bei der UN-Generaldebatte aufgetreten. Das größte … -
Richterwahl reloaded
25 september 2025 · 12 min
Der Bundestag wird über drei neue Richterposten am
Bundesverfassungsgericht abstimmen. Zuvor hatte der Wahlausschuss die
SPD-Kandidatin Sigrid Emmenegger bestätigt. Sie folgt auf Frauke
Brosius-Gersdorf, die nach Widerstand aus der Unionsfraktion ihre
Bewerbung zurückgezogen hatte. Für die Wahl im Parlament ist eine
Zweidrittelmehrheit nötig, sodass Schwarz-Rot auf Stimmen der
Opposition, vor allem von Grünen und Linken, angewiesen bleibt. Wie die
Richterwahl ausgehen könnte und welche Lehren sich daraus für die
Zukunft ziehen lassen, ordnet Heinrich Wefing, Leiter im Politikressort
der ZEIT, ein. Lees meerForscher warnen, dass sich das Klima schon 2050 um drei Grad erwärmen
könnte, wenn nichts gegen den Klimawandel unternommen wird. Deutschland
würde dann Temperaturen erleben wie heute in Italien, mit häufigeren
Hitzewellen, längeren Dürren und Extremwetterereignissen. Die Folgen:
Landwirtschaftlich genutzte Flächen würden weniger ertragreich,
Lebensmittelpreise könnten steigen, und viele Ökosysteme, darunter
Korallenriffe und Bestäuberpopulationen, wären bedroht. Auch der
Meeresspiegel könnte drastisch steigen. Elena Erdmann, Redakteurin im
Wissensressort der ZEIT, analysiert, welche Maßnahmen nötig sind, um
diese Szenarien zu verhindern.Und sonst so? Kartoffel-Rekordernte: Unsere liebsten Kartoffelrezepte
Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger
Redaktion: Elise Landschek
Mitarbeit: Lisa Pausch, Celine Yasemin Rolle
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
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Wahl von Frauke Brosius-Gersdorf: Ohne Beispiel
Verfassungsrichterwahl: Wahlausschuss schlägt Sigrid Emmenegger als
Verfassungsrichterin vorRichterwahl: Brosius-Gersdorf verzichtet auf Kandidatur als
VerfassungsrichterinBundesverfassungsgericht: Linke stellt Abgeordneten Richterwahl im
Bundestag freiRichter am Bundesarbeitsgericht: Union will offenbar Gü…
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Update: Merz im Ankündigungsmodus
24 september 2025 · 12 min
Im Bundestag in Berlin hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) heute in
seiner Rede bei der Generaldebatte zum Haushalt erneut die Notwendigkeit
von Reformen bei der Wirtschaft und im Sozialsystem betont. Diese seien
notwendig, damit alle anderen Vorhaben der Bundesregierung möglich
seien. Die Bundesrepublik Deutschland stehe “in einer der
herausforderndsten Phasen unserer neueren Geschichte”.
Oppositionspolitikerinnen der Linken und Grünen warfen Merz dagegen
mangelnde Empathie für Bürgerinnen und Bürger vor. Merz verteidigte
seine Politik, die geplanten Reformen würden den Sozialstaat erhalten.
Um Investitionen in die soziale Infrastruktur wie Schulen und Kitas zu
ermöglichen, seien 100 Milliarden Euro für die Länder eingeplant. Der
politische Korrespondent der ZEIT, Fabian Reinbold, hat die Debatte im
Bundestag verfolgt. Lees meerWolodymyr Selenskyj, der Präsident der Ukraine, hat heute eine Rede vor
der UN-Vollversammlung in New York gehalten. Am Vorabend hatte er sich
mit US-Präsident Donald Trump getroffen. Dieser hatte daraufhin in der
Nacht auf Mittwoch auf seiner Online-Plattform True Social verkündet,
dass die Ukraine alle von Russland besetzten Gebiete zurückerobern
könnte. Mithilfe der Nato und finanzieller Hilfe Europas sei dies eine
“Option”. Mit seinen aktuellen Äußerungen rückt Trump von früheren
Überlegungen ab, Gebietsabtretungen der Ukraine an Russland in Kauf
nehmen zu wollen. Selenskyj zeigte sich überrascht von Trumps Aussagen
und dankte ihm. Der ZEIT-Reporter Christian Vooren ordnet ein.Außerdem im Update: Nach dem Cyberangriff auf europäische Flughäfen hat
die britische Polizei in West Sussex einen Verdächtigen festgenommen.
Nach dem Angriff auf ein IT-System am Freitagabend kommt es unter
anderem am Flughafen Berlin-Brandenburg nach wie vor zu Problemen.Und sonst so? Erste Bundestagsrede mit Baby.
Moderation und Produktion: Hannah Grünewald
Redaktion: Elise Landschek
Mitarbeit: Mira Schrems
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter…
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Söders Bangen vor der AfD
24 september 2025 · 12 min
Bei der Klausurtagung der CSU-Fraktion im oberfränkischen Kloster Banz
am Dienstag nannte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder das
Anwachsen der AfD die „größte Herausforderung unseres politischen
Lebens“. Aktuell liegt die vom Verfassungsschutz als rechtsextrem
eingestufte Partei AfD in Umfragen teilweise vor der Union. Auch im von
ihm regierten Bundesland Bayern gewinnt die AfD zunehmend an Zustimmung.
Einst sagte Franz Josef Strauß, neben der CSU dürfe keine rechte Partei
existieren. Warum schafft es die Partei unter Söder nicht mehr, das
durchzusetzen? Das ordnet die Politik-Redakteurin der ZEIT, Lisa
Caspari, ein. Lees meerUm Argentiniens Finanzlage zu stabilisieren, haben am Dienstag
US-Präsident Donald Trump und sein Finanzminister Scott Bessent den
argentinischen Präsidenten Javier Milei in New York getroffen. Der Wert
des argentinischen Pesos sinkt seit Wochen und zwingt die Zentralbank
des südamerikanischen Landes zu immer drastischeren Schritten. In den
letzten Tagen hat die argentinische Zentralbank große Mengen ihrer
US-Dollarreserven veräußert. Über Mileis Politik und wie die USA
Argentinien helfen können, spricht im Podcast der
ZEIT-Wirtschaftsredakteur Ingo Malcher.Und sonst so? Cardi B-CDs per Drohnenlieferungen.
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Redaktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Kai Schnier, Mira Schrems
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Markus Söder: Söders Angst vor der AfD
ZEIT-Wahltrend: Warum die AfD an der Union vorbeizieht
CDU in NRW: Wüst, nicht wüst
Javier Milei: Der Erfolg der Kettensäge
Argentinien: Javier Mileis Wirtschaftsreformen
Javier Milei: Rückschlag für Argentiniens Präsidenten Milei bei
ProvinzwahlSie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie
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Update: Die Nato droht mit Gegenwehr - aber vorsichtig
23 september 2025 · 10 min
Nach der Verletzung des estnischen Luftraums durch russische Kampfjets
haben sich die Verbündeten der Nato zu einem Gipfel getroffen, um über
eine gemeinsame Reaktion zu beraten. In einer Erklärung verurteilten die
32 Bündnisstaaten das Vorgehen Moskaus als "verantwortungslos" und
kündigten an, künftig nicht nur Drohnen, sondern auch russische
Flugzeuge abzuschießen, um das Bündnisgebiet zu schützen. Es ist das
zweite Mal innerhalb von zwei Wochen, dass der Nato-Rat wegen russischer
Luftraumverletzungen zusammenkommt. Zuvor hatte Polen das Eindringen
russischer Drohnen gemeldet. Nato-Generalsekretär Mark Rutte äußerte
sich nach der Sitzung bei einer Pressekonferenz und erklärte, die
Verbündeten hielten fest zusammen, um einander zu verteidigen. Im
Nachrichtenpodcast sagt Hauke Friederichs, sicherheitspolitischer
Korrespondent der ZEIT, für wie sinnvoll er die Antwort der Nato hält. Lees meerBundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat seine Haushaltspläne für
2026 vorgestellt. Der Kernhaushalt umfasst Ausgaben von 520,5 Milliarden
Euro, davon sollen 174,3 Milliarden Euro durch neue Schulden finanziert
werden. Besonders umstritten sind dabei die Ausgaben für
Verkehrsinfrastruktur. Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) fordert
zusätzliche Mittel für den Aus- und Neubau von Straßen und
Eisenbahnstrecken, da seiner Einschätzung nach vor allem in diesem
Bereich rund 15 Milliarden Euro fehlen. Klingbeil wies die Kritik zurück
und betonte, dass das Verkehrsministerium bereits stark von den
vorgesehenen Sondermitteln profitiere. Ob und wie sich die beiden
Minister einigen könnten, erklärt Mark Schieritz, stellvertretender
Leiter im Politikressort der ZEIT.Und sonst so? Kamala Harris: Ein Blick hinter die Kulissen der großen
US-PolitikModeration und Produktion: Elise Landschek
Redaktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle
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80 Jahre UN: Viele Gäste, aber keine Party
23 september 2025 · 13 min
Die Vereinten Nationen feiern in diesem Jahr ihr 80-jähriges Bestehen.
In New York beginnt am heutigen Dienstag die 80. Generalversammlung.
Doch die Weltlage erscheint so düster wie schon lange nicht mehr: Die
Kriege in der Ukraine, im Gazastreifen, im Sudan oder im Jemen zeigen,
wie groß die Herausforderungen sind. Auf der Agenda der
Generalversammlung stehen unter anderem Reden von US-Präsident Donald
Trump, der keinen Hehl aus seiner Verachtung für internationale
Organisationen und den Multilateralismus insgesamt macht. Für
Deutschland spricht Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU), während
Bundeskanzler Friedrich Merz nicht nach New York reist. Samiha Shafy,
Redakteurin im Politikressort der ZEIT, erklärt im Podcast, was
inhaltlich von der Generalversammlung zu erwarten ist und ob die
Vereinten Nationen inmitten globaler Krisen wieder an Einfluss gewinnen
können. Lees meerFür etwa zwölf Minuten sind am vergangenen Freitag drei russische
Kampfflugzeuge in den estnischen Luftraum eingedrungen. Fast zeitgleich
überflogen zwei weitere Jets im Tiefflug eine polnische Bohrinsel in der
Ostsee. Es war die nächste Provokation, nachdem die Nato erst vor zwei
Wochen mehrere russische Drohnen über Polen abgeschossen hatte. In
Brüssel beraten nun die Nato‑Verbündeten gemäß Artikel 4 des
Bündnisvertrags über eine Reaktion und das weitere Vorgehen. Dieser
sieht Konsultationen vor, wenn sich ein Staat bedroht fühlt. Einige
Europäer wie der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter fordern künftig
eine robuste Reaktion, bis hin zum Abschuss russischer Maschinen. Wie
realistisch ist das? Hauke Friederichs, sicherheitspolitischer
Korrespondent der ZEIT, ordnet im Podcast ein, wie bedrohlich die
Vorfälle der vergangenen Woche waren und welche Möglichkeiten der Nato
jetzt offenstehen.Und sonst so? Gehen Sie doch mal wieder in die Oper oder ins Konzert.
Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Hannah Grünewald
Mitarbeit: Kai Schnier, Konstantin Hadži-Vuković
Fragen, Kritik,…
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Update: Sie erreichen Ihr Ziel voraussichtlich... 2029
22 september 2025 · 13 min
Die Bahn hat mit Evelyn Palla erstmalig eine Frau an der Spitze. Zuvor
sanierte sie den Regionalverkehr beim Tochterunternehmen DB-Regio. Palla
übernimmt die Bahn in wirtschaftlich turbulenten Zeiten, in denen auch
die Zufriedenheit der Fahrgäste eine Herausforderung
darstellt. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat bei Pallas
Vorstellung heute eingeräumt, dass die Bahn an ihrer Pünktlichkeit
arbeiten müsse. Bis 2029 sollen 70 Prozent der Fernverkehrszüge
keinerlei Verspätung mehr haben. Eigentlich sollte dieses Ziel schon
2026 erreicht werden. Woher kommt das Zurückschrauben der Ziele?
ZEIT-Wirtschaftsredakteur Zacharias Zacharakis ordnet ein. Lees meerIm Bundestag steht diese Woche noch einmal die Besetzung von drei
Richterstellen am Bundesverfassungsgericht auf der Tagesordnung. Die SPD
ernannte Sigrid Emmenegger zur neuen Kandidatin. Damit ersetzt sie
Frauke Brosius-Gersdorf, die die Union im Juli wegen ihrer liberalen
Haltung zu Schwangerschaftsabbrüchen abgelehnt hatte. Jens Spahn,
Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, zeigt sich dieses
Mal positiver. Er ist der Meinung, dass "am Donnerstag alles klappen
wird". Ob die neue Kandidatin der bessere Personalvorschlag ist,
analysiert Eva Lautsch, Politikredakteurin der ZEIT.Außerdem im Update:
Der New-Start-Vertrag ist das letzte noch bestehende
Rüstungskontrollabkommen zwischen den USA und Russland. Anfang nächsten
Jahres läuft es aus. Der russische Präsident Wladimir Putin hat
angeboten, die Beschränkungen über Atomwaffen für ein weiteres Jahr
einzuhalten.Und sonst so? Die wissenschaftlich korrekte Morgenroutine
Moderation und Produktion: Rita Lauter
Redaktion: Hannah Grünewald
Mitarbeit: Miriam Mair
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Evelyn Palla: Sie hat bewiesen, dass sie ein Unternehmen sanieren kann
Evelyn Palla: "Sie ist in der Lage, etwas zu bewegen"
Zugverkehr: Bundesverkehrsminister Schnieder lockert Pünktlichkeitsziele
der Ba… -
Was bedeutet Palästinas Anerkennung als Staat?
22 september 2025 · 11 min
Kanada, Australien und Großbritannien haben Palästina als Staat
anerkannt. Auch Frankreich und Belgien planen, am heutigen Montag in New
York einen Palästinenserstaat anzuerkennen. Damit wollen die Regierungen
die Idee der Zweistaatenlösung stärken. Großbritanniens Premier Keir
Starmer sagte, das sei keine Belohnung für die Hamas. Die Hamas werde in
einem Staat Palästina keine Rolle mehr spielen. Lees meerIsrael lehnt diesen Schritt ab und droht, Palästinensergebiete zu
annektieren und weitere Siedlungen zu bauen. Auch die USA sind gegen
eine Anerkennung Palästinas. Deutschland hält zwar am Prinzip der
Zweistaatenlösung fest, will Palästina derzeit aber nicht anerkennen.
Was dieser Schritt für die Palästinenser bedeutet, ordnet Heinrich
Wefing, Ressortleiter im Politikressort der ZEIT, ein.Die Deutsche Bahn soll eine neue Chefin bekommen, wer es wird,
will Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder am heutigen Montag bekannt
geben. Berichten zufolge soll Evelyn Palla die Nachfolgerin von Richard
Lutz werden. Bisher war sie Vorständin für Regionalverkehr bei der
Deutschen Bahn. Die 52-jährige Managerin stammt aus Südtirol und war
zuvor auch bereits im Vorstand bei den Österreichischen Bundesbahnen
(ÖBB). Mit ihrer Berufung wäre sie die erste Frau an der Spitze der
Deutschen Bahn. Die endgültige Ernennung erfolgt durch den
Aufsichtsrat.Hintergrund für den Führungswechsel ist die angespannte Lage der
Deutschen Bahn. Im August waren nur rund 60 Prozent der Fernzüge
pünktlich, zudem verzeichnet der Konzern hohe Verluste. Ob das mit der
neuen Bahnchefin besser werden könnte, analysiert Jonas Schulze Pals,
Redakteur im Wirtschaftsressort der ZEIT.Und sonst so: Ein Ende der „ewig Unvollendeten“ in Sicht
Moderation und Produktion: Simone Gaul
Mitarbeit: Mathias Peer, Celine Yasemin Rolle
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Russische Jets an der Ostgrenze: Wie stark ist die Nato?
21 september 2025 · 13 min
Nach dem Eindringen russischer MiG-31-Kampfjets in den estnischen
Luftraum haben Europa und die Nato-Staaten über mögliche Reaktionen
beraten. Der Vorfall folgte auf das kurz zuvor
beendete russisch-belarussische Manöver "Sapad". Nach Angaben aus
Tallinn hielten sich die Jets rund zwölf Minuten im estnischen Luftraum
auf, flogen ohne Transponder und übermittelten keine Flugdaten.
Zeitgleich meldete Polen einen Tiefflug russischer Maschinen über einer
Bohrplattform, bei dem die Sicherheitszone verletzt wurde. Welche
Maßnahmen die Nato nun ergreifen könnte, ordnet ZEIT-Redakteur Alexander
Kauschanski im Podcast ein. Lees meerIn Arizona findet eine große Trauerfeier für den
ermordeten US-Aktivisten Charlie Kirk statt. Die Veranstaltung ist in
einem Footballstadion mit Platz für bis zu 63.000 Besucher geplant.
Unter den Gästen werden auch der US-Präsident Donald Trump und sein Vize
JD Vance erwartet. Charlie Kirk wurde bei einer
Universitätsveranstaltung im Bundesstaat Utah angeschossen und starb an
den Folgen. Nach bisherigen Erkenntnissen geriet er wegen seiner
politischen Äußerungen ins Visier des Täters. Donald Trump bezeichnet
den US-Aktivisten als "Märtyrer der Wahrheit". Johanna Roth,
ZEIT-Auslandskorrespondentin in Washington, D. C. ist vor Ort und
berichtet von der Trauerfeier.Und sonst so: 7 Europäische Food-Festivals im Herbst
Moderation und Produktion: Erica Zingher
Mitarbeit: Susanne Hehr, Celine Yasemin Rolle
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Ukrainekrieg: Estland meldet Eindringen russischer Kampfflugzeuge in
LuftraumKampfjets in Estland: Putin dreht die Eskalationsspirale weiter
Russische Drohnen: Norbert Röttgen setzt auf Nato-Drohnenwall gegen
RusslandMilitärübung Sapad: Warum die Nato nach Belarus blickt
Russlands Luftraumverletzungen: Russische Kampfjets verletzen
Sicherheitszone um polnische Ö… -
Spezial: Ein Tag in Gaza
20 september 2025 · 53 min
Am Dienstag, 9. September, haben israelische Militärflugzeuge Tausende
Flugblätter über Gaza-Stadt abgeworfen. Darauf stand: Lees meer"An alle Bewohner von Gaza-Stadt. Die israelische Armee wird hier mit
großer Härte operieren. Für Ihre eigene Sicherheit verlassen Sie sofort
die Stadt und gehen nach Süden."In Gaza-Stadt lebten zu diesem Zeitpunkt noch rund eine Million
Menschen. Werden sie gehen?Ein Team der ZEIT hält seit Monaten Kontakt mit Menschen im
Gazastreifen, per Telefon, Sprachnachrichten und Videocalls.Am Mittwoch nach der Evakuierungsaufforderung, der größten bisher in
diesem Krieg, haben wir sie angerufen. Wir wollten hören: Wie gehen sie
mit der Situation um? Vier Geschichten, die sich an diesem 10. September
im Gazastreifen abgespielt haben, erzählen wir in dieser Podcastfolge.Da ist Malak, 19, die mitten im Krieg ihre Uniprüfungen schreibt. Weil
es schon lange keine Hörsäle mehr gibt, geht sie dafür an einen
besonderen Ort: einen Co-Working-Space in Gaza-Stadt mit stabilem
Internet. Die Frage ist, wie lange es diesen Ort noch geben wird, denn
sein Besitzer, Rami Bolbol, 28, fragt sich seit Wochen: gehen oder
bleiben?Mohammed Khattab lebt in der Mitte des Gazastreifens. Er ist 80 Jahre
alt und bekommt an diesem Morgen einen Schreck: Sein Sohn Baschar, 18,
ist verschwunden. Er fürchtet, er weiß, wohin der Sohn gegangen sein
könnte: zu einem Essensverteilungszentrum.In Gaza-Stadt will die 33-jährige Alaa Albana ihrer zwölfjährigen
Tochter Tala beibringen, ihre jüngeren Geschwister zu versorgen. Für den
Fall, dass sie selbst, die Mutter, getötet wird.Und Jamil, 23, will eigentlich an diesem Mittwoch vor allem für sein
Medizinstudium lernen. Aber dann muss er stattdessen zu einer
Beerdigung.Team: Andrea Backhaus, Jannis Carmesin, Simone Gaul, Markus Gläser,
Constanze Kainz, Alicia Kleer, Mounia Meiborg, Marlon Saadi, Helena
Schmidt, Pia Rauschenberger, Annabel Wahba, Hanna IsraelRedaktion: Tim Howard, Ole Pflüger und Bastian Berbner
Sounddesig…
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Ist die Klimapolitik am Ende?
20 september 2025 · 13 min
In Brüssel haben die EU-Umweltminister stundenlang über ein gemeinsames
Klimaziel für 2035 verhandelt. Am Ende hat die Europäische Union die
geplante Verabschiedung eines neuen Klimaziels für 2040 vertagt. Das
Thema solle zunächst bei einem informellen EU-Gipfel am 1. Oktober zur
Sprache kommen, hieß es am Freitag nach Beratungen der EU-Botschafter in
Brüssel. Der Grund: Manche Länder wollen die Vorgaben abschwächen, weil
ihre Industrien ächzen, andere bestehen darauf, dass Europa beim
Klimaschutz ehrgeizig bleibt. Gleichzeitig wächst der Druck von außen:
Tausende, vor allem junge Menschen, gehen bei einer Klimademo von
Fridays for Future auf die Straße. Finden die Klimaaktivisten mit ihren
Forderungen überhaupt noch Gehör? Und was bedeutet der Stillstand in
Brüssel für die internationale Rolle Europas? Elena Erdmann,
ZEIT-Redakteurin, hat die Verhandlungen in Brüssel verfolgt. Im Podcast
erklärt sie, warum die Umweltminister so zerstritten sind und welche
Folgen das für die Klimabewegung hat. Lees meerVor drei Jahren starb die Kurdin Jina Mahsa Amini in Teheran nach einer
gewaltsamen Festnahme durch die iranischen Sittenwächter – der Vorwand:
Sie habe ihr Kopftuch nicht richtig getragen. Ihr Tod löste landesweite
Proteste aus, vor allem junge Menschen gingen auf die Straße, forderten
Freiheit und Gerechtigkeit. Die Bewegung, die den Slogan "Frau, Leben,
Freiheit" prägte, wurde schnell zu einem Symbol für Freiheit, nicht nur
im Iran, sondern weltweit. Doch bis heute reagiert das Regime im Iran
mit Repressionen: Seit Jahresbeginn wurden bereits mehr als 800
Hinrichtungen vollstreckt. Wie geht es der Protestbewegung drei Jahre
nach Aminis Tod? Und wie wirkt sich die Gewalt auf die Menschen vor Ort
aus? Omid Rezaee, Volontär der ZEIT, erklärt im Podcast, was von der
Bewegung im Land selbst geblieben ist und welche Bedeutung Jina Amini
für die iranische Diaspora weltweit hat.Und sonst so? Optimismus schützt vor Stress – sogar bei Schildkröten.
Moderation und Produktion: Eri…
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Update: Bekommt Trump den TikTok-Deal, den er wollte?
19 september 2025 · 12 min
Nach monatelangem Tauziehen könnte der Streit um die Zukunft der
Videoplattform TikTok in den USA entschieden sein. Die US-Regierung
verkündete, dass US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi
Jinping ihre Gespräche am Freitag besiegeln wollen. Demnach soll eine
neue Tochterfirma entstehen, bei der US-Investoren die Mehrheit
übernehmen, während der Algorithmus in China bleibt. Zuvor hatte
US-Präsident Trump bereits vier Mal die Frist zum Verkauf von TikTok in
den USA durch den chinesischen Konzern ByteDance verlängert. Doch um was
für einen Deal handelt es sich genau? Und warum ist es der US-Regierung
so wichtig, dass TikTok größtenteils in US-amerikanischen Händen ist?
Lisa Hegemann, Leiterin des Digitalressorts der ZEIT, ordnet im Podcast
ein, welche Folgen dieser Deal für TikTok-User in den USA haben könnte
und ob Trump dadurch auch Einfluss auf die Inhalte der Plattform
gewinnt. Lees meerDrei russische Kampfflugzeuge sind nach Angaben der estnischen Regierung
ohne Erlaubnis in den Luftraum des Nachbarlandes eingedrungen. Bei den
Maschinen handelte es sich um MiG-31-Flugzeuge, schwere Abfangjäger, die
mit Russlands Hyperschallrakete Kinzhal ausgerüstet sind. Sie drangen
etwa fünf Seemeilen in estnisches Hoheitsgebiet ein und flogen in
Richtung der Hauptstadt Tallinn. Sie hätten sich dort für zwölf Minuten
aufgehalten, teilte das estnische Außenministerium mit. Maxim Kireev,
Redakteur der ZEIT, ordnet das Geschehen im Podcast ein.Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist zu seinem Antrittsbesuch nach
Spanien gereist. Am Donnerstagabend traf er sich in Madrid mit dem
spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez. Spanien ist damit das
letzte der größeren EU-Länder, das der Kanzler besucht. Zentrales Thema
des Gesprächs waren die von der EU-Kommission vorgeschlagenen Sanktionen
gegen Israel. Sánchez kündigte seine Unterstützung für das Vorhaben an.
Spanien gehört zu den Ländern in der EU, die Israel am schärfsten für
das militärische Vorgehen im Gazastreifen kritisie… -
Wie der Dieselskandal sich auf die Autoindustrie ausgewirkt hat
19 september 2025 · 14 min
Zehn Jahre sind seit dem Dieselskandal vergangen, der den
Volkswagen-Konzern erschütterte. Damals beschuldigte die
US-amerikanische Umweltbehörde den Konzern aus Wolfsburg der
Manipulation von Abgaswerten und drohte mit einer
18-Milliarden-Dollar-Strafe. Was folgte, war ein historischer
Vertrauensverlust in eine ganze Antriebsform. 2015 war noch fast jedes
zweite neu zugelassene Auto in Deutschland ein Diesel, heute liegt der
Anteil nur noch bei gut einem Fünftel. In Europa ist er sogar auf zwölf
Prozent gefallen. Der Dieselskandal wirkt bis heute nach. Tausende Jobs
sind verloren gegangen, die Konkurrenz aus China und den USA wächst und
die deutsche Autoindustrie kämpft mit hohen Energiekosten. Wie eng hängt
die aktuelle Krise der Hersteller mit dem Abgasbetrug von damals
zusammen? Christoph M. Schwarzer, Autor für die ZEIT, ordnet im Podcast
ein, wie stark der Dieselskandal damals die Autoindustrie erschütterte. Lees meerIn Deutschland hat die Bundesregierung unter Innenminister Alexander
Dobrindt die Migrationspolitik verschärft. An Grenzen und im Bahnverkehr
kontrolliert die Bundespolizei verstärkt; Asylsuchende werden
abgewiesen. Der Familiennachzug für Geflüchtete ist ausgesetzt,
Visaverfahren für Afghanen verzögern sich trotz Aufnahmezusage, das
beschleunigte Einbürgerungsverfahren wurde abgeschafft. Die Union rühmt
sich, damit eine "Migrationswende" vollzogen zu haben. Doch die AfD
kleinzukriegen, gelingt der Union trotzdem nicht – in Umfragen liegen
beide Parteien fast gleichauf. Woran liegt das? Und stehen die Menschen
in Deutschland hinter dieser restriktiven Migrationspolitik? Paul
Middelhoff, stellvertretender Leiter des Politikressorts der ZEIT,
erklärt im Podcast, ob die sinkende Zahl der Asylanträge wirklich auf
Innenminister Dobrindt zurückzuführen ist und warum die Union trotzdem
nicht von der Migrationswende profitiert.Und sonst so? Kann KI den Models die Jobs klauen?
Moderation und Produktion: Roland Jodin
Redaktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Sophia …
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Update: Erst Colbert, nun Kimmel – US-Sender knicken vor Trump ein
18 september 2025 · 10 min
Die Ausstrahlung der US-amerikanischen Late-Night-Show "Jimmy Kimmel
Live" wird vom Sender ABC auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. ABC
begründete die Entscheidung mit Äußerungen des Talkmasters über den Mord
an Charlie Kirk. Kimmel hatte in seiner Sendung am Montag gesagt: "Wir
haben am Wochenende neue Tiefpunkte erreicht, als die MAGA-Gang
verzweifelt versuchte, diesen Jungen, der Charlie Kirk ermordet hat, als
irgendetwas anderes als einen von ihnen darzustellen und alles tat, um
daraus politische Punkte zu schlagen." Donald Trump kommentierte die
Entscheidung von ABC auf seiner Plattform Truth Social: "Tolle
Neuigkeiten für Amerika." Die internationale Korrespondentin der ZEIT,
Rieke Havertz, ordnet die Entscheidung des Senders und die Auswirkungen
ein. Lees meerDonald Trump hat heute den britischen Premierminister Keir Starmer auf
dessen Landsitz Chequers getroffen. Die USA und Großbritannien haben
ein Investitionsabkommen besiegelt und ein milliardenschweres
Wirtschaftsabkommen zu Technologie und Atomkraft unterzeichnet. Trump
war am Dienstagabend zu seinem zweiten Staatsbesuch in Großbritannien
gelandet, den er als "große Ehre" bezeichnete. Anlässlich des Besuchs
hat die US-Investmentgesellschaft Blackstone angekündigt, in den
nächsten zehn Jahren 90 Milliarden Pfund in britische Projekte
investieren zu wollen. Auch Microsoft und andere US-Technologiefirmen
hatten Milliardeninvestitionen in die britische KI-Infrastruktur
angekündigt.Außerdem im Update: In München wurde heute bei der
Sonderverkehrsministerkonferenz über das Deutschlandticket beraten. Im
kommenden Jahr wird der Preis dafür auf 63 Euro angehoben werden. Zu
Beginn des Jahres war der Preis von 49 Euro auf derzeit 58 Euro
monatlich gestiegen.Und sonst so? O'zapft is, OkSoberfest!
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Redaktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Mira Schrems
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Absetzung von "Jimmy Kimmel Live": Journ…
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Charlie Kirks Tod: Meme-Kultur als Motor der Radikalisierung
18 september 2025 · 13 min
Nach dem Mord am nationalistischen Aktivisten und US-Influencer Charlie
Kirk verschärft sich die politische Stimmung in den USA. Präsident
Donald Trump spricht von einem politischen Attentat und rechte Medien
von einem linken Komplott. In sozialen Netzwerken verbreiten sich Bilder
der Patronen des mutmaßlichen Täters, auf denen Meme-Anspielungen
eingraviert sind. Die Ermittler sehen darin ein Muster: Online-Codes und
Insiderwitze aus extremistischen Communitys fließen zunehmend in
politische Auseinandersetzungen ein. Was das über die Stimmung in den
USA aussagt, analysiert Titus Blome, Redakteur im Kulturressort der
ZEIT. Lees meerDie neue Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will die
Energiewende effizienter und bezahlbarer gestalten. Fast 60 Prozent des
deutschen Stroms stammen bereits aus erneuerbaren Quellen, doch hohe
Preise, ungenutzte Windräder und teure Netzengpässe belasten Verbraucher
und Unternehmen. Katherina Reiche setzt daher auf gezieltere
Förderungen. Als Backup für Zeiten mit wenig Sonne oder Wind plant sie
neue Gaskraftwerke, ein Schritt, der Umweltschützer kritisieren und ihr
vorwerfen, die Energiewende zu bremsen. Marc Widmann, Redakteur im
Wirtschaftsressort der ZEIT, ordnet ein, ob der Vorwurf der
Umweltschützer berechtigt ist.Und sonst so? Augentropfen statt Brille tragen
Moderation und Produktion: Erica Zingher
Redaktion: Hannah Grünewald
Mitarbeit: Mathias Peer, Celine Yasemin Rolle
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die
ZEIT auf Whatsapp.Weitere Links zur Folge:
Charlie Kirk: Und wir sind live dabei
Der US-Überblick am Morgen: US-Regierung droht Charlie Kirks Kritikern,
Nationalgarde in MemphisAttentat auf Charlie Kirk: Wenn Anstand ins Dilemma führt
USA: Tatverdächtiger im Fall Charlie Kirk wegen Mordes angeklagt
Attentat auf Charlie Kirk: Wenn Mord zum Meme wird
Kirk-Attentat: Wer war Charlie Kirk?
Monitoring-Bericht: …
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Update: Merz baut Brücken für den Bundeshaushalt
17 september 2025 · 9 min
In Berlin wurde heute bei der Generaldebatte im Bundestag der Haushalt
der kommenden drei Monate diskutiert. Der Haushaltsentwurf 2025 sieht
502 Milliarden Euro Ausgaben vor – das bedeutet eine Neuverschuldung von
beinahe 82 Milliarden Euro. Mehrere Oppositionspolitikerinnen haben der
schwarz-roten Koalition einen falschen Einsatz des Sondervermögens zur
Infrastruktur vorgeworfen. Katharina Dröge, Fraktionschefin der Grünen,
kritisierte Bundeskanzler Friedrich Merz, er würde mit dem "gewaltigen"
Sondervermögen "ein Moment der Enttäuschung" schaffen. Auch die
Fraktionschefinnen der AfD, Alice Weidel, sowie der Linken, Heidi
Reichinnek, kritisierten die Bundesregierung für ihren Entwurf. Der
politische Korrespondent der ZEIT, Fabian Reinbold, hat die Debatte im
Bundestag verfolgt. Lees meerDie EU-Kommission will als Reaktion auf Israels Vorgehen in Gaza durch
Sanktionen den Druck auf die israelische Regierung erhöhen. Die Behörde
stellte einen Maßnahmenkatalog vor, konkret sollen Freihandelsvorteile
gestrichen werden. Die teilweise Aussetzung des Assoziierungsabkommens
zwischen der Europäischen Union und Israel hätte zur Folge, dass die
Zölle auf bestimmte Waren aus Israel steigen. Israels wichtigster
Handelspartner ist die EU. Für den Plan mangelt es allerdings unter den
EU-Mitgliedstaaten derzeit noch an Unterstützung. Die
EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas erwägt als weitere Maßnahme Sanktionen
gegen zwei rechtsextreme Minister aus der Regierung von Benjamin
Netanjahu.Außerdem im Update: In 16 Städten der Slowakei haben tausende Menschen
erneut gegen die Politik von Ministerpräsident Robert Fico demonstriert.
Sie kritisierten geplante Sparmaßnahmen der Regierung und die
prorussische Haltung des 61-jährigen Fico. Auslöser der Proteste war
zusätzlich, dass Fico vorvergangene Woche in China Putin traf.Und sonst so? ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner stellt “Nur eine Frage”.
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Redaktion: Hannah Grünewald
Mitarbeit: Mira Schrems
Fragen,…
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Israels Offensive in Gaza-Stadt hat begonnen
17 september 2025 · 13 min
Vor Wochen angekündigt, jetzt ist sie gestartet – die Offensive der
israelischen Armee in Gaza-Stadt. "Gaza brennt", teilte der israelische
Verteidigungsminister Katz mit. Israel vermutet in der größten Stadt des
Küstenstreifens, eine der verbliebenen Hamas-Hochburgen. Israels Armee
forderte Zivilisten auf, Gaza-Stadt zu verlassen. Schätzungen zufolge
sind Hunderttausende der eine Million Einwohner geflohen. Der Rest ist
erschöpft oder hoffnungslos, denn in Sicherheit sind sie an keinem Ort
in Gaza. Hauke Friederichs ist sicherheitspolitischer Korrespondent der
ZEIT und ordnet ein, was die Offensive für die Menschen in Gaza-Stadt
und die verbliebenen Geiseln bedeutet, was sich durch die Offensive
verändern wird, und ob der Vorwurf des Völkermords einiger Länder
und des UN-Menschenrechtsrats Israels Vorgehen beeinflussen wird. Lees meerUS-Präsident Donald Trump hat verkündet, dass er zu härteren Sanktionen
gegenüber Russland bereit ist. Seine Aussage ist jedoch an eine
Bedingung geknüpft – zuerst soll die EU Zölle in Höhe von 100 Prozent
gegen Indien und China erheben. Die beiden Länder sind die wichtigsten
Abnehmer von russischem Öl. Doch auch die EU bezieht immer noch 19
Prozent ihres Gases aus Russland. Wie das noch möglich sein kann, was
die Sanktionen bisher gebracht haben und, ob Trump nur von sich selbst
ablenken möchte, erklärt Michael Thumann, außenpolitischer Korrespondent
der ZEIT.Und sonst so: In den Weinbergen gehen Trauben-Diebe um
Moderation und Produktion: Roland Jodin
Redaktion: Hannah Grünewald
Mitarbeit: Mathias Peer, Miriam Mair
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Besetzung von Gaza-Stadt: Gegen alle Widerstände
Krieg im Gazastreifen: Israelisches Militär dringt mit Panzern in
Gaza-Stadt einKrieg in Nahost: Das Kalkül hinter Israels neuer Offensive
Gaza-Stadt: Alle raus, aber wohin?
Bodenoffensive in Gaza-Stadt: Eine Stadt wird zur Hölle für Zilivisten
Völkermord-Klage gegen Israel:…
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Update: Trump gegen die “New York Times”
16 september 2025 · 12 min
US-Präsident Donald Trump klagt wieder einmal gegen ein amerikanisches
Medienunternehmen, dieses Mal gegen die "New York Times". Sein Vorwurf:
“absichtliche und böswillige” Diffamierung im Vorfeld der
Präsidentschaftswahl 2024. Als Entschädigung fordert er 15 Milliarden
Dollar. Worum es bei der Klage im Detail geht und wie es um die
Pressefreiheit in den USA grundsätzlich steht ordnet Leon Lindenberger
aus dem Feuilleton der ZEIT ein. Lees meerDie israelische Armee hat am vergangenen Montagabend ihre Offensive auf
Gaza-Stadt gestartet. Mit Bodentruppen dringt sie in die größte Stadt
des Küstenstreifens ein. Israel vermutet dort eine der letzten
Hamas-Hochburgen mit ungefähr 3.000 Kämpfern. Ein Sprecher der
EU-Kommission warnte, dass "eine militärische Intervention zu mehr
Zerstörung, mehr Tod und mehr Vertreibung" führe. Zudem werde dies auch
"die bereits katastrophale humanitäre Lage verschärfen und die Leben der
Geiseln gefährden." Unterdessen wirft eine vom UN-Menschenrechtsrat
eingesetzte Kommission Israel Völkermord vor. Israel lehnt den
UN-Menschenrechtsrat als Autorität jedoch strikt ab.Außerdem im Update:
Der polnische Präsident Karol Nawrocki hat heute Berlin im Rahmen seines
Amtsantrittsbesuchs besucht. Ein zentrales Thema waren die wiederholten
Verletzungen des polnischen Luftraums durch russischer Kampfdrohnen.
Bundeskanzler Merz bekräftigte die deutsche Unterstützung. Nawrocki und
die regierende PiS-Partei fordern zudem 1,3 Billionen
Euro Reparationszahlungen für deutsche Verbrechen im Zweiten Weltkrieg.
Bundespräsident Steinmeier wies dies zurück. ZEIT-Historiker Felix
Ackermann erklärt, wie die Debatte in Polen wahrgenommen wird und welche
Erwartungen an die deutsche Unterstützung gegen Russland bestehen. Der
Historiker Felix Ackermann analysiert für die ZEIT, wie die Diskussion
in Polen wahrgenommen wird und welche Erwartungen das Land an die
deutsche Unterstützung im Konflikt mit Russland knüpft.Vor knapp einem Monat hat die italienische Polizei den U…