Alle afleveringen
2.000 afleveringen, van nieuw naar oud
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Sondergipfel in Katar: eine neue sicherheitspolitische Ära?
16 september 2025 · 12 min
Vergangene Woche hat die israelische Luftwaffe in Doha versucht, die
Hamas-Führung zu anzugreifen. Nach katarischen Angaben kamen sechs
Menschen ums Leben, Hamas-Funktionäre blieben offenbar unverletzt. Am
gestrigen Montag haben fast 60 arabische und islamische Staaten bei
einem Sondergipfel in Katar über Konsequenzen gesprochen. Der Emir von
Katar, Tamim bin Hamad Al Thani, fragte: "Wie sollen wir in unserem Land
israelische Delegationen zu Verhandlungen empfangen?" In der gemeinsamen
Abschlusserklärung fordern die Staaten ein Waffenembargo gegen Israel,
konkrete Maßnahmen wurden jedoch nicht bekannt gegeben. Lea Frehse ist
außenpolitische Redakteurin der ZEIT, sie erklärt, worauf man sich
außerdem einigen konnte und welche Bedeutung der Gipfel hat. Lees meerAm 16. September 2025 wählen die Bürgerinnen und Bürger Malawis einen
neuen Präsidenten sowie Parlament und Kommunalvertreter. 7,2 Millionen
Menschen haben sich registriert. Das Land gilt trotz extremer Armut als
eine der wenigen stabilen Demokratien in Subsahara-Afrika. Doch die
wirtschaftliche Not ist groß: Inflation, Energieknappheit und
Nahrungsmittelunsicherheit prägen den Alltag. Politisch stehen sich vor
allem Amtsinhaber Lazarus Chakwera (MCP) und Ex-Präsident Peter
Mutharika (DPP) gegenüber. Viele Wähler wünschen einen Wechsel, doch
erstmals ist eine absolute Mehrheit nötig – eine Stichwahl gilt als
wahrscheinlich. ZEIT-Autor Julian Hilgers ordnet die Wahl ein und
erklärt, wie Malawi trotz Armut politisch stabil bleibt.Und sonst so? Je älter wir werden, desto weniger neue Musik entdecken
wir.Moderation und Produktion: Constanze Kainz
Redaktion: Hannah Grünewald
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.Weitere Links zur Folge:
- Lage im Überblick: Arabisch-islamischer Gipfel in Katar berät
Israels Angriff
- Angriff in Katar: Dieser Schlag galt der Diplomatie
- Israelischer Angriff in Katar: Katar will weiter zwischen Israel und
… -
Update: Noch trägt die politische Mitte
15 september 2025 · 11 min
Bei der Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen hat die AfD ihr Ergebnis im
Vergleich zur Wahl vor fünf Jahren verdreifacht, bleibt jedoch hinter
ihren bundesweiten Umfragewerten zurück. Die Grünen erzielten trotz
Verlusten das zweitbeste Kommunalwahlergebnis ihrer Geschichte in NRW.
Auffällig war die hohe Wahlbeteiligung: Mit 56,8 Prozent war sie so hoch
wie seit mehr als 30 Jahren nicht mehr. Er sagt "noch lebt die Mitte".
Im Podcast erklärt er, warum die Wahl in NRW der Bundesregierung einen
Motivationsschub geben sollte. Lees meerDer Prozess gegen Özgür Özel, Vorsitzender der größten Oppositionspartei
CHP, wurde in der Türkei auf Oktober verschoben. Ihm und weiteren
Parteimitgliedern wird Bestechung im Zusammenhang mit dem Parteitag 2023
vorgeworfen. Die CHP weist die Vorwürfe zurück und kritisiert das
Vorgehen der Justiz. Marion Sendker ist Autorin für die ZEIT in
Istanbul. Sie ordnet die Lage ein.Außerdem im Update: Am Wochenende glänzten deutsche Sportler mit
Erfolgen. Die deutschen Männer haben nach der
Basketball-Weltmeisterschaft nun auch den Europameistertitel gewonnen.
Parallel dazu sicherte sich Marathonläufer Amanal Petros bei der
Weltmeisterschaft in Tokio die Silbermedaille, nur drei
Hundertstelsekunden hinter dem Sieger aus Tansania. Petros, 30 Jahre alt
und 2012 als Flüchtling nach Deutschland gekommen, ist damit
Vizeweltmeister im Marathon.Und sonst so? Ist die Nordsee wirklich das gefährlichste Meer?
Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Hannah Grünewald
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.Weitere Links zur Folge:
- NRW-Wahlen 2025: Noch lebt die Mitte
- Kommunalwahl in NRW: Was ist der Plan?
- Opposition in der Türkei: Türkisches Gericht vertagt Prozess gegen
Oppositionsführer Özel
- Opposition in der Türkei: "Das sind politische Prozesse"
- Amanal Petros: Ein Wimpernschlag dauert zehnmal längerSie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier …
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Die AfD punktet in NRW
15 september 2025 · 13 min
Am vergangenen Sonntag fanden in Nordrhein-Westfalen Kommunalwahlen
statt. Rund 13,7 Millionen Bürgerinnen und Bürger durften in
Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland darüber entscheiden, wer
dort regiert. Die CDU unter Ministerpräsident Hendrik Wüst konnte ein
stabiles Ergebnis von 33,3 Prozent erzielen. Die SPD, die über
Jahrzehnte die dominierende Kraft in Nordrhein-Westfalen war, kam auf
22,1 Prozent und muss damit deutliche Verluste hinnehmen. Besonders im
Ruhrgebiet erzielten die Sozialdemokraten einst stabil ihre besten
Ergebnisse. Die AfD hingegen konnte ihr Ergebnis deutlich steigern und
landete bei 14,5 Prozent. Die Wahl gilt als erster Stimmungstest für die
schwarz-rote Bundesregierung. Wie steht es jetzt um die SPD nach der
Wahl? Und wird die AfD in einzelnen Städten oder Gemeinden künftig
mitregieren? Michael Schlieben, politischer Korrespondent der ZEIT,
ordnet die Ergebnisse im Podcast ein und analysiert, welche Auswirkungen
die NRW-Wahl auf die politische Stimmung im Bund haben könnte. Lees meerMehr als 100.000 Menschen sind am Wochenende in London auf die Straße
gegangen, angeführt von dem rechtsextremen Aktivisten Tommy Robinson.
Transparente mit Parolen wie "Stoppt die Boote“ oder "Schickt sie nach
Hause“ prägten das Bild. Laut Beobachtern war es die vermutlich größte
rechtsextreme Demonstration in der Geschichte Großbritanniens. Auch
internationale Prominenz war dabei: Der frühere Trump-Berater Steve
Bannon reiste an, der rechtsextreme französische Politiker Éric Zemmour
ebenso. Als Redner wurde Tech-Milliardär und Tesla-Chef Elon Musk per
Video zur Kundgebung zugeschaltet. Während der Großdemo kam es im
Regierungsviertel auch zu gewalttätigen Zwischenfällen. Insgesamt seien
dabei 26 Polizeibeamte verletzt worden, teilte die Met Police mit.
Jochen Bittner, ZEIT-Korrespondent in London, hat mit den
Demonstrierenden gesprochen. Im Podcast ordnet er ein, ob es eine rein
rechtsextreme Großveranstaltung war oder mehr dahintersteckt. Außerdem
erklärt … -
Er soll Charlie Kirk erschossen haben
14 september 2025 · 12 min
22 Jahre alt, fühlte sich keiner politischen Partei zugehörig und wurde
schließlich von der eigenen Familie an die Behörden gemeldet. Diese
begrenzten Informationen gibt es bisher über Tyler R., den mutmaßlichen
Mörder von Charlie Kirk. Der rechtsextreme MAGA-Aktivist wurde am
vergangenen Mittwoch auf einem Unicampus in Utah aus etwa 180 Metern
Entfernung erschossen. Noch bevor die Polizei bei der Tatwaffe eine
Patronenhülse mit der Aufschrift “Hey Faschist! Fang das!”
sichergestellt hatte, kursierten in den USA Schuldzuweisungen. Welchen
Einfluss die neuen Informationen zum mutmaßlichen Täter auf die
Diskussion in den USA haben und ob in Folge des Mords auch über Waffen
debattiert wird, berichtet Klaus Brinkbäumer, US-Experte der ZEIT. Lees meerDie deutsche Basketballnationalmannschaft steht im Finale der
Europameisterschaft. Heute treten sie im Endspiel gegen die Türkei an.
Den bislang einzigen EM-Titel für die deutschen Basketballer gab es vor
32 Jahren. Lange war Deutschland bei internationalen Turnieren ohne
Chance. Doch dann gewann die Mannschaft vor zwei Jahren die
Weltmeisterschaft und jetzt stehen auch die Chancen auf den EM-Titel
nicht schlecht. Denn heute spielt die deutsche Mannschaft im Finale
gegen die Türkei. Was ist also passiert, dass die deutschen Basketballer
so erfolgreich geworden sind? Die Antwort auf diese Frage und wie die
Chancen auf einen EM-Sieg für das deutsche Team stehen, hat Nico Horn
aus dem Sportressort der ZEIT.Und sonst so: die Bärtierchen und ihr Namensvetter Winfried Kretschmann
Moderation und Produktion: Ole Pflüger
Mitarbeit: Lisa Pausch, Miriam Mair
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Tötung von rechtem Influencer: Gouverneur bestätigt Festnahme von
mutmaßlichem Kirk-AttentäterAttentat auf Charlie Kirk: Amerikas Rechte will Rache
Charlie Kirk: "Hey Faschist! Fang das!"
Charlie Kirk: Die rechte Verschwörung von der Campus-Radikalisierung
Basketball-EM: Deutschland …
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Spezial "Der Wahlkreis": Polarisierung - Feuer mit Feuer bekämpfen?
13 september 2025 · 1 uur 4 min
Zwei Lager, die einander nur noch unversöhnlich gegenüberstehen, statt
Kompromisse zu suchen: Dass die Gesellschaft auch in Deutschland immer
polarisierter wird, ist die große Sorge vieler Politikerinnen und
Bürger. Schon seit einiger Zeit sucht die radikale Rechte schließlich
genüsslich Triggerpunkte, mit denen sie die Menschen gegen die
etablierte Politik aufbringen kann. Und die Regierungsparteien finden
darauf keine Antwort. Jetzt sorgt auch noch der kaltblütige Mord an dem
Trump-Unterstützer Charlie Kirk für großes Entsetzen. Zumal Donald Trump
die “radikale Linke” mitverantwortlich für Kirks Tod gemacht hat, auch
wenn die Hintergründe der Tat noch unklar sind. Lees meerIm neuen “Wahlkreis”-Podcast schauen Paul Middelhoff, Robert Pausch und
Lisa Caspari ersteinmal grundsätzlich auf das Konzept der Polarisierung.
Welche theoretischen Ideen und Menschenbilder verbergen sich dahinter?
Warum scheint Polarisierung bisher nur den Rechten zu nützen? Und hat
der Forschers Nils Kumkar recht mit seiner These, Polarisierung sei in
unserem politischen System angelegt und könne auch viel Gutes haben? Ist
es dann die einfache Lösung zurückzupolarisieren, wie es manche Linke
bereits tun? Oder erhöht das nur die Gefahr, dass Spaltung in
politischer Gewalt endet?Der nächste Wahlkreis erscheint am 4. Oktober.
Moderation: Lisa Caspari
Produktion: Pool Artists
Shownotes:
Nils Kumkar stellt sein Buch “Polarisierung” vor
Nils Kumkar über den “Angstgegner AfD”
Steffen Mau in der ZEIT zu Triggerpunkten
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Was Sahra Wagenknecht mit Didi Hallervorden und Roger Waters verbindet
13 september 2025 · 12 min
Die frühere Linkenpolitikerin Sahra Wagenknecht hat für den heutigen
Samstag zu einer Solidaritätsdemonstration für den Gazastreifen
aufgerufen. Die Kundgebung am Brandenburger Tor in Berlin richtet sich
nicht nur gegen das Vorgehen Israels im Gazastreifen, sondern auch
allgemeiner gegen Waffenlieferungen in Konfliktregionen, und wirbt für
Frieden statt Wettrüsten. Unterstützt wird Sahra Wagenknecht unter
anderem vom Rapper Massiv, dem Schauspieler Dieter Hallervorden und dem
Musiker Peter Maffay. Auch Wagenknechts frühere Partei, die Linke, plant
für Ende des Monats eine eigene Solidaritätsdemo für Gaza. Was die
beiden Veranstaltungen unterscheidet, und inwiefern sie eine von der
Bundesregierung bisher vernachlässigte Leerstelle füllen, ordnet Lisa
Caspari, Politikredakteurin der ZEIT, ein. Lees meerFrauen erleiden zwar insgesamt seltener Herzinfarkte als Männer, sterben
in Kliniken aber überproportional häufiger daran. Laut dem 36. Deutschen
Herzbericht starben 2023 von 187.000 männlichen Infarktpatienten 26.400,
von knapp 60.000 Frauen 17.400. Die Gründe dafür sind vielfältig. Frauen
zeigen oft atypische Symptome wie Schwäche oder Luftnot, wodurch die
medizinische Versorgung verzögert wird. Zudem sind Dosierungen von
Medikamenten oft auf Männerkörper abgestimmt, was bei kleineren
Patientinnen Komplikationen, etwa durch Blutungen, wahrscheinlicher
macht. Zwar berücksichtigen neue Forschung und Leitlinien zunehmend den
Unterschied, doch noch immer besteht ein Nachholbedarf bei präventiver
und akuter Behandlung. Was die höhere Sterblichkeit nach Herzinfarkten
bei Frauen senken könnte, erklärt Ingo Arzt, Redakteur im
Gesundheitsressort der ZEIT.Und sonst so? Liebeserklärung an die Postkarte
Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Mounia Meiborg
Mitarbeit: Mathias Peer, Celine Yasemin Rolle
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die
ZEIT auf WhatsApp.Postka…
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Der Anfang vom Bolsonarismus ohne Bolsonaro
12 september 2025 · 11 min
27 Jahre Gefängnis. So lautet das Urteil des Obersten Gerichtshofs in
Brasília gegen den ehemaligen Präsidenten Brasiliens, Jair Bolsonaro.
Die Richter sehen den ultrarechten Politiker als Hauptverantwortlichen
des gescheiterten Putschversuchs vom Januar 2023, bei dem Tausende
seiner Anhänger den Kongress und den Präsidentenpalast stürmten.
Bolsonaro soll nach seiner Wahlniederlage gegen Lula da Silva eine
illegale Machtübernahme geplant haben. Historisch ist das Urteil, weil
erstmals ein Politiker in Brasilien wegen eines Staatsstreichs
schuldiggesprochen wurde. Doch die Verteidigung will in Berufung gehen,
ein Verfahren, das sich bis zur Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr
hinziehen könnte. Die Verurteilung schlägt in Brasilien, aber auch in
den USA hohe Wellen. Philipp Lichterbeck berichtet für die ZEIT aus
Brasilien. Im Podcast ordnet er ein, welche politischen Folgen das
Urteil hat und wie die USA auf den Fall reagieren. Lees meerEin Musikfestival im belgischen Gent hat die Münchner Philharmoniker
kurzfristig ausgeladen. Das für den 18. September geplante Konzert wurde
abgesagt, weil der künftige Chefdirigent, Lahav Shani, auch
Musikdirektor des Israel Philharmonic Orchestra, keine "nötige Klarheit
über seine Haltung dem genozidalen Regime in Tel Aviv gegenüber" gezeigt
habe, teilte das Festival auf seiner Homepage mit. Der israelische
Dirigent hatte sich in der Vergangenheit mehrfach "für Frieden und
Versöhnung" ausgesprochen. Starpianist Igor Levit nannte die Ausladung
"einen unerträglichen Akt" und bewertete sie als Antisemitismus. Auch
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer sprach von einem "Kniefall vor
Antisemitismus" und zog Parallelen zu den dunkelsten Zeiten des 20.
Jahrhunderts. Die Münchner Philharmoniker seien "ein Aushängeschild
deutscher Kultur und Weltklasse", und er stehe hinter dem Orchester.
Welche Haltung man von Künstlerinnen und Künstlern erwarten darf und wie
Deutschland auf diesen Fall reagieren sollte, erklärt
ZEIT-Feuilleton-Redakteur Ijoma Ma… -
Eine Militärübung, die Europa beunruhigt
12 september 2025 · 11 min
Die Nato und die baltischen Staaten blicken angespannt nach Belarus:
Dass Russland und Belarus militärisch eng zusammenarbeiten, ist zwar
kein Geheimnis. Doch heute soll das Sapad-Manöver in Belarus
starten. Dieses Großmanöver “Westen”, wie Sapad übersetzt wird, findet
alle vier Jahre statt, zuletzt 2021 kurz vor dem russischen Angriff auf
die Ukraine. Die Mission Sapad 2021 spielte bei der Kriegsvorbereitung
eine große Rolle. Wie die Übung dieses Mal aussehen könnte und wie sich
der Westen und die Nato vorbereiten, erklärt Hauke Friederichs,
sicherheitspolitischer Korrespondent der ZEIT. Lees meerAm Freitag beginnt der erste von mehreren Prozesstagen gegen den
türkischen CHP-Politiker Ekrem İmamoğlu. Die Staatsanwaltschaft wirft
ihm angebliche Korruption und Terrorismus vor. Der damalige amtierende
Oberbürgermeister Istanbuls wurde im Frühjahr wenige Tage vor seiner
Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten festgenommen. Daraufhin
gingen Hunderttausende auf die Straße und protestierten. Ob hinter dem
Prozess politisches Kalkül steckt, welche Strafe İmamoğlu drohen könnte
und wie sich das auf seine politische Zukunft auswirken würde, berichtet
ZEIT-Nachrichtenredakteurin Maline Hofmann.Und sonst so: Immer wieder Ärger mit den nicht funktionierenden
Steckdosen in der BahnModeration und Produktion: Ole Pflüger
Redaktion: Rita Lauter
Mitarbeit: Mathias Peer, Miriam Mair, Berna Kurucay
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Militärübung Sapad: Warum die Nato nach Belarus blickt
Manöver Sapad-2021: Russland und Belarus starten militärische Großübung
Manöver Sapad-2025: Polen schließt vor russischer Militärübung Grenze zu
BelarusCarsten Breuer: Generalinspekteur der Bundeswehr warnt vor russischer
BedrohungProzess gegen Ekrem İmamoğlu: Worum geht es im Prozess um İmamoğlus
Universitätsdiplom?Türkei: Der Höhepunkt einer groß angelegten Verhaftungswelle
Proteste in der Türkei: Türkischer Frühling
Deutsche …
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Update: Das Attentat auf Charlie Kirk
11 september 2025 · 12 min
Der rechtskonservative US-Aktivist Charlie Kirk ist nach einem Angriff
an einer Universität im US-Bundesstaat Utah gestorben. Der 31-Jährige
war dort als Redner aufgetreten. Nach Angaben der Behörden des
Bundesstaats Utah wurde Kirk mit einem einzigen Schuss getötet. Kirk war
Trump-Vertrauter und Gründer der ultrakonservativen
Studentenorganisation Turning Point. US-Präsident Donald Trump machte
noch am Mittwochabend in einer Videoansprache die "radikale Linke" für
den Anschlag verantwortlich und kündigte Repressionen an. Führende
Demokraten im US-Kongress erklärten ihr Entsetzen und riefen dazu auf,
jegliche Gewalt zu verurteilen. Wer genau war Charlie Kirk und wofür
stand er? Klaus Brinkbäumer, Autor für die ZEIT und Host des Podcasts
OK, Amerika, erklärt, was über Täter und Motiv bekannt ist und was die
politischen Konsequenzen des Attentats sein könnten. Lees meerDie SPD hat Sigrid Emmenegger als Kandidatin für das
Bundesverfassungsgericht nominiert. Vorausgegangen war die gescheiterte
Richterwahl im Bundestag vor der Sommerpause. Damals entzogen Teile der
Unionsfraktion der SPD-Kandidatin Frauke Brosius-Gersdorf kurzfristig
ihre Unterstützung, die Wahl musste verschoben werden. Nach einer
mehrwöchigen öffentlichen Debatte verzichtete Brosius-Gersdorf
schließlich auf ihre Kandidatur. Nun soll Emmenegger antreten. Am 26.
September könnte sie im Bundestag zur Wahl gestellt werden – nötig ist
eine Zweidrittelmehrheit. Eva Ricarda Lautsch, Politikredakteurin der
ZEIT, ordnet ein, was die Aufstellung von Sigrid Emmenegger im Hinblick
auf den Koalitionsstreit bedeutet und ob sie eine Kandidatin ist, mit
der auch die Union leben könnte.Außerdem im Update:
In Nepals Hauptstadt Kathmandu ist es in dieser Woche zu den schwersten
Unruhen seit Jahren gekommen. Auslöser war die Sperrung von 26
Social-Media-Plattformen, doch die Wut der meist jungen Demonstrierenden
richtete sich auch gegen Korruption und Vetternwirtschaft. Bei den
Protesten starben laut Gesundheitsministerium mi… -
Bleibt Katar Vermittler im Gazakrieg?
11 september 2025 · 13 min
Israel hat die Führungsspitze der palästinensischen Terrorgruppe Hamas
im Golfstaat Katar angegriffen. Mehrere Länder der Region sowie die UN
kritisieren den Angriff. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen,
António Guterres, sprach von einer "Verletzung der Souveränität und
territorialen Integrität Katars". Die Hamas hat seit Langem ihren
politischen Sitz in Katar. Gleichzeitig gilt Katar zusammen mit Ägypten
und den USA als zentraler Ort für Waffenstillstandsverhandlungen im
Gazakrieg. Der Angriff Israels stellt den ersten militärischen Angriff
auf das Golfemirat Katar seit dessen Unabhängigkeit vor mehr als 50
Jahren dar. Katar ist zur gleichen Zeit ein wichtiger Verbündeter der
USA und beheimatet mit dem Luftwaffenstützpunkt Al-Udeid die größte
Militärbasis im Nahen Osten. Warum hat Israel sich entschieden, gerade
jetzt zuzuschlagen? Lea Frehse, Außenpolitikredakteurin der ZEIT,
erklärt im Podcast, ob nach dem Angriff Katar noch ein Ort für
Verhandlungen bleiben kann oder das Land seine Rolle als Vermittler
überdenken wird. Lees meerIn Kalifornien hat Apple in dieser Woche seine neuen Produkte
vorgestellt. Darunter präsentierte der Techkonzern das bislang dünnste
und leichteste iPhone, eine Apple Watch mit integrierter
Blutdruckmessung sowie neue AirPods mit verbesserter
Geräuschunterdrückung. Der Konzern betont damit erneut sein klassisches
Markenzeichen: Hardware, Design und Benutzerfreundlichkeit. Auffällig
war allerdings, was fehlte – nämlich Künstliche Intelligenz. Während
Konkurrenten wie Google ihre Smartphones mit KI-gestütztem Zoom bewerben
oder der Facebook-Konzern Meta Milliarden in KI-Talente investiert,
bleibt Apple vorsichtig. Beobachter vermuten, dass das Unternehmen
Schwierigkeiten hatte, eine konkurrenzfähige Sprach- oder Bilderkennung
zu entwickeln. Warum macht Apple nicht beim KI-Trend mit? Oder läutet
der Fall das Zerplatzen der KI-Blase ein? Henrik Oerding, Redakteur im
Digitalressort der ZEIT, ordnet im Podcast ein, warum Apple kaum über
künstl… -
Update: Drohnen über Polen – Testet Russland die Grenzen der Nato?
10 september 2025 · 11 min
Polen hat nach eigenen Angaben mehrere mutmaßlich russische Drohnen über
seinem Staatsgebiet abgeschossen – zum ersten Mal seit Russlands
Angriffskrieg gegen die Ukraine. Regierungschef Donald Tusk berief eine
Krisensitzung ein, Nato und EU sicherten Unterstützung zu. Während die
Flughäfen in Warschau, Modlin und Rzeszów den Betrieb wieder aufnahmen,
bleibt der Flughafen in Lublin vorerst geschlossen. Dem ukrainischen
Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge wurden mindestens acht Drohnen
gezielt auf Polen abgefeuert. Welche Absicht die Regierung in Moskau
damit verfolgen könnte und welche Folgen das für den Krieg haben könnte,
besprechen wir mit Hauke Friederichs, sicherheitspolitischer
Korrespondent der ZEIT. Lees meerEU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat im Europaparlament
ihre Rede zur Lage der Union gehalten. Besonders ausführlich sprach sie
über den Krieg Israels gegen die Hamas. Sie verurteilte die
Terrororganisation, kündigte ein Wiederaufbauprogramm für Gaza an und
gab bekannt, Zahlungen der EU-Kommission an Israel auszusetzen. Außerdem
schlug sie vor, Sanktionen gegen extreme Minister der
Netanjahu-Regierung und gewalttätige Siedler zu verhängen. Ulrich
Ladurner ist ZEIT-Korrespondent in Brüssel. Im Podcast erklärt er, wie
realistisch ihre Vorhaben sind.Außerdem im Update: Das Düsseldorfer Oberlandesgericht hat den
Attentäter von Solingen zu lebenslanger Haft und Sicherungsverwahrung
verurteilt. Der 27-jährige Syrer hatte im August 2024 auf dem Stadtfest
„Festival der Vielfalt“ drei Menschen getötet und acht schwer verletzt.Und sonst so? Neues Zuhause in neuer Stadt
Moderation und Produktion: Rita Lauter
Redaktion: Ole Pflüger
Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die
ZEIT auf Whatsapp.Weitere Links zur Folge:
Nato: Polen meldet Abschuss mutmaßlich russischer Drohnen über
StaatsgebietRusslands Angriffskrieg…
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Afrikas Stimme im Klimakampf
10 september 2025 · 12 min
In Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba endet am heutigen Mittwoch der
zweite Afrikanische Klimagipfel. Mehrere Tage lang haben 45 Staats- und
Regierungschefs sowie Vertreter aus Wirtschaft und Gesellschaft über den
Ausbau erneuerbarer Energien, Aufforstung und nachhaltige
Landwirtschaft beraten. Ein Schwerpunkt war dabei die Finanzierung. Zwar
hatten Industriestaaten zugesagt, bis 2035 jährlich 1,3 Billionen
US-Dollar für Klimaschutz in ärmeren Ländern bereitzustellen, doch
bislang ist davon wenig angekommen. Afrika zählt mit nur zwei bis drei
Prozent zu den kleinsten Verursachern globaler CO₂-Emissionen, leidet
aber besonders unter Dürren, Überschwemmungen und Ernteausfällen. Die
Konferenz, organisiert gemeinsam mit der Afrikanischen Union, sollte
konkrete Lösungsansätze liefern und die afrikanischen Positionen für die
UNO-Klimakonferenz COP30 im November in Brasilien vorbereiten. Ob das
gelungen ist, ordnet Fritz Habekuß, internationaler Klima- und
Umweltkorrespondent der ZEIT, ein. Lees meerAus Protest gegen die Sparpläne der französischen Regierung haben
Gewerkschaften und Aktivisten zu landesweiten Protesten in Frankreich
aufgerufen, um das öffentliche Leben im Land weitgehend lahmzulegen. Vor
allem im Verkehrssektor ist dabei mit erheblichen Einschränkungen zu
rechnen: Straßen, Bahnlinien und Flughäfen könnten blockiert werden,
aber auch Schulen, Krankenhäuser und Geschäfte sind betroffen.
Umfrageinstitute können das Ausmaß der Proteste bislang schwer
vorhersagen; zumindest in sozialen Medien schließen sich Zehntausende
dem Protest an. Landesweit wurden daher bereits 80.000 Polizisten und
Gendarmen mobilisiert. Matthias Krupa ist ZEIT-Korrespondent in
Frankreich. Im Podcast analysiert er die Gründe für die Unzufriedenheit
in der Bevölkerung und inwiefern der Rücktritt des Premierministers
François Bayrou die Proteste beeinflusst.Und sonst so? Ende eines Meeres-Riesen
Moderation und Produktion: Elise Landschek
Redaktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Sophia Boddenberg, C…
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Update: Kann Merz Auto-Kanzler?
9 september 2025 · 11 min
In München haben Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Bayerns
Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am heutigen Dienstag die
Internationale Automobilausstellung für das breite Publikum eröffnet.
Bei Europas größter Automesse dreht sich in diesem Jahr alles um die
E-Mobilität. Die Autobranche, die als Schlüsselbranche der deutschen
Wirtschaft gilt, steckt aktuell in einer schweren Krise. E-Autos made in
Germany kommen nicht so gut an wie erwartet, unter anderem weil China
sie besser und günstiger herstellt. Das führt zu starkem Stellenabbau.
Volkswagen etwa will in Deutschland bis 2030 rund 35.000
Stellen streichen. Ob die IAA trotzdem ein Festhalten an alten
Verbrennermotoren oder ein Schritt in Richtung nachhaltigerer Zukunft
ist, wie deutsche Hersteller auf die Krise reagieren und wie Friedrich
Merz zu E-Mobilität steht, analysiert Zacharias Zacharakis aus dem
Wirtschaftsressort der ZEIT. Lees meerNach vierzehn Jahren Bauzeit wird im Norden Äthiopiens der Grand
Ethiopian Renaissance Dam in Betrieb genommen. Mit 1.800 Metern Länge
und 145 Metern Höhe ist er der größte Staudamm Afrikas. Er soll
Millionen Einwohner mit Strom versorgen und überschüssigen Strom in die
Region exportieren, denn 45 Prozent der äthiopischen Bevölkerung haben
keinen Zugang zu Elektrizität. Auf den ersten Blick klingt das alles
ziemlich gut. Doch schon bei Baubeginn gab es massive Proteste: Die
flussabwärts gelegenen Nachbarländer Ägypten und Sudan befürchten, dass
ihnen das Wasser abgegraben wird. Der Damm verstoße gegen Wasserverträge
aus der britischen Kolonialzeit und stelle eine existenzielle Bedrohung
dar. Fritz Habekuß, internationaler Klima- und Umweltkorrespondent für
die ZEIT, ordnet den Konflikt zwischen den Nil-Anrainern ein und
erklärt, welche weiteren Herausforderungen der Damm birgt.Außerdem im Update:
Bei Protesten gegen Social-Media-Verbote und Korruption in Nepal sind
mindestens 19 Menschen gestorben, viele weitere wurden verletzt.
Ministerpräsident Khadga Prasad Oli hat darau… -
"Für Macron ist es der dritte Versuch, und der muss jetzt sitzen"
9 september 2025 · 13 min
Frankreichs Premier François Bayrou ist abgewählt. Wie erwartet hat das
Parlament ihm und seiner Minderheitsregierung am Montagabend das
Vertrauen entzogen. Doch nicht nur die Opposition in der
Nationalversammlung, sondern auch eine Mehrheit der Französinnen und
Franzosen lehnt Bayrous Regierungspläne ab. Da es um die Staatsfinanzen
schlecht steht, wollte der Premier unter anderem Spitzenverdienende
stärker belasten sowie zwei Feiertage streichen. Frankreich ist mit 3,3
Billionen Euro Schulden das in absoluten Zahlen höchstverschuldete Land
Europas. Was Bayrou hätte anders machen können und wie es für Frankreich
nun weitergeht, analysiert der Politologe Dominik Grillmayer. Er ist
wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutsch-Französischen Institut in
Ludwigsburg. Lees meerKriege und Aufrüstung schaden dem Klima. Schätzungen eines britischen
Forschers zufolge verursacht das Militär 5,5 Prozent der weltweiten
CO₂-Emissionen. Das entspricht ungefähr den Emissionen des gesamten
Luft- und Schiffsverkehrs. In ganz Europa suchen Firmen deshalb nach
grünen Lösungen fürs Militär, zum Beispiel E-Fuels oder Panzer mit
Elektromotoren. Warum es ihnen dabei aber nicht in erster Linie um den
Klimaschutz geht und welche Rolle das Thema "sustainable defense" für
die Bundeswehr spielt, erklärt Jens Többen.Und sonst so: Tipps für den Umgang mit Wespen
Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Elise Landschek
Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Miriam Mair
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Vertrauensfrage in Frankreich: Gefangen in einer gefährlichen
DauerschleifeRegierungskrise in Frankreich: Frankreichs Premierminister François
Bayrou verliert VertrauensfrageVertrauensfrage in Frankreich: Bonjour Blockade
Vertrauensfrage in Frankreich: Seid ihr noch da?
Klimapolitik: Ein Kampfjet stößt mehr CO₂ aus als ein Deutscher in drei
JahrenErneuerbare Energien in der Rüstung: Mit Ökostrom den Krieg gewinnen
Wespen: Schwarz, …
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Update: Hilft eine Tagung der SPD aus ihrem Tief?
8 september 2025 · 10 min
In Berlin hat sich die SPD-Parteispitze zwei Tage zur Klausurtagung
getroffen. Für die Partei gab es einiges zu besprechen, denn ihr steht
ein herausfordernder Herbst bevor. Die SPD kämpft nicht nur mit
niedrigen Umfragewerten, sondern auch mit den angekündigten
Sozialreformen des Bundeskanzlers. Die geplanten Einsparungen im
Sozialsystem sind in der SPD umstritten. Bundesarbeitsministerin Bärbel
Bas bezeichnete die aktuelle Debatte als "Bullshit". Wie die SPD in
Zukunft überleben will, weiß Eva Lautsch aus dem Politikressort der
ZEIT. Sie hat die Tagung begleitet und ordnet im Podcast die Stimmung
innerhalb der SPD ein und gibt einen Überblick über die Ideen der SPD,
ihre Krise zu überwinden. Lees meerÜber fünf Jahre ist es nun her, dass die Weltgesundheitsorganisation
(WHO) offiziell die Coronapandemie ausgerufen hat. Die Coronazeit war
geprägt von Masken, Schnelltests und Lockdowns sowie richtigen und
falschen Entscheidungen. Für die Aufarbeitung der Pandemie ist ab heute
die Enquetekommission verantwortlich. Bis Mitte 2027 soll ein
Abschlussbericht mit Handlungsempfehlungen vorliegen, um für künftige
Pandemien besser vorbereitet zu sein.Außerdem im Update:
Der japanische Premierminister Shigeru Ishiba, Chef der konservativen
Liberaldemokratischen Partei (LDP), ist zurückgetreten. Was sein
Rücktritt für die anstehende Wahl und die politische Lage im Land
bedeutet, analysiert Felix Lill, der für die ZEIT aus Japan berichtet.Was noch? Radioaktive Pilze in deutschen Wäldern.
Moderation und Produktion: Erica Zingher
Redaktion: Elise Landschek
Mitarbeit: Miriam Mair
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
ZDF-"Politbarometer": AfD erreicht ihren höchsten Umfragewert auf
BundesebeneSozialstaat: Sozialverband nennt Merz' Kürzungspläne "gesellschaftlich
gefährlich"Sozialreformen: Das wird kein Herbst der Reformen – sondern der
KommissionenCovid-19: Weltgesundheitsorganisation stuft Coronavirus als Pandemie …
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Wie politisch stabil ist Frankreich noch?
8 september 2025 · 13 min
In Frankreich steht Premierminister François Bayrou vor einer
entscheidenden Vertrauensfrage. Vieles deutet darauf hin, dass er sie
verliert. Damit würde Paris der nächste Regierungswechsel innerhalb
kürzester Zeit drohen. Seit Monaten steckt das Land in einer politischen
Dauerkrise. Das Vertrauen in die politischen Institutionen schwindet,
die Finanzlage ist düster. Mit rund 3,3 Billionen Euro in absoluten
Zahlen hat Frankreich die höchsten Schulden in ganz Europa. Gleichzeitig
werden die extremen Kräfte immer stärker. Für Deutschland und die EU ist
das heikel: Gerade in Zeiten des Ukraine-Kriegs und unsicherer
transatlantischer Beziehungen gilt die deutsch-französische
Partnerschaft als zentral. Was bedeutet es also, wenn Frankreich
politisch wankt? Matthias Krupa, Frankreich-Korrespondent für die ZEIT,
erklärt im Podcast, welche Folgen die Krise in Frankreich für Europa
haben könnte. Lees meerAm Dienstag beginnt in München die Internationale Automobilausstellung
IAA Mobility und gilt als die führende Automesse Europas. Rund 700
Aussteller präsentieren dort ihre neusten Modelle und Technologien.
Allerdings findet die Messe vor dem Hintergrund einer tiefen Krise der
deutschen Autoindustrie statt: Sinkende Verkaufszahlen, hohe
Produktionskosten, der Durchbruch der Elektromobilität und die
günstigere Konkurrenz aus Ländern wie China setzen die Hersteller massiv
unter Druck. Auch politisch gerät die Branche unter Druck: Ab 2035
dürfen in der EU nur noch emissionsfreie Neuwagen zugelassen werden.
Doch die Bundesregierung diskutiert über Ausnahmen. Was genau plant die
Bundesregierung? Zacharias Zacharakis, Wirtschaftsredakteur der ZEIT,
ordnet im Podcast ein, wie ernst die Lage der deutschen Autobauer ist
und welche Maßnahmen die Politik unternimmt.Und sonst so? Gen-Z hat Angst vorm Tanken
Moderation und Produktion: Hannah Grünewald
Mitarbeit: Lisa Pausch, Konstantin Hadži-Vuković
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
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Wie blicken die Menschen in Israel auf das Leid in Gaza?
7 september 2025 · 12 min
International wächst der Druck auf Israel: Immer mehr westliche Staaten
wollen Palästina als eigenständigen Staat anerkennen, EU-Vizepräsidentin
Teresa Ribera sprach erstmals explizit von einem "Genozid" im
Gazastreifen. Gleichzeitig setzt die israelische Armee ihre Offensive im
Gazastreifen fort und kontrolliert nach eigenen Angaben inzwischen 40
Prozent von Gaza-Stadt. Zehntausende Palästinenser sind nach
Hamas-Angaben gestorben, die UN sprechen offiziell von einer Hungersnot.
Doch wie reagieren die Menschen in Israel auf die Bilder von Hunger und
Zerstörung? Israel-Korrespondent Jan Roß berichtet, wie gespalten die
Stimmung im Land ist und was der internationale Druck auf Israel
bewirkt. Lees meerAustralien gehört zu den Ländern, die den Klimawandel besonders stark
spüren: Waldbrände, Überschwemmungen und Korallenbleiche setzen dem
Kontinent zu. Trotzdem gehören Kohle und Viehwirtschaft zu den zentralen
Wirtschaftszweigen. Nun hat die Labor-Regierung von Premierminister
Anthony Albanese das weltweit erste Klimavisum eingeführt – für Menschen
aus Tuvalu. Der pazifische Inselstaat ist vom steigenden Meeresspiegel
bedroht. Schon in den ersten Tagen nach Start des Programms haben mehr
als 80 Prozent der rund 10.600 Bewohner Tuvalus einen Antrag gestellt.
Julica Jungehülsing, Autorin für die ZEIT, lebt in Australien. Im
Podcast erklärt sie, wie das Visum die Debatte über Klimaschutz in
Australien verändert und mit welchen Problemen die Menschen in Tuvalu
kämpfen.Und sonst so? Breakdance-Protest gegen Steuererhöhungen
Moderation und Produktion: Rita Lauter
Mitarbeit: Lisa Pausch, Konstantin Hadži-Vuković
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Krieg in Nahost: Das Kalkül hinter Israels neuer Offensive
Israel und der Gazakrieg: "Es ist mir fast gleichgültig – und das ist
grässlich"Australisches Klimavisum: Kann Australien diese Menschen retten? Und
will es das überhaupt?Australien: Mehr als 80 Prozent der Bürge…
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Hörempfehlung: Wie Sie Feedback geben (und morgen trotzdem noch einen Job haben)
6 september 2025 · 40 min
Diese Woche wollen wir Ihnen statt eines Was jetzt?-Spezials eine andere
Folge aus dem ZEIT-Podcastuniversum ans Herz legen. Was jetzt?-Host
Mounia Meiborg empfiehlt den Optimierungspodcast Geht da noch was? Lees meerWie sage ich meiner Führungskraft, dass der Druck gerade zu groß ist?
Wie feedbacke ich der Kollegin, dass sie sich bei einer Präsentation im
Ton vergriffen hat? Oder auch: Wie lobe ich den Mitarbeiter so, dass er
weiß, was ich beim nächsten Mal von ihm erwarte?Berufsleben bedeutet auch, ständig zu kommunizieren. In der neuen Folge
des ZEIT-Optimierungspodcasts Geht da noch was? beschäftigen sich die
Hosts Lisa Hegemann und Rose Tremlett mit dem Thema Feedback und
erstellen einen kleinen Leitfaden. Wie bereitet man Feedback vor? Wann
führt man ein Feedbackgespräch – und in welchen Situationen sollte man
besser keins führen?Die Ratschläge im Podcast kommen von den Organisationsentwicklern Simone
Brecht und Robert Stulle. Brecht ist Coachin und Leadership-Trainerin,
Stulle ist ebenfalls Berater. Die beiden sind selbstständig und arbeiten
zusammen bei The Knaps, einem Netzwerk für Transformationscoaches. Sie
erklären, wieso Kommunikation eigentlich immer schiefgeht und warum man
bei positivem Feedback trotzdem (fast) nichts falsch machen kann.Im ZEIT-Podcast "Geht da noch was?" suchen Rose Tremlett und Lisa
Hegemann Tipps für ein leichteres und entspannteres Leben und sprechen
dafür mit Vorbildern und Expertinnen. Jeden zweiten Montag erscheint
eine neue Folge.Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie
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Das große Comeback des Nigel Farage
6 september 2025 · 13 min
Einige nennen ihn den gefährlichsten Mann Großbritanniens: Nigel Farage,
Architekt des Brexits und Anführer der rechtspopulistischen Bewegung
Reform UK. Nun möchte er der nächste britische Premierminister werden.
Laut Umfragen würde ihn inzwischen ein Drittel der Bevölkerung wählen.
Der sozialdemokratische Premier Keir Starmer hingegen verliert bereits
nach kurzer Amtszeit an Zustimmung, nur 23 Prozent der Britinnen und
Briten glauben, dass er einen guten Job macht. Farage inszeniert sich
gerne als Retter des britischen Volkes und wettert gegen Migration,
Klimaschutz und das politische Establishment. Aber warum verfängt seine
Botschaft so sehr? Jochen Bittner, Auslandskorrespondent der ZEIT in
London, hat den Parteitag in Birmingham verfolgt. Im Podcast erklärt er,
was Farage so erfolgreich macht und wie wahrscheinlich es ist, dass er
der nächste Premierminister wird. Lees meerViele Menschen gehen, wenn das Knie schmerzt oder der Rücken zwickt,
nicht nur zum Hausarzt, sondern auch zum Osteopathen. Die
Therapiemethode verspricht, den Körper ganzheitlich zu betrachten und
die Ursachen der Beschwerden zu finden. Doch ihre Wirksamkeit ist nicht
wissenschaftlich belegt. Viele Vertreter der evidenzbasierten Medizin
sind der Meinung, dass Osteopathie wirkungslos und nicht
wissenschaftlich belegbar sei. In Deutschland ist die Therapie bisher
nicht anerkannt, doch die Berufsverbände der Osteopathen kämpfen seit
Jahren um Anerkennung als eigenständige Form der Medizin. Das Thema
steht nun auch im Koalitionsvertrag. Was würde eine gesetzliche Regelung
bedeuten? Andrea Böhnke, Redakteurin im Gesundheitsressort der ZEIT, hat
zu dem Thema recherchiert. Im Podcast erklärt sie, wie gut die
wissenschaftliche Grundlage wirklich ist und ob Osteopathie in Zukunft
offiziell als eigenständige Form der Medizin anerkannt wird.Und sonst so? So gelingt der sanfte Start nach dem Urlaub.
Moderation und Produktion: Elise Landschek
Redaktion: Rita Lauter
Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Konstantin Ha…
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Update: Sind die Sicherheitsgarantien für die Ukraine mehr als ein Placebo?
5 september 2025 · 10 min
In Paris hat sich in den letzten Tagen die "Koalition der Willigen"
getroffen. Aus diesem Zusammenschluss sind 26 westliche Staaten bereit,
die Ukraine militärisch zu unterstützen. Dazu wollen sie Truppen für
Land, See und Luft in die Ukraine entsenden. Die Soldatinnen und
Soldaten sollen im Falle eines Waffenstillstands den Frieden im Land
militärisch absichern. Welche Länder sich beteiligen, ist jedoch unklar.
Für alle Fälle hat Russlands Machthaber klargestellt, dass er westliche
Truppen als legitime Angriffsziele betrachte. ZEIT-Sicherheitsexperte
Hauke Friederichs ordnet ein, wie realistisch die versprochenen
Sicherheitsgarantien vor diesem Hintergrund sind – und wieso Deutschland
sich dazu bedeckt hält. Lees meerNach monatelangen Debatten hat sich die Bundesregierung endlich auf
einen Bundeshaushalt für das restliche Jahr 2025 geeinigt. Während die
einen von einem "Haushalt der Superlative" sprechen, kommt aus der
Opposition heftige Kritik. Was an den Vorwürfen der Opposition dran ist,
berichtet Jurik Iser aus dem Wirtschaftsressort der ZEIT.Außerdem im Update:
Das Forschungszentrum in Jülich hat heute Europas schnellsten
Supercomputer Jupiter eingeweiht. Pauline Schinkels aus dem
Digitalressort der ZEIT erklärt, was Jupiter so besonders macht und
wofür er eingesetzt werden soll.Was noch? Auf Partnersuche für außergewöhnliche Schnecken
Moderation und Produktion: Helena Schmidt
Redaktion: Rita Lauter
Mitarbeit: Miriam Mair
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Sicherheitsgarantien für die Ukraine: Eine Placebo-Truppe für die
Ukraine würde nur schadenUkrainekrieg: 26 Staaten wollen sich laut Macron an Sicherungstruppe
beteiligenUkrainekrieg: Russland kritisiert Idee einer europäischen Friedenstruppe
Haushaltspolitik: Bundestagsausschuss einigt sich auf Haushalt für 2025
Bundeshaushalt 2025: Grüne kritisieren "Buchungstricks", Linke sprechen
von "Irrgarten"Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte …
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Gewaltsame Rituale bei der Bundeswehr
5 september 2025 · 12 min
Friedrich Merz möchte die "stärkste konventionelle Armee Europas"
aufbauen. Dafür soll die Zahl der Zeit- und Berufssoldaten bei der
Bundeswehr bis 2035 auf mindestens 260.000 steigen. Werbespots und ein
neuer Wehrdienst sollen das Nachwuchsproblem mindern. Henrik Rampe aus
dem Arbeitsressort der ZEIT hat junge Soldatinnen und Soldaten zu
entwürdigenden Aufnahmeritualen und gefährlichen Mutproben befragt. Im
Podcast spricht er darüber, wie die Bundeswehr mit den Vorfällen umgeht
und welche Auswirkungen sie auf das Nachwuchsproblem der Bundeswehr
haben. Lees meerDas iranische Atomprogramm gilt als die “Lebensversicherung” von
Ajatollah Ali Chamenei. Der oberste Führer des Iran verteidigt das
Projekt seit Jahrzehnten. Doch nun fordert die Reformbewegung im Land
erstmals eine Aussetzung des Programms – und das, obwohl das Äußern von
Kritik am Atomgramm unter Landesverrat steht. Wer hinter der
Reformbewegung steckt und warum sie dieses große Risiko eingehen, weiß
ZEIT-Volontär Omid Rezaee.Und sonst so: Vogelschutz mal anders – für die Rettung werden zwei
Frauen selbst zu VögelnModeration und Produktion: Helena Schmidt
Redaktion: Hannah Grünewald
Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Miriam Mair
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Weitere Links zur Folge:
Bundeswehr: Angefasst, angepinkelt, ausgepeitscht – willkommen bei der
BundeswehrErste Regierungserklärung im Bundestag: Merz will Bundeswehr zur
konventionell stärksten Armee Europas machenBundeswehr: Neuer Wehrdienst setzt auf Freiwilligkeit mit
PflichtelementenProbleme bei der Bundeswehr: 99 Probleme bis zur Wehrfähigkeit
Iranisches Atomprogramm: Angriff auf die "Lebensversicherung" des
iranischen RegimesAtomprogramm
Iranische Opposition: Wer auf das Ende des Regimes setzt
Vogelschutz: "Mit den Vögeln zu fliegen, ist magisch"
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Update: Kann die CDU den Erfolg der AfD in Sachsen-Anhalt noch verhindern?
4 september 2025 · 9 min
In einem Jahr wählt Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag. Wenn die Wahl
schon am Sonntag stattfinden würde, käme die AfD nach aktuellen Umfragen
auf 39 Prozent. Somit wäre die vom Bundesamt für Verfassungsschutz als
rechtsextrem eingestufte Partei stärkste Kraft. Die CDU kommt
währenddessen nur auf 27 Prozent. Warum in Sachsen-Anhalt so viele
Menschen die AfD wählen würden und wie die CDU ihren Rückstand noch
aufholen will, ordnet Tilman Steffen aus dem Politikressort der ZEIT
ein. Lees meerIn Zukunft sollen Kinder, die in Florida leben, nicht mehr gegen Masern,
Diphtherie oder Polio geimpft werden müssen. Als erster Bundesstaat in
den USA möchte Florida alle staatlichen Impfpflichten abschaffen. Bisher
waren die Impfungen Voraussetzung, um Schulen oder Kindertagesstätten
besuchen zu dürfen. Joseph Ladapo, Leiter der Gesundheitsbehörde in
Florida, sagte bei einer Pressekonferenz: "Wer bin ich, dir zu sagen,
was dein Kind in seinen Körper tun sollte?" Unterstützung erhält er von
Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., der selbst ein bekennender
Impfgegner ist.Außerdem im Update:
Der italienische Modeschöpfer Giorgio Armani ist im Alter von 91 Jahren
gestorben. Armani zählte zu den einflussreichsten Modeschöpfern der
Welt.Was noch? Warum Polizistinnen keine Polizeiuniform als Partykostüm
tragen sollten.Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Redaktion: Hannah Grünewald
Mitarbeit: Miriam Mair
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.Weitere Links zur Folge:
Landtagswahl 2026: AfD in Sachsen-Anhalt in Umfrage stärkste Kraft
Impfpflicht: Florida plant Abschaffung aller staatlichen Impfvorgaben
Robert F. Kennedy Jr.: Verrückt und trotzdem anschlussfähig
Italien: Modeschöpfer Giorgio Armani ist tot
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Warum Venezuela Trump ein Dorn im Auge ist
4 september 2025 · 12 min
Nach einem Angriff der US-Marine auf ein venezolanisches Boot vor der
Karibikküste sind mindestens elf Menschen getötet worden. Präsident
Donald Trump erklärt den Angriff damit, dass das Boot Drogen in die USA
habe schmuggeln wollen. Der Schlag richtete sich demnach gegen die
venezolanische Drogenbande Tren de Aragua, die die US-Regierung zu einer
ausländischen Terrororganisation erklärt hat. Gleichzeitig verschärfen
die USA den Druck auf Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro: Die
Belohnung für Hinweise, die zu seiner Festnahme führen, wurde auf bis zu
50 Millionen Dollar erhöht. Trump wirft Maduro Verstrickungen in den
internationalen Drogenhandel vor. Alexander Kauschanski,
Auslandsredakteur der ZEIT, berichtet im Podcast, weshalb Venezuela
Trump so ein Dorn im Auge ist und welche Folgen der Angriff für die
Beziehungen zwischen den USA und Venezuela haben könnte. Lees meerDie Koalition der Willigen, ein Bündnis aus rund 30 Staaten, berät in
Paris über die Zukunft der Ukraine. Der französische Präsident Emmanuel
Macron hat die Willigen in den Élysée-Palast eingeladen, um über
langfristige Sicherheitsgarantien und eine mögliche militärische
Unterstützung nach einem Waffenstillstand zu beraten.
NATO-Generalsekretär Mark Rutte zeigt sich optimistisch, dass bald
Klarheit über die gemeinsamen Schritte herrscht. "Niemand redet über
Bodentruppen in der Ukraine zum jetzigen Zeitpunkt", hatte Bundeskanzler
Merz (CDU) am Sonntag im ZDF-Sommerinterview betont. Über langfristige
Sicherheitsgarantien könne erst entschieden werden, wenn es einen
Waffenstillstand oder ein Friedensabkommen gibt. Wie will sich
Deutschland beteiligen? Und wie wirkungsvoll kann die Koalition der
Willigen sein? Ulrich Ladurner, Auslandskorrespondent in Brüssel für die
ZEIT, analysiert im Podcast, was von dem Treffen zu erwarten ist und
welche Sicherheitsgarantien die Staaten der Ukraine anbieten können.Und sonst so? Dickpicks in Österreich illegal
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Redaktion: Hannah …
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Update: Was bringt der Herbst der Reformen wirklich?
3 september 2025 · 12 min
Beim Koalitionsausschuss im Kanzleramt wollen Union und SPD ihre Agenda
für die kommenden Monate festlegen. Auf der Tagesordnung: die
Haushaltslücke von 30 Milliarden Euro, umstrittene Sozialreformen und
die Neubesetzung von Richterposten am Bundesverfassungsgericht.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte von einem "Herbst der Reformen"
gesprochen, doch es droht eher ein "Herbst der Kommissionen" zu werden:
Strittige Themen wie Rente, Pflege und Bürgergeld sollen ausgelagert
werden. Merz warnt, die Sozialsysteme seien ohne Reformen nicht mehr
finanzierbar. "Wir leben seit Jahren über unsere Verhältnisse", sagte er
am vergangenen Wochenende und kündigte Reformen an. Arbeitsministerin
Bärbel Bas von der SPD reagierte auf diesen Vorstoß mit dem Wort
"Bullshit". Wie kann die Bundesregierung die Kosten für
Krankenversicherung und Rente reduzieren? Und kann die Koalition einen
Kurs für echte Veränderungen finden oder wird sie nur neue Kommissionen
einsetzen, die darüber beraten? Das erklärt Kaja Klapsa im Podcast. Sie
ist ZEIT-Redakteurin im Politikressort. Lees meerMit einer großen Militärparade hat China in Peking an das Ende des
Zweiten Weltkriegs in Asien vor 80 Jahren erinnert. Vor den Augen von
Staatschef Xi Jinping präsentierten die Streitkräfte Kampfflugzeuge,
Hyperschallraketen und eine neue Interkontinentalrakete mit atomarer
Reichweite. An Xis Seite standen Russlands Präsident Wladimir Putin und
Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un. Xi erklärte, die Welt stehe heute
erneut vor der "Wahl zwischen Frieden und Krieg", China sei jedoch
"unaufhaltsam". Die Parade fand auf dem Tiananmen-Platz statt, einem
Ort, der auch für die Niederschlagung der Studierendenproteste 1989
bekannt ist. Jens Mühling, China-Korrespondent der ZEIT, erklärt im
Podcast, warum sich China als neue Friedensmacht inszeniert.Außerdem im Update:
Ein ehemaliger Assistent des AfD-Politikers Maximilian Krah soll
jahrelang für China spioniert haben. Er war in Krahs Abgeordnetenbüro im
Europaparlament tät… -
Kann eine Vermögenssteuer das Sozialsystem stabilisieren?
3 september 2025 · 13 min
Bei der Bundesregierung steht schon der Herbst vor der Tür – und zwar
ein "Herbst der Sozialreformen". Bundeskanzler Friedrich Merz kündigte
dafür "schmerzhafte Entscheidungen" an. Gespart werden soll vor allem
beim Bürgergeld. Auch die Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung soll
reformiert werden. Während Teile der Bundesregierung im sozialen Bereich
sparen möchten, wird auch wieder die Erhebung
einer Vermögensteuer diskutiert. Marilena Piesker aus dem Geldressort
der ZEIT erklärt, wie eine solche Steuer aussehen könnte und ob sich
damit wirklich alle finanziellen Probleme lösen ließen. Lees meerDer Kopf ragt in die Wellen, die Arme liegen schlaff im Sand neben dem
kleinen Körper – das Bild des zweijährigen Alan Kurdi vor der türkischen
Küste ging vor zehn Jahren um die Welt. Wie viele andere ist er beim
Versuch, vor dem Assad-Regime aus Syrien zu flüchten, ertrunken. Wer
nicht aus dem Land fliehen konnte, war häufig Gewalt und Terror
ausgesetzt. Nach dem Sturz von Baschar al-Assad wurden viele Gräueltaten
sichtbar. Auch, wie systematisch der Geheimdienst des Regimes Kinder
verschleppt hat. Reporterin Hannah El-Hatimi hat zu den Verschleppungen
recherchiert.Und sonst so: Arte soll größer werden.
Moderation und Produktion: Hannah Grünewald
Redaktion: Helena Schmidt
Mitarbeit: Victoria Kempter, Miriam Mair
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Weitere Links zur Folge:
Sozialstaat: Sozialverband nennt Merz' Kürzungspläne "gesellschaftlich
gefährlich"CDU-Landesparteitag: Merz kündigt "schmerzhafte Entscheidungen" bei
Sozialreformen anSozialreformen: Klingbeil warnt vor Kaputtsparen des Sozialstaats
Bundeshaushalt: So könnte die Bundesregierung sparen
Chancengleichheit: Hört endlich auf, die Armen zu schröpfen!
Alan Kurdi: Ohne ihn
Syrien: Kinderseelen, die nur Inferno kennen
Kinder in Syrien: "Mitten im Trauma"
Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie
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Update: Putin und Xi gemeinsam gegen den Westen
2 september 2025 · 9 min
Auf dem Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) im
chinesischen Tianjin haben der russische Präsident Wladimir Putin und
der Chinas Staatschef Xi Jinping Einigkeit und Zusammenarbeit
demonstriert. Um diese zu besiegeln, unterzeichneten sie heute mehr als
20 Kooperationsabkommen zu den Themen Energie, Luftfahrt, Künstliche
Intelligenz und Landwirtschaft. Ob die Abkommen Russlands geschwächte
Wirtschaft verbessern werden und ob die Demonstration der Freundschaft
zwischen Putin und Xi ein wirkungsvolles Zeichen gegen die USA ist,
analysiert Thomas Fischermann. Er koordiniert die internationale
Wirtschaftsberichterstattung der ZEIT. Lees meerAußenminister Johann Wadephul befindet sich währenddessen in Indien.
Ziel seines Besuchs: das Anwerben von Fachkräften. Dafür besucht
Wadephul unter anderem das indische Silicon Valley, das Hightech-Zentrum
in Bengaluru. Für den nächsten Tag stehen noch einige diplomatische
Termine auf der Agenda, etwa ein Treffen mit Indiens Außenminister
Jaishankar Subrahmanyam.Außerdem im Update:
In Brasilien beginnt heute der Prozess gegen den Ex-Präsidenten Jair
Bolsonaro. Die Anklage gegen ihn: Nach seiner Wahlniederlage 2022 soll
er gemeinsam mit weiteren Politikern und Teilen des Militärs einen
Putschversuch gegen seinen Nachfolger Luiz Inácio Lula da Silva geplant
haben. Welche Bedeutung dieser Tag heute für Brasilien hat, ordnet
Victor Lacombe, Reporter der brasilianischen Zeitung Folha de São Paulo,
ein.Was noch? Warum religiöse Gesänge so eine beruhigende Wirkung haben.
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Redaktion: Helena Schmidt
Mitarbeit: Miriam Mair
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Weitere Links zur Folge:
SCO-Gipfel in Tianjin: Die antiwestliche Symbolik zählt
SCO-Gipfeltreffen in Tianjin: Wie China versucht, Trumps Dominanz zu
brechenSCO-Gipfel in China: Donald Trumps Sanktionsdiplomatie ist gescheitert
Johann Wadephul: Außenminister der schwarz-roten Koalition
I…
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Warum die Menschen in Indonesien protestieren
2 september 2025 · 12 min
Nach Protesten gegen Luxus-Zulagen für Abgeordnete will die indonesische
Regierung unter Präsident Prabowo Subianto nun Vergünstigungen für
Politiker streichen. Die landesweiten Demonstrationen zu der geplanten
Wohnzulage von umgerechnet rund 2.600 Euro hatten in den vergangenen
Tagen zu gewaltsamen Ausschreitungen geführt.
Menschenrechtsorganisationen, darunter Amnesty International,
kritisierten die Ankündigung von Prabowo Subianto als unzureichend und
forderten umfassende politische Reformen. Denis Suarsana ist Leiter des
Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Indonesien. IIm Podcast
analysiert er die Lage in Indonesien und erklärt, was die
Demonstrierenden fordern. Lees meerVor mehr als 20 Jahren begann der schwedische Wissenschaftler Lars
Lannfelt mit der Entwicklung eines Medikaments gegen Alzheimer. Jetzt
ist es erstmals in Deutschland erhältlich. Das
Alzheimer-Medikament Leqembi enthält den Wirkstoff Lecanemab, einen
Antikörper, der sich gezielt gegen Amyloid-Beta-Ablagerungen im Gehirn
richtet, die für die Erkrankung verantwortlich sind. Der Wirkstoff kann
den kognitiven Abbau im Frühstadium von Alzheimer um einige Monate
verlangsamen und gilt damit als erste ursächlich wirkende Therapie in
Deutschland, heilt die Krankheit jedoch nicht. Ingo Arzt, Redakteur im
Gesundheitsressort der ZEIT, erklärt, für wen das Medikament geeignet
ist.Und sonst so? Flirt-Kultur bei Schimpansen
Moderation und Produktion: Hannah Grünewald
Redaktion: Jannis Carmesin
Mitarbeit: Victoria Kempter, Celine Yasemin Rolle
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Präsidentschaftswahl: Ex-General Prabowo bei Wahl in Indonesien wohl
klarer SiegerProteste in Indonesien: Indonesische Regierung kürzt Vergünstigungen für
AbgeordneteProteste in Indonesien: Tote, Verletzte und Plünderungen
Indonesien: Tote bei Massenprotesten in Indonesi…
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Update: GPS-Angriff auf Ursula von der Leyens Flugzeug
1 september 2025 · 9 min
Ein Flugzeug mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an Bord
ist über Bulgarien offenbar Ziel einer absichtlichen GPS-Störung
geworden. Eine Sprecherin der Kommission bestätigte entsprechende
Bericht und beschuldigte Russland, hinter dem Angriff auf das
satellitenbasierte Navigationssystem zu stecken. Lees meerDie von der Bundesregierung eingesetzte Sozialstaatskommission hat ihre
Arbeit aufgenommen. Bis zum Jahresende soll sie Vorschläge für Reformen
bei Bürgergeld, Wohngeld und Kinderzuschlag vorlegen, die ab 2026
greifen könnten. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bekräftigte dazu
seine Forderung nach grundlegenden Veränderungen. Arbeits- und
Sozialministerin Bärbel Bas (SPD) widersprach der Behauptung über
angeblich unbezahlbare Sozialsysteme. Ob sich die Koalitionspartner
einigen können und worin sich die Forderungen von Union und SPD
unterscheiden, ordnet Mark Schieritz, stellvertretender Leiter im
Politikressort der ZEIT, ein.Außerdem im Update: Im Osten Afghanistans sind bei einem Erdbeben der
Stärke 6,0 nach Angaben der Taliban-Regierung mehr als 800 Menschen
gestorben. Das Epizentrum lag nahe der Stadt Dschalalabad in der Provinz
Nangarhar. Rettungsteams sind in das schwer zugängliche Gebiet entsandt
worden. Die Behörden befürchten, dass die Zahl der Opfer weiter steigen
könnte.Und sonst so? Viral mit Möwenkreischen
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Redaktion: Jannis Carmesin
Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle
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EU-Kommissionspräsidentin: Von der Leyens Flugzeug Ziel von mutmaßlich
russischer GPS-StöraktionRussland unter Verdacht: Flugzeug mit von der Leyen wird Ziel von
GPS-StörungGPS-Jamming: Krieg per Satellitenfunk
GPS-Satellitennavigation: Estland und Litauen werfen Russland gezielte
GPS-Störmanöver vorStörung von GPS: Müssen wir bald wieder Kar…
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Warum sich die Hamas im Aufwind wähnt
1 september 2025 · 12 min
Seit knapp zwei Jahren herrscht Krieg im Gazastreifen. Zehntausende
Menschen sind gestorben. Fast zwei Millionen Menschen leiden weiterhin
unter der extremen Hungersnot und versuchen, in dem kleinen
Küstenstreifen zu überleben. Doch noch immer finden die Kämpfe zwischen
Israel und der Hamas kein Ende. Israel bereitet eine militärische
Großoffensive vor, um den Gazastreifen komplett zu kontrollieren und die
Hamas auszulöschen. In welchem Zustand die Terrororganisation ist,
und ob sie sich überhaupt besiegen lässt, ordnet ZEIT-Auslandsredakteur
Alexander Kauschanski ein. Lees meerZwei Wochen vor den Kommunalwahlen hat die nordrhein-westfälische CDU
auf dem Landesparteitag in Bonn Ministerpräsident Hendrik Wüst erneut zu
ihrem Landesvorsitzenden gewählt. Bei der Wahl Mitte September werden
Wüst und seine Partei sich erneut beweisen müssen. Unterstützung im
Wahlkampf erhält Wüst von Bundeskanzler Friedrich Merz, der am heutigen
Montag zu seinem offiziellen Antrittsbesuch nach NRW kommt. Die Wahl
dürfte auch in Berlin genau verfolgt werden, gilt sie doch als erster
Stimmungstest für die schwarz-rote Regierung in Berlin. Zwar gilt die
schwarz-grüne NRW-Landesregierung unter Wüst als erfolgreich, weil sie
weitgehend geräuschlos regiert. Doch ein Selbstläufer dürfte die Wahl
für seine Partei trotzdem nicht werden. Was aus Sicht der CDU
schiefgehen kann, wie die bundesweite Krise der Grünen sich auf deren
Ergebnisse auf kommunaler Ebene auswirken könnte, und welche Rolle die
AfD in Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland spielt, analysiert
Christian Parth aus dem Politikressort der ZEIT.Und sonst so: ein Hoch auf die Feuerwehr!
Moderation und Produktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Miriam Mair
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Krieg in Gaza: Lässt sich die Hamas besiegen?
Einnahme von Gaza-Stadt: "Sollen wir gehen und sterben, oder bleiben und
hungern"Hungersnot in Gaza: So sieht Hunger aus
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Ein Gipfel ohne den Westen
31 augustus 2025 · 13 min
In der chinesischen Stadt Tianjin beginnt das Gipfeltreffen der Shanghai
Cooperation Organization (SCO). Dem Bündnis gehören zehn Staaten an,
darunter China, der Iran, Russland, Indien und Belarus. Zusammen
repräsentieren die SCO-Staaten rund 40 Prozent der
Weltbevölkerung. China, Russland und Indien treten dabei als Partner
auf, konkurrieren aber zugleich um die Führungsrolle im Globalen Süden.
Oft mit der Nato verglichen, geht es der Organisation weniger um
militärische Verteidigung als um politische und wirtschaftliche
Kooperation. Inwiefern der Gipfel auch ein Zeichen der Verschiebungen in
der globalen Ordnung ist, ordnet Steffen Richter, Redakteur für
internationale Politik bei der ZEIT, ein. Lees meerMehr als 100 Tage nach Amtsantritt hat Raumfahrtministerin Dorothee Bär
(CSU) ihre neue Abteilung noch immer nicht aufgebaut. Grund ist ein
Zuständigkeitsstreit mit CDU-Wirtschaftsministerin Katherina Reiche.
Dabei geht es auch um die Frage, wer künftig über die millionenschweren
Fördertöpfe für den Mittelstand entscheiden darf. Industrie und Verbände
drängen auf schnelle Klarheit, da im Herbst zentrale Entscheidungen der
Esa anstehen. Wo genau das Problem liegt und wie dieses gelöst werden
könnte, analysiert Politikredakteurin Lisa Caspari.Und sonst so: Musik zum Schokolade-Essen
Moderation und Produktion: Elise Landschek, Moses Fendel, Constanze
KainzMitarbeit: Celine Yasemin Rolle
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
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ZEIT auf WhatsApp.Weitere Links zur Folge
Iran und China: Zweckgemeinschaft mit Grenzen
Geschichte des Westens: Was macht den Westen aus?
Unausgewogene Berichterstattung: Warum schauen wir nicht hin?
Nato: Alle Nato-Mitgliedsstaaten erreichen 2025 das Zwei-Prozent-Ziel
Dorothee Bär: Was ich gern früher gewusst hätte
Dorothee Bär: Raumfahrtministerin – bisher nur auf dem Papier
Katherina Rei…
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Spezial zu 10 Jahren "Wir schaffen das": Die Geschichte von Sami und Dave
30 augustus 2025 · 43 min
Dieser Beitrag ist Teil des ZEIT-Schwerpunkts "Haben wir es
geschafft?" über ein Deutschland zehn Jahre nach Angela Merkels
historischer Entscheidung. Lees meerDave Schmidtke steht mitten in der algerischen Sahara, als an einem
Spätsommertag 2015 einige Bewohner des Flüchtlingslagers auf ihn
zukommen, in dem er gerade als Freiwilliger arbeitet. Er könne stolz auf
sein Land sein, sagen sie, auf Deutschland. Sie hätten im Radio von der
Botschaft gehört, die die deutsche Bundeskanzlerin in die Welt gesendet
hat: "Wir schaffen das!"In derselben Zeit sitzt der junge Iraker Sami Alwarar in seiner Heimat
vor dem Fernseher und sieht Merkels Rede und die Bilder der Ankunft
tausender Geflüchteter an deutschen Bahnhöfen. Ein paar Wochen später
macht er sich selbst auf den Weg und flieht in einem überfüllten Boot
über das Mittelmeer nach Europa.In Chemnitz treffen sich die beiden. Denn Sami ist in Not.
In diesem Spezial von Was jetzt? blicken die beiden zurück auf diese
aufwühlenden Wochen – und darauf, wie sich ihr Leben und das Land
seitdem verändert haben.Moderation: Leonard Frick
Redaktion: Jannis Carmesin, Mounia Meiborg
Produktion: Markus Gläser
Fragen, Kritik, Anregung? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weiterführende Links zur Folge:
IAB-Bericht: 10 Jahre Fluchtmigration 2015: Was Integration fördert und
was sie bremstDIW-Wochenbericht: Geflüchtete fühlen sich weniger willkommen in
DeutschlandStudie der Friedrich-Ebert-Stiftung: Die distanzierte Mitte
Umfrage zur Migration: Schaffen wir das noch?
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Wie dramatisch ist die Lage am Arbeitsmarkt?
30 augustus 2025 · 12 min
In Deutschland sind erstmals seit zehn Jahren laut der Bundesagentur für
Arbeit wieder mehr als drei Millionen Menschen arbeitslos, die Quote
liegt bei 6,4 Prozent. Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger spricht von
einem "Armutszeugnis für die Reformverweigerung der vergangenen Jahre"
und fordert einen Herbst der Reformen. Bundesarbeitsministerin Bärbel
Bas (SPD) sieht die Ursachen dagegen in weltwirtschaftlicher
Unsicherheit und im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Als
Lösung fordert sie Investitionen und Impulse für mehr Beschäftigung
durch die Bundesregierung. Doch welche Branchen sind besonders
betroffen? Und ist die Lage vergleichbar mit den frühen Nullerjahren
unter Gerhard Schröder? Zacharias Zacharakis, Wirtschaftsredakteur der
ZEIT, ordnet im Podcast ein, wie dramatisch die Lage ist und was
passieren muss, damit die Arbeitslosigkeit sinkt. Lees meerSeit Beginn des russischen Angriffskrieges verschwinden in der Ukraine
immer wieder Zivilisten und tauchen später in russischer Gefangenschaft
wieder auf. Insgesamt sollen seit Kriegsbeginn rund 16.000 ukrainische
Zivilisten nach Russland verschleppt worden sein, mindestens neun von
ihnen sind in Gefangenschaft gestorben. Unter ihnen sind Aktivisten,
Lokalpolitiker und Journalisten wie Viktoriia Roshchyna. Die ukrainische
Journalistin recherchierte in Russland, wurde dort festgenommen und
starb in russischer Untersuchungshaft. Recherchen ergaben, dass sie dort
höchstwahrscheinlich zu Tode gequält wurde. Warum nimmt Russland diese
Menschen fest? Maxim Kireev, ZEIT-Redakteur für internationale Politik,
erklärt im Podcast, welche Menschen Russland in der Ukraine gefangen
nimmt und ob es Hoffnung auf einen Austausch dieser Zivilisten gibt.Und sonst so? Bei strömendem Regen im Freibad
Moderation und Produktion: Lisa Caspari
Redaktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Mathias Peer, Konstantin Hadži-Vuković
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
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Bundesagentur für Ar…
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Update: Der "Geist von Würzburg" soll Deutschland voranbringen
29 augustus 2025 · 10 min
Nach vielen Diskussionen und Pannen wollen sie ihre Streitigkeiten
endlich beenden: Um sich besser kennenzulernen und künftig besser
zusammenzuarbeiten, haben sich die Fraktionen von Union und SPD zu einer
zweitägigen Klausur in Würzburg getroffen. Fabian Reinbold, politischer
Korrespondent der ZEIT, hat das Treffen beobachtet. Im Podcast
beantwortet er die Frage, was hinter dem demonstrativ beschworenen
"Geist von Würzburg" steckt. Und erklärt, ob es ab sofort harmonischer
zwischen den beiden Fraktionen zugeht, ob sie neues Vertrauen aufbauen
konnten und wie genau die beiden Fraktionen "Deutschland voranbringen"
wollen. Lees meerEin weiteres wichtiges Treffen hat heute im französischen Toulon
stattgefunden. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Frankreichs
Präsident Emmanuel Macron wollten Einigkeit demonstrieren und die
deutsch-französische "Achse" stärken. Inhaltlich beschäftigten sich die
beiden unter anderem mit ökonomischen Fragen zur Stärkung des
Binnenmarkts und dem Bürokratieabbau, aber auch mit der Planung eines
Digitalgipfels. Außerdem haben sie angekündigt, ihre
sicherheitspolitische Zusammenarbeit zu vertiefen, unter anderem, indem
sie einen strategischen Dialog über die atomare Abschreckung starten
wollen.Außerdem im Update:
Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist erstmals seit zehn Jahren wieder
auf mehr als drei Millionen gestiegen. Insgesamt sind nun 3,025
Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Das geht aus dem aktuellen
Monatsbericht der Bundesagentur für Arbeit hervor.Was noch? Im Scream-Club gemeinsam den Stress und Frust rausschreien
Moderation und Produktion: Erica Zingher
Redaktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Miriam Mair
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
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Schwarz-rote Koalition: Der Schaden bleibt
Klausurtagung in Würzburg: Koalitionsfraktionen wollen bessere
gemeinsame Basis schaffenEmmanuel Macron und Friedrich Merz: Ein Plan für Europa
Wirtschafts- und Sicherheitspolitik: Me…
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Die Deutschen denken wieder rechter
29 augustus 2025 · 12 min
Deutschland ist nach rechts gerückt – um das zu erkennen, reicht ein
kurzer Blick auf die Wahlergebnisse der AfD. Doch Datenauswertungen der
ZEIT zeigen, dass Positionen aus dem politisch rechten Spektrum seit
Jahren auf immer mehr Zustimmung in der Mitte der Bevölkerung stoßen.
Besonders deutlich wird das bei den Themen Klimawandel, Migration und
Geschlechteridentitäten. Auch wenn die Mehrheit bei zentralen
politischen Fragen noch immer eine moderate Haltung vertritt, nehmen
extreme Meinungen stetig zu. Woran liegt das? Michael Schlieben ist
politischer Korrespondent der ZEIT und erklärt, ob die Parteien nach
rechts gerückt sind, weil die Menschen es tun. Oder ob umgekehrt die
Bevölkerung eine Bewegung der Parteien mitvollzogen hat. Lees meerDie Rebellengruppe der Huthis bietet neuerdings einen Onlineservice für
die internationale Schifffahrtsbranche an. Auf der Website der
Huthi-Behörde HOCC (Humanitarian Operations Coordination Center) können
Reedereien und Schiffsbetreiber einsehen, welche Schiffe von den
Rebellen im Roten Meer angegriffen werden sollen. Wenn man ganz
sichergehen möchte, dass sein Schiff nicht attackiert wird, kann man es
sogar vor der Durchfahrt bei den Huthis anmelden. Bislang rät der World
Shipping Council allerdings nicht zur Nutzung des Services, manche
Sicherheitsunternehmen haben sogar Warnungen ausgesprochen. Seit Ende
2023 blockieren die Huthi-Rebellen die Durchfahrt im Roten Meer und
greifen Schiffe brutal mit Drohnen und Bomben an. Damit will die Gruppe
nach eigener Aussage Israel für dessen Krieg im Gazastreifen bestrafen.
Warum die Huthis den Onlineservice anbieten und wie ernsthaft das
Angebot wirklich ist, weiß ZEIT-Wirtschaftsredakteur Thomas Fischermann.Und sonst so? Roboterkaninchen locken Pythons aus den Everglades.
Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Ole Pflüger
Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Emma Graml
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Rechtsruck: Di…
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Update: Willst du mit mir Panzer bauen?
28 augustus 2025 · 10 min
Bundeskanzler Friedrich Merz und der französische Präsident Emmanuel
Macron haben sich zu wichtigen Gesprächen in Südfrankreich getroffen.
Dabei geht es unter anderem um die Kooperation beider Länder im
Rüstungsbereich, etwa beim Bau neuer Kampfflugzeuge und Panzer. Das
Treffen wird allerdings von innenpolitischen Krisen in Frankreich
überschattet. Ist Frankreich derzeit noch ein verlässlicher Partner für
Deutschland? Und wo gibt es Konflikte zwischen beiden Staaten? Diese und
weitere Fragen beantwortet Mark Schieritz, stellvertretender
Ressortleiter des Politkressorts der ZEIT. Lees meerIm Prozess um die mutmaßliche Entführung der Kinder von Unternehmerin
Christina Block hat es ein Geständnis gegeben. Einer der Mitangeklagten
hat zugegeben, an dem Vorfall in der Silvesternacht 2023/24 beteiligt
gewesen zu sein. Laut Anklage sollen die beiden Kinder am Neujahrsabend
von mehreren Männern ihrem Vater entrissen und von Dänemark nach
Deutschland gebracht worden sein. Er hat angekündigt, über den Fall mehr
erzählen zu wollen. Gleichzeitig hat sich ein Streit um das Fragerecht
in dem Prozess entwickelt. Wo steht der Prozess? Und wie verhält sich
die Hauptangeklagte Christina Block bisher? Diese und weitere Fragen
beantwortet Anne Kunze, Kriminalreporterin der ZEIT.Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) hat der
israelischen Regierung mit Konsequenzen gedroht, sollte diese ihre
Offensive im Gazastreifen weiter vorantreiben. Die Ministerin ist
aktuell im Nahen Osten unterwegs, besucht verschiedene Länder und hat
unter anderem Angehörige israelischer Geiseln sowie palästinensische
Familien getroffen. Was die Ministerin mit der Reise bewegen kann, weiß
Samiha Shafy, Politikredakteurin der ZEIT.Außerdem im Update: Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben den
Mechanismus, um Sanktionen gegen den Iran einzuführen, aktiviert.Und sonst so? Gehirne von Freunden ticken oft ähnlich.
Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger
Redaktion: Ole Pflüger
Mitarbe…
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Fraktions-Teambuilding im Würzburger Weinkeller
28 augustus 2025 · 13 min
Die Spitzen der Regierungsfraktionen von Union und SPD kommen in
Würzburg zu einem gemeinsamen Treffen zusammen. Ziel ist es, die
Zusammenarbeit nach den ersten vier Monaten im Amt zu festigen und
gemeinsame Projekte für den angekündigten "Herbst der Reformen"
vorzubereiten. Zwischen Kanzler Friedrich Merz (CDU) und SPD-Chef Lars
Klingbeil gilt das Verhältnis als stabil, auf Fraktionsebene gibt es
jedoch Spannungen. Beide Parteien betonen, dass die Zusammenarbeit
besser funktionieren solle als in der vorherigen Ampelkoalition. Ob das
gelingen kann, ordnet Mariam Lau, Redakteurin im Politikressort der
ZEIT, ein. Lees meerKnapp drei Jahre nach den Explosionen an den Nord-Stream-Pipelines wurde
in der vergangenen Woche der 49-jährige Ukrainer Serhij K. im August in
Italien festgenommen. Er soll die Operation geleitet haben, die 2022 zur
Sprengung der Gasleitungen in der Ostsee führte. Nach Recherchen von
ZEIT, "SZ" und ARD sind insgesamt sieben mutmaßliche Beteiligte
identifiziert. Mehrere von ihnen stammen aus dem ukrainischen
Militärumfeld. Holger Stark ist stellvertretender Chefredakteur und
Ressortleiter Investigative Recherche und Daten der ZEIT. Im Podcast
analysiert er, welche Folgen der Fall für die deutsch-ukrainischen
Beziehungen haben könnte.Und sonst so? Die besten Sommergetränke für einen mittellauen
SommerabendModeration und Produktion: Elise Landschek
Redaktion: Constanze Kainz
Mitarbeit: Lisa Pausch, Celine Yasemin Rolle
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Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die
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Dokupodcast: Friedrich Merz: Sein langer Weg zur Macht
Lars Klingbeil: All you need is Lars
Frauke Brosius-Gersdorf: Eine Haltung, die Respekt abnötigt
"Bandenmäßiger Leistungsmissbrauch": Gibt es eine Bürgergeld-Mafia?
Bundeswehr: Neuer Wehrdienst setzt auf Freiwilligkeit mit
PflichtelementenSchwar…
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Update: Wird Deutschland jetzt sicherer?
27 augustus 2025 · 10 min
Das Bundeskabinett hat die Gründung eines nationalen Sicherheitsrats
beschlossen. Wie Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) verkündeten, soll das neue
Gremium alle Informationen über die innere, äußere, digitale und
wirtschaftliche Sicherheit zusammentragen und koordinieren. Dadurch
sollen künftig Bedrohungen identifiziert und mögliche Maßnahmen
entwickelt werden. Bislang wurde dafür in getrennten Ressorts
gearbeitet, was eine vollständige "Informationsumgebung" verhindert
habe. Die Gründung eines Nationalen Sicherheitsrats wurde bereits im
Koalitionsvertrag angekündigt, nachdem sie in vorherigen Regierungen
immer wieder scheiterte. Warum es jetzt doch geklappt hat und ob
Deutschland damit sicherer wird, erklärt Jörg Lau, außenpolitischer
Korrespondent der ZEIT. Lees meerDas Bundeskabinett hat das umstrittene Wehrdienstgesetz gebilligt. Laut
Verteidigungsminister Boris Pistorius stehe die Wiedereinführung der
Wehrerfassung im Kern des Gesetzes: Demnach sollen alle jungen Menschen
in den kommenden Jahren einen Fragebogen ausfüllen, der das Interesse am
Wehrdienst abfragt, anschließend werden geeignete Kandidaten zur
Musterung eingeladen. Ziel sei es, die Bundeswehr um mindestens 80.000
Soldaten zu erweitern. Der Wehrdienst basiere zunächst auf
Freiwilligenbasis, ab 2028 soll der Fragebogen dann verpflichtend sein.
Kritik kam dabei vor allem von der Union: Sie forderte einen
automatischen Übergang zur Wehrpflicht. Das Gesetz muss noch vom
Parlament bestätigt werden.Außerdem im Update:
Am Abend treffen sich der französische Präsident Emmanuel Macron, der
polnische Ministerpräsident Donald Tusk und Bundeskanzler Friedrich Merz
im moldawischen Chișinău. Die drei EU-Politiker wollen der
proeuropäischen Präsidentin Maia Sandu ihre Unterstützung für die
kommenden Parlamentswahlen aussprechen: Sandus größte Gegner sind
russlandnahe Parteien, die gegen einen EU-Beitritt sind.Und sonst so? Haare sind die Zahnpflege der Zukunft.
Moder…
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Ein neues Zeitalter globaler Wirtschaftspolitik
27 augustus 2025 · 13 min
Der Gewinn des einen ist der Verlust der anderen – so in etwa lässt sich
nicht nur die Grundidee der Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump
beschreiben. Auch die Handelspolitik des Merkantilismus folgt diesem
Ansatz. Die Folge: Staaten schotten sich mit hohen Zöllen ab und fördern
die heimische Wirtschaft. Sie wollen anderen Nationen Geld nehmen und
das Kapital möglichst im eigenen Land halten. Auch wenn diese Idee aus
dem 17. Jahrhundert stammt, erlebt sie dank Trump eine Renaissance. So
zumindest beschreibt Heike Buchter, US-Korrespondentin der ZEIT, die
aktuelle Wirtschaftspolitik der USA. Das zeige sich an den Zöllen, am
jüngsten Deal, den Trump mit Intel schloss und am Umgang mit der
Notenbank Fed. Wieso merkantilistisches Wirtschaften nicht nur in den
USA wieder Anklang findet und wo die Gefahren liegen, erklärt Heike
Buchter im Podcast. Lees meerIm Klimaschutz ist eine neue Technologie kommerziell an den Start
gegangen. Vor der norwegischen Küste wird seit Montag erstmals CO₂ im
Meeresboden gespeichert, um es vom Entweichen in die Atmosphäre
abzuhalten. Die Technologie heißt Carbon-Capture-Storage, kurz CCS.
Dabei wird das Treibhausgas eingefangen, verflüssigt und anschließend in
den Meeresboden verpresst. Auch die Bundesregierung will die Technologie
in Deutschland einsetzen – vor der Küste Schleswig-Holsteins sind
bereits geeignete Gebiete identifiziert. Was von manchen als Revolution
beim Klimaschutz gefeiert wird, sei technisch aber noch nicht
ausgereift, eventuell gefährlich und aktuell sehr teuer, sagt Elena
Erdmann, Wissensredakteurin der ZEIT. Wichtiger sei etwas anderes, sagt
sie im Podcast, und wägt die Chancen und Risiken von CCS ab.Und sonst so? Wer einem auf dem Arschlochpfad in Mecklenburg-Vorpommern
begegnet.Moderation und Produktion: Fabian Scheler
Redaktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Sophia Boddenberg und Benjamin Probst
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Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.We…
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Update: Eine Wehrdienstreform mit entscheidender Leerstelle
26 augustus 2025 · 11 min
Die Bundesregierung hat sich auf einen Entwurf für ein neues
Wehrdienstgesetz geeinigt. Außenminister Johann Wadephul (CDU) zog
seinen Vorbehalt gegen die Vorlage von Verteidigungsminister Boris
Pistorius (SPD) zurück, sodass das Kabinett den Entwurf am morgigen
Mittwoch beschließen kann. ZEIT-Hauptstadtredakteur Peter Dausend
skizziert den Entwurf, die zentralen Meinungsverschiedenheiten – und
erklärt, warum er die zentrale Herausforderung für die Bundeswehr nicht
lösen wird. Lees meerIm Streit um den geplanten Sparhaushalt hat Frankreichs Premierminister
François Bayrou ein Vertrauensvotum im Parlament angekündigt. Die
Abstimmung soll am 8. September stattfinden; dann entscheidet sich, ob
Bayrous Minderheitsregierung im Amt bleibt. Der Premier will damit
Unterstützung für sein Konsolidierungsprogramm gewinnen, das Kürzungen
der Staatsausgaben um mehr als 40 Milliarden Euro vorsieht. Matthias
Krupa, ZEIT-Korrespondent in Frankreich, analysiert die Lage und
entwirft Szenarien für die politische Zukunft des Landes.Außerdem im Update:
US-Präsident Donald Trump hat die Entlassung der Fed-Gouverneurin Lisa
Cook angeordnet. Diese weigert sich jedoch, die Entlassung zu
akzeptieren, und verweist darauf, dass der Präsident keine Befugnis
habe, sie aus dem Gouverneursrat der US-Notenbank zu entlassen. Die
Juristin und Ökonomin ist seit 2022 im Amt. Es wäre der erste Versuch
eines US-Präsidenten, eine Notenbank-Gouverneurin abzusetzen.Und sonst so? Singvögel gegen den Rechtsruck.
Moderation und Produktion: Jannis Carmesin
Redaktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle
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Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die
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Bundeswehr: Bundesregierung einigt sich auf Entwurf für Wehrdienstgesetz
Ukrainekrieg: Wadephul schließt Stationierung deutscher Soldaten in der
Ukraine ausAufrüstun…
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Wie realistisch ist ein Blackout durch unsichere Solaranlagen?
26 augustus 2025 · 11 min
Deutschlandweit sind mehr als fünf Millionen Photovoltaikanlagen
installiert, darunter viele private. Für Hacker könnten sie ein
Einfallstor ins gesamte Stromnetz sein. Um den Strom ins öffentliche
Netz einspeisen zu können, muss er in Wechselstrom umgewandelt werden.
Und genau dort liegt das Angriffsziel für Hacker: Die Wechselrichter
sind mit dem Internet verbunden und weisen einige Sicherheitslücken auf.
Was als Worst-Case-Szenario eintreten könnte und wie sich private
Haushalte vor einem Angriff schützen können, hat Eva Wolfangel aus dem
Digitalressort der ZEIT recherchiert. Lees meerUS-Präsident Donald Trump plant laut Berichten, die Nationalgarde im
September auch in Chicago einzusetzen. Damit wolle er dort wieder für
"Ordnung" sorgen. Mit Verweis auf angeblich eskalierende Kriminalität
ist die Nationalgarde bereits in Washington, D. C. im Einsatz. Dort rief
Trump vor zwei Wochen den "Notstand" aus, denn die Stadt befinde sich in
"kompletter Gesetzlosigkeit". Warum Trump die Nationalgardisten in
mehrere amerikanische Städte schickt, wie kriminell es dort tatsächlich
zugeht und ob die Städte eine Möglichkeit haben, sich gegen den Einsatz
der Nationalgarde zu wehren, weiß Rieke Havertz, internationale
Korrespondentin der ZEIT.Und sonst so: 15 Tipps, um weniger Zeit am Handy zu verbringen
Moderation und Produktion: Helena Schmidt
Redaktion: Fabian Scheler
Mitarbeit: Lisa Pausch, Miriam Mair
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Weitere Links zur Folge:
Sicherheit von Solaranlagen: Ein Superblackout? Eine reale Gefahr in
DeutschlandRekord bei Sonnenstrom: Solarausbau bis 2030: Die Hälfte ist geschafft
Donald Trump: Der 47. US-Präsident
USA: US-Regierung plant laut Bericht Einsatz von Nationalgarde in
ChicagoWashington, D. C.: Nationalgarde in US-Hauptstadt soll aufgestockt
werdenDonald Trump: Mit Soldaten gegen Obdachlose
US-Hauptstadt: Truppen der Nationalgarde in Washington, D. C. werden
bewaffnetSie wollen mehr exklus…
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Update: Was die Geflüchteten von 2015 in Deutschland geschafft haben
25 augustus 2025 · 10 min
Am 31. August 2015 sagte die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel in
der Bundespressekonferenz den Satz, der als Leitspruch für ihre
Flüchtlingspolitik in Erinnerung geblieben ist: "Wir schaffen das." Zehn
Jahre später zeigt eine neue Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und
Berufsforschung, dass die Mehrheit der Geflüchteten heute Arbeit in
Deutschland gefunden hat. Yuliya Kosyakova ist Professorin für
Migrationsforschung an der Universität Bamberg und hat an der heute
veröffentlichten Studie mitgeschrieben. Im Podcast zeichnet sie die
Entwicklung seit 2015 nach und erklärt, warum geflüchtete Frauen
seltener eine Beschäftigung finden. Lees meerRobert Habeck, ehemaliger Vizekanzler, Wirtschafts- und
Klimaschutzminister sowie Bundesvorsitzender der Grünen, hat sein
Bundestagsmandat niedergelegt. Im Interview mit der "taz" begründete
Habeck seinen Schritt: Im Wahlkampf habe er bereits alles gesagt, was er
zur laufenden Legislatur zu sagen habe. Zudem habe er den Eindruck,
wichtige Teile seiner Positionen seien auch bei den Regierungsparteien
und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) angekommen. Nun wolle er "eine
neue Geschichte" und kündigte verschiedene internationale Forschungs-
und Lehraufträge an.Außerdem im Update: Bei einem israelischen Angriff auf ein Krankenhaus
im Süden des Gazastreifens sind nach palästinensischen Angaben
mindestens 20 Menschen getötet worden, darunter fünf Journalisten.Und sonst so? 16 Jahre krankgeschrieben bei vollem Lohn? Eine Lehrerin
aus NRW dürfte einen neuen Rekord aufgestellt haben.Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Fabian Scheler
Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković
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Weitere Links zur Folge:
Herbert Brücker: "Wir haben mehr geschafft, als ich erwartet hatte"
Arbeitsmarktintegration: So viele der Geflüchteten von 2015 haben heute
einen JobUkraine: Lars Klingbeil fordert in Kyjiw "verlässliche
Sicherheitsgarantien"Lage in der Ukraine: You'l…
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Was im Herbst auf Deutschland zukommt
25 augustus 2025 · 12 min
Die Regierungskoalition aus Union und SPD hat nach etwas mehr als 100
Tagen im Amt schlechte Umfragewerte und bereits mehrere Streite hinter
sich. Im Herbst soll sich dieser Trend jedoch umkehren, bei der
Wirtschaft, den Sozialreformen und dem Bürokratieabbau. Bundeskanzler
Friedrich Merz wirkt dafür bereits jetzt auf die SPD ein. Wie stellt
sich die Union die Trendwende vor? Und geht die SPD diesen Weg einfach
so mit? Diese und weitere Fragen beantwortet Lisa Caspari,
Politikredakteurin und "Was jetzt?"-Host der ZEIT. Lees meerSPD und Union streiten sich außerdem einmal mehr über mögliche Steuern
für Großverdiener und Vermögende. Denn für die kommenden Haushalte fehlt
Geld. Die SPD kann sich vorstellen, unter anderem die Steuern für die
Reichsten der Gesellschaft zu erhöhen, die Union lehnt das strikt ab.
Erneut blockierten sich beide Parteien bei wichtigen Steuerreformen,
sagt Juri Caspar Iser, Redakteur für Finanzpolitik der ZEIT. Er sieht
fünf große Steuerungerechtigkeiten, die dringend angegangen werden
müssten. Im Podcast erklärt er, wieso es hier eine Schieflage gibt und
wie Lösungen aussehen könnten.Und sonst so? Der neue Persönlichkeitstyp – der Otrovert
Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger
Mitarbeit: Lisa Pausch und Benjamin Probst
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Friedrich Merz: Merz' Warnung an die SPD
Schwarz-rote Koalition: Friedrich Merz und die Dämonen der anderen
Streit über Steuererhöhungen: So ungerecht ist das deutsche Steuersystem
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Wieso es im Gazastreifen auch an Wasser fehlt
24 augustus 2025 · 12 min
Schon vor dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 war die
Versorgung des Gazastreifens mit Wasser stark von Israel abhängig.
Seitdem Israel die Stromversorgung abgestellt hat und viele
Wasserleitungen und -pumpen durch Bomben zerstört sind, hat sich die
Versorgungslage verschärft. Wie die Lage vor Ort aussieht, weiß Steffi
Hentschke, Korrespondentin der ZEIT in Tel Aviv. Sie erklärt außerdem,
wie Wasser als politisches Mittel eingesetzt wird. Lees meerDer Kampf um Rohstoffe hat die Weltpolitik schon immer geprägt – sei es
durch den Kolonialismus der Moderne oder die Ölkriege der Neuzeit. Wo
immer sich diese Ressourcen finden, wollen Industriestaaten ihren
Zugriff auf diese sichern. Auch wenn die Methoden heute subtiler
geworden sind, sieht Andreas Molitor, freier Autor für die ZEIT, immer
noch große Ähnlichkeiten zum historischen Kolonialismus. Wieso und wie
genau China und die USA um die Ressourcen der Erde wetteifern, erklärt
er im Podcast.Und sonst so? Die verzerrte Weltkarte und wie sie überwunden werden
soll.Moderation und Produktion: Helena Schmidt
Mitarbeit: Lisa Pausch und Benjamin Probst
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Wasserkrise in Gaza: Überleben auf dem Trockenen
Tagebuch aus Gaza: "Sogar die Luft wendet sich gegen uns"
Kampf um Rohstoffe: Machtpolitik bis auf den Meeresgrund
Verteilung von Rohstoffen: Hier liegen die Schätze der modernen Welt
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Spezial "Der Wahlkreis": "Herbst der Entscheidungen" – oder bloß Theater?
23 augustus 2025 · 54 min
Nach der Sommerpause muss Bundeskanzler Friedrich Merz gleich mehrere
Riesenprojekte angehen: überfällige Sozialreformen, das viel zu teure
Gesundheitssystem, Anschub für die stagnierende Wirtschaft. Die
Bundesregierung kündigt einen "Herbst der Entscheidungen" an – aber
folgen darauf auch wirklich große Reformen? Lees meerIn dieser Folge von "Was jetzt? – Der Wahlkreis" beschäftigen sich
unsere Hosts Lisa Caspari, Paul Middelhoff und Robert Pausch mit
Anspruch und Wirklichkeit der Bundesregierung und geben einen Ausblick
auf die kommenden Wochen: Was ist los mit der Unionsfraktion, die von
Friedrich Merz "Führung" bestellt hat, nun aber so ganz und gar nicht
glücklich damit ist, wie er führt? Ist der Besuch der Europäer bei Trump
nun eigentlich ein Erfolg oder bloß die Simulation von Politik? Außerdem
geht es zum Abschluss der Ferien um die große politische
Sommer-Lovestory.Shownotes:
Frank Bösch: Macht und Machtverlust. Die Geschichte der CDU (PDF)
Podcast mit Adam Tooze über den Handelsdeal zwischen den USA und
DeutschlandZEIT-Porträt über Friedrich Merz: "Ganz oben, ziemlich allein"
ZEIT: "So lässt sich im Gesundheitswesen sparen"
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Wer noch für Russland kämpft
23 augustus 2025 · 12 min
US-Präsident Donald Trump will Frieden für die Ukraine und kündigt an,
die Präsidenten beider Länder an einen Tisch zu bringen. Doch der
ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj glaubt nicht an russische
Kompromissbereitschaft und wirft Moskau vor, nicht an einem Frieden
interessiert zu sein. Die Angriffe auf die Ukraine gehen unvermindert
weiter. Gleichzeitig wächst die Zahl der Toten und Verwundeten in
Russland – bis zu einer Million. Trotzdem melden sich in Russland weiter
Freiwillige für den Krieg. Warum melden sich trotz der hohen Verluste so
viele Männer? Und was verrät das über die russische Gesellschaft im
vierten Kriegsjahr? Michael Thumann, außenpolitischer Korrespondent der
ZEIT, erklärt im Podcast, welche Rolle Propaganda, Armut und die
russisch-orthodoxe Kirche spielen und warum ausgerechnet die Eliten in
Moskau vom Krieg profitieren. Lees meerIn Jamel, einem Dorf in Mecklenburg-Vorpommern, versuchen Neonazis seit
Jahren ihre „Strategie der nationalen Dörfer“ umzusetzen – eine rechte
Gegenwelt im ländlichen Raum. Doch es gibt Widerstand: Das Festival
„Jamel rockt den Förster“ sendet seit vielen Jahren ein deutliches
Signal gegen Rechtsextremismus. Auch diesen Freitag und Samstag werden
3.500 Gäste zu dem zweitägigen Festival erwartet. Trotzdem gilt: In
vielen Regionen Ostdeutschlands ist Rechtsradikalismus längst Alltag.
Warum ist das so und weshalb wirkt die rechte Szene auf manche
Jugendliche sogar anziehend? Und was sind die Inseln der Hoffnung für
Menschen, die sich für Demokratie einsetzen? Doreen Reinhard, Autorin
für die ZEIT, erklärt im Podcast, warum Nazi-Symbole und rechte Parolen
in Dresden kaum noch für Aufregung sorgen und warum gerade ein Blick
nach Sachsen für die Lage in ganz Deutschland aufschlussreich ist.Und sonst so? Nacktschnecke macht Klingelstreiche
Moderation und Produktion: Erica Zingher
Redaktion: Hannah Grünewald
Mitarbeit: Victoria Kempter, Konstantin Hadži-Vuković
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Ist Angriff die beste ukrainische Verteidigung?
22 augustus 2025 · 12 min
Mit einem erneuten Angriff auf die Druschba-Pipeline hat die Ukraine
russische Öllieferungen nach Europa unterbrochen. Damit erfüllt das
ukrainische Militär die Ankündigung von Präsident Wolodymyr Selenskyj:
Dieser hatte in seiner abendlichen Videoansprache mehr Gegenangriffe auf
Russland in Aussicht gestellt. Nur durch Druck auf Kremlchef Wladimir
Putin würde der Krieg beendet werden können. Selenskyj ist damit auf der
Linie des US-Präsidenten Donald Trump, der zuvor andeutete, ein Land
könne sich nicht nur durch Verteidigung schützen. "Es ist sehr schwer,
wenn nicht unmöglich, einen Krieg zu gewinnen, ohne das Land des
Invasors anzugreifen", hatte Trump geschrieben. Ob die Angriffe nach
Trumps Unterstützung wirklich zunehmen werden, beschreibt Olivia Kortas,
Korrespondentin der ZEIT in Kyjiw. Außerdem erklärt sie, warum die
Ukrainer den Donbass nicht hergeben werden. Lees meerMit Deutschland soll es wieder aufwärtsgehen – so steht es in der
Präambel des Koalitionsvertrags von Union und SPD. Das wichtigste
Projekt der Regierung ist deshalb die Wirtschaftswende: Die schwarz-rote
Koalition will viel reformieren und investieren, um wieder Schwung in
die deutsche Wirtschaft zu bringen. Aber gelingt das auch? Um das
herauszufinden, hat das Datenteam der ZEIT einen "Merzometer" erstellt.
Dieser misst anhand von Indikatoren wie dem Bruttoinlandsprodukt, dem
Staatsdefizit und der Arbeitslosenquote, ob die Regierung ihre
wirtschaftspolitischen Ziele erreicht. Aktueller Stand: minus neun. Wie
das Merzometer genau funktioniert, erläutert Dana Hajek aus dem
Datenressort.Außerdem im Update:
- Die IPC, ein internationales Expertenteam für Ernährungssicherheit,
hat erklärt, dass Teile Nord-Gazas von Hungersnot betroffen sind und
warnt vor steigenden Hungertoten. Die israelische Regierung
widerspricht.
- Die Bundesliga startet in eine neue Saison. Zum Eröffnungsspiel
trifft der FC Bayern auf RB Leipzig. Welche Überraschungen hält die
Saison parat? Die ZEIT-Redaktion hat ihre steilsten… -
Was gegen den Bürgergeldbetrug helfen könnte
22 augustus 2025 · 12 min
Um das Bürgergeld gibt es seit seiner Einführung durch die Ampel vor
zweieinhalb Jahren viele Diskussionen. Der Staat hat im vergangenen Jahr
46,9 Milliarden Euro für Bürgergeldempfänger ausgegeben. Um die Ausgaben
zu senken, will die schwarz-rote Regierung das Bürgergeld reformieren.
Ihrer Meinung nach setzt es falsche Anreize und vermittelt den Eindruck,
Arbeit würde sich nicht lohnen. Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD)
spricht mit Blick auf ihre Heimat, das Ruhrgebiet, außerdem von
"mafiösen Strukturen, die zerschlagen werden müssten". Wie das gelingen
soll, ist allerdings noch unklar. Simon Langemann aus dem
Wirtschaftsressort der ZEIT hat gemeinsam mit zwei Kollegen intensiv zum
Vorwurf der Arbeitsministerin recherchiert. Im Podcast erklärt er, ob
man tatsächlich von einer Bürgergeld-Mafia sprechen kann, warum
systematischer Betrug vor allem im Ruhrgebiet verstärkt auftritt und was
helfen könnte, das Problem zu lösen. Lees meerEbenfalls im Ruhrgebiet liegt Bochum. Ungeachtet der vielschichtigen
sozialen und wirtschaftlichen Probleme dieser Region könnte die Stadt
als Vorbild dienen – und zwar im Umgang mit steigender Hitze in
Innenstädten. Auf den ersten Blick wirkt zwar auch Bochum zubetoniert
und zu wenig begrünt. Wie es aber auf den zweiten Blick aussieht, und
was andere Städte bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels von
Bochum lernen können, berichtet Petra Pinzler. Für einen Text in der
aktuellen Ausgabe der gedruckten ZEIT hat sie eine Tour durch Bochum
unternommen und sich vom Klimabeauftragten der Stadt, Niels Kramwinkel,
zeigen lassen, was Bochum anders macht.Und sonst so: Wir suchen Ihre Tipps fürs Teambuilding der schwarz-roten
Koalition.Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Fabian Scheler, Constanze Kainz
Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Miriam Mair
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
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"Bandenmäßiger Leistungsmissbrauch": Gibt es eine Bürgergeld-Mafia?
Bürgergeld: …
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Update: Hilft eine Praxisgebühr 2.0 dem Gesundheitssystem?
21 augustus 2025 · 11 min
Das deutsche Gesundheitswesen steht unter Druck – die Ausgaben der
gesetzlichen Krankenkassen liegen dieses und nächstes Jahr vier
Milliarden über den Einnahmen. Die Arbeitgeberverbände wollen nun
deshalb unnötige Arztbesuche mithilfe einer "Kontaktgebühr" erschweren.
BDA-Geschäftsführer Steffen Kampeter schlug eine Gebühr von zehn Euro
pro Arztbesuch vor. Kaja Klapsa aus dem Politikressort der ZEIT hat sich
mit der Frage beschäftigt, was eine solche Gebühr der Krise der
gesetzlichen Krankenversicherung entgegensetzen kann. Lees meerDie israelische Armee hat laut ihrem Sprecher Effie Defrin mit
"vorbereitenden Maßnahmen" zur Einnahme der Stadt Gaza begonnen.
Schätzungen gehen davon aus, dass sich derzeit rund eine Million
Menschen aufhalten. Eine von ihnen ist Ala'a. Im Podcast berichtet sie
von ihren Sorgen mit Blick auf eine anstehende Flucht.Außerdem im Update:
In Italien hat die Polizei den Ukrainer Serhij K. festgenommen. Er soll
an den Sprengstoff-Anschlägen auf die Nord Stream 1 und 2 Pipelines vor
drei Jahren beteiligt gewesen sein.Die Polizei hat im vergangenen Jahr rund 16.000 Fälle von sexualisierter
Gewalt an Kindern gezählt. Das geht aus dem Lagebild "Sexualdelikte zum
Nachteil von Kindern und Jugendlichen" des Bundeskriminalamts (BKA)
hervor, das in Berlin vorgelegt wurde.Was noch? Gegen die Lesekrise – Dänemark schafft die Mehrwertsteuer für
Bücher ab.Moderation und Produktion: Jannis Carmesin
Redaktion: Fabian Scheler, Constanze Kainz
Mitarbeit: Miriam Mair
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
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Steigende Beiträge: So lässt sich im Gesundheitswesen sparen
Gesundheit: Arbeitgeberverbände fordern neue Praxisgebühr beim
ArztbesuchBesetzung von Gaza-Stadt: Gegen alle Widerstände
Krieg in Nahost: Armeesprecher: Vorbereitungen zur Einnahme von Gaza
begonnenKrieg in Gaza: Israels Militär bereitet Einnahme von Gaza-Stadt vor
Nord-Stream-Pipelines: Italienische Polizei nimmt mutmaßlichen
No… -
Diese Siedlung könnte die Zweistaatenlösung begraben
21 augustus 2025 · 13 min
Der israelische Planungsausschuss hat am Mittwoch den Bau eines
umstrittenen Siedlungsprojektes im Westjordanland offiziell genehmigt.
Es geht um das sogenannte Gebiet E1, östlich von Jerusalem. Sollten die
Pläne in die Tat umgesetzt werden, wäre Ostjerusalem vom Westjordanland
abgeschnitten – ein möglicher Staat Palästina hätte keine Hauptstadt und
kein zusammenhängendes Territorium mehr. Wird durch den Bau also der
palästinensische Staat tatsächlich unmöglich? Darüber spricht Jörg Lau,
außenpolitischer Korrespondent der ZEIT. Lees meerBeim Bahnfahren sind neben den Verspätungen, Zugausfällen und
geschlossenen Bordbistros oft auch die vermeintlich hohen Preise ein
Aufreger. Aber ist die Deutsche Bahn tatsächlich immer teurer geworden?
DIE ZEIT hat Zahlen des Statistischen Bundesamtes analysiert und kam zu
einem überraschenden Ergebnis: In den vergangenen fünf Jahren waren die
Bahntickets sogar günstiger als im gleichen Zeitraum zuvor. Weshalb die
Preise trotzdem ein Aufreger sind und worauf es beim Buchen ankommt, das
weiß Sören Götz, Redakteur für Mobilität bei der ZEIT.Und sonst so? Waka Waka, this time for Shakira.
Moderation und Produktion: Fabian Scheler
Redaktion: Pia Rauschenberger
Mitarbeit: Lisa Pausch und Benjamin Probst
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.Weitere Links zur Folge:
Westjordanland: "So begräbt man einen palästinensischen Staat"
Westjordanland: Israel beschließt umstrittenes Siedlungsprojekt im
WestjordanlandDeutsche Bahn: Ist ICE-Fahren wirklich so unverschämt teuer geworden?
Richard Lutz: Die Bahn braucht viel – aber keinen neuen Chef
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Update: Ein Ex-Minister soll vor Gericht
20 augustus 2025 · 10 min
Der ehemalige Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) ist wegen
Falschaussage zur gescheiterten Pkw-Maut von der Staatsanwaltschaft
Berlin angeklagt worden. Demnach soll Scheuer vor dem
Maut-Untersuchungsausschuss behauptet haben, er könne sich an keinen
Vorschlag erinnern, die Verträge für die geplante Pkw-Maut erst dann zu
unterschreiben, wenn Rechtssicherheit bestehe. Laut den
Mautbetreiberfirmen wurde ihm dieses Angebot jedoch unterbreitet, er
soll dies abgelehnt haben. Scheuer selbst bezeichnete die Anklage als
“politisch motiviert”. Die Mautpläne wurden 2019 vom Europäischen
Gerichtshof als rechtswidrig gestoppt, der Staat musste 243 Millionen
Euro Schadensersatz zahlen. Was hinter der Pkw-Maut steckt, welche
Konsequenzen Scheuer drohen und warum die Anklage am eigentlichen
Problem vorbeigeht, erklärt Petra Pinzler, Korrespondentin der
Hauptstadtredaktion. Lees meerIsrael hat den Bau eines umstrittenen Siedlungsprojekts im
Westjordanland genehmigt. Wie die israelische Organisation Peace Now
mitteilte, soll das Gebiet zwischen Ostjerusalem und der Siedlung Maale
Adumim entstehen, dem sogenannten E1-Gebiet. Geplant seien demnach 3400
Wohneinheiten, die das Westjordanland in einen nördlichen und südlichen
Teil unterteilen würden. Ein zusammenhängendes Gebiet für einen
potenziellen palästinensischen Staat zu finden wäre dadurch praktisch
unmöglich. Das Projekt wurde bereits nach dessen Ankündigung
international stark kritisiert. Ebenso umstritten ist Israels
Entscheidung, auch Gaza Stadt zu besetzen. Noch vor der Einnahme
sollen 50.000 Reservisten einberufen werden. Am Einsatz sollen aber
hauptsächlich aktive Soldaten beteiligt sein, sagte ein militärischer
Repräsentant.Außerdem im Update:
In Köln startet die weltweit größte Computerspielmesse Gamescom. 1500
Aussteller aus 72 Ländern stellen unter dem diesjährigen Motto “Games –
Perfekte Unterhaltung” ihre neuen Spiele und Konsolen vor – ein neuer
Messerekord. Auch die Zahlen aus der Gamingindustrie lassen sich s…