Alle afleveringen
2.000 afleveringen, van nieuw naar oud
-
Mission Impossible für die Bundeswehr?
20 augustus 2025 · 13 min
Sollte es in den kommenden Monaten zu einem Friedensschluss in der
Ukraine kommen, könnte dieser von europäischen Soldaten abgesichert
werden. Und Deutschland als größtes Land in Europa und wichtiger
Nato-Staat müsste dabei wahrscheinlich einen wichtigen Beitrag leisten.
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat eine Beteiligung deutscher
Soldaten an einer solchen Friedensmission zwar vor wenigen Tagen noch
ausgeschlossen. Allerdings hat er am Dienstag im Rahmen seiner
Japanreise einen Kurswechsel angedeutet. Möglicherweise könnten also
auch Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr in der Ukraine stationiert
werden. Wie könnte ein solcher Einsatz aussehen? Und hat die Bundeswehr
dafür überhaupt die Ressourcen? Diese und weitere Fragen beantwortet
Alexander Kauschanski, Auslandsredakteur im Politikressort der ZEIT. Lees meerImmer weniger junge Menschen beziehen Bafög – obwohl viele eigentlich
Anspruch auf eine staatliche Förderung ihrer Ausbildung hätten. Das geht
aus einer Studie des Statistischen Bundesamtes hervor. Demnach ist die
Zahl der Bafög-Empfänger so niedrig wie seit 25 Jahren nicht mehr. Nur
noch rund 612.000 junge Leute bekommen die Förderung für ihr Studium,
die Ausbildung oder die Schule. Der Grund: Viele haben Angst vor hohen
Schulden oder glauben, das Einkommen ihrer Eltern sei für die
Fördergrenzen des Programms zu hoch. Weshalb diese Sorge oft unbegründet
ist und warum mehr Menschen nachrechnen sollten, ob ihnen die Förderung
nicht doch zusteht, erklärt Celine Schäfer, Redakteurin im
Geldressort der ZEIT.Und sonst so? Bzzzzzz – der Welttag der Mücke ist da.
Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Jannis Carmesin
Mitarbeit: Sophia Boddenberg und Benjamin Probst
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.Weitere Links zur Folge:
Bundeswehr in der Ukraine: Wir müssen über deutsche Soldaten in der
Ukraine redenSicherheit in der Ukraine: Deutsche Soldaten in den Do…
-
Update: Ein Treffen, zwei Realitäten – und bald ein Dreiergipfel?
19 augustus 2025 · 11 min
"Das war das beste unserer Treffen." So lautete das Fazit des
ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nach dem gestrigen Gipfel
mit US-Präsident Donald Trump. Was als Ergebnis des Gipfels bleibt,
analysiert Anna Sauerbrey, außenpolitische Korrespondentin der ZEIT.
Außerdem erklärt Maxim Kireev aus dem Politikressort der ZEIT, wie der
Gipfel in Moskau aufgenommen wurde und wie das nun angekündigte direkte
Aufeinandertreffen zwischen Selenskyj und Russlands Präsident Putin
ablaufen könnte. Lees meerAußerdem im Update: Israel hält in den Verhandlungen über eine
Waffenruhe im Gazastreifen an seiner Forderung nach der Freilassung
aller Geiseln fest. Der jüngste Vermittler-Vorschlag sieht die
Freilassung einiger, aber nicht aller Geiseln in zwei Stufen während
einer zweimonatigen Waffenruhe vor. Die islamistische Hamas hatte dem
Vorschlag nach eigenen Angaben am Montag zugestimmt. Steffi Hentschke,
Korrespondentin in Tel Aviv, analysiert die Reaktion der israelischen
Regierung im Nachrichtenpodcast mit Rita Lauter.Was noch? Wie nützlich sind Hyaluron-Injektionen bei Knieschmerzen?
Moderation und Produktion: Rita Lauter
Redaktion: Jannis Carmesin
Mitarbeit: Miriam Mair
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Ukraine: Gute Stimmung macht noch keinen Frieden
Krieg in der Ukraine: Hoffnung für Team Europa
Gipfeltreffen zur Ukraine: Europa beruhigt einen verrückten König
Eklat im Weißen Haus: Donald Trump ist jetzt da, wo Wladimir Putin ihn
haben willUkrainekrieg: Putin hält sich alle Türen offen
Besetzung von Gaza-Stadt: Gegen alle Widerstände
Krieg im Nahen Osten: Hamas akzeptiert offenbar Waffenruhevorschlag
Ägyptens und KatarsSie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie
unser unser Podcastabo kostenlos testen.Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen
Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.[ANZEIGE] Mehr über die Angebote un…
-
Die Europäer sind erleichtert
19 augustus 2025 · 14 min
Es war ein außergewöhnlicher Eklat, als US-Präsident Donald Trump den
ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor rund einem halben Jahr
vor laufenden Kameras im Oval Office des Weißen Hauses bloßstellte. Am
gestrigen Montag sind beide erneut in dem berühmten Präsidentenbüro
zusammengekommen – dieses Mal waren auch mehrere wichtige europäische
Staats- und Regierungschefs dabei. Wie das Treffen abgelaufen ist, hören
Sie gleich zu Beginn der Folge. Lees meerLars Klingbeil, Co-Parteichef der SPD, Bundesfinanzminister und
Vizekanzler, schließt höhere Steuern für Spitzenverdienende und
Vermögende nicht aus. Mit seiner entsprechenden Aussage im
ZDF-Sommerinterview hat sich Klingbeil gegen die Linie des
Koalitionspartners Union positioniert, die höhere Steuern bisher
kategorisch ausschließt. Gleichzeitig hat Klingbeil innerhalb der SPD
fast die gesamte Macht auf sich konzentriert und eine Neuausrichtung der
Partei angekündigt. Wieso stellt sich Klingbeil gerade jetzt gegen die
Absprachen mit dem Koalitionspartner? Und wie will er seine Macht
innerhalb der SPD nutzen, um die Partei fit für kommende Wahlkämpfe zu
machen? ZEIT-Politikredakteur Robert Pausch ordnet Klingbeils Äußerungen
ein.In Serbien haben die Proteste gegen die Regierung und die Korruption im
Land ein neues Level an Gewalt erreicht. Zuletzt war die Polizei immer
gewalttätiger gegen Protestierende vorgegangen. Schlägertrupps der
Regierungspartei SNS können zudem offenbar ohne juristische Konsequenzen
Gewalttaten gegen Protestierende ausüben – sie verwüsteten teilweise
Cafés und Arbeitsstätten von Sympathisanten der Protestbewegung. In der
Stadt Valjevo wurde wiederum ein Büro der Regierungspartei SNS in Brand
gesetzt. Auslöser der Proteste war der Einsturz eines Bahnhofsvordachs
in Novi Sad vor rund neun Monaten, bei dem 16 Menschen starben. Der
Vorfall steht für die Protestbewegung sinnbildlich für die verbreitete
Korruption im Land. Wieso die Auseinandersetzungen gerade jetzt
eskalieren und welche Rolle dab… -
Update: Israels Massenproteste verhallen
18 augustus 2025 · 11 min
23 Menschen, aufgeteilt auf zwei Zimmer – so beschreibt der Künstler
Sohail Salem, wie er mit seiner Familie auf engstem Raum in Gaza-Stadt
lebt. Wie ihm geht es vielen Bewohnern in Gaza-Stadt. Denn die größte
Stadt des Küstenstreifens ist einer der letzten Orte, an dem Vertriebene
noch Zuflucht finden. Israels Armee sieht in ihr jedoch eine der beiden
verbliebenen Hamas-Hochburgen. Deshalb laufen Vorbereitungen, Gaza-Stadt
zu besetzen. Daran regt sich viel Kritik aus dem Ausland. Doch auch im
eigenen Land gibt es immer mehr Protest. In Umfragen sprechen sich
mittlerweile mehr als 70 Prozent der israelischen Bevölkerung für eine
Waffenruhe aus. "Bringt die Geiseln zurück und beendet den Krieg!" Unter
diesem Motto gingen gestern Abend in Tel Aviv mehr als 200.000 Menschen
auf die Straße. Steffi Hentschke, Korrespondentin in Tel Aviv, berichtet
über den Stand der Vorbereitungen zur Besetzung von Gaza-Stadt und
erklärt, wie sich der Widerstand formiert. Lees meer"Premiumpartner" und "klassischer Verbündeter": Mit solch lobenden
Worten ist Außenminister Johann Wadephul nach Japan gereist. Dort findet
er auch kritische Worte für China: etwa zu Chinas "zunehmend aggressivem
Auftreten" in der Straße von Taiwan und im Ost- und Südchinesischen
Meer. Welche gemeinsamen Interessen Japan und Deutschland haben und wie
Japan sich in der verändernden weltpolitischen Lage positioniert,
berichtet Reporter Felix Lill.Außerdem im Update:
Vor dem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj
schlägt sich US-Präsident Donald Trump einmal mehr auf die russische
Seite und setzt die Ukraine unter Druck.Was noch? Chipsverbot der Münchner Innenstadt
Moderation und Produktion: Jannis Carmesin
Redaktion: Rita Lauter
Mitarbeit: Miriam Mair
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Besetzung von Gaza-Stadt: Gegen alle Widerstände
Krieg in Gaza: Die Werte von gestern
Proteste in Israel: Die Schuldgefühle der einen sind für …
-
Nach dem Eklat: Selenskyjs Rückkehr ins Weiße Haus
18 augustus 2025 · 12 min
Nach dem Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin am vergangenen
Freitag empfängt US-Präsident Donald Trump am Montag auch seinen
ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus. Der
deutsche Regierungssprecher Stefan Kornelius sagte, es solle unter
anderem um "Sicherheitsgarantien, territoriale Fragen und die
fortdauernde Unterstützung der Ukraine in der Abwehr der russischen
Aggression" gehen. An welchem Punkt die Ukraine-Verhandlungen nach dem
Alaska-Treffen und vor dem Gipfel in Washington stehen und ob wie bei
Selenskyjs letztem Besuch im Februar ein Eklat drohen könnte, analysiert
Rieke Havertz, internationale Korrespondentin der ZEIT, im
Nachrichtenpodcast. Lees meerSeit Monaten steigen die Aktienkurse, die US-Börsen erzielen einen
Rekord nach dem nächsten – und das, obwohl die Anspannung in der
Realwirtschaft vor allem wegen Donald Trumps Zollpolitik und seinem
Machtkampf mit der Zentralbank groß ist. Wie passt das zusammen? Und
entsteht da gerade eine Blase, die bald platzen könnte? Die Antwort
darauf hat Victor Gojdka aus dem Geldressort der ZEIT. Er analysiert,
woher die Kursgewinne kommen, wie nachhaltig sie sind – und wie real die
Gefahr eines zeitnahen Börsencrashs ist.Und sonst so: Ein neues Implantat macht aus Gedanken gesprochenes Wort.
Moderation und Produktion: Jannis Carmesin
Mitarbeit: Mathias Peer, Miriam Mair
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Krieg gegen die Ukraine: Selenskyj und Trump kündigen Treffen in
Washington, D. C. anUkrainekrieg: Merz und von der Leyen begleiten Selenskyj zu Treffen mit
TrumpEklat im Weißen Haus: Donald Trump ist jetzt da, wo Wladimir Putin ihn
haben willKrieg in der Ukraine: Trump laviert, Putin grinst, Europa läuft
hinterherAktienmarkt: Wird die Börse jetzt noch verrückter?
US-Zölle: Die Zollpolitik des Donald Trump
Aktienmarkt: Die Börsen steigern sich in einen Teflon-Boom
Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT höre…
-
Putin zufrieden nach dem Treffen mit Trump
17 augustus 2025 · 12 min
"Widerlich. Beschämend. Und letztendlich nutzlos." So stuft die
ukrainische Plattform "Kyiv Independent" das Treffen zwischen
US-Präsident Donald Trump und Kreml-Chef Wladimir Putin in Alaska ein.
Putin hatte das erste Wort, ihm wurde der rote Teppich ausgerollt –
alles passend zum Narrativ der überlegenen Großmacht, das er vermitteln
wollte. Viel mehr als diese Bilder und eine knappe Pressekonferenz, ohne
dass Journalisten Fragen stellen durften, ist vom Treffen nicht
durchgedrungen – keine konkreten Beschlüsse oder sogar Einigungen. Alice
Bota aus dem Politikressort der ZEIT hat sich damit beschäftigt, wie das
Gespräch aus russischer Perspektive zu bewerten ist. Im Podcast ordnet
sie ein, inwiefern das Treffen ein Erfolg für Putin war und ob der
Gipfel dafür gesorgt hat, dass ein Waffenstillstand noch weiter in die
Ferne gerückt ist. Lees meerVon 2006 bis 2019 war er der erste indigene Präsident Boliviens – Evo
Morales. Er änderte die Verfassung, machte Bolivien zu einem
plurinationalen Staat mit 37 offiziellen Sprachen und führte das Land zu
mehr Stabilität und wirtschaftlichem Aufschwung. Der indigenen
Bevölkerung gab er Stolz und Selbstbewusstsein zurück. Doch mittlerweile
sieht sich Morales als politisch Verfolgter: Aus dem Versteck heraus
liefert sich Morales einen erbitterten Machtkampf mit seinem Nachfolger
und ehemaligen Verbündeten Luis Arce. Die beiden beschuldigen sich
gegenseitig des Verrats und machen den jeweils anderen für das
wirtschaftliche Desaster und Chaos verantwortlich, in dem sich das Land
aktuell befindet. Morales darf zur heute anstehenden Wahl nicht mehr
antreten. Welchen politischen Einfluss er dennoch hat und welche Chancen
die Opposition bei der Wahl hat, weiß ZEIT-Redakteur Martin Nejezchleba.
Er ist momentan in Bolivien unterwegs und hat sich intensiv mit der Lage
und der Stimmung im Land vor der Wahl auseinandergesetzt.Und sonst so: Wie man den Diamanten für den eigenen Verlobungsring
einfach selbst ausgräbtModeration und Produktion: A…
-
Kein Durchbruch in Alaska
16 augustus 2025 · 14 min
Ein roter Teppich, ein Händeschütteln: Donald Trump empfängt Wladimir
Putin in Alaska wie einen Gleichgestellten. Und erreicht wenig.
US-Korrespondentin Juliane Schäuble berichtet, wem das Treffen dennoch
nützen wird. Lees meerPläne für die sogenannte Siedlung E1 mit knapp 3.400 neuen Häusern
existieren seit Jahren. Israels rechtsextremer Finanzminister Bezalel
Smotrich möchte sie nun in die Tat umsetzen. Durch den Bau würde
Ostjerusalem endgültig vom palästinensisch besetzten Westjordanland
abgetrennt werden. Smotrich möchte mit diesem Vorhaben einen
palästinensischen Staat unbedingt verhindern. Die Bundesregierung lehnt
den israelischen Siedlungsbau strikt ab, da er gegen internationales
Völkerrecht verstoße. Quynh Trần berichtet für die ZEIT aus Israel und
ordnet im Podcast ein, welche Folgen die Bebauung hätte, warum genau
dieses Gebiet so ein sensibler Konfliktpunkt ist und ob sich innerhalb
Israels Kritik gegen den Siedlungsbau regt.Während die Wirtschaftsleistung in der EU im zweiten Quartal leicht
gewachsen ist, schwächelt die deutsche Wirtschaft. Etwa ein Drittel der
deutschen Unternehmen leidet unter zu wenigen Aufträgen, mehr
Unternehmen gehen pleite. Starkes Wachstum ist nicht vorhanden. Die
Bundesregierung verspricht Reformen, Experten rechnen jedoch eher mit
negativen Auswirkungen. Kolja Rudzio aus dem Wirtschaftsressort der ZEIT
zieht eine wirtschaftspolitische Bilanz über die ersten 100 Tage der
schwarz-roten Regierung und bewertet ihre Reformideen.Und sonst so: Kostenfalle im Urlaub – Extrawünsche machen den
Restaurantbesuch teuerModeration und Produktion: Erica Zingher
Redaktion: Hannah Grünewald
Mitarbeit: Lisa Pausch, Miriam Mair
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Trump-Putin-Gipfel: No Deal
Gipfel in Alaska: Donald Trump sieht noch keine Einigung zur Ukraine
erreichtNahostkonflikt: Smotrich genehmigt Ausschreibungen für Siedlung im
WestjordanlandNahostkonflikt: UN und EU halten…
-
Update: Aus Afghanistan geflüchtet. In Pakistan festgenommen
15 augustus 2025 · 12 min
Heute vor vier Jahren haben die Taliban in Afghanistan wieder die Macht
übernommen. Seitdem gehören Menschenrechtsverletzungen und steigende
Armut zum Alltag. Besonders dramatisch ist die Lage für Frauen: Ihre
Bewegungsfreiheit ist stark eingeschränkt, Mädchen wird der
weiterführende Schulbesuch verwehrt, und Zwangsverheiratungen nehmen zu.
Trotzdem will die Bundesregierung die Aufnahmeprogramme beenden und
schiebt Menschen nach Afghanistan ab. Gleichzeitig warten rund 2.400
Afghanen mit einer bestätigten Ausreisegenehmigung seit über einem Jahr
in Pakistan auf ihre Weiterreise nach Deutschland. Während die
schwarz-rote Koalition in Berlin über das künftige Verfahren streitet,
schiebt die pakistanische Regierung afghanische Staatsbürger ab – oft
unter Verweis auf abgelaufene Visa oder fehlende
Aufenthaltsgenehmigungen. Wer in Pakistan auf seine Ausreise wartet und
weshalb die Bundesregierung sie bislang nicht nach Deutschland geholt
hat, erklärt Nina Monecke, Politikredakteurin der ZEIT. Lees meerPlastikmüll zählt zu den größten globalen Umwelt- und
Gesundheitsproblemen. Jährlich fallen weltweit rund 400 Millionen Tonnen
an – nur ein Bruchteil davon wird recycelt. Der Handlungsdruck ist
entsprechend hoch. Doch die Verhandlungen bei der UN-Konferenz in Genf
über ein weltweites Abkommen gegen Plastikmüll sind vorerst gescheitert:
Rund 180 Staaten konnten sich nicht auf einen gemeinsamen Text einigen.
Warum das Abkommen gescheitert ist und wie es nun weitergehen könnte,
erklärt Fritz Habekuß, Klima- und Umweltkorrespondent der ZEIT.Außerdem im Update: Bahn-Chef Richard Lutz muss gehen. Und das in einer
Zeit, in der die Bahn mit vielen Problemen kämpft: Verschuldung,
Unzufriedenheit der Kunden, Sanierungsbedarf der Strecken und ein
gigantisches Ausmaß an Unpünktlichkeit. Zacharias Zacharakis aus dem
Wirtschaftsressort der ZEIT analysiert, was die Suche nach einem
Nachfolger so kompliziert macht.Und sonst so? Die Welt blickt auf Alaska – einen US-Bundesstaat mit
Rentierwurs… -
Vor dem Alaska-Gipfel: Hat Putin die Verhandlungen mit Trump schon gewonnen?
15 augustus 2025 · 13 min
Am Freitag treffen sich auf dem Alaska-Gipfel US-Präsident Donald Trump
und Russlands Staatschef Wladimir Putin, um über den Ukrainekrieg zu
verhandeln. Die Erwartungen an das Treffen sind hoch, aber sind sie auch
gerechtfertigt? Denn ob es wirklich zu einem Friedensabkommen oder auch
nur einem Waffenstillstand kommt, ist ungewiss. Bereits im Vorfeld haben
die USA und Russland unterschiedliche Ansichten geäußert, ob die Ukraine
Teile ihres Landes abtreten müsste, um einen Friedensvertrag zu
erzielen. Auch Sicherheitsgarantien für die Ukraine sind ein zentrales
Thema. Warum allein schon das Treffen ein Erfolg für Putin ist und wie
es danach weitergehen könnte, erklärt der Politikwissenschaftler und
Militärexperte Carlo Masala. Lees meerBrandenburg will die Jagd auf Wölfe erlauben. Schon ab nächstem Jahr
könnten 150 Wölfe pro Jahr geschossen werden. Manche der Tiere reißen
Nutztiere wie Schafe oder Ziegen und lassen sich von Herdenschutzhunden
und Elektrozäunen kaum abhalten. Planlose Jagd auf Wölfe könnte aber
mehr schaden als nutzen, sagt die Chefreporterin für das Ressort Wissen,
Dagny Lüdemann. Sie hat mit Biologen und Jägern gesprochen und erklärt,
worauf es bei der verantwortungsvollen Wolfsjagd ankommt.Und sonst so? So riecht der Sommer
Moderation und Produktion: Helena Schmidt
Redaktion: Rita Lauter
Mitarbeit: Lisa Pausch, Leonard Frick
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Treffen in Alaska: Trump und Putin verhandeln über den Krieg in der
UkraineOsteuropa-Expertin Sabine Fischer: "Aus russischer Sicht ist Trump ein
Werkzeug"Gipfeltreffen ohne Ukraine: Was tun, wenn der Frieden inakzeptabel ist?
Wolfsjagd in Brandenburg: Wie wir den Wolf sehen, so sehen wir die Welt
Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie
unser unser Podcastabo kostenlos testen.Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen
Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's … -
Update: Wie die Ampelregierung bei Waffenlieferungen an Israel getrickst hat
14 augustus 2025 · 11 min
Deutschland liefert Waffen an Israel – das war bis zur auch in den
eigenen Reihen umstrittenen Ankündigung von Bundeskanzler Friedrichs
Merz, Waffenlieferungen einzuschränken, fester Bestandteil der deutschen
Staatsräson. Auch die Vorgängerregierung, die Ampelkoalition aus SPD,
Grünen und FDP, hat nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7.
Oktober 2023 Waffen und Waffenteile an Israel geliefert, mehr als vor
dem Gazakrieg. Das hat sie auch fortgesetzt, als es im Frühjahr 2024
Zweifel an der Kriegsführung Israels gab: hohe zivile Opferzahlen im
Gazastreifen und erste Berichte über mutmaßliche Kriegsverbrechen. Luisa
Hommerich, Redakteurin im Ressort Investigative Recherche und Daten der
ZEIT, hat mit Kolleginnen und Kollegen exklusiv recherchiert, wie sich
die Ampelkoalition eines bürokratischen Tricks bediente, um weitere
Waffenlieferungen an Israel der parlamentarischen Kontrolle zu entziehen
– womöglich auch, um öffentlichem Druck vorzubeugen. Lees meerNachdem sich der Sommer bisher für viele Menschen in Deutschland eher
nass und kühl angefühlt haben dürfte, sind in dieser Woche die
Temperaturen hierzulande auf bis zu 37 Grad Celsius gestiegen. Länder
wie Frankreich, Griechenland und Spanien kämpfen nicht nur mit der
Hitze, sondern erneut auch mit Waldbränden. Schon 2024 war in
Deutschland das wärmste je gemessene Jahr – und nun erlebt Europa erneut
eine sommerliche Hitzewelle. Elena Erdmann, Redakteurin im
Wissen-Ressort der ZEIT, hat mit ihren Kolleginnen und Kollegen
untersucht, wie außergewöhnlich der Sommer bislang in europäischen
Städten ausgefallen ist.
Außerdem im Update: Was die umstrittenen Kontrollen an den deutschen
Grenzen eigentlich kosten. Und Bahnchef Richard Lutz muss laut
Medienberichten seinen Posten räumen.Und sonst so? Übermotivierte Tauben. Und Menschen
Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger
Redaktion: Rita Lauter
Mitarbeit: Carl Friedrichs
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur F…
-
Was Friedrich Merz in 100 Tagen (nicht) geschafft hat
14 augustus 2025 · 13 min
Seit genau 100 Tagen ist Bundeskanzler Friedrich Merz im Amt. Die
Bilanz: eher durchmischt. Trotz des etwas holprigen Wegs ins Kanzleramt
konnte er sich in den ersten Wochen nach der Wahl besonders als
Außenkanzler präsentieren, selbst der Besuch bei US-Präsident Donald
Trump verlief glimpflich. Was angesichts der anderen Staatsgäste, die
Trump empfing, ein Erfolg war. Dennoch sind die Umfragen seit seinem
Amtsantritt konstant schlecht. Hinzu kommt der Eklat um die gescheiterte
Richterwahl von Frauke Brosius-Gersdorf, Streit mit der SPD und der
Waffen-Lieferstopp nach Israel. Peter Dausend, Redakteur in der
Hauptstadtredaktion, zieht eine erste Merz-Bilanz und sagt, in welcher
ungewohnten Rolle der Kanzler ihn überrascht hat. Lees meerAm Mittwoch haben die europäischen Staats- und Regierungschefs in
verschiedenen Runden ihr Vorgehen abgestimmt. Es ging darum, eine
einheitliche Linie auf dem Weg zu Frieden in der Ukraine zu finden und
diese dann Donald Trump per Videoschalte mitzuteilen. Der trifft am
Freitag Wladimir Putin und die Sorge ist groß, dass über die Köpfe der
Europäer und Ukrainerinnen entschieden wird. Friedrich Merz und der
ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilten anschließend fünf
Bedingungen mit, die sie für Frieden haben. Donald Trump kenne diese und
teile sie "weitestgehend", sagte Merz. Was das bedeutet und ob die
Europäer Trump von ihrer Seite überzeugen konnten, erklärt
Politikredakteurin Alice Bota.Und sonst so? Pause für die Augen.
Moderation und Produktion: Fabian Scheler
Redaktion: Pia Rauschenberger
Mitarbeit: Mathias Peer, Emma Graml
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
100 Tage Friedrich Merz: Ganz oben, ziemlich allein
Ukrainegipfel: Wolodymyr Selenskyj zum Ukrainegipfel in Berlin
eingetroffenTreffen in Alaska: Was Donald Trump und Wladimir Putin in Alaska
besprechen wollenEU im Ukrainekrieg: Im Zweifel stark
Krieg gegen die Ukraine: Europäer und Selenskyj sprechen …
-
Was Europa bewirken kann, bevor Trump Putin trifft
13 augustus 2025 · 11 min
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist überraschend
persönlich zu der geplanten Ukraine-Videokonferenz mit Bundeskanzler
Friedrich Merz (CDU) und US-Präsident Donald Trump nach Berlin gekommen.
Bei dem virtuellen Gipfel wollen die Staats- und Regierungschefs
Frankreichs, Großbritanniens, Finnlands, Italiens und Polens sowie
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Nato-Generalsekretär
Mark Rutte eine gemeinsame Linie für die Friedensverhandlungen in der
Ukraine abstimmen – vor dem Treffen Trumps mit dem russischen
Präsidenten Wladimir Putin in Alaska am Freitag. Die Europäer und
Selenskyj befürchten, dass sich Trump und Putin auf Gebietsabtretungen
der Ukraine an Russland verständigen könnten, was Selenskyj strikt
ablehnt. Ziel des Treffens ist daher, dass Trump zusagt, keine
Vereinbarung über die Köpfe der Ukrainer und der Europäer hinweg zu
treffen. Warum die Europäer trotz Abwesenheit in Alaska Einfluss nehmen
könnten und welche Rolle Europa für eine Lösung im Ukrainekrieg spielt,
erklärt im Podcast Michael Thumann, außenpolitischer Korrespondent der
ZEIT. Lees meerSoziale Medien gehören für viele Jugendliche zum Alltag – doch sie
bergen auch Risiken. Die Nationale Akademie der Wissenschaften, die
Leopoldina, empfiehlt deshalb in einem Papier, dass soziale Medien für
Minderjährige und Kinder eingeschränkt zugänglich sein sollen: Kinder
unter 13 Jahren sollten keine sozialen Netzwerke nutzen, zwischen 13 und
15 sollen Eltern die Nutzung eng begleiten. Zudem sollen Eltern
technische Möglichkeiten haben, die Dauer und die konsumierten Inhalte
zu kontrollieren, ohne dabei die Privatsphäre ihrer Kinder
einzuschränken. Weiter raten die Autorinnen und Autoren der Studie dazu,
die Nutzung privater Smartphones in Kitas und Schulen bis zur elften
Klasse zu verbieten. Auf dem Lehrplan soll ein reflektierter Umgang mit
digitalen Medien stehen. Wie genau gefährden soziale Medien Jugendliche?
Jeannette Otto, Redakteurin im Wissensressort der ZEIT, erklärt im
Podc… -
Wie viel Einfluss hat Merz auf den Ukraine-Friedensprozess?
13 augustus 2025 · 12 min
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) schaltet sich per Videokonferenz mit
US-Präsident Donald Trump, dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr
Selenskyj und europäischen Regierungschefs zusammen. Das Treffen soll
als Vorbereitung möglicher Friedensverhandlungen dienen. Außerdem sollen
die damit verbundenen Fragen zu Territorialansprüchen und Sicherheiten
besprochen werden. Die Videokonferenz findet wenige Tage vor Donald
Trumps Gipfeltreffen mit Wladimir Putin in Alaska statt, wo über ein
Kriegsende in der Ukraine verhandelt werden soll – jedoch ohne
Selenskyj. Merz betonte zuvor in der ARD, die Ukraine müsse einbezogen
werden. Für Merz ist die Videokonferenz eine weitere Gelegenheit, sich
als "Außenkanzler" zu präsentieren. Doch kann er dabei tatsächlich etwas
ausrichten, das der Ukraine und der europäischen Sicherheit hilft?
Fabian Reinbold, politischer Korrespondent der ZEIT, ordnet im Podcast
ein, wie sich Merz außenpolitisch schlägt und ob er dafür
innenpolitische Aufgaben vernachlässigt hat. Lees meerDie neue Version von ChatGPT, GPT-5, wurde sehnlich erwartet – doch nun
sorgt sie für Diskussionen, und viele Nutzer sind enttäuscht. Das
neueste Sprachmodell des Unternehmens, Nachfolger des vor mehr als zwei
Jahren veröffentlichten GPT-4, soll weniger halluzinieren, besser
programmieren, schöner schreiben und noch komplexere Aufgaben erfüllen
können. Verantwortliche von OpenAI wie Sam Altman sprachen davon, man
befände sich auf dem Weg zu einer künstlich allgemeinen Intelligenz, die
mindestens so intelligent wie Menschen sein soll. In den sozialen
Netzwerken ist die Begeisterung für die neue Version allerdings gering.
Ist GPT-5 schlechter als die alte Version? Eike Kühl, Autor der ZEIT,
hat das neue Modell von ChatGPT geprüft. Im Podcast erklärt er, wo das
Sprachmodell tatsächlich Fortschritte macht, wo es noch Probleme hat und
wie weit es von einer Intelligenz auf menschlichem Niveau entfernt ist.Und sonst so? Italien verhängt Strafen für Umweltsünder
Moderation und Pro…
-
Update: Russlands gefährlicher Durchbruch
12 augustus 2025 · 9 min
Russland ist im Osten der Ukraine ein Vorstoß hinter die ukrainischen
Linien gelungen. Nach Angaben ukrainischer Medien sollen russische
Soldaten mehr als 15 Kilometer weit in nördlicher Richtung vorgestoßen
sein und dort die Stadt Dobropillja bedrohen. Das ukrainische Militär
dementierte die Berichte zunächst. Wie das militärnahe ukrainische
Analystenteam DeepState berichtete, sammeln russische Soldaten in dem
Gebiet Truppen für weitere Angriffe. Warum der Vorstoß für die Ukraine
gefährlich ist und was sie dagegen unternehmen kann, erklärt Maxim
Kireev, Redakteur für internationale Politik. Lees meerNach einer kurzen Pause ist der Sommer in Deutschland wieder zurück –
und damit auch die Hitze: Bis zu 38 Grad soll es in manchen Regionen
diese Woche werden. Unter den hohen Temperaturen leiden besonders
Stadtbewohner: Die Wohnungen sind selbst nachts nur schwer abzukühlen.
Die effektivste Methode, um die Wohnung kühl zu halten, sind laut der
Verbraucherzentrale Klimaanlagen. In den letzten fünf Jahren ist die
Produktion der Geräte in Deutschland um 75 Prozent gestiegen. Was bei
der Nutzung von Klimaanlagen zu beachten ist und welche günstigeren
Alternativen es gibt, weiß Alina Hüsemann aus dem Wissensressort.Außerdem im Update:
Donald Trump hat in der US-amerikanischen Hauptstadt Washington, D. C.
den Notstand ausgerufen. Die Stadt sei ein Ort der "kompletten
Gesetzlosigkeit". Er kündigte deshalb an, die Nationalgarde in den
Regierungsbezirk zu schicken, und stellte zudem die Polizei unter
Bundeskontrolle. US-Korrespondentin Johanna Roth schildert im Podcast
die Lage.Und sonst so? Sternschnuppenregen über Deutschland.
Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger
Redaktion: Jannis Carmesin, Ole Pflüger
Mitarbeit: Emma Graml
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Wetter: Wie Städter bei Hitze einen kühlen Kopf bewahren können
Hitze: Klimaanlagenproduktion ist in Deutschland seit 2019 stark
gestiegenHitzewel…
-
Alaska-Verhandlungen: ein Risiko für das transatlantische Bündnis
12 augustus 2025 · 12 min
Donald Trump will in Alaska erstmals seit Beginn des russischen
Angriffskriegs direkt mit Wladimir Putin über ein Ende des Ukrainekriegs
sprechen. Laut Donald Trump steht dabei ein Gebietsaustausch im Raum.
Bei einem Treffen in London berieten Vertreter der Ukraine, der EU,
mehrerer europäischer Staaten und der USA über mögliche Bedingungen für
einen Waffenstillstand. Europa und die Ukraine lehnen Gebietsabtretungen
ab und fordern, dass ein Waffenstillstand vor Verhandlungen erfolgen und
durch Sicherheitsgarantien abgesichert werden muss. Wird die
US-Regierung unter Donald Trump diese Positionen in Alaska
berücksichtigen? Anna Sauerbrey ordnet ein, welchen Einfluss das Treffen
in Alaska auf das transatlantische Verhältnis zwischen Europa und den
USA haben könnte. Lees meerDie Bundesregierung hat alle humanitären Aufnahmeprogramme für besonders
gefährdete Personen aus Russland und Belarus ausgesetzt. Betroffen sind
Hunderte Regimekritiker, Journalisten und Menschenrechtler mit bereits
erteilten Zusagen oder laufenden Visaverfahren. Viele befinden sich
derzeit in Transitländern und befürchten Entführungen oder
Auslieferungen nach Russland. NGOs und Experten fordern die sofortige
Wiederaufnahme des Programms. Das Innenministerium verweist auf den
Koalitionsvertrag, der vorsieht, freiwillige Bundesaufnahmeprogramme
weitgehend zu beenden. Was das für Regimegegner aus Russland und Belarus
bedeutet, analysiert Maxim Kireev, Redakteur im Politikressort der ZEIT.Und sonst so? Planschen über den Dächern Berlins
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Redaktion: Helena Schmidt
Mitarbeit: Mathias Peer, Celine Yasemin Rolle
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die
ZEIT auf WhatsApp.Weitere Links zur Folge:
Chronik der US-Präsidentschaft: Die wichtigsten Entscheidungen Donald
Trumps im ÜberblickTreffen in Alaska: Europa kann sich auf Trumps Ukrainepläne nicht
einlassenFron…
-
Update: Für Journalisten ist es nirgendwo gefährlicher als in Gaza
11 augustus 2025 · 10 min
Die israelische Armee hat bei einem gezielten Luftangriff am
Sonntagabend fünf Journalisten des katarischen TV-Senders Al-Dschasira
getötet. Unter ihnen war auch der bekannte Journalist Anas al-Scharif.
Israel begründet den Angriff damit, dass Al-Scharif sich nur als
Journalist ausgegeben habe und in Wahrheit Anführer einer Terrorzelle
der Hamas gewesen sei. Überprüfen lässt sich dieser Vorwurf nicht.
Yassin Musharbash aus dem Investigativressort der ZEIT recherchiert seit
Jahren zu Terrorismus und zur Hamas. Er hat in der Vergangenheit weitere
Fälle recherchiert, bei denen palästinensische Journalisten Ziel
israelischer Attacken wurden. Im Podcast spricht er deshalb darüber, wie
schwer es ist, die Behauptungen des israelischen Militärs zu prüfen und
wie er in der Vergangenheit mit Fällen wie diesem umgegangen ist. Lees meerAustralien und Neuseeland erwägen, Palästina als unabhängigen Staat
anzuerkennen. Bei der kommenden UN-Generalversammlung im September will
der australische Premierminister Anthony Albanese seine Entscheidung
formell bestätigen. Albanese ist der Meinung, nur mit einer
Zweistaatenlösung könne der Kreislauf aus Leid und Gewalt beendet
werden.Außerdem im Update:
Über 1.300 Minderjährige wurden in der ersten Jahreshälfte abgeschoben.
Damit ist mehr als jeder Zehnte, der abgeschoben wird, ein Kind oder
Jugendlicher.Der kolumbianische Präsidentschaftskandidat Miguel Uribe ist gestorben.
Vor zwei Monaten wurde auf einer Wahlkampfveranstaltung auf Uribe
geschossen.Was noch? Deutschland trinkt so wenig Bier wie noch nie.
Moderation und Produktion: Fabian Scheler
Redaktion: Helena Schmidt
Mitarbeit: Miriam Mair
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Anas al-Scharif: Wer war der Journalist Anas al-Scharif, den Israel
getötet hat?Fadi Al-Wahidi: Ein letzter Schuss – dann stoppt die Aufnahme
Gaza: Bundesregierung kritisiert Tötung von Journalisten in Gaza
Journalisten in Gaza: Mit ihnen stirbt …
-
Die einsame Israelentscheidung des Friedrich Merz
11 augustus 2025 · 13 min
Seit Bundeskanzler Friedrich Merz am Freitag verkündet hat, keine Waffen
mehr an Israel zu liefern, die im Gazastreifen eingesetzt werden können,
debattiert seine Partei intensiv. Die Junge Union spricht von einer
"abgehakten Staatsräson", und die CSU fühlt sich ausgeschlossen. Sie sei
in die Entscheidung nicht einbezogen worden. Deshalb kam es am Sonntag
zu einer Sondersitzung der Fraktion. Fabian Reinbold, politischer
Korrespondent der ZEIT, hat diese beobachtet und den unionsinternen
Streit analysiert. Die deutsche Israelpolitik ist ein für die Union
wichtiges Thema, gerade deshalb reagiert die Partei derzeit so
aufgekratzt. Es gibt aber auch noch andere Gründe. Und was bedeutet Merz
Entscheidung für die deutsche Staatsräson? Josef Schuster, Präsident
des Zentralrats der Juden in Deutschland, hatte gesagt, Israel sei wegen
Merz' Entscheidung in seiner Existenz gefährdet. Lees meerDie Bilder vom Bautzner Christopher Street Day aus dem vergangenen Jahr
sind vielen noch präsent: 700 Rechtsextreme zogen damals hinter den
Teilnehmenden der Pride-Veranstaltung her, riefen Naziparolen und
zündeten unter Jubelrufen eine Regenbogenflagge an. Es war ein Fanal für
die rechtsextreme Szene. In Deutschland fanden zwar noch nie so viele
Pride-Paraden statt wie in diesem Jahr, gleichzeitig wurden aber nie
mehr queerfeindliche Straftaten erfasst. Nun stand wieder der CSD in
Bautzen an. Mehr als 4.000 Teilnehmende sollen es gewesen sein, doch
auch die rechte Szene hatte wieder mobilisiert. Ist es dieses Mal ruhig
geblieben? Doreen Reinhard, Reporterin der ZEIT, war dabei. Sie
schildert im Podcast ihre Eindrücke und versucht die Frage zu
beantworten, wie nachhaltig CSDs im ländlichen Raum sein können.Und sonst so: Angst vor Montagen ist absolut berechtigt.
Moderation und Produktion: Fabian Scheler
Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Miriam Mair
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.Weitere Links zur Folge:
Frie…
-
Frieden in der Ukraine, aber nur gegen Gebiete?
10 augustus 2025 · 13 min
US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin wollen
sich in Alaska zu Gesprächen treffen. Donald Trump erklärte, es solle um
ein mögliches Abkommen zur Beendigung des Ukrainekriegs gehen, und
deutete an, dass ein "Gebietsaustausch" Teil der Verhandlungen sein
könnte. Die Ukraine wird an den Gesprächen nicht beteiligt sein. Der
ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lehnt diesen Vorschlag strikt
ab und betont, dass die Ukrainer ihr Land nicht den Besatzern
überlassen. Wie die Ukraine auf die geplanten Gespräche blickt, ordnet
ZEIT-Korrespondentin Olivia Kortas ein. Lees meerEine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW)
entwirft ein mögliches Szenario für das Jahr 2035: Dann könnten alle
Menschen in Deutschland, die nach dem 1. August 2035 volljährig werden,
ein staatliches Grunderbe von 20.000 Euro erhalten. Ziel des Konzepts
ist es, die wachsende materielle Ungleichheit in Deutschland zu
reduzieren und die Chancen gerechter zu verteilen. Zur Finanzierung
schlägt die Studie eine schrittweise Anhebung der Erbschafts- und
Vermögenssteuern vor. Petra Pinzler, Korrespondentin der
Hauptstadtredaktion der ZEIT, analysiert, wie realistisch eine Umsetzung
eines staatlichen Grunderbes in Deutschland tatsächlich wäre.Und sonst so: Swiftie-Revival in Wien
Moderation und Produktion: Erica Zingher
Mitarbeit: Victoria Susann Kempter, Celine Yasemin Rolle
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die
ZEIT auf WhatsApp.Weitere Links zur Folge
Donald Trump: Schauen wir schon weg?
Wladimir Putin: Bald gibt es nichts mehr zu verbieten
Ukrainekrieg: Trump und Putin wollen sich am kommenden Freitag in Alaska
treffenUkrainekrieg: Selenskyj fordert "starke Schritte" Trumps gegenüber
RusslandKrieg in der Ukraine: Selenskyj weist Trumps Vorschlag zu
Gebietsabtretungen abUSA und Russland: Putin dankt Biden für "Initiative zu heutigem Treffen"
…
-
An Bord eines Gaza-Hilfsflugs
9 augustus 2025 · 13 min
Die humanitäre Lage im Gazastreifen bleibt angespannt. Trotz einer
internationalen Luftbrücke, an der sich die Bundeswehr mit
Transportflugzeugen beteiligt. Denn die Luftbrücke kann nur zwei Prozent
der benötigten Nahrungsmittel liefern und damit zu wenig, um die
Versorgungslücke zu schließen. Hinzu kommt, dass die Abwürfe riskant
sind. Fallschirme können versagen, Abwurfzonen liegen oft in bewohnten
Gebieten, und es gibt am Boden niemanden, der die Hilfsgüter empfängt
und verteilt. ZEIT-Reporter Christian Vooren ist bei einem Hilfsflug der
Bundeswehr mitgeflogen. Im Podcast schildert er den Flug und beschreibt
die Debatte über den Verteilungskampf der Hilfsgüter am Boden. Lees meerSie dachten, sie wären Freunde. Bis zuletzt rechneten die Schweizer
nicht damit, dass einer ihrer wichtigsten Handelspartner sie dermaßen
verprellen würden. Doch Donald Trump hat sogar noch ernster gemacht, als
er es ursprünglich angekündigt hatte: Strafzölle von 39 Prozent hat der
US-Präsident am Schweizer Nationalfeiertag auf Schweizer Exporte
verhängt. Das ist deutlich höher als die 15 Prozent für die EU. Das
stellt die schweizer Wirtschaft vor große Herausforderungen. Welche das
sind, wer besonders betroffen ist und warum Trump ausgerechnet auf die
Schweiz zielt, das ordnet Matthias Daum, Leiter des Schweizer Büros der
ZEIT, ein.Und sonst so? Die Identitätskrise der Google-KI
Moderation und Produktion: Fabian Scheler
Redaktion: Constanze Kainz
Mitarbeit: Susanne Hehr, Celine Yasemin Rolle
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die
ZEIT auf Whatsapp.Weitere Links zur Folge:
Luftbrücke in Gaza: Warum die Luftbrücke den Hunger nicht beenden kann
Geplante Einnahme von Gaza-Stadt: Bundesregierung schränkt Ausfuhr von
Rüstungsgütern nach Israel einDas Politikteil / Gaza: "Das ist eine menschengemachte Hungersnot"
Luftbrücke für Gaza: Was bringt eine Luftbrücke?
Israelische Angriffe au…
-
Update: Deutschland schränkt Rüstungsexporte nach Israel ein
8 augustus 2025 · 10 min
Deutschland wird vorerst keine Rüstungsgüter mehr nach Israel liefern,
die im Gazastreifen eingesetzt werden können. Das hat Bundeskanzler
Friedrich Merz heute verkündet. In den vergangenen Wochen gab es bereits
schärfere Kritik von Seiten der Bundesregierung am militärischen
Vorgehen Israels im Gazastreifen. Nun zieht Merz erste Konsequenzen.
Seine Ansage ist eine Reaktion auf Israels Bestrebungen, den Krieg
auszuweiten und Gaza-Stadt einzunehmen. Ziel sei es, den Gazastreifen
stärker zu kontrollieren, um die Hamas zu besiegen und die Geiseln zu
befreien. Ob der Schritt von Merz eine Zäsur in den deutsch-israelischen
Beziehungen darstellt und was er für die Menschen und die humanitäre
Lage im Gazastreifen bedeutet, analysiert Jan Roß, Korrespondent der
ZEIT in Jerusalem. Lees meerLaut einer Umfrage des ifo Instituts leidet ein Drittel der deutschen
Unternehmen unter zu wenigen Aufträgen. Der Wert liege damit deutlich
über dem langfristigen Durchschnitt. Besonders stark klagten die
Automobilindustrie, der Maschinenbau und die Metallindustrie über den
Auftragsmangel. Ein gegenläufiger Trend zeigt sich im
Dienstleistungssektor. Doch auch dort können manche Unternehmen, wie
Leiharbeitsfirmen oder Hotels, noch nicht aufatmen.Was noch? Die Uni Bochum sucht nach Katzenvideos zur Verhaltensanalyse –
und damit Happy Weltkatzentag!Moderation und Produktion: Hannah Grünewald
Redaktion: Ole Pflüger, Mounia Meiborg, Constanze Kainz
Mitarbeit: Miriam Mair
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Nahostkonflikt: Druck auf Israel: Berlin stoppt bestimmte
RüstungsexporteIsraelpolitik: Israels letzte Freunde
Besetzung von Gaza-Stadt: Gegen alle Widerstände
Krieg im Gazastreifen: Israels Sicherheitskabinett billigt Plan zur
Einnahme von Gaza-Stadtifo Institut: Gut ein Drittel der Unternehmen in Deutschland hat zu
wenige AufträgeProduktion in Deutschland: Deutsche Unternehmen produzieren weniger als
erwartetSie wollen m…
-
Sachsen-Anhalt ohne Haseloff – stärkt das die AfD?
8 augustus 2025 · 13 min
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) wird bei der
Landtagswahl 2026 nicht erneut antreten. Als Spitzenkandidat soll
stattdessen CDU-Landeschef Sven Schulze ins Rennen gehen. Haseloff, seit
2011 im Amt und dienstältester Ministerpräsident Deutschlands, galt
lange als Garant für Stabilität und als Bollwerk gegen die AfD. Bei der
Landtagswahl 2021 führte er die CDU zu einem unerwartet deutlichen Sieg
und hielt die AfD auf Abstand. Die Christdemokraten kamen damals auf
mehr als 37 Prozent der Stimmen, die AfD nur auf 20,8. Laut aktuellen
Umfragen liegt die CDU in Sachsen-Anhalt jetzt nur noch knapp vor der
AfD. Droht der Partei ohne Haseloff der Machtverlust? Und was machte ihn
so beliebt in Sachsen-Anhalt? Cornelius Pollmer, Leiter des Ressorts
ZEIT im Osten, ordnet im Podcast ein, wie Haseloffs Rückzug die
politische Lage in dem Bundesland verändert und warum sein Abschied auch
bundespolitisch Folgen haben könnte. Lees meerAm Dienstag brach im Süden Frankreichs, im Département Aude, ein Feuer
aus. Inzwischen sind laut lokalen Medien mehr als 16.000 Hektar
betroffen. Die Feuerwehr ist in mehr als 15 Kommunen im Einsatz, die
höchste Waldbrandalarmstufe Rot wurde ausgerufen. Mehrere Gemeinden in
der Nähe von Ribaute mussten evakuiert werden. Innenminister Bruno
Retailleau sprach vom verheerendsten Brand seit 1949. Binnen weniger
Stunden hätten die Flammen so viel Fläche erfasst wie zuvor alle Brände
der Jahre 2019 bis 2021 zusammen. Präsident Emmanuel Macron erklärte,
dass alle Mittel der Nation mobilisiert seien und rief zu großer
Vorsicht auf. Laut dem Wetterdienst Météo-France herrscht in der
gesamten Region eine extreme Hitzewelle. Die Brandgefahr sei "sehr
hoch“. Annika Joeres berichtet für die ZEIT aus Frankreich. Im Podcast
beschreibt sie das Ausmaß der Waldbrände und erklärt, was die Ursachen
sind und wie es weitergehen könnte.Und sonst so? Helge Schneider im Interview
Moderation und Produktion: Helena Schmidt
Redaktion: Hannah Grünewald
Mitarbei…
-
Update: Warum Brosius-Gersdorf nicht mehr Verfassungsrichterin werden will
7 augustus 2025 · 10 min
Die Jura-Professorin Frauke Brosius-Gersdorf hat ihre Kandidatur für das
Bundesverfassungsgericht zurückgezogen. In einer schriftlichen Erklärung
begründet sie den Schritt mit der Ablehnung aus der Unionsfraktion.
Darin kritisiert sie den politischen Druck, der im Vorfeld aufgebaut
wurde, und erklärt, mit ihrem Verzicht auch die Wahlchancen der anderen
Kandidaten schützen zu wollen. Mit ihrem Rückzug wolle sie außerdem
einer weiteren Eskalation des Koalitionsstreits vorbeugen. Heinrich
Wefing, Leiter im Politikressort der ZEIT, ordnet ein, wie es zu dieser
Entscheidung kam, und erklärt, welchen Einfluss der Rückzug auf die
Koalition hat. Lees meerEin bilaterales Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem
russischen Präsidenten Wladimir Putin soll in den kommenden Tagen
stattfinden. Ort und genauer Termin wurden noch nicht bekannt gegeben.
Die Ankündigung des Treffens der beiden Staatschefs folgt auf Gespräche,
die der US-Sondergesandte Steve Witkoff mit Wladimir Putin geführt hatte
– nur wenige Tage vor Ablauf einer US-Frist für eine Waffenruhe in der
Ukraine. Kreml-Berater Juri Uschakow bezeichnete die Gespräche als
„nützlich und konstruktiv“. Donald Trump hatte Russland zuvor mit neuen
Zöllen gedroht. Wie realistisch ein baldiges Treffen zwischen Donald
Trump und Wladimir Putin tatsächlich ist, analysiert Michael Thumann,
außenpolitischer Korrespondent der ZEIT.Außerdem im Update: Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass
Teile der gesetzlichen Regelungen zum Einsatz von Staatstrojanern gegen
das Grundgesetz verstoßen. Die Überwachung digitaler Kommunikation sei
nur bei besonders schweren Straftaten zulässig. Die
Verfassungsbeschwerde wurde bereits 2018 vom Verein Digitalcourage
eingereicht.Die USA haben neue Zölle in Höhe von 15 Prozent auf viele europäische
Importe aus der EU eingeführt. Die EU-Kommission war bislang von einem
späteren Inkrafttreten ausgegangen. US-Präsident Donald Trump begründet
die Maßnahme mit einem angeblichen nationalen Notst… -
Wie Netanjahu seine Gazapläne rechtfertigt
7 augustus 2025 · 12 min
Das israelische Sicherheitskabinett entscheidet heute über den weiteren
Verlauf des Kriegs in Nahost. Übereinstimmende Medienberichte hatten
zuvor von israelischen Plänen berichtet, Gaza vollständig einnehmen zu
wollen. Das Vorhaben stieß auf viel Kritik: So warnte der israelische
Oppositionsführer Jair Lapid davor, dass das Vorhaben zum Tod aller
verbliebenen Geiseln führen werde. Auch der ehemalige Premierminister
Ehud Olmert sprach sich gegen eine Ausweitung des Kriegs aus – Netanjahu
sei dabei, "die Annexionsfantasien der Rechtsextremen zu erfüllen". Der
UN-Sicherheitsrat bezeichnete die Pläne als "zutiefst alarmierend".
Warum Netanjahu den Gazastreifen trotz aller Proteste vollständig
besetzen möchte und wieso er dabei riskiert, Israel international zu
isolieren, erklärt Jörg Lau, außenpolitischer Korrespondent der ZEIT. Lees meerDas UN-Welternährungsprogramm hat vor einer Hungersnot in der
sudanesischen Großstadt Al-Faschir gewarnt. Alle Zugangsstraßen zur
Stadt werden von der Rebellenarmee RSF blockiert, die Al-Faschir seit
Mai 2024 belagert. Dadurch können seit einem Jahr keine humanitären
Hilfsmittel mehr geliefert werden. Nach Angaben der Vereinten Nationen
bleiben der Bevölkerung nur noch wenige Vorräte zum Überleben. Grund für
die Notlage ist der Bürgerkrieg, der sich seit 2023 im Sudan ausbreitet.
Ob die Hungersnot noch verhindert werden kann und wie die Chancen auf
ein Ende des Kriegs stehen, erklärt Politikredakteurin Andrea Böhm.Und sonst so? Pashanims Hauseingang wird umzäunt.
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Redaktion: Hannah Grünewald
Mitarbeit: Mathias Peer, Emma Graml
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
UN-Sicherheitsrat: UN warnen vor "katastrophalen Folgen" einer
Ausweitung des GazakriegsEhud Olmert: "Noch können wir vermeiden, zum Pariastaat zu werden"
Bürgerkrieg: Welternährungsprogramm warnt vor Hungersnot in
sudanesischer GroßstadtSie wollen mehr exklusive Audioinhalte…
-
Neues Rentenpaket, altes Problem
6 augustus 2025 · 11 min
Die Bundesregierung will das Rentenniveau langfristig stabilisieren.
Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hat dazu im Kabinett einen
Gesetzesentwurf vorgelegt, der schließlich beschlossen wurde. Das
Rentenniveau soll bis 2031 langfristig nicht unter 48 Prozent des
Durchschnittslohns fallen. Diese Haltelinie soll verhindern, dass die
Renten langsamer steigen als die Löhne. Auch das Renteneintrittsalter
soll nicht weiter steigen, sondern ab dem Jahr 2031 bei 67 Jahren
bleiben. Außerdem soll die Mütterrente ausgeweitet werden. Allerdings
scheint ein Grundproblem bestehen zu bleiben: Immer weniger Menschen,
die arbeiten, bezahlen für immer mehr Menschen, die in Rente sind. Die
Rentenkosten steigen also stark an, während die Zahl der Beitragszahler
sinkt. Warum hält die Regierung also an diesem Kurs fest? Und gäbe es
irgendwelche Alternativen? Roman Pletter leitet das Wirtschaftsressort
der ZEIT und ordnet im Podcast die Rentenreform ein. Lees meerIn Polen ist der rechtskonservative Politiker Karol Nawrocki als neuer
Präsident vereidigt worden. Er legte seinen Amtseid vor der
Nationalversammlung ab. Anfang Juni hatte er die Stichwahl mit 50,9
Prozent knapp gegen den liberalen Warschauer Oberbürgermeister Rafał
Trzaskowski gewonnen. Karol Nawrocki ist 42 Jahre alt, Historiker und
wurde im Wahlkampf von der rechtspopulistischen PiS-Partei sowie von
mehreren katholischen Geistlichen unterstützt. Sein Sieg gilt als
schwere Niederlage für die proeuropäische Regierung von
Ministerpräsident Donald Tusk. Bereits Nawrockis Vorgänger Andrzej Duda
hatte in den vergangenen Jahren mit Vetos immer wieder Gesetze der
Regierung blockiert. Adam Traczyk, Politikwissenschaftler und Direktor
des Think-Tanks Global.Lab., erklärt im Podcast, worauf sich Polen mit
dem neuen Präsidenten einstellen muss.Außerdem im Update:
Der Sondergesandte von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, hat in
Moskau den russischen Präsidenten Wladimir Putin getroffen. Das Treffen
fand zwei Tage vor Ablauf einer… -
80 Jahre Atombombenabwurf über Hiroshima – könnte es wieder passieren?
6 augustus 2025 · 12 min
Heute vor 80 Jahren detonierte die von den USA abgeworfene Atombombe
"Little Boy" über dem japanischen Hiroshima. Zehntausende Menschen in
Hiroshima starben beim Abwurf der amerikanischen Uranbombe am 6. August
1945. Insgesamt kamen bis Ende 1945 schätzungsweise 140.000 Menschen
durch die Folgen um. Spätestens seit dem russischen Angriffskrieg gegen
die Ukraine wird der potenzielle Einsatz von Nuklearwaffen wieder
diskutiert. Doch kann Abschreckung durch Aufrüstung überhaupt
funktionieren? Darüber spricht Dr. Alexandra Sakaki von der Stiftung
Wissenschaft und Politik in Berlin im Podcast. Lees meerIm US-Bundesstaat Oklahoma sollen Schüler an staatlichen Schulen künftig
Verschwörungserzählungen lernen. Es geht um die "gestohlene"
Präsidentschaftswahl 2020, in der Donald Trump gegen Joe Biden verlor.
Der Inhalt der Verschwörungstheorie: Man habe Wahlzettel manipuliert
oder verschwinden lassen. Keinerlei Fakten belegen diese Erzählung, doch
US-Präsident Trump hält bis heute daran fest. Die Erzählung führte dazu,
dass seine Anhänger am 6. Januar 2021 das Kapitol stürmten. Die
Washington-Korrespondentin der ZEIT, Johanna Roth, hat recherchiert, wie
der Kulturkampf in den Bundesstaat Einzug hielt.Und sonst so? Endlich Urlaub – und dann krank?
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Redaktion: Helena Schmidt
Mitarbeit: Mathias Peer, Mira Schrems
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Hinweis: In einer vorherigen Fassung war ein Fehler. Der Sturm auf das
US-Kapitol war nicht am 4. Januar 2021 sondern am 6. Januar 2021. Wir
haben das in der aktuellen Fassung korrigiert.Weitere Links zur Folge:
80 Jahre nach Hiroshima: Hier war einmal Atomkrieg
Atomwaffen: Viele junge Menschen wollen Atomwaffen für Deutschland
Trinity-Test: Die ersten Opfer der Bombe
USA: Auf dem Testfeld der religiösen Rechten
Auslandsaufenthalt in den USA: Soll mein Kind da noch hin?
Christliche Schulverweigerer: "Eine Schule nach dem Herzen Gottes"
Sie wollen mehr ex…
-
Update: Was sagt das Völkerrecht zu einer vollständigen Besetzung Gazas?
5 augustus 2025 · 11 min
Der israelische Präsident Benjamin Netanjahu will laut übereinstimmenden
Medienberichten den gesamten Gazastreifen besetzen lassen. Die
israelische Regierung bestätigte die Pläne bislang nicht, allerdings
soll das Sicherheitskabinett am Abend über das weitere Vorgehen der
israelischen Streitkräfte beraten. Das israelische Militär hatte sich
zuletzt gegen eine Besatzung des Gazastreifens ausgesprochen und warnt
vor einer Gefährdung der restlichen Geiseln. Diese sollen sich in den
verbleibenden 25 Prozent des Gebietes befinden, die noch nicht vom
israelischen Militär kontrolliert werden. Warum Netanjahu die Warnungen
augenscheinlich ignoriert und wie seine Pläne mit dem Völkerrecht
vereinbar sind, erklärt ZEIT-Autor Martin Klingst. Lees meerDie verurteilte Rechtsterroristin Beate Zschäpe will aus der
Neonaziszene aussteigen. Wie ihr Rechtsanwalt bestätigte, soll Zschäpe
in einem Aussteigerprogramm aufgenommen worden sein. In der
Vergangenheit soll sie bereits versucht haben, in einem Programm in
Sachsen aufgenommen zu werden, dort wurde sie allerdings abgelehnt. Für
ihre Taten mit dem Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) wurde
Zschäpe zu einer lebenslangen Haft verurteilt. Ende 2026 kann sich das
Oberlandesgericht allerdings dazu entscheiden, dass Zschäpe ihre
Mindesthaftdauer abgesetzt hat. Die Teilnahme am Programm kann dabei ein
"positiver Faktor" sein. Anne Hähnig ist Redaktionsleiterin der ZEIT und
weiß, wie realistisch Zschäpes Wunsch nach einem Ausstieg ist und
welchen Vorteil ihr das Programm vor Gericht bringen kann.Außerdem im Update:
In Genf verhandeln die UN über ein Abkommen gegen Plastikmüll. Rund 180
Staaten beraten dabei über Möglichkeiten, die Produktion von Plastik
weltweit zu reduzieren und auf nachhaltigere Alternativen umzusteigen.
Wissensredakteurin Elena Erdmann erklärt, warum es die letzte Chance
ist, den Plastikmüll effektiv einzudämmen.Und sonst so? Fokus-Challenge: 10 Minuten Zeit für den "Garten der
Lüste"Moderation und Produktion: Rita…
-
Spionageprozess gegen AfD-Mitarbeiter
5 augustus 2025 · 13 min
Ein 43-jähriger Deutsch-Chinese und Mitarbeiter des AfD-Europapolitikers
Maximilian Krah soll jahrelang für den chinesischen Geheimdienst
spioniert haben. Die Bundesanwaltschaft hat den gebürtigen Chinesen Jian
G. angeklagt, am Dienstag beginnt die Hauptverhandlung gegen ihn in
Dresden. Auch Maximilian Krah soll im Verlauf des Prozesses als Zeuge
aussagen. Tilman Steffen ist Redakteur im Ressort Politik der ZEIT und
begleitet den Prozess. Im Podcast erklärt er, was genau Jian G.
vorgeworfen wird und warum der Fall als besonders gilt. Lees meerNach einem schwierigen Jahr 2024 für E-Autos und deutlichen
Gewinneinbrüchen bei deutschen Autoherstellern verkaufen sich E-Autos
dieses Jahr wieder besser. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres
waren 17,8 Prozent der neu zugelassenen Pkw in Deutschland
vollelektrisch, meldet das Analyseunternehmen Dataforce. Und das, obwohl
die alte Ampel-Regierung die Kaufprämien für Elektrowagen abgeschafft
hat und europäische Modelle weiterhin als ziemlich teuer gelten. Wie
erklärt sich dieses überraschende Comeback der E-Autos? Sören Götz,
Redakteur für Mobilität bei der ZEIT, erklärt im Podcast, wie sich die
E-Auto-Käufe entwickelt haben und ob sich in der deutschen Autolobby
tatsächlich ein Umdenken beim Thema Elektromobilität beobachten lässt.Und sonst so? Sich per App zu einer fremden Hochzeit einladen
Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger
Redaktion: Fabian Scheler
Mitarbeit: Susanne Hehr, Konstantin Hadži-Vuković
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Maximilian Krah: Ehemaliger Mitarbeiter wegen Spionage angeklagt
Maximilian Krah: Mitarbeiter des AfD-Spitzenkandidaten Maximilian Krah
festgenommenKorruptionsermittlungen gegen Maximilian Krah: Die dubiosen Geschäfte
des Herrn KrahAutohersteller: BMW verzeichnet Gewinneinbruch im ersten Halbjahr 2025
Förderstopp für Elektroautos: Das sollten Käufer von E-Autos jetzt
beachtenE-Auto-Markt: Die E-Autos sind zurück…
-
Update: Israelische Ex-Geheimdienstchefs versus Netanjahu
4 augustus 2025 · 9 min
Sie waren die Direktoren des Mossad, des Schin Bet und des Aman, jetzt
haben sie Benjamin Netanjahu deutlich gesagt, was sie von seiner
Kriegsführung halten: "Stoppen Sie den nutzlosen Krieg, bringen Sie die
Geiseln sofort zurück", schrieben 19 frühere israelische
Sicherheitschefs in einer gemeinsamen Erklärung. Dazu veröffentlichten
sie eine Videobotschaft und zählten mehr als 1.000 Jahre Erfahrung in
der Sicherheitspolitik auf und sagten: Israel werde von einer
fundamentalistischen, extremistischen Regierung angeführt, die nicht
mehr den Rückhalt der Mehrheit habe. Sie wollen eine Rückführung aller
50 Geiseln auf einmal. Die Hamas hatte am Freitag neue Propagandavideos
von seit Oktober 2023 gefangen gehaltenen Geiseln verbreitet. Der
israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte als Reaktion
angekündigt, den Krieg im Gazastreifen auszuweiten. Zehntausende
Menschen protestierten hingegen für die Freilassung der von der
Terrororganisation Hamas verschleppten Geiseln. Quynh Trần berichtet aus
Tel Aviv und versucht im Podcast zu ergründen, wie viel Rückhalt
Netanjahu mit seiner nächsten Kriegsankündigung tatsächlich noch hat. Lees meerWeitere Themen:
- Markus Söder möchte Bürgergeld für Menschen, die aus der Ukraine
geflüchtet sind, streichen lassen. Sie sollen nur noch niedrigere
Asylbewerberleistungen erhalten, forderte der CSU-Chef. Im
Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD ist vereinbart, dass ab 1.
April 2025 eingereiste Geflüchtete aus der Ukraine wie andere
Geflüchtete auch nur noch Asylbewerberleistungen erhalten sollen.
Söder ging darüber hinaus und forderte, dass das für alle
Ukrainerinnen und Ukrainer gelten solle.
- In Spanien droht die zweite extreme Hitzewelle des Jahres. Am
Wochenende waren in Sevilla bereits 40 Grad Celsius gemessen worden.
Für die nächsten Tage werden Temperaturen von bis zu 42 Grad Celsius
erwartet.Und sonst so? Aufstehen! Deutschland sitzt zu viel.
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Redaktion: Fabian Scheler
Mitarbeit…
-
Die US-Wirtschaft wächst – danach droht der Absturz
4 augustus 2025 · 11 min
Am Freitag hat die Wirtschaftsstatistikbehörde der USA für die Monate
Mai bis Juli ein Wirtschaftswachstum von drei Prozent im Vergleich zum
Vorquartal gemeldet. Von Januar bis März war die Wirtschaftsleistung
noch leicht zurückgegangen. Der monatliche Arbeitsmarktbericht der
US-Regierung ist schwächer ausgefallen als erwartet. US-Präsident Donald
Trump bezeichnete daraufhin die Zahlen auf seinem sozialen Netzwerk
Truth Social als “gefälscht, um die Republikaner und mich schlecht
aussehen zu lassen", und entließ Erika McEntarfer, die Chefin der
zuständigen Statistikbehörde. Doch welche langfristige
Wirtschaftsentwicklung kann für die USA erwartet werden? Das ordnet
Wirtschaftsredakteurin Anne-Sophie Lang ein. Lees meerEnde Juni haben Forschende in Großbritannien das "Synthetic Human Genome
Project" gestartet. Das Ziel des Forschungsteams ist es, ein komplett
künstliches menschliches Chromosom zu erschaffen – und eines Tages
vielleicht ein ganzes Genom. Damit soll das Wissen über menschliche Gene
fundamental erweitert werden. Das Projekt wird für die nächsten fünf
Jahre mit zehn Millionen Pfund durch den Wellcome Trust gefördert, einer
der weltweit größten medizinischen Wohltätigkeitsorganisationen.
Allerdings kommen mit der Aussicht auf ein künstliches Menschengenom
auch ethische Fragen auf: Was darf man mit künstlichen Genen tun und was
nicht? Und welche Missbrauchsgefahren gehen damit einher? Dazu
recherchiert hat die derzeitige Hospitantin im Gesundheitsressort der
ZEIT, Sarah Brokmeier.Und sonst so? 90 Jahre “Summertime”
Moderation und Produktion: Elise Landschek
Mitarbeit: Mathias Peer, Mira Schrems
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
US-Wirtschaft: Doch, die Quittung kommt
USA: Trump entlässt Statistikchefin nach schlechten Arbeitsmarktzahlen
Fed: Wer ist mächtiger: Trump oder der Dollar?
Synthetische Biologie: Die Mondlandung der Genforschung
Immuntherapie: Den Körper gegen den Krebs mobilisieren
… -
Was hinter Trumps Drohung mit Atom-U-Booten steckt
3 augustus 2025 · 12 min
Seit Tagen streitet sich US-Präsident Donald Trump via soziale Medien
mit dem früheren russischen Staatschef Dmitri Medwedew. Ausgangspunkt
des Streits war Trumps neues Ultimatum, bei dem er die Frist für eine
Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine oder ein mögliches
Kriegsende von 50 auf zehn Tage verkürzt hatte. Medwedew drohte
daraufhin mit einer direkten militärischen Konfrontation zwischen
Russland und den USA. Trump hatte zudem Strafzölle gegen Russlands
Handelspartner angekündigt, die weiter billiges Öl, Gas oder Waffen von
Russland kaufen. Jetzt hat der Streit einen neuen Höhepunkt erreicht:
Trump hat die Verlegung von zwei Atom-U-Booten näher in Richtung
Russland angekündigt. Wohin genau sie verlegt werden sollen, ist derzeit
unklar. Trump sprach lediglich von "geeigneten Regionen". Anna
Sauerbrey, Auslandskorrespondentin der ZEIT, ordnet im Podcast ein, ob
das ein Kurswechsel in Trumps Ukrainepolitik ist, den sich die Ukraine
und die Nato wünschen, wie die U-Boot-Ankündigung in den USA aufgenommen
wird – und wie berechtigt die Angst vor einer direkten militärischen
Konfrontation zwischen Russland und den USA ist. Lees meerDie Zahl der Arbeitslosen ist im Juli auf 2,979 Millionen gestiegen und
wird in wenigen Wochen die Drei-Millionen-Marke überschreiten, davon
geht unter anderem die Chefin der Bundesagentur für Arbeit, Andrea
Nahles, aus. Zuletzt war dies vor zehn Jahren der Fall. Betroffen sind
auch immer mehr junge Menschen. Woran das liegt und was die
Bundesregierung plant, um das zu ändern, erklärt David Gutensohn aus dem
Arbeitsressort der ZEIT.Und sonst so: Polizeieinsatz gegen Beachwear im Supermarkt?
Moderation und Produktion: Rita Lauter
Mitarbeit: Mathias Peer, Miriam Mair
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Russland: Trump entsendet im Streit mit Russland Atom-U-Boote
Arbeitslosigkeit: Zahl der arbeitslosen Menschen ist im Juli leicht
gestiegenArbeitslosigkeit: Wo die Krise sich…
-
Hörempfehlung: Was liebst du am Osten, Olivia Schneider?
2 augustus 2025 · 1 uur 5 min
Das Was jetzt?-Spezial ist für drei Wochen in der Sommerpause. In der
Zwischenzeit empfehlen die Was jetzt?-Hosts hier ihre
Lieblingspodcastfolgen aus dem ZEIT-Kosmos. Heute: Hannah Grünewald mit
dem ZEIT CAMPUS-Podcast „Und was macht die Uni?“ Lees meerOlivia Schneider ist in der Sächsischen Schweiz aufgewachsen und heute
als Ostfluencerin bekannt. Ob DDR-Rezepte, die besten Schlemmerstuben
oder Ausflüge zum Badesee: Auf ihrem Insta-Account @tumvlt teilt Olivia
ihren Alltag in Ostdeutschland. Ihr Ziel ist, ostdeutsche Identität
nicht den Rechten überlassen. Sie zeigt Ostdeutschland in allen
Widersprüchen: Zwischen Studierenden, die in Dresden für Toleranz auf
die Straße gehen, und AfD-Zeug in ihrer Heimatregion. Olivia Schneider
hat Kunst und Soziale Arbeit studiert, heute arbeitet sie als
Sozialarbeiterin mit psychisch erkrankten Menschen. Wie sie geradeso
ihre Bachelorarbeit überlebt hat, in welchen osteuropäischen Städten man
Erasmus machen sollte, wie sie ostdeutsche Widersprüche aushält und wo
ihr liebster Badesee ist – all das erzählt sie in dieser Folge von "Und
was macht die Uni?".Das nächste Was jetzt?-Spezial erscheint am 23. August. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie
unser unser Podcastabo kostenlos testen.Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen
Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.[ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner
finden Sie HIER.Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
-
Warum Deutschland kaum Kinder aus Gaza aufnimmt
2 augustus 2025 · 12 min
Alle zehn Minuten wird in Gaza ein Kind getötet oder verletzt, so die
Bilanz des UN-Kinderhilfswerks Unicef. Während EU-Länder wie Italien und
Spanien ihre Hilfe angeboten haben und schwer verletzte Kinder zur
Behandlung ausfliegen, bleibt die Hilfe Deutschlands bislang marginal.
Die Bundesregierung plant für die kommenden Monate offenbar keine
Evakuierung. Seit Beginn des Krieges wurden nur zwei Kinder aus dem
Gazastreifen aufgenommen und in Deutschland behandelt, so das Auswärtige
Amt. Die medizinische Versorgung im Gazastreifen ist nach wie vor
katastrophal, warnen Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen. Warum hält
sich die Bundesregierung bei der Rettung verwundeter Kinder zurück? Und
welche Rolle spielen dabei arabische Staaten wie Ägypten und Katar? Kaja
Klapsa, Politikredakteurin der ZEIT, ordnet im Podcast das politische
Zögern Deutschlands ein und erklärt, warum andere europäische Länder
bisher mehr helfen. Lees meerIn den Bergen sterben immer mehr Menschen, nicht nur Extremsportler,
sondern auch viele unerfahrene Wandernde. Anfang der Woche ist die
ehemalige deutsche Biathletin Laura Dahlmeier bei einem Bergunfall im
pakistanischen Karakorum-Gebirge tödlich verunglückt. Trotz ihrer
Erfahrung konnte die 31-Jährige einem Steinschlag nicht entkommen. Auch
in Europa häufen sich tödliche Bergunfälle. Allein in Italien sollen im
vergangenen Monat 83 Menschen beim Wandern oder Klettern gestorben sein.
In Österreich zählte man 2024 309 Todesfälle in den Bergen – so viele
wie seit Jahren nicht mehr. Was sind die Ursachen für die Todesfälle?
Und geraten Bergrettungen in beliebten Urlaubsregionen wie den Alpen
zunehmend an ihre Grenzen? Alina Hüsemann, Hospitantin im Wissensressort
der ZEIT, hat mit Alpenvereinen und Bergrettern gesprochen. Im Podcast
erklärt sie, was hinter der Entwicklung steckt und wie belastet die
Einsatzkräfte tatsächlich sind.Und sonst so? Anthony Hopkins mit Gesichts-BH von Kim Kardashian.
Moderation und Produktion: Elise Landschek
Redaktion: Rita…
-
Update: Das bedeutet das EuGH-Urteil für Asylverfahren in Europa
1 augustus 2025 · 11 min
Ein neues Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) könnte es
EU-Staaten erschweren, sichere Herkunftsländer für beschleunigte
Asylverfahren zu bestimmen. Demnach sollen EU-Mitglieder zwar die Listen
der sicheren Länder selbst erstellen, jedoch muss die Einschätzung
überprüfbar sein. Das Gericht reagiert damit auf eine Klage gegen
Italiens umstrittenes "Albanien-Modell" für schnelle Asylverfahren im
Ausland. Um das Modell umzusetzen, müssen sichere Herkunftsländer
bestimmt werden: Asylsuchende aus den betroffenen Ländern können somit
schneller abgewiesen werden. Von Italiens Ministerpräsidentin Georgia
Meloni kommt Kritik: Das Urteil schränke den Handlungsspielraum ein. Was
das Urteil für die EU-Staaten konkret bedeutet und wie Meloni dagegen
vorgehen könnte, erklärt Politikredakteur Paul Middelhoff. Lees meerKehrtwende im Richterstreit? Im Streit um die Besetzung der neuen
Bundesverfassungsrichter hat Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar
Woidke (SPD) überraschend vorgeschlagen, alle drei bisherigen Kandidaten
auszutauschen. Damit stellt er sich gegen die SPD-Fraktion im Bundestag,
die weiterhin an der umstrittenen Kandidatin Frauke Brosius-Gersdorf
festhält. Das Verfahren werfe kein gutes Licht auf die Koalition auf der
Bundesebene, sagte Woidke. CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann
hatte ebenfalls vorgeschlagen, neue Kandidaten zu benennen, der
Vorschlag stieß bei SPD und Grünen allerdings auf Widerstand. Die Wahl
der Richter war Mitte Juli kurzfristig abgesagt war, da die CDU mit der
von der SPD nominierten Juraprofessorin Brosius-Gersdorf nicht
einverstanden war. Politik-Ressortleiter Heinrich Wefing ordnet ein,
warum Woidke jetzt doch von der Kandidatin abweicht und ob die SPD ihre
Meinung noch ändern wird.Außerdem im Update:
Außenminister Johann Wadepuhl (CDU) hat bei seinem Besuch in Israel vor
einer Annexion des Westjordanlandes und Gaza gewarnt. Außerdem
verurteilte er die steigende Gewalt jüdischer Siedler gegen die
palästinensische Bevölkerung. Politi… -
Doch kein so schlechter Deal für die EU?
1 augustus 2025 · 12 min
Nach dem jüngsten Treffen zwischen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von
der Leyen und US-Präsident Donald Trump treten am kommenden Freitag die
neuen Zollregeln in Kraft. Beide Seiten legen das von ihnen
geschlossene Handelsabkommen unterschiedlich aus. Während die EU von
einer unverbindlichen Absichtserklärung zum Kauf von US-Waffen und
Flüssiggas spricht, geht das Weiße Haus von einer rechtsverbindlichen
Zusage aus. Der französische Premierminister François Bayrou spricht von
einer "Unterwerfung" Europas und kritisiert das Abkommen. Doch wie
realistisch ist die Umsetzung dieses Deals überhaupt? Nils Markwardt ist
Redakteur im Politischen Feuilleton der ZEIT. Im Podcast ordnet er ein,
welche Strategie hinter dem Handelsabkommen mit den USA stecken könnte. Lees meerDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj steht wegen seines Umgangs
mit den Antikorruptionsbehörden unter Druck. Eine Gesetzesänderung hätte
es dem von ihm ernannten Generalstaatsanwalt erlaubt, in laufende
Ermittlungen des Nationalen Antikorruptionsbüros (Nabu) und der
Antikorruptions-Sonderstaatsanwaltschaft (Sapo) einzugreifen sowie Fälle
an sich zu ziehen. Damit hätten beide Behörden einen Teil ihrer
Unabhängigkeit verloren. In der ukrainischen Bevölkerung haben diese
Pläne Protest hervorgerufen. Auch internationale Partner wie Frankreich,
Großbritannien und die EU äußerten Bedenken. Als Reaktion auf die Kritik
hat das ukrainische Parlament die Entscheidung am Donnerstag teilweise
zurückgenommen. Olivia Kortas ist ZEIT-Korrespondentin in Kyjiw. Im
Podcast analysiert sie, wie verbreitet Korruption in der Ukraine ist und
welche Absichten Wolodymyr Selenskyj mit seinem Vorgehen hat.Und sonst so? Mit der Bahn auf neuen Wegen von Berlin nach Hamburg.
Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Pia Rauschenberger
Mitarbeit: Lisa Pausch, Celine Yasemin Rolle
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier D…
-
Update: Wadephul auf schwieriger Mission in Israel
31 juli 2025 · 9 min
Inmitten des wachsenden internationalen Drucks auf Israel fliegt
Bundesaußenminister Johann Wadephul nach Tel Aviv. Dortwill er sich am
heutigen Abend mit Vertretern der israelischen Regierung treffen.
Außerdem plant Wadephul einen Besuch im Westjordanland, um mit
Verantwortlichen der Palästinensischen Autonomiebehörde zu sprechen.
Drei der G7-Staaaten, Frankreich, Kanada und Großbritannien, kündigten
an, Palästina als eigenen Staat anzuerkennen – Deutschland bislang
nicht. Was den Nahostkonflikt und Israels gewaltsames Vorgehen gegen
Gaza betrifft, steckt die deutsche Bundesregierung in einer Zwickmühle:
Einerseits sieht sich Deutschland wegen des Holocausts in einer
besonderen Verantwortung gegenüber dem jüdischen Staat, anderseits
sterben im Gazastreifen unzählige Menschen. Was Wadephul in dieser
schwierigen Situation auf seiner Reise erreichen kann und ob Deutschland
seine Haltung ändern könnte, analysiert Alice Bota, Politikredakteurin
der ZEIT, die Wadephul auf seiner Reise begleitet. Lees meerMichael Ballweg, der Gründer der Querdenken-Bewegung, wurde in Teilen
freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte Ballweg vorgeworfen, durch
öffentliche Spendenaufrufe für die Querdenken-Bewegung mehr als eine
Million Euro eingenommen zu haben, jedoch ohne die Spender über den
tatsächlichen Verwendungszweck aufzuklären. Mehr als eine halbe Million
Euro soll Ballweg demnach für private Zwecke verwendet haben. Das
Landgericht Stuttgart sprach ihn vom Vorwurf des Betrugs frei. Schuldig
ist Ballweg dennoch im Fall der Steuerhinterziehung. Noch ist das Urteil
nicht rechtskräftig.Außerdem im Update:
Auch ohne Wehrpflicht wollen zunehmend junge Leute zur Bundeswehr. Nach
Angaben des Verteidigungsministeriums stellte die Bundeswehr 28 Prozent
mehr Personal ein als im vergangenen Jahr. Aktuell leisten 11.350 junge
Leute freiwillig ihren Dienst bei der Bundeswehr. Den Anstieg führt das
Ministerium einerseits auf die Werbekampagnen der Bundeswehr wie auch
auf die angespannte internati… -
Dobrindts Flirt mit Palantir
31 juli 2025 · 12 min
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) lässt prüfen, ob die
umstrittene Analysesoftware des US-amerikanischen Unternehmens Palantir
künftig nicht mehr nur in Bayern, Hessen, NRW und
Baden-Württemberg, sondern auch bundesweit bei Sicherheitsbehörden zum
Einsatz kommen könnte. Palantir wurde vom Techmilliardären Peter Thiel
mitgegründet, der für seine Nähe zu US-Präsident Donald Trump und dem
US-amerikanischen Sicherheitsapparat bekannt ist. Vertreter von Grünen
und SPD, Datenschützer und Verfassungsrichter äußern Bedenken. Was
hinter der Software steckt und ob die Sorgen begründet sind, weiß Eike
Kühl, Autor für Digitalthemen. Lees meerSteffen S. ist 54 Jahre alt, Reichsbürger, und weil er als solcher die
Bundesrepublik nicht anerkennt, will er auch keine Steuern zahlen. Nach
Recherchen der ZEIT muss S. diese aber zumindest vorerst nicht
begleichen, weil das Thüringer Finanzministerium 2022 entschied, die
Steuerschuld niederzuschlagen. Wie Reichsbürger systematisch gegen das
Finanzamt vorgehen und welche Konsequenzen das für die Staatskasse hat,
erklärt der Co-Leiter des ZEIT-Investigativteams, Karsten
Polke-Majewski.Und sonst so? Vier Koffer, vier Schriftsteller: Wie aus herrenlosem
Gepäck Kurzgeschichten entstehenModeration und Produktion: Jannis Carmesin
Redaktion: Elise Landschek
Mitarbeit: Lisa Pausch, Emma Graml
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Reichsbürger: Reich ohne Steuern
Palantir: Dobrindt prüft Nutzung von umstrittener US-Sicherheitssoftware
Palantir: Mit einem Klick zum gläsernen Menschen
US-Programm: Polizei soll umstrittene Palantir-Software nutzen dürfen
Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie
unser unser Podcastabo kostenlos testen.Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen
Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.[ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner
finden Si… -
Update: Was bewirkt der Appell arabischer Staaten an die Hamas?
30 juli 2025 · 11 min
Bei einer UN-Konferenz in New York haben mehrere arabische Staaten ein
Ende der Hamas-Herrschaft im Gazastreifen gefordert. In einem
siebenseitigen Dokument nennen sie außerdem konkrete Schritte zu einer
Zweistaatenlösung und verurteilen den Terroranschlag der Hamas auf
Israel vom 7. Oktober 2023. Die Erklärung wird insgesamt von 17 Ländern
unterstützt, unter anderem von Frankreich, Kanada, Großbritannien, aber
auch Katar. In dem Schreiben fordern sie zudem die Entwaffnung der
Hamas, ihren Ausschluss aus der palästinensischen Regierung und bekunden
die Absicht, die Beziehungen zu Israel in Zukunft zu normalisieren. Der
Politikredakteur und Jerusalemkorrespondent der ZEIT, Jan Roß, ordnet
das Schreiben im Podcast ein. Lees meerDie ehemalige Biathletin Laura Dahlmeier hat ihren Bergunfall im
pakistanischen Karakorum-Gebirge nicht überlebt. Die 31-Jährige war am
Montag am Laila Peak auf rund 5.700 Metern Höhe von einem Steinschlag
getroffen worden. Ihr Management gab nun an, dass Dahlmeier verstorben
sei. Eine gestern gestartete Rettungsaktion musste wegen einbrechender
Dunkelheit eingestellt werden und wurde heute fortgesetzt. Der
Sport-Ressortleiter der ZEIT, Christian Spiller, findet letzte Worte.Außerdem im Update: Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat in
Berlin den Bundeshaushalt 2026 vorgestellt, das Kabinett hat dem
Etatentwurf zugestimmt. Schulden in Höhe von mehr als 170 Milliarden
Euro sollen für Wirtschaftswachstum sorgen. Das stößt auf Kritik in der
Opposition.Heute Abend verkündet die Zentralbank Fed ihren neuen Leitzins. Dann
wird sich zeigen, ob sie dem monatelangen Drängen des US-Präsidenten
Trump nachgibt und ihre Zinsen senkt. Die US-Korrespondentin der ZEIT,
Heike Buchter, erklärt die wachsende Kritik am Fed-Präsidenten Jerome
Powell.Und sonst so? Erlebnistipps für Köln?
Moderation und Produktion: Rita Lauter
Redaktion: Elise Landschek
Mitarbeit: Mira Schrems
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Wenn Sie i…
-
Mehr Schulden – und trotzdem fehlt das Geld
30 juli 2025 · 13 min
Den Kassen des Bundes fehlt für die kommenden Jahre mehr Geld als
ursprünglich angenommen. Konkret werden für die Finanzplanung 2027 bis
2029 172 Milliarden Euro benötigt. Grund hierfür sind die Entscheidungen
der Bundesregierung, die Länder und Kommunen für Steuerausfälle zu
kompensieren sowie die Mütterrente bereits ein Jahr früher auszuweiten.
Woher soll das fehlende Geld kommen? Und wieso herrscht trotz
Rekordschulden überhaupt Geldmangel? Diese und weitere Fragen
beantwortet Jurik Caspar Iser, Wirtschaftsredakteur der ZEIT. Lees meerArbeitsunfälle in der Fabrik und überarbeitete Menschen, die krank in
die Arbeit kommen müssen – die Tesla-Fabrik im brandenburgischen
Grünheide hat neben Elektroautos auch immer wieder negative Schlagzeilen
produziert. Bisher hat sich die Leitung des Werks bei den Vorwürfen
bedeckt gehalten. Zwei Journalisten der ZEIT haben aber nun die
Möglichkeit bekommen, das Werk persönlich zu besuchen. Welche
Arbeitsbedingungen sie hinter den Fabrikzäunen tatsächlich vorgefunden
haben, berichtet Franziska Wunderlich, Politikredakteurin der ZEIT.Und sonst so? Das Brummen, das sich niemand erklären kann.
Moderation und Produktion: Helena Schmidt
Redaktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Lisa Pausch und Benjamin Probst
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die
ZEIT auf WhatsApp.Weitere Links zur Folge:
Sozialreformen der Bundesregierung: Regieren im Verschiebemodus
Teslafabrik in Grünheide: Schindet Tesla seine Arbeiter?
Klage gegen Tesla: Ist es jetzt unzumutbar, Tesla zu fahren?
Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie
unser unser Podcastabo kostenlos testen.Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen
Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.[ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner
finden S… -
Update: Eine Luftbrücke für Gaza
29 juli 2025 · 9 min
Wegen der humanitären Krise im Gazastreifen startet Deutschland
gemeinsam mit Jordanien eine Luftbrücke zur Versorgung der
Zivilbevölkerung. Nach Beratungen mit dem Sicherheitskabinett hat
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) diese Maßnahme angekündigt. Die
Koordination übernimmt Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD)
in Abstimmung mit Frankreich und Großbritannien. Kritik kommt von der
Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen, die den Luftabwurf als ineffektiv
bezeichnet. Ob und in welchem Maße die Luftbrücke den Menschen in Gaza
tatsächlich helfen kann, analysiert Yassin Musharbash, Redakteur im
Investigativressort der ZEIT. Lees meerDie frühere deutsche Biathletin Laura Dahlmeier ist beim Bergsteigen am
Laila Peak im pakistanischen Karakorum-Gebirge verunglückt. Nach Angaben
ihres Managements wurde die 31-Jährige von einem Steinschlag getroffen
und mindestens schwer verletzt. Momentan versucht ein internationales
Bergrettungsteam zu Dahlmeier zu gelangen.Außerdem im Update: Der Historiker und Essayist Karl Schlögel erhält den
Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Der Börsenverein lobt ihn als
Experten für Osteuropa und als einen der Ersten, die vor Russlands
Machtansprüchen gewarnt haben.Und sonst so? Notruf wegen Bratwurst.
Moderation und Produktion: Roland Jodin
Redaktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die
ZEIT auf WhatsApp.Weitere Links zur Folge:
Humanitäre Krise im Gazastreifen: "Das ist die Definition eines
militärischen Desasters"Lage im Überblick: Bundesregierung startet Luftbrücke für Gaza
Sicherheitskabinett: Friedrich Merz kündigt Luftbrücke für Gaza an
Humanitäre Helfer im Gazastreifen: "Von Menschen bleibt oft nicht mehr
übrig als kleine Stücke Fleisch"Hungersnot in Gaza: So sieht Hunger aus
Lage im Gazastreifen: Eine halbe Million Menschen steht vor dem
Hungertod. Punkt.Friede…
-
Was der neue Zolldeal für die deutsche Industrie bedeutet
29 juli 2025 · 13 min
Im Rahmen des neuen Handelsabkommens zwischen der EU und den USA sollen
Autos aus den Vereinigten Staaten künftig zollfrei in die Europäische
Union importiert werden können. Bislang erhebt die EU zehn Prozent Zoll
auf US-Fahrzeuge. Voraussetzung für die Zollfreiheit ist, dass die USA
den Zollsatz auf EU-Autoexporte von derzeit 27,5 auf 15 Prozent senken.
Der Zolldeal war am Sonntag bei einem Treffen von
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und US-Präsident Donald
Trump in Schottland vereinbart worden. Max Hägler, Redakteur im
Wirtschaftsressort der ZEIT, analysiert, wie die Industrie auf den
Zolldeal schaut und welche Auswirkungen dieser auf die deutsche
Wirtschaft haben könnte. Lees meerDie Quantenphysik feiert ihr 100-jähriges Jubiläum. Vor einem
Jahrhundert legten Physiker wie Werner Heisenberg, Erwin Schrödinger und
Paul Dirac die Grundlagen für eine neue Physik, die das Verhalten von
Atomen, Elektronen und Lichtteilchen beschreibt. Heute bildet die
Quantenmechanik eine Basis für zahlreiche Technologien, darunter
Computer, Smartphones, medizinische Geräte sowie moderne
Kommunikationsmittel. 2025 haben die Vereinten Nationen zum
Internationalen Jahr der Quantenwissenschaft und Quantentechnologie
erklärt. Was genau man unter Quantenphysik versteht und welche Rolle sie
im Alltag spielt, erklärt ZEIT-Autor Tobias Hürter.Und sonst so? Love Motes für COP30
Moderation und Produktion: Roland Jodin
Redaktion: Mounia Meiborg
Mitarbeit: Lisa Pausch, Leonard Frick, Celine Yasemin Rolle
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die
ZEIT auf WhatsApp.Weitere Links zur Folge:
Zollpolitik: EU und USA einigen sich im Zollstreit
Zolldeal zwischen USA und EU: US-Autos sollen bald zollfrei in EU
exportiert werdenZollstreit: Europa ist zu schwach für Donald Trump
Zollstreit: Trump und von der Leyen beginnen Gespräch über
HandelsabkommenZollstreit: "Das ist kein guter D…
-
Update: Trump, von der Leyen und der "größte Deal aller Zeiten"
28 juli 2025 · 10 min
Die Europäische Union und die USA haben sich im Zollstreit geeinigt.
US-Präsident Donald Trump und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der
Leyen verkündeten die Vereinbarung am Sonntag. Demnach werden die
US-Zölle auf europäische Güter 15 Prozent betragen. Die Kritik an dem
Deal ist groß: Die EU habe sich den USA unterworfen, heißt es etwa aus
Frankreich. Hat Trump den Zollstreit damit für sich entschieden? Diese
und weitere Fragen beantwortet Rieke Havertz, internationale
Korrespondentin der ZEIT. Lees meerThailand und Kambodscha haben sich auf eine „unverzügliche und
bedingungslose“ Waffenruhe geeinigt. Laut der Vereinbarung werden die
Waffen ab Mitternacht schweigen. Thailand und Kambodscha werfen sich
gegenseitig vor, die tödlichen Gefechte verursacht zu haben. Beide
streiten sich bereits seit Langem um den genauen Verlauf ihrer Grenze.Das Zugunglück im südlichen Baden-Württemberg vom Sonntagabend wurde
laut Ermittlern wahrscheinlich durch einen Erdrutsch verursacht. Das
teilte die Polizei Ulm mit. Wegen Starkregens sei ein Abwasserschacht
übergelaufen, das Wasser habe dann einen Erdrutsch verursacht – der Zug
entgleiste. Insgesamt starben bei dem Unfall drei Menschen, 41 weitere
wurden verletzt, teilweise schwer.Und sonst so? Tom Lehrer ist tot.
Moderation und Produktion: Ole Pflüger
Redaktion: Mounia Meiborg
Mitarbeit: Benjamin Probst
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier DIE
ZEIT auf WhatsApp.Weitere Links zur Folge:
Zollstreit: "Das ist kein guter Deal, das ist Appeasement!"
Kambodscha-Thailand-Konflikt: Der Streit der alten Männer
Baden-Württemberg: Was über das Zugunglück von Riedlingen bekannt ist
Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie
unser unser Podcastabo kostenlos testen.Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen
Sie jetzt 4 Wochen kosten… -
Beugt sich Israel dem internationalen Druck?
28 juli 2025 · 12 min
Die israelische Armee hat eine tägliche, zehnstündige Kampfpause in
Teilen des Gazastreifens angekündigt. Dadurch soll es auch wieder
möglich werden, humanitäre Hilfe für die Zivilbevölkerung zu leisten.
Die sogenannte "taktische Pause" soll täglich von 10 bis 20 Uhr Ortszeit
gelten, sie betrifft Gebiete, in denen das Militär zuletzt nicht aktiv
mit Bodentruppen war. Zudem sollen zwischen 6 und 23 Uhr sichere
Korridore für Konvois mit Hilfsgütern eingerichtet werden. Ob die
angekündigten Pausen tatsächlich zu einer Verbesserung der Lage führen,
analysiert die Nahostkorrespondentin Steffi Hentschke. Lees meerIm Jahr 2024 waren rund 39.000 Hochschulabsolventen unter 30 Jahren in
Deutschland arbeitslos. Das sind 25 Prozent mehr als im Vorjahr. Eine
Vermutung: Künstliche Intelligenz könnte insbesondere Berufseinsteigern
die Jobs streitig machen. Laut Experten fehlt aber bisher der Beleg,
dass KI flächendeckend Einstiegsjobs verdrängt. Pauline Schinkels,
Redakteurin im Digitalressort der ZEIT, analysiert, welche Faktoren
tatsächlich hinter der steigenden Arbeitslosigkeit stecken und welche
Rolle KI dabei spielt.Und sonst so: Die kleinste Schlange der Welt wiederentdeckt
Moderation und Produktion: Henrik Oerding
Mitarbeit: Mathias Peer, Celine Yasemin Rolle
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier DIE
ZEIT auf WhatsApp.Weitere Links zur Folge
Hungersnot in Gaza: So sieht Hunger aus
Liveblog: Krieg in Gaza: Israels Militär kündigt zehnstündige Kampfpause
anGazakrieg: Israel wirft wieder begrenzte Mengen an Hilfsgütern aus der
Luft abEmmanuel Macron: Frankreich will Palästina als Staat anerkennen
Humanitäre Lage im Gazastreifen: Ein Fehler, moralisch und strategisch
Arbeitslosigkeit nach Studienabschluss: Masterabschluss, arbeitslos
Künstliche Intelligenz: Stimmt das eigentlich, dass KI Berufseinsteigern
die Jobs wegnimmt?Arbeitslosigkeit: Wo die Krise sichtbar wird…
-
Wie sich die EU und die USA bei den Zöllen einigen könnten
27 juli 2025 · 12 min
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen trifft sich heute mit
US-Präsident Donald Trump, um über den Zollstreit zu verhandeln. Ziel
des Treffens ist laut von der Leyen, die drohenden Zölle in Höhe von 30
Prozent zu verhindern. Eine Einigung von 15 Prozent werde stattdessen
angestrebt. Vor seinem Abflug nach Schottland schätzte Trump die Chancen
auf einen Handelsdeal mit der EU auf 50 Prozent oder "vielleicht sogar
weniger". Zuvor hatte er verkündet, die angedrohten Zölle möglicherweise
doch zu senken – wenn die EU ihren Markt für die USA stärker öffne. Wie
realistisch eine Einigung ist und was die erhöhten Zölle für die EU
bedeuten würden, weiß EU-Korrespondent Ulrich Ladurner. Lees meerKnapp 150 Jahre stehen sich Israelis und Palästinenser im Streit schon
gegenüber. Seit dem 7. Oktober 2023 scheint ein Frieden in Nahost kaum
mehr möglich, der Konflikt ist so hoffnungslos verfahren wie nie zuvor.
Dabei gehe es im Kern nicht um einen Religionskrieg, um irrationale
Hassgefühle gegen das andere Volk oder um unüberwindbare Differenzen –
sondern um Land, sagt die außenpolitische Redakteurin Lea Frehse. Zwei
Völker erheben seit Jahrzehnten Anspruch auf das Gebiet, ein Kompromiss
in Form einer Zweistaatenlösung ist bisher immer gescheitert. Im Podcast
erklärt Lea Frehse, warum die Verteilung des Landes so kompliziert ist
und welche Rolle eine siebenhundert Jahre alte Eiche dabei spielt.Und sonst so? Ausgebüxte Elchkuh Olga gesichtet
Moderation und Produktion: Mounia Meiborg
Mitarbeit: Mathias Peer, Emma Graml
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Zollstreit: Von der Leyen kündigt für Sonntag Treffen mit Trump an
Zölle: Von der Leyen trifft Trump – Zoll-Einigung in Schottland?
Nahostkonflikt: Unser Land, ihr Land
Israel: Krieg in Nahost
Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie
unser unser Podcastabo kostenlos testen.Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchte…
-
Spezial "Der Wahlkreis": Legal, illegal, ganz egal – Willkommen in einer Welt ohne Regeln
26 juli 2025 · 57 min
In den USA sagt der Vizepräsident: Die Gerichte hindern den Willen des
Volkes. In Deutschland scheitert plötzlich die Wahl von
Verfassungsrichtern. Und im Falle Israels ignoriert die Bundesregierung
das Völkerrecht, das sie im Fall der Ukraine ganz besonders wichtig
findet. Es schält sich ein neuer Konflikt heraus: der zwischen Macht und
Recht. Und man bekommt den Eindruck, dass die Macht sich gerade
durchsetzt. Lees meerIn unserer neuen Folge des "Wahlkreis"-Podcasts beschäftigen sich die
Hosts Robert Pausch und Paul Middelhoff mit der Frage, wie es so weit
kommen konnte. Wer sind die zentralen Denker hinter der Erosion des
Rechts? Wer die Strategen, die von dieser Entwicklung profitieren
wollen? Und kann man den Bruch wieder kitten, der sich gerade auftut?Moderation: Robert Pausch, Paul Middelhoff
Produktion: Pool ArtistsFragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Shownotes:
Der Völkerrechtler Andreas Paulus zum Angriff Israels auf den Iran
Der Politologe Carla Masala zu den strategischen und rechtlichen
Dimensionen des AngriffsPaul Middelhoff über den deutschen Umgang mit dem Völkerrecht
Carl Schmitt: "Die geistesgeschichtliche Lage des heutigen
Parlamentarismus"Carl Schmitt: "Der Führer schützt das Recht"
"Spiegel"-Autor Jonas Schaible auf seinem Substack über Frederiksen und
MeloniPhilip Manows Buch "Unter Beobachtung"
Ein Streitgespräch zwischen Manow und dem Juristen Christoph Möllers
Unser Kollege Mark Schieritz zu den Abgründen des Volkswillens
Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie
unser unser Podcastabo kostenlos testen.Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen
Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.[ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner
finden Sie HIER.Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
-
Warum der Konflikt zwischen Thailand und Kambodscha eskaliert
26 juli 2025 · 12 min
Zwischen den südostasiatischen Ländern Thailand und Kambodscha ist am
vergangenen Donnerstag ein Grenzstreit eskaliert. Beide Seiten berichten
seitdem von gegenseitigem Beschuss. Thailand meldete den Tod von
mindestens 15 eigenen Staatsbürgern und spricht von 24 getöteten
kambodschanischen Soldaten. Über 100.000 Menschen wurden aus dem
Grenzgebiet in Sicherheit gebracht. Seit dem Ende der Kolonialzeit
besteht ein Streit über den genauen Verlauf einer mehr als 800 Kilometer
langen Grenze. Der freie Autor und Korrespondent in Thailand Mathias
Peer spricht im Podcast über den wieder entbrannten Konflikt. Lees meerIn Berlin finden heute unter dem Motto “Nie wieder still!” zum 47. Mal
Demonstrationen zum Christopher Street Day (CSD) statt. Der Berliner CSD
ist eine der größten Demonstrationen in Europa für die Rechte queerer
Menschen und gegen Diskriminierung aufgrund von Geschlecht oder
sexueller Orientierung. Die Präsidentin des Bundestags Julia Klöckner
(CDU) hatte im Vorfeld entschieden, dass zum CSD keine Prideflagge auf
dem Bundestag gehisst werden dürfe. In diesem Jahr wurden in Deutschland
mehr als 160 CSDs angemeldet, so viele wie nie zuvor. Gleichzeitig
häufen sich Berichte von Angriffen, Bedrohungen und Einschüchterungen
auf die Pride-Paraden. Dazu hat die Redakteurin im Ressort Politik und
Wirtschaft der ZEIT Nina Monecke recherchiert.Und sonst so? Mit dem Deutschlandticket ins Ausland
Moderation und Produktion: Erica Zingher
Redaktion: Constanze Kainz, Ole Pflüger
Mitarbeit: Lisa Pausch, Mira Schrems
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Kambodscha-Thailand-Konflikt: Der Streit der alten Männer
Südostasien: Thailands Premier warnt vor Krieg mit Kambodscha
Thailand: Mehr als 100.000 Menschen müssen Grenzgebiet zu Kambodscha
verlassenCSD in Deutschland: Unter dem Regenbogen. Und unter Polizeischutz
Pride Month: Bundesrat hisst am Samstag zum Berliner CSD die
RegenbogenflaggeChristopher Street Day…
-
Update: Macrons Palästina-Ankündigung und die Folgen für Israel
25 juli 2025 · 10 min
Frankreich will Präsident Emmanuel Macron zufolge Palästina als Staat
anerkennen. "Ich werde dies im September dieses Jahres vor der
Generalversammlung der Vereinten Nationen feierlich verkünden", teilte
Macron auf der Plattform X mit. "Frieden ist möglich", schrieb er
außerdem und dass es an den Franzosen liege, dies gemeinsam mit den
Israelis, den Palästinensern, den europäischen und internationalen
Partnern zu zeigen. Er betonte außerdem die Notwendigkeit, den Krieg im
Gazastreifen zu beenden, der Zivilbevölkerung zu helfen und die
Entmilitarisierung der Hamas sicherzustellen. Die Ankündigung sorgt
international für gemischte Reaktionen: Israels Ministerpräsident
Benjamin Netanjahu verurteilte Macrons Vorhaben scharf. "Ein solcher
Schritt belohnt Terror", hieß es in einer Stellungnahme seines Büros.
Neben Frankreich hatten zuletzt Norwegen sowie die beiden EU-Länder
Irland und Spanien angekündigt, Palästina als eigenen Staat
anzuerkennen. 150 UN-Mitgliedstaaten tun dies bereits. Andere westliche
Länder, darunter auch die UN-Vetomächte USA und Großbritannien, gehören
nicht dazu. Auch Deutschland will Palästina nicht als Staat anerkennen.
Was bezweckt Macron mit diesem Schritt? Und welche politischen Folgen
hat die Anerkennung? Im Podcast ordnet ZEIT-Redakteur Martin Klingst
Macrons Vorhaben ein. Lees meerNach scharfer Kritik aus der EU und massiven Protesten in ukrainischen
Großstädten hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj
überraschend einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der die Unabhängigkeit der
Anti-Korruptionsbehörden wiederherstellen soll. Noch am Dienstag hatte
das Parlament ein Gesetz verabschiedet, das die Unabhängigkeit der
Behörden massiv einschränken sollte – mit Selenskyjs Unterschrift. Das
am Freitag vorgelegte Gesetz soll den Rechtsstaat stärken und die
Unabhängigkeit des nationales Antikorruptionsbüro (NABU) und von der
Sonderstaatsanwaltschaft zur Bekämpfung der Korruption (SAPO)
sicherstellen. Denis Trubetskoy berichtet für die ZEIT aus der Ukra… -
In Gazas Krankenhäusern gehört Triage zum Alltag
25 juli 2025 · 11 min
Im Gazastreifen riskieren Ärzte und medizinische Helfer gerade täglich
ihr Leben, um den Verwundeten zu helfen. Die schlechte medizinische
Versorgung erschwert die Arbeit zusätzlich: Von den einst 36
Krankenhäusern im Gazastreifen sind nur noch 18 teilweise einsatzfähig.
Die Einrichtungen stehen unter Beschuss, Ärzte und Sanitäter arbeiten
oft 24 Stunden am Stück. Im Podcast schildert ZEIT-Autorin Quynh Trần
die Lage des Gesundheitssystems in Gaza und erklärt, ob die gezielten
israelischen Angriffe auf die Krankenhäuser noch mit dem Völkerrecht
vereinbar sind. Lees meerIn Istanbul treffen sich heute Vertreter aus Deutschland, Frankreich und
Großbritannien mit dem Iran, um über das iranische Atomprogramm zu
verhandeln. Die europäischen Staaten wollen demnach eine Garantie, dass
der Iran keine Atombombe baut. Wie das französische Außenministerium
vergangene Woche bereits bekannt gab, drohen dem Iran weitere
Sanktionen, falls es bis Ende August keine Fortschritte in den
Verhandlungen geben sollte. Das Wiener Abkommen um das iranische
Atomprogramm läuft im Oktober aus. Bis dahin können die europäischen
Staaten UN-Sanktionen gegen den Iran ohne großen Widerstand durchsetzen.
Warum die USA dieses Mal nicht an den Gesprächen beteiligt sind und wie
das Treffen ablaufen könnte, weiß ZEIT US-Korrespondentin Juliane
Schäuble.Und sonst so? Familienrezepte aus der Steinzeit
Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger
Redaktion: Ole Pflüger
Mitarbeit: Mathias Peer, Emma Graml
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Humanitäre Helfer im Gazastreifen: "Von Menschen bleibt oft nicht mehr
übrig als kleine Stücke Fleisch"Israelische Angriffe auf Gaza: Wo Krankenhäuser den Tod bedeuten
Atomabkommen mit dem Iran: Europa droht Iran mit Neuauflage von
SanktionenVerhandlungen über iranisches Atomprogramm: Und wieder geht es um die
BombeSie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie
unser unser Podcasta… -
Update: Die Krise, die Donald Trump nicht loswird
24 juli 2025 · 11 min
Der Name von US-Präsident Donald Trump taucht laut übereinstimmenden
Berichten des "Wall Street Journal" und der "New York Times" mehrfach in
den Akten des US-Justizministeriums über den verurteilten
Sexualstraftäter Jeffrey Epstein auf. Bereits im Mai sei Donald Trump
darüber informiert worden. Dies rückt Donald Trumps frühere Freundschaft
mit Jeffrey Epstein erneut in den Fokus. Trump hatte sich bisher
geweigert, zentrale Teile der Epstein-Akten für die Öffentlichkeit
freizugeben, obwohl er im Wahlkampf Transparenz versprochen hatte. Rieke
Havertz, internationale Korrespondentin der ZEIT, erklärt, warum Trump
der Fall Epstein so zu schaffen macht. Lees meerErstmals seit einem Jahr belässt die Europäische Zentralbank den
Leitzins im Euroraum unverändert. Der Einlagenzins bleibt bei 2,0
Prozent. Grund sind die gesunkene Inflation und zunehmende Unsicherheit
durch einen drohenden Zollstreit mit den USA. Im Juni erreichte die
Inflation mit 2,0 Prozent den von der EZB ausgegebenen Zielwert. Zuvor
hatte die Notenbank den Leitzins siebenmal in Folge gesenkt. Was diese
Zinsentscheidung für die Menschen bedeutet, ordnet Jan Guldner ein,
Leiter des Ressorts Geld bei der ZEIT.Außerdem im Update:
Im Osten Russlands ist ein Passagierflugzeug mit 49 Menschen an Bord
abgestürzt. Bisher konnten keine Überlebenden gefunden werden. Die
Unfallursache ist noch unklar.Und sonst so? 8.000 Kalorien pro Etappe
Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Ole Pflüger
Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die
ZEIT auf WhatsApp.Weitere Links zur Folge:
Fall Jeffrey Epstein: Donald Trumps Name taucht offenbar mehrfach in
Epstein-Akten aufJeffrey Epstein: Donald Trump schließt "Wall Street Journal" von
Schottlandreise ausOK, America? / Donald Trump und Jeffrey Epstein: Hat hier jemand Epstein
gesagt?Donald Trump und der Fall Epstein: Und es ist …
-
EU und China: Anspannung statt Schulterschluss
24 juli 2025 · 12 min
Am Donnerstag werden EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und
EU-Ratspräsident António Costa von Chinas Staats- und Parteichef Xi
Jinping in Peking empfangen. Die EU und China sind sich sowohl
geopolitisch als auch wirtschaftlich in entscheidenden Fragen uneins.
Was von so einem Gipfel als Ergebnis erwartet werden kann, weiß Jens
Mühling. Er ist der Chinakorrespondent der ZEIT. Lees meerIn der Ukraine haben am Dienstag die größten regierungskritischen
Proteste der letzten Jahre stattgefunden. Hintergrund ist der Umbau der
Antikorruptionsbehörden in dem Land. Die Behörden fürchten um ihre
Unabhängigkeit – und Kritiker des Gesetzes um die Annäherung an die EU,
die eine erfolgreiche Korruptionsbekämpfung als notwendige Bedingung für
einen Beitritt der Ukraine betrachtet. Wieso setzt Präsident Wolodymyr
Selenskyj den Weg seines Landes in die EU aufs Spiel? Diese und weitere
Fragen beantwortet der Journalist Denis Trubetskoy aus Kyjiw.Und sonst so? Spotify veröffentlicht KI-Songs bereits toter Künstler.
Moderation und Produktion: Jannis Carmesin
Redaktion: Ole Pflüger, Helena Schmidt und Pia Rauschenberger
Mitarbeit: Susanne Hehr und Benjamin Probst
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Den Link zum
WhatsApp-Kanal der ZEIT finden Sie hier.Links zur Folge:
Gipfeltreffen EU-China: Europa muss die Sprache der Macht lernen
Korruption in der Ukraine: 2,5 Millionen in kleinen Scheinen
Ukrainische Regierung: Vielleicht kommt das auch in den USA gut an
Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie
unser unser Podcastabo kostenlos testen.Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen
Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.[ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner
finden Sie HIER.Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
-
Update: (Fast) alle für Gaza – warum enthält sich Deutschland?
23 juli 2025 · 10 min
Die Bundesregierung unter Friedrich Merz (CDU) rechtfertigt ihre
Ablehnung der internationalen Gaza-Erklärung von 28 Staaten und der
EU-Kommission. In dem am vergangenen Montag veröffentlichten Appell
fordern die Unterzeichner einen sofortigen Waffenstillstand und das Ende
der israelischen Angriffe in Gaza. Merz sehe keinen Anlass, sich dem
Aufruf anzuschließen, da Deutschland zuvor im Europäischen Rat eine
"praktisch inhaltsgleiche" Position vertreten habe. Der ZEIT-Redakteur
im Ressort Politisches Feuilleton Nils Markwardt spricht im Podcast über
die deutsche Israelpolitik. Lees meerDer Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag hat eine "saubere,
gesunde und nachhaltige Umwelt" zu einem Menschenrecht erklärt.Außerdem im Update: Heute Abend spielt Deutschland gegen Spanien im
Halbfinale der Fußball-EM, um 21 Uhr ist Anpfiff im Stadion Letzigrund
in Zürich. Wie sehen die Gewinnchancen der deutschen
Frauennationalmannschaft aus? Die Sportredakteurin der ZEIT Laura Sophia
Jung gibt ihre Einschätzung ab.Und sonst so? Freispruch für El Hotzo.
Moderation und Produktion: Mounia Meiborg
Redaktion: Ole Pflüger, Pia Rauschenberger, Helena Schmidt
Mitarbeit: Mira Schrems, Leonard Frick
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Humanitäre Katastrophe in Gaza: Friedrich Merz rechtfertigt Ablehnung
internationaler Gaza-ErklärungJohann Wadephul: "Wir stehen an der Seite Israels"
Krieg in Nahost: Wie wir über Gaza sprechen
Gazakrieg: Mehr als 100 Hilfsorganisationen warnen vor Massenhungersnot
in GazaDer internationale Gaza-Appell
IGH-Gutachten zum Klimaschutz: IGH-Einordnung
Fußball-EM der Frauen: Diese Frauen wollen jetzt Europameisterinnen
werdenSie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie
unser unser Podcastabo kostenlos testen.Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen
Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.[ANZEIGE] Mehr über d…