Alle afleveringen
2.000 afleveringen, van nieuw naar oud
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Müssen Industriestaaten bald für Klimaschäden haften?
23 juli 2025 · 13 min
Für Mittwoch wird ein rechtliches Gutachten des Internationalen
Strafgerichtshofes erwartet, das Industriestaaten künftig stärker in die
Pflicht nehmen könnte, ihre Treibhausgasemissionen zum Schutz der
Inselstaaten zu senken. Kann ein rechtliches Gutachten tatsächlich die
globale Klimapolitik beeinflussen? Und können Klimasünder künftig
verklagt werden? Diese und weitere Fragen beantwortet Stefan Schmitt,
Wissensredakteur der ZEIT. Lees meerWelche Aufmerksamkeit nützt der AfD? Angesichts des von Protesten
gestörten Sommerinterviews vom Sonntagnachmittag mit AfD-Parteichefin
Alice Weidel wird diese Frage erneut intensiv diskutiert. Kritiker sehen
in der Aktion statt einer Störung der AfD eher einen weiteren Schub an
Aufmerksamkeit für die rechtsextreme Partei. Johannes Schneider,
Redakteur im Politischen Feuilleton der ZEIT, sieht das anders. Er
findet, die Partei sei zu sehr normalisiert und wir stellen die falsche
Frage. Wieso, erklärt er im Podcast.Und sonst so? Fußballerinnen bekommen endlich angepasste Fußballschuhe.
Moderation und Produktion: Helena Schmidt
Mitarbeit: Sophia Boddenberg und Benjamin Probst
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
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Klimawandel: Vanuatus Sieg gegen die Großen
Erderwärmung: Was wissen wir über den Klimawandel?
Alice Weidel: Alice und der Ekel
ARD-Sommerinterviews: Wo ist die vierte Wand, wenn man sie braucht?
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Update: Deutschlands "gigantische Lücke" am Himmel
22 juli 2025 · 10 min
Deutschland will der Ukraine offenbar zwei weitere
Patriot-Luftabwehrsysteme aus Bundeswehrbeständen zur Verfügung stellen.
Ursprünglich sollten zwei neue Systeme für jeweils rund eine Milliarde
Euro in den USA gekauft und direkt geliefert werden – das hatte
Verteidigungsminister Boris Pistorius am Montag beim Treffen der
Ukraine-Kontaktgruppe zugesagt. Da die US-Patriots jedoch nicht sofort
verfügbar sind, springt nun zunächst die Bundeswehr ein, die später
Ersatz aus den USA bekommen soll. Hauke Friederichs,
sicherheitspolitischer Korrespondent der ZEIT, analysiert das Vorhaben
und seine Folgen. Lees meerDie Kosten für einen Pflegeheimplatz in Deutschland sind erneut
gestiegen. Das ergab eine Auswertung des Verbands der Ersatzkassen.
Pflegebedürftige beziehungsweise ihre Angehörigen zahlen im ersten Jahr
durchschnittlich 3.000 Euro monatlich aus eigener Tasche.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat bereits neue Reformen
angekündigt. Wie diese aussehen könnten, erklärt Carla Neuhaus,
Redakteurin im Wirtschaftsressort der ZEIT.Außerdem im Update: Die USA wollen sich erneut aus der
UN-Kulturorganisation UNESCO zurückziehen. Laut Außenministerium liege
die Mitgliedschaft nicht im "nationalen Interesse".Und sonst so? Das macht den Durchschnittsmenschen in Deutschland aus.
Moderation und Produktion: Rita Lauter
Redaktion: Jannis Carmesin
Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle
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Russischer Angriffskrieg gegen die Ukraine: Donald Trump kündigt
Lieferung von Patriot-Raketensystemen anLiveblog: Krieg gegen die Ukraine: Selenskyj kündigt Termin für direkte
Gespräche mit Russland anBoris Pistorius in den USA: Europa rüstet auf, und die USA kassieren
Verteidigung: Boris Pistorius will Bundeswehr mit US-Raketensystem
ausstattenJonas Gahr Støre: Norwegen hat eine neue Regierung
Uk…
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Vermögensteuer vs. Soli: Was rettet die Renten?
22 juli 2025 · 11 min
Die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, hat eine
Vermögensteuer zur Sicherung des Rentensystems vorgeschlagen. Demzufolge
sollen Menschen mit großem Vermögen und Erbschaften stärker die
Sozialsysteme mitfinanzieren. Bentele reagiert damit auf den viel
kritisierten Vorschlag des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung,
einen sogenannten Boomer-Soli einzuführen. Dieser sieht vor, dass
wohlhabende Rentner Zusatzabgaben zahlen, um ärmere Menschen zu
unterstützen. Mark Schieritz ist stellvertretender Leiter des
Politikressorts und erklärt, wie realistisch eine Vermögensteuer ist und
wie man das Rentensystem am besten stabilisieren kann. Lees meerIn Polen sind am Montag gleich zwei deutsche Politiker angereist.
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) traf für ihren
Antrittsbesuch in Warschau auf ihren Amtskollegen Adam Bodnar, während
sich Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) an der Grenze zu
Belarus über die polnische Migrationspolitik informierte. Besonders in
den vergangenen Wochen wurden die politischen Differenzen der beiden
Politiker deutlich: Hubig kritisierte Dobrindt für seinen harten Kurs in
der Asylpolitik wiederholt stark und mahnte zur Mäßigung und Respekt bei
Abschiebungen. Spiegelt der Konflikt zwischen Dobrindt und Hubig die
Uneinigkeit der Koalition im Hinblick auf Migration wider?
Politikredakteurin Eva Lautsch hat die Bundesjustizministerin auf ihrer
Reise begleitet und schildert im Podcast, wie sich die beiden Besuche
beeinflusst haben.Und sonst so? Petermännchen ist nach dem Wels der neue Problemfisch.
Moderation und Produktion: Elise Landschek
Redaktion: Constanze Kainz, Rita Lauter
Mitarbeit: Mathias Peer Emma Graml
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Rentenfinanzierung: VdK-Präsidentin fordert Vermögensteuer statt
"Boomer-Soli"Rentenpolitik: Ein Babyboomer-Soli für weniger Altersarmut
Rentensystem: Experten schlagen "Boomer-Soli" zur Sicherung der Renten…
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Update: Alltag in Gaza – "Die Entscheidung ist, sterbe ich in meinem Haus oder auf der Straße?"
21 juli 2025 · 11 min
Israels Armee hat nach UN-Angaben nahe einem Hilfskonvoi in eine
Menschenmenge geschossen. Am Sonntag sei beim Einfahren eines ihrer
Hilfskonvois das Feuer auf "eine große Menge hungriger Zivilisten"
eröffnet worden. Laut der von der islamistischen Hamas kontrollierten
Gesundheitsbehörde wurden mindestens 67 Menschen getötet. Indes hat das
UN-Nothilfebüro Ocha vor neuem Leid für Menschen im Gazastreifen gewarnt
und dabei auf neue Angriffspläne Israels Bezug genommen. Israel hat die
Bewohner im Zentrum um die Stadt Deir al-Balah angesichts neuer
Angriffspläne zur Flucht aufgerufen, das Nothilfebüro der Vereinten
Nationen spricht von einem "Massenvertreibungsbefehl". Bis zu 80.000
Menschen sollen laut Israels Armee Zentral-Gaza verlassen. Inzwischen
lägen 87,8 Prozent der gesamten Fläche des Gazastreifens in einem
Gebiet, das zur Evakuierung ausgerufen oder vom Militär besetzt ist,
teilte das UN-Nothilfebüro Ocha mit. Saher Alghorra ist Fotograf im
Gazastreifen, unter anderem für die "New York Times". Im Podcast erklärt
er, was die erneute Räumung durch die Armee für die Menschen bedeutet.
Außerdem berichtet er von den tödlichen Schüssen am Sonntag. Alghorra
hat das Leid der Opfer im Schifa-Krankenhaus kurz darauf fotografisch
dokumentiert. Lees meerWährenddessen ist Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan nach
Ägypten gereist, um mit der dortigen Regierung Pläne für den
Wiederaufbau des Gazastreifens abzustimmen. Wie Deutschland helfen will,
weiß Samiha Shafy, Redakteurin für Außenpolitik der ZEIT. Sie hat
Alabali Radovan auf ihrer Reise begleitet.In Japan hat die aktuelle Regierung bei den Wahlen zum Oberhaus ihre
Mehrheit verloren. Ministerpräsident Shigeru Ishiba hatte das „harte
Ergebnis“ bereits am Sonntag akzeptiert, will aber dennoch im Amt
bleiben. Großer Wahlsieger sind die Rechtspopulisten, die ihr Ergebnis
steigern konnten. Wie stabil ist die Regierung jetzt noch? Diese und
weitere Fragen beantwortet Felix Lill. Er berichtet für die ZEIT über
Asien.Und so…
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Was bringt der Investitionsgipfel im Kanzleramt?
21 juli 2025 · 12 min
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat für den heutigen Montag Vertreter
von mehr als 30 großen deutschen Konzernen zu einem Investitionsgipfel
ins Kanzleramt eingeladen. Auch Vizekanzler und Bundesfinanzminister
Lars Klingbeil (SPD) ist dabei. Eingeladen sind unter anderem Siemens,
die Deutsche Bank und SAP. Die Unternehmen sind Teil einer Initiative,
die den Namen "Made for Germany" trägt. Auf dem Gipfel wollen sie über
geplante Investitionen und die Stärkung Deutschlands als
Wirtschaftsstandort sprechen. Wie genau das Geld investiert werden soll,
warum Investoren ihr Geld ausgerechnet am Standort Deutschland anlegen
sollten und was sie im Gegenzug von der Bundesregierung erwarten,
erklärt Roman Pletter aus dem Wirtschaftsressort der ZEIT. Lees meerDie Fußballnationalmannschaft der Frauen steht im Halbfinale der
Europameisterschaft in der Schweiz. Doch diesen Sieg mussten sich die
DFB-Frauen hart erkämpfen. Seit der 13. Minute standen sie nach einer
Roten Karte für Kathrin Hendrich nur noch zu zehnt auf dem Platz. Im
Elfmeterschießen gewann das Team schließlich das Viertelfinale mit 6:5
gegen Frankreich. Einen großen Anteil am Sieg hat Torhüterin Ann-Katrin
Berger, die ihrer Mannschaft das Elfmeterschießen wie schon bei Olympia
2024 gewonnen hat. Für ihren Einsatz wurde sie als Spielerin des Spiels
ausgezeichnet. Oliver Fritsch aus der Sportredaktion der ZEIT war beim
Spiel in Basel dabei. Im Podcast beantwortet er, warum Torhüterin Berger
trotz ihrer starken Leistung im Viertelfinale im Vorfeld stark
kritisiert wurde, was legendäre Siege wie der von Basel für Fußball der
Frauen in Deutschland bedeuten und worauf es am kommenden Mittwoch im
Halbfinale gegen Spanien ankommt.Und sonst so: Bügeln während des Gleitschirmflugs
Moderation und Produktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Lisa Pausch, Miriam Mair
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Investitionsgipfel: Und jetzt: Stimmung!
Sondervermögen für Infrastruktur:…
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Was die Waffenruhe für Syrien bedeutet
20 juli 2025 · 11 min
Nach israelischen Luftangriffen auf syrische Truppen haben sich Israel
und Syrien erneut auf eine Waffenruhe geeinigt. Auslöser waren schwere
Kämpfe zwischen Drusen, sunnitischen Beduinen und Regierungskräften in
der südlichen Provinz Suweida. Laut der syrischen Beobachtungsstelle für
Menschenrechte wurden dabei über 700 Menschen getötet. Israel erklärte,
die Angriffe hätten dem Schutz der Drusen gegolten, und lehnt eine
dauerhafte Präsenz syrischer Militärkräfte im Süden ab. Laut dem Roten
Kreuz bleibt die humanitäre Lage in Suweida kritisch. ZEIT-Autor*in Zain
Salam Assaad ordnet ein, wie es jetzt in der Region weitergeht. Lees meerDie Bürgermeisterin von Spremberg, Christine Herntier, hat in einem
offenen Brief vor einer dramatisch wachsenden rechtsextremen Bedrohung
in ihrer Stadt gewarnt. Sie berichtet von Nazi-Schmierereien,
verfassungsfeindlichen Symbolen und Einschüchterungen an Schulen. Dabei
hebt sie besonders die rechtsextreme Kleinstpartei "Der Dritte
Weg" hervor, die in Spremberg versucht, ihr Gedankengut zu verbreiten.
Auch der Verfassungsschutz beobachtet die rechtsextreme Szene in
Südbrandenburg seit Jahren. Was genau in Christine Herntiers Brief steht
und was sie sonst noch fordert, erklärt Eser Aktay, Redakteur im
Familienressort der ZEIT.Und sonst so: Kiss-Cam deckt angebliche Affäre auf.
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Mitarbeit: Lisa Pausch, Celine Yasemin Rolle
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Syrien und Israel: Gesprengter Fortschritt
Syrien: Syrien und Israel einigen sich auf Waffenruhe
Kämpfe in Syrien: UN fordern nach Gewalt in Suweida Schutz von Bewohnern
Konflikte: US-Gesandter: Israel und Syrien stimmen Waffenruhe zu
Nahost: Israel greift militärische Ziele in mehreren syrischen Regionen
anChristof Johnen: "Die Lage ist jenseits des Vorstellbaren"
Rechtsextremismus: Bürge…
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Spezial: Wieso ist das iranische Regime nicht kleinzukriegen?
19 juli 2025 · 34 min
Vor fast einem Monat endete der Zwölf-Tage-Krieg zwischen Israel und dem
Iran. Seitdem hat das iranische Regime seine Repressionen gegen
Andersdenkende und Minderheiten verschärft. Die Regierung war auf den
Krieg unvorbereitet – weder Warnsysteme noch Schutzräume oder Bunker
konnten die Zivilistinnen und Zivilisten im Iran schützen. Trotzdem
demonstriert der Staat nach außen hin ein Bild, das Stärke
repräsentieren soll, und verbreitet über staatliche Fernsehsender seine
Propaganda. Lees meerKurz nach dem von Donald Trump ausgerufenen Waffenstillstand beginnt im
Iran eine neue Repressionswelle. Verhaftet werden vor allem ethnische
und religiöse Minderheiten, darunter Kurden, Belutschen und Bahai. Die
Islamische Republik schiebt afghanische Geflüchtete ab, nimmt Menschen
fest und richtet sie hin. Als Vorwand werden altbekannte Gründe
genannt: Landesverrat, Zusammenarbeit mit dem Ausland oder Spionage für
"feindliche Staaten" – gemeint ist damit Israel.Trotzdem organisieren sich Aktivisten und Oppositionelle weiter im Iran,
das Regime verliert international und im Land selbst an Ansehen. Als
Hoffnungsträgerin gilt die junge Generation. In dieser Spezialfolge von
Was jetzt? erklärt ZEIT-Redakteur Omid Rezaee, weshalb das iranische
Regime trotz der Angriffe von außen immer noch fest im Sattel sitzt.
Außerdem spricht er darüber, weshalb die Oppositionellen und
Aktivistinnen und Aktivisten trotz allem nicht den Mut verlieren, sich
gegen die Islamische Republik aufzulehnen.Moderation & Skript: Azadê Peşmen
Redaktion: Hannah Grünewald, Elise Landschek
Produktion: Markus Gläser, Azadê Peşmen
Alle Spezialfolgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
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Wie kann es nach der gescheiterten Richterwahl weitergehen?
19 juli 2025 · 13 min
Nach der gescheiterten Wahl von drei Richtern für das
Bundesverfassungsgericht steht eine Kandidatin besonders im Fokus: die
Juraprofessorin Frauke Brosius-Gersdorf. Bundesinnenminister Alexander
Dobrindt (CSU) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (ebenfalls
CSU) fordern mehr oder weniger offen, dass sie ihre Kandidatur
zurückzieht. Die SPD hält hingegen an ihr fest. Hintergrund ist die
Kritik aus der Unionsfraktion: Brosius-Gersdorf vertrete beim Thema
Schwangerschaftsabbrüche eine zu liberale Haltung. Teile der Union
unterstellten ihr linksextreme Positionen. Bundeskanzler Friedrich Merz
(CDU) kritisierte in seiner Sommerpressekonferenz den Umgang mit der
Juristin als "völlig inakzeptabel". Die Kritik, die teilweise geäußert
wurde, sei unsachlich, polemisch und persönlich beleidigend gewesen.
Ansonsten äußerte er sich nur wenig zu dem eigentlichen Fall.
Brosius-Gersdorf selbst verteidigte sich am Mittwochabend bei "Markus
Lanz" – sie vertrete Positionen "aus der Mitte der Gesellschaft". Wie
geht es jetzt weiter? Tina Hildebrandt, Co-Leiterin des Politikressorts,
erklärt im Podcast, warum Brosius-Gersdorfs Kandidatur für Teile der
Union problematisch ist, welche Optionen auf dem Tisch liegen und warum
Friedrich Merz den Fragen zum Prozedere konsequent ausweicht. Lees meerDie russische Kriegswirtschaft gerät unter Druck. Zwei Jahre lang hat
der Staat mit hohen Prämien und Versorgungsversprechen Hunderttausende
junge Männer für den Krieg gegen die Ukraine angeworben – doch dieses
Modell kommt nun an seine Grenzen. Die finanziellen Spielräume werden
enger: Lebensmittel und Gebrauchtwagen werden teurer. Erste
Firmenpleiten und eine überhitzte Rüstungsindustrie setzen die russische
Wirtschaft unter Stress. Wirtschaftsexperten sprechen von einem Sturm,
der sich zusammenbraut. Zudem hat sich die EU auf ein weiteres
Sanktionspaket geeinigt, das 18. seit Beginn der Vollinvasion im Februar
2022. Wie sehr belasten diese Strafmaßnahmen die russische Wirtschaft
zusätzlich? Und w… -
90 wenig brenzlige Minuten für den Kanzler
18 juli 2025 · 11 min
"Werben Sie innerhalb Ihrer Fraktion noch für die Juristin Frauke
Brosius-Gersdorf als Verfassungsrichterin?" Frage an den Bundeskanzler
Friedrich Merz (CDU) bei der traditionellen Sommerpressekonferenz in
Berlin. Seine Antwort: "Diese Frage steht zum jetzigen Zeitpunkt nicht
auf der Tagesordnung." Neben der gestoppten Richterwahl ging es bei der
Pressekonferenz auch um den Zollstreit mit den USA, um Migration und um
die deutsch-israelischen Beziehungen. Für Friedrich Merz war es die
erste Sommerpressekonferenz als Bundeskanzler. Konnte er mit seinem
Auftritt überzeugen? Und wie hat er sich konkret zu Israel positioniert?
Fabian Reinbold, politischer Korrespondent der ZEIT, war bei der
Pressekonferenz dabei. Lees meerAm Freitagmorgen ist vom Flughafen Leipzig aus ein Abschiebeflug nach
Afghanistan gestartet. Es war der zweite Flug dieser Art seit der
Machtübernahme der Taliban im Sommer 2021. Laut einer Sprecherin des
Bundesinnenministeriums waren 81 afghanische Männer an Bord, die laut
Bundesinnenministerium "vollziehbar ausreisepflichtig" und
"strafrechtlich in Erscheinung getreten" seien. In einem Fall aber, dem
von Haaron I., stellt sich die Frage, ob die Bundesregierung einen
Fehler gemacht hat. Tilman Steffen, Redakteur im Ressort Politik,
Wirtschaft und Gesellschaft der ZEIT, erklärt im Podcast, welche
Kriterien für Abschiebungen nach Afghanistan aktuell gelten und was
politisch dahintersteckt. Außerdem geht es um den Termin des
Abschiebeflugs: Er startete genau an dem Termin, an
dem Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) seine Kollegen aus fünf
europäischen Nachbarländern zum Migrationsgipfel eingeladen hat.Außerdem im Update:
Donald Trump gerät in der Epstein-Affäre weiter unter Druck. Der Wall
Street Journal hat einen Brief veröffentlicht, der Trump direkt mit dem
Fall in Verbindung bringt – es geht um eine Glückwunschkarte mit
pikantem Inhalt. Johanna Roth, US-Korrespondentin der ZEIT, erklärt im
Podcast, wie sich der Fall weiterentwickelt.Und sonst s…
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Dobrindt lädt die Nachbarstaaten zum Asylgipfel
18 juli 2025 · 12 min
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) lädt am heutigen Freitag
zum Asylgipfel auf der Zugspitze ein. Mit den Amtskollegen aus
Frankreich, Polen, Österreich, Dänemark und Tschechien und Magnus
Brunner, EU-Kommissar für Inneres und Migration, will Dobrindt
diskutieren, welche Maßnahmen dafür ergriffen werden können, um die
EU-Asylpolitik zu verschärfen. Wie das exklusive Treffen zustande kam
und welche Punkte dort besprochen werden, weiß Politikredakteur
Ferdinand Otto. Lees meerBundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat erste Schritte
angekündigt, um die Cannabisreform der Ampel wieder rückgängig zu
machen. Im Fokus steht dabei der sogenannte Medizinalcannabis, also
Cannabis, der hauptsächlich für gesundheitliche Zwecke konsumiert wird.
Politikredakteur Tilman Steffen erklärt im Podcast, warum ausgerechnet
der medizinische Cannabiskonsum strenger kontrolliert werden soll und
welche Auswirkungen dies auf den Schwarzmarkt haben könnte.Und sonst so? Übergriffige Käfer fressen sich durch Klosterbibliothek
Moderation und Produktion: Jannis Carmesin
Redaktion: Helena Schmidt
Mitarbeit: Susanne Hehr, Emma Graml
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Migration: Dobrindt fordert härtere Migrationspolitik in der EU
Treffen von Innenministern: Dobrindt lädt zum "Migrationsgipfel" auf der
ZugspitzeMedizinalcannabis: So kippt die Gesundheitsministerin die
CannabislegalisierungMedizinalcannabis: Warken plant strengere Regeln für Abgabe von
medizinischem CannabisSie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie
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Update: Zerbricht die israelische Regierung an der Wehrpflicht?
17 juli 2025 · 11 min
Die ultraorthodoxe Schas-Partei hat sich in Israel aus der Regierung um
Benjamin Netanjahu zurückgezogen. Am Dienstag hatte bereits das
Parteienbündnis Vereinigtes Thora-Judentum (UTJ) seinen Austritt aus der
Regierungskoalition erklärt. Nach Angaben israelischer Medien teilte die
Schas-Partei mit, alle ihre Posten in der Regierung aufzugeben.
Allerdings werde man Teil der Koalition bleiben, womit Netanjahu nicht
zu Neuwahlen gezwungen ist. Grund für das Ausscheiden aus der Regierung
seien Meinungsverschiedenheiten um einen Gesetzesvorschlag zur
Wehrpflicht. Die streng religiösen Parteien fordern, dass ultraorthodoxe
Juden auch in Zukunft von der verpflichtenden Einberufung zum
Militärdienst ausgenommen sind. Die freie Nahostkorrespondentin in Tel
Aviv Steffi Hentschke spricht über die israelische Regierungskrise. Lees meerIn London haben Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und der britische
Premierminister Keir Starmer einen Freundschaftsvertrag unterzeichnet.
Damit wollen Deutschland und Großbritannien eine neue Grundlage für ihre
Zusammenarbeit schaffen – fünf Jahre nach dem Brexit, dem Austritt
Großbritanniens aus der Europäischen Union. In dem Freundschaftsvertrag
geht es vor allem um eine engere Abstimmung in der Außen- und
Verteidigungspolitik und bei der Eindämmung irregulärer Migration. Der
Auslandskorrespondent der ZEIT in London Jochen Bittner berichtet im
Podcast über die genauen Inhalte des Freundschaftsvertrags.Außerdem im Update: Im südafrikanischen Durban hat das zweitägige
G20-Treffen der Finanzminister gestartet. Bundesfinanzminister Lars
Klingbeil (SPD) vertritt Deutschland dort. Der stellvertretende
Politik-Ressortleiter der ZEIT Mark Schieritz ordnet ein, was von dem
Treffen erwartet werden kann.Und sonst so? Ein Libretto für den gefällten Robin-Hood-Baum.
Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Helena Schmidt
Mitarbeit: Leonard Frick, Mira Schrems
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Regierungsrochade in der Ukraine
17 juli 2025 · 12 min
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die stellvertretende
Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko mit der Regierungsbildung
beauftragt. Sie soll Premierministerin werden und Denys Schmyhal
ablösen, der künftig Verteidigungsminister werden soll. Dieser hatte
seinen Rücktritt bereits formell eingereicht. Ziel ist es, die
Wirtschaft der Ukraine zu stärken, die Rüstungsproduktion auszubauen und
internationale Abkommen umzusetzen. Das Parlament, die Werchowna Rada,
muss die neue Regierung noch bestätigen. Welche Ministerwechsel noch
bevorstehen könnten, ordnet ZEIT-Autor Denis Trubetskoy ein. Lees meerAngesichts der steigenden Zahl an Rentnern durch den Ruhestand der
sogenannten Boomer-Generation schlägt das Deutsche Institut für
Wirtschaftsforschung (DIW) einen "Boomer-Soli" vor. Dabei soll die
Sonderabgabe nach Informationen des "Spiegels" auf alle Alterseinkünfte
oberhalb eines Freibetrags von 1.048 Euro monatlich erhoben werden und
bis zu zehn Prozent betragen. Die Einnahmen sollen in ein
zweckgebundenes Sondervermögen fließen und ausschließlich für die
Umverteilung innerhalb des Rentensystems verwendet werden. Mark
Schieritz, stellvertretender Leiter im Politikressort der ZEIT,
erläutert den Vorschlag.Und sonst so? Musik wieder bewusst hören
Moderation und Produktion: Elise Landschek
Redaktion: Pia Rauschenberger
Mitarbeit: Mathias Peer, Celine Yasemin Rolle
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Regierungswechsel in der Ukraine: Selenskyj will Ministerpräsident
Schmyhal ablösenRegierungsumbildung in Kiew: Ukraine: Vize-Ministerpräsidentin soll neue
Regierung leitenKrieg in der Ukraine: Mehr Politik als Wirtschaft: US-Rohstoffdeal mit
der UkraineDie Lage im Überblick: Nato-Länder stützen ukrainische Rüstungsindustrie
Ukrainekrieg: Ukraine und USA unterzeichnen Rohstoffabkommen
Ukrainekrieg: Nach Trump…
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Update: Wie der Fall Epstein Trump schadet
16 juli 2025 · 11 min
Die Verschwörungserzählungen rund um den verstorbenen Sexualstraftäter
Jeffrey Epstein setzen US-Präsident Donald Trump zunehmend unter Druck.
Im Wahlkampf hatte Trump noch versprochen, vermeintlich unter Verschluss
gehaltene Dokumente des US-Justizministeriums zum Tod Epsteins
veröffentlichen zu wollen. Trumps Justizministerin Pam Bondi will nun
aber doch keine Akten veröffentlichen. Viele von Trumps Anhängern geben
sich damit nicht zufrieden und fordern weiterhin die Herausgabe von
Dokumenten. Wie sehr leidet nun Trumps Glaubwürdigkeit? Diese und
weitere Fragen beantwortet Rieke Havertz, internationale Korrespondentin
der ZEIT. Lees meerDie Europäische Kommission hat für die zukünftigen Haushalte der EU
Ausgaben in Höhe von zwei Billionen Euro vorgeschlagen. Um die Einnahmen
zu steigern, plant die Kommission zudem, neue Finanzquellen zu
erschließen. Unter anderem über die Tabaksteuer und eine Abgabe für
Elektroschrott. Wie genau der Haushalt reformiert werden soll und wieso
es so viel Kritik an dem aktuellen Vorschlag gibt, weiß Ulrich Ladurner,
Brüssel-Korrespondent der ZEIT.Und sonst so? Der Schnurrbart-Weltmeister und sein 1,80m-Bart.
Moderation und Produktion: Helena Schmidt
Redaktion: Pia Rauschenberger
Mitarbeit: Leonard Frick und Benjamin Probst
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FBI-Chef Kash Patel: Die Epstein-Liste! Welche Epstein-Liste?
Michael Wolff: "Donald Trump war der beste Freund von Jeffrey Epstein"
EU-Kommissionspräsidentin: Leyen oder leiden
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Drusen gegen Beduinen – was ist los in Syrien?
16 juli 2025 · 14 min
Im Süden Syriens sind bei Gefechten zwischen Drusen und Beduinen mehr
als 200 Menschen gestorben. Die Kämpfe konzentrierten sich vor allem auf
die Stadt Suweida, in der überwiegend ethnische Drusen leben. Das
syrische Verteidigungsministerium setzte in dem Gebiet ebenfalls Truppen
ein, Israel beschoss mit Raketen mehrere Panzer. Laut einem drusischen
Vertreter gibt es inzwischen Verhandlungen zwischen den Drusengruppen
und dem syrischen Verteidigungsministerium. Man sei nicht Gegner der
Übergangsregierung, bekräftigten bereits am Montag religiöse Autoritäten
der Drusen. Wie es genau zu den Kämpfen gekommen ist und wie sehr die
Regierung das Land tatsächlich unter Kontrolle hat, erklärt Stella
Männer. Sie berichtet als freie Korrespondentin aus und über die
arabische Welt. Lees meerDie Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor zunehmender Impfskepsis.
"Wir sind extrem besorgt über Fehl- und Desinformationen zu Impfungen",
sagte Kate O'Brien, Direktorin der Impfabteilung der WHO, bei der
jährlichen Pressekonferenz zu den weltweiten Impfraten. Ihr Team und sie
riefen vor allem Politiker sowie religiöse und andere Leitfiguren dazu
auf, das Vertrauen in Impfungen zu stärken, anstatt es zu schwächen.
Insbesondere bei Masern hat es im vergangenen Jahr in 60 Ländern schwere
Ausbrüche gegeben, und auch bei Kinderimpfungen sind die Impfzahlen
bisher nicht auf das Vor-Corona-Niveau von 2019 zurückgekehrt. Wie weit
liegt die Welt bei den Impfquoten zurück? Und inwiefern trägt inzwischen
sogar der US-Gesundheitsminister zur Impfskepsis bei? Diese und weitere
Fragen beantwortet Jakob Simmank, Chefreporter der ZEIT für Gesundheit.Und sonst so? Was späte Sommerferien mit der DNA von Bayern zu tun
haben.Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Jannis Carmesin
Mitarbeit: Susanne Hehr, Leonard Frick und Benjamin Probst
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Update: Spahn im Tal, Merz auf dem Gipfel
15 juli 2025 · 10 min
Nach der gescheiterten Wahl der Verfassungsrichter im Bundestag treffen
sich Bundeskanzler Friedrich Merz und Bayerns Ministerpräsident Markus
Söder bei einer Sitzung des bayrischen Landeskabinetts auf der
Zugspitze. Während auf Deutschlands höchstem Gipfel demonstrative
Einigkeit gezeigt wird, steht die Unionsfraktion intern unter Druck.
Jens Spahn räumte in einem Schreiben an die Abgeordneten ein, als
Fraktionsvorsitzender Verantwortung für das gescheiterte Wahlverfahren
zu tragen. Viele Unionsabgeordnete werfen der Fraktionsführung mangelnde
Sensibilität und strategisches Versagen vor. Wieso Friedrich Merz
trotzdem weiterhin an ihm festhält, erklärt Tina Hildebrandt, Leiterin
des Politikressorts der ZEIT. Lees meerLaut einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) wird die
Fachkräftelücke in Deutschland bis 2028 stark wachsen. Besonders
betroffen sind Berufe im Verkauf. Auch Kindererzieherinnen,
Sozialarbeiter sowie Gesundheits- und Krankenpflegekräfte werden knapp.
Gleichzeitig steigen die Beschäftigtenzahlen vor allem in IT-Berufen
durch die Digitalisierung. Der größte Rückgang wird in Metallberufen
erwartet, ebenso im Bankwesen aufgrund von Automatisierung und
Filialschließungen. Grund dafür sind der demografische Wandel.
IW-Experten fordern bessere Berufsorientierung an Schulen, längere
Erwerbstätigkeit und mehr qualifizierte Zuwanderung.Außerdem im Update: Das Bundesverfassungsgericht hat eine
Verfassungsbeschwerde zweier Jemeniten abgewiesen. Die Kläger warfen
Deutschland vor, eine Mitverantwortung für den Tod ihrer Angehörigen bei
einem US-Drohnenangriff 2012 im Jemen zu tragen. Der Angriff wurde über
den US-Stützpunkt Ramstein in Deutschland mitgesteuert. Christian Fuchs,
ZEIT-Autor des Investigativ-Ressorts, ordnet das Urteil ein.Und sonst so? Conny macht keine Memes mehr
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Redaktion: Jannis Carmesin
Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle
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"We…
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Was das Richterwahl-Debakel für die SPD bedeutet
15 juli 2025 · 11 min
Nach der vertagten Richterwahl stellt sich die SPD-Bundestagsfraktion
geschlossen hinter Frauke Brosius-Gersdorf. Die Juristin sei eine
"herausragende Kandidatin" mit "einwandfreiem Werdegang", heißt es in
einem Instagram-Post. Zuvor hatte die Union am vergangenen Freitag eine
Aussetzung der Wahl gefordert und auf angebliche Plagiatsvorwürfe
verwiesen. Die Wahl soll nun nach der Sommerpause im September
stattfinden. Bundeskanzler Friedrich Merz kommentierte das im
ARD-Sommerinterview mit den Worten: "Alles kein Beinbruch."
SPD-Fraktionsgeschäftsführer Dirk Wiese hingegen sprach im
"Politico"-Podcast von einem "Vertrauensverlust", weil
Unionsfraktionschef Jens Spahn die versprochenen Mehrheiten nicht
liefern konnte. Eva Ricarda Lautsch, Politikredakteurin bei der ZEIT,
hat sich in der SPD umgehört. Im Podcast erzählt sie über die
Stimmungslage in der Partei und ordnet ein, ob es sich um eine
ernsthafte Krise oder bloß um Koalitionsalltag handelt. Lees meerVier Jahre sind vergangen, seit in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli
2021 eine Flut das Ahrtal in Nordrhein-Westfalen verwüstet hat.
Innerhalb von 24 Stunden fielen 100 bis 150 Liter Regen pro
Quadratmeter, das Wasser stieg schnell an, ganze Orte wurden überflutet.
42.000 Menschen waren betroffen, mehr als die Hälfte verlor ihr Hab und
Gut. Bis heute kämpfen viele mit den Folgen. Einige sind zurückgekehrt,
andere leben immer noch in provisorischen Containern. Der Wiederaufbau
stockt, Schutzmaßnahmen lassen auf sich warten, und das sorgt bis heute
für Frust bei vielen Menschen vor Ort. ZEIT-Autorin Lena Frings war im
Ahrtal unterwegs. Im Podcast erzählt sie, wie es den Menschen heute geht
und ob sie genug Unterstützung bekommen.Und sonst so? Karl-Marx-Straße fertig saniert – nach 15 Jahren
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Redaktion: Hannah Grünewald
Mitarbeit: Susanne Hehr, Konstantin Hadži-Vuković
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben w…
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Update: So will die EU auf Trumps Zölle reagieren
14 juli 2025 · 10 min
Die Europäische Union hat nach den jüngsten Ankündigungen von
US-Präsident Donald Trump eine Liste mit möglichen Gegenzöllen erstellt.
Diese würde US-Importe im Gesamtwert von bis zu 72 Milliarden Euro
betreffen. Diese sollen erst dann in Kraft treten, wenn es bis zum 1.
August keine Einigung der Handelspartner gibt. Der US-amerikanische
Präsident Donald Trump hatte am Samstag neue Zölle auf Waren aus der EU
in Höhe von 30 Prozent angekündigt. Diese sollen am 1. August eingeführt
werden. Trump hatte angedroht, die Zölle weiter zu erhöhen, sollte die
EU mit Gegenmaßnahmen reagieren. Was Trump mit seinen Drohungen
erreichen will und wie die Reaktion der EU einzuschätzen ist, weiß
Weltwirtschaftskorrespondent Uwe Jean Heuser. Lees meerDonald Trump hat angekündigt, Patriot-Luftabwehrraketen an die Ukraine
zu liefern – auf Kosten der EU. Nach eigenen Angaben will er die
Waffensysteme an die EU verkaufen, die sie wiederum an die Ukraine
liefern soll. "Wir zahlen nichts, aber wir werden liefern", sagte Trump
am Sonntag. Der republikanische US-Senator Lindsey Graham hatte bereits
im Vorfeld von einem Kurswechsel der USA in der Russlandpolitik
gesprochen. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) trifft sich
deshalb heute unter anderem mit seinem US-Amtskollegen Pete Hegseth, um
über die Pläne der USA zu sprechen. Warum Trump seine Russlandpolitik
plötzlich ändert und wie die Patriots den Krieg beeinflussen können,
erklärt Politikredakteur Maxim Kireev.Außerdem im Update:
Maja T. hat den Hungerstreik in ungarischer Haft nach 40 Tagen beendet.
Nach Angaben der Familie habe Maja T. in der Zeit 40 Kilogramm
abgenommen und sei stark geschwächt. Mit dem Hungerstreik protestierte
Maja T. gegen die Haftbedingungen in Ungarn und die Auslieferung aus
Deutschland. Die ungarischen Behörden werfen Maja T. vor, an gewaltsamen
Angriffen auf Rechtsextreme beteiligt gewesen zu sein.Und sonst so? Orang-Utans haben ähnliche Schlafprobleme wie Menschen.
Moderation und Produktion: Erica Zinghe…
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Wie der Alltag in Kyjiw weitergeht
14 juli 2025 · 12 min
Trotz der zunehmenden russischen Angriffe versuchen viele Menschen in
der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw, ihr Leben fortzusetzen. Gleichzeitig
wächst die Erschöpfung. Vor diesem Hintergrund kündigt der ukrainische
Präsident Wolodymyr Selenskyj die baldige Lieferung weiterer
Patriot-Flugabwehrsysteme an, die den Schutz der Städte verbessern
sollen. Bundeskanzler Friedrich Merz hat bereits angeboten, diese
Systeme direkt aus den USA zu kaufen und der Ukraine zur Verfügung zu
stellen. Wie wahrscheinlich ein wirksamer Schutz für die ukrainische
Hauptstadt durch diese Waffen ist, ordnet Olivia Kortas,
ZEIT-Korrespondentin in Kyjiw, ein. Lees meerIn einem internen Strategiepapier skizziert die AfD ihre politischen
Ziele für die kommenden Jahre. Verfasst von Beatrix von Storch, zielt
das Papier darauf ab, die Stammwählerschaft vor allem im Osten zu
festigen und neue Wählergruppen zu gewinnen. Die Partei plant, die
politische Polarisierung zu verstärken. Außerdem will die AfD mit
wirtschaftspolitischen Themen punkten und sich als Vertreterin der
sozialen Marktwirtschaft positionieren. Ziel ist es, langfristig
Regierungsverantwortung zu übernehmen. Christian Parth, Politikredakteur
der ZEIT, analysiert das Papier und ordnet ein, wie realistisch die
Pläne der Partei sind.Und sonst so? Fünf Flohmarkt-Fehler
Moderation und Produktion: Erica Zingher
Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Celine Yasemin Rolle
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ZEIT auf WhatsApp.Weitere Links zur Folge:
Lage in der Ukraine: Höher, schneller, gefährlicher – Russland eskaliert
den DrohnenkriegLeben in Kyjiw: Eine Hochzeit, gerade jetzt?
Ukrainekrieg: Selenskyj stellt Deal zu Patriot-Lieferungen in Aussicht
Flugabwehrsystem Patriot: Jeder will diese Waffe haben
Friedrich Merz: Er will nicht nur Außenkanzler sein
Strategiepapier der AfD: Wie die AfD an die Macht kommen will
Beatrix von Storch: Af…
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Jens Spahn und der Kulturkampf von rechts
13 juli 2025 · 13 min
Das Desaster um die geplatzte Wahl neuer Verfassungsrichter im Bundestag
ist noch nicht vorbei. Viele sprechen von einer im Voraus geplanten
rechten Kampagne. Rechte Medien betitelten die Kandidatin Frauke
Brosius-Gersdorf schon Wochen zuvor als linke Aktivistin. So
verbreiteten sich einige Falschmeldungen und Gerüchte. Viele sprechen
deshalb von einem Kulturkampf von rechts. Beteiligt daran sei vor allem
Unionsfraktionsvorsitzender Jens Spahn. Was wirklich hinter Spahns
Verhalten steckt, wie er in diesen rechten Kulturkampf verwickelt ist
und welche Konsequenzen absehbar sind, analysiert ZEIT-Redakteur Bernd
Ulrich. Lees meerAm Nordhang oberhalb der Gemeinde Leuk im Schweizer Kanton Wallis sind
sie seit 1974 fest verankert: die "großen Ohren". Schon lange sorgen die
riesigen Satellitenschüsseln in der Gemeinde für Diskussionen. Angeblich
soll der US-Geheimdienst mit ihnen die halbe Welt ausspioniert haben.
Beweise gibt es allerdings keine. Doch nun erreicht die Debatte einen
neuen Höhepunkt: Eine Satellitenschüssel soll durch 40 kleine Antennen
ersetzt werden, und zwar ausgerechnet von Elon Musks Unternehmen SpaceX.
Die neuen Antennen sollen in das Satellitennetzwerk Starlink eingebunden
werden. Das Netzwerk ermöglicht Internetzugriff an den abgelegensten
Orten. Die Starlink-Station wäre somit die erste in der Schweiz und eine
der größten Europas. Die Bewohner Leuks wollen sich aber zur Wehr
setzen: Sie gründeten die Interessengemeinschaft "40 neue
Satellitenantennen: NEIN, so nicht!". Elena Lynch hat der Schweizer
Gemeinde einen Besuch abgestattet und berichtet, wovor die Bewohner
Leuks Angst haben und ob die Antenneninstallation auch Chancen für Leuk
zu bieten hat.Und sonst so: Kontroverse um Erdbeernudeln in Wimbledon
Moderation und Produktion: Helena Schmidt
Mitarbeit: Lisa Pausch, Miriam Mair
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
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Friedrich Merz und Jens Spahn: Der Wolfstanz
Wahl von Frauke Brosius-Gersd…
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Erste Risse in der neuen Koalition
12 juli 2025 · 13 min
Zunächst schien es für die neue schwarz-rote Koalition nicht schlecht zu
laufen – aber seit letzter Woche zeigen sich erste Spannungen. Lange
Verhandlungen führten nicht zum erwünschten Ziel: Vorerst will die
Koalition die Stromsteuer für private Haushalte nicht senken. Am
gestrigen Freitag kam es zum Eklat: Im Bundestag stand die Wahl von
drei neuen Verfassungsrichtern auf dem Plan, doch sie scheiterte an
einem Streit um die Kandidatin der SPD, Frauke Brosius-Gersdorf. Tina
Hildebrandt aus dem Politikressort der ZEIT ordnet die Tragweite der
ersten Krise zwischen Union und SPD ein und bewertet, inwiefern Kanzler
Friedrich Merz die anbahnende Krise unterschätzt hat. Lees meerSeit mehr als 18 Monaten sitzt Maja T. in Haft. Maja T. ist 24 Jahre alt
und identifiziert sich als non-binär. Seit Anfang Juni befindet sich
Maja T. im Hungerstreik, und soll seitdem 14 Kilo abgenommen haben. Mit
dem Streik will Maja T. auf die nach eigener Aussage menschenunwürdigen
Haftbedingungen in Ungarn aufmerksam machen. Die 24-jährige Person steht
unter dem Verdacht, im Februar 2023 an Gewalttaten gegen mutmaßliche
Rechtsextreme in Budapest beteiligt gewesen zu sein. Ihr wird schwere
Körperverletzung vorgeworfen. Ende 2023 wurde sie dafür in Berlin
verhaftet und später nach Ungarn ausgeliefert – eine rechtswidrige
Entscheidung, urteilte das Bundesverfassungsgericht. Wieso es trotzdem
zur Auslieferung kam, und wie die Haftbedingungen in Ungarn für Maja T.
sind, analysiert Alexander Kauschanski. Der Auslandsredakteur der ZEIT
erläutert außerdem, welche Maßnahmen die Bundesregierung ergreifen
könnte und warum sie bisher nichts unternommen hat.Und sonst so: Versteigerung von Zügen auf dem Abstellgleis
Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Elise Landschek
Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Miriam Mair, Leonard Frick
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Koalitionsausschuss: Vorerst keine Senkung der Stromsteuer für
Privathaush… -
Update: Wahldesaster im Bundestag
11 juli 2025 · 11 min
Eigentlich wollte der Bundestag heute drei neue Verfassungsrichter und
-richterinnen wählen, doch dazu kam es dann doch nicht. SPD und Union
konnten sich bei einer SPD-Kandidatin nicht einigen: Frauke
Brosius-Gersdorf. Kritisiert wird die Potsdamer Verfassungsrichterin vor
allem von der CDU/CSU-Fraktion wegen ihrer liberalen Haltung zu
Schwangerschaftsabbrüchen oder ihrer Position zu Kopftüchern im
Staatsdienst. Hinzu kommen nun auch noch Plagiatsvorwürfe. Dennoch
nominierte sie der Wahlausschuss am vergangenen Montag einstimmig. Die
Wahl soll nun auf September nach der parlamentarischen Sommerpause
verschoben werden. Was an den Vorwürfen gegen Brosius-Gersdorf dran ist
und ob der Streit im Zusammenhang mit einer rechten Kampagne stehen
könnte, ordnet Ferdinand Otto aus dem Politikressort der ZEIT ein, der
den Tag im Bundestag anders als gedacht verbracht hat. Lees meerSilvesternacht 2023/24 im Süden Dänemarks: Mehrere Männer entführten
zwei Kinder, damals zehn und 13 Jahre alt. Den Vater der Kinder, Stephan
Hensel, schlugen sie zusammen. Die Kinder brachten sie in einem Auto
nach Deutschland zu ihrer Mutter Christina Block. Sie soll hinter der
Entführung stecken und dafür eine private israelische Sicherheitsfirma
beauftragt haben. Schon länger hatte sie sich mit ihrem Ex-Mann um das
Sorgerecht der gemeinsamen Kinder gestritten. In Hamburg beginnt heute
der Prozess gegen die Erbin der Steakhouse-Kette Block House und sechs
weitere Angeklagte. Anne Kunze, Kriminalreporterin der ZEIT, war vor Ort
in Hamburg und berichtet im Podcast vom aktuellen Stand des Prozesses.Außerdem im Update: Im Nordirak haben 30 Kämpfer der aufgelösten
kurdischen Arbeiterpartei PKK bei einer öffentlichen Zeremonie ihre
Waffen verbrannt. Diese symbolische Verbrennung könnte das Ende des
bewaffneten Konflikts zwischen der verbotenen PKK und der Türkei
markieren. Bislang ist die PKK in der EU und Deutschland immer noch als
Terrororganisation eingestuft – Linkenpolitiker Jan van Aken forderte
gegenüb… -
Drei neue Richter fürs höchste Gericht
11 juli 2025 · 13 min
Auf der Agenda des Bundestags steht die Wahl dreier neuer
Verfassungsrichter an. Die schwarz-rote Koalition hat sich im
Wahlausschuss auf drei Kandidaten geeinigt. Um ins Amt zu kommen,
brauchen diese jedoch eine Zweidrittelmehrheit im Parlament. Deshalb
brauchen Union und SPD einige Stimmen von den Grünen und auch einzelne
von der Linkspartei, wenn sie sich nicht von der AfD abhängig machen
wollen. Doch CDU und CSU schließen eine Zusammenarbeit sowohl mit der
AfD als auch mit der Linkspartei aus. Wie bedeutend diese
Personalentscheidung ist und welche Konsequenzen sie haben könnte,
analysiert Heinrich Wefing, Politikchef der ZEIT. Lees meerVor 30 Jahren, kurz vor dem Ende des Bosnienkrieges, nahmen serbische
Truppen die UN-Schutzzone von Srebrenica ein. Innerhalb weniger Tage
verübten Soldaten der Republika Srpska sowie paramilitärische Einheiten
den Mord an mehr als 8.000 Bosniaken. Das Massaker von Srebrenica gilt
als das schwerste Kriegsverbrechen in Europa seit dem Ende des Zweiten
Weltkriegs. Podcastredakteurin Simone Gaul hat gemeinsam mit Bastian
Berbner, Redakteur im Dossier der ZEIT, eine fünfteilige Podcastserie
über Srebrenica recherchiert. Im Podcast erklärt sie, warum das
Verbrechen als Völkermord gilt, und ordnet ein, welche Rolle die UN
spielten.Und sonst so? Versteigerung der ersten Birkin-Handtasche
Moderation und Produktion: Erica Zingher
Redaktion: Hannah Grünewald
Mitarbeit: Susanne Hehr, Celine Yasemin Rolle
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Verfassungsrichterwahl: Wer wird es?
Bundesverfassungsgericht: Wahlausschuss einigt sich auf Kandidaten für
das VerfassungsgerichtBundesverfassungsgericht: Linke will bei Richterwahl Kandidatinnen der
SPD unterstützenWahl der Bundesverfassungsrichter: Wie die Union die
Verfassungsrichterwahl zum Wackeln bringtBundesverfassungsgericht: Union setzt b…
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Update: Zündet die Regierung jetzt den Bau-Turbo?
10 juli 2025 · 10 min
Der Bundestag hat das erste Mal über ein Gesetz zum sogenannten
Bau-Turbo der Bundesregierung beraten. Laut den Koalitionsfraktionen
soll das Gesetz den Wohnungsbau vorantreiben. Konkret soll die Zeit
zwischen Bauantrag und dem tatsächlichen Start des Baus verkürzt werden.
Laut Kritikern höhlt das Gesetz jedoch das Planungsrecht aus und
reduziert die Einspruchsmöglichkeiten von Anwohnern. Könnte das Gesetz
tatsächlich die Wohnungsnot lindern? Und wie stark wird das
Mitspracherecht der Bürger eingeschränkt? Diese und weitere Fragen
beantwortet Juri Caspar Iser, Politikredakteur der ZEIT. Lees meerIn Rom haben mehrere Länder der Ukraine Milliardenhilfen für ihren
Wiederaufbau zugesichert. Das Geld aus dem neuen europäischen Fonds soll
vor allem für die Reparatur und den Neubau von Energieanlagen eingesetzt
werden, sowie für Industriebetriebe und Rechenzentren. Während Europa
den Wiederaufbau der Ukraine plant, hat Russland seine Drohnenangriffe
in den letzten Wochen intensiviert. Wie die Delegationen auf der
Konferenz mit diesem Spagat umgehen, weiß Tina Hildebrandt. Sie hat
Kanzler Merz zur Konferenz begleitet.Außerdem im Update: Die Kommissionspräsidentin der EU, Ursula von der
Leyen, bleibt weiterhin im Amt. Ein Misstrauensvotum gegen sie und ihre
Kommission fand im Europäischen Parlament keine Mehrheit. Lediglich 175
Abgeordnete stimmten für den Rücktritt der EU-Kommission.Moderation und Produktion: Helena Schmidt
Redaktion: Hannah Grünewald
Mitarbeit: Benjamin Probst
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die
ZEIT auf WhatsApp.Weitere Links zur Folge:
Bau-Turbo: Das fehlende Puzzleteil für den Wohnungsbau
EU-Parlament: Warum sich Ursula von der Leyen einem Misstrauensvotum
stellen mussUkraine-Wiederaufbaukonferenz: Europa bekräftigt Unterstützung für die
UkraineSie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hö…
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Belastungsprobe für von der Leyen
10 juli 2025 · 12 min
Die EU-Kommission unter Ursula von der Leyen muss sich am heutigen
Donnerstag einem Misstrauensvotum stellen. Ins Europaparlament
eingebracht hat den Misstrauensantrag ein rechter rumänischer
Abgeordneter. Dieser wirft von der Leyen unter anderem vor, während der
Coronapandemie falsch und intransparent gehandelt zu haben. Außerdem
soll sich die EU unter von der Leyen in die Präsidentschaftswahlen in
Rumänien eingemischt haben. Dass der Misstrauensantrag angenommen wird,
gilt als unwahrscheinlich, dennoch ist er eine Belastungsprobe für die
Kommissionspräsidentin. Von der Leyen hatte durch einige politische
Initiativen zuletzt selbst bei ihren Unterstützern für Unmut gesorgt. Es
ist der bislang zwölfte Misstrauensantrag in der Geschichte der EU, nur
einmal, 1999, ist eine Kommission im Zusammenhang mit einem solchen
Antrag zurückgetreten. Was von der Leyen genau vorgeworfen wird und
inwiefern der Vorgang sie schwächt, erklärt EU-Korrespondent Ulrich
Ladurner. Lees meerDer israelische Verteidigungsminister Israel Katz will eine "humanitäre
Stadt" im Gazastreifen errichten lassen. Mehrere Medien berichteten,
dass auf den Ruinen der Stadt Rafah ein Auffanglager für zunächst
600.000 Palästinenser gebaut werden soll. Laut Katz soll die Zone
während einer 60-tägigen Feuerpause entstehen und anschließend von
"internationalen Partnern" verwaltet werden. Ziel des Lagers sei es, die
Macht der Terrororganisation Hamas in Gaza zu schwächen.
ZEIT-Politikredakteurin Andrea Böhm erläutert, wie realistisch der Plan
eines solchen Auffanglagers ist und welchen Einfluss Deutschland noch
auf die israelische Regierung hat.Und sonst so? Kistenweise frischer Wolfsbarsch auf Zypern
Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Elise Landschek
Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Emma Graml
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Weitere Links zur Folge:
EU-Parlament: EU-Kommission muss sich nächste Woche einem
Misstrauensvotum stellenEU-Parlament: Von der Leye…
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Update: Merz verteidigt Regierungspolitik im Bundestag
9 juli 2025 · 11 min
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat im Bundestag die eigene
Regierungspolitik verteidigt. Besonders heftig diskutierten die
Abgeordneten in der Generaldebatte über die geplanten Ausgaben für das
kommende Jahr. AfD-Politikerin Alice Weidel bezeichnete Merz hingegen
als "Lügenkanzler" der Wahlversprechen breche. Die Fraktionsvorsitzende
der Grünen, Katharina Dröge, beklagte eine "klimapolitische
Bankrotterklärung". Heidi Reichinnek von der Linken beklagte, die
Entlastungen träfen hauptsächlich die oberen Einkommen. Michael
Schlieben, politischer Korrespondent der ZEIT, hat die Debatte im
Bundestag verfolgt. Er berichtet im Podcast von der Stimmung unter den
Abgeordneten und darüber, wie sich die Regierung geschlagen hat. Lees meerRussland hat die Ukraine in der Nacht auf Mittwoch mit einer neuen
Höchstzahl an Drohnen angegriffen. Laut der ukrainischen Luftwaffe
setzte Russland 728 Drohnen und 13 Raketen gegen ukrainische Ziele ein.
Russland hat den Einsatz von Drohnen immer wieder intensiviert. Wieso
Russland so viele Drohnen einsetzen kann, weiß Maxim Kireev, Redakteur
für internationale Politik der ZEIT, er hat zur Drohnenproduktion
Russlands recherchiert.Außerdem im Update: In Nordrhein-Westfalen haben Ermittler mehrere
Razzien wegen des Verdachts der Terrorfinanzierung durchgeführt. Die
Polizei Essen und die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf teilten mit,
man habe einen 27-jährigen Mann festgenommen. Ihm wird vorgeworfen,
gemeinschaftlichen gewerbsmäßigen Betrug begangen zu haben, um einen
islamistisch-terroristischen Anschlag zu finanzieren.Und sonst so? Die Generationenunterschiede bei Smiley, Daumen hoch und
Totenkopf.Moderation und Produktion: Mounia Meiborg
Redaktion: Elise Landschek
Mitarbeit: Benjamin Probst
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Generaldebatte: Merz verteidigt Wirtschaftspolitik der Bundesregierung
Haushaltsentwurf: Achtung, Lück…
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Grenzkontrollen in Polen: Viel Aufwand, wenig Nutzen?
9 juli 2025 · 12 min
Seit Montag kontrolliert Polen als Reaktion auf die deutschen
Grenzkontrollen nun ebenfalls seine Grenzübergänge. An der Landesgrenze
zu Deutschland wurden 52 stationäre Kontrollpunkte eingerichtet. Polens
Regierung will nach eigenen Angaben darauf verzichten, wenn die
Bundesrepublik ihrerseits die Kontrollen beendet. Die Gewerkschaft der
Polizei warnt nun vor einem Verkehrschaos. Welchen Effekt haben die
Grenzkontrollen auf Zuwanderung? Und was bedeuten sie für den
Schengenraum? Das erklärt der Migrations- und Europapolitikexperte der
Stiftung Wissenschaft und Politik Raphael Bossong. Lees meerMindestens 86 Tote fehlen in der offiziellen Statistik zu den
Todesopfern rechter Gewalt des Bundeskriminalamts. Eine
Langzeitrecherche der ZEIT zeigt, dass seit der deutschen
Wiedervereinigung 1990 mindestens 203 Menschen von rechtsmotivierten
Tätern ermordet worden sind. In den offiziellen Statistiken werden
hingegen nur 117 rechtsmotivierte Morde aufgeführt. In den
1990er-Jahren, den sogenannten "Baseballschlägerjahren", geschahen
besonders viele solcher Morde, 99. Doch auch seit 2010 kamen weitere 46
Menschen durch Täter von rechts ums Leben. In jüngster Zeit gibt es
genauso noch Lücken in den offiziellen Statistiken. Wie kann das sein?
Darüber spricht der für die Recherche mitverantwortliche Autor im
Ressort Investigative Recherche und Daten der ZEIT Martín Steinhagen.Und sonst so? Dänemark geht gegen Deepfakes vor.
Moderation und Produktion: Elise Landschek
Redaktion: Jannis Carmesin
Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Mira Schrems
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Weitere Links zur Folge:
Grenzkontrollen: Bundesinnenminister Dobrindt lobt polnische Kontrollen
an der GrenzeGrenzkontrollen: Verkehr an Grenze zu Polen fließt trotz neuer
Kontrollen reibungslosGrenzkontrollen: Gewerkschaft der Polizei hält Grenzkontrollen für
unverhältnismäßigTodesopfer rechter Gewalt: Wieso fehlen 86 Tote in den Zahlen?
Leben im Rechtsruck: "Ich kann n…
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Update: Was Trumps Kürzungen mit der Flut in Texas zu tun haben
8 juli 2025 · 10 min
Nach schweren Sturzfluten im US-Bundesstaat Texas sind laut US-Medien
mehr als 100 Menschen gestorben, darunter mindestens 28 Kinder. Die Lage
bleibt angespannt, da auch in den kommenden Tagen mit weiteren heftigen
Regenfällen gerechnet wird. Kritik an Kürzungen beim Wetterdienst und
fehlenden Evakuierungsmaßnahmen wies das Weiße Haus zurück. Ob die
US-Behörden zu spät oder unzureichend gewarnt haben, ordnet Linda
Fischer, stellvertretende Leiterin des Wissensressorts der ZEIT, ein. Lees meerIsrael plant im Gazastreifen ein Auffanglager für rund 600.000
Palästinenser. Das als "Humanitäre Stadt" bezeichnete Camp soll während
einer möglichen 60-tägigen Waffenruhe entstehen und von internationalen
Partnern verwaltet, jedoch von der israelischen Armee gesichert werden.
Menschen, die einmal aufgenommen sind, dürfen das Gelände nicht wieder
verlassen. Die Vereinten Nationen warnten vor einer "ethnischen
Säuberung". Lea Frehse, Nahostredakteurin der ZEIT, analysiert das
Vorhaben.Außerdem im Update:
- Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat im Bundestag den
Haushaltsentwurf für 2025 verteidigt.
- Daimler Truck will in Deutschland etwa 5.000 Arbeitsplätze abbauen.Und sonst so? Kindergeschrei qua Gene.
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Redaktion: Jannis Carmesin
Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Celine Yasemin Rolle
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Weitere Links zur Folge:
Flut in Texas: Die Fluten überraschten sie im Morgengrauen
Hochwasser: US-Behörden melden mindestens 67 Tote nach Sturzflut in
TexasÜberflutung in Texas: 27 Tote im Mädchenferienlager Camp Mystic
Fluten in Texas: Warum die Fluten in Texas so tödlich waren
USA: Gouverneur warnt vor neuen tödlichen Unwettern nach Sturzflut in
TexasFlutkatastrophe in Texas: US-Präsident weist Kritik an Kürzungen beim
Wetterdienst zurückIsrael: Tumulte bei Vereidigung von israelischem Verteidigungsminister
KatzZivilbevölkerung im Gazastreifen: Israel Katz will Hundertt…
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Irma. Das Kind aus Srebrenica
8 juli 2025 · 46 min
Christine Schmitz arbeitet im Juli 1995 als Krankenschwester für Ärzte
ohne Grenzen in Bosnien. Dort wird sie Zeugin des Völkermords von
Srebrenica. Und sie erlebt einen Moment, der sie danach ihr Leben lang
begleitet. Lees meerEin junger Bosnier übergibt ihr seine einjährige Tochter, bevor er von
einem serbischen Soldaten abgeführt wird. Christine bringt das Mädchen
in Sicherheit und hilft bei der Evakuierung. In den Jahren danach fragt
sie sich: Was ist aus dem Mädchen geworden? Und was aus dem Vater?Lange bekommt sie keine Antwort auf die Fragen. Dann bekommt sie
plötzlich eine Email.Lob, Kritik und Anregungen gerne per Mail an irma@zeit.de
Moderation, Skript und Recherche: Bastian Berbner und Simone Gaul
Projektleitung: Ole Pflüger, Constanze Kainz
Produktion: Ole Pflüger, Bony Stoev
Redaktionelle Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković, Magdalena Inou,
Markus GläserSounddesign: Alexander Krause, Bony Stoev
Übersetzungen: Samra Halilović, Tanja Kosić, Lejla Krilić, Branislav
ŠovljanskiVoiceover Irma: Senita Huskić
Voiceover Mevlida: Lisa Hrdina
Bildredaktion: Michael Pfister
Fotos: Vedad Divović
Cover: Lea Dohle
Vielen Dank an Nedzad Avdić, Hans Blom, Barbara Matejčić, Hidayeta
Mujkić, Alma Mustafić, Abdurahman Omić, Miralem Smajlović, Nemanja
Stjepanović, Liesbeth ZegveldAlle Folgen von "Irma" können Sie mit einem Digital-Abo oder Podcast-Abo
der ZEIT hören. Alle Infos dazu gibt es unter www.zeit.de/podcast-irmaEin kostenloses Probeabo können Sie abschließen unter
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Sonderermittlerin spricht zu Spahns Maskenaffäre
8 juli 2025 · 11 min
Ein Bericht zur Maskenbeschaffung in der Coronapandemie wirft dem
damaligen Gesundheitsminister Jens Spahn schwerwiegende Versäumnisse
vor. Die Sonderermittlerin Margaretha Sudhof kritisiert, Spahn habe
Warnungen aus dem eigenen Ministerium ignoriert – zugunsten eines
Milliarden-Deals, bei dem ein Schweizer Unternehmen massiv profitierte.
Große Teile des Berichts wurden anfänglich geschwärzt, doch inzwischen
wurde der ungeschwärzte Bericht veröffentlicht. Es geht auch um
persönliche Kontakte von Jens Spahn und fragwürdige Entscheidungen
mitten in der Krise. Die Masken kosteten damals den Bund fast sechs
Milliarden Euro. Genutzt wurde am Ende weniger als ein Drittel, mehr als
die Hälfte der Masken musste vernichtet werden. Welche politischen
Konsequenzen drohen Spahn? Anne-Sophie Lang, Redakteurin im Ressort
Politik und Wirtschaft der ZEIT, spricht im Podcast über die
Hintergründe des Berichts und erklärt, warum bisher die Vorwürfe an
Spahn abprallen. Lees meerAfD-Abgeordnete wollen sich in Zukunft besser verhalten. Die
AfD-Fraktion im Bundestag hat sich auf einen Verhaltenskodex geeinigt.
Dieser wurde bei einer Klausurtagung der Abgeordneten in Berlin
beschlossen, wie ein Fraktionssprecher bestätigte. In dem Papier geht es
außerdem auch um "Regeln zur Prävention von Bestechlichkeit" und zum
"Ausschluss von Interessenkonflikten". Fast 21 Prozent hat die AfD bei
der letzten Bundestagswahl erreicht. Mit Blick auf eine gewachsene
Wählerschaft hatte Co-Partei- und Fraktionschef Tino Chrupalla schon
zuvor von mehr Verantwortung gesprochen und einen anderen Ton im
Parlament angekündigt. In der vergangenen Legislaturperiode hat keine
Fraktion so viele Ordnungsrufe wie die AfD bekommen: 84 an der Zahl.
Kann dieses Vorhaben gelingen, und was ist die Motivation der AfD
dahinter? Florian Eichel, Redakteur im politischen Feuilleton der ZEIT,
erklärt im Podcast, ob sich die Partei damit ins bürgerliche Milieu
vorarbeiten kann und wie sich das mit den extremistischen Inhalten
verträgt.…
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Update: Wird Musks neue Partei eine Gefahr für Trump?
7 juli 2025 · 11 min
Tesla-Chef Elon Musk will seine eigene Partei gründen. Wie der ehemalige
Berater von US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform X mitteilte,
soll die "America Party" den Menschen ihre Freiheit zurückgeben. Trump
bezeichnete die Idee als lächerlich. Auch Tesla-Aktionäre zeigen sich
nicht begeistert von den politischen Ambitionen Musks. Nach dessen
Ankündigung rutschten die Aktien in den USA um sieben Prozent ab.
Bereits vor einigen Wochen hatte Musk mit der Idee einer neuen Partei
gespielt. Grund dafür war der Bruch mit Trump: Die beiden zerstritten
sich wegen des neuen Haushaltsgesetzes, das die Staatsschulden stark
erhöhen wird. US-Korrespondentin Heike Buchter erklärt im Podcast, ob
Musks neue Partei Trump gefährlich werden könnte und warum es in den USA
so kompliziert ist, eine Drittpartei zu gründen. Lees meerDer US-amerikanische Präsident Donald Trump hält eine Einigung auf eine
Waffenruhe zwischen der Hamas und Israel noch diese Woche für möglich.
Er zeigte sich zudem zuversichtlich, dass die Hamas einer Freilassung
weiterer Geiseln zustimmen werde. Noch diesen Abend wird sich der
Präsident mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu
treffen, um über einen Deal zu verhandeln. Vor seiner Abreise nach
Washington sagte Netanjahu allerdings, dass er keiner Vereinbarung
zustimmen werde, bei der die radikal-islamistische Hamas im Gazastreifen
an der Macht bleibt. Wie realistisch ein Deal ist und worüber Trump und
Netanjahu noch sprechen werden, erklärt Politikredakteur Jan Roß.Außerdem im Update:
Der Wahlausschuss des Bundestags soll am Abend für drei neue
Bundesverfassungsrichter eine Empfehlung aussprechen. Anschließend wird
am Freitag über den ersten Richter im Plenum abgestimmt. Zuvor hatte die
Union Widerspruch gegen den Vorschlag der SPD geäußert.Und sonst so? Mit dem Buchfinder zur perfekten Reiselektüre.
Moderation und Produktion: Rita Lauter
Redaktion: Helena Schmidt
Mitarbeit: Emma Graml
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter…
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Polen startet Grenzkontrollen
7 juli 2025 · 13 min
Ab heute beginnt auch Polen mit Kontrollen an der Grenze zu Deutschland.
Die polnische Regierung reagiert damit auf die deutschen
Grenzkontrollen, die bereits seit Oktober 2023 stattfinden – allerdings
verstärkt seit Mai dieses Jahres. Denn Innenminister Alexander Dobrindt
forderte eine Verschärfung der Kontrollen, um irreguläre Migration
einzudämmen. Autofahrer und Pendler müssen sich nun auf lange
Wartezeiten und Staus an der Grenze einstellen. Warum führt Polens
Ministerpräsident Donald Tusk die Grenzkontrollen genau jetzt ein? Und
belasten die Kontrollen das deutsch-polnische Verhältnis? Diese und
weitere Fragen beantwortet ZEIT-Autorin Karolina Wigura im Podcast. Lees meerBundesweit beziehen etwa fünfeinhalb Millionen Menschen Bürgergeld.
Unter ihnen Arbeitslose, Asylbewerber, Kranke und Rentner, die auf
Grundsicherung angewiesen sind. Der Staat zahlt ihnen ihre Unterkunft,
also Miete und Heizkosten. Die Gesamtausgaben für die Unterstützung
bedürftiger Mieter lagen im vergangenen Jahr bei mehr als 20 Milliarden
Euro. 2011 waren es rund 14 Milliarden, obwohl es damals mehr Bedürftige
gab. Wieso die Ausgaben gestiegen sind, welche Rolle dabei großen
Wohnungskonzernen wie Vonovia zukommt und warum der Staat auch viel
bezahlen muss, wenn Menschen in Notunterkünften leben, analysiert
Caterina Lobenstein aus dem Dossier-Ressort der ZEIT.Und sonst so: Frühwarnsystem gegen Abschiebungen in den USA
Moderation und Produktion: Elise Landschek
Mitarbeit: Victoria Kempter, Miriam Mair
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Migration: Polen führt Grenzkontrollen zu Deutschland ein
Grenzkontrollen: Polen will vor allem Fahrzeuge mit vielen Insassen
überprüfenChristlich-Soziale Union: Dobrindt kündigt Zurückweisung von
Asylsuchenden an der Grenze anKosten der Unterkunft: Das Amt zahlt. Vonovia kassiert
Unterkunftskosten im Bürgergeld: Wo der Staat die höchsten Mieten zahlt
Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der…
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Ein Geburtstag im Zeichen der Reinkarnation
6 juli 2025 · 13 min
Vor einigen Jahren kündigte der Dalai Lama an, rund um seinen 90.
Geburtstag seine Nachfolge zu regeln. Nun ist es so weit: Am heutigen
Tag wird das Oberhaupt der Tibeter 90 Jahre alt. In einem Video kündigte
er diese Woche an, sich mit seiner Reinkarnation zu befassen. Relevant
ist seine Nachfolge nicht nur für die geistliche Welt, sondern auch für
die politische. Die Region Tibet befindet sich seit über 70 Jahren unter
chinesischer Kontrolle. Zudem möchte die chinesische Regierung die
Reinkarnation des Dalai Lama kontrollieren. Sie dürfe nur in China
erfolgen. Über die kontroverse Nachfolge des Dalai Lama, die möglichen
politischen Auswirkungen für Tibets Zukunft und die Feierlichkeiten vor
Ort berichtet Natalie Mayroth direkt aus Dharamsala. Lees meerNach einem Besuch in einem Berliner Club klagten mehrere Frauen über
Schmerzen und einen vermuteten Stich in den Oberarm. Auch eine
Volksfestbesucherin aus dem Landkreis Eichstätt berichtete von ähnlichen
Erfahrungen und Symptomen. Die Vorfälle erinnern an die Spritzenattacken
zwei Wochen zuvor auf dem Straßenfest Fête de la Musique in Frankreich.
145 Betroffene erstatteten Anzeige. Beweise für injizierte Substanzen
liegen aber noch nicht vor. Wer in Frankreich genau betroffen war,
welche Zusammenhänge es zwischen den Vorfällen geben könnte und wie hoch
die Wahrscheinlichkeit ist, dass die Spritzenattacken tatsächlich
stattgefunden haben, analysiert Henrik Rampe aus dem Arbeitsressort der
ZEIT.Und sonst so: Endlich Baden in der Seine – nach über 100 Jahren
Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger
Mitarbeit: Victoria Kempter, Miriam Mair
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Dalai Lama: Chinesische Regierung streitet mit Dalai Lama über Nachfolge
Dalai Lama: Operation Buddha-Tausch
Spritzenattacken in Frankreich: Geht unter die Haut
Zwischenfall: Spritzenattacke? Frauen in Berliner Club leicht verletzt
Attacke auf Bürgerfest?: Nadel-Attacke auf Volksfes…
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Spezial: Ist die Willkommenskultur am Ende?
5 juli 2025 · 35 min
In diesem Spezial hören Sie eine Folge unseres Schwesterpodcasts Was
Jetzt? – Die Woche. Das Video finden Sie hier. Lees meerDie Bundesregierung verfolgt in der Migrationspolitik zunehmend einen
restriktiven Kurs, der sich durch verschärfte Grenzkontrollen, die
Aussetzung des Familiennachzugs für subsidiär Schutzberechtigte und die
Streichung finanzieller Mittel für Seenotrettungsorganisationen zeigt.
Diese Maßnahmen sorgen für Kritik von Hilfsorganisationen und auch von
Altkanzlerin Angela Merkel, die den harten Asylkurs und die
Zurückweisungen an den Grenzen als rechtsstaatlich bedenklich einstuft.Trotz dieser restriktiven Maßnahmen gibt es auch Bemühungen, gezielt
Fachkräfte aus dem Ausland anzuwerben, um den Arbeitsmarkt zu stärken.
Dabei schaffen auch viele Geflüchtete mit der Zeit den Einstieg in
dringend benötigte Berufe wie Pflege, Handwerk oder Logistik. In der
öffentlichen Wahrnehmung jedoch dominieren oft negative Bilder:
Geflüchtete werden als Sicherheitsrisiko dargestellt, obwohl die
Gesamtkriminalität in Deutschland seit Jahren sinkt. Diese verzerrte
Sicht wird politisch vor allem von der AfD genutzt.Ist Migration wirklich ein Problem für Deutschlands Sozialsysteme? Wohin
steuert Deutschland mit der Migrationspolitik und wie gehen andere
europäische Länder mit den Fragen der Migration um? Das bespricht
Moderatorin Hannah Grünewald mit dem stellvertretenden Politikchef der
ZEIT, Paul Middelhoff.Redaktionsleitung & Moderation: Hannah Grünewald
Postproduktion: Simon Schmalhorst, Julian Claudi
Podcastproduktion: Markus Gläser
Redaktion & Produktion: Julian Claudi, Matthias Giordano, Lucie Liu,
Fish&ClipsSprecherin: Elise Landschek
Ressortleitung Video: Max Boenke
Technisches Konzept: Sven Wolters
Videodesign: Fabian Friedrich, Adele Ogiermann, Ulf Stättmayer, Nicolás
GroneMusik: Konrad Peschmann, soundskin
Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie
unser unser Podcastabo kostenlos testen.Und falls Sie uns nicht nur h…
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Wie die Ukraine unabhängiger werden will
5 juli 2025 · 12 min
In der Nacht auf Freitag hat Russland die Ukraine mit mehr als 500
Drohnen angegriffen. Nur etwa die Hälfte der Drohnen habe abgefangen
werden können. Am Mittwoch war bekannt geworden, dass die USA zugesagte
Waffenlieferungen an die Ukraine zurückhalten wollen. Nach eigenen
Angaben kann die Ukraine nur etwa 40 Prozent ihres Bedarfs an Waffen
selbst herstellen. Bundesaußenminister Johann Wadephul hatte am Montag
bei seinem Besuch in Kyjiw eine engere Rüstungskooperation zwischen
Deutschland und der Ukraine angekündigt. Über den Ausbau der
ukrainischen Rüstungsindustrie spricht der sicherheitspolitische
Korrespondent der ZEIT, Hauke Friederichs, im Podcast. Lees meerWegen extremer Hitze in Frankreich hat der staatliche Stromkonzern EDF
am vergangenen Sonntag das Kernkraftwerk Golfech im Süden des Landes
heruntergefahren. Das Kraftwerk benutzt Wasser aus dem Fluss Garonne zum
Kühlen. EDF wollte verhindern, dass sich der Fluss zu stark erwärmt.
Verschiedene Betreiber von Atomkraftwerken fordern, ihr Kühlwasser auch
in überhitzte Gewässer ableiten zu dürfen, um die Kraftwerke nicht
herunterfahren zu müssen. Was bedeutet das für die Umwelt? Und wie
wirken sich die Abschaltungen von Atomkraftwerken und Stromausfälle auf
die Energieversorgung aus? Darüber spricht in Frankreich Annika Joeres.Und sonst so? Pinkeln auf der Tour de France.
Moderation und Produktion: Erica Zingher
Redaktion: Hannah Grünewald
Mitarbeit: Victoria Kempter, Mira Schrems
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Ukrainekrieg: USA stoppen teilweise Waffenlieferungen an Ukraine
Kyjiw: Ukraine meldet schwerste nächtliche Angriffe seit Kriegsbeginn
Liveblog: Russischer Krieg gegen die Ukraine: Ukraine und Russland
tauschen erneut Gefangene ausHitzewelle: Frankreich fährt wegen extremer Hitze Kernkraftwerke
herunterAtomenergie: Stimmt das eigentlich, dass eine Rückkehr zur Atomkraft
sinnvoll wäre?Atomausstieg: Atomkraft? Ich weiß es doch auch n…
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Update: Warum die Wälder in Ostdeutschland häufiger brennen
4 juli 2025 · 10 min
Bedingt durch die Sommerhitze der vergangenen Tage kam es in vielen
Regionen Deutschlands zu Waldbränden. Obwohl die heiße Sommersaison
gerade erst begonnen hat, ist 2025 nach Angaben des Europäischen
Waldbrandüberwachungssystems (EFFIS) schon jetzt das heftigste
Brandjahr. Bis Anfang Juli kam es bereits zu 28 Feuern, bei denen mehr
als 5.200 Hektar in Flammen aufgingen. Am schlimmsten ist die Situation
in Ostdeutschland. Obwohl es deutlich abgekühlt hat, brennen die Wälder
weiter. Der größte Waldbrand im sächsischen Gohrischheide ist noch nicht
gelöscht. Mindestens 600 Hektar Wald sind betroffen. Warum gerade
Ostdeutschland so anfällig für Waldbrände ist, wie genau Waldbrände
entstehen und ob man sie im Voraus verhindern kann, erklärt August
Modersohn aus dem Büro der ZEIT in Leipzig. Lees meerIm Krieg zwischen Israel und der Hamas haben die Vermittler USA, Ägypten
und Katar einen neuen Vorschlag für eine 60-tägige Waffenruhe vorgelegt.
Während Israel den "notwendigen Bedingungen" laut US-Präsident Donald
Trump bereits zugestimmt hat, steht eine finale Antwort der Hamas bisher
aus. Nun berichten der Hamas nahestehende Medien, dass auch die
Terrororganisation den Vorschlag prüfen wolle. Die genauen Bedingungen
des Deals sind jedoch noch unklar.Außerdem im Update: Heute Abend findet in der Schweiz das EM-Spiel der
deutschen Frauen-Fußballnationalmannschaft gegen Polen statt. Die
Chancen auf einen Sieg gegen Polen stehen gut. Warum die deutschen
Sportlerinnen die Fußballkrise beenden könnten, erklärt Oliver Fritsch
aus der Sportredaktion der ZEIT im Podcast.Was noch? Ein Konzert zum Einschlafen
Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger
Redaktion: Hannah Grünewald
Mitarbeit: Miriam Mair
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Weitere Links zur Folge:
Waldbrände: Es droht ein "Zeitalter des Feuers"
Waldbrandgefahr in Deutschland: Warum es in Deutschland jetzt schon so
viel brenntSachsen und Brandenburg: Waldbrand in Gohrischheide …
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Wie Trumps Gesetzespaket die soziale Ungleichheit verschärft
4 juli 2025 · 11 min
US-Präsident Donald Trump plant, sein Gesetzespaket "Big Beautiful Bill"
(BBB) am Unabhängigkeitstag der USA zu unterzeichnen. Der Entwurf sieht
Steuersenkungen vor. Profitieren könnten vor allem Unternehmen und
Wohlhabende. Finanziert werden soll das unter anderem durch Kürzungen
bei Sozialprogrammen wie Medicaid und Lebensmittelhilfen. Dadurch
könnten bis zu zwölf Millionen Amerikaner ihre Krankenversicherung
verlieren. Trotz parteiinterner Konflikte wurde das Gesetz bereits im
Senat verabschiedet. Heike Buchter ist Finanz-Korrespondentin für DIE
ZEIT in New York. Im Podcast ordnet sie ein, welche Auswirkungen der
Entwurf hat und welche Absichten Donald Trump damit verfolgt. Lees meerDie neue Bundesregierung aus Union und SPD verändert den Kurs der
Umwelt- und Klimapolitik deutlich. Maßnahmen wie die geplante
Gasförderung vor Borkum, die Senkung des Gaspreises oder der Verzicht
auf eine Erhöhung der Luftverkehrssteuer stoßen auf Kritik. Trotz
Hitzeperioden und spürbaren Klimafolgen gebe der Koalitionsvertrag keine
klare Antwort auf die Frage, wie eine schwarz-rote Umweltpolitik
aussehen könnte, sagt Petra Pinzler, Korrespondentin der
Hauptstadtredaktion der ZEIT. Sie analysiert im Podcast, was das für
langfristige Probleme für Natur und Gesellschaft mit sich bringen
könnte.Und sonst so? Rentner baut Schwimmbad
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Redaktion: Elise Landschek
Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Celine Yasemin Rolle
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Weitere Links zur Folge:
Big Beautiful Bill: Donald Trumps Verrat an seiner Basis
Donald Trumps Haushaltsgesetz: Ein "großes, schönes Gesetz". Für die
ReichenSteuersenkungs- und Ausgabengesetz: Trumps Steuergesetz nimmt erste
Hürde im US-SenatUSA: Wo die Big Beautiful Bill Sozialkürzungen vorsieht
Krankenversicherung in den USA: Kranke Reaktion, krankes System
USA: Elon Musk droht Trump mit Gründung einer eigenen Partei
USA: US-Senat billigt Donald Trumps Haushalts…
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Update: Die Stromsteuer – ein Wortbruch?
3 juli 2025 · 11 min
Kleinbetriebe und Privathaushalte werden bei der Stromsteuer nun doch
nicht entlastet. Das hat der Koalitionsausschuss, bestehend aus
Vertretern von CDU/CSU und SPD, am Mittwochabend entschieden. Begründet
wird die Entscheidung mit fehlendem Geld: Die etwa 5,4 Milliarden Euro
seien aktuell nicht vorhanden. Für große Unternehmen soll die
Stromsteuer aber wie geplant gesenkt werden. Hat die Union damit ihr
Wahlversprechen gebrochen? Diese und weitere Fragen beantwortet
Ferdinand Otto, Politikredakteur der ZEIT. Lees meerBundeskanzler Friedrich Merz ist für seine "Zirkuszelt"-Aussage
bezüglich der Regenbogenfahne am Bundestag vielfach kritisiert worden.
Der LSVD+ – Verband Queere Vielfalt sprach von einer "Entgleisung",
queere Sichtbarkeit sei kein "Zirkus". Auch von SPD, Grünen und Linken
kam Kritik. In der TV-Sendung "Maischberger" am Dienstagabend hatte Merz
das Hissen der Regenbogenfahne am Bundestag unter anderem mit den Worten
abgelehnt: "Der Bundestag ist ja nun kein Zirkuszelt."
ZEIT-Politikredakteurin Mariam Lau berichtet schon länger über Friedrich
Merz und schätzt seine Äußerung ein.Der US-amerikanische Rapper Sean Combs ist in einem viel beachteten
Prozess teilweise freigesprochen worden. Die New Yorker Jury befand ihn
in den schwerwiegenden Vorwürfen der organisierten Kriminalität und
sexuellen Ausbeutung für nicht schuldig. Lediglich in zwei
Anklagepunkten bezüglich Prostitution wurde er für schuldig erklärt. Ist
der Teilfreispruch ein Rückschlag für die Rechtsprechung bei
MeToo-Fällen? Dirk Peitz, Leiter des Kulturressorts der ZEIT, hat den
Prozess beobachtet. Er spricht im Podcast über die gesellschaftlichen
Folgen des Urteils.Und sonst so? Die Stadt Köln streitet über die Umbenennung der eigenen
Spielplätze.Moderation und Produktion: Rita Lauter
Redaktion: Elise Landschek
Mitarbeit: Benjamin Probst
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.Weitere Links zur Folge:
Urteil im P…
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Die tödliche Suche nach Lebensmitteln in Gaza
3 juli 2025 · 13 min
Im Gazastreifen werden bei der Ausgabe von Hilfslieferungen immer wieder
Zivilisten getötet. Laut Berichten von Medien und Hilfsorganisationen
kommen so täglich zahlreiche Menschen bei der Suche nach Nahrung um. Die
Zahl der Toten bei den Ausgabestellen steigt vor allem, seitdem die
Verteilung von der privaten Organisation Gaza Humanitarian Foundation
organisiert wird. Die Menschen nähern sich trotz der Gefahr den
Ausgaben, denn laut den Vereinten Nationen ist die komplette Bevölkerung
vom Hungertod bedroht. Yassin Musharbash vom Investigativressort der
ZEIT hat mit Kollegen zu den Todesfällen recherchiert. Im Podcast
schildert er die Lage vor Ort. Lees meerEU-Handelskommissar Maroš Šefčovič ist für Verhandlungen über die
Handelsbeziehungen mit den USA nach Washington gereist. Die Europäische
Union hat noch bis kommenden Mittwoch Zeit, um sich mit den USA auf
Zollvereinbarungen zu einigen – sonst drohen pauschal Zölle von 50
Prozent auf EU-Güter, die in die USA verkauft werden. US-Präsident
Donald Trump setzt Zölle immer wieder als Druckmittel ein, um seiner
Meinung nach ungleiche Handelsbeziehungen zugunsten der USA neu zu
verhandeln. In den aktuellen Verhandlungen mit der EU sind Zölle von
zehn Prozent auf alle EU-Güter im Gespräch. Im Gegenzug erhoffen sich
die Europäer Ausnahmen bei strategisch wichtigen Produkten, etwa
Pharmazeutika, Alkoholika, Halbleitern und Verkehrsflugzeugen. Ob die
pauschalen Zölle von zehn Prozent der europäischen Wirtschaft schaden
würden und ob die Ausnahmewünsche der EU bei Trump eine Chance haben,
beantwortet Uwe Jean Heuser, Weltwirtschaftskorrespondent der ZEIT.Und sonst so? Der Beijing Bikini: hitze- und bauchfrei in China
Moderation und Produktion: Rita Lauter
Redaktion: Jannis Carmesin
Mitarbeit: Susanne Hehr, Benjamin Probst
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.Die Ausschreibung für das Volontariat der ZEIT
Weitere Links zur Folge:
Gaza: "Ich muss …
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Update: Ein neues Klimaziel aus Brüssel
2 juli 2025 · 8 min
Die EU-Kommission hat in Brüssel ein neues Zwischenziel auf dem Weg zur
angestrebten Klimaneutralität bis 2050 vorgestellt. Demnach sollen die
Treibhausgasemissionen bis 2040 um 90 Prozent gegenüber 1990 gesenkt
werden. Ein Teil davon soll durch international anerkannte
Klimazertifikate kompensiert werden dürfen. Innerhalb der EU ist der
Vorschlag jedoch umstritten. Die Bundesregierung plant außerdem, Mittel
aus dem Klima- und Transformationsfonds für die Subventionierung von
Erdgas zu verwenden. Was das für die Klimapolitik bedeutet, ordnet
Stefan Schmitt, Redakteur des Wissensressorts der ZEIT, ein. Lees meerDie USA setzen einen Teil der bereits zugesagten Waffenlieferungen an
die Ukraine aus. Grund dafür sind laut dem US-Verteidigungsministerium
niedrige Waffenbestände im eigenen Militär. Betroffen sind vor allem
Luftabwehrraketen und andere Präzisionswaffen. Der ukrainische Präsident
Wolodymyr Selenskyj hatte bereits im Juni vor den Folgen gewarnt,
sollten die USA ihre Hilfen einstellen. Olivia Kortas ist
ZEIT-Korrespondentin in der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw. Im Podcast
analysiert sie, welche Folgen das für die Verteidigungsfähigkeit der
Ukraine hat.Außerdem im Update: In mehreren Städten protestieren Taxifahrer gegen
die Konkurrenz wie Uber und Bolt. Die Taxi-Branche fordert, auch für
diese Anbieter Mindestpreise festzulegen. Uber und Bolt lehnen das ab
und warnen vor Nachteilen für Verbraucher.Und sonst so? Böllerverbot in den Niederlanden
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Redaktion: Jannis Carmesin
Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Europäische Energiewirtschaft: EU-Kommission erlaubt subventionierten
IndustriestrompreisKlimaneutralität: Glauben Sie, Deutschland wird bis 2045 klimaneutral?
Studie: CO₂-Emissionen in Deutschland gegenüber 1990 fast halbiert
Klimapolitik: EU-Kommission will 90 Prozent weniger Emissionen bis 2040
CO₂-Zertifikate: Die Klim…
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Flexibler arbeiten bei Hitze
2 juli 2025 · 12 min
Angesichts der aktuellen Hitzewelle warnen Meteorologen vor den
zunehmenden gesundheitlichen Risiken durch hohe Temperaturen. Laut der
Bundesagentur für Arbeit sind vor allem Beschäftigte im Baugewerbe, der
Landwirtschaft und der Logistik betroffen, aber auch überhitzte Büros
stellen eine Belastung dar. Vor diesem Hintergrund plädiert
ZEIT-Redakteurin Isabel Fisch für eine bessere "Work-Wetter-Balance",
die es ermöglicht, an heißen Tagen flexiblere Arbeitszeiten zu nutzen.
In Ländern wie Neuseeland oder Spanien ist dieses Modell bereits
etabliert. Im Podcast erklärt sie, wie eine solche Anpassung auch in
Deutschland funktionieren könnte. Lees meerIm ersten Koalitionsausschuss der schwarz-roten Bundesregierung steht
neben der Migrationspolitik auch die umstrittene Stromsteuer auf der
Agenda. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) plant derzeit eine
Entlastung ausschließlich für Unternehmen. Private Haushalte würden
entgegen den Vereinbarungen im Koalitionsvertrag vorerst leer ausgehen.
Verbraucherschützer und Handelsverbände fordern Bundeskanzler Friedrich
Merz (CDU) auf, die Entlastung auf alle Verbraucher auszuweiten. Ob sich
die Koalition bei der Stromsteuer einigen kann, analysiert Ferdinand
Otto, Politikredakteur der ZEIT.Und sonst so? Die Fußball-EM der Frauen beginnt.
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Redaktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Susanne Hehr, Celine Yasemin Rolle
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Wetter: Hitzewelle bringt Temperaturen von fast 40 °C
Gesundheit bei Hitze: Statistiker: Hitze fordert jährlich rund 22 Tote
Arbeitsschutz: Arbeitsschutz bei Hitze – Ministerium gibt Tipps
Hitze in Deutschland: So rettet man Menschenleben
Hitze: Das passiert bei Hitze in unserem Körper
Arbeiten bei Hitze: Mehr Sonnenstunden für alle!
Frühe Hitzetage: Spanien: August-Hitze schon im Mai
Koalitionsausschuss: Spitzen von Schwarz-Rot wollen Programm bis Sommer
beschließenBundesregierung: Frei …
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Update: Neue Hoffnung auf ein Kriegsende in Gaza?
1 juli 2025 · 12 min
Israel hat ein baldiges Ende des Gazakriegs in Aussicht gestellt. Wie
der israelische Außenminister Israel Katz am Montagabend verkündete,
soll der Einsatz der israelischen Armee in Gaza bald abgeschlossen
werden. Die jüngste Offensive hat laut dem israelischen Armeechef Eyal
Zamir "bald die von der Regierung definierten Grenzen" erreicht – Israel
kontrolliere mittlerweile drei Viertel des Gazastreifens. Auch
US-Präsident Donald Trump rechnet in der kommenden Woche mit einer
Feuerpause. Nahost-Korrespondentin Steffi Hentschke fasst im Podcast
zusammen, wie die Chancen auf einen Waffenstillstand stehen und was ein
Kriegsende für die Menschen in Gaza bedeuten würde. Lees meerIm türkischen Izmir sind 120 Stadtverwaltungsmitarbeiter der
Oppositionspartei CHP festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft
ihnen Korruption vor. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur
Anadolu befanden sich unter den Festgenommenen auch ranghohe Politiker
der CHP. Deren Vizechef Murat Bakan bezeichnete das Vorgehen als
“politisches Manöver" gegen die Partei. Die CHP steht seit Monaten unter
politischem und juristischem Druck: Bei den jüngsten landesweiten
Kommunalwahlen lag die derzeit größte Oppositionspartei deutlich vor der
Regierungspartei AKP. Wegen angeblicher illegaler Machenschaften ließ
der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan bereits den Bürgermeister
von Istanbul und prominenten Oppositionspolitiker Ekrem İmamoğlu
festnehmen und kündigte weitere Schritte gegen die Partei an. Warum die
Verhaftungswelle gerade jetzt kommt und was sich Erdoğan davon erhofft,
erklärt Marion Sendker, Korrespondentin aus Istanbul.Außerdem im Update:
Polen will Grenzkontrollen zu Deutschland und Litauen einführen. Laut
Regierungschef Donald Tusk sollen die Maßnahmen am kommenden Montag in
Kraft treten, um den “unkontrollierten Strom von Migranten” zu
begrenzen. Damit reagiert Polen auf die von Bundesinnenminister
Alexander Dobrindt (CSU) Anfang Mai eingeführten verschärften
Grenzkontrollen.…
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Kipppunkte: Risiko oder Rettung fürs Klima?
1 juli 2025 · 12 min
Der grönländische Eisschild schmilzt durch die Erderwärmung. Dabei sinkt
seine Oberkante in wärmere Luftschichten und der Schwund beschleunigt
sich von selbst, irgendwann ist die Veränderung unumkehrbar. Ein solches
sich selbst verstärkendes Ereignis bezeichnet die Klimaforschung als
"Kipppunkt". In Exeter, im Südwesten Englands, findet eine globale
Kipppunkt-Konferenz statt. Forschende sprechen dort über Risiken, aber
auch über sogenannte positive Kipppunkte. Toralf Staud, freier Autor für
ZEIT ONLINE und DIE ZEIT, ist bei der Konferenz und hat zu dem Thema
Kipppunkte ein Buch geschrieben. Im Podcast erklärt er, was alles hinter
dem Begriff steckt und wie es gelingen kann, mehr positive Kipppunkte
auszulösen. Lees meerOffiziell gilt der Krieg zwischen dem Iran und Israel als beendet. Im
Land selbst richtet sich die Repression nun vor allem gegen kritische
Stimmen und religiöse Minderheiten. Augenzeugen berichten von mehreren
Hinrichtungen, Hunderten Festnahmen und dem Vorwurf der Spionage.
Besonders stark im Visier: Jüdinnen und Juden sowie Mitglieder der
Glaubensgemeinschaft der Bahai. Omid Rezaee, Volontär bei ZEIT ONLINE,
schreibt über die aktuelle Lage im Iran. Im Podcast analysiert er, warum
ausgerechnet religiöse Minderheiten zur Zielscheibe werden.Und sonst so? In Frankreich kommt das Rauchverbot im öffentlichen Raum.
Moderation und Produktion: Elise Landschek
Redaktion: Pia Rauschenberger, Constanze Kainz
Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Konstantin Hadži-Vuković
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Klimaschutz: Wenn Kipppunkte uns vor Kipppunkten retten
Klima-Kipppunkt: Wo ist der Point of no Return?
Nach den US-Angriffen: Iranische Beamte sprechen von geringen Schäden an
AtomanlagenAli Chamenei: Überleben ist seine stärkste Waffe
Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie
unser unser Podcastabo kostenlos testen.Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen mö…
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Update: Ringen um die Finanzierung von Entwicklungshilfe
30 juni 2025 · 10 min
Im spanischen Sevilla hat heute die vierte UN-Konferenz für
Entwicklungsfinanzierung der Vereinten Nationen begonnen. Dort soll
darüber beraten werden, wie Hilfsprogramme künftig bezahlt werden
sollen. Ziel der UN-Mitgliedsstaaten ist es, auf der Konferenz die
sogenannte Verpflichtung von Sevilla ("Compromiso de Sevilla") zu
beschließen, ein neues Abkommen zur Entwicklungsfinanzierung. Unter
Präsident Donald Trump haben die USA sich weitgehend aus der
internationalen Entwicklungszusammenarbeit zurückgezogen. Zuletzt waren
auch in anderen Ländern wie Deutschland die Ausgaben für den
Entwicklungsetat gekürzt worden. Justyna Szambelan, Senior Policy
Advisor der Welthungerhilfe, nimmt in Sevilla an der UN-Konferenz teil. Lees meerDeutschlands Außenminister Johann Wadephul ist zu seinem
Amtsantrittsbesuch in die ukrainische Hauptstadt Kyjiw gereist. "Unsere
Rüstungszusammenarbeit ist ein echter Trumpf", sagte Wadephul über die
Zusammenarbeit Deutschlands mit der Ukraine in der Waffenproduktion.
Wadephul wird bei seiner Ukrainereise zum ersten Mal von Vertretern der
Rüstungsindustrie begleitet. Inwiefern können die deutsche und die
ukrainische Seite von einer vertieften Zusammenarbeit profitieren? Denis
Trubetskoy berichtet für ZEIT ONLINE aus der Ukraine und spricht im
Podcast darüber, welche Unterstützung das Land aktuell besonders
benötigt.Was noch? Ein vergessener Teil der weiblichen Anatomie.
Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Constanze Kainz, Pia Rauschenberger
Mitarbeit: Mira Schrems
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Vereinte Nationen: UN beraten über neues Finanzierungsmodell für
EntwicklungshilfeInternationale Zusammenarbeit: 30 Organisationen warnen Regierung vor
Kürzung von EntwicklungshilfeEntwicklungszusammenarbeit: Hilfswerke warnen Bundesregierung vor
Kürzungen im Kampf gegen HungerUkraine: Wadephul kündigt in Kyjiw engere Zusammenarbeit mit der Ukraine
anLiveblog: Russisc…
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Strategiepapier der Grünen: Der Versuch einer Kurskorrektur
30 juni 2025 · 12 min
"Es gibt in Deutschland aktuell keine Mehrheit für progressive Politik"
– so lautet die ernüchternde Bilanz der Grünenfraktionsspitze in einem
neuen Strategiepapier. Auf sieben Seiten analysiert die Parteispitze,
wie es dazu kommen konnte und wie die Partei den Kontakt zu der
Wählerschaft wiederherstellen kann. Nach dem Wahlergebnis von 11,6
Prozent bei der vergangenen Wahl geht es bei den Grünen um
Kurskorrekturen – auch mit Blick auf die Bundestagswahl 2029. Laut
neusten Umfragen liegt die Linke inzwischen vor den Grünen – mit elf zu
zehn Prozent. In einer Klausurtagung wollen die Grünen die Richtung für
die kommenden Jahre festlegen. Gelingt den Grünen ein Neustart aus der
Opposition heraus? Johannes Schneider, Redakteur im Politischen
Feuilleton der ZEIT und ZEIT ONLINE, hat das Strategiepapier der Grünen
gelesen. Im Podcast analysiert er, was das Papier über den aktuellen
Zustand der Partei verrät und wie die Partei ihr Image als abgehobene
Akademikerpartei ablegen will. Lees meerSeit seinem Inkrafttreten Anfang 2023 sorgt es für Diskussionen: das
deutsche Lieferkettengesetz. Das Gesetz verpflichtet größere Unternehmen
dazu, entlang ihrer Produktionsketten auf die Einhaltung von
Menschenrechten und Umweltstandards zu achten. Die Umsetzung ist komplex
und voller bürokratischer Hürden. Nun scheint das Gesetz vor dem Aus zu
stehen. Die neue Bundesregierung aus Union und SPD plant, es
abzuschaffen und stattdessen durch eine abgeschwächte EU-Richtlinie zu
ersetzen. Bundeskanzler Friedrich Merz hat das Vorhaben im Mai
bekräftigt. Wie stehen die Unternehmen zu dieser möglichen Änderung?
Karin Finkenzeller, Autorin für ZEIT und ZEIT ONLINE, hat zum
Lieferkettengesetz recherchiert. Im Podcast erklärt sie, worum es beim
Lieferkettengesetz wirklich geht und was sein mögliches Ende bedeuten
würde.Und sonst so? Steuervorteile für Serien, die in Kalifornien gedreht
werdenModeration und Produktion: Azadê Peşmen
Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Konstantin Hadži-Vuković
Fragen, Kri…
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Wer hat jetzt in der SPD das Sagen?
29 juni 2025 · 12 min
30 Prozentpunkte Unterschied beim Wahlergebnis für den SPD-Vorsitz: Das
muss Lars Klingbeil, der von weiten Teilen seiner Partei für die schwere
Niederlage bei der Bundestagswahl mitverantwortlich gemacht wird, erst
mal verkraften. Verschiebt sich mit der 95-Prozent-Wahl von Bärbel Bas
an seiner Seite die Machtdynamik in der Partei? Außerdem steht diesem
Sonntag auf dem Parteitag die nächste inhaltliche Debatte an: Die
Delegierten diskutieren über ein mögliches Verbotsverfahren gegen die
AfD. Die Delegierten wollen die Prüfung eines solchen Schritts wohl
offiziell unterstützen. Klingbeil und Justizministerin Stefanie Hubig,
ebenfalls von der SPD, hatten sich bereits im Vorfeld dafür
ausgesprochen. Innerhalb der Partei gibt es jedoch auch vereinzelt
skeptische Stimmen. Neben der Neuwahl der Parteiführung stand auch die
inhaltliche Ausrichtung der SPD und das umstrittene "Friedensmanifest"
im Mittelpunkt. Wie mit prominenten Unterzeichnern des "Manifests"
umgegangen wird, beschreibt ZEIT-ONLINE-Politikredakteurin Eva Lautsch. Lees meerDie deutsche Wirtschaft stagniert. Die Ursachen sind sinkende
Produktivität, alternde Gesellschaften und ein gestörter Welthandel.
Zugleich wächst die Unzufriedenheit in der Bevölkerung. Doch wie
gravierend ist das Ausbleiben des Wachstums? Während Wachstumskritik
meist in Zeiten des Wohlstands aufkommt, wird immer öfter diskutiert, ob
auch ein alternatives und nachhaltiges Wachstum möglich ist. Der Ökonom
Daniel Susskind plädiert für ein Modell, das grünes Wachstum mit
technologischem Fortschritt verbindet. Entscheidend ist aus seiner
Sicht, dass politische Entscheidungen zur Wachstumsbegrenzung auch von
der Gesellschaft getragen werden. ZEIT-Wirtschaftskorrespondent Uwe-Jean
Heuser ordnet ein, wie realistisch dieser Weg zu mehr Wachstum ist.Und sonst so: Die besten Mitbringsel aus der Heimat
Moderation und Produktion: Rita Lauter
Mitarbeit: Lisa Pausch, Celine Yasemin Rolle
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zei…
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Spezial "Der Wahlkreis": Liefer-Mania – Wie die politische Mitte aus dem Loch kommen will
28 juni 2025 · 59 min
"Liefern", das ist gerade das prägende Wort in der Politik. Alle
Politiker der großen Koalition erklären, dass sie nun liefern wollen.
Aber auch die Grünen betonen, dass sie in der alten Regierung nicht
genug geliefert haben – und nun in der Opposition liefern wollen. Eine
Politik, die liefert – das soll nicht zuletzt den Aufstieg der radikalen
Rechten einbremsen. Aber was steckt hinter diesem Begriff? Welches
Menschenbild? Welche Theorie davon, wie Politik funktioniert? Lees meerIn dieser Folge von "Was Jetzt? – Der Wahlkreis" blicken unsere Hosts
Lisa Caspari, Robert Pausch und Paul Middelhoff auf das Konzept, über
das auch in der US-Politik unter dem Schlagwort Deliverism seit einiger
Zeit heftig diskutiert wird, und fragen sich: Honorieren es die Wähler
wirklich, wenn Politiker "gute Politik" machen?Moderation: Lisa Caspari
Produktion: Pool Artists
Shownotes:
Über das Scheitern des Deliverism
ZEIT-Autor Bernd Ulrich über das verkorkste Menschenbild der Politiker
der MitteEzra Klein kurz und knapp über sein neues Buch
Ein lesenswerter Text über die inhaltliche Leere der
Deliverism-DemokratenEin Text, der Deliverism als politische Strategie begründet
Was könnte an die Stelle des Deliverism treten?
Ein interessantes Gespräch von Ezra Klein mit dem Demoskopen und
Politik-Berater David ShorSie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie
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Budapest will dem Pride-Verbot trotzen
28 juni 2025 · 12 min
In Budapest wollen am heutigen Samstag Tausende für LGBTQI+-Rechte auf
die Straße gehen – trotz eines Verbots der ungarischen Polizei. Diese
hatte die Veranstaltung mit Verweis auf den Kinderschutz untersagt. Die
ungarische Verfassung verbietet nach einer Änderung Versammlungen, bei
denen nicht heterosexuelle Lebensweisen dargestellt werden. Doch die
Stadtverwaltung will sich dem widersetzen. "Diese Verbotsentscheidung
hat keinerlei Bestand", teilte der liberale Bürgermeister der
Hauptstadt, Gergely Karácsony, mit. Er möchte die Veranstaltung als
städtisches "Freiheitsfest" durchsetzen. Tausende Menschen werden
erwartet. Die rechtsnationalistische Regierung unter Viktor Orbán
schränkt seit Jahren die Rechte von queeren Menschen ein. Auch diesmal
gibt es aus dem Ausland scharfe Kritik: EU-Kommissionspräsidentin Ursula
von der Leyen forderte, das Verbot aufzuheben. Petra Thorbrietz ist
freie Publizistin und berichtet aus Budapest. Im Podcast erklärt sie,
wie das gesellschaftliche Klima für queere Menschen in Ungarn ist und
womit Teilnehmende der Parade rechnen müssen. Lees meerDie Deutsche Bahn steckt seit Jahren in einer Krise. Für das Jahr 2024
verzeichnete das Unternehmen einen Verlust von 1,8 Milliarden Euro.
Zuletzt hat der Spiegel interne Unterlagen ausgewertet und berichtet,
dass das Unternehmen mehrere Notmaßnahmen in Betracht zieht, um aus der
schwierigen Lage herauszukommen. Unter anderem sollen im Fernverkehr in
den kommenden zehn Jahren rund 21.000 Sitzplätze wegfallen. Außerdem
erwägt der Konzern, ICE-3-Züge mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis
zu 330 km/h auszumustern oder zu verkaufen. Am Donnerstagabend
widersprach die Bahn: Sie plane keine Streichung von Sitzplätzen – im
Gegenteil, die Anzahl der verfügbaren Sitzplätze solle bis 2036 steigen.
Konkrete Zahlen nannte das Unternehmen nicht. Was stimmt also? Jonas
Schulze Pals ist Mobilitätsredakteur im Wirtschaftsressort der ZEIT. Im
Podcast erläutert er, was tatsächlich hinter den Plänen der Bahn steckt.U…
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Update: Nachzug nur im Härtefall
27 juni 2025 · 12 min
Der Bundestag hat beschlossen, den Familiennachzug für Menschen mit
subsidiärem Schutzstatus auszusetzen. Der Beschluss betrifft geflüchtete
Menschen, die in ihrem Heimatland zwar nicht persönlich verfolgt werden,
aber dorthin wegen Krieg und Gewalt dennoch nicht zurückkehren können.
Sie dürfen ihre Familien nun nur noch in Härtefällen nach Deutschland
holen. Union, SPD und AfD stimmten dafür, Linke und Grüne kritisierten
den Beschluss als unmenschlich. Eigentlich schützt das Grundgesetz Ehe
und Familie ausdrücklich, ZEIT-Volontär David Will erklärt im Podcast,
ob das den Beschluss des Bundestages einschränkt oder nicht. Lees meerDer Mindestlohn soll in den nächsten Jahren erhöht werden. Das hat die
Mindestlohnkommission, die sich aus Vertretern der Arbeitgeber und
Gewerkschaften zusammensetzt, der Bundesregierung empfohlen. Demnach
soll er in zwei Schritten ansteigen: Ausgehend von den aktuellen 12,82
Euro pro Stunde soll er im Jahr 2026 zunächst 13,90 Euro und 2027 dann
14,60 Euro erreichen. Die Empfehlungen der Mindestlohnkommission werden
von der Bundesregierung in der Regel umgesetzt. Können Arbeitnehmer
damit auf eine reale Lohnerhöhung hoffen? Das beantwortet Tina Groll,
Politik- und Wirtschaftsredakteurin bei ZEIT ONLINE.Außerdem im Update: Promihochzeit und Proteste in Venedig.
Was noch? Wie viel Reality-TV in Ihnen steckt.
Moderation und Produktion: Hannah Grünewald
Redaktion: Rita Lauter
Mitarbeit: Benjamin Probst
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.Weitere Links zur Folge:
Familiennachzug: "Ich habe Angst, meine Kinder nie wiederzusehen"
Erhöhung des Mindestlohns: Die fünf größten Irrtümer über den
MindestlohnMindestlohn: 15 Euro Mindestlohn sind des Guten zu viel
Amazon-Gründer: Venedig riegelt Stadtviertel für Hochzeit von Jeff Bezos
abSie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie
unser unser Podcastabo kostenlos testen.Und falls Sie uns n…
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Die SPD ist beim Parteitag auf Seelenerkundung
27 juni 2025 · 13 min
In Berlin beginnt heute der Bundesparteitag der SPD. Bis einschließlich
Sonntag diskutieren dort 600 Delegierte unter dem Motto "Veränderung
beginnt mit uns". Vizekanzler Lars Klingbeil und Bärbel Bas sollen heute
auf dem Bundesparteitag offiziell als neue Doppelspitze der SPD gewählt
werden. Welches Profil wollen die beiden der SPD geben? Und droht der
Partei Streit in Hinblick auf das vor mehr als zwei Wochen
veröffentlichte Friedensmanifest führender SPD-Politiker, in dem diese
eine Russland-Annäherung forderten? Das erläutert der politische
Korrespondent der ZEIT Robert Pausch. Lees meerIn jüngster Zeit häufen sich Verletzungen des Völkerrechts –wie schon
die Kriege in der Ukraine und in Gaza scheint auch der Konflikt zwischen
den USA, Israel und dem Iran Teil eines größeren geopolitischen Wandels
zu sein. Staaten wie Deutschland oder Staatengemeinschaften wie die EU
halten dahingegen an der Vorstellung einer internationalen Ordnung mit
gemeinsamen Institutionen und Grundwerten fest. Wieso scheint
international zunehmend wieder das Recht des Stärkeren zu gelten? Welche
Rolle Gewalt als politisches Mittel spielt, analysiert der
außenpolitische Korrespondent der ZEIT Jörg Lau.Und sonst so? Julia Klöckners grüner Daumen
Moderation und Produktion: Mounia Meiborg
Redaktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Susanne Hehr, Mira Schrems
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Bärbel Bas und Lars Klingbeil: Zwei Aufsteiger an der Spitze
Parteitag: SPD-Politiker fordern ernsthafte Prüfung von
AfD-VerbotsverfahrenSPD-Manifest zur Außenpolitik: Eine Partei ringt mit dem Frieden
Internationales Recht: Ist Gewalt eine Lösung?
Thema: Eskalation zwischen Iran und Israel
Kritik an Friedrich Merz: Mehrere Politiker kritisieren Kanzler Merz für
"Drecksarbeit"-ÄußerungSie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie
unser unser Podcastabo kostenlos testen.Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch le…
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Update: Die Mietpreisbremse bleibt
26 juni 2025 · 10 min
Der Bundestag hat die Mietpreisbremse bis Ende 2029 verlängert. Union,
SPD und Grüne stimmten dafür, die AfD dagegen, die Linke enthielt
sich. Die Mietpreisbremse gilt in Gebieten mit angespanntem
Wohnungsmarkt und begrenzt dort die Mieten bei Neuvermietungen auf
maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete. Ausgenommen
sind möblierte und umfassend modernisierte Wohnungen sowie Gebäude, die
seit 2014 gebaut worden sind. Die Mietpreisbremse gilt seit 2015; ohne
den Beschluss wäre sie zum Jahresende ausgelaufen. Kritik kam von der
Linken, die die Maßnahme als wirkungslos bezeichnete. Caterina
Lobenstein, Redakteurin im Dossier der ZEIT, ordnet ein, was die
Entscheidung zukünftig für Mieter und Mieterinnen bedeutet. Lees meerErstmals seit Beginn der Waffenruhe zwischen Israel und dem Iran hat
sich Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei öffentlich geäußert.
In einer Videobotschaft sprach er von einem "Sieg" des Iran über Israel
und warf US-Präsident Donald Trump Selbstinszenierung vor. Chamenei
hatte sich während der israelischen Luftangriffe versteckt gehalten. Wie
stabil sein Einfluss im eigenen Land ist und welche Linie er in Bezug
auf das iranische Atomprogramm verfolgt, analysiert ZEIT-Volontär Omid
Rezaee.Außerdem im Update: Beim EU-Gipfel in Brüssel beraten Staats- und
Regierungschefs über den Ukrainekrieg, die Lage im Nahen Osten und
Europas Verteidigungsstrategie. Ein neues Verteidigungsprogramm von bis
zu 150 Milliarden Euro soll die europäische Abschreckung stärken. Zudem
diskutiert die EU ein weiteres Sanktionspaket gegen Russland.Was noch? Roboter in der Nase
Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger
Redaktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Wohnungsmarkt: Bundestag stimmt über Verlängerung der Mietpreisbremse ab
Wohnungsmarkt: Bundestag verlängert Mietpreisbremse bis 2029
Mietpreise in Deutschland: So teuer sind die Miet…