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2.000 afleveringen, van nieuw naar oud
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Update: Keine Entwarnung nach Gletscherabsturz in der Schweiz
30 mei 2025 · 9 min
Ein Gletschersturz hat Blatten, ein Dorf im Schweizer Lötschental im
Wallis, überrollt: Ein Teil des Birchgletschers brach dabei ab und
bedeckte das Dorf mit Geröll, Eis und Schlamm. Bereits einige Tage zuvor
waren Gesteinsmassen vom Kleinen Nesthorn abgebrochen und auf den
Gletscher gestürzt, der Druck verstärkte sich und führte schließlich zum
Abbruch. 90 Prozent des Dorfes sind unter Geröllmassen begraben.
Verletzt wurde niemand: Das gesamte Dorf mit seinen 300 Einwohnern wurde
bereits am 19. Mai vollständig evakuiert. Die Gefahr ist aber noch nicht
gebannt: Der Berg aus Geröll verstopft das Flussbett der Lonza. Dahinter
sammeln sich Wassermassen, die weitere umliegende Dörfer überfluten
könnten. Auch wenn die Lage nach aktuellen Einschätzungen von Experten
nicht mehr extrem bedrohlich ist, kann dennoch keine Entwarnung gegeben
werden. Welche Schutzmaßnahmen deshalb ergriffen wurden und welchen
Einfluss der Klimawandel auf den Gletschersturz hatte, beantwortetet
Sarah Jäggi, stellvertretende Leiterin des Schweizer Büros der ZEIT, im
Podcast. Lees meerFranziska Brantner, Chefin der Grünen, fordert ein Waffenembargo gegen
Israel. Ein völkerrechtswidriger Einsatz von deutschen Waffen in Gaza
müsse verhindert werden. Einen kompletten Lieferstopp von Waffen lehne
sie jedoch ab, denn Israel müsse sich gegen Angriffe weiter verteidigen
können. Außerdem forderte sie Sanktionen gegen israelische Minister und
ein strengeres Vorgehen gegen die Siedlungspolitik. Mit dieser Aussage
reagiert Brantner auf eine Kritik von Bundeskanzler Friedrich Merz. Auf
der Digitalkonferenz re:publica warf er Israel unverhältnismäßige Gewalt
vor. Brantner möchte auf dieses Statement nun Taten folgen sehen.Außerdem im Update: Der US-Sondergesandte Steve Witkoff hat laut
israelischen Medienberichten einen neuen Vorschlag für eine 60-tägige
Waffenruhe im Gazastreifen vorgelegt. Während Israels Präsident Benjamin
Netanjahu vorerst zugestimmt hat, zögert die Hamas noch.Was noch? Bei Tinder kann man je…
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Hin und Her in der US-Zollpolitik
30 mei 2025 · 11 min
Im Streit um die US-Zollpolitik gab es zwei Gerichtsurteile: Erst hat
das Bundesgericht für internationalen Handel in New York die verhängten
Importzölle der Trump-Regierung blockiert. Ein großer Teil der neu
erlassenen Zölle verstoße gegen die Verfassung, urteilte das Gericht,
binnen 10 Tagen solle die Regierung sie aufheben. Die US-Regierung ging
in Berufung und bekam prompt Recht: Das Berufungsgericht für den
Bundesbezirk Washington urteilte, die Importzölle dürften vorerst weiter
gelten. Heike Buchter, US-Korrespondentin der ZEIT in New York, ordnet
ein, welche Zölle genau von dem Urteil betroffen sind und wie es nun für
Trump und seine Zollpolitik weitergeht. Lees meerPlastik ist im Alltag überall – in der Verpackung im Supermarkt, im Auto
oder in der Spielzeugpuppe. In den Ozeanen schwimmen 263 Millionen
Tonnen Plastikmüll. Das Recycling der Überreste ist bisher weitgehend
gescheitert, nur neun Prozent der produzierten Kunststoffe werden
wiederverwertet. Der Rest wird verbrannt, deponiert oder verschmutzt die
Umwelt. Deutsche Chemikerinnen und Chemiker möchten die Situation
ändern. Sie forschen an einer neuen Recyclingmethode. Wie dieser neue
Prozess aussieht und ob das Müllproblem damit eingedämmt werden kann,
beantwortet Andreas Sentker aus dem Wissensressort der ZEIT.Und sonst so: Wie der Klimawandel die Lebensmittelpreise steigen lässt
Moderation und Produktion: Mounia Meiborg
Mitarbeit: Susanne Hehr, Miriam Mair
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.Weitere Links zur Folge:
US-Zölle: Ein Urteil, das Trump die Grundlage für viele Zölle nimmt
Handelskonflikt: US-Gericht blockiert nahezu alle Zölle der
Trump-RegierungHandel: Gericht stoppt US-Zölle – Abwarten in Berlin und Brüssel
Kunststoff: Wie werden wir das je wieder los?
Kunststoffe: Die Mikroplastik-Panik
Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie
unser unser Podcastabo kostenlos testen.Und…
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Die Krise bei den Hilfslieferungen im Gazastreifen
29 mei 2025 · 11 min
Bei der Verteilung von Hilfsgütern ist es im Gazastreifen zu Chaos
gekommen. Nach Angaben von israelischen Mediendiensten haben Tausende
Palästinenser ein Zentrum zur Verteilung von Lebensmitteln in Rafah
gestürmt. Die Mitarbeiter der neu gegründeten Gaza Humanitarian
Foundation hätten sich wegen des großen Andrangs kurzzeitig zurückziehen
müssen, US-Wachleute feuerten sogar Warnschüsse ab. Laut dem
UN-Menschenrechtsbüro ist ein Mensch bei dem Vorfall getötet worden, 47
weitere wurden verletzt. Wegen der Unruhen hat die Hilfsorganisation die
Lieferungen vorerst wieder pausiert. Wie die Situation im Gazastreifen
aussieht und warum die Gaza Humanitarian Foundation kritisiert wird,
erklärt Christian Vooren aus dem Politikressort. Lees meerDie USA setzen ab sofort Visaverfahren für ausländische Studierende aus.
Der US-Außenminister Marco Rubio wies Botschaften und Konsulate an,
vorerst keine Termine an Antragsteller für Studenten- oder Austauschvisa
zu vergeben. Laut dem Außenministerium sollen zuerst Äußerungen von
Kandidaten in sozialen Netzwerken stärker geprüft werden. Das betrifft
besonders Studierende, die Palästinensern ihre Unterstützung ausdrücken
oder Israel kritisieren. Diese können nach Angaben von
Regierungsvertretern auch trotz gültiger Aufenthaltsberechtigung
abgeschoben werden. Kritiker sehen durch die Regelung das Recht auf
freie Meinungsäußerung bedroht. Welche Konsequenzen das Vorgehen auch
für deutsche Studierende hat, die in die USA gehen wollten, weiß Julian
Schmelmer aus dem Campus-Ressort.Und sonst so? Eine historische Schatzsuche.
Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger
Redaktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Susanne Hehr, Emma Graml
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Liveblog: Krieg in Gaza: Hilfslieferungen nach Gaza werden vorläufig
ausgesetztHunger in Gaza: Das steckt hinter dem umstrittenen Hilfskonzept für den
GazastreifenGazakrieg: Palästinenser stürmen Lebensmittelverteilu…
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Update: Deutschland und Ukraine wollen gemeinsam Waffen produzieren
28 mei 2025 · 11 min
Deutschland hat der Ukraine Unterstützung bei der Raketenbeschaffung
zugesichert. Beim Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr
Selenskyj in Berlin kündigte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) eine
neue Form der militärischen Zusammenarbeit an. Konkret wollen die beiden
Länder gemeinsam Waffen ohne Reichweitenbeschränkung produzieren.
Mithilfe dieser weitreichenden Waffen könne sich die Ukraine
"vollumfänglich verteidigen, auch gegen militärische Ziele außerhalb des
eigenen Staatsgebiets", sagte Merz. Zur umstrittenen Lieferung deutscher
Taurus-Marschflugkörper wollte Merz sich dagegen nicht erneut
äußern. Was es mit der neuen Form der Unterstützung auf sich hat und
welche weiteren Vereinbarungen Merz und Selenskyj getroffen haben,
erklärt Fabian Reinbold, politischer Korrespondent von ZEIT ONLINE. Lees meerDas Bundeskabinett hat erste innenpolitische Veränderungen auf den Weg
gebracht: So kündigte Innenminister Alexander Dobrindt am Vormittag an,
den Familiennachzug für Bürgerkriegsflüchtlinge wie geplant auszusetzen.
Außerdem soll die sogenannte Turbo-Einbürgerung vollständig abgeschafft
werden, die die Ampelregierung erst im vergangenen Jahr eingeführt
hat. Durch die verschärften Regelungen will Dobrindt die Zuwanderung
nach Deutschland begrenzen. Neben der Migrationspolitik gibt es auch in
der Wohnungspolitik Veränderungen: Wie Bundesjustizministerin Stefanie
Hubig (SPD) mitteilte, soll die Mietpreisbremse bis Ende 2029 verlängert
werden; andernfalls wäre sie dieses Jahr ausgelaufen. Alle genannten
Beschlüsse müssen noch vom Bundestag und Bundesrat bestätigt werden.
Welche Themen am heutigen Mittwoch in der ersten Sitzung des
Koalitionsausschusses besprochen werden, erklärt
ZEIT-ONLINE-Politikredakteur Ferdinand Otto.Außerdem im Update:
- Das Oberlandesgericht Hamm hat die Klimaklage eines peruanischen
Landwirts zurückgewiesen. Der Mann hatte dem Energiekonzern RWE
vorgeworfen, durch seine CO₂-Emissionen zur Gletscherschmelze
beizutragen und sein Haus zu gefährd… -
Die Regierung will den Familiennachzug beschränken
28 mei 2025 · 12 min
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) will den Familiennachzug
für Geflüchtete mit eingeschränktem Schutzstatus für zwei Jahre
aussetzen. Einen entsprechenden Gesetzentwurf zur Begrenzung der
Migration bringt er am Mittwoch ins Kabinett ein. Neben dem
Nachzugsstopp soll auch die beschleunigte Einbürgerung nach drei Jahren
wieder abgeschafft werden. Härtefälle beim Familiennachzug sollen
weiterhin möglich bleiben. Kritik kommt von den Grünen und mehreren
Menschenrechtsorganisationen, die sowohl rechtliche als auch ethische
Bedenken äußern. Was der Gesetzentwurf konkret bewirken würde und welche
Folgen er für subsidiär Schutzberechtigte hätte, ordnet Lisa Caspari,
Redakteurin im Politikressort von ZEIT ONLINE, ein. Lees meerDie Golfstaaten investieren verstärkt in künstliche Intelligenz mit
Unterstützung großer US-Techkonzerne wie OpenAI, Nvidia und Amazon.
US-Präsident Donald Trump besuchte die Region im Mai gemeinsam mit über
60 Wirtschaftsvertretern und schloss milliardenschwere Abkommen. Ziel
der Golfstaaten ist es, sich als globale KI-Macht neben den USA, Europa
und China zu etablieren. Während US-Firmen von neuen Märkten
profitieren, warnen Kritiker vor dem Verlust technologischer Kontrolle.
Vor allem die enge Verbindung einiger Partner zum chinesischen Markt
sorgt für Bedenken. ZEIT-Autor Eike Kühl analysiert, was die USA von
diesen Deals haben und ob in den Golfstaaten tatsächlich eine neue
KI-Macht entstehen könnte.Und sonst so? Warum wir öfter fluchen sollten.
Moderation und Produktion: Helena Schmidt
Redaktion: Jannis Carmesin
Mitarbeit: Susanne Hehr, Celine Yasemin Rolle
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Bundesinnenministerium: Dobrindt will "Turboeinbürgerung" der Ampel
abschaffenMigration: Bundesregierung will Stopp von Familiennachzug am Mittwoch
beschließenFlüchtlinge: Dobrindt bringt Migrationsgesetze ins Kabinett
Migration: Beschleunigte Einbürgerung für gut Integrierte soll fa…
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Update: Wie weit reicht Europas Geschlossenheit gegenüber Putin?
27 mei 2025 · 11 min
Bundeskanzler Friedrich Merz hat am Dienstag am Nordischen Gipfel im
finnischen Turku teilgenommen, um gemeinsam mit den Ministerpräsidenten
von Finnland, Dänemark, Island, Norwegen und Schweden die Verteidigung
der europäischen Länder gegen Russland zu besprechen. "Wir müssen uns
auf eine lange Dauer des Krieges einrichten", sagte Merz und warf
Russland vor, sich nicht auf Verhandlungen einlassen zu wollen. Man
werde den Druck auf Putin erhöhen. Tina Hildebrandt, Leiterin des
ZEIT-Politikressorts, hat den Kanzler bei seiner Reise begleitet und
ordnet Merz' Aussagen im Podcast ein. Lees meerIm Prozess um den mutmaßlichen Terroranschlag von Solingen hat der
Angeklagte seine Tat gestanden. "Ich habe schwere Schuld auf mich
geladen. Ich bin bereit, das Urteil entgegenzunehmen", hieß es in der
Erklärung, die von seinem Verteidiger vorgelesen wurde. Wie der
Prozessauftakt abgelaufen ist und wie sich der Angeklagte dabei
verhalten hat, hat Nina Monecke beobachtet.Außerdem im Update: Am Montagabend ist in der englischen Stadt Liverpool
eine Person mit einem Auto in eine Menschenmenge gefahren. Knapp 50
Menschen wurden dabei verletzt, 27 werden im Krankenhaus behandelt. Im
Kommentar lobt Korrespondent Jochen Bittner die Kommunikation der
Behörden rund um den Vorfall.Was noch? In Tokio feiern Mülleimer vielleicht bald ihr Comeback.
Moderation und Produktion: Rita Lauter
Redaktion: Jannis Carmesin
Mitarbeit: Emma Graml
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Weitere Links zur Folge:
Friedrich Merz in Finnland: Merz weist Kritik an Aussage zu
Reichweitenbeschränkung zurückKanzler-Reisen: Von Grönland bis Finnland: Merz beim nordischen Gipfel
Terroranschlag von Solingen: Angeklagter im Solingen-Prozess gesteht
MesserangriffOberlandesgericht Düsseldorf: Prozess um Messeranschlag von Solingen mit
drei Toten beginntLiverpool: Auto fährt in Menschenmenge bei Meisterfeier des FC Liverpool
Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören?…
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Ändert Deutschland seine Israelpolitik?
27 mei 2025 · 11 min
Bundeskanzler Friedrich Merz hat das israelische Vorgehen im
Gazastreifen überraschend scharf kritisiert. "Die Zivilbevölkerung
derart in Mitleidenschaft zu nehmen, wie das in den letzten Tagen immer
mehr der Fall gewesen ist, lässt sich nicht mehr mit einem Kampf gegen
den Terrorismus der Hamas begründen", sagte Merz bei einer Veranstaltung
des WDR in Berlin. Elf Wochen lang hat Israel alle humanitären
Lieferungen nach Gaza blockiert. Die Weltgesundheitsorganisation spricht
inzwischen von "einer der schlimmsten Hungerkrisen der Welt, die sich in
Echtzeit entfaltet." Schon jetzt lebe die Hälfte der 2,1 Millionen
Menschen in Gaza in einer katastrophalen Situation. Die Bundesrepublik
hatte sich lange mit Kritik an Israels Vorgehen zurückgehalten. Warum
also jetzt diese deutlichen Worte vom Kanzler? Alice Bota,
Politikredakteurin der ZEIT, spricht im Podcast über die neue deutsche
Haltung zu Israel und wie wahrscheinlich ein Stopp der Waffenlieferungen
an Israel ist. Lees meerDeutschlands Wirtschaft steckt seit mehr als zwei Jahren in einer
Rezession – doch ausgerechnet die Politik von Donald Trump könnte
Deutschland neue Chancen eröffnen. Christian Sewing,
Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, sagte vor Kurzem: "Investoren
erkennen zunehmend die Chancen in Europa. Insbesondere in Deutschland."
Der Grund: Internationale Anlegerinnen und Anleger seien stark
verunsichert durch Trumps erratische Wirtschaftspolitik, die sich
negativ auf viele Weltregionen auswirkt. Sie suchten deshalb "nach
Sicherheit und Stabilität für ihr Kapital, nach einem alternativen
sicheren Hafen", sagte Sewing. Darin sieht er einen echten Vorteil für
Europa und Deutschland: Mit mehr als 450 Millionen Menschen ist Europa
der größte Binnenmarkt der Welt – und das klare Bekenntnis der EU zum
Freihandel macht die Region für Investoren besonders attraktiv.
Zacharias Zacharakis, Wirtschaftsredakteur bei ZEIT ONLINE, erklärt im
Podcast, wie Investoren auf Deutschland blicken und ob das eine
dauerhafte Entwi… -
Update: Frühere VW-Führungskräfte zu Haftstrafen verurteilt
26 mei 2025 · 11 min
Im Prozess um manipulierte Dieselabgaswerte hat das Landgericht
Braunschweig vier frühere VW-Führungskräfte wegen Betrugs verurteilt.
Zwei Ex-Manager müssen mehrjährige Haftstrafen antreten, zwei weitere
erhielten Bewährungsstrafen. Das Urteil fiel nach 170 Verhandlungstagen
und rund 150 Zeugenaussagen und ist noch nicht rechtskräftig. Der
Skandal wurde 2015 durch US-Behörden aufgedeckt. VW hatte illegale
Abschalteinrichtungen in Dieselautos verbaut. Weitere Verfahren gegen 31
Beschuldigte, darunter auch Ex-Konzernchef Martin Winterkorn, laufen
noch. Marcus Rohwetter ist Redakteur im Wirtschaftsressort der ZEIT. Im
Podcast ordnet er die Urteile des VW-Prozesses ein. Lees meerLaut einer Studie der Bertelsmann Stiftung fühlt sich fast die Hälfte
der 16- bis 30-Jährigen in Deutschland einsam, und das mit deutlichen
Folgen für ihr Verhältnis zur Demokratie. Einsame junge Menschen äußern
häufiger Zweifel an der Politik und fühlen sich übersehen. Sie glauben
durch eigenes Engagement nichts verändern zu können und zeigen sich
unzufrieden mit der Demokratie. Die Bertelsmann Stiftung warnt vor
wachsender Politikverdrossenheit in dieser Altersgruppe und fordert mehr
Beteiligungsangebote. Was gegen Einsamkeit helfen könnte und wie sich so
auch die Demokratie stärken ließe, analysiert der Soziologe Janosch
Schobin von der Universität Kassel.Außerdem im Update: Die Re:publica ist Europas größte Konferenz zu
digitaler Gesellschaft und findet in Berlin unter dem Motto "Generation
XYZ" statt. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz war vor Ort und
kritisierte die israelische Kriegsführung.Die Partei von Präsident Nicolás Maduro hat laut Wahlbehörde die
Regional- und Parlamentswahlen in Venezuela gewonnen. Die Opposition
wirft der Regierung Wahlbetrug vor, nachdem mehrere ihrer Politiker
vorab festgenommen wurden. Auch internationale Beobachter zweifeln eine
faire und freie Wahl an.Was noch? Stehplätze im Flugzeug
Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Helena Schmidt
Mitarbe…
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Meta trainiert KI mit Nutzerdaten – widersprechen oder nicht?
26 mei 2025 · 12 min
Ab morgen wird der Konzern Meta alle öffentlichen Nutzerdaten verwenden,
um seine KI Meta AI zu trainieren – es sei denn, man hat im Vorfeld
Widerspruch eingelegt. Dem Konzern gehören die größten sozialen
Netzwerke Facebook, Instagram und WhatsApp. Die Verbraucherzentrale
Nordrhein-Westfalen versuchte noch, Meta daran zu hindern, die Daten
deutscher Nutzer für das Training seiner KI-Modelle zu benutzen, das
Oberlandesgericht Köln lehnte den Eilantrag jedoch ab. Bereits im
vergangenen Jahr wollte Meta Inhalte europäischer Nutzer für sein
KI-Training nutzen, die zuständige irische Datenschutzbehörde stoppte
das aber. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie noch widersprechen
können, finden Sie hier. Was genau Meta vorhat und welche Kritik es am
Vorgehen des Konzerns gibt, erklärt Henrik Oerding aus dem
Digitalressort von ZEIT ONLINE. Lees meerVor zweieinhalb Jahren wurde die 22-jährige Jina Mahsa Amini im Iran
wegen eines angeblich zu locker getragenen Kopftuchs von der
Sittenpolizei festgenommen und misshandelt. Sie starb schließlich an den
Folgen und wurde zum Symbol der unterdrückten Frauen im Iran. Im ganzen
Land kam es zu massiven Protesten, die alle gewaltsam niedergeschlagen
wurden. Doch wie steht es aktuell um die Situation der iranischen
Frauen? Schwierig zu beantworten, denn lange durften internationale
Journalisten und Journalistinnen nicht einreisen. ZEIT-Redakteurin Lea
Frehse musste sieben Jahre auf ihr Visum warten, konnte aber nun in die
iranische Hauptstadt Teheran reisen. Im Podcast berichtet sie über ihre
Eindrücke vor Ort und ein Kunstmuseum, in dem das Bild einer nackten
Frau hängt.Und sonst so: mit dem Song-O-Mat Ihren Song des Jahrhunderts finden
Moderation und Produktion: Helena Schmidt
Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Miriam Mair
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.Weitere Links zur Folge:
Meta-KI: Öffentlich ist öffentlich
Meta AI: Meta will seine KI mit Ihren D…
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Der Rückbau der "Black Lives Matter Plaza"
25 mei 2025 · 12 min
Vor fünf Jahren wurde George Floyd bei einem Polizeieinsatz in
Minneapolis von einem Polizisten getötet. Sein Tod löste weltweit
Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt aus. Die Bewegung Black Lives
Matter erreichte damals große öffentliche Aufmerksamkeit und politische
Wirkung. Forderungen wie "Defund the Police" wurden breit diskutiert.
Seitdem hat sich die gesellschaftliche und politische Lage verändert.
Viele Reformpläne wurden nicht umgesetzt oder wieder zurückgenommen. Die
Unterstützung für Black Lives Matter in der US-Bevölkerung ist gesunken,
konservative und rechte Positionen haben an Einfluss gewonnen. Und die
Bewegung hat mit sich selbst zu kämpfen. Was ist von ihr geblieben und
was hat sich unter Donald Trump verändert? Darüber sprechen wir mit
ZEIT-ONLINE-Autor Lukas Hermsmeier. Lees meerBei einer Messerattacke am Hamburger Hauptbahnhof sind am Freitagabend
18 Menschen verletzt worden, vier von ihnen schwebten zweitweise in
Lebensgefahr. Laut Polizei stach eine 39-jährige Deutsche gegen 18 Uhr
offenbar wahllos auf Reisende ein. Die Tatverdächtige wurde festgenommen
und soll in eine Psychiatrie eingewiesen werden. Hinweise auf ein
politisches Motiv gibt es nicht. Der Bahnhof war zeitweise gesperrt, der
Zugverkehr wurde in der Nacht wieder aufgenommen. Seit Oktober 2023 gilt
rund um den Hamburger Hauptbahnhof ein Waffenverbot, denn die Zahl der
Messerangriffe war dort zuletzt gestiegen. Dagny Lüdemann ist
Chefreporterin Wissen bei ZEIT ONLINE. Im Podcast erklärt sie, welche
psychischen Erkrankungen in Einzelfällen zu Gewalttaten führen können
und was bei der Prävention helfen würde.Und sonst so: Die Verleihung der Goldenen Palme
Moderation und Produktion: Ole Pflüger
Mitarbeit: Mathias Peer, Celine Yasemin Rolle
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Todestag von George Floyd: Vom Zeitgeist überrannt
Prozess im Fall George Floyd: Der Schmerz geht tiefer
Polizeigewalt: Das Risiko, ein Schwarzer z…
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Spezial: Ist Russland unbesiegbar?
24 mei 2025 · 35 min
Seit mehr als drei Jahren führt Russland offen Krieg gegen die Ukraine.
Das Regime von Wladimir Putin stellt diesen Krieg in eine lange
Tradition großer russischer und sowjetischer Siege, etwa gegen das
nationalsozialistische Deutschland im Zweiten Weltkrieg oder gegen
Napoleon im Jahr 1812. Lees meerMit diesem geschichtspolitischen Schachzug leiht sich Putin
gewissermaßen etwas vom Glanz dieser vergangenen und von Russland teuer
erkauften Siege, um seine eigene Herrschaft zu legitimieren und den
Angriffskrieg in der Ukraine zu rechtfertigen – als vermeintlichen
Abwehrkampf gegen eine erneute Bedrohung Russlands durch den Westen.Hinter alledem steht der Mythos der vermeintlichen Unbesiegbarkeit
Russlands. Woher dieser Mythos stammt, darum geht es in dieser
Spezialfolge von "Was jetzt?" mit Michael Thumann. Er ist
Osteuropa-Korrespondent und Leiter des Moskauer Büros der ZEIT. Im
Gespräch mit Moses Fendel blickt Thumann sowohl auf russische Siege als
auch auf Niederlagen zurück. Und erklärt, warum eine Niederlage in der
Ukraine in seinen Augen eine Chance für Russland und seine Gesellschaft
wäre.Moderation: Moses Fendel
Produktion: Markus Gläser
Redaktion: Constanze KainzDiese Folge veröffentlichen wir zum Auftakt der sechsteiligen Serie "Die
großen Fragen unserer Zeit", die ab sofort alle zwei Wochen in der
gedruckten ZEIT erscheint: Ukraine, Nahost, Klima, Kapitalismus – wer
versteht da noch alle Zusammenhänge, Ursachen und Folgen? In sechs
Ausgaben und dieser Serie geben ZEIT-Autoren die wichtigsten Antworten.Weitere Links zu dieser Folge:
Zur Serie: "Die großen Fragen unserer Zeit"
Russland: Ohne Krieg kein Wladimir Putin
Parade in Moskau: Putin beansprucht Sowjetsieg im Zweiten Weltkrieg für
Russland80 Jahre Kriegsende: Putins Anschlag auf die gemeinsame Erinnerung
Krieg in der Ukraine: Aber das Eskalationsrisiko!
Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie
unser unser Podcastabo kostenlos testen.Und falls Sie uns nicht nur h…
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Russland plant die nächste Offensive
24 mei 2025 · 12 min
Russland spielt bei den Verhandlungen über eine Waffenruhe mit der
Ukraine auf Zeit. Gespräche in Istanbul sowie Telefonate zwischen
US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin endeten ohne
Erfolg. Das Ultimatum der Ukraine und der USA zu einem bedingungslosen
Waffenstillstand lehnt Putin weiterhin kategorisch ab. Währenddessen
deutet vieles darauf hin, dass Russlands Armee eine militärische
Großoffensive für den Sommer vorbereitet, um die Ukraine verstärkt unter
Druck zu setzen: Vor knapp einer Woche startete Russland mit 273 Drohnen
den bisher größten Drohenangriff seit Beginn des Krieges, täglich
verschieben sich Fronten und Meldungen über russische Angriffe häufen
sich. Welche strategischen Ziele Russland damit verfolgt, ob die Ukraine
dem Großangriff militärisch gewachsen ist und wie viel Unterstützung sie
aus dem Ausland erwarten kann, weiß Maxim Kireev aus dem Politikressort
der ZEIT. Lees meerDie USA unter Donald Trump befinden sich auf einem Rückschritt, was
Diversität und die Gleichstellung von Frauen angeht. Beispielsweise
dürfen US-Bundesbehörden künftig über 200 Begriffe nicht mehr in
offiziellen Dokumenten verwenden. Dazu zählen etwa "women", "female"
oder "feminism". Männlichkeitsideale werden mit einer neuen Härte
propagiert. Jedoch sind sie von klassischen Rollenbildern abzugrenzen.
Die aktuellen Entwicklungen sind eher dem Begriff Mannosphäre
zuzuordnen. Was genau man unter dem Begriff versteht, wieso die Bewegung
gerade bei jungen Männern so erfolgreich ist und welche Auswirkungen der
Trend auf die politische und gesellschaftliche Lage in Deutschland hat,
erklärt Mariam Lau, Redakteurin im Politikressort der ZEIT.Und sonst so: Warum rote Katzen besonders sind
Moderation und Produktion: Erica Zingher
Redaktion: Constanze Kainz
Mitarbeit: Mathias Peer, Miriam Mair
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.Weitere Links zur Folge:
Telefonat mit Wladimir Putin: Trump…
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Update: Trumps Kampf gegen Harvard geht weiter
23 mei 2025 · 11 min
Die US-Eliteuniversität Harvard soll keine ausländischen Studierenden
mehr annehmen dürfen. Das teilte das US-Heimatschutzministerium am
Donnerstagabend mit. Nun wehrt sich die Universität gerichtlich gegen
die Trump-Regierung. Das Verbot, internationale Studenten aufzunehmen,
sei "rechtswidrig" und verstoße "eklatant" gegen die Verfassung. Bereits
vor einem Monat kam es zum Konflikt zwischen der Uni und der
Trump-Regierung, als Forschungsgelder in Höhe von 2,2 Milliarden
US-Dollar eingefroren wurden. Die US-Regierung geht nicht nur gegen
Harvard vor. Weiteren Einrichtungen wurden Gelder gestrichen und
Kürzungen angedroht. Im Fall von Harvard begründet die Trump-Regierung
ihr Vorgehen mit einer angeblich verfehlten "Ideologie" der Universität
und Antisemitismus auf dem Campus. Welche Konsequenzen der erneute
Angriff auf Harvard für die Studierenden und die Hochschullandschaft der
USA haben wird, ob die Klage der Uni Erfolg haben wird und wie die Uni
sich noch zur Wehr setzen kann, erklärt Carlotta Wald aus dem
Wissensressort der ZEIT. Lees meerDes Weiteren will Trump nun einen Zollsatz von 50 Prozent auf Güter aus
der Europäischen Union einführen. Damit ist der Prozentsatz doppelt so
hoch wie ursprünglich angekündigt. Außerdem soll die Regelung schon ab
dem 1. Juni gelten, einen Monat früher als geplant. Der US-Präsident
begründete seine Entscheidung mit schleppenden Fortschritten in den
Handelsgesprächen mit der EU. Die EU sei hauptsächlich zu dem Zweck
gegründet worden, die USA handelspolitisch "auszunutzen", behauptete
Trump in einem Post auf seiner Onlineplattform Truth Social. Die
EU-Kommission möchte sich bislang nicht äußern, sondern ein Telefonat
zwischen EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič und US-Vertreter Jamieson
Greer abwarten.Außerdem im Update:
Die deutsche Wirtschaft ist in den ersten drei Monaten des Jahres
stärker gewachsen als erwartet. Laut dem Statistischen Bundesamt ist das
Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal um 0,4 Prozent gestiegen –
doppelt so … -
Mord in Washington: Schutz jüdischen Lebens gefordert
23 mei 2025 · 10 min
Bei einem Angriff nahe des Jüdischen Museums in Washington, D. C. wurden
am Mittwochabend, gegen 21 Uhr Ortszeit, zwei Mitarbeiter der
israelischen Botschaft erschossen. Unter den Opfern ist der
deutsch-israelische Staatsbürger Yaron Lischinsky, der seit 2022 für die
Botschaft tätig war. Auch seine Partnerin Sarah Milgrim,
US-Staatsbürgerin und ebenfalls Botschaftsmitarbeiterin, kam ums Leben.
Der mutmaßliche Täter wurde noch am Tatort festgenommen. Die
US-Behörden, darunter auch das FBI, untersuchen die Tat derzeit als
möglichen antisemitisch motivierten Angriff. Felix Klein,
Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung, ordnet ein, welche
Bedeutung die Tat für die Debatte über Antisemitismus und den Schutz
jüdischen Lebens in Deutschland hat. Lees meerUS-Präsident Donald Trump setzt in seiner zweiten Amtszeit auf
wirtschaftliche Vernetzung. Im Mittelpunkt stehen dabei weniger
politische Abkommen als private Geschäftsbeziehungen. Das international
aufgestellte Firmennetzwerk, das von seinen Söhnen Eric und Donald jr.
geführt wird, umfasst Golfanlagen, Immobilienprojekte, digitale
Währungen und Merchandise-Produkte. In Ländern wie Katar, Saudi-Arabien
und Vietnam schließt die Trump-Familie lukrative Deals, oft parallel zu
politischen Gesprächen. Ein wachsender Bereich ist außerdem der Handel
mit Kryptowährungen. Wie dieses wirtschaftliche Imperium funktioniert
und warum viele Amerikaner Donald Trump zwar für korrupt halten, es
politisch aber folgenlos bleibt, erklärt US-Korrespondentin Heike
Buchter.Und sonst so? Jugendlicher bringt Rehkitz in die Schule
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Mitarbeit: Mathias Peer, Celine Yasemin Rolle
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
USA: Zwei Mitarbeiter der israelischen Botschaft in Washington
erschossenAngriff in Washington, D. C.: Erschossener Botschaftsmitarbeiter hatte
deutschen PassWashington, D. C.: Was über den Angriff auf israelische
Botschaftsmitarbei… -
Update: Was zum Anschlag in Washington bekannt ist
22 mei 2025 · 8 min
Der israelische Außenminister Gideon Saar hat die europäischen Länder
mitverantwortlich für den Anschlag in Washington, D.C. gemacht. Dort
wurden in der Nacht auf Donnerstag zwei Mitarbeiter der israelischen
Botschaft erschossen – darunter ein Mann mit deutscher
Staatsangehörigkeit. Saar zufolge besteht eine direkte Verbindung
zwischen dem Mord und “antisemitischer und antiisraelischer
Aufstachelung”. Laut der Polizeichefin soll der Täter nach der Festnahme
den propalästinensischen Slogan “Free, free Palestine” gerufen haben.
Was über den Täter bekannt ist und ob antisemitische Angriffe in den USA
seit dem 7. Oktober 2023 zugenommen haben, erklärt ZEIT
ONLINE-Korrespondentin Johanna Roth. Lees meerIn Litauen hat die neue Brigade der Bundeswehr offiziell ihren Dienst
angetreten. Zum sogenannten Aufstellungsappell ist neben Bundeskanzler
Friedrich Merz (CDU) auch Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) in
die Hauptstadt Vilnius gereist. Dort hat Kanzler Merz den drei
baltischen Ländern die Bereitschaft Deutschlands zugesichert, sie bei
der Verteidigung zu unterstützen. Bis 2027 sollen insgesamt 4.800
Bundeswehrsoldaten dauerhaft in Litauen stationiert werden. Es ist das
erste Mal, dass die Bundeswehr eine Kampfbrigade dieser Größe dauerhaft
ins Ausland entsendet. Nach Einschätzung des
Bundesverteidigungsministeriums ist Litauen durch seine Nähe zu Russland
“der gefährdetste Staat an der Ostflanke der Nato”. Mit der Bundeswehr
soll Litauen nun besser geschützt werden. “Die Sicherheit unserer
baltischen Verbündeten ist auch unsere Sicherheit”, sagte Merz.Außerdem im Update:
Das US-Repräsentantenhaus hat die umstrittene Steuerreform von Präsident
Trump mit knapper Mehrheit gebilligt.Was noch? Das Saarland ist zurück auf den Fußballfeldern der Republik.
Moderation und Produktion: Rita Lauter
Redaktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Emma Graml
Wegen technischer Probleme musste diese Folge neu hochgeladen werden.
Wir bitten um Entschuldigung.Fragen, Kritik, Anregungen? Si…
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Kommt jetzt der Wirtschaftsboom in Syrien?
22 mei 2025 · 13 min
Vergangene Woche hat Donald Trump bekannt gegeben, die US-Sanktionen
gegen Syrien aufzuheben – jetzt zieht die EU nach. Laut der
EU-Chefdiplomatin Katja Kallas sollen die Wirtschaftssanktionen
entfallen, allerdings gelten weiterhin Sanktionen gegen Personen und
Organisationen, die Verbindungen zum Assad-Regime hatten oder für die
gewaltsame Unterdrückung des syrischen Volkes verantwortlich waren. Im
Gegenzug werde eine Politik erwartet, die alle Religionen und
gesellschaftlichen Gruppen einbezieht, sagte Außenminister Johann
Wadephul (CDU). Was die neue wirtschaftliche Freiheit für Syrien
bedeutet und ob das Land dadurch seine Wirtschaft wieder in Schwung
bringen kann, weiß Anna-Theresa Bachmann. Lees meerDie Ampelregierung hatte während ihrer Amtszeit begonnen, Klima als
Querschnittsthema zu behandeln und richtete in verschiedenen Ministerien
Klimaabteilungen ein. Die neue Regierung aus Union und SPD bewegt sich
davon wieder weg. So verordnete die neue Wirtschaftsministerin Katherina
Reiche (CDU), dass alle Angestellten der Klimaabteilung im
Wirtschaftsministerium in das Umweltministerium umziehen müssen. Dass
Umwelt- und Wirtschaftsministerium wieder zu Rivalen geworden sind, sei
eine verheerende Entwicklung, sagt Petra Pinzler. Im Podcast erklärt die
Redakteurin für Umweltpolitik, was die dringendsten Themen in Sachen
Klimapolitik sind.Und sonst so? Keine Verkehrstoten wegen Tempo 30.
Moderation und Produktion: Roland Jodin
Redaktion: Helena Schmidt
Mitarbeit: Mathias Peer, Emma Graml
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Klimaschutzpolitik: Bloß nicht "Klima" sagen
Syrien: Was ein Ende der Sanktionen für Syrien bedeutet
Syrien: EU-Staaten heben alle Wirtschaftssanktionen gegen Syrien auf
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Update: Rechtsextreme Terrorzelle plante Anschläge
21 mei 2025 · 8 min
Vier Mitglieder und ein Unterstützer der rechtsextremen Terrorzelle
"Letzte Verteidigungswelle" wurden am Morgen festgenommen. Wie der
Generalbundesanwalt mitteilte, fanden die Festnahmen in
Mecklenburg-Vorpommern, Hessen und Brandenburg statt; in Sachsen und
Thüringen laufen die Razzien noch. Die festgenommenen Männer sollen
unter anderem Anschläge auf Geflüchtete und politisch Andersdenkende
geplant haben. Was sich hinter der "Letzten Verteidigungswelle" verbirgt
und welche Ausmaße rechtsextreme Gruppen annehmen können, erklärt
Christian Fuchs aus dem Investigativ-Ressort. Lees meerDie Europäische Union stellt ihr Wirtschaftsabkommen mit Israel infrage.
Laut der EU-Chefdiplomatin Katja Kallas hatte sich beim
Außenministertreffen in Brüssel eine große Mehrheit dafür ausgesprochen,
das sogenannte Assoziierungsabkommen zu überprüfen. Grund dafür ist die
katastrophale humanitäre Lage im Gazastreifen. Einige Länder der EU,
darunter die Niederlande, werfen Israel vor, sich nicht mehr an das
Grundprinzip des Handelsabkommens zu halten: die Achtung der
Menschenrechte. Israel lehnte die Vorwürfe ab und sprach von einem
"völligen Fehlverständnis der komplexen Situation".Außerdem im Update:
Der CDU-Politiker Henning Otte soll heute das Amt des Wehrbeauftragten
übernehmen. Er löst damit Eva Högl (SPD) ab, die das Amt davor fünf
Jahre innehatte. Was von Otte zu erwarten ist und welche Aufgaben auf
ihn zukommen, weiß Hauke Friederichs, sicherheitspolitischer
Korrespondent von ZEIT ONLINE.Was noch? Kater Sammy geht jeden Morgen selbst zum Tierarzt.
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Redaktion: Helena Schmidt
Mitarbeit: Emma Graml
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"Letzte Verteidigungswelle": Razzia gegen mutmaßliche
rechtsextremistische TerrorzelleRechtsextreme Jugendgruppen: Neonazi, 12, will Zecken jagen
Gazakrieg: EU will Handelsbeziehungen mit Israel überprüfen
Humanitäre Notlage: Nach Blockade: Erste …
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Wie viel Macht bekommt die AfD im Bundestag?
21 mei 2025 · 11 min
Die AfD ist die zweitgrößte Fraktion im neuen Bundestag – das stellt die
restlichen Parteien vor die Frage, wie künftig mit der AfD umgegangen
werden soll. Besonders heute wird sich entscheiden, welche Rolle der AfD
im Bundestag zukommen wird, denn die Abgeordneten wählen den Vorsitz der
ständigen Ausschüsse. Insgesamt 24 soll es davon in dieser
Legislaturperiode geben; sie sind für die Gesetzentwürfe zuständig und
arbeiten die Details der Gesetzgebung aus. Weil die AfD die zweitgrößte
Fraktion stellt, steht ihr eigentlich der Vorsitz von sechs dieser
Ausschüsse zu. Ob die AfD-Kandidaten eine Chance haben, gewählt zu
werden, und was das für die Arbeit in den Ausschüssen bedeuten würde,
weiß Fabian Reinbold, politischer Korrespondent von ZEIT ONLINE. Lees meerEntwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan hat sich gegen die Kürzungen
der deutschen Entwicklungshilfe ausgesprochen. "Ich werde für den Etat
meines Ressorts kämpfen", sagte sie in einem Interview mit dem
"RedaktionsNetzwerk Deutschland". Die weltweiten Herausforderungen wie
Hunger, Armut und Flüchtlinge beträfen auch die Sicherheit Deutschlands.
Um diese zu gewährleisten, müsse man weiterhin mehr investieren. Laut
dem Koalitionsvertrag sollen die Ausgaben für die öffentliche
Entwicklungsarbeit aber deutlich abgesenkt werden. Welche Folgen das
fehlende Geld haben könnte und warum die Länder stattdessen in
Verteidigung investieren, erklärt Klima- und Umweltkorrespondent Fritz
Habekuß im Podcast.Und sonst so? München ist die unfreundlichste Stadt Deutschlands.
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Redaktion: Ole Pflüger, Rita Lauter, Moses Fendel
Mitarbeit: Mathias Peer, Emma Graml
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Politische Debatte über die AfD: Und täglich grüßt die Opferrolle
Haushaltsberatungen: Entwicklungsministerin Alabali-Radovan will sich
für Etat einsetzenEntwicklungspolitik: Sie wollen bei den Ärmsten sparen
Hilfsorganisationen: Wer …
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Update: Memorandum statt Waffenruhe für die Ukraine
20 mei 2025 · 11 min
Über zwei Stunden haben US-Präsident Donald Trump und Russlands
Staatschef Wladimir Putin telefoniert. Danach teilten beide Seiten mit,
das Gespräch sei "exzellent" und "nützlich" verlaufen. Ein sofortiger
Waffenstillstand, wie ihn die Ukraine und westliche Staaten fordern,
wurde jedoch nicht vereinbart. Stattdessen schlugen Donald Trump und
Wladimir Putin vor, ein gemeinsames Memorandum auszuarbeiten, in dem
Prinzipien für eine mögliche Konfliktlösung festgehalten werden sollen.
Die Umsetzung soll in direkten Gesprächen zwischen Russland und der
Ukraine erfolgen. Eine konkrete Waffenruhe ist darin nicht fest
verankert, sondern lediglich ein Teil umfassender und langwieriger
Friedensverhandlungen. Michael Thumann ist außenpolitischer
Korrespondent der ZEIT. Im Podcast ordnet er ein, was von dem Memorandum
zu erwarten ist und wie es mit den Friedensverhandlungen weitergehen
könnte. Lees meerNach über drei Jahren Verhandlungen hat die Weltgesundheitsversammlung
der WHO-Staaten einen Pandemievertrag verabschiedet. Das Abkommen soll
dazu beitragen, dass die Staaten bei künftigen Gesundheitskrisen besser
vorbereitet sind und enger zusammenarbeiten. Der Vertrag gilt
als politisches Signal, bleibt inhaltlich aber umstritten. Viele
Regelungen sind vage oder beruhen auf Freiwilligkeit. Besonders
kontrovers war die Frage, wie ärmere Länder im Ernstfall Impfstoffe und
Medikamente erhalten sollen. Der Vertrag legt fest, dass Staaten, die
neue Erreger melden, im Gegenzug Impfstoffe bekommen sollen. Dieses
System, das unter dem Namen PABS bekannt ist, wurde jedoch noch nicht
vollständig ausgearbeitet. Bevor das Abkommen in Kraft treten kann,
müssen es mindestens 60 Mitgliedsstaaten ratifizieren. Wann das
geschieht und welche Punkte im Vertrag besonders wichtig sind,
erklärt Tom Kattwinkel, Redakteur im Gesundheitsressort von ZEIT ONLINE.Außerdem im Update: Die politisch motivierte Kriminalität in Deutschland
ist im vergangenen Jahr um über 40 Prozent gestiegen. Gewalt und Hetze
seien … -
Enthüllungen über Biden: Hätte Trump verhindert werden können?
20 mei 2025 · 12 min
Ein Enthüllungsbuch über Joe Bidens Altersdegeneration legt nahe, dass
Donald Trumps Wahlsieg im vergangenen Herbst hätte verhindert werden
können, wenn die Demokraten sich für einen anderen Kandidaten
entschieden hätten. Für ihr Buch haben Jake Tapper, ein prominenter
Moderator des Fernsehsenders CNN, und Reporter Alex Thompson Gespräche
mit mehr als einem Dutzend Personen aus Joe Bidens Umfeld geführt. Auch,
als bei den US-Demokraten bereits diskutiert worden sei, dass Biden sich
aus dem Wahlkampf zurückziehen müsse, hätten ihn führende Politiker noch
in seiner Kandidatur bestärkt. ZEIT-ONLINE-US-Korrespondentin Johanna
Roth ordnet die Recherchen von Tapper und Thompson im Podcast ein. Lees meerDas Institut der deutschen Wirtschaft (IW) kommt in einer Studie zu dem
Ergebnis, dass in Deutschland deutlich weniger gearbeitet werde als in
den meisten anderen Ländern. Vor einer Woche hatte Bundeskanzler
Friedrich Merz auf dem CDU-Wirtschaftstag bereits gefordert, dass in
Deutschland wieder mehr gearbeitet werden müsse. Allerdings arbeiten so
viele Personen in Teilzeit wie nie zuvor. Das verzerrt das Ergebnis der
IW-Studie und sorgt für den Eindruck, dass die Menschen in Deutschland
weniger arbeiten würden als in anderen Ländern. Welche Parameter müsste
man betrachten, um feststellen zu können, wie viel tatsächlich in
Deutschland gearbeitet wird? Damit hat sich David Gutensohn,
der stellvertretende Arbeitsressortleiter von ZEIT ONLINE, befasst.Und sonst so? Bereit für den öffentlichen Dienst?
Moderation und Produktion: Helena Schmidt
Redaktion: Constanze Kainz
Mitarbeit: Mathias Peer, Mira Schrems
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Joe Biden: 46. Präsident der USA
Gesundheit des Präsidenten: Aus dem Tritt
USA: Joe Biden ist an Prostatakrebs erkrankt
Arbeitszeit in Deutschland: Von wegen faul!
Friedrich Merz: Bundeskanzler Merz stimmt auf "Kraftanstrengung" ein
Arbeitszeit: In der EU wird pro Woche weniger…
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Update: Israels umstrittener Plan zur Verteilung von Hilfsgütern
19 mei 2025 · 9 min
US-Präsident Donald Trump hat erneut mit dem russischen Präsidenten
Wladimir Putin telefoniert. Vor dem Gespräch hatte Trump auf der
Plattform Truth Social angekündigt, es werde darum gehen, "das Blutbad
zu stoppen, das durchschnittlich mehr als 5.000 russische und
ukrainische Soldaten pro Woche tötet". Auch mit dem ukrainischen
Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und mehreren Nato-Mitgliedern wollte
Trump im Anschluss sprechen. Zuvor hatten die Staats- und
Regierungschefs von Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Italien
mit Trump telefoniert – dabei ging es laut einem Sprecher des britischen
Premierministers Keir Starmer um "die katastrophalen Kosten des Krieges
für beide Seiten". Kurz zuvor hatten sich in Istanbul erstmals seit über
drei Jahren ukrainische und russische Unterhändler getroffen, um über
ein mögliches Kriegsende zu verhandeln. Auf mehr als einen
Gefangenenaustausch konnten sich die beiden Seiten jedoch nicht einigen.
US-Außenminister Marco Rubio drohte Moskau mit neuen Sanktionen, sollte
es keine Fortschritte in den Gesprächen geben. Lees meerErstmals seit März will Israel wieder eine Grundversorgung mit
Lebensmitteln im Gazastreifen ermöglichen. "Israel wird eine Grundmenge
an Lebensmitteln für die Bevölkerung zulassen, um sicherzustellen, dass
es im Gazastreifen nicht zu einer Hungerkrise kommt", teilte das Büro
von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Sonntag mit. Die
Entscheidung geht auf eine Empfehlung der israelischen Armee zurück.
Zuvor hatte die israelische Regierung die Lieferungen gestoppt und der
Hamas vorgeworfen, Hilfsgüter zweckzuentfremden und zur Finanzierung
ihres Kampfes zu nutzen. Gleichzeitig läuft seit Freitag eine neue
israelische Großoffensive. Premierminister Netanjahu kündigte an, Israel
wolle künftig die vollständige Kontrolle über den Gazastreifen
übernehmen. Was an den Vorwürfen gegen die Hamas dran ist und warum
Israel sich nun doch für eine humanitäre Öffnung entschieden hat,
erklärt im Podcast Yassin Musharbash, Redakte… -
Israels Großoffensive in der Kritik
19 mei 2025 · 12 min
Am vergangenen Freitagabend hat Israel seine Ankündigung wahr gemacht
und eine neue militärische Großoffensive im Gazastreifen begonnen.
Volker Türk, Chef des UN-Menschenrechtskommissariats, setzte Israels
Vorgehen am Wochenende mit "ethnischen Säuberungen" gleich. Über die
jüngsten Entwicklungen in der Region spricht Jannis Carmesin im
Nachrichtenpodcast mit dem Autor Ofer Waldman. Er leitet ab Sommer das
Büro der Heinrich-Böll-Stiftung in Tel Aviv. Lees meerVor einem Jahr ging in Deutschland das Video aus einer Bar auf der Insel
Sylt viral. Eine Gruppe junger Partygäste singt darauf
ausländerfeindliche Parolen auf die Melodie des Party- und Sommerhits
"L'amour toujours" von Gigi D'Agostino. Alisa Schellenberg aus dem
Politischen Feuilleton der ZEIT zieht Bilanz, was von der folgenden
Debatte geblieben ist – und worin sie ein mediales und
gesellschaftliches Versäumnis erkennt.Und sonst so: Was uns Barbie-Füße über die Emanzipation der Frau
verraten.Moderation und Produktion: Jannis Carmesin
Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Miriam Mair
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Hinweis: Die Folge wurde am 19.5.2025 um 9:20 Uhr aktualisiert und neu
hochgeladen. Dabei wurde der Hinweis auf die geplante Wiederaufnahme von
Hilfslieferungen für Gaza ergänzt und ein missverständliches indirektes
Zitat korrigiert.Weitere Links zur Folge:
Gazastreifen: Israelische Armee startet neue Großoffensive
Großoffensive in Gaza: Das schlimmste aller Szenarien
Die Lage im Überblick: Neues System für Verteilung von Hilfsgütern in
Gaza geplantRassismus: Empörung über Video mit rassistischen Gesängen auf Sylt
Ausländerfeindliche Gesänge auf Sylt: "Ich würde Sie bitten, nicht mehr
auf dieser Nummer anzurufen"Rassistisches Sylt-Video: Ich würde ja gern widersprechen, leider bin
ich so selten auf SyltVerdacht der Volksverhetzung: Staatsanwaltschaft beendet nach
rassistischem Sylt-Video ErmittlungenSie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? H…
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Polen vor der Wahl: Reform oder Rückschritt?
18 mei 2025 · 12 min
Am Sonntag wählt Polen ein neues Staatsoberhaupt. Zwei Politiker gelten
als Favoriten: der Warschauer Oberbürgermeister Rafał Trzaskowski vom
liberalkonservativen Lager des Regierungschefs Donald Tusk sowie der
Historiker Karol Nawrocki von der oppositionellen nationalkonservativen
PiS. Acht Jahre lang hatte zuvor die PiS-Partei mit absoluter Mehrheit
regiert – das Justizsystem geschwächt, Medien gleichgeschaltet und ganze
Regionen zu sogenannten LGBT-freien Zonen erklärt. Seit Oktober 2023 ist
Donald Tusk zurück an der Regierungsspitze, mit dem Versprechen, das
Land grundlegend zu reformieren. Doch ob ihm das gelingt, hängt
entscheidend vom Ausgang der Präsidentschaftswahl ab. Der amtierende
Präsident Andrzej Duda, ein PiS-Verbündeter, darf nicht mehr antreten.
Was diese Wahl für Polen und für Europa bedeutet, erklärt Alexander
Kauschanski, Politikredakteur bei ZEIT ONLINE. Er beobachtet die Wahl
und berichtet im Podcast, wer die aussichtsreichsten Kandidaten sind und
wie die Menschen in Polen auf den Reformprozess von Tusk blicken. Lees meerDie neue Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche will für
Deutschlands Energiesicherheit Dutzende neue Gastkraftwerke bauen
lassen. Der Neubau der Gaskraftwerke soll eine Versorgungsleistung von
insgesamt 20 Gigawatt sicherstellen. Doch der Plan ist nicht ganz neu:
Bereits ihr Vorgänger Robert Habeck hatte als Bundeswirtschaftsminister
ähnliche Vorhaben. Damals blockierte die Union den Vorschlag im
Bundestag – es bräuchte mehr Kraftwerke als von dem Grünenpolitiker
geplant. Jetzt steht der Ausbau wieder auf der Agenda, aber er bleibt
umstritten: Wie klimafreundlich können Gaskraftwerke überhaupt sein? Und
ist das wirklich der beste Weg, um das Stromnetz stabil zu halten, oder
gibt es andere Lösungen? Antworten darauf hat Anja Stehle,
Wirtschaftsredakteurin bei ZEIT ONLINE.Und sonst so? Amtseinführung von Papst Leo XIV
Moderation und Produktion: Helena Schmidt
Mitarbeit: Mathias Peer, Konstantin Hadži-Vuković
Fragen, Kritik, …
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Spezial "Der Wahlkreis": Draußen wow, drinnen uff
17 mei 2025 · 54 min
Seit seinem holprigen Start bei der Kanzlerwahl ist Friedrich Merz viel
im Ausland unterwegs gewesen. In Kyjiw, Paris und Brüssel freut man sich
darüber, dass Deutschland wieder politisch handlungsfähig ist. Doch kann
“Außenkanzler” Merz wirklich die hohen Erwartungen erfüllen, die er im
Wahlkampf geweckt hat? Zum Beispiel, was die Lieferung schwerer Waffen
an die Ukraine betrifft? Und kann es sein, dass die neue
Migrationspolitik von Schwarz-Rot am Ende vor allem aus Symbolen
besteht? Lees meerIn einer neuen Podcastfolge von “Was Jetzt – Der Wahlkreis” diskutieren
Paul Middelhoff, Robert Pausch und Lisa Caspari aus den
Politikredaktionen von ZEIT und ZEIT ONLINE über sechs Thesen zur neuen
Regierung. Ist Schwarz-Rot wirklich ein “Männerladen” und wie ist Merz’
eindringlicher Appell zu verstehen, dass wir alle bitteschön viele
Überstunden machen sollen, um die deutsche Wirtschaft zu retten?Der nächste Wahlkreis erscheint am 7. Juni.
Moderation: Lisa Caspari
Produktion: Pool Artists
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Mehr als eine Präsidentschaftswahl
17 mei 2025 · 12 min
In Rumänien sind die Menschen einmal mehr aufgerufen, einen neuen
Präsidenten zu wählen. Für den morgigen Sonntag ist eine Stichwahl
angesetzt. Den ersten Durchgang Anfang Mai hat der rechtsextreme
Kandidat George Simion mit 40 Prozent der Stimmen für sich entschieden,
die absolute Mehrheit aber verfehlt. Sein Kontrahent ist der
proeuropäische, liberale Oberbürgermeister von Bukarest, Nicușor Dan.
Das Besondere an der Wahl: Sie ist eine Wiederholungswahl. Das oberste
Gericht des Landes hatte die Präsidentschaftswahl im letzten Herbst für
ungültig erklärt. Grund für die Annullierung war laut dem Gericht der
bestätigte Verdacht russischer Wahlmanipulation, auch über die Plattform
TikTok. Wie die Stimmung im Land ist und welche Folgen der Sieg des
rechtsextremen Simion für Europa hätte, analysiert die Leiterin des
Rumänien-Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung, Anna-Lena Koschig. Lees meerEs ist wieder so weit: Am heutigen Samstag findet das Finale des
Eurovision Song Contest in Basel statt. Für Deutschland tritt in diesem
Jahr das Geschwisterduo Abor und Tynna mit ihrem Song Baller an.
Begleitet wird das Musikspektakel auch in diesem Jahr von politischen
Diskussionen. Es gibt eine neue Richtlinie, nach der keine
LGBTQI+-Fahnen mehr auf der Bühne gezeigt werden dürfen, andernfalls
droht die Disqualifikation. Erlaubt ist nur noch die Nationalflagge.
Eine große Rolle spielt auch das Thema Sicherheit für die israelische
Sängerin Yuval Raphael. Im Vorfeld wurde heftig über einen Ausschluss
Israels diskutiert. Wie genau die Situation in Basel nun aussieht, was
hinter der neuen Flaggenrichtlinie steckt und wie politisch der ESC in
Wirklichkeit ist, erklärt Linda Friese, die für ZEIT ONLINE vom ESC
berichtet.Und sonst so: Ein Bergretter erzählt von seiner Arbeit.
Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Hannah Grünewald
Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Miriam Mair
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
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Update: Dobrindt setzt auf Härte in der Migrationspolitik
16 mei 2025 · 10 min
Bereits wenige Stunden nach seinem Amtsantritt kündigte
CSU-Innenminister Alexander Dobrindt verschärfte Grenzkontrollen und
Zurückweisungen von Asylsuchenden an – ein Verstoß gegen das geltende
Europarecht. Das sind aber nicht die einzigen Maßnahmen, die er umsetzen
möchte. In einer Rede im Bundestag stellte er heute sein Programm für
die kommenden vier Jahre vor. Der Innenminister möchte die Polizei und
Nachrichtendienste mit mehr Befugnissen ausstatten. “Der Werkzeugkasten”
müsse besser gefüllt sein, so Dobrindt. Polizisten und Polizistinnen
seien in der Vergangenheit zu oft unter Generalverdacht gestellt worden.
Beschwerdestellen für Sicherheitsbehörden oder eine
Kennzeichnungspflicht für Polizeibeamte will er abschaffen. Was hält die
Polizei von den Plänen? Und warum weicht Dobrindt trotz des Bruchs mit
dem Europarecht nicht von Zurückweisungen an den Grenzen ab? Die
Antworten hat David Will aus dem Politikressort der ZEIT. Lees meerIn der Türkei sprechen erstmals seit drei Jahren Vertreter aus Russland
und der Ukraine direkt miteinander. Die Leitung der Gespräche in
Istanbul übernimmt der türkische Außenminister Hakan Fidan. Russlands
Präsident Wladimir Putin ist nicht angereist. Das Hauptziel der Ukraine
bei den Verhandlungen: bedingungslose Waffenruhe und ein gerechter und
dauerhafter Frieden für das Land. Olivia Kortas, Korrespondentin der
ZEIT, berichtet aus Istanbul über den aktuellen Stand der Gespräche.Außerdem im Update: Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation
hat auch die letzte Krebsklinik in Gaza geschlossen. Das Krankenhaus
wurde durch israelische Angriffe stark zerstört. Laut der israelischen
Armee befindet sich dort ein Kommandozentrum der Hamas. Das Europäische
Krankenhaus sei “einer der letzten Rettungsanker im zerstörten
Gesundheitssystem des Gazastreifens” gewesen, so die Organisation Ärzte
ohne Grenzen.Was noch? Blitzerfoto für rasende Ente
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Redaktion: Hannah Grünewald
Mitarbeit: Miriam Mair
Alle …
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Wenn das Kilo Mehl 27 Euro kostet
16 mei 2025 · 12 min
Seit Anfang März blockiert Israel den Gazastreifen, sodass weder
Hilfsgüter noch Treibstoff oder Medikamente in das Gebiet gelangen. Die
Folge ist eine akute humanitäre Krise, und laut den Vereinten Nationen
droht eine dramatische Verschlechterung der Lage. Hilfsorganisationen
wie Ärzte ohne Grenzen warnen vor dem baldigen Zusammenbruch der
medizinischen Versorgung. Menschen im Gazastreifen berichten von
Unterernährung, fehlendem Mehl, unversorgten Wunden und Plünderungen.
Israel begründet die Blockade damit, die Hamas von Hilfsgütern
abzuschneiden. Nils Markwardt, Redakteur im Politischen Feuilleton von
ZEIT ONLINE, analysiert, wie Deutschland auf die Krise schaut. Lees meerNach ihrer Wahlniederlage bei der vorgezogenen Bundestagswahl will sich
die FDP beim Bundesparteitag in Berlin neu aufstellen. Zwei Tage lang
beraten die Liberalen über die Zukunft der Partei und wählen unter
anderem einen neuen Parteichef. Als aussichtsreicher Kandidat gilt der
bisherige Chef der Bundestagsfraktion, Christian Dürr. Ziel der Partei
ist es, bei der nächsten Bundestagswahl wieder über die
Fünf-Prozent-Hürde zu kommen. Die FDP, einst eine prägende Kraft in der
deutschen Politik, ist aktuell nur noch in der Hälfte der
Landesparlamente vertreten. Wie die FDP jetzt weitermachen will und ob
ihr ein Neuanfang gelingen kann, ordnet Ferdinand Otto aus dem
Politikressort von ZEIT ONLINE ein.Und sonst so? Die eindrucksvollsten Forschungsmomente
Moderation und Produktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Lisa Pausch, Celine Yasemin Rolle
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Israels Pläne für Gaza: Alles nur Taktik?
Liveblog: Krieg in Gaza: Israelische Armee ordnet Evakuierung von
Gebieten im Norden Gazas anHumanitäre Krise: Neues System für Verteilung von Hilfsgütern im
Gazastreifen geplantGazastreifen: "Wer Mehl hat, gilt schon als glücklich"
Ärzte im Gazastreifen: "Manchmal sind wir gezwungen, Menschen leiden und
sterben zu sehen"Hum…
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Update: Hängepartie in Istanbul
15 mei 2025 · 12 min
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bei seinem Besuch in
der türkischen Hauptstadt Ankara mit Präsident Recep Tayyip Erdoğan über
eine Waffenruhe in der Ukraine gesprochen. Die türkische Regierung hatte
eigentlich in Istanbul eine Plattform für die Gespräche zwischen der
ukrainischen und der russischen Delegation geboten. Und wenn es nach
Selenskyj gegangen wäre, hätte er dort heute Wladimir Putin zu
Verhandlungen getroffen. Allerdings sagte der russische Präsident seine
Teilnahme an den Verhandlungen ab, seine Delegation verschob die
Gespräche im heutigen Tagesverlauf wiederholt nach hinten. Unsere
Ukrainekorrespondentin Olivia Kortas ist für die Verhandlungen nach
Istanbul gereist und berichtet von den Entwicklungen vor Ort. Lees meerDie Bundesrepublik wird in Zukunft wohl mit noch weniger Geld auskommen
müssen als bisher angenommen. Das ist das Ergebnis der Steuerschätzung,
die der neue Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) in Berlin
vorgestellt hat. Die Prognose zu den Steuereinnahmen in diesem Jahr und
in den Folgejahren ist eine wichtige Grundlage für die Aufstellung des
Bundeshaushalts. Doch wie verlässlich ist die Steuerschätzung? Das
erklärt der stellvertretende Politikressortleiter der ZEIT, Mark
Schieritz.Außerdem im Update: Der Expertenrat für Klimafragen hat in Berlin seinen
Prüfbericht zur Berechnung der deutschen Treibhausgasemissionen für das
Jahr 2024 und zu den Projektionsdaten 2025 vorgestellt. Die im
Klimaschutzgesetz festgehaltene Emissionsmenge für das vergangene Jahr
2024 wurde eingehalten, auch die Erreichung der Klimaziele bis 2030 hält
der Expertenrat für realistisch. Für die Jahre nach 2030 zeichnet die
stellvertretende Vorsitzende, Klimaforscherin Brigitte Knopf, ein
düsteres Zukunftsszenario.Was noch? Altes Brot nicht verschwenden, sondern verwenden
Moderation und Produktion: Jannis Carmesin
Redaktion: Rita Lauter
Mitarbeit: Mira Schrems
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Ein Gutachten zeigt, warum die AfD rechtsextrem ist
15 mei 2025 · 12 min
Das Gutachten, das die AfD als gesichert rechtsextremistisch einordnet,
ist durch Medienberichte öffentlich geworden. Auch ZEIT ONLINE gelangte
an eine Kopie. Auf mehr als 1.100 Seiten befasst sich der
Verfassungsschutz in dem Gutachten mit der rechtsextremistischen
Gesinnung der Partei. Die Begründung für die Einstufung sei das
ethnisch-abstammungsmäßige Volksverständnis der AfD. Die frühere
Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) und ihr amtierender Nachfolger
Alexander Dobrindt (CSU) hatten das Dokument bis zuletzt unter
Verschluss gehalten. ZEIT-ONLINE-Politikredakteur Tilman Steffen hat
sich durch das Dokument gearbeitet und verrät im Podcast, was genau
darinsteht. Lees meerEigentlich wollte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj heute
Wladimir Putin in Istanbul treffen – von Angesicht zu Angesicht. Aller
Voraussicht nach wird der russische Präsident sich heute aber nicht
persönlich in Istanbul blicken lassen. Wie mehrere Medien unter Berufung
auf der russischen Regierung nahe Quellen berichten, wird Putin wohl als
Stellvertreter den Außenminister Sergej Lawrow sowie seinen langjährigen
außenpolitischen Berater Juri Uschakow als Delegation dorthin entsenden.
Selenskyj erhofft sich von den Verhandlungen eine mindestens 30-tägige
Waffenruhe. Wie aussichtsreich die Aushandlung dieses Ziels sein dürfte
und was Russland sich von dem heutigen Treffen in der Türkei erhofft,
erklärt Michael Thumann, außenpolitischer Korrespondent der ZEIT.Und sonst so? Der deutsche Computerspielpreis
Moderation und Produktion: Helena Schmidt
Redaktion: Ole Pflüger
Mitarbeit: Lisa Pausch, Mira Schrems
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Rechtsextremismus: Dobrindt prüft Veröffentlichung von
Verfassungsschutzgutachten zur AfDAfD: Gutachten sieht "verfestigte fremdenfeindliche Haltung" in
AfD-FührungAfD-Gutachten: 17 Seiten, viele Fragen
Ukrainegespräche in Istanbul: Putin soll hochrangige Delegation nach
Istanbul en… -
Update: Sabotage per Post
14 mei 2025 · 10 min
In Deutschland und der Schweiz sind drei ukrainische Männer festgenommen
worden, die im Auftrag Russlands Sprengstoffanschläge geplant haben
sollen. Nach Angaben der Generalbundesanwaltschaft wollten sie von
Deutschland aus Brand- und Sprengsätze per Post in die Ukraine schicken.
Die Pakete sollten sich während des Transports entzünden, mit dem Ziel,
die ukrainische Infrastruktur zu sabotieren. Die Ermittlungsbehörden
werfen der Gruppe geheimdienstliche Agententätigkeit vor und sehen
Verbindungen zu früheren Anschlägen – darunter ein Brand in einer
DHL-Fracht im Juli 2024 am Flughafen Leipzig.
ZEIT-ONLINE-Investigativredakteur Kai Biermann erklärt, was über die
mutmaßlichen Agenten bekannt ist. Lees meerUS-Präsident Donald Trump ist zu einer Reise durch den Nahen Osten
aufgebrochen. In Saudi-Arabien wurde er vom Kronprinzen Mohammed bin
Salman mit großem Zeremoniell empfangen. Im Zentrum der Reise stehen
Wirtschafts- und Rüstungsdeals, darunter auch ein Waffenpaket im Wert
von 142 Milliarden Dollar und die Aufhebung der US-Sanktionen gegen
Syrien. Kritiker werfen Donald Trump vor, wirtschaftliche Interessen
über Menschenrechte zu stellen und seine Außenpolitik als Geschäft zu
betreiben. Lea Frehse ist Nahostkorrespondentin der ZEIT. Im Podcast
analysiert sie, was der Besuch für den Nahen Osten und seine Wirtschaft
bedeutet.Außerdem im Update: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat in seiner
ersten Regierungserklärung angekündigt, die Bundeswehr zur stärksten
Armee Europas auszubauen. Innenpolitisch kündigte er strengere
Migrationsregeln, eine Bürgergeldreform, mehr Wohnungsbau und
langfristig 15 Euro Mindestlohn an.Was noch? Brüten mit Freunden
Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger
Redaktion: Ole Pflüger
Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle
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Anschlagspläne mit Sprengstoffpaketen: Ermittler nehmen drei mutmaßliche
Kreml-Agenten festKrieg in der Ukraine: Neue Angriffe…
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Merz' erste Rede nach dem Fehlstart
14 mei 2025 · 11 min
Bundeskanzler Friedrich Merz wird am heutigen Mittwoch seine erste
Regierungserklärung im Parlament abgeben. Es ist sein erster Auftritt
dort, nachdem er bei der Kanzlerwahl am Dienstag vergangener Woche erst
im zweiten Wahlgang die erforderliche Mehrheit an Stimmen erhalten hat.
Worum es in Merz' erster Regierungserklärung gehen dürfte und welchen
Ton er dabei treffen muss, bespricht Jannis Carmesin im
Nachrichtenpodcast mit ZEIT-Politikchefin Tina Hildebrandt. Lees meerEntgegen ihrer generellen asylpolitischen Linie hat die US-Regierung
unter Donald Trump 59 weißen Landwirten aus Südafrika Asyl gewährt.
Donald Trump erklärte, die Siedlernachfahren würden in Südafrika
diskriminiert und bezeichnete sie in der Vergangenheit auch als Opfer
eines "Genozids" – ein rechtsextremes Narrativ, dem Fachleute
widersprechen. Christian Vooren aus dem Politikressort ordnet die
Maßnahme im Podcast ein.Und sonst so? Die Dreijährige, die über sich hinauswuchs – und dann
enttäuscht wurde.Moderation und Produktion: Jannis Carmesin
Redaktion: Pia Rauschenberger
Mitarbeit: Lisa Pausch, Mira Schrems
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Friedrich Merz: Das war wirklich Rambo Zambo
Thorsten Frei: Kanzleramtschef lehnt Rentenvorschlag der
Arbeitsministerin abMigration: Bundespolizei weist laut Gewerkschaften viele Asylsuchende
zurückAsyl für Südafrikaner: Viel Mimimi und Kokolores
Landenteignungsgesetz: USA nehmen Weiße Südafrikaner als Flüchtlinge auf
US-Überblick am Morgen: Asyl für Weiße Südafrikaner, Trump verbannt
Reporter aus Air Force OneSie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie
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Update: So tief ist Deutschland gespalten
13 mei 2025 · 10 min
Eine aktuelle Studie der Berliner Forschungsgruppe Einstein Research
Unit belegt, wie stark Deutschland emotional entlang politischer Lager
gespalten ist. Die Erhebung unter mehr als 4.000 Menschen untersucht
dabei nicht nur Meinungen und Einstellungen, sondern auch emotionale
Reaktionen. Sie zeigt, dass die politische Spaltung stark auf Gefühle
wie Wut, Ablehnung und Misstrauen gegenüber Andersdenkenden beruht.
Besonders emotionalisiert sind Themen wie Asylpolitik, Klimaschutz und
die Brandmauer zur AfD. Das ZEIT-ONLINE-Datenteam hat die Ergebnisse der
Studie visualisiert. Anaïs Kaluza, Redakteurin im Gesundheitsressort von
ZEIT ONLINE, ordnet ein, wie gespalten Deutschland tatsächlich ist. Lees meerBundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat den Verein „Königreich
Deutschland“ verboten. Bei bundesweiten Durchsuchungen wurden
Vermögenswerte sichergestellt und vier mutmaßliche Anführer
festgenommen, darunter auch der selbst ernannte „König“ Peter Fitzek.
Die Gruppierung gilt als größte Organisation der Reichsbürger- und
Selbstverwalterszene in Deutschland. Nach Angaben des Innenministeriums
verstößt sie gegen die verfassungsmäßige Ordnung und fördert strafbare
Aktivitäten. Der Verfassungsschutz zählt rund 25.000 Reichsbürger in
Deutschland. Christian Parth, Redakteur im Gesellschaftsressort bei ZEIT
ONLINE, erklärt wer die Mitglieder der Gruppe sind.Außerdem im Update: Der französische Schauspieler Gérard Depardieu ist
wegen sexueller Belästigung in zwei Fällen schuldig gesprochen worden.
Ein Pariser Gericht verhängte eine 18-monatige Bewährungsstrafe und
ordnete seine Eintragung ins französische Register für Sexualstraftäter
an. Depardieu weist die Vorwürfe zurück.Was noch? Neuer Dresscode auf dem Filmfestival Cannes
Moderation und Produktion: Helena Schmidt
Redaktion: Pia Rauschenberger
Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.Weitere Links zur Folge:
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Keine echte Lösung im Zollkonflikt
13 mei 2025 · 12 min
Am Montag haben sich die Vereinigten Staaten und China nach Gesprächen
in Genf auf eine deutliche Senkung ihrer gegenseitigen Strafzölle
geeinigt. Ab dem 14. Mai sollen die Zollsätze laut US-Finanzminister
Scott Bessent für zunächst 90 Tage um jeweils 115 Punkte sinken. Damit
würden die US-Zölle auf chinesische Wahren auf 30 Prozent zurückgehen,
die chinesischen Einfuhrzölle auf US-Produkte auf rund zehn Prozent.
Noch zu Beginn von Donald Trumps Amtszeit lagen die Zölle auf beiden
Seiten bei über 120 Prozent. Nun soll die Pause genutzt werden, um
weiterzuverhandeln. Doch wie blickt China auf diesen überraschenden
Durchbruch? Amelie Richter leitet die China Redaktion von Table Media
und ist Expertin für das Land. Im Podcast erklärt sie, wie sich der
bisherige Handelskonflikt auf Chinas Wirtschaft ausgewirkt hat und ob
jetzt wirklich ein Ende des Handelsstreits bevorsteht. Lees meerAm Wochenende haben sich in ganz Deutschland Menschen auf den Boden
gelegt – bei sogenannten Liegend-Demonstrationen. Ihr Ziel war,
Aufmerksamkeit zu schaffen für eine Krankheit, über die zu wenig
gesprochen wird – ME/CFS. Rund 600.000 Menschen in Deutschland leiden
laut aktuellen Schätzungen an dem chronischen Erschöpfungssyndrom, das
oft mit Konzentrationsstörungen, Schlafproblemen und völliger
Kraftlosigkeit einhergeht. Ausgelöst werden kann ME/CFS unter anderem
durch Virusinfektionen – viele Fälle stehen im Zusammenhang mit Long
Covid. Laut einem aktuellen Bericht hat sich die Zahl der Menschen, die
daran leiden, durch die Coronapandemie verdoppelt. Jana Petersen ist
freie Journalistin bei ZEIT ONLINE und selbst an ME/CFS erkrankt. Im
Podcast spricht sie darüber, wie sich der Alltag mit der Krankheit
anfühlt und was sich politisch und medizinisch dringend ändern muss.Und sonst so? Weniger telefonieren, mehr Sprachnachrichten
Moderation und Produktion: Helena Schmidt
Redaktion: Constanze Kainz
Mitarbeit: Lisa Pausch, Konstantin Hadži-Vuković
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns u…
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Update: Wie sich die SPD erneuern will
12 mei 2025 · 11 min
Die Bundesministerin für Arbeit und Soziales Bärbel Bas soll ab Juni den
Parteivorsitz der SPD neben Lars Klingbeil übernehmen. Zuvor hatte die
bisherige Co-Chefin der SPD, Saskia Esken, angekündigt, nicht noch
einmal für den Vorsitz kandidieren zu wollen. 2021 war Bas schon einmal
für zwei Jahre Vizechefin der SPD. Innerhalb der Fraktion gehört sie der
Gruppe Parlamentarische Linke an. Was von Bärbel Bas als neuer
SPD-Vorsitzenden erwartet werden kann und wie sich die Partei durch
Saskia Eskens Rückzug verändern dürfte, weiß ZEIT-Hauptstadtredakteur
Peter Dausend. Lees meerDie kurdische Arbeiterpartei PKK hat ihre Auflösung bekannt gegeben.
Laut der PKK-nahen Nachrichtenagentur ANF soll der Prozess vom Gründer
der Partei, Abdullah Öcalan, geleitet werden, der derzeit inhaftiert
ist. Dieser hatte bereits im Februar dazu aufgerufen, die Waffen
niederzulegen. Die Partei des türkischen Präsidenten Recep Tayyip
Erdoğan (AKP) begrüßt die Entscheidung und spricht von einem Wendepunkt
in der Geschichte der Türkei. Warum sich die PKK dazu entschieden hat,
ihren Kampf zu beenden, und welche Auswirkungen das auf die Situation in
der Türkei haben könnte, erklärt ZEIT-ONLINE-Korrespondentin Marion
Sendker im Podcast.Außerdem im Update:
China und die USA haben sich auf eine 90-tägige Zollpause verständigt.
Die USA erheben für Importe aus China Zölle von 30 Prozent, andersherum
sind es zehn Prozent. Zuvor hatten die USA für Waren aus China
Sonderzölle von bis zu 145 Prozent erhoben. Die Pause soll genutzt
werden, um weiterzuverhandeln.Zum ersten Mal in der Geschichte hat die IG Metall die Kölner Ford-Werke
zum Streik aufgerufen. Dieser soll von Mittwochmorgen bis zum Ende der
Nachtschicht am Donnerstag andauern. Grund für den Streik sind geplante
Stellenstreichungen: Bis 2027 will das Management am Kölner Standort
2.900 Stellen abbauen.Was noch? Ein neues Medikament soll Migräne verhindern.
Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger
Redaktion: Constanze Kainz
Mitarbeit: Emm…
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Ein neuer Außenminister – eine neue Israelpolitik?
12 mei 2025 · 12 min
Am 12. Mai 1965 nahmen Israel und die Bundesrepublik Deutschland
diplomatische Beziehungen auf – ein historischer Schritt nach der Shoah.
Vor dem Hintergrund des 60. Jahrestages ist der neue deutsche
Außenminister Johann Wadephul in seiner ersten Amtswoche nach Israel
gereist. In der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem legte er
einen Kranz nieder und sprach von "Entsetzen und Scham" angesichts der
deutschen Verantwortung für den Holocaust. Während seines Besuchs hat er
sowohl Premierminister Benjamin Netanjahu als auch
Palästinenserpräsident Mohammad Mustafa getroffen – und sich mit
Angehörigen von Geiseln im Gazastreifen ausgetauscht. Wie positioniert
sich die neue Bundesregierung im Nahostkonflikt? Anna Sauerbrey,
außenpolitische Koordinatorin der ZEIT, hat den Außenminister begleitet.
Im Podcast erklärt sie auch, welche Rolle das Jubiläumstreffen mit
Israels Staatspräsident Isaac Herzog in Berlin spielt. Lees meerAm Samstag reisten Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident
Emmanuel Macron, Großbritanniens Premier Keir Starmer und Polens
Ministerpräsident Donald Tusk gemeinsam nach Kyjiw. Ihr Ziel: ein
gemeinsames Signal der Geschlossenheit gegenüber Russland. Die
sogenannte Koalition der Willigen verständigte sich zusammen mit etwa 20
weiteren Staaten und forderte einen 30-tägigen Waffenstillstand im
Ukrainekrieg. Sollte Russland diesen ablehnen, drohen neue Sanktionen.
Kremlchef Wladimir Putin lehnte das Angebot jedoch umgehend ab und
schlug stattdessen direkte Gespräche mit der Ukraine vor – bereits für
diese Woche in Istanbul. Während Selenskyj und seine Verbündeten auf
eine Waffenruhe als Voraussetzung bestehen, stellt sich die Frage: Wie
ernst ist Putins Gesprächsangebot? Michael Thumann, außenpolitischer
Korrespondent der ZEIT, ordnet im Podcast die aktuelle Dynamik ein.Und sonst so? Fifa plant, ein afghanisches Frauenflüchtlingsteam
aufzubauen.Moderation und Produktion: Hannah Grünewald
Mitarbeit: Lisa Pausch, Konstantin Hadži-Vuković
Fr…
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Sind Zurückweisungen an den deutschen Grenzen legal?
11 mei 2025 · 12 min
Bereits im Wahlkampf hatte Friedrich Merz versprochen, Asylsuchende an
den deutschen Grenzen vom ersten Tag seiner Amtszeit an zurückzuweisen.
Auch der neue Innenminister Alexander Dobrindt kündigte diese Woche
strengere Grenzkontrollen an. Ob die Zurückweisungen legal sind, fragen
sich gerade viele Polizisten und Polizistinnen im Einsatz.
Europarechtlich sind sie auf jeden Fall problematisch, da sie nur unter
strengen Voraussetzungen erlaubt sind. Ungeklärt bleibt auch, wer im
Falle eines rechtswidrigen Verstoßes haftet – das Innenministerium oder
die Polizei. Wie genau die Maßnahmen mit dem Europarecht brechen und was
Deutschlands Nachbarstaaten von den Zurückweisungen halten, erläutert
Paul Middelhoff, stellvertretender Leiter des Politikressorts der ZEIT. Lees meerIn Deutschland ist der Muttertag für Mütter ein Grund zur Freude, ihre
Kinder feiern und beschenken sie. In Kolumbien hingegen müssen die
Mütter an diesem Tag besonders um ihr Leben fürchten. Der Muttertag
gehört dort zu den gefährlichsten Tagen des Jahres. Vergangenes Jahr
meldete die kolumbianische Polizei 44 Fälle von Mord und Totschlag sowie
Tausende Notrufe. Deshalb hat die Hauptstadt Bogota ein spezielles
Sicherheitskonzept für Frauen entwickelt, mit verstärktem Polizeischutz
und mehreren Anlaufstellen. Warum genau der Muttertag so gefährlich ist
und was Kolumbien noch unternimmt, um Frauen besser vor Gewalt zu
schützen, weiß Auslandsreporter Bastian Kaiser. Im Podcast spricht er
über seine Eindrücke aus dem Land.Und sonst so: Wer auf Platz eins im Kanzler-Ranking landet
Moderation und Produktion: Roland Jodin
Mitarbeit: Lisa Pausch, Miriam Mair
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.Weitere Links zur Folge:
Asylpolitik: Im Migrationsdilemma
Grenzkontrollen: Ein Tag eins wie jeder andere
Christlich-Soziale Union: Dobrindt kündigt Zurückweisung von
Asylsuchenden an der Grenze anMigration: Bundespolizei weist laut Gewe…
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Hörtipp Politikteil: Zu Hause schwach, auswärts stark – Roundtable zum Merz-Start
10 mei 2025 · 40 min
An dieser Stelle empfehlen wir Ihnen heute die neue Folge unseres
Schwesternpodcasts "Das Politikteil": Lees meerEs begann mit einem Fehlstart: Am Dienstag dieser Woche brauchte
Friedrich Merz im Bundestag zwei Anläufe, um zum Kanzler gewählt zu
werden – Vergleichbares hat es in der Geschichte der Bundesrepublik noch
nicht gegeben. 18 Abgeordnete aus den Reihen der Union und SPD hatten
ihm die Zustimmung verweigert. Ist das ein „Desaster“, ein „fatales
Zeichen“ für die Stabilität der schwarz-roten Koalition, wie die
Opposition und zahlreiche Medien meinten – oder ein Lapsus, über den
bald schon niemand mehr reden wird? Während Merz zu Hause zum Start
seiner Kanzlerschaft viel Kritik und reichlich Häme ertragen musste,
wurde er bei seiner Premierenreise im Amt in Frankreich und Polen nicht
nur mit offenen Armen, sondern auch mit zahlreichen Vorschusslorbeeren
empfangen. In Merz sieht man im Ausland offenbar jenen Politiker, der
die „deutschlandgroße Lücke“ in Europa füllen kann. Ist dem so oder sind
die Erwartungen zu hochfliegend?In der neuen Ausgabe von „Das Politikteil Round Table“ diskutieren wir
zunächst über die Geschehnisse an diesem historischen Kanzlerwahltag,
gehen dabei der Frage nach, wer aus welchen Gründen die Neinsager in den
schwarz-roten Reihen gewesen sein könnten und erörtern, wie groß der
politische Schaden ist, der bei der Verweigerungsaktion entstand. Danach
richten wir den Blick nach vorn und nehmen insbesondere die Außenpolitik
von Friedrich Merz ins Visier. Wie verläuft seine erste Auslandsreise,
was wird sich ändern, versteht sich Merz in seiner neuen Rolle eher als
Transatlantiker oder als Europäer – und welche Aufgaben bleiben bei
einem außenpolitisch so aufgeladenen Bundeskanzler eigentlich für den
neuen Außenminister Johann Wadephul?Am Tisch des Round Table sitzen normalerweise die vier Hosts von „Das
Politikteil“: Ileana Grabitz, Tina Hildebrandt, Peter Dausend und
Heinrich Wefing. In der aktuellen Ausgabe fehlen die erkrankte Ileana
sowie… -
Bilanz nach mehr als 100 Tagen Elon Musk und DOGE
10 mei 2025 · 13 min
DOGE, das Department of Government Efficiency, gibt es bereits seit mehr
als 100 Tagen. Einsparungen im Staatshaushalt waren das oberste Ziel der
Behörde. Für Zehntausende öffentliche Angestellte war die Konsequenz
davon das Ende ihrer Arbeit. Außerdem stampfte Elon Musk, Chef der
Behörde, Hunderte soziale Förderprogramme ein und kündigte Zeitungsabos.
Wirklich gesunken sind die Staatsausgaben trotz dieser Maßnahmen nicht.
Ende dieses Monats läuft Elon Musks auf 130 Tage begrenzter Auftrag als
"Staatsangestellter mit Sonderaufgaben" aus. Was bedeutet dieses
ernüchternde Ergebnis für Musk? Heike Buchter, US-Korrespondentin der
ZEIT in New York, zieht Bilanz und gibt einen Ausblick, wie es für DOGE
nach Musks Rückzug weitergehen könnte. Lees meerDer russische Betreiber der defekten Gaspipeline Nord Stream 2 konnte
eine Pleite vorerst abwenden. Vor dem Schweizer Kantonsgericht in Zug
konnte sich Gazprom mit seinen Gläubigern auf einen Nachlassvertrag
einigen. Ein Teil der Schulden wird dem Unternehmen dauerhaft erlassen.
So können in Zukunft Sanierungen an der defekten Pipeline durchgeführt
werden. Hätte es vor Gericht keine Einigung gegeben, wäre es zu einem
Insolvenzverfahren gekommen. Ermöglicht wurde der Kompromiss durch die
Einigung einiger westeuropäischer Energiekonzerne. Die Verhandlungen
dauerten zweieinhalb Jahre. Der Bau der Pipeline kostete knapp zehn
Milliarden Euro. Welche Folgen das Urteil nun für Europa und ein
mögliches Waffenstillstandsabkommen zwischen Russland und der Ukraine
hat und wer überhaupt Interesse an einer Sanierung hat, erklärt Ingo
Malcher aus dem Wirtschaftsressort der ZEIT.Und sonst so: Aus Blei wird Gold.
Moderation und Produktion: Roland Jodin
Produktion: Constanze Kainz
Mitarbeit: Kai Schnier, Miriam Mair
Wir möchten mehr darüber erfahren, wie Sie die Podcasts von ZEIT und
ZEIT ONLINE nutzen. Hier geht es zur Podcast-Studie. Vielen Dank für
Ihre Teilnahme.Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie… -
Update: Zwischen Stolz und Schock – die USA sind Papst
9 mei 2025 · 9 min
Mit Leo XIV. hat die katholische Kirche erstmals einen US-Amerikaner zum
Papst gewählt. Der in Chicago geborene Robert Francis Prevost lebte
lange in Peru und gilt als sozial engagierter, weltoffener Geistlicher
in der Tradition seines Vorgängers Franziskus. Seine Wahl wird in den
USA als symbolischer "Wir sind Papst"-Moment gefeiert, stößt aber auch
auf politische Reaktionen: Während Donald Trump die Wahl als
Prestigegewinn für seine Amtszeit wertet, üben rechte Kreise scharfe
Kritik und bezeichnen Leo XIV. als "woken Marxisten-Papst". Johanna
Roth, Auslandskorrespondentin in Washington, D. C., ordnet ein, was die
Papstwahl für die USA bedeutet. Lees meerDas Bundesamt für Verfassungsschutz verzichtet ab sofort darauf, die AfD
eine gesichert rechtsextremistische Bestrebung zu nennen. Erst vor einer
Woche hat der Verfassungsschutz die Einstufung der Partei als
rechtsextremistisch veröffentlicht, die AfD reichte daraufhin eine Klage
ein. Die sogenannte Stillhaltezusage des Verfassungsschutzes gilt so
lange, bis das Kölner Gericht ein Urteil über den Eilantrag fällt. Die
Einstufung bleibt davon erst einmal unberührt. In der Politik wird schon
seit Längerem über ein Verbotsverfahren gegen die AfD diskutiert – die
Einstufung wird von vielen als guter Zeitpunkt gesehen, ein solches
Verfahren auf den Weg zu bringen. Andere Stimmen, wie beispielsweise
CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann, sprechen sich dagegen aus und
wollen die AfD ausschließlich inhaltlich bekämpfen. Wie sinnvoll ein
Verbot ist und wie es mit der rechtsextremistischen Einstufung der AfD
weitergeht, weiß Politikredakteurin und Juristin Eva Lautsch.Außerdem im Update: Russland und einige weitere Nachfolgestaaten der
Sowjetunion erinnern am 9. Mai an das Ende des 2. Weltkrieges. Nicht nur
das Datum des 80. Jahrestags des Kriegsendes ist ein anderes als
hierzulande, sondern auch die Art, wie der Tag begangen wird. Michael
Thumann, außenpolitischer Korrespondent der ZEIT, berichtet davon.Was noch? Rätselhaftes n…
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Wer ist Leo XIV.?
9 mei 2025 · 14 min
Um kurz nach 18 Uhr steigt am Donnerstagabend weißer Rauch aus dem
Schornstein der Sixtinischen Kapelle. Dann bricht auf dem Petersplatz
Jubel aus. Nach nur vier Wahlgängen haben sich die Kardinäle also auf
einen neuen Papst geeinigt: Robert Kardinal Prevost aus den USA nennt
sich künftig Leo XIV. Der 69-Jährige stammt ursprünglich aus Chicago und
verbrachte den Großteil seiner Kirchenlaufbahn als Missionar in Peru.
2023 wurde er zum Kardinal ernannt. Prevost gilt als echter
Progressiver. In welche Richtung wird er die katholische Kirche steuern?
Patrik Schwarz berichtet aktuell für die ZEIT aus Rom und spricht im
Podcast über die Worte des neuen Papstes und welche Aufgaben ihn nun
erwarten. Lees meerLetztes Jahr stand die Linkspartei noch kurz vor dem Ausschluss aus dem
Bundestag. Die Partei hatte sich intern zerstritten, viele Mitglieder
wechselten mit Sahra Wagenknecht zum neu gegründeten BSW. Im Februar
erlebte die Linke dann ein überraschendes Comeback: Bei der
Bundestagswahl konnte sie ihre Sitze von 39 auf 63 erhöhen. Auch die
Anzahl der Parteimitglieder hat sich seitdem verdoppelt, nach eigenen
Angaben sind 50.000 neue Mitglieder eingetreten. Was die Partei aus
ihrem neu gewonnenen Potenzial macht, wird heute auf dem Parteitag
diskutiert. Politikredakteur Fritz Zimmermann beobachtet die Linke schon
länger und erklärt, was man in der neuen Legislaturperiode von der
Partei erwarten kann und wie realistisch eine Zusammenarbeit von CDU und
der Linken ist.Und sonst so? Ein Zettel für Singles.
Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger
Mitarbeit: Kai Schnier, Emma Graml
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Konstituierung des Bundestags: Die neue Macht der Ränder
BSW und Linke: Das Comeback des Jahres
Bundesverfassungsschutz: Verfassungsschutz nennt AfD vorläufig nicht
mehr rechtsextremAfD-Verbot: Sollte die AfD verboten werden?
Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie
u… -
Krieg verloren, Demokratie gewonnen
8 mei 2025 · 13 min
Am 8. Mai 1945 unterzeichnete Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel die
Kapitulation der Wehrmacht; der Zweite Weltkrieg war damit – zumindest
in Europa – vorbei. Für viele Deutsche bedeutete dies allerdings weniger
eine Befreiung als eine Niederlage und den Beginn einer ungewissen
Zukunft. Obwohl der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker den
8. Mai in seiner berühmten Rede zum 40. Jahrestag 1985 als Tag der
Befreiung bezeichnete, bleiben das Gedenken und die Bedeutung dieses
Tages bis heute umkämpft. Hedwig Richter ist Professorin für Neuere und
Neueste Geschichte an der Universität der Bundeswehr in München. Im
Podcast erklärt sie, welche Bedeutung dieses Datum für unsere
Gesellschaft hat und wie sich diese Bedeutung gewandelt hat. Lees meerNach der Wahl von Friedrich Merz (CDU) zum Bundeskanzler kam das neue
Kabinett noch am Dienstagabend zu seiner ersten Sitzung zusammen.
Schwerpunkte der neuen Regierung sind die sogenannte Migrationswende
sowie das Ankurbeln der angeschlagenen Wirtschaft. Das zentrale
Wahlversprechen eines faktischen Einreiseverbots für irreguläre
Migranten wurde bislang nicht vollständig umgesetzt, jedoch wurden die
Grenzkontrollen bereits verschärft. Um die Wirtschaft wieder in Schwung
zu bringen, setzt die Regierung auf kurzfristige steuerliche
Entlastungen für Unternehmen in Form sogenannter Turbo-Abschreibungen.
Mark Schieritz, stellvertretender Leiter des Politikressorts bei der
ZEIT, ordnet ein, welche dieser Maßnahmen tatsächlich Wirkung zeigen
könnten.Und sonst so? Podcast-Host braucht Hilfe beim Entziffern alter
Tagebücher.Moderation und Produktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Celine Yasemin Rolle
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Weitere Links zur Folge:
Wehrtüchtigkeit: Täter, Krieger, Opfer und über allem das Moos
Geschichte: Ende und Anfang: Der 8. Mai und die Deutschen
KZ Neuengamme: Eine "geordnete" Übergabe
Was jetzt? – Spezial / Holocaustüberlebende: "Ich bete jeden…
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Update: Droht jetzt ein Krieg zwischen Indien und Pakistan?
7 mei 2025 · 12 min
In der Nacht zum Mittwoch ist die angespannte Lage zwischen Indien und
Pakistan eskaliert: Indien hat neun Ziele in Pakistan angegriffen,
darunter vor allem den von Pakistan verwalteten Teil der Region
Kaschmir. Nach Angaben des indischen Verteidigungsministeriums handelte
es sich um "terroristische Infrastruktur", von der aus Terroranschläge
gegen Indien geplant und gesteuert wurden. Laut dem pakistanischen
Militär wurden bei den Angriffen 26 Menschen getötet und mindestens 46
verletzt. Pakistan soll während des Angriffs mehrere indische Kampfjets
abgeschossen haben. Die indische Regierung wirft Pakistan vor, bei einem
Terrorangriff am 22. April beteiligt gewesen zu sein, bei dem auf der
indischen Seite Kaschmirs 26 Menschen getötet wurden – vorwiegend
indische Touristen. Wie die Menschen den Konflikt vor Ort wahrnehmen und
ob es sich bei der Auseinandersetzung schon um Krieg handelt, erklärt
Natalie Mayroth aus Indien. Lees meerBereits einen Tag nach seiner Wahl zum neuen Bundeskanzler ist Friedrich
Merz seine erste Auslandsreise angetreten. Am Morgen ging es für ihn
zunächst nach Frankreich, wo er mit dem französischen Präsidenten
Emmanuel Macron über die deutsch-französische Freundschaft und den
außenpolitischen Kurswechsel der USA sprach. Am Nachmittag wurde er vom
polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk in Warschau empfangen. Dort
soll es neben Russland vor allem auch um irreguläre Migration gehen.
Schon vor seinem Amtsantritt hatte Merz angekündigt, ein
außenpolitischer Kanzler sein zu wollen und die Beziehungen zu
Frankreich und Polen zu "reparieren". Die Leiterin des
ZEIT-Politikressorts Tina Hildebrandt begleitet ihn auf seiner Reise und
erzählt im Podcast, welchen Eindruck der neue Kanzler macht und welche
Ziele er sich für die beiden Länder gesetzt hat.Außerdem im Update:
Laut einer neuen Antisemitismusstudie der sogenannten Taskforce J7
steigt der Antisemitismus weltweit dramatisch an. Besonders seit dem 7.
Oktober 2023 könne man einen deutlichen Anstieg … -
Wie stabil wird diese Regierung?
7 mei 2025 · 12 min
Am Dienstag wurde Friedrich Merz zum zehnten Kanzler der Bundesrepublik
gewählt – die Wahl verlief jedoch holpriger als erwartet. Im ersten
Wahlgang fehlten ihm sechs Stimmen zur absoluten Mehrheit, erst im
zweiten Wahlgang am Nachmittag stimmten 325 der 630
Bundestagsabgeordneten für den CDU-Politiker. Zuvor hatten sich
Politiker der Linken und Grünen gegen die Wahl von Merz ausgesprochen
und besonders den Koalitionsvertrag kritisiert. Noch nie zuvor in der
Geschichte der Bundesrepublik ist ein Kanzler am ersten Wahlgang
gescheitert. Was die schwierige Wahl für die deutsche Regierung bedeutet
und wie die Reaktionen im Ausland ausfielen, erklärt der Leiter des
Politikressorts Heinrich Wefing im Podcast. Lees meerHeute beginnt in Rom das Konklave, die Versammlung, während der die
Kardinäle den neuen Papst wählen. Die Abläufe des Konklaves sind genau
geregelt: Alle wahlberechtigten Kardinäle schirmen sich in der
Vatikanstadt von der Außenwelt ab, bis das neue Kirchenoberhaupt gewählt
ist. Erst dann steigt weißer Rauch auf und mit den Worten “Habemus
Papam” wird der Name des neuen Papstes verkündet. Pietro Kardinal
Parolin wurde zunächst als einer der vielversprechendsten Anwärter auf
den Heiligen Stuhl gehandelt. Wie der Tagesablauf der Kardinäle während
des Konklaves aussieht und ob bereits heute mit der Verkündung des neuen
Papstes gerechnet werden kann, weiß Evelyn Finger, ZEIT-Redakteurin im
Ressort Glauben und Zweifeln, die die Entwicklungen des Konklaves in Rom
verfolgt.Und sonst so? Forschende in Kalifornien haben eine neue Farbe entdeckt.
Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger
Redaktion: Ole Pflüger
Mitarbeit: Kai Schnier, Emma Graml, Mira Schrems
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Weitere Links zur Folge:
Konklave: So wird der Papst gewählt
Konklave: Letzte Vorbereitungen für Papstwahl
Bundestag: Friedrich Merz scheitert im ersten Wahlgang bei Kanzlerwahl
Liveblog: Wahl des Bundeskanzlers: Zweiter Wahlgang läuft
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Kanzler im zweiten Anlauf
6 mei 2025 · 10 min
Nach dem gescheiterten ersten Wahlgang ist Friedrich Merz in der zweiten
Abstimmung mit 325 Stimmen zum Bundeskanzler gewählt worden. Merz
fehlten im ersten Wahlgang sechs Stimmen zur Kanzlermehrheit. Er erhielt
310 Stimmen – nötig wären 316 gewesen. Im zweiten Wahlgang bekam er dann
die erforderlichen Stimmen. Aber dass ein designierter Kanzler nach
erfolgreichen Koalitionsverhandlungen im Bundestag durchfällt, ist ein
Novum in der Geschichte der Bundesrepublik. Fabian Reinbold ist
politischer Korrespondent von ZEIT ONLINE. Im Podcast ordnet er ein,
welche Auswirkungen das Scheitern im ersten Wahlgang auf die
Kanzlerschaft von Friedrich Merz und die Stabilität seiner Koalition
haben könnte. Und er erklärt, wer ein Interesse gehabt haben könnte,
Merz zu schaden. Lees meerDas Europäische Parlament hat die Immunität des AfD-Abgeordneten Petr
Bystron aufgehoben, um Ermittlungen wegen Bestechlichkeit und Geldwäsche
zu ermöglichen. Petr Bystron steht im Verdacht, über das prorussische
Netzwerk Voice of Europe seit 2020 Bestechungsgelder angenommen zu
haben. Neben Korruptionsvorwürfen ermittelt die Münchner
Generalstaatsanwaltschaft wegen Geldwäsche, Betrugs mit
Bundestagsgeldern, Steuerhinterziehung und der Verbreitung
rechtsextremer Inhalte. Petr Bystron weist alle Vorwürfe zurück und
spricht von einer Kampagne gegen sich und die AfD. Sascha
Venohr, Redakteur im Ressort Investigative Recherche und Daten der
ZEIT, erklärt die Vorwürfe.Was noch? Skype sagt Goodbye.
Moderation und Produktion: Hendrik Oerding
Redaktion: Ole Pflüger
Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Liveblog: Wahl des Bundeskanzlers: Klöckner setzt Sitzung zur Wahl von
Merz fortZweiter Wahlgang: Friedrich Merz wird sich noch heute erneut zur Wahl
stellenKanzlerwahl im Bundestag: Es ist eine einzige Blamage
War da was? / Bodo Ramelow: "Ob das wahr oder falsch war, spielte keine
Rolle mehr"Kanzlerwechsel: So lä…
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Was Kanzler Merz noch lernen muss
6 mei 2025 · 12 min
Am Dienstag wird Friedrich Merz voraussichtlich zum zehnten
Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Bereits am Montag
unterzeichneten die Parteichefs von CDU, CSU und SPD in Berlin ihren
144-Seiten-starken Koalitionsvertrag. Die neue schwarz-rote Koalition
plant umfassende Reformen und Investitionen, um das Land voranzubringen.
Doch Merz' politischer Kurs bleibt umstritten: In der Vergangenheit
wurde ihm mehrfach Wortbruch vorgeworfen – etwa beim
Abstimmungsverhalten mit der AfD oder in der Debatte um die
Schuldenbremse. Könnte der neue Kanzler auch künftig für politische
Überraschungen sorgen? Welche Art von Kanzler wird Friedrich Merz sein,
und worauf muss sich Deutschland politisch einstellen? Mariam Lau,
Redakteurin im Politikressort der ZEIT, begleitet Friedrich Merz seit
Jahren. Im Podcast spricht sie über seine Stärken und Schwächen und
ordnet ein, was für eine Rolle Friedrich Merz als Kanzler einnehmen
wird. Lees meerIsrael verschärft seine Militäroffensive im Gazastreifen gegen die
islamistische Hamas. Das Sicherheitskabinett um Ministerpräsident
Benjamin Netanjahu hat das einstimmig beschlossen. Außerdem sollen
Zehntausende Reservisten zusätzlich mobilisiert werden, die
Einberufungsbefehle sollen noch in dieser Woche verschickt werden. Ziel
ist es, den militärischen Druck auf die Hamas zu erhöhen – mit der
Hoffnung, so die Freilassung weiterer Geiseln zu erzwingen. Gleichzeitig
erlaubt Israel erstmals seit über zwei Monaten wieder Hilfslieferungen
in den Gazastreifen. Wie geht es weiter? Hat Netanjahu noch ausreichend
Rückhalt in der israelischen Bevölkerung? Jan Roß, Redakteur im
Politikressort der ZEIT, ordnet im Podcast die aktuellen Entwicklungen
ein und erklärt, ob es überhaupt noch Chancen auf eine diplomatische
Lösung gibt.Und sonst so? Ein Mann wird über 100 Mal von Schlangen gebissen – und
lebt noch.Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger
Redaktion: Hannah Grünewald
Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Konstantin Hadži-Vuković
Fragen,…
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Update: Das sind die neuen SPD-Minister
5 mei 2025 · 11 min
Die Vorsitzenden der CDU, CSU und SPD haben den Koalitionsvertrag
unterzeichnet und somit die neue Koalition besiegelt. Am Dienstag soll
Friedrich Merz zum Kanzler gewählt werden, danach wird sein Kabinett
vereidigt. Während die Ministerinnen und Minister der Union bereits
vergangene Woche verkündet wurden, hat die SPD bis zur letzten Minute
damit gewartet. Bis auf Boris Pistorius, der sein Amt als
Verteidigungsminister behalten durfte, stellt sich die SPD komplett neu
auf: Wie bereits verkündet, wird Lars Klingbeil den Posten des
Finanzministers und des Vizekanzlers innehaben. Seine Co-Parteichefin
Saskia Esken ging dagegen leer aus. Wie es dazu kommen konnte, welche
Überraschungen es noch gab und wer die neuen Minister und Ministerinnen
sind, erklärt der politische Korrespondent Michael Schlieben im Podcast. Lees meerDie EU-Kommission will 500 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung
stellen, um internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
anzuwerben. Wie Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Paris
verkündete, soll die EU zu einem "Anzugspunkt für Wissenschaftler"
werden. Die EU reagiert damit auf die restriktive Forschungspolitik aus
den USA. Der französische Präsident Emmanuel Macron sprach sich dafür
aus, angesichts der Bedrohungen aus den USA den US-Forschenden einen
Zufluchtsort in Europa zu bieten. US-Präsident Donald Trump hatte in den
vergangenen Wochen sowohl Stellen als auch Gelder an den Universitäten
gekürzt. Viele Nachwuchswissenschaftler überlegen laut einer Umfrage des
US-Magazins "Nature" deshalb, die USA zu verlassen.Außerdem im Update:
Die Bundespartei der AfD hat eine Klage gegen das Bundesamt für
Verfassungsschutz eingereicht. Grund dafür ist das Urteil des
Verfassungsschutzes, das die AfD auch bundesweit als rechtsextremistisch
einstuft. Die AfD fordert nach Angaben des Kölner
Verwaltungsgerichts das Verfassungsgericht auf, die AfD nicht mehr als
"gesichert rechtsextremistische Bestrebung" einzuordnen, zu beobachten,
zu behandel… -
Abschied von Olaf Scholz
5 mei 2025 · 12 min
Deutschland steht vor dem Regierungswechsel: Am Montag unterzeichnen
Union und SPD ihren Koalitionsvertrag, ehe am Tag darauf CDU-Chef
Friedrich Merz im Bundestag zum neuen Bundeskanzler gewählt werden soll.
Ebenfalls am Montag wollen die Sozialdemokraten ihre Minister für das
neue Kabinett vorstellen. Am Abend dann wird der scheidende Kanzler
Olaf Scholz mit einem Großen Zapfenstreich offiziell verabschiedet. Gut
drei Jahre dauerte seine Amtszeit und ist damit eine der kürzesten in
der Geschichte der Bundesrepublik. Doch was bleibt von seiner
Kanzlerschaft? Eva Ricarda Lautsch, Politikredakteurin bei ZEIT ONLINE,
zieht im Nachrichtenpodcast Bilanz. Lees meerNach dem Stromausfall in Spanien und Portugal, der das öffentliche Leben
auf der iberischen Halbinsel Anfang vergangener Woche stundenlang
lahmgelegt hat, kursierten zur Ursache verschiedene Spekulationen: etwa
ein Cyberangriff und ein seltenes Wetterphänomen. Auch die erneuerbaren
Energien, insbesondere die Solarenergie, wurden für den Vorfall
verantwortlich gemacht. Obwohl die genaue Ursache des Blackouts noch
immer nicht geklärt ist, wird vermutet, dass eine Kettenreaktion von
Problemen im Stromnetz die Ursache war. Elena Erdmann, Redakteurin im
Wissensressort von ZEIT ONLINE, erklärt, welchen Einfluss
die Energiewende gehabt haben könnte und welche Lehren Europa für die
Zukunft seiner Energieversorgung aus dem Vorfall ziehen sollte.Und sonst so: Glück im Unglück? Flugzeug gelingt Notlandung im
Alligatornest.Moderation und Produktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Celine Yasemin Rolle
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge
Bundesregierung: SPD-Mitglieder stimmen Koalitionsvertrag zu
Friedrich Merz: Endlich ein risikofreudiger Kanzler
Schwarz-rote Regierungsbildung: Klingbeil sichert Merz SPD-Stimmen bei
Kanzlerwahl zuBundeswehr: Minister "Task Force"
Kabinett Scholz: Sie trotten traurig in den Ruhestand
Übersicht zum Koalitionsvertrag:…
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Siegt wieder ein Rechtsextremer bei der Wahl in Rumänien?
4 mei 2025 · 12 min
In Rumänien finden heute erneut die Präsidentschaftswahlen statt.
Eigentlich sollte das Ergebnis schon lange feststehen, doch das oberste
Gericht des Landes hatte die Wahl Ende letzten Jahres für ungültig
erklärt. Grund für die Annullierung war laut dem Gericht der bestätigte
Verdacht auf russische Einmischung, bei dem insbesondere über die
Plattform TikTok gezielte Wahlmanipulation betrieben wurde. Sieger der
Wahl war der rechtsextreme Kandidat Călin Georgescu. Bei der Neuwahl
darf er jedoch nicht mehr antreten. Stattdessen stellte die
rechtsextreme Partei AUR George Simion als Spitzenkandidat auf. Die Wahl
erregte internationale Aufmerksamkeit: Auf der Münchner
Sicherheitskonferenz warf US-Vizepräsident JD Vance der EU starken
"Demokratieverlust" vor. Wie Rumänien mit den Vorwürfen aus dem Ausland
umgeht, welchen Einfluss der zunehmende Rechtsextremismus auf die
Neuwahlen hat und welche internationalen Folgen ein Wahlsieg
rechtsextremer Parteien haben könnte, analysiert Ulrich Ladurner,
Auslandskorrespondent der ZEIT. Lees meerWikipedia, die achtgrößte Website der Welt, gilt als bekannte und häufig
genutzte Informationsplattform. Die Internetseite legt Wert auf Fakten –
ein Grundsatz, den Elon Musk ihr abspricht. Für ihn sei die Plattform zu
unglaubwürdig und nicht ausgewogen. Deshalb hetzt er seit Monaten gegen
"Wokepedia" und versucht, Einfluss auf die Inhalte zu nehmen. Nicolas
Killian aus dem Digitalressort von ZEIT ONLINE hat sich angeschaut, was
hinter Musks Vorwürfen steckt, welche Zusammenhänge es zur
Trump-Regierung gibt und welche Möglichkeiten Wikipedia hat, um sich
abzugrenzen und seine Neutralität zu bewahren.Und sonst so: Das Dschungel-Matriarchat – Bonobo-Weibchen verbünden sich
Moderation und Produktion: Erica Zingher
Mitarbeit: Kai Schnier, Miriam Mair
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Präsidentschaftswahl in Rumänien: Gewinnt ein Rechtsextremist die
Wiederholungswahl in Rumänien?Rumän…
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Spezial zu Holocaustüberlebenden: Zu Besuch bei den letzten Zeitzeugen
3 mei 2025 · 37 min
Vor 80 Jahren endete der Zweite Weltkrieg in Europa. Am 8. Mai 1945
kapitulierte Deutschland bedingungslos. Durch die nationalsozialistische
Herrschaft sind Schätzungen zufolge 65 Millionen Menschen gestorben –
darunter sechs Millionen Jüdinnen und Juden. Lees meerHeute leben laut der Jewish Claims Conference noch 220.800 Jüdinnen und
Juden, die die NS-Verfolgung überlebt haben. Es ist die letzte
Generation von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. Für diesen Podcast haben
wir drei Überlebende getroffen. Als der Krieg endete, waren sie zwölf,
acht und fünf Jahre alt. Sie erzählen uns, wie ihr Leben vor dem Krieg
aussah, welche Ängste sie während der Verfolgung erlebten – und welche
sie bis heute begleiten.In dieser Folge von Was jetzt? – Spezial erzählen Janine Webber, Pedro
Buchwald und Hélène Gutkowski von ihrer Kindheit im Krieg, ihre Sorgen
im Hinblick auf den wachsenden Antisemitismus und darüber, was ihnen
trotz allem Hoffnung gibt."Für mich ist es am schwierigsten zu sagen: Ich liebe dich"
Janine Webber anlässlich des Holocaust-Gedenktags 2018Recherche & Skript: Anna Kemper
Moderation & Skript: Helena Schmidt
Redaktion: Ole Pflüger
Sounddesign: Joscha Grunewald
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Was Deutschland im Kampf gegen den Rechtsextremismus von Frankreich lernen kann
3 mei 2025 · 12 min
In Frankreich ist der rechtsextreme Rassemblement National über Jahre
zur politischen Normalität geworden. Seit dem Aufstieg der AfD in
Deutschland lassen sich Parallelen zur politischen Entwicklung im
Nachbarland ziehen. Studien zeigen, dass die Übernahme rechter
Positionen durch die etablierten Parteien nicht zur Rückgewinnung von
Wählerinnen und Wählern führt, sondern deren Ansichten weiter in
Richtung dieser Positionen verschiebt. Gründe für diese Entwicklung sind
unter anderem wirtschaftliche Unsicherheit und die Angst vor sozialem
Abstieg. Kann Deutschland einen ähnlichen Weg vermeiden, indem es mehr
in soziale Infrastruktur und wirtschaftliche Sicherheit investiert?
ZEIT-Autorin Annika Joeres ordnet ein, wie finanzielle und
gesellschaftliche Stabilität die politische Haltung von Menschen
beeinflussen könnte. Lees meerArchitektur ist nicht nur Kulisse, sondern beeinflusst wesentlich, wie
Menschen miteinander in Kontakt treten. Ein Beispiel ist das
Jakob-Kaiser-Haus im Berliner Regierungsviertel: Während offene Treppen
und verglaste Hallen offiziell der Kommunikation dienen sollten, nutzten
Politiker wie Angela Merkel und Franz Müntefering eine unscheinbare
Hintertreppe für vertrauliche Koalitionsgespräche. Auch in Büros oder
Wohnungen beeinflusst die Raumaufteilung die Kommunikation. Max Rauner,
Redakteur im Wissensressort der ZEIT, untersucht in seinem Artikel
anhand politischer und historischer Beispiele, wie Raumgestaltung das
Verhalten von Menschen beeinflusst.Und sonst so? ChatGPT übertreibt es mit der Freundlichkeit.
Moderation und Produktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Kai Schnier, Celine Yasemin Rolle
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
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Rechtsextremismus: Verfassungsschutz stuft AfD als gesichert
rechtsextremistisch einCDU-Kabinettsmitglieder: Rings um das konservative Lagerfeuer
Rechtsruck in Ostdeutschland: "Wenn ich die Jugendlichen hier so sehe,
graust mir vor der Z…